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  Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
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  jammermama
schrieb am 29.05.2019 07:18
Guten Morgen,

da ich schon wieder seit Tagen gedankenkreisle muss ich einfach mal alles aufschreiben. Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, es zu lesen.

Ich bin allein erziehend und das war keine freiwillige Entscheidung. Genau vor dieser Situation hatte ich immer riesige Angst. Nun hat sich der Ex aus dem Staub gemacht, frei nach dem Motto "nach mir die Sintflut". Ich bin berufstätig und in einer neuen Beziehung, aber was die Kinder betrifft mache ich die Dinge zu 99% alleine. Ich hetzte mich von morgens bis abends ab, die Betreuung ist suboptimal, aber den Umständen nach bereits optimal ausgeschöpft. Ich gehe morgens arbeiten, reize bis auf die letzte Minute aus um meine Stunden irgendwie voll zu bekommen und nicht dauernd minus zu machen, fahre dann auf den letzten Drücker die Kinder abholen, komme nachmittags bereits gestresst nach Hause um dort den Haushalt zu machen, die Kinder zu bespaßen und irgendwie Essen auf den Tisch zu bekommen. Wenn die Kinder im Bett sind bin ich eigentlich tot aber dann müssen noch die Dinge gemacht werden, die auch kinderlose zu tun haben: eben das Leben geregelt bekommen. Fragt nicht, wie lange ich nicht mehr am PC war um mal Emails abzurufen, diesen Thread gerade mal ausgenommen.

Normalerweise ist das auch garnicht mehr der Rede wert, ich denke nicht darüber nach. Aber jetzt kommt Pfingsten auf mich zu und ich verzweifle. Ich habe keine Familie zur Unterstützung hier, muss arbeiten, habe auch garnicht genügend Urlaubstage, um an Urlaub denken zu können. Die Tagesmutter ist nicht da, mein Notfallprogramm, die Eltern der Freunde der Kinder fallen diesmal ebenfalls aus. Der KV hatte die Kinder seit der Trennung exakt 1x in den Ferien, damals hat er sie mit einer Saulaune zurückgebracht und den Worten "das mache ich nie wieder. Überleg dir eine andere Lösung, ich stehe für Betreuung nicht zur Verfügung. Das ist nicht mehr mein Problem". Seinen Urlaub verplant er alleine, ohne Rücksprache oder Rücksicht. Es sei sein Leben, er möchte nur für sich leben, erleben und verreisen. Wohl gemerkt, er war derjenige der "damals" unbedingt eine Familie gründen wollte.

Wieso muss ich die Dumme in dieser Nummer sein und wie kriege ich das hin? Spätestens in den Sommerferien stehe ich erneut vor dem gleichen Problem. Und nein, ich möchte keine Mutter-Kind-Kur. Hort ist nicht möglich. Ich habe sogar schon mal nach einer Leihoma gesucht aber dieses Konzept ist hier nicht verbreitet und die Resonanz war 0. Ich verlange auch nicht von euch, dass ihr mir Lösungen aufzählt. Ich glaube ich wollte nur einfach mal alles loswerden. Aber vielleicht mögen ja andere Alleinerziehende erzählen, wie sie das regeln - vorzugsweise ohne familiäre Unterstützung?


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
avatar  Maral
schrieb am 29.05.2019 09:37
Wie alt sind die Kinder, und weshalb ist Hort nicht möglich? Wieviel arbeitest du, von welchen Betreuungszeiten reden wir? Könntest du eventuell die Arbeitszeit verkürzen? Warum kann deine neue Beziehung dich nicht unterstützen?
Du bist noch frisch alleinerziehend? Da hat man erstmal Ängste. Ich bin es seid Jahren, am Anfang dachte ich auch Oh Gott, aber schon nach kurzer Zeit fand ich es sogar eigentlich sehr gut. Viel entspannter als mit Partner. Hier waren aber immer Kita, Hort möglich. Familiäre Unterstützung gibt es nicht, anderen Partner zur Verfügung auch nicht. Vater kümmert sich ebenfalls nicht.

Ich habe eine 3/4 Stelle, mehr will ich aber auch nicht. Bis 16 Uhr bzw 15 Uhr ist Kind nach der Schule im Hort. Ist hier aber auch so üblich und der Hort wirklich gut. Hausarbeit findet unter der Woche nicht statt. Nach der Arbeit geht's raus in Park, Spielplatz, Garten, oder sonst zuhause mit Kind beschäftigen, bzw auch mal zusammen etwas fernsehen statt spielen, basteln etc, oder zusammen chillen und vorlesen, oder CD hören. Minimiere dein Programm abends. Es gibt auch den Trick, wenn du es ohne Haushalt nicht aushälst, sich ein Limit zu setzen: Jeden Tag 15 min. , ein Zimmer etc. Ich mach wirklich nur essen, grob aufräumen, Geschirr unter der Woche. Mehr muss nicht. und vor allem: Egal wie schwer es mir am Anfang fiel: Um 20 Uhr ist Schluss. Da wird nicht mehr gearbeitet. Für Elternabend oder so springen Freundinnen, ein / zwei Nachbarn ein, ebenso versuchen sie zu helfen, wenn ich mal krank bin. Einkaufen, Kind vom Hort abholen. Sowas. Seid er in die Schule geht und ein Nachbarskind in derselben Klasse ist, springen die auch mal ein mit abholen, zum Schwimmen fahren, wenn ich gar nicht kann. Im Gegenzug helfe ich auch, wenn mal was ansteht bei Ihnen. Wieso hast du keinen Urlaub? Wieso hat die Tagesmutter keine Vertretung?

Das wäre jetzt also mein Rat: Ob es Mütter, Nachbarn gibt, die dich mal unterstützen könnten? Oder Junge Erwachsene, Studenten bspw, die mal stundenweise übernehmen können. Je nachdem wie es finanziell ausschaut gibt's hier Feriencamps, wo man morgens hinbringt, nachmittags abholt, oder Einrichtungen von Familienzentren, die so eine Art Spielhaus haben, wo Nachmittags Betreuung und Angebote stattfinden, sogar größtenteils umsonst.

Essen: Hier gibt's unter der Woche abends Brot, Rohkost, Müsli, Joghurt, kalte Wiener etc, weil er Mittags warm isst. Wenn du abends was warmes möchtest, würde ich am Wochenende große Portionen vorkochen, bspw Suppen, Gulasch, Tomatensoße etc und dann halt auftauen. Nudeln sind schnell gemacht.

Bei der Caritas, Jugendamt, AWO vielleicht mal nachfragen, was es so an Betreuungsmöglichkeiten für die Ferien gibt? Hat dein Partner eine Mutter, Schwester, etc die helfen könnte?

Ich würde mir mal aufschreiben, wie die Eckpunkte sind, und dann überlegen, woran du schrauben könntest, und was du brauchst. Aber du wächst da auch rein und die Kinder werden größer. Das schaffst du schon. Und vor allem finde ich, kann dein Partner dir auch helfen, wenn ihr zusammenbleibt.


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
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  Jammermama
schrieb am 29.05.2019 10:44
Danke, Maral! Ich freue mich echt, dass sich wer die Mühe gemacht hat, zu antworten.

Also... Ich arbeite an sich flexibel, einen Tag lang, Rest bis früher Nachmittag. Die möglichen Betreuungen der Kinder enden jeweils um 14 Uhr (Buchungszeiten sind damit maximal ausgereizt), danach springt die Tagesmutter ein. Dass es Vertretungen für Tagesmütter gibt erscheint mir absolut sinnig und notwendig, aber meine hat keine. Ich bin jetzt seit fast 2 Jahren alleinerziehend, also nicht mehr so frisch. Aber am Anfang tönte der KV noch, er würde sich immer um die Kinder kümmern, deshalb war ich da noch optimistisch... bis die Praxis was anderes bewies und er sich aus der Affäre zog. Er hat ja schließlich einen Job 😄.

Mein neuer Partner ist noch etwas überfordert und um dies nicht zu verschlimmern, drücke ich ihm keine Pflichten auf, die er nicht selbst bemerkt. Da er nicht auf die Idee kommt, dass mein Urlaub für alle anfallenden Ferienzeiten nicht reicht, werde ich ihn nicht nötigen, seinen zu nehmen. Er hat ohnehin mehrere Jobs und dass er in allen frei nimmt ist eher utopisch, irgendwo wird er also so und so immer am Arbeiten sein. Und wenn ich heim komme und Partner und Kinder nur noch todesgenervt voneinander, der Gesamtsituation im Allgemeinen und den Ferien im Speziellen sind und ich mir dann anhören darf, dass das ja ein super "Urlaub" sei, für den er da seine Tage opfert und wie nett es doch ist dass er einspringt wo die Kinder doch einen Papa haben... Danke, verzichte. Da höre ich doch lieber auf zu schlafen und arbeite nachts.

Ich habe schon Urlaub bzw. könnte welchen nehmen aber ich habe halt nicht GENUG Urlaub, um alle Ferien abzudecken. Es gibt auch noch Betriebsurlaub, Brückentage... meine Tage reichen einfach nicht für die Zeiten, an denen meine Tagesmutter ausfällt. Die Mutter meines Partners würde mich bestimmt entlasten, allerdings hat die Familie und besonders sie gerade ein schwerer Schicksalsschlag ereilt, der sie in nächster Zeit noch stark fordern wird - sprich sie ist kaum zu Hause und selbst erschöpft. Ich kann das nicht verlangen.

Unser Hort ist ein wenig lustig. Nur für Ferienzeiten nicht buchbar, sondern wenn dann längerfristig. Ist allerdings sowohl von Kiga als auch Schule ein Stück weg, selbst wenn ich von TaMu (holt die Kinder direkt ab) auf Hort wechseln würde - sie würden nicht hinkommen. Und ich kann es mir auch nicht leisten (der Hort hat sogar fixe Minimalstunden, die gebucht werden müssen, die aber meinen Arneitszeiten echt ungünstig gegenüber stehen). Der KV hat einen Passus entdeckt, dass er keine Betreuungszeiten zu bezahlen hat, um der Mutter das Arbeiten zu ermöglichen, seitdem zahlt er nur noch die Hälfte des Kiga-Beitrags und alles andere ich. Es ist nicht so, dass ich den mordsmäßig gut bezahlten Job hätte.

Ich weiß dass du Recht hast und ich die Hausarbeit und die Kocherei liegen lassen sollte. Aber da kommt bei mir ein ganz anderer Aspekt ins Spiel und es ist mir fast schon peinlich, das zu schreiben: ich fühle mich wertlos seitdem mein Ex mich verlassen hat. Ich werde den Gedanken nicht los dass ich von Glück sagen kann, dass sich überhaupt jemand die Kinder und mich aufhalst. Da mein Partner mehr arbeitet als ich, sehr ordentlich ist und das übliche Chaos mit Kindern noch nicht gewöhnt ist, versuche ich, es ihm Recht zu machen und ihn nicht in eine verwüstete Wohnung heim kommen zu lassen. Ähnlich verhält es sich mit dem Essen. Jetzt werden sich viele ans Hirn langen und ich als zwar nicht übermäßig emanzipierte aber durch und durch bodenständige Frau mache das sogar selbst manchmal ABER er hilft mir dafür in anderen Bereichen sehr weiter und macht unser Leben schöner, die Bilanz halte ich demnach für ausgeglichen.


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
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  Hamamelis71*
schrieb am 29.05.2019 15:13
Es ist doch gut, dass Du alles mal aufschreibst! Natürlich wird Dir hier keine eine Lösung präsentieren können, aber manchmal tun sich ja auf diese Weise andere Sichtweisen auf.

Deine Kinder gehen noch in den Kindergarten und die Grundschule - da wirst Du in den nächsten Jahren noch gefordert sein. Wenn Deine Kinder ca. 10 Jahre alt sein werden, dann wird einiges einfacher, eben weil sie älter sind und auch mal alleine zu Hause bleiben.

Etliche meiner Freundin sind alleinerziehend (ihre Kinder sind z. T. fast erwachsen), ich war immer der Notnagel. Daher weiß ich, wie schwierig es für Dich ist.

Könntest Du Stunden reduzieren? eine Kollegin hat mal nur 2 (?) Stunden reduziert, finanziell hat sie es nicht gemerkt, aber zeitlich. Je nach Branche ist dies manchmal möglich.

Ich würde Dir empfehlen, dass Du einen Termin bei der Erziehungsberatung (Awo, Caritas usw.) vereinbarst, hier bei uns werden alleinerziehende Mütter gut beraten. Ich würde ernsthaft auch den Unterhaltsanspruch vom Jugendamt prüfen lassen. Evtl. steht Dir mehr Unterhalt zu, weil der KV keine Ferien abdeckt und sonstigen Pflichten nicht nachkommt. und Du solltest seine "Abwesenheit" dokumentieren - wer weiß, wofür Du oder die Kinder das einmal brauchen.

Meine Freundin arbeitet 25 Stunden pro Woche und ihr Sohn ist alle 3 Wochen beim beim Vater. Ferienzeiten sind auch immer schwierig abzusprechen. Sie schreibt dies alles auf.

Mein Mann kann seinen Urlaub nicht so flexibel nehmen wie ich, ich habe außerdem noch Gleitzeit. In den Sommerferien usw. gibt es von der Gemeinde und der Stadt und von den Sportvereinen einige Ferienbetreuungsangebote. Da ist unser Sohn immer gerne hingegangen. Vielleicht gibt es so etwas auch in Eurer Stadt? Frag dort mal nach. Viele Angebote werden leider nicht so veröffentlicht, dass man sie findet. Man muss wissen, dass es sie gibt und buchen, sobald sie buchbar sind.

Ich habe hier eine wöchentliche Einkaufsliste und einen Essensplan. Ich koche für mehrere Tage und friere portionsweise ein. Auf diese Weise muss ich nicht jeden Tag kochen. Staubsaugen mache ich alle paar Tage, einmal in der Woche machen wir hier gemeinsam sauber. Deine Kinder werden älter und werden im Haushalt mithelfen können. Mein Sohn hat im Grundschulalter das Altpapier rausgebracht, Staub gesaugt, Einkäufe weggeräumt, Schmutzwäsche in den Keller gebracht usw. Außerdem habe ich eine Prioritätenliste mit Terminsachen usw. Ansonsten würde ich viel vergessen und extrem unter Zeitdruck geraten.

Aber ich denke, dass es bei Euch trotz allem gut läuft und dass Du eigentlich alles gut gewuppt bekommst. Mutter-Kind-Kur halte ich in Eurem Fall auch nicht für zielführend. Du brauchst langfristig Entlastung im Alltag und das ist nicht so einfach zu realisieren. Ein Netzwerk hast Du ja schon, aber das reicht noch nicht aus. Eine Freundin war vom Hausarzt mal eine Woche krank geschrieben, danach war sie wieder viel fitter und belastbarer.

Es ist wirklich schwierig und anstrengend, aber meine Freundinnen haben es irgendwie geschafft in den letzten Jahren.

Alles Gute für Euch!


3 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.05.19 15:35 von Hamamelis71*.


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  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
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  karin_
schrieb am 29.05.2019 19:40
Zu einem Detail: Nach einem BGH-Urteil von 2011 sind Betreuungskosten gemäß des Verhältnisses des Nettoeinkommens der beiden Partner aufzuteilen. Weiteres gerne via PN.

Hier gibt es auch kirchliche kostenlose Ferienaktionen (auch für Nichtkirchenmitglieder), wäre das etwas?


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
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  pmami
schrieb am 29.05.2019 20:56
Eine Frage: Gibt es eine verbindliche Umgangsvereinbarung? Wie sieht die aus? Wie oft sind die Kinder tatsächlich beim Vater?

Umgang ist nicht nur ein Recht sondern auch eine Pflicht.

Ansonsten - Du willst immer 120 % geben. Bei den kindern, im Job, beim neuen Partner und im Haushalt auch noch. Das geht aber nicht, weil kein Mensch das schafft. Also musst Du Deine Ansprüche reduzieren. Wenn der Partner sehr ordnungsliebend ist und mit Deinen Kindern noch nicht so ganz warm geworden ist, kann er ja den Haushalt übernehmen. Wie wäre das?

Viele Grüße pmami


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
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  auch fast alleine
schrieb am 29.05.2019 21:00
Hallo,

ich bin auch alleinerziehend mit zwei Kindern und voll berufstätig. Allerdings wohnt bei mir die Oma meiner Kinder in unmittelbarer Nachbarschaft, zum Glück!

Eine Idee habe ich für dich (die wir auch viel und gerne praktizier(t)en): Sind deine Kinder in Vereinen? Bei uns gibt es dann über die Vereine in den Ferien Trainingslager, Chorlager, .... je nachdem. Das ist ganz praktisch, denn da ist dann in den Sommerferien eine Woche und in den Herbstferien eine Woche und in den Winterferien eine Woche sinnvoll ausgefüllt. Außerdem gibt es an den Wochenenden Spiele, Turniere, Auftritte, ..... auch an Pfingsten z.B.

Viele Grüße und viel Kraft.


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
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  HimbeerErdbeer
schrieb am 30.05.2019 12:07
Hallo,

zunächst einmal: Ich bin sicher, dass du viel schaffst und du kannst stolz auf dich sein bei so wenig Hilfe von deinem Expartner.

Ich bin nicht alleinerziehend und die anderen haben hier, glaube ich, schon echt gute Tipps gegeben. Was ich mir noch gedacht habe, du schreibst, du hast keine Familie in der Nähe. Vielleicht könnten deine Eltern mal im Urlaub für ein paar Tage kommen? Eventuell auch erst für einen späteren Urlaub im Jahr, damit du alles planen kannst, so dass du später dann Urlaubstage sparst.

Ich wünsche dir alles Gute!


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
avatar  Maral
schrieb am 31.05.2019 09:03
Zitat
karin_
Zu einem Detail: Nach einem BGH-Urteil von 2011 sind Betreuungskosten gemäß des Verhältnisses des Nettoeinkommens der beiden Partner aufzuteilen. Weiteres gerne via PN.

Hier gibt es auch kirchliche kostenlose Ferienaktionen (auch für Nichtkirchenmitglieder), wäre das etwas?

Das ist so pauschal nicht ganz richtig. Hier bei uns ist es bspw stattdessen so, dass die Betreuungskosten auch nur aufgrund des Gehalts berechnet werden können, bei dem das Kind lebt. Da ist dann nichts aufzuteilen. Die Kosten sind dann allerdings niedriger.

Vielleicht ist sowas auch bei euch möglich. Ich wusste das auch erst, nachdem ich nachgefragt hatte. Den Fragebögen der Betreuungseinrichtungen kann man das nicht ansehen.


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
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  jalia
schrieb am 01.06.2019 18:19
Hallo.
Mitfühlende Grüsse,bin auch alleinerziehend mit nur einem Kind,einem 30 h Job und leider keine familiäre Unterstützung hier.Helfen könnten mir ab und an mal Freunde ,aber auch nur selten und ich muss es erfragen.Von allein kommt eigentlich kaum was.
Viele habe ich allerdings auch nicht. Der Papa nimmt sie zwar jedes 2.We und einmal die Woche,manchmal auch da nicht ,aber trotzdem nervt mich auch oft alles.Gestern hatte ich sie mit auf Arbeit, ging nicht anders und geklappt hat es, aber danach war ich total durch. Manchmal könnte ich die Decke übern Kopf ziehen und heulen. Setz mich oft auch unter Druck wegen Haushalt, Einkauf ect.
Ich möchte mich nächste Woche mal wegen ner Leihoma schlau machen.

Deine Worte:
Er hat ohnehin mehrere Jobs und dass er in allen frei nimmt ist eher utopisch, irgendwo wird er also so und so immer am Arbeiten sein. Und wenn ich heim komme und Partner und Kinder nur noch todesgenervt voneinander, der Gesamtsituation im Allgemeinen und den Ferien im Speziellen sind und ich mir dann anhören darf, dass das ja ein super "Urlaub" sei, für den er da seine Tage opfert und wie nett es doch ist dass er einspringt wo die Kinder doch einen Papa haben... Danke, verzichte. Da höre ich doch lieber auf zu schlafen und arbeite nachts.

Vielleicht seh ich es überspitzt, aber das klingt für mich ungesund und traurig dazu.Ihr lebt zusammen ne?!
Ich hatte vorher einen Partner, der trotz dessen er selbst ein Kind hat,nicht wirklich hier mitgeholfen hat.
Dein Partner sollte sich irgendwann schon mehr mit einbringen finde ich.Allein trotz Partners geht halt nicht, meine Meinung.
Ratschläge habe ich leider keine.Außer durchhalten.zwinker


4 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.19 21:32 von jalia.


  Re: Jammerpost: Mich gibts nur 1x!
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 02.06.2019 19:48
Zitat
karin_
Zu einem Detail: Nach einem BGH-Urteil von 2011 sind Betreuungskosten gemäß des Verhältnisses des Nettoeinkommens der beiden Partner aufzuteilen. Weiteres gerne via PN.

?

Leider wird hier deutlich unterschieden, mein Einkommen ist geringer , ihm wird aber der Unterhalt abgezogen und mir on top gerechnet so dass er nichts bezahlen muss während ich mittlerweile die vollen Kosten übernehmen muss, da - jetzt kommt’s- die Kids beide 6 Jahre sind und laut Düsseldorfertabelle mehr Unterhalt bekommen 50€ je Kind somit hat die Jugendhilfe ihre bisherigen Zuschüsse von 80 € je Kind auf 10€ je Kind gekürzt, da ja auch das Kindergeld höher ausfällt.


@TE, sorry bin keine große Hilfe. Dieses Theater hab ich hier auch er nimmt sie in den Ferien nur wenn es ihm passt (wenn überhaupt) , die Dame vom JA meinte zu mir mal man kann niemand zwingen seine Kinder zu nehmen.

Baue Dir ein Netzwerk an Eltern auf , ich habe zb eine Mama die mir freitags die Zwerge abholt , ihr Sohn ist in der gleichen Gruppe und alle besuchen dann 1h später das Kinderturnen.
Ansonsten müsste ich 13:30 Kids holen , 14:30 zum turnen fahren.
So kann ich anders planen ich muss erst 15:30 Uhr Kids holen.

Das rettet mir oft einiges.
Ansonsten gibts bei uns in den Sommerferien immer ein 3 Wöchiges Ferienprogramm. So dass man 3 Wochen schon mal überbrückt hat.




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