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  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  Kurios
schrieb am 26.04.2019 12:17
Zitat
Annym
Wieso nur hat in diesem Punkt der Vater mehr Rechte als die Mutter?

Hat er doch gar nicht?! Es war deine Entscheidung, seinen Namen anzunehmen und zum Familiennamen zu machen - diese Entscheidung damals bedingt nun das aktuelle "Problem" der unterschiedlichen Namen innerhalb einer Familie. Du hättest damals ja auch deinen Namen behalten können, deine Kinder aus 1. Ehe hätten auch deinen Namen haben können. (Dann hätte jetzt höchstens der Vater das gleiche Problem, das du jetzt hats, wenn er neu heiraten wollen würde).
Du musst ja auch jetzt nicht den Namen deines neuen Mannes annehmen.
Wenn du den Namen deines Ex loswerden möchtest, könntest du ja auch deinen Mädchennamen annehmen. Dein neuer Mann könnte seinen Namen behalten und eure gemeinsamen Kinder deinen, seinen oder einen Doppelname haben. Dann habt ihr so eine bunte Mischung in der Familie, dass sich zumindest niemand benachteiligt fühlt.

Ich verstehe jedenfalls nicht, wie Frauen immer den Namen des Mannes annehmen wie als sei das quasi alternativlos. Sich dann später auch noch zu beschweren, der Vater habe mehr Rechte, finde ich wirklich kurios.

[www.zeit.de]


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  littlemeamy
Status:
schrieb am 26.04.2019 13:36
Zitat
Kurios

Wenn du den Namen deines Ex loswerden möchtest, könntest du ja auch deinen Mädchennamen annehmen. Dein neuer Mann könnte seinen Namen behalten und eure gemeinsamen Kinder deinen, seinen oder einen Doppelname haben. Dann habt ihr so eine bunte Mischung in der Familie, dass sich zumindest niemand benachteiligt fühlt.

Nur kurz zur Berichtigung: Kinder können keinen Doppelnamen bekommen! Das ging mal ne Zeitlang so, inzwischen wurde das wieder geändert. Entweder Nachname der Mutter oder Nachname des Vaters, wobei dann alle nachfolgenden Kinder automatisch den gleichen Nachnamen bekommen (sofern sie die gleichen Elternteile haben)


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
avatar  Maral
schrieb am 26.04.2019 13:57
Ich hatte auch einen anderen Nachnamen als Kind und fand das mega doof. Als Krümel zur Welt kam, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dass er den Namen des Vaters bekommt. Hätte ich bei eine Eher einen anderen Namen, würde ich trotzdem wollen, dass die Kinder meinen bekommen. Würde ich jetzt heiraten, würde ich meinen Namen behalten, bzw halt immer den Namen, den die Kinder haben.
Bei getrennten Paaren kann das auch schonmal darüber entscheiden, ob man am Flughafen Erlaubnispapiere oder woanders eine Sorgerechtserklärung vorzeigen soll. gleicher Name wird doch eher durchgewunken.
Du könntest doch einen Doppelnamen annehmen? Ansonsten würde ich persönlich tatsächlich den Namen der Kinder behalten. Ich find da schöner so, mir wär das wichtiger.


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  Annym
schrieb am 26.04.2019 14:37
Wenn ich meinen Mädchennamen wieder annehme, dann haben meine Kinder und ich ja dennoch unterschiedliche Nachnamen und es müssten 3 Namen auf Klingelschild, fänd ich ja noch blöder.

Meinen jetzigen Namen vom Ex behalten, damit ich und meine Kids weiter gleich heißen - dieser Plan geht nur zur Hälfte auf. Denn ich bekomme ein weiteres Kind (und wir wollen vielleicht noch mehr), das hat mit meinem Ex ja mal gar nichts zu tun, wieso sollte es seinen Nachnamen tragen und nicht den seines Vaters (meinen Verlobten)? Und dann heißen meine Kinder auch wieder nicht alle so wie ich (einige wie mein Ex, einige wie meine Zukünftiger?)
Daher wär Doppelname für mich theoretisch die beste Verbindung. Doch wie gesagt, ich möchte das nicht, ich möchte meinen Ex auch namentlich in der Vergangenheit lassen, was mein eigenes Leben angeht.

Ich hoffe einfach, wir gewöhnen uns daran. Und vielleicht wird ihr Vater einer Einbenennung eines Tages zustimmen sollte der Wunsch danach bei den Kindern stark genug sein. Mal sehen.

Hm, vielleicht haben Väter namentlich nicht mehr Rechte als Mütter. Doch ich finde, die Wünsche der Kinder sollten hier mehr Gewicht haben. Also wenn die Kinder sich einen Namenswechsel wünschen (was weiß ich wie lange der Wunsch stabil sein sollte, um "gültig" zu sein), dass die Eltern dann mehr Spielraum haben.
Denn meist sind es doch egoistische Gründe, warum man einem Namenswechsel beim Kind nicht zustimmt bzw einen Wechsel wünscht, oder?

Und warum ich damals bei der Hochzeit den Namen meines Exmannes angenommen hab - ich war sehr jung und in dem Punkt sehr konservativ eingestellt. Für mich gehörte es dazu. Heute irgendwie auch noch. Ich finde es schön, wenn eine Familie auch einen einheitlichen Nachnamen trägt und somit die Einheit auch so zeigt.
Dazu war ich so naiv und glaubte fest daran, dass die Ehe immer halten wird, dass ich eines Tages geschieden sein, wieder neu heiraten würde und dann ein Namensproblem entstehen könnte, das war damals für mich undenkbar.
Zudem hatte ich zu meiner Ursprungsfamilie wenig Bezug, den Mädchennamen abzulegen hatte für mich kaum Bedeutung.


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  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  Maigkloeckchen
schrieb am 26.04.2019 19:07
Wie wäre es, wenn du und deine Kinder deinen Mädchennamen annehmt, das wäre ja auch ein Kompromiss für deinen Ex. Dein Neuer Mann würde einen Doppelnamen annehmen und eure gemeinsamen Kinder würden ebenfalls deinen Mädchennamen tragen. Dann hättet ihr alle etwas gemeinsam.

LG
Maiglöckchen


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  Kurios
schrieb am 26.04.2019 23:10
Hallo anonym,

Mein Gedanke mit den 3 Namen in der Familie (Name des ex, Name des neuen Mannes, dein Mädchenname) fußte darauf, dass ich es deinen älteren Kindern gegenüber gerechter fände. Dann wären sie nicht die aussetzigen mit dem anderen Namen, sondern bei euch wäre alles bunt gemischt und die neuen Kinder hätten genauso wenig den gleichen Namen wie du wie sie.
Oft fühlen sich Kinder aus erster Ehe ja ohnehin benachteiligt, dass die halbgeschwister in einer intakten Beziehung groß werden, deren Eltern zusammen sind, und haben manchmal das Gefühl, dass die jüngeren mehr geliebt werden. Wenn sie dann auch namentlich Außenseiter sind, ist das schon doof.

Du denkst da schon sehr an dich. DU willst keinen doppelnamen, DU willst den ex auch namentlich hinter dir lassen (geht ja ohnehin nicht, die Namen deiner Kinder musst du ja auch ständig nennen), DU hast dieses Bild, dass eine Familie den einen gemeinsamen Namen haben soll. Es gibt in einem fanilienkonstrukt (zu dem in eurem Fall halt auch dein ex gehört) unterschiedliche Bedürfnisse und Ansichten und alle muss man ernst nehmen. Ich brächte es jedenfalls nicht übers Herz, meine kinder aus erster Ehe namentlich so zu isolieren. Dann lieber alle unterschiedliche Namen...
Auch wenn dir das Bild der heilen Familie mit gleichem Namen gefällt, ihr seid eben keine ganz klassische Familie. Und da wir glücklicherweise in einer halbwegs toleranten Gesellschaft leben, darf man das doch auch an den Namen sehen?

Im übrigen mag ich auch die Idee, dass alle gleich heißen, bei uns und mehreren Freundinnen ist halt der Name der Mutter der Familienname geworden. Weil er nicht weniger Wert ist als der des Mannes und in meinem Fall der unkomplizierte, schönere und sonst vom aussterben bedrohte. Ich finde es weiterhin schade, dass für viele Frauen ein abgeben ihres Namens so selbstverständlich ist.


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 27.04.2019 08:26
Hallo, ich hatte ja schon geantwortet, und mir mittlerweile auch so meine Gedanken nochmal gemacht. Ein bisschen kann ich dich ja auch verstehen.

Mir ist was recht kurioses passiert, ich habe nach über 15 Jahren meine Jugendliebe wieder getroffen. Wir haben die Handynummer getauscht und er nannte mich tatsächlich bei meinem Mädchennamen ( also im Spaß , wir siezen uns nicht ) obwohl er weiß wie ich heiße und vor ein paar Tagen war er hier und er hat mir gezeigt dass er mich tatsächlich mit Mädchennamen abgespeichert hat. Er sagte wenn dann nennt er mich so oder nur beim Vornamen.

Ich habe ihm auch erklärt dass meine Kinder so heißen und ich daher immer Frau Xy bleibe.

Darüber musste ich dann nachdenken, denn er kennt kleine Auszüge aus meiner Ehe, und man merkt ihm an er ist nicht gut auf mein Exmann zu sprechen.

Daher kann ich deine Problematik verstehen. Ich bin gespannt wie ihr es löst.

Alternative wäre vll tatsächlich Mädchennamen annehmen ... jedes Kind trägt den Namen des Vater ?
Ja du hättest 3 Namen aber wärest neutral. Kein Kind müsse sich benachteiligt fühlen.

Oder Doppelnamen Exmann-neuer Mann, so würdest du wie alle Kinder heißen
-> dies würde ich wählen


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
no avatar
  meinemein
Status:
schrieb am 27.04.2019 19:54
Zitat
Annym

Denn meist sind es doch egoistische Gründe, warum man einem Namenswechsel beim Kind nicht zustimmt bzw einen Wechsel wünscht, oder?

Und warum ich damals bei der Hochzeit den Namen meines Exmannes angenommen hab - ich war sehr jung und in dem Punkt sehr konservativ eingestellt. Für mich gehörte es dazu. Heute irgendwie auch noch. Ich finde es schön, wenn eine Familie auch einen einheitlichen Nachnamen trägt und somit die Einheit auch so zeigt.
Dazu war ich so naiv und glaubte fest daran, dass die Ehe immer halten wird, dass ich eines Tages geschieden sein, wieder neu heiraten würde und dann ein Namensproblem entstehen könnte, das war damals für mich undenkbar.
Zudem hatte ich zu meiner Ursprungsfamilie wenig Bezug, den Mädchennamen abzulegen hatte für mich kaum Bedeutung.

Es ist auch egoistisch, sich darauf zu versteifen, dass der Expartner der Umbenennung zustimmen sollte.
Seine Kinder, sein Familienname. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Vater immer noch Kontakt zu seinen Kindern hat. Er liebt sie und sie verbringen die meiste Zeit bei dir und deinem neuen Freund/Mann. Dass seine Kinder dann auch noch den Namen des neuen Mannes annehmen sollen, ist aus seiner Sicht wohl auch nicht das Gelbe vom Ei und für mich nachvollziehbar.

Wie schon von mir erwähnt, hast du auch jetzt keine Garantie auf ewige Liebe.
Stelle dir bitte folgendes Szenario mal vor: Deine Kinder vom Ex werden umbenannt auf den Familiennamen deines jetzigen Mannes.
Irgendwas läuft in eurer Beziehung schief und ihr trennt euch.
Dein neuer Mann kümmert sich nur noch um die leiblichen Kinder.
Dann stehen die 2 Großen da und haben einen Familiennamen von einem Menschen, den sie zwar mal nett und gut fanden, zudem aber keine Beziehung mehr vorhanden ist.
DAS wäre für mich ein ernsthaftes Problem und nicht, dass verschiedene Namen am Klingelschild stehen.

Ich mochte den Namen von meinem EX auch nicht mehr, aber ich hatte mich bewusst für seinen Namen bei den Kindern entschieden.
Viele Entscheidungen was meinen Ex angehen waren falsch, aber keines der Kinder wird jemals "falsch" sein.
Deshalb kann ich auch damit leben, dass es bei uns auch mehrere Namen am Postkasten gibt.

Hätten meine Kinder tatsächlich ein Problem damit gehabt, dass ich nicht mehr ihren Namen tragen werde nach der Heirat, dann wäre es für mich auch kein Problem gewesen einen Doppelnamen zu tragen, auch wenn dieser total dämlich geklungen hätte.

Man gewöhnt sich an alles. Man muss es nur zulassen zwinker


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  Zimtstern 72
Status:
schrieb am 28.04.2019 09:18
Zitat
Annym


Hm, vielleicht haben Väter namentlich nicht mehr Rechte als Mütter. Doch ich finde, die Wünsche der Kinder sollten hier mehr Gewicht haben. Also wenn die Kinder sich einen Namenswechsel wünschen (was weiß ich wie lange der Wunsch stabil sein sollte, um "gültig" zu sein), dass die Eltern dann mehr Spielraum haben.
Denn meist sind es doch egoistische Gründe, warum man einem Namenswechsel beim Kind nicht zustimmt bzw einen Wechsel wünscht, oder?

.

Ja natürlich sind das egoistische Wünsche. der Wunsch deines Ex ist, dass die Kinder seinen namen behalten. Dein Wunsch ist es, dass die kinder den namen deines neuen Mannes annehmen (mit dem sie nun eigentlich, abgesehen vom Halbgeschwisterchen - keine wirklich dauerhafte Verbindung haben - oder seid schon kurz nach der Geburt zusammengekommen, und sie nennen ihn Papa und fühlen sich als seine Kinder, während der leibliche Vater keine Rolle mehr spielt??)

ich finde deinen Wunsch in diesem Fall genauso egoistisch. Wenn deine Kinder im Moment ein gutes Verhältnis zu deinem neuen haben ist das erfreulich, aber ob es für ihr Leben so weit reicht, dass sie sich heute für eine Umbenennung entscheiden können, wer weiß das schon.

letztlich ist doch Namenswechsel auch Lebensgeschichte. Und zu der LEbensgeschichte deiner kidner gehört nun mal, dass du dich damals in einen mann verliebt hattest,d essen Namen du auch tragen wolltest (und du wolltest ja auch, dass sie seinen Namen haben).
Wie gesagt, im Alltag ist es kein Problem, den AB hören andere und nicht ihr, und das Klingelschild lesen andere und ansonsten wir dder Name doch gar nicht so oft in einem Atemezug verwendet....


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
no avatar
  pmami
schrieb am 28.04.2019 12:31
Zitat

Und warum ich damals bei der Hochzeit den Namen meines Exmannes angenommen hab - ich war sehr jung und in dem Punkt sehr konservativ eingestellt. Für mich gehörte es dazu. Heute irgendwie auch noch. Ich finde es schön, wenn eine Familie auch einen einheitlichen Nachnamen trägt und somit die Einheit auch so zeigt.
Dazu war ich so naiv und glaubte fest daran, dass die Ehe immer halten wird, dass ich eines Tages geschieden sein, wieder neu heiraten würde und dann ein Namensproblem entstehen könnte, das war damals für mich undenkbar.

Um so erstaunlicher finde ich, dass Du Dir jetzt genau dasselbe wünscht, wie damals und zwar diesmal nicht nur für Dich sondern auch für Deine Kinder. Ein Name ist (auch) Teil der eigenen Geschichte und Identität. Wenn Du deinen Nachnamen ablegen willst, weil Du mit der Vergangenheit und Deiner Ehe abschließen willst, ist dies sicherlich ein symbolischer und positiver Schritt. Aber deine Kinder sollen doch mit ihrer Vergangenheit nicht abschließen. Sie sind die Kinder ihres Vaters, Deines Ex. Und das werden sie auch immer bleiben.

Viele Grüße pmami


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  Annym
schrieb am 29.04.2019 22:53
Ja, mit "aus egoistischen Gründen" schließe ich mich ein.
Jeder Elternteil möchte, dass die Kinder so heißen wie man selbst - beide egoistisch, so auch ich in dem Fall.

Deshalb meinte ich ja auch, die Wünsche der Kinder sollten mehr Gehör finden.

Der Gedanken, dass der Geburtsname der Kinder für sie ja noch immer Gegenwart ist, da der Vater ja noch eine Rolle in ihrem Leben spielt, erleichtert mir die Vorstellung, ihnen den Namen zu lassen.
Nur wollen sie ja gern den Namen auch ändern.
Vielleicht stimmt ja ihr Vater eines Tages zu, wenn dieser Wunsch stabil bleibt oder sich gar verstärkt.
Ich werde ihren Vater jedoch nicht dahingehend bearbeiten. Jetzt sagt er nein, dann ist das so.
Ich habe noch etwas Zeit, über meinen eigenen Namen nachzudenken.

Danke euch.


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  Zimtstern 72
Status:
schrieb am 30.04.2019 09:16
Schön, wenn du mit der Situation leben kannst.
Zum dem Thema, was deine Kinder wollen (oder nicht), noch ein egdanke, da du nicht schreibst wie alt deine Kinder sind.

Mir hat hier die Mitarbeiterin des Jugendamtes sehr geholfen:
Unsere Pflegetochter ist 8. Sie wollte gern den Namen meines Mannes annehmen, dann hieße sie anders als ihre leibliche Mama (tut sie jetzt aber auch, da diese den Namen ihres inzwischen-Nicht-Mehr-3. Ehemanns trägt), und anders als ihre Leiblcher vater, dessen Nachnamen sie aktuell trägt , den sie einmal im leben gesehen hat, als sie drei monte alt war, und dessen Verbleib unbekannt ist. Sie hat also den namen der Person, zu dem sie wirklich am wenigsten Bezug in ihrem Leben hat.
Wir fanden das logisch, dass sie wie unsere Kinder und ihr papa heißt, und der Wunsch kam ja auch von ihr.

Die JA-Mitarbeiterin hat uns davon abgeraten und uns gebeten, dieses Thema zu verschieben, bis PT 15, 16 oder 17 ist. Ihre Erfahrung ist die Pubertät eine Phase, in der die Bande zur leiblichen Herkunftsfamilie verstärkt gesucht werden um sich von der sozialen Familie abzugrenzen und loszulösen Dies gelte sowohl für Pflege und Ado als auch alle anderen Familien. In eurem Fall müsst ihr vielleicht da durch, dass du und dein neuer Mann eine Zeitlang der Buhmann seid und Papa etwas überhöht wird. Gerade dann würde ein früherer Namenswechsel oft als: "Du wolltest ja, und du willst ja, dass ich meinen Papa nicht mehr usw." ausgelegt und zu einem zusätzlichen Konfliktpunkt gemacht. Nach der Pubertät ist den Kindern klarer zu wem sie gehören, dann entscheiden sie meist wirklich aus freien Stücken, welchen Namen sie tragen wollen, und das wäre eine deutliche Konfliktentschärfung.


  Re: Anderer Nachname als sein/e Kinder?
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  littlemeamy
Status:
schrieb am 30.04.2019 13:49
Darf ich auch nochmal kurz nachhaken, wie alt deine Kinder sind?

Warum wollen sie denn den Namen ändern? Können sie denn schon tatsächlich abschätzen, was mit so einer Änderung verbunden ist? Haben sie das Thema von ganz allein auf den Tisch gebracht oder sich nur mit dran gehängt an deine Gespräche bzgl. deiner Namenswahl nach der Hochzeit? Sie wissen, wie wichtig dir ein gemeinsamer Name wäre, dass du mehrere Namen am AB / Klingelschild befremdlich findest?
Außerdem schreibst du ja, dass selbst dir als erwachsener Frau nicht bewusst war, was mit so einer Namensänderung einhergeht. Du beschreibst dich als naiv. Deinen Kindern sollen das aber jetzt abschätzen können?
Was, wenn auch die 2. Ehe scheitert? Selbstverständlich wünsche ich dir das nicht, aber auch bei der 1. warst du dir sicher, dass sie hält, oder? Letztlich weiß man nie, was einem im Leben noch so bevorsteht.

Sieh den Namen deines Ex nicht mehr als Namen deines Ex, sondern als Namen deiner Kinder. Der Name gehört zu ihnen, er ist ein Teil ihrer Lebensgeschichte. Willst du den Nachnamen deiner Kinder ablegen? Oder nicht vielleicht doch behalten, um mit ihnen den gleichen Nachnamen zu teilen? Doppelname dran und du bist das Bindeglied zwischen allen Familienmitgliedern (was du ja in der Tat auch bist).

Ich als Kind fand übrigens unser überquillendes Klingelschild megacool. Wir hatten zwar alle den gleichen Nachnamen (bzw. Mama Doppelname), aber wir haben selbst eins beschrieben und alle Vornamen mit drauf gepackt - bei 7 Personen kam da einiges zam 😉




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