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  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  mjuka
schrieb am 13.08.2019 20:50
Hallo Elsa,

ich tendiere ehrlich gesagt zu Bubbles Meinung. Klar könntest du vielleicht auch versuchen, mehr Kontakt zur Schwiemu zu haben, aber das Ganze "riecht" mir doch nach einem tieferen Problem. Wie gesagt, bei uns ist die Beziehung zwischen mir und meinem Sohn jetzt nicht überinnig, er fühlt sich "lediglich" sehr an mich gebunden. Laut Therapeuten (dort geht er wegen ADHS hin) fangen aber schon genau an der Stelle die Probleme an. Seit er uns darauf hingewiesen hat, achten wir alle darauf, die Grenzen klar zu haben. Natürlich kuscheln wir mal... aber er ist das Kind und ich die Mama. Deutlich.

Diese Abtrennung "fehlt" mir in deinem Bericht. Es ist deine Sicht, natürlich, und vielleicht entspannt sich alles mit ein bisschen mehr Verständnis für die Schwimu. Aber m.E. solltest du dringend mit deinem Mann reden, alleine, weil es dich belastet. Vielleicht hilft, in Ich-Botschaften zu sprechen und bei deinem Erleben zu bleiben, ohne Vorwürfe.

LG mjuka


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Elsaa
schrieb am 14.08.2019 12:17
Bubbles Ansatz ist interessant und wenn man davon ausgeht, dasses sich quasi um ein Konstrukt, ein Modell handelt (Freud, oder?), um menschliche Verhaltensweisen zu erklären, dann passt dieses Erklärungsmodell überraschend gut auf die Situation, die ich beschrieben habe. Und auf dem Hintergrund könnte ich noch viele Beispile nennen. Das mit den Rollen habe ich versucht zu umschreiben mit "die natürlichen Grenzeneinhalten". Der Vater war nicht despotisch im Sinne von herrisch und laut, das musste er nicht sein, da sowieso alles so lief, wie er wollte.

Tja, und meine Rolle? Ich bin nicht der Typ "super fürsorglich, Übermutter", insofern bediene ich das Rollenbild nicht...Interessante Frage, muss ich wohl noch mal drüber nachdenken.

Und was meinen Sohn angeht, werde verstärkt darauf achten. Im Moment intensiviert er aber auch durch den Sport gerade seinen Kontakt zum Vater.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Tiffy27
Status:
schrieb am 17.08.2019 17:13
Hallo,

mein Mann hat auch ein sehr enges Verhältnis zu seiner Mutter. Für meinen Geschmack auch zu eng. Aber ich mische mich da im Großen und Ganzen nicht ein.
Er besucht sie auch mehrmals wöchentlich nach der Arbeit, was bedeutet ich muss mich in der Zeit alleine um die Kinder kümmern (was allerdings immer noch besser ist als mitzugehen, s.u.). Sehen sie sich mal nicht, telefonieren sie auch ständig. Und die ganzen Kosenamen und Gesten kommen von Schwiemu auch.
Auch weiß sie jedes Detail über privates, was mir grundsätzlich noch egal wäre - allerdings zieht es dadurch weitere Kreise, weil man es dann auch in die BILD- Zeitung schreiben könnte. An dem Punkt zwinge ich dann meinen Mann es anzusprechen bzw sage explizit dazu, wenn er etwas bitte nicht dort sagen soll.
Ich verstehe es persönlich nicht, dass es so eng ist, da sie sich ihm gegenüber sehr dominant und übergriffig benimmt, und die Zeit auch oft für Streitereien drauf geht. Wir haben sowieso ein extrem schlechtes Verhältnis, von daher erübrigt sich ein Urlaub. In die Betreuung einbringen oder sonstwie helfen tut sie auch nicht.

Aber: Sein Verhältnis zu seiner Mutter geht mich in den meisten Bereichen nichts an. Es ist seine Angelegenheit wie oft sie telefonieren, Handy hat jeder sein eigenes. Wenn es um mich oder die Kinder geht ist es was anderes. Aber ich bin nicht eifersüchtig, es ist eben eng und wird es immer bleiben. Würde das Ganze netter ablaufen, hätte ich auch gar kein Problem damit. Ich kümmere mich da auch einfach nicht drum, kriege die Telefonate meist nicht mir und frage bei Besuchen nicht nach, wie lange und weshalb.


LG Tiffy


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  himbeere
schrieb am 23.08.2019 11:50
Füe mich ginge das gar nicht. Das wäre für mich keine Ehe zu zweit mehr, eher eine Ehe zu dritt.

Übrigens finde ich es da völlig egal, ob die Symbiose zwischen Mutter und Sohn besteht oder zwischen Mutter und Tochter. (Meine geschiedene Schwester hat ein ähnlich enges Verhältnis zu unserer Mutter. Aus Sicht der anderen Geschwister extrem gestört. Wenn meine Mutter heute stirbt, befürchten wir das Schlimmste.)

Ich hätte auch ein großes Problem damit, die Schwieger- oder meine eigene Mutter mit in jeden Urlaub zu nehmen. Das geht mal für ein paar Tage, aber sicher nicht für alle Urlaube. Wo ist denn da noch Raum und Zeit für euch als Kernfamilie?

Für mich ist eine gesunde Distanz zu den beiden Herkunftsfamilien extrem wichtig. Sonst kann eine Ehe meiner Meinung nach nicht funktionieren.

Ich habe inzwischen nur noch einmal pro Woche Kontakt zu meiner Mutter, mit meiner Schwiegermutter telefonieren wir alle paar Tage. Ich fast öfter als mein Mann. Zu den Geschwistern sporadisch, das sind so viele, da geht es nicht anders. Dafür ist es dann - zumindest auf der Seite meines Mannes - sehr entspannt und nett, wenn man sich ca. einmal pro Jahr sieht. Aber in keinem Fall haben die Omas irgendwelche Einblicke in unser Privatleben, das ginge mir wirklich zu weit. Dafür habe ich andere AnsprechpartnerInnen.


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  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Schwiegertochter
schrieb am 14.09.2019 08:29
Ich würde mich auch sehr gestört davon fühlen und kann sehr gut verstehen, wie du dich fühlst.

Wichtig wäre, zu trennen, was seine Sache ist (Kosenamen, usw.) und was deine Grenzen überschreitet (5. Rad am Wagen).

Versuche Ich-Botschaften zu nutzen:
-Ich wünsche mir mehr Zeit mit dir durch einen Familienurlaub nur mit dir und den Kindern.
-Ich würde gern die Aufführung über bei dir sitzen, weil du mir im Allrag fehlst.
-Ich brauche deine Unterstützung zu Hause bei XYZ.
-Ich vermisse dich, wenn du auf Fortbildung bist, rufst du mich alle 2 Tage an? (Oder sn dieser Stelle einfach selbst anrufen und kurz fragen, wie sein tag war, ihm etwas Liebes sagen...)

Wenn du die Schwiegermutter dabei so gut es geht raus lässt, ist es wahrscheinlicher, deine Wünsche und Bedürfnisse erfüllt zu bekommen.

Ich kämpfe seit 14 Jahren mit und gegen meine Schwiegermutter. 20-25 Anrufe pro Tag, notfalls auf meinem Handy um ihn zu erreichen, Lügen über Dinge die ich angeblich gesagt haben soll, permanente Einmischung, was wie zu sein hat, etc. hinterlassen ihre Spuren.
Aktuell sind wir im Streit, weil sie unseren Garten verwüstet haben und meinen Ärger darüber überhaupt nicht verstehen können. Auch hier wieder Lügen, was ich angeblich gesagt habe. Da werde ich sogar schon so hinterhältig, dass ich ohne ihr Wissen vor dem Gespräch meinen Mann anrufe, das Handy wie zufällig auf dem Tisch ablege, damit er mithören kann, allein um zu verhindern, dass wir uns die nächsten Wochen darüber streiten, dass ich meinen Schwiegereltern den Kontakt zu unseren Kindern nicht verbieten kann, was ich so oder so ähnlich nie getan habe und nie tun würde, meine Schwiegermutter aber behauptet, um meinen Mann gegen mich aufzubringen.
Glücklicherweise hat sie das nicvt in dem Maße geschafft, wie es ihr recht gewesen wäre.

Ich bin deshalb gegenüber schwierigen Schwiegermüttern recht gefühlskalt geworden und denke deshalb: Sei froh, dass deine Schwiegermutter schon 80 ist, versuche deine Bedürfnisse ohne ein gegen-sie-sein umzusetzen und riskiere in der Diskussion mit deinem Mann nicht zu viel eurer Beziehung. Es wäre schade, wenn euer Verhältnis durch jetzigen Streit gegen seine Mutter auch nach ihrem Tod noch leidet.

Ich hoffe, dass meine Kinder - m und w! - später ein selbstständiges Leben führen werden, mich gelegentlich in die Enkelbetreuung einbeziehen, wir auch mal Ausflüge machen. Wie ich da hilfreich sein kann bestimmen dann aber meine Kinder und Schwiegerkinder gemeinsam. Nicht ich.


  Re: Mein Mann und seine Mutter
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  Lave
Status:
schrieb am 28.10.2019 12:31
Es gibt solche und solche Beziehungen zu Eltern.
Ich kann deine Bedenken verstehen.
Wie alt ist denn die Schwiegermama?
Ich habe bei einer Freundin ähnliches miterlebt, der Schwiegerpapa war gestorben und die haben Tag und Nacht zusammen verbracht und Schwiegermama wusste mit ihrem Leben nichts mehr anzufangen und brauchte Trost und Halt. Die Söhne waren in der Folgezeit extrem gefordert!
Nun ist der Tod deines Schwiegerpapas noch nicht so lange her. Das erste Jahr ist ohnehin das härteste.
Ich würde dir raten, den beiden noch etwas Zeit zu geben. Bei meiner Freundin war die Schwiegermama nach ca zwei Jahren wieder soweit ihren Tag allein zu füllen und andere Lebensinhalte zu finden und dann sank dieser enge Kontakt wieder auf ein Normalmaß zusammen.




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