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  Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  Poldi91
schrieb am 25.03.2019 20:13
Heute Morgen gab es mal wieder eine Situation, die mich verärgert hat.

Mein Wecker klingelt morgens immer etwa 10 Minutene eher als der von meinem Mann. Wenn ich also aufstehe, liegt mein Mann noch gemütlich im Bett. Ich gehe also runter, koche Kaffee, packe Frühstück für die Kinder ein. Den Tisch decke ich immer abends, Brotdosen mache ich ebenfalls abends fertig. Die Kinder kommen nach unten, wir essen. Männe macht sich derweil in Seelenruhe im Bad fertig und kommt dann zu uns.
Heute viel sein Zug aus, er sagte also, er würde eine halbe Stunde später fahren. Kinder gehen also nach oben zum Anziehen, Männe ebenfalls. Ich räume die Sachen in der Küche zusammen. Als ich nach oeben komme ist noch kein Kind angezogen, spielen ist halt spannender. Männe hält es nicht für notwendig zu helfen, obwohl er ja plötzlich 30 MINUTEN Zeit über hat sondern setzt sich an den PC. Ich erinnere Mops also im 2 Minuten Takt, dass er sich doch bitte anziehen möchte, mache mich nebenbei selber im Bad fertig und ziehe mich an. Zeit wird knapp, Motte braucht Hilfe beim Gürtel, also sage ich ihr, dass sie bitte eben den Papa fragen möchte, weil ich gerade im Stress bin. Männe kommt ins Bad und verabschiedet sich. Ich sage ihm, dass er doch vielleicht einfach beim nächsten Mal mithelfen könnte, wenn er doch Zeit über hat. Außerdem würden sich die Kinder sicher freuen, wenn Papa morgens spontan mal beim Anziehen helfen würde. Er sagte daraufhin nur ziemlich angesäurt, dass er das könnte.

Ist das so abwegig, dass Mann mal auf die Idee kommen könnte, mit zu helfen? Ich muss morgens auch arbeiten und habe das volle Kinderprogramm. Er kann sich in Seelenruhe fertig machen...aber wenn man doch mal 30 Minuten Zeit über hat, warum kommt man nicht mal auf die Idee zu helfen?

Ich hatte ihn auch schon mehrfach gebeten, morgens doch eben schnell die Taschen für die Kinder zu packen, wenn er doch eh am Kühlschrank steht. Das macht er drei ML und dann hat er es wieder völlig ausgeblendet. Warum?

Auch das abendliche Tisch decken und Brotdosen vorbereiten muss man ständig dran erinnern. Ich mache es ja meistens. Aber wenn ich abends dann mal nicht zu Hause bin und erst um 22 Uhr nach Hause komme, hätte ich doch gerne, dass die Sachen erledigt sind und ich das nicht um 22 Uhr noch machen muss.

Das habe ich ihn auch schon so gesagt. Aber warum vergisst er sowas dann einfach nach ein paar Malen wieder? Muss ich ihn da wirklich alle paar Tage dran erinnern? Ist blöd.


Genauso mit gemeinsamen Unternehmungen mit den Kindern. Wir hatten eine Zeit lang die Vereinbarung, dass er Samstagvormittags was mit den Kindern unternimmt, da er unter der Woche auch oft spät ist und wenig von den Kindern hat, bzw. was mit ihnen macht. Da sie immer extrem auf mich fixiert sind und Papa in vielen Situation auch vehement abgelehnt wurde, war es auch einfach die Chance für die drei, sich Näher zu kommen, tolle Zeit mit Papa zu verbringen. Die ersten Wochen musste ich ihn immer wieder daran erinnern, dass ja Samstag sei, was sie denn geplant hätten. Irgendwann wurde es dann doch etwas routinierter. Aber irgendwie hatte ich halt auch immer das Gefühl, dass er da kaum Intresse dran hatte, dass es ihm lästig war. Irgendwann war es dann so, dass die Kinder Samstagvormittag angefangen haben Tennis zu spielen. Ich hatte ihn dann auch gefragt, wann sie denn dann die gemeinsamen Aktivitäten machen würden. Ja, er müsse mal schauen. Aber auch auf mehrmalige Nachfrage kam da nichts mehr von ihm. Das ist jetzt schon Monate so. Ihm ist das einfach nicht wichtig, was mit den Kindern zu unternehmen. Warum ist das so? Ich finde das alles sehr schade...

Auch abends muss ich dann schon mal zu den Kindern sagen: frag doch mal Papa, der ließt bestimmt mit euch ein Buch oder spielt etwas. Von ihm käme da sehr wenig. Ich habe immer das Gefühl, er macht drei Kreuze, wenn die Kinder im Bett sind. Und wir haben wirklich keine anstrengenden Kinder. Und klar muss er das auch nicht jeden Abend machen. Aber es macht mich schon traurig, dass so wenig Interesse von ihm aus geht...


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
avatar  silwer
schrieb am 25.03.2019 20:58
Bei uns ist das ähnlich, was aber auch daran liegen mag das mein Mann beruflich sehr eingespannt ist und da vieles im Kopf hat und haben muss.
Ich habe mir einfach angewöhnt ihn jedes mal zu erinnern oder jedes mal zu fragen ob er bitte dies oder das machen könne.
Anfangs habe ich mich auch oft geärgert, es gab streit und dicke Luft. Aber was bringts? Eigentlich nichts, geändert hat es auch nichts.
Wenn er dann Aufgaben übernehmen muss die sonst ich mache lege ich ihm einen Zettel hin oder schreibe Whatsapp. Und wenn es zum gefühlt 50. mal die Erinnerung ist das der Kater abends seine Tablette bekommen muss die er jetzt schon 1,5 Jahre jeden abend nehmen muss.
Bei meinem Mann ist das also kein böswilliges Desinteresse. Ein klärendes Gespräch hat geholfen. Ich hatte auch das Gefühl es interessiert ihn einfach nicht, oder warum sonst kann man so hartnäckig immer wieder vergessen? Er hat mir dann aber glaubhaft versichert das es nicht so ist, das er das einfach unter "erledigt S." abgehakt hat und deshalb nicht dran denkt und mich gebeten ihn zur Not auch 1000 mal zu erinnern, auch wenn es mich nervt.
Also mache ich das jetzt so. Er fült sich von meinen zetteln oder Whatsapp auch nicht bevormundet oder so.

Schreib deinem Mann doch auch mal so einen Zettel "Kleine Gedankenstütze: Es wäre nett wenn du den Tisch schon fertig machst und Brotdosen vorbereitest" und an Tagen wie heute, wenn er später los muss geh nicht davon aus das er die Kinder fertig macht, sag "Oh, das ist aber schön, dann kannst du ja noch den Kindern helfen während ich mich anziehe".
Wobei ich ja sagen muss, auch wenn Papa morgens mal hier ist läuft es besser wenn Papa sich raus hät. Wir 3 haben uns getacktet wer wann ins Bad usw, da bringt Papa eher alles durcheinander (der ist normal schon unterwegs wenn wir aufstehen)


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  oktobersonne
schrieb am 25.03.2019 21:46
Hallo.
Einige Dinge erlebe ich hier - ziemlich desillusioniert - genauso:
Kind ist durch „das Raushalten des Vaters“ als es klein war extrem auf mich fixiert
Er lehnt ganz oft den Papa bei Routinearbeiten ab
Mama, so hat er gelernt, ist zuverlässig da für mich
Papa bringt unsere Routine oft durcheinander-wird regelrecht als Störfaktor wahrgenommen
Männer „sehen“ Notwendiges nicht, aber wenn sie was gemacht haben ist es einen Roman wert und bitte in zigfacher Auflage
Ich bin bei uns die, die mehr arbeitet, mehr verdient und sich ums Kind, KiTa bringen/abholen, Freunde besuchen, bespaßen, Einkleiden, waschen, oft auch einkaufen kümmert. Ich bezahlende Putzfee.
Und ganz ehrlich: ich habe es satt! Man selbst funktioniert nur noch und der Herr nimmt sich die Zeit die er braucht.
Aber ich gebe zu, ich bin auch nicht ganz unschuldig, da ich es oft nicht einfordere. Selbst Schuld. Auf Arbeit geht das ganz selbstverständlich. Zu Hause fällt es mir unendlich schwer, da ich auch immer wieder verständnislos kopfschüttelnd nach diversen Situationen denke: „warum muß ich einen erwachsenen Menschen auf Selbstverständliches hinweisen?!
Aber auch wenn man ehrliche Einblicke in andere Familien erhält: es scheint kein Einzelfall zu sein. Oder es gibt ander Baustellen und Konflikte.
Ich denke unsere Männer wurden von ihren Müttern gepampert ohne Ende.
Hoffentlich mache ich es besser. Auf der anderen Seite befürchte ich, daß die Kinder ja durch uns als ihre Vorbilder sozialisiert werden.... einTeufelskreis!
Sry. Außer reden und einfordern hilft wahrscheinlich leider nichts. Frau hat halt zu den eigenen Kindern auch noch ein „großes Kind“ an der Backe.


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
avatar  Jadestern
Status:
schrieb am 26.03.2019 08:55
Yupp, bei uns auch so, zumindest was die Haushaltsdinge angeht. Wenn ich da nicht erinnere passiert kaum was, auch nicht Dinge, die offensichtlich sind und immer so gemacht werden (sollten).

Allerdings bei den Kindern läuft es anders, er verbringt gerne und viel zeit mit ihnen, spielt stundenlang Lego (macht ihm Spaß) und unternimmt was mit ihnen. Ich finde das sollte auch so sein, denn wir BEIDE wollten die Kinder doch...

Morgens liegt er auch länger als ich, aber wenn ich ihn auffordere und erinnere macht er die Sachen, mich nervt das auch, dass immer vorausgesetzt wird, dass ich mich darum kümmere. ABER man muss es halt auch einfordern...das ist anstrengend lohnt sich aber am Ende. Wir hatten auch immer mal wieder Paartherapiegespräche wenn sich die Situation deshalb sehr angespannt hat. Das hat immer gut geholfen. Ich verlange einfach dass er seinen Teil übernimmt, da wir beide Arbeiten und die Kinder wollten. Trotzdem bin ich auch oft genervt, wenn ich zum X-ten Mal erinnern muss oder die Klamotten der Kinder wegräume, die er im Bad liegen lässt...nach 5 Jahren schafft er das oft immer noch nicht daran zu denken.

Fühl die solidarisch gedrückt!


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  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  Herzmuschel
schrieb am 26.03.2019 11:52
Ich sage meinem Freund einfach ganz deutlich, willst Du die Küche machen oder den Kleinen bettfertig? Schmierst Du die Brote oder badest Du den Kleinen?

In einigen Dingen ist es dann auch wieder anders herum. Dinge, die meinem Freund wichtig sind, blende ich manchmal einfach aus. Dann ist er genauso genervt.

Hier ist es so morgens, Freund steht eher auf, damit er sich in Ruhe fertig machen kann und der Kleine länger schlafen. Dann mache ich den Kleinen fertig, bringe ihn runter. Da bekommt er Frühstück vom Papa und in der Zeit bin ich im Bad. Wenn ich runter komme muss Papa los.


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  Hamamelis71*
schrieb am 26.03.2019 17:26
Schwierig. Mein Mann ist nicht viel zu Hause und wenn er zu Hause ist, dann macht er soviel, wie er kann. Trotzdem hängt dadurch natürlich viel an mir.

Ich habe für mich/uns einen Wochenplan mit den Tätigkeiten - was wann wie gemacht werden muss.

Schreibe eine Tagesplanung, das ist auch für die Kinder hilfreich.

Gib Deinem Mann klare Aufträge - warte nicht, dass er sieht, was zu tun ist. Wenn Du weißt, dass Du später nach Hause kommst, dann sage ihm vorher, wann er was tun soll. Wahrscheinlich wird er das dann tun.

Mein Mann hatte gestern spontan Urlaub und war dann doch überrascht, als ich sagte, dass er bitte Staubsaugen sollte. Wieso ??? - das haben wir doch am Wochenende erst gemacht... Natürlich bekommt er unter der Woche nicht mit, dass ich Montag Mittwoch Freitag immer Staubsauge. Er bekommt ja nur das Wochenende mit - unter der Woche ist das meiste ja erledigt.

Ich bin ein Freund von festen Abläufen und Plänen. Daran kann sich dann jeder orientieren und ggfs. nachlesen. Mittlerweile klappt das alles sehr gut. Allerdings war die Mutter meines Mannes berufstätig, da mussten Mann und Kinder mithelfen. Das rettet mich jetzt sicherlich. Und ich sehe, dass es für meinen 10 jährigen Sohn auch schon selbstverständlich ist zu helfen.

Wenn Deine Schwiegermutter alles im Haushalt alleine erledigt hat und Dein Schwiegervater nicht geholfen hat, dann wunder Dich nicht, warum Dein Mann nicht so viel mithilft. Weil er es nicht kennt. Sehe ich leider in der Nachbarschaft bei vielen Paaren. Daher braucht man dann viel Geduld und klare Anweisungen. Ansonsten passiert da alleine nicht viel.

Für Vater-Kind-Aktivitäten solltest Du Deinen Mann konkret z. B. schon am Freitag fragen: Was möchtest Du morgen mit den Kindern unternehmen?

Mein Mann kommt da von alleine drauf, der steckt voller Energie - aber er kennt das auch so von seinem Vater. Unsere Nachbarn warten dagegen lieber ab und ruhen sich lieber aus und beschäftigen sich selten mit ihren Kindern. Das führt regelmäßig zu Stress. Also auch eine Sache, die man vorgelebt bekommen hat und wenn nicht, dann musst Du auch das moderieren, damit es ein Selbstläufer wird.

Vorlesen würde ich als tägliches Ritual einführen. Wir setzen uns als Familie zusammen ins Kinderzimmer (wenn mein Mann da ist) oder Mann und Sohn lesen zusammen, falls ich noch Haushalt erledigen muss.

Starke Nerven!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.19 17:27 von Hamamelis71*.


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  pmami
schrieb am 26.03.2019 18:23
Was ich nicht ganz verstehe, ist, weshalb der Papa Kind vormittag am Samstag weggefallen ist, nur weil die Kinder jetzt an diesem Tag Tennis spielen. Wer bringt sie denn zum Tennis hin, bleibt dort mit ihnen und fährt sie danach wieder nach Hause? Das Tennistraining kann doch auch ein tolles Papa-Kind Event sein.

Ansonsten - wer viel fragt, bekommt viel Antwort. "Wann machst du in Zukunft etwas mit den Kids?" führt zu einem lahmen "Mal schauen". Probier doch mal: "Ab sofort ist samstag nachmittag Deine Zeit mit den Kindern." Und dann siehst du zu, dass Du Samstag nachmittag weg bist.

Viele Grüße pmami


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  Poldi91
schrieb am 26.03.2019 22:41
Zitat
pmami
Was ich nicht ganz verstehe, ist, weshalb der Papa Kind vormittag am Samstag weggefallen ist, nur weil die Kinder jetzt an diesem Tag Tennis spielen. Wer bringt sie denn zum Tennis hin, bleibt dort mit ihnen und fährt sie danach wieder nach Hause? Das Tennistraining kann doch auch ein tolles Papa-Kind Event sein.

Ansonsten - wer viel fragt, bekommt viel Antwort. "Wann machst du in Zukunft etwas mit den Kids?" führt zu einem lahmen "Mal schauen". Probier doch mal: "Ab sofort ist samstag nachmittag Deine Zeit mit den Kindern." Und dann siehst du zu, dass Du Samstag nachmittag weg bist.

Viele Grüße pmami

Da hier in der Nachbarschaft noch ein paar Kinder beim Tennis sind, ist da immer abwechselnd Fahrdienst. Die Kinder sind dann alleine dort und werden wieder abgeholt. Ja, die eine Fahrt übernimmt meißt mein Mann, aber das hat ja mit gemeinsamer Aktivität nix zu tun.

Haben gestern darüber gesprochen, er sagte, es wäre ihm nicht so bewusst gewesen, und das wäre auch nicht so. Er würde gerne was mit den Kindern unternehmen. Dann schauen wir mal, wie es dann umgesetzt wird.


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  Kluntjemedroom
schrieb am 28.03.2019 12:48
Nur eine kleine Anmerkung: nicht nur Männer werden davon geprägt, wie sie zuhause aufgewachsen sind, auch Frauen bekommen von der Mutter Standards vorgelebt, die sie verinnerlichen - und in den heutigen Zeiten dann umsetzen wollen. Gerade, was Sauberkeit angeht. Die klassische Hausfrauenmutter hat sehr viel Zeit ins putzen investieren müssen - und können. Der soziale Druck war ja viel größer, was geputzte Fenster angeht.
Ich habe mit meinem Mann keine Konflikte in Haushalts- oder Kinderbetreuungsfragen, da wir beide in Haushalten mit berufstätigen Müttern aufgewachsen sind. Unter der Woche machen wir nur das Nötigste im Haushalt - und damit meine ich das absolut Notwendigste, wie den Abwasch oder den Müll runter bringen. Am Wochenende teilen wir uns auf. Einer putzt, staubsaugt und räumt auf und macht die Betten und Wäsche, der andere kauft ein und bespaßt die Kinder. Staubwischen, Boden wischen, das passiert maximal alle vier Wochen. Fenster putzen, Schränke auswischen, ... einmal im Jahr. Wir haben beide kein Bedürfnis nach repräsentativen Räumen.
Ich mach ein bisschen mehr Ordnung in den Schränken, weil mir das WICHTIG ist und ich mich nicht wohl fühle, wenn in den Schränken keine Systematik herrscht. Kann der Mann nicht nachvollziehen. Dafür kümmert er sich ums Auto und die Wäscheberge. Ohne ihn hätte das Auto in vier Jahren keinen Staubsauger im Kofferraum erlebt und die Wäsche würde nicht zusammengefaltet im Korb liegen. smile Er ist auch gut in Vorratshaltung und schafft rechtzeitig Nachschub heran. Ich sortiere das dann weg oder pass auf, dass alles aufgebraucht wird.
Man kann sich also auch mal die Frage stellen, ob manche Sachen wirklich objektiv für den Haushalt und die Gesundheit wichtig sind oder lediglich in der eigenen Wertewelt relevant sind. Dann sollte man es selber machen und nicht den Partner dazu überzeugen, die Wichtigkeit auch so zu sehen.
Manches, was man gerne hätte kann man auch loslassen, wenn es mehr Stress macht, als Freude.
Ich binauch mit einem liebevoll gedeckten üppigen Frühstückstisch aufgewachsen. Schönes Ritual. Aber wir praktizieren das nicht, da mein Mann und ich nicht in der Woche frühstücken und die Kinder meist nur eine Banane oder Müsli wollen. Auf der einen Seite finde ich es schade, das Ritual nicht zu haben, auf der anderen Seite habe ich dieses hin und herräumen von Sachen, die man dann doch nicht isst, schon als Kind gehasst. Es passt irgendwie nicht in unseren Alltag.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.03.19 14:19 von Kluntjemedroom.


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  Poldi91
schrieb am 28.03.2019 19:43
Lieben Dank für eure Rückmeldungen.

Aber es geht hier gar nicht um den Haushalt, da habe ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Ich bin da was den Haushalt angeht , sehr entspannt. Von pingelig oder Sauberkeitsfimmel kann da gar keine Rede sein. Da ist mein Mann deutlich ordentlicher veranlagt und macht dann auch durchaus das, was ihn gerade stört (Müll raus, Spümaschine an etc.). Sondern wirklich nur um die organisatorischen Dinge, wie z.B. oben beschrieben, das Vorbereiten von Essen für den Kiga und dass ich morgens alles alleine machen muss. Und in Kombination damit, dass ich das Gefühl habe, dass er die Kinder teilweise als lästig empfindet und nicht wirklich von sich aus mal etwas mit den Kindern macht, wurmt mich das sehr.
Aber gut, wir haben darüber gesprochen, er sagte es wäre nicht so.


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
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  MamaHH
Status:
schrieb am 28.03.2019 20:56
Hallo, wenn ich das so lese und mein Umfeld ansehe, scheint das ein gängiges Problem zu sein. Bei uns hängt auch der Haushalt an mir und bis mein abends nach Hause kommt, auch die Kids. Wenn er dann aber da ist, teilen wir uns bei der Abendroutine auf. Während einer die Kids fertig macht, räumt der andere den Rest vom Abendessen auf, stellt Geschirrspüler an etc. Dann treffen wir uns oben und jeder bringt ein Kind ins Bett inkl. Vorlesen. Das klappt aber auch mit beiden Kids zusammen. Geschirrspüler ausräumen, Müll etc macht jeder mal. Lege ich ihm Wochenende ein Rezept hin, kocht bzw. backt er auch mal. Gerne auch mit den Kids zusammen. Und die drei toben viel etc. Wahrscheinlich wilder als mit Mama ☺
Morgens ist es ähnlich. Er steht meist nach mir auf. Während ich dann Frühstück vorbereite, macht er die Kids fertig und anschliessend sich. Dann fährt er die Kids in die Kita. Ich muss hier oft daran "erinnern", dass wir mit dem Grossen auch mal was für seine Probleme (Logo und Ergo) machen müssen. Das bliebe sonst an mir hängen. Also eher das penetrante Erinnern an aktuelle Sachen. Der Alltag funktioniert. Notfalls auch komplett ohne mich.
Wir haben einen elektronischen Familienkalender, so sieht er alle wichtigen Termine. Und wenns mir zuviel wird, haben wir eine To do App...wo wir Aufgaben auflisten ubd nach und nach "abarbeiten." Vielleicht helfen ja so Listen auch um den Alltag zu strukturieren? Wochenende überlegen wir uns immer Ausflüge und Sonntags geht er mit den Kids schwimmen.


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
avatar  Mondstaub
Status:
schrieb am 02.04.2019 12:18
Meinen Mann muss ich auch ab und an daran erinnern, mir beim Tischdecken oder -abdecken zu helfen oder anderen Haushaltsdingen oder unsere Tochter betreffend, aber ich merke seiner Art an, dass er einfach nicht dran dachte und macht es sofort mit einer entschuldigenden Gestik. Und in der Regel hilft er auch ohne, dass ich was sagen muss und sieht, wo's klemmt ...

Von daher denke ich, dass vielen Männern einfach nicht auffällt, dass alles an Frauen hängen bleibt, da sie, wie soll ich es sagen, in ihrem eigenen Kocon leben. Muss ja nicht immer mit Absicht sein. Wenn allerdings Dein Mann säuerlich reagiert, dann finde ich das schade, aber ich würde an Deiner Stelle ruhig öfters ihn daran erinnern, bis es für ihn eine Selbstverständlichkeit wird, entweder mit oder ohne Erinnerung, Dir zu helfen.

Ich denke, es liegt in der Natur der Dinge, dass Männer irgendwie ihr eigenes Ding machen und wir Frauen uns diese einfach zur Mithilfe "erziehen" müssen, sonst machen sie nix von alleine. Wie auch ... wenn Kinder ebenfalls zur Mithilfe erzogen werden müssen ... so auch unsere Männer.

Selbst mein Exmann, der deutlich weniger im Haushalt machte, als mein jetziger Mann, nahm den Staubsauger ohne Wehklagen in die Hand, aber von alleine hätte er es auch nie gemacht, sondern saß lieber am PC ... von daher ... zieh' Dir ruhig Deinen Mann ran, denn wir Frauen sind selbst Schuld, wenn wir irgendwann alleine mit dem Kram zu tun haben und uns darüber ärgern müssen.

Vor allem: der Ton macht die Musik! Eine liebevolle Bitte kommt bei den Jungs meist besser an, als eine nervige Aufforderung ...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.19 12:20 von Mondstaub.


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
avatar  Mondstaub
Status:
schrieb am 02.04.2019 12:22
Zitat
Herzmuschel
Ich sage meinem Freund einfach ganz deutlich, willst Du die Küche machen oder den Kleinen bettfertig? Schmierst Du die Brote oder badest Du den Kleinen?

...

Genauso trickse ich auch grins Somit stelle ich ihn nicht vor die Wahl, ob er mir helfen soll oder nicht, sondern, welche der Dinge er übernehmen soll ... wirkt definitiv besser *lach*


  Re: Müsst ihr eure Männer auch immer daran erinnern, etwas mit den Kindern zu machen oder mal im Alltag bei der Familienorganisation mit zu denken?
avatar  Mondstaub
Status:
schrieb am 02.04.2019 12:27
Zitat
Poldi91
...Sondern wirklich nur um die organisatorischen Dinge, wie z.B. oben beschrieben, das Vorbereiten von Essen für den Kiga und dass ich morgens alles alleine machen muss. Und in Kombination damit, dass ich das Gefühl habe, dass er die Kinder teilweise als lästig empfindet und nicht wirklich von sich aus mal etwas mit den Kindern macht, wurmt mich das sehr.
Aber gut, wir haben darüber gesprochen, er sagte es wäre nicht so.

... dann fordere mehr ... es liegt an uns Frauen, WIE wir es rüberbringen. Tun wir es selbstbewußt und unmissverständlich, nehmen es die Männer auch i.d.R. eher entgegen, als frustrierte Bitten, die nach Jammern aussehen.

Baue diese Selbstverständlichkeiten in den Alltag ein ... zu allen Zeiten, wo er da ist oder suche Dir eine Beschäftigung außer Haus, sodass er zwangsläufig die Kids übernehmen muss und mal sieht, was alles damit zusammen hängt. Jedenfalls nicht locker lassen, sondern von Mal zu Mal steigern wäre wohl am besten.




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