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  Wunsch nach einem 3. Kind? Wo kommt das her, warum geht das nicht mehr weg...
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  BinDurcheinander
schrieb am 31.03.2019 15:14
Huhu,
ich mag mich heute irgendwie nicht anmelden, aus verschiedenen Gründen.
Ich weiß auch gar nicht, was ich hören will, es ist glaube ich eher therapeutisches Schreiben. Aber wenn ich mich bisher mit meinen Problemchen hier im Forum gemeldet habe, habe ich immer gute Rückmeldungen und viel Input bekommen, vielleicht hilft mir das…
Ich weiß gar nicht recht, wie ich anfangen soll, ich tat mich auch schwer, eine Überschrift zu finden. Es wird auch ein langer Text, das weiß ich jetzt schon, aber ich versuchs mal.

Mein Mann und ich wollten früher immer beide zwei Kinder, die haben wir nun. Vorm Großen hatten wir schon alles für ne ICSI zuhause, dann klappte es spontan, beim Kleinen ebenso.
Wir haben einen tollen Abstand von 4 Jahren, der Große war ein super pflegeleichtes Kind, der Kleine ist etwas fordernder, aber wir sind alle sehr glücklich.
So, für keinen von uns war ein 3. Kind je Thema – für mich ging das los nach der Geburt des Kleinen.
Ich dachte erst – ok. Hormone. Dann – gut, es ist der Abschiedsschmerz, weil nun alles das letzte Mal ist.
Aber ich merke, der Kleine wird bald 2 Jahre, das ist es nicht.

In mir herrscht ein unbändiger Wunsch nach einem dritten Kind. Es fehlt irgendwie was, ich will das alles nochmal haben – schwanger sein, ein Baby, ein Kleinkind, etc. – das mit drei großen Kindern kann ich mir noch nicht so vorstellen, aber der Große kommt eben jetzt auch erst in die Schule.

Eigentlich sprechen viele Dinge gegen ein 3. Kind. Meine Arbeit – ich bin freiberuflich tätig und eigentlich war es schon mit der 2. Schwangerschaft und Elternzeit schwierig, da hatte ich aber das Glück einer Vertretung, aber ein 3. mal geht das alles definitiv nicht. Und ich liebe meine Arbeit, ich brauche sie und würde sie niemals aufgeben wollen.
Aber wie realistisch ist das noch mit 3 Kindern?

Abstand würde ich wieder 4 Jahre haben wollen, so wie diesmal. Das war für uns alle perfekt.
Dann haben wir zwar ein Haus, aber eigentlich nur immer mit 2 Kindern und 2 Zimmern dafür geplant.

Das Auto würde natürlich auch nicht mehr passen.

Im Moment nehmen die Omas mir zwei Tage die Woche die Kinder wenn ich arbeite, ich weiß aber nicht, ob sie auch 3 nehmen würden.

Finanziell geht es uns gut im Moment, wir können uns Urlaube, etc. leisten, was uns auch wichtig ist. Mit 3 Kindern – so vor allem die Sorge meines Mannes, würde das anders aussehen.

Achja, mein Mann war immer gegen ein drittes Kind. Aber er merkt, dass ich nicht mehr zur Ruhe komme und ich denke er würde einlenken – was das dann auch immer für uns bedeutet – auch eine meiner Ängste, dass er mir das irgendwann vorwerfen könnte, oder sagen könnte, ich habe ihn überredet. Weil für ihn ist eigentlich alles perfekt so und er „braucht“ nicht noch ein Kind. Er denkt es geht mir nur um ein Mädchen (hatte ich mir insgeheim tatsächlich gewünscht, bin aber jetzt eine glückliche Jungsmama) und Garantie habe ich ja dafür auch bei Nummer 3 nicht.

Eine weitere Sorge ist natürlich, dass ich älter werde und die Wahrscheinlichkeiten für diverse Dinge steigen und nun mal schon 2 Kinder da sind, für die man eine Verantwortung trägt.

Ich hatte beim zweiten große Ängste, dem Großen noch gerecht zu werden. Und gerade am Anfang war es tatsächlich sehr schwierig. Unsere Beziehung hat sich tatsächlich verändert und es tat mir oft sehr weh, zu sehen, wie sehr der Große zurückstecken musste, obwohl er mich als Mamakind sehr gebraucht hätte. Wie soll ich denn dann 3 Kindern gerecht werden, sodass keins untergeht?

So, was spricht nun dafür?
Da ist dieser riesige Wunsch, so stark wie beim ersten Mal. Beim zweiten hatte ich den Wunsch praktisch nicht, da war ich mir gar nicht so sicher, ob ich ein zweites möchte, da hat eher mein Mann „gedrängt“.
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht diesen Gedanken habe, wenn ich eine schwangere Mama sehe oder ein Baby, vergehe ich fast vor Sehnsucht. Ich habe noch immer die Babyklamotten im Schrank und die Umstandssachen, ich kann sie nicht weggeben.

Die zwei Brüder sind ein Herz und eine Seele, ich schmelze dahin, wenn ich sie zusammen beobachte, die beiden lieben sich über alles.

Die Fragen die mich bewegen sind u.a. ob ich es irgendwann bereuen werde – egal, ob es so oder so sich entwickelt?
Ob mir mit Arbeit, etc. alles über den Kopf wächst?
Ob mir mein Mann mal Vorwürfe macht?
Ob es doch nur der Wunsch nach einem Mädchen ist (den ich nach zwei Jungs eher mit nein beantworte, mein Mann ist sich aber sicher, dass es das ist – ich weiß es inzwischen nicht mehr…)?

Ob es dann nach dem 3. Kind gut ist, oder ob diese Sehnsucht nie weggeht – oder anders gesagt in ein paar Jahren ohnehin verschwinden würde?
Ich bin einfach nur noch durch den Wind, meine Gedanken drehen sich nur noch um das Thema und ich weiß nicht warum!! An manchen Tagen habe ich schon das Gefühl, wenn das so weiter geht, ist das nicht mehr in einem normalen Rahmen.

Eigentlich könnte ich ja einfach sagen, ich verschwende keinen Gedanken daran, weil ich würde ja eh erst in 2,5 Jahren gerne ein drittes Kind – sofern wir überhaupt nochmal dieses Glück haben dürfen – aber ich schaffe es nicht. Und ich frage mich, warum schaffe ich es nicht.
Ich war immer ein sehr vernünftiger, strukturierter Mensch mit Hang zum Perfektionismus.
Mit den Kindern habe ich mich verändert, es muss nicht mehr alles perfekt sein, ich habe positives Chaos in mein Leben gelassen und bin glücklich wie nie zuvor.

So, danke wer bis hierher durchgehalten hat!!!
Ich freue mich über jegliche Rückmeldung, gerne auch „Erfahrungsberichte“ zwinker


  Re: Wunsch nach einem 3. Kind? Wo kommt das her, warum geht das nicht mehr weg...
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  Zimtstern 72
Status:
schrieb am 31.03.2019 18:42
Zu einer ähnlichen frage habe ich schon mal ähnliches geschrieben, was ich etwa ein halbes Jahr später noch mehr unterschreiben würde:
erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt.

Ich wollte immer drei und mein mann immer zwei, hätte sich aber mir zuliebe aufs dritte eingelassen.
das kam lange nicht, und irgendwann hab ich abgeschlossen. Mein mann war darüber froh, und wollte sich eigentlich ums Thema Verhütung kümmern; das hat dann aber auch noch einmal ein Jahr gedauert, während dessen wir inkonsequent verhütet haben. Die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Schwangerschaft war ohnehin gering. und als er soweit war den Cut machen zu lassen, ja, genau in der Woche bemerkte ich dann diese eigenartige dauerübelkeit.... und ich kann weder behaupten, dass ich darüber sehr traurig bin bin, noch dass ich darüber unendlich glücklich bin, dass alles anders kam.

zunächst habe ich mit der Schwangerschaft gehadert, denn zu dem Zeitpunkt, als sie eintrat, hatte ich abgeschlossen - und andere Pläne gemacht. Urlaub, beruf usw. die beiden Großen (damals knapp 6 und knapp 4) hatten sich gut arrangiert. sie spielten auf dem Spielplatz; im schwimmbad und zu hause auch mal ganz gut ohne mich. wir wollten mal ind en Uralub fliegen. Die Kinderzimmer waren verteilt.

Wenn nr. 3 nicht gekommen wäre, hätte ich ihr zu diesem Zeitpunkt nicht mehr hinterher getrauert, ich glaube auch fest, dass ich nicht mein Leben lang gedacht hätte, wie dieses nicht dagewesene dritte Kind gewesen wäre. Ich hatte einfach anderes im leben vor..
Und das wurde nun über den Haufen geworfen.

Bitte nicht falsch verstehen.Wir lieben sie. Ich habe die Schwangerschaft dann doch sehr genossen. Ich hatte eine tolle Geburt. Die Kleine ist pflegeleicht. Sie ist unser geliebtes kleines Prinzesschen. Für alle, auch die Omas, tanten, Cousine... Die beiden großen schauen auch schon mal nach ihr. Die Kleine rennt überall hinter den Großen her und bleibt in ihrer Begleitung auch bei der Theaterkinderbetreuung, was die beiden Großen nicht gemacht hätten. Unser Auto war zum Glück für drei Kindersitze auf der Rückbank zugelassen. das kleine Auto funktioniert, da einer vorne sitzen darf,

Aber: die 3 Kinder können nicht zusammen zur Oma, die zwischenzeitlich an Krebs erkrankt ist, mit zweien ist sie maximal ausgelastet. Die zwei Großen wollen auch mal was alleine machen. ich muss wieder mit auf den Spielplatz zweihundert Meter entfernt. Schwimmbadbesuche sind eine riesen Herausforderung, wenn einer grade schwimmen lernt, einer im babybecken planscht und die Große die Riesenrutsche mit Mama ausprobieren will. Mein mann ist mit Mitte 40 einfach schon älter und energieärmer, so dass viel an mir hängen bleibt, worüber ich mich bei den Großen nicht beschweren konnte. Die beiden Großen sind in der Schule und haben einen anderen Rhythmus als die Kleine im Kindergarten. ferienwohnungen sind im Moment noch zu finden, da die Kleine noch imReisebettchen schläft. Wird aber demnächst schwieriger. Die Großen sind am Wochenende bei Freunden, auf dem Fußballplatz, beim reiten, und ich renn dabei immer noch der kleinen hinterher, die mitten im Spiel auf den Platz rennt oder ein anderes Pferd streicheln will, obwohl ich doch eigentlich den Großen zuschauen will.

ein viertes ist definitiv kein Thema mehr!!!!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.19 18:47 von Zimtstern 72.


  Re: Wunsch nach einem 3. Kind? Wo kommt das her, warum geht das nicht mehr weg...
avatar  manschgerl
Status:
schrieb am 31.03.2019 22:52
Ich kann dich sehr gut verstehen. Wir haben auch immer nur mit 2 Kindern geplant. Dann kam mein Wunsch nach einem Dritten, zwar erst ca 4 Jahre nach unserer zweiten Tochter aber auch sehnlichst. Meinem Mann musste ich es erst schmackhaft machen. Und ja, drei Kinder sind ne Herausforderung, unser Haus ist zu klein, wir müssen anbauen. Aber ich bin so froh dass ich meinem Herzen gefolgt bin. Die Mädels lieben ihren Bruder abgöttisch und es gibt keinerlei Eifersucht. Aber sie sind eben auch schon etwas älter und verständiger.

Also ein eindeutiges Pro zum dritten Kind von mir! Solange es beide wollen. Der Rest findet sich.

LG manschgerl


  Re: Wunsch nach einem 3. Kind? Wo kommt das her, warum geht das nicht mehr weg...
no avatar
  lucky*3
schrieb am 01.04.2019 18:39
alles ist überall auf 1-2 Kinder ausgerichtet, damit hat man es am einfachsten. Mit einem dritten Kind wird es alles - nur nicht einfacher!

Aber einfach kann jeder! Ich wollte mehr als die meisten, mehr als genormt ist, mehr als einfach - Urlaub, Auto, Einkauf, Bildung, Hobbys - alles wird aufwändiger und teurer - und wir bekommen das hin, weil ich ein drittes wollte und zum Glück auch bekommen habe!
Mein Mann meinte, er zieht da mit, es sei meine Entscheidung, da es mich am meisten beeinflusst.

Manchmal sitzen wir zu fünft um den Tisch und ich denke, ein viertes hätte auch noch dazu gepasst... aber bis ich dazu bereit war, war ich dann zu alt.


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  Re: Wunsch nach einem 3. Kind? Wo kommt das her, warum geht das nicht mehr weg...
no avatar
  xX-Spirit-Xx
Status:
schrieb am 18.04.2019 13:46
Ich weiß nicht ob du das noch liest, aber hier hab ich grad das gleiche Gefühl.. 2 tolle Kinder, das jüngste wird im Juni 2. Mein Mann hat das Thema Verhütung an sich genommen und ist jetzt unfruchtbar.

Also definitiv gibts da kein 3. Kind mehr, aber dennoch übermannt mich zur Zeit öfter der Wunsch nochmal schwanger zu sein, das alles nochmal erleben zu dürfen, ein kleines Wunder zu haben.

Ich glaube das ist zu dem Zeitpunkt (alter unserer jüngsten) ganz normal! Sie werden jetzt selbstständiger, weniger Babyhaft und das vermisst man dann. DAs nun auszuhalten ist der Prozess des abschließens.

Definitiv könnte ich kein 3. Kind haben. Selbst wenn es noch ginge von seiten des Mannes. Das wäre mir einfach eine nummer zu hoch und würde auch so vieles unnötig Komplizierter machen.

Nein ich stehe das jetzt durch und freue mich über meine beiden prachtkinder smile

Alles gute!




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