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  Muss Partner aufkommen?
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  Katha0886
Status:
schrieb am 05.04.2019 16:35
Hallo Mädels,

vielleicht habt ihr schon mal eine ähnliche Situation erlebt!

Ich lebe in Scheidung und habe mit meinem ExMann zwei Kinder, die wir im Wechselmodell betreuen.

Mein Freund und ich möchten in der Zukunft zusammenziehen.
Ich selbst übe eine freiberufliche Tätigkeit aus und das Geld zum Leben reicht noch nicht ganz aus. Ich bekomme noch einen Mietzuschuss vom Jobcenter. Diese rechnen das Kindergeld als Einkommen ein, welches ich für beide Kinder bekomme
Lange Rede kurzer Sinn: Mein Noch-Mann bekommt kein Kindergeld und bezahlt für beide Kinder den KIndergartenplatz. er hat einen guten Verdienst. Ich könnte es finanziell gar nich. Bei einer Unterhaltsberechnung wurde ihm auh sein Anteil Kindergeld angerechnet, doch es kam nichts dabei raus, auch für ihn nicht, in Bezug des Kindergartens. Mein Angebot, Sachen zu kaufen (zwecks Kindergeld), hat er abgelhent, er möchte das Geld!

Jetzt frage ich mich: Wenn ich mit meinem Freund zusammenziehen sollte, könnte er dann vor Gericht oder Jugendamt das halbe Kindergeld und den halben Beitrag für Kindergarten einklagen, weil ich ja dann mit jemanden zusammenlebe, der Geld verdient? Die Stütze vom Jobcenter würde natürlch wegfallen!
Also müsste mein Freund dann sozusagen für derlei Kosten meiner Kinder aufkommen?

Viele Grüße
Katha


  Re: Muss Partner aufkommen?
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  sol79
schrieb am 05.04.2019 19:15
Hallo,
Wechselmodell ist ganz schön kompliziert. Ich lebe es ebenfalls mit meinem Ex und habe auch einen neuen Lebensgefährten. Ich bekomme auch keinen Unterhalt. Wir teilen uns die Kosten weitestgehend. Wo sind eure Kinder gemeldet? Wenn du mit deinem Partner zusammen ziehst seid ihr definitiv eine Bedarfsgemeinschaft. LG Sol


  Re: Muss Partner aufkommen?
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  Selbstgetrennt
schrieb am 05.04.2019 21:11
Also so lange du Unterstützung vom Jobcenter bekommst, fällst du vermutlich unter die Geringverdiener. Da würde ich dir vorschlagen, dir einen Anwalt für Sozialrecht (wegen Fragen rund ums Jobcenter) und einen Anwalt für Familienrecht zu suchen (falls du wegen der Scheidung/Unterhalt noch nicht hast), da du als Geringverdiener Beratungs- und Prozesskostenhilfe beantragen kannst und somit den Anwalt nicht selbst bezahlen musst.

Lass dich mal beraten - wegen Jobcenter: soweit ich weiß, darf man als Paar ein Jahr auf Probe zusammen leben ohne als Bedarfsgemeinschaft eingestuft zu werden.
[www.hartz4.de]

Wegen Unterhalt: Wenn ihr das Wechselmodel haltet (wie oft sind denn die Kinder bei ihm?) dann wird er doch auch Kleidung, Spielzeug etc. für die Kinder kaufen, oder? Also haben sie bei ihm ein Kinderzimmer mit voller Ausstattung oder schickst du die Kinder immer mit Koffer zu ihm?
Bei Wechselmodel würde ich darauf bestehen, dass er die Kinder ebenso ausstattet wie du es tust. Anwalt weiß da mehr rechtlich gesehen. Also wenn er ja keinen Unterhalt zahlt?
Wie wurde das denn berechnet, wenn er "gut" verdient, aber für euch dann kein Unterhalt dabei rauskommt? (Oder wurden die Kita-Gebühren als Unterhalt angesehen? Wenn ja, wenn er dann die Hälfte der Kita-Gebühren von dir will, dann dürftrst du diesen Anteil als direkte Unterhaltszahlung verlangen. Wenn die Kita-Gebühren als Unterhalt zählen, würde ich mir an deiner Stelle überlegen, dir diese Summe von ihm als Unterhalt aufs Konto überweisen zu lassen und selbst die Kita bezahlen. Denn als Geringverdienerin könntest du dann von Ermäßigung profitieren. Und eines Tages sind die Kids in der Schule...)
Bekommst du denn Unterhaltsvorschuss bei Wechselmodel? Hast du das Jugendamt mal gefragt (oder Anwalt)?
Ich verstehe allerdings nicht, wieso dir das gesamte Kindergeld ausgezahlt wird, er sich aber einen Anteil bei der Unterhaltsbrechnung angerechnen lassen kann?
Und habe ich jetzt richtig verstanden, dass er einen Teil vom Kindergeld bekommen will? Auch da würde den Anwalt fragen, in wie weit er da wirklich Ansprüche drauf hat.
Hab das Gefühl, gerade Ex-Männer brauchen die rechtliche Bestätigung, was sie tun/verlangen dürfen und was nicht und dir würde es auch mehr Sicherheit schenken.
(Und sollte ihm ein Teil Kindergeld zustehen, dann darf dir das Jobcenter aber nicht mehr die volle Summe anrechnen.)

Kindergartengebühren kann man ermäßigen lassen (also auh er je nach Einkommen). Einfach beim Amt für Schulen und Kindergärten anfragen und ausrechnen lassen, ob und wie viel Vergünstigung möglich ist.

Ansonsten (auch da weiß der Anwalt mehr), ein Vater gilt stets als unterhaltspflichtig, auch wenn die Mutter einen neuen Partner hat oder gar wieder heiratet.
Allerdings gilt ein neuer Partner, mit dem man einen gemeinsamen Haushalt führt und somit eine Bedarfsgemeinschaft bildet, vom Jobcenter aus gesehen schon als finanziell zuständig und sein Gehalt wird gegengerechnet.
Wenn du deshalb vom Jobcenterbedarf rausfällst kannst du statt dessen Wohngeld beantragen.
Dazu Kinderzuschuss. Vielleicht kommt was bei rum.

Solange ihr nicht verheiratet seid wüsste ich nicht, warum dein Ex das Recht hätte, Anteile von Kindergeld und Kitagebühren zu verlangen (wenn doch, das hat das bestimmt nichts mit deiner Partnerschaft zu tun) und selbst wenn ihr heiraten solltet, weiß ich nicht, in wie weit dein neuer Mann dann finanziell zuständig und dein Ex-Mann entlastet ist.
Auch da weiß Anwalt mehr.


  Re: Muss Partner aufkommen?
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  sol79
schrieb am 05.04.2019 21:37
Hallo selbstgetrennt,
genau ein Jahr auf Probe ist richtig, allerdings ist es alles hochkompliziert weil sich die meisten Ämter noch nicht wirklich auskennen. Ich musste auch schon ein paar mal auf irgendwelche Gesetzestexte hinweisen. Wechselmodell hebt den Unterhalt meistens auf, weil jeder seinen Anteil dazu beiträgt.
Kindergeld steht jedem Elternteil beim Wechselmodell zu wenn es ein 50 /50 Modell ist. Also würde jeder ein Kindergeld bekommen. Ich arbeite selbst nur Teilzeit, durch die Bedarfsgemeinschaft bekomme ich keine Zuschüsse, nicht mal für die Kinderbetreuung, Ferienbetreuung kann ich mir absolut nicht leisten. Mein Urlaub reicht nicht um meinen Anteil der Ferien abzudecken. Ich würde alleine finanziell definitiv besser da stehen.
Sobald man wieder in einer Partnerschaft lebt muss man auch in Lohnsteuerklasse 1 wechsels statt 2
Zum Anwalt kann ich definitiv auch raten. Trennungsunterhalt und ähnliches klären...


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  Re: Muss Partner aufkommen?
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 06.04.2019 22:38
Also so richtig wird Dir nur ein Anwalt alles sagen können , es kommt auf soviele Faktoren an ...

Meine Kinder leben bei mir , beim Papa 3 Tage die Woche. Auch ihm steht die Hälfte es Kindergeldes zu welches ihm vom Unterhalt abgezogen wird.

Dann meinte der Herr ja aus finanzieller Sicht würde sich lohnen das Wechselmodell lohnen ...
Dem wäre nicht so, ich arbeite TZ, er VZ.

Man hat es uns so erklärt dass dann im Prinzip die Kinder den Unterhalt bekämen und wir diesen prozentual unseres Einkommens bestreiten.
Sprich bei meinem Einkommen müsste er dennoch mehr zahlen wie ich.

Dann hat er gleich gesagt nö dann will er es nicht.

Kindergartenkosten müssten eigentlich beide tragen , aber auch hier ist es mangels wissen nicht so dass dies jeder weis.

Da gab es mal ein Urteil. Ich bekomme 50% von der Jugendhilfe bezuschusst , dennoch bleiben mir 120€ Monatlicher Eigenanteil.

Also musste ich extra was sagen , aber leider hat der Vater selber „geringes“ Einkommen ( also was er offiziell angibt) so dass er nicht bezahlen muss.


Und da ihr das Wechselmodell lebt, sind alle Kosten für beide, ebenso das Kindergeld. Ob er noch Unterhalt bezahlen muss müsste ja geprüft werden können. Und sobald du mit deinem Partner zusammenlebst werden die Karten neu gemischt.

Das Wechselmodell funktioniert nur wenn ihr euch gut ansprecht, gerade was Ausgaben an geht.

Man darf nicht vergessen dass der Papa wenn er die Kinder 50/50 hat auch Ausgaben hat. Es sei denn du bist alleinig für sämtliche Einkäufe wie Kleidung , Schulmaterial zuständig. Da würde sich vll ein gemeinsames Konto anbieten wo das Kindergeld drauf kommt ?!
Klar darf es nicht sein dass der Papa dann meint die neue Winterjacke von der Marke xy muss es sein und dann das Konto räumt. Aber wegen jedem Schulheft bei Dir nachzufragen ist ja auch Quatsch.

Bei uns ist es zb auch so dass der Papa mir regelmäßig sagt was die Kids fürs Handball benötigen ( Schuhe , Trikots etc) sowas könnte man beim Wechselmodell dann ja jeder selber kaufen.
Letztendlich ist es auch bei uns so dass ich zusätzlich Sportsachen benötige fürs turnen , und mir ist es echt zu blöd dem Vater jede Woche zu erinnern die Sportsachen mitzugeben also hab ich quasi pro Kind zwei Sporttaschen bezahlt. Hier funktioniert die Kommunikation halt echt auf unterstem Level.


  Re: Muss Partner aufkommen?
avatar  Maral
schrieb am 08.04.2019 09:04
Ich weiß nur, wie das generell beim Unterhalt war. Mein Ex hatte ja schon ein Kind. Das wir zusammenlebten, machte für die Berechnung seines Unterhaltes keinen Unterschied. Ab Heirat hätte sich das geändert. Da wäre indirekt mein Geld mit herangezogen worden. ( Sein Selbstbehalt herabgesetzt). So dass das tatsächlich zu einer Veränderung der Unterhaltspflicht geführt hätte. Das Zusammenleben an sich hingegen hatte keinerlei Auswirkung auf die Zahlungspflichten, obwohl wir das immer ehrlich angegeben haben.


  Re: Muss Partner aufkommen?
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  Katha0886
Status:
schrieb am 18.04.2019 13:11
Hallo Ihr Lieben,

erst einmal danke für die netten Antworten! Ich habe in einem anderen Forum nur anschuldigungen erhalten, ich solle mir einen Job suchen, ihm das Kindergeld geben usw.
Aberi ich arbeite hart, um meine Freiberufliche tätigkeit auszubauen, aber das tut hier nichts zur Sache!

Es ist also so: Mein Ex bezahlt keinen Unterhalt, doch er verdient natürlich bei weitem mehr als ich.
Vor einem Jahr hat die Kindergeldstelle die Sachlage geprüft und mir trotz Wechselmodell und Wohnsitzmeldung bei ihm das Kindergeld weiter ausgezhalt.
Er WILL die Hälfte des Kindergeldes und auch, dass ich den halben Beitrag für die Kita bezahle. Er zahlt den Betrag für Alleinerziehende.

Eine Untherhaltsberehcnung wurde schon zweimal über das Jobcenter gemacht. Da kam nur heraus, das er nicht zahlen kann ... Ich denke, es wurde ihm das halbe Kindegeld angerechnet und auch, dass er den Kindergarten bezahlt, somit fällt es in seinen Unterhalt!

Aber er sieht das nicht ein! er möchte GERECHT halbe halbe !

Das mit dem Jahr zur Probe wusste ich gar nicht? Es war ja auch nur so ein Gedanke mit dem Zusammenziehen ...


  Re: Muss Partner aufkommen?
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 21.04.2019 11:18
Bevor ihr jetzt deswegen Krach bekommt würde ich gemeinsam zum Jugendamt, diese können den Unterhalt auch berechnen. Oder noch besser aber mit Kosten verbunden dies über ein Anwalt machen zu lassen.

Ihr lebt das Wechselmodell und da müsst ihr miteinander gut können sonst wird dieses Modell auf Dauer nicht funktionieren.

Fakt ist , das Kindergeld kann nur an einen Elternteil ausbezahlt werden es kann nicht gesplittet werden. Es muss dann über euch gesplittet werden also der der es bekommt muss (sofern die unterhaltsberechnung es so ergibt) dem anderen Elternteil auszahlen.

Bei mir steht tatsächlich in der Unterhaltsberechnung:
Laut Düsseldorfertabelle betrag XY abzüglich Kindergeld = XY Unterhalt.

Und klar kann dein Ex mehr Einkommen haben , ihm bleibt aber auch eine Belastungsgrenze, und da die hälftig bei ihm leben ist diese höher wie bei meinem Ex. Dann werden die Kita kosten angerechnet.

Dagegen werden Dir die Kinder nicht voll angerechnet da sie eben nicht voll bei dir sind , du hast keine Ausgaben an Kitakosten ABER das Kindergeld.

Ausgaben hat er mehr durch die Kita kosten und du hast aber mehr Einnahmen da du das Kindergeld bekommst ... daher kann ich es schon verstehen dass er sagt ihm steht was zu.

Aber wie gesagt das ist finanziell echt schwer so pauschal zu antworten ihr müsst es tatsächlich richtig berechnen lassen , und Jobcenter ist glaub da echt der falsche Ansprechpartner... gerade das Wechselmodell ist ja recht neu und wenige Leben es so.




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