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  Regulationsstörung bei 9-Jährigen
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  Ratlose Mutter
schrieb am 26.06.2019 21:07
Meine nun 9-Jährige hat Regulationsstörungen. Schon seit sie Baby ist.
Hatte den Schnuller exzessiv bis zur Einschulung, brauchte zudem zur Beruhigung piddeln am Fingernadel. Nach dem Abgewöhnen des Schnullere lutschte sie an ihrer Unterlippe, dass diese immer angeschwollen oder gar wund war.
Dies macht sie seit einiger Zeit nicht mehr.
Dafür zupft sie sich nun Wimpern aus. traurig
Sie ist selbst unglücklich deswegen. Kann es aber nicht stoppen.
Ich bin ja schon froh, dass sie es mir überhaupt anvertraut hat (hatte schon gerätselt, woher die Lücken im Wimpernkranz kommen und war mit ihr bei Ärzten deswegen) und dass sie es mir immer schneller mitteilt, wenn es ihr wieder "passiert".

Sie ist hochsensibel. Reagiert schnell psychosomatisch (z.B. Bauchweh bei Stress oder Kopfweh bei Müdigkeit). Im letzten Jahr ist sehr viel Veränderung gewesen, die sie schwer zu verarbeiten bekommt (Streit mit dem Ex-Mann wegen Umgang, Umzug etc.).
Ich versuche sie schon so gut ich kann aufzufangen. Viel mit ihr zu reden, sie zu kuscheln, sportlicher Ausgleich (als Hobby oder auch "kämpfen"), kreativer Ausdruck der Gefühle (Bilder malen etc.), Sorgenfresser.
Ich las von Bachblüten jnd probierte sie aus, diese haben bisher aber nicht wirklich geholfen.

Nun weiß ich nicht, was ich noch tun kann um ihr zu helfen.
Bleibt nur der Gang zum Psychologen?
Muss ich dafür vorher zum Kinderarzt oder kann ich direkt beim Kinderpsychologen einen Termin machen?

Kennt das jemand? Was kann ich tun, um ihr zu helfen?

Ich bin in Sorge, dass sie sich sonst eines Tages mehr "antut", autoaggressiv wie Ritzen oder so.


  Re: Regulationsstörung bei 9-Jährigen
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  Hamamelis71*
schrieb am 26.06.2019 22:39
Ich bin kein Fachmann, ich würde beim Kinderarzt um Überweisung bitten und gleichzeitig bei einer Kinder Psychiater Praxis den Fall telefonisch schildern. Du wirst auch beim Psychologen Wartezeit haben. Also parallel Dich durchfragen.


  Re: Regulationsstörung bei 9-Jährigen
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  pmami
schrieb am 27.06.2019 11:18
Vielleicht kannst Du mal gucken, ob es bei Euch in der Nähe ein Angebot für Yoga für Kinder gibt. Mein Kleiner hat auch manchmal Phasen, in denen er Tics entwickelt (Waschzwang, Räuspern). In der Regel gehen die wieder weg, wenn man wenig Aufhebens drum macht. Es kommen dann aber andere...seufz. Ich glaube, dass Geduld und eine entspannte Atmosphäre wichtig sind. Yoga könnte Deiner Tochter helfen, sich in angespannten Situationen anders zu regulieren, als mit Tics.

Ich würde zunächst mal mit dem Kinderarzt sprechen, ob der die Hinzuziehung eines Kinderpsychologen für sinnvoll hält. Kennt Dein Kinderarzt Deine Tochter schon länger? hast Du Vertrauen zu ihm (oder ihr)?

Viele Grüße pmami


  Re: Regulationsstörung bei 9-Jährigen
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  berlink
Status:
schrieb am 28.06.2019 00:18
Hallo,
hm, das, was Du beschreibst, hat m.E. schon eine gewisse psychiatrische Relevanz.
Was sagte denn bisher der Kinderarzt dazu? Die Kita? Klassenlehrer? Wurde sie jemals irgendwo bei einer Fachperson vorgestellt, da die Auffälligkeiten offenbar schon länger bestehen, das lange Schnullern (Zähne?), Nägelkauen, Haarezupfen usw.

[www.icd-code.de].

Wer sagt, dass sie "hochsensibel" ist? (gefühlt heutzutage jeder 3. Mensch)
Wie hast Du sie bei der Trennungssituation unterstützt? Heute bieten Psychologische (Erziehungs)beratungsstellen auch Kurse für Kinder, deren Eltern sich getrennt haben, an, kann man einzeln oder zusammen Beratungen in Anspruch nehmen, Mediation einer Trennung usw.
Das wirst Du allein nicht alles auffangen können, vermutlich.
Deine Befürchtung, dass daraus eine Behandlungsbedürftigkeit im Erwachsenenalter entsteht, ist m.E. berechtigt.

Was in aller Welt sollen denn Bachblüten, die nicht über einen Placeboeffekt hinaus wirken, bewirken???

Ich würde sehr zeitnah einen Termin bei einem Kinder- und Jugendpsychiater vereinbaren, das kann bei einem Niedergelassenen sein, bei einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Institutsambulanz (wird es in Deinem Umkreis geben) oder bei einem SPZ. Aber hier sollte Jemand, der Diagnosen im kinder- und jugendpsychiatrischen Bereich stellen oder eben ausschließen kann, einen Blick auf das Kind werfen und DANACH ggf. eine Therapieform vorschlagen.
Vor der Behandlung hat der liebe Gott die Diagnose gestellt.
Und die ist ganz sicher nicht: hochsensibel.




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