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  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  henriette
schrieb am 12.08.2019 08:17
mhhh, ich finde nicht, dass Mutter und Tochter beste Freundinnen sein können. Sie können eine mehr oder weniger enge Beziehung haben, aber ich werde und war nie die beste Freundin meiner Mutter. Sie ist meine Mutter, da gibt es noch ganz andere Dinge, die dazu gehören. Und andere eben eher nicht.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Solani2
Status:
schrieb am 12.08.2019 09:12
Elsaa,
Urlaub ohne die Schwiegermutter solltest du durchsetzen. Bei Kosenamen und Emojis würde ich mich nicht einmischen, schau einfach nicht auf sein Handy. In bestimmte Dinge sollte man sich nicht einmischen, außer man will unbedingt streiten. Dabei können beide Seiten nur verlieren. Deine Schwiegermutter fordert die Aufmerksamkeit vermutlich ein, wenn dich stört, dass sie mehr Aufmerksamkeit bekommt als du, dann solltest du das auch machen. Brauchst du tägliche Pflichtanrufe wenn er auf Geschäftsreise ist? Dann sag das deinem Mann. Du willst nicht alleine sitzen? Sag das deinem Mann und setze dich neben die Schwiegermutter, er wird wohl höflich genug sein um das zuzulassen. 80 ist schon alt, da kann es schnell bergab gehen. Dein Mann hat vielleicht auch Verlustängste.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  lucky*3
schrieb am 12.08.2019 11:22
warum weisst du denn was dein Mann deiner Mutter über whatsapp schreibt? Ich habe keine Ahnung was mein Mann auf seinem Handy wem schreibt, außer es geht an mich oder an den Familienchat. Das ist seine Privatsache.

Und woher weisst du von den Anrufen wenn er unterwegs ist? Checkst du sein Handy?

Bestimmte Kosenamen, Herzchen, Emojis usw. sind wohl auch sehr personenabhängig. Ich habe eine Kollegin, wenn die mit der Familie telefoniert, egal ob Mann, Kinder oder Schwiegis - dann fallen da Namen! Mein Mann würde mir den Vogel zeigen, wenn ich so mit ihm reden würde: mein Schnuckelhase, Schatzispätzchen und tausend Küsschen, Küsschen, Küsschen .... nach jedem stinknormalen Info-Telefonat.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  elsaa
schrieb am 12.08.2019 12:05
Hallo und nochmals vielen Dank für die vielen Beiträge und Tipps. Ich bin ganz erstaunt über die Vielzahl der Beiträge mit recht konstruktivven Hinweisen.

Überraschend finde ich, dass man doch sehr schnell angegriffen wird, unterschwellig (wieso darf er sich nicht um seine Mutter kümmern? etc.), aber auch ganz explizit. Daher will ich ganz kurz auf den post von lucky eingehen. Mitnichten checke ich das Handy. Die Kinder berichten von den Telefonaten (Oma hat erzählt, dass...), mein Mann selber, manchmal bekomme ich es selber mit etc. Die whats apps sind oftmals im familienchat, dann aber an meinem Mann gerichtet, es ist auch schon mal vorgekommen, dass ich sein Handy im Urlaub genutzt habe (natürlich nicht ohne ihn vorher zu fragen), wenn wir nur eins mit an den Strand genommen haben oder zum Kanu fahren, was auch immer, dann habe ich es 1-2 mal gesehen, da er so eine popp-up-Funktion für whats apps hat, die den Anfang der Nachricht zeigt.

Ich werde über die Situationen bei gemeinsamen Unternehmungen versuchen mit ihm zu reden, obwohl die Erfolgsaussichten gering sind, ansonsten werde ich mich um noch mehr Souveränität und Gelassenheit bemühen im Umgang mit dem Mutter-Sohn-Gespann, alles auch eingedenk der vielen Hinweise, die hier genannt wurden.

Gruß
Elsa


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  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 12.08.2019 12:42
ich mag jetzt doch nachmal nachfragen, weil ich die Antwort jetzt nicht gefunden hab: hat sich das Verhältnis zwischen den Beiden seit dem Tod des Vaters verändert? Wenn ja, dann kann man der Frage nach dem Warum nachgehen. Ich finde immer, wenn man die Gründe für ein Verhalten erfragt, kann man oft besser eine Lösung finden. (Alleridings ist im Erwachsenenleben so viel Routine und Normiert, dass man es oft nicht macht)


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Elsaa
schrieb am 12.08.2019 16:17
Tja, hat es sich verändert? Es hast sich, glaube ich, intensiviert, d.h., die Grundtendenzen waren schon immer da, mal mehr, mal weniger, seit dem Tod sind die Telefonate noch häufiger, mit in den Urlaub fahren häufiger, seine "Über"besorgtheit stärker ausgeprägt. Sie hat, so wie ich das wahrnehme, schon auch die Erwartung, dass die beiden Söhne sich kümmern sollen und das sollen sie ja grundsätzlich auch. Ihr Mann war 15 Jahre älter, dominant, sie hat sich ihm in allem immer untergeordnet, seine Wünsche waren maßgeblich, sie hat das aber auch, glaub ich, nie hinterfragt...

Als ich letztens mit meinem Mann über diese Angelegenheiten gesprochen habe und gesagt habe, dass ich mich ausgeschlossen fühle, sagte er doch tatsächlich, dass ich immer eingeladen sei, dazu zu kommen, ich würde mit offenen Armen empfangen. Das sagt leider eigentlich alles und so will ich das nun wirklich nicht.

Gruß
Elsa


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 12.08.2019 16:41
Zitat
Elsaa
Als ich letztens mit meinem Mann über diese Angelegenheiten gesprochen habe und gesagt habe, dass ich mich ausgeschlossen fühle, sagte er doch tatsächlich, dass ich immer eingeladen sei, dazu zu kommen, ich würde mit offenen Armen empfangen. Das sagt leider eigentlich alles und so will ich das nun wirklich nicht.

ja, es sollte eher so sein, dass deine Mutter bei euch eingeladen sein sollte, dass es eure offenen Arme sind. Ich kann deine Enttäuschung nach der Aussage verstehen.
Wer ist das "wir"? Wer ist die Basis als Paar?


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Hamamelis71*
schrieb am 12.08.2019 20:43
meine verstorbene Schwester und meine Mutter hatten bis zum Tod von meiner Schwester eine ganz besonders enge Beziehung, ich war immer die distanziertere Tochter, ich habe mein eigenes Ding gemacht und war auch nie so kuschelig wie meine Schwester. Meine Mutter und meine verstorbene Schwester haben über Sachen geredet, da würde ich niemals mit meiner Mutter drüber reden (wollen) - es war einfach ein ganz anders Ding zwischen den beiden

Durch den Tod meiner Schwester hat sich damals unser aller Leben von heute auf morgen umgekrempelt - es war der totale Einschnitt - und meine Mutter und ich sind dadurch sehr zusammengerückt - und meine Mutter war neben meinem Mann (unser Sohn war damals noch nicht geboren) plötzlich unendlich wichtig - ich kann es nicht beschreiben - ganz anders halt als vorher - ich habe plötzlich so viel Zeit mit meiner Mutter verbracht - und ich verbringe immer noch unendlich gerne Zeit mit meiner Mutter und würde derzeit gerne wieder mehr Zeit mit ihr verbringen (sie wird nächstes Jahr 80)

Ich glaube daher schon, dass sich jetzt in der Familie Deines Mannes einiges verändert und beide bewusst die Nähe suchen und das unbändige Gefühl haben, dass sie jetzt viel Zeit miteinander verbringen müssen, hat wahrscheinlich wirklich etwas mit Verlustängsten zu tun.

Trotzdem würde ich an Deiner Stelle mit Deinem Mann immer wieder vorsichtig sprechen, wahrscheinlich wird sich alles wieder auf ein normales Maß regeln, wenn alle Beteiligten irgendwann wieder einigermaßen im Alltag angekommen sind. Im Moment wird ggfs Deiner Schwiegermutter und Deinem Mann klar, wie schnell das Leben vorbei sein kann und wie froh man in solchen Situationen ist, wenn man liebe Angehörige hat


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  essaa
schrieb am 13.08.2019 08:23
Hamamelis, vielen Dank für deinen sehr persönlichen Beitrag, der sehr berührt. Es tut mir leid, dass ihr deine Schwester so früh verloren habt.

Sicherlich ist der Todesfall ein wesentlicher Faktor, der die aktuelle Situation erklärt, allerdings nicht der einzige, denke ich. Auch glaube ich, dass der Tod eines fast 100 jährigen Menschen in keinem fall vergleichbar ist mir dem deiner Schwester.

LG
Elsa


  Re: Mein Mann und seine Mutter
avatar  Maral
schrieb am 13.08.2019 08:53
Also das man sich mehrmals die Woche sieht, jeden Tag telefoniert, finde ich schön und normal. Warum auch nicht. Ich habe auch den Eindruck, bei Mutter und Tochter würde niemals jemand etwas sagen. Warum darf man kein besonders enges Verhältnis mehr haben, nur, weil man erwachsen ist. Auch das zusammen Vereisen kenne ich von anderen. Wer sein Gesprächsvertrauter ist, ist ebenfalls eigentlich egal. Mir scheint das wieder so ein typisches Schwiegermutter/Schwiegertochter Ding zu sein. Resultierend aus einer gewissen Eifersucht heraus. ( Wenn ich die ganzen Schwiegermütterthreads so lese, wird mir manchmal Angst und Bange, wenn Krümel mal eine Frau hat).
Bedeutet Abnabeln, man darf nur noch eine bestimmte Menge an Kontakt führen?

Das mit dem Sitzplatz, ok, klingt etwas Zuviel des Guten, aber sonst.... Wichtig ist, dass es von beiden Seiten freiwillig kommt. Sie darf nicht komplett euer Leben dirigieren, nicht einfach unangemeldet in die Wohnung gehen, etc, aber den Kontakt, auch den engen, würde ich nicht begrenzen ( und mir auch nicht begrenzen lassen). Irgendwann ist sie nicht mehr da.

Wenn dich die Belastung stört, weil er bei seiner Mutter ist, dann soll er für Ausgleich sorgen, oder sie kommt, und du gehst zum Sport.....

Im Urlaub kann man sich etwas abgrenzen, indem man die entsprechenden Räumlichkeiten wählt. er alleine fährt, oder sonst was.

Grundsätzlich finde ich nichts schlimmes an dem Lebensmodell, und ja, ich bin mir wie gesagt auch sicher, würden wir hier von Tochter und Mutter reden, würde keiner mit der Wimper zucken. Im Grunde geht es doch um Konkurrenz und Eifersucht. Das kann ich zwar schon nachvollziehen, aber das würde ich versuchen, mit mir zu bearbeiten. Ich finde auch die Aussage nicht so schlimm. Es stimmt doch sicher, wenn er seine Mutter besucht, bist du ebenfalls willkommen. Möchtest aber nicht. Soll man ernsthaft deswegen die Besuche einschränken ( Ich habe eine Bekannte, die besucht ihren Vater jeden Tag, einfach auch, weil er sich so freut und sonst total alleine ist). Das ist schon echt viel, aber ich fände es auch hart, das zu unterbinden. Man hört doch nicht auf, sich zu kümmern, und seine Eltern zu lieben, nur weil man einen neuen Partner hat.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.19 08:59 von Maral.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Elsaa
schrieb am 13.08.2019 09:08
Maral, vielen Dank für deinen Beitrag.

Entgegen der von dir geäußerten Annahme, denke ich, dass auch ein zu enges Mutter-Tochter Verhältnis zu Irritationen in der Partnerschaft führen kann. Und nein, ich stehe nicht in Konkurrenz zu seiner 80-jährigen Mutter und bin auch nicht eifersüchtig. Was erwartet man von einer Partnerschaft? Für mich zumindest gehört dazu, dass ich der entscheidende Gesprächspartner bin, dass mein Mann und ich die "Einheit" bilden, zu der dann andere Familienmitglieder natürlich dazu kommen können, aber ich will nicht diejenige sein, die zum Sport geht, weil sie sich sonst außen vor fühlt. Darum geht es doch. Und das, was ich beschreibe, sind Symptome einer aus meiner Sicht zu engen, die Ehefrau bewusst oder unbewusst ausschließenden Beziehung. Eher ist das von Seiten meiner Schwiegermutter ein Thema von Eifersucht und Konkurrenz.

Mein Sohn ist 15 und wir sind auch sehr eng, manchmal finde ich es schon zu eng. Ich kann mir nicht vorstellen, so mit meinem Sohn später umzugehen, liebevoller und guter Umgang muss ja nicht natürliche Grenzen übertreten.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Impala-34
Status:
schrieb am 13.08.2019 09:51
Liebe Elsaa,

bei Deinem Mann - könnte ich mir vorstellen - kommt ein ausgeprägter Beschützerinstinkt zum tragen.
Du schreibst Dein Schwiegervater war eine dominante und bestimmende Persönlichkeit. Ich könnte mir vorstellen, dass hier der Hase im Pfeffer begraben liegt. Deine Schwiegermutter hat sich untergeordnet und in der Kindheit Deines Mannes wird dies wahrscheinlich noch sehr viel ausgeprägter gewesen sein. War der Vater streng und despotisch, war die Mutter wahrscheinlich liebevoll, nachgiebig, verständnisvoll und irgendwie auch hilfebedürftig... denn die - für ein Kind kaum durchschaubare- Dominanz des übermächtigen Vaters, die dein Mann sicher auch am eigenen Leibe erfahren hat, hat auch die Mutter zu spüren bekommen und die Hilflosigkeit die Dein Mann als Kind empfunden hat projeziert er wahrscheinlich auf die Mutter und übernimmt die Verantwortung für sie. Und sie die nie gelernt hat - und wahrscheinlich auch nicht hatte lernen wollen- selbständig zu sein, Dinge mit sich selbst auszumachen, Probleme lösungsorientiert anzugehen und sich selbst genug zu sein, erwartet auch, dass sich die Söhne um sie kümmern.
Durchaus schwierig, aber heute sicher nicht mehr zu ändern. Du kannst lediglich die Symptome vielleicht für Dich erträglicher gestalten. An der festen Bindung der beiden und der Umgangsweise der beiden miteinander, wirst Du nichts mehr ändern.
Akzeptiere es grundsätzlich, aber wenn es Dich stört, dass er z.B. Dich allein sitzen lässt, dann mach das deutlich.

LG

Impala


  Re: Mein Mann und seine Mutter
avatar  Maral
schrieb am 13.08.2019 10:00
Zitat
Elsaa
Maral, vielen Dank für deinen Beitrag.

Entgegen der von dir geäußerten Annahme, denke ich, dass auch ein zu enges Mutter-Tochter Verhältnis zu Irritationen in der Partnerschaft führen kann. Und nein, ich stehe nicht in Konkurrenz zu seiner 80-jährigen Mutter und bin auch nicht eifersüchtig. Was erwartet man von einer Partnerschaft? Für mich zumindest gehört dazu, dass ich der entscheidende Gesprächspartner bin, dass mein Mann und ich die "Einheit" bilden, zu der dann andere Familienmitglieder natürlich dazu kommen können, aber ich will nicht diejenige sein, die zum Sport geht, weil sie sich sonst außen vor fühlt. Darum geht es doch. Und das, was ich beschreibe, sind Symptome einer aus meiner Sicht zu engen, die Ehefrau bewusst oder unbewusst ausschließenden Beziehung. Eher ist das von Seiten meiner Schwiegermutter ein Thema von Eifersucht und Konkurrenz.

Mein Sohn ist 15 und wir sind auch sehr eng, manchmal finde ich es schon zu eng. Ich kann mir nicht vorstellen, so mit meinem Sohn später umzugehen, liebevoller und guter Umgang muss ja nicht natürliche Grenzen übertreten.
Nein, zum Sport sollst du gehen, weil du dann ebenfalls mal einen freien Abend genießen sollst, und er trotz Mama, die Kinder versorgt, anstatt das er alleine zu Mama geht, und du doch um die Kinder kümmerst, selbst aber keinen Ausgleich hast. grundsätzlich finde ich es in einer Partnerschaft nicht verkehrt, regelmäßig ohne den anderen etwas zu machen, solange die Arbeit dabei fair verteilt ist. und ob er nun dann mit einem Kumpel was trinken geht, oder zum Sport, oder zu seiner Mutter, oder die Mutter nach Hause kommt, ist doch dann eigentlich egal. wenn du keine Lust auf ihre Gesellschaft hast, nutze die Zeit für dich.

Wo Konkurrenz, Eifersucht... Ja, das frage ich mich öfter bei den teilweisen echt fiesen Schwiegermutterbashing Threads, die man öfter liest ( das ist bei dir ja jetzt erstmal nicht so), aber es ist schon recht auffällig, dass das grundsätzlich eine etwas belastete Beziehung ist zwischen SM und ST.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
avatar  bubble°
Status:
schrieb am 13.08.2019 11:46
Ich komm mal mit einem anderen Gedanken um die Ecke, womit nicht jeder was anfangen kann.

Für mich liest es sich so, dass sich die Rollen vertauscht haben.
Der dominante Schwiegervater lebte die Rolle des Vaters anstatt des Ehemannes, die Schwiegermutter ordnete sich unter wie ein Kind, lebte also die Rolle der Tochter anstatt der Ehefrau.
Somit rutschte jedoch der Sohn in die Rolle des Ehemannes, was die innige, ja fast schon erotische Beziehung zur Mutter erklärt (Kosenamen, Kuss-Emojis etc) und weil die Mutter an erster Stelle steht (Mutter sitzt an seiner Seite an Stelle der Ehefrau).
Wäre die Frage zu klären - wer bist du dann für deinen Mann? Sieht er in dir dann eine Mutterfigur (will er von dir viel umsorgt werden und lässt sich oft um Aufgaben bitten wie ein Kind?)?
Und Achtung, hier ist die Gefahr, dass dann dein Sohn wiederum die Rolle deines Ehemannes einnimmt (dir ist ja die Beziehung zu deinem Sohn auch schon fast zu innig, wie du schreibst), wenn dein echter Ehemann ja dann eher wie dein Sohn ist und dann läuft der "Teufelskreis" weiter...
Das läuft übrigens alles unbewusst ab!
(Ich hoffe, das war verständlich erklärt?)

Also wenn man mich fragt, müssten "einfach" nur die Rollen richtig eingenommen werden.
Es gibt mehrere Wege dazu. Klassisch wäre z.B. eine Familienaufstellung nach Hellinger.

Mehr dazu zu lesen z.B. hier: [www.vchu.de]

Es kommt (leider) übrigens sehr oft vor, dass in Familien die Rollen vertauscht gelebt werden.
So findet man unter dem Begriff Parentifizierung auch viele Infos.
Ist ein sehr komplexes Thema, diese Rollenverteilung in einer Familie.

PS: Und wenn dein Mann es schafft, deinen pubertären Sohn die kommenden Jahre in die Welt der Erwachsenen zu führen, also ihm zu zeigen, worauf es ankommt ein Mann zu sein, dann schafft es dein Sohn auch, sich richtig von dir zu lösen und es bleibt keine gestörte Mutter-Sohn-Bindung übrig. Es ist hier die Aufgabe des Vaters den Sohn zu initiieren.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.19 11:51 von bubble°.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
no avatar
  Solani2
Status:
schrieb am 13.08.2019 15:31
Ich würde das Ganze nach wie vor nicht überbewerten. Klar, als Ehepartner will man Hauptansprechpartner und Hauptbeziehungsperson sein! Aber leider sind Ehen, Partnerschaften keine starten Konstrukte, Bedürfnisse ändern sich, sind oft in Bewegung. Und wenn dein Mann sagt, du seist immer Willkommen, dann meint er es wahrscheinlich ganz unschuldig genauso wie er es sagt. Wir Frauen interpretieren da oft zuviel hinein.
Die Frage ist aber natürlich, ob der Ist-Zustand für dich noch akzeptabel ist oder nicht. Ist es für dich nötig einen Keil zwischen Mutter und Sohn zu treiben und damit potentiell deine Ehe aufs Spiel zu setzen? Ich habe das in Freundschaftssituationen erlebt, die beste Freundin des Mannes war da der Streitpunkt. Nach über 10 Jahren Ehe hat die Frau gefordert, er dürfe sie (lesbisch) nicht mehr so oft treffen. Das war das Ende der Ehe, er hat gemeint, sie wäre völlig egoistisch und würde auf seine Gefühle und Bedürfnisse überhaupt keine Rücksicht nehmen.
Deshalb glaube ich, du solltest ihm keine Vorschriften in Bezug auf den Umgang mit seiner Mutter machen, aber auch Familienurlaube ohne sie fordern und gleichzeitig klar formulieren, wenn du Aufmerksamkeit oder Hilfe von ihm brauchst. Und vielleicht könnte es dir helfen, wenn du selbst mehr mit der Schwiegermutter kommunizierst. Frag sie z.B. über die Kindheit deines Mannes aus, wenn du dazu die Zeit findest. Vielleicht braucht sie deinen Mann dann auch weniger, wenn du ihr mehr erzählst.
Nimm es nicht zu schwer, wie schon gesagt, mit 80 kann es auch schnell bergab gehen ...




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