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  Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  ich_ich_ich
schrieb am 17.02.2019 19:52
Hallo, heute mal lieber anonym, da es mir zu persönlich ist.... ich habe das Gefühl, dass mit meiner Tochter (7), was nicht in Ordnung ist.

Sie hatte auch schon zu Kindergartenzeiten sehr viel Bauchweh, die Erzieher meinten, sie macht sich halt immer zuviele Gedanken. Sie ist jetzt in der 1.Klasse und hat immer noch sehr oft Bauchweh - sie meint, deswegen muss man nicht zum Arzt, weil es ja total normal und schon immer so ist, dass sie Bauchweh hat. Aber das kann doch nicht normal sein, dass man tagtäglich Bauchweh hat.... natürlich kann es sein, dass sie sich zuviel um alles Gedanken macht, aber das muss man doch auch irgendwie in den Griff bekommen...vielleicht hat sie ja aber doch auch irgendeine Unverträglichkeit, könnte ja auch sein....

Laut Lehrern / Betreuern kommt sie gut zurecht, hat gute Freunde, mit denen sie toll spielt und fast nie streitet und alles ist super. Sie sagt, sie weint oft in der Schule und ist traurig und es sieht nur so aus, als ob das alles Spaß macht, in Wirklichkeit stimmt das aber nicht. Ich hatte sie auch schon mal in einem Verein angemeldet (damals auf Anraten des Kindergarten, damit sie sich auspowert und nicht soviel Gedanken macht und mehr Selbstvertrauen bekommt) - da sah es meiner Meinung und der Meinung der Trainerin nach auch so aus, als ob ihr das Spaß macht, aber irgendwann hab ich sie nicht mehr hinbekommen, weil es nur so aussehen würde, als ob es Spaß macht, aber eigentlich total blöd wäre. Also, die Wirkung nach außen und ihr eigenes Empfinden scheint total unterschiedlich zu sein.

In den letzten Wochen war sie nun wirklich oft traurig, hat geweint, hat aber nicht begründen können, woran es liegt. Manchmal ist auch alles wieder super, aber es ist jetzt einfach zu oft, dass sie todunglücklich ist und es gibt gar keinen ersichtlichen Grund. Ich denke dann an Depressionen....

Noten gibt's ja noch keine in der Schule, laut Lehrerin ist alles ok. Sie ist aber in einer großen Klasse und ist ein ruhiges, unauffälliges Mädchen, ich glaube, die Lehrerin schaut nicht viel nach ihr. Vom Kindergarten hatten wir immer die Rückmeldung "sie ist total schlau, es ist unglaublich, was sie schon alles weiß". Das spiegelt sich für mich nicht so wieder. Lesen/Schreiben klappt gut, so langsam macht ihr das Lesen auch ein bisschen Spaß. Lange fand sie Deutsch, glaube ich, einfach zu langweilig, hat dann auch nicht ordentlich geschrieben und so. Mathe ist schwieriger. Eigentlich kann sie alles, aber manchmal macht sie die Aufgaben und es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, was sie sich dabei gedacht hat. Das kann evtl. mit Unruhe im Hausaufgabenraum und Müdigkeit zuhause zu tun haben, aber so richtig verstehen kann ich es nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es ihr zu langweilig ist und es deshalb Schlampigkeitsfehler sind oder es sind eben Konzentrationsschwierigkeiten wegen der Unruhe und der Müdigkeit.

Was mir grade einfällt, sie beschwert sich auch oft, dass es ihr zu hell ist und es in den Augen unangenehm ist, auch wenn es gar nicht so besonders hell ist.

Nun würde ich gerne mal zum Arzt gehen, weil ich eben so das Grundgefühl habe, dass da was nicht stimmt. Bislang hatte ich beim Kinderarzt aber immer das Gefühl, nicht ernstgenommen zu werden (ich gehe sehr selten zum Arzt, also ich finde, wenn ich mal da bin, könnte man mich schon ernst nehmen), deshalb will ich halt vorher überlegen, was ich mir konkret erwarte.... Gibt's bei Kindern auch so einen allgemeinen Gesundheitscheck? Schilddrüse? Unverträglichkeiten? Depressionen? Wie geht man da vor? Kinderarzt? Oder wer ist der richtige Ansprechpartner?

Danke für Tipps smile


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  Hamamelis71*
schrieb am 17.02.2019 21:44
Schreibe doch auch mal ein Ernährungsprotokoll. Unverträglichkeiten können bei Kindern auch zu Niedergeschlagenheit usw. führen.

Ansonsten habe ich keine Idee.

Alles Gute!


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 17.02.2019 21:48
Hallo,

naja ich wäre schon längst zum Arzt, sowas hat dann das Kind meiner Meinung nach nicht zu beurteilen ob es nötig ist oder nicht!

Ich bin selber jemand dem vieles auf den Magen schlägt und ich darauf auch viel schiebe, bis ich vorletztes Jahr mal ein US bekam und Zack ... steinreich war die Alice ... Gallen OP. Seither nur noch bei extremer Aufregung flauer Bauch.

Lichtempfindlichkeit würde ich mal beobachten, gerade jetzt wo es sonniger wird reagiert man öfter drauf.

Es könnte aber auch eine Art Migräne sein...

Es könnte echt viel sein und dass gehört abgecheckt, und wenn ihr euch beim KiArzt nicht gut aufgehoben wechsel, vll zu deinem Hausarzt ?!

Letztendlich werdet ihr eh überwiesen je nach dem was anfällt ...

Alles gute !
Lg Alice


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  anonyisismus
schrieb am 17.02.2019 22:30
Beim Durchlesen des Beitrages kam mir das sehr bekannt vor durch meine Nichte.


Bitte den Kinderarzt auf Zölliakie ansprechen.

Lg


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  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  summertime70
schrieb am 17.02.2019 22:41
Ich würde auf jeden Fall zum Kinderarzt gehen, täglich Bauchweh bei einem 7 jährigen Kind sollte nicht sein.
Es ist ja auch nicht Deine Aufgabe, schon zu wissen, was da abgeklärt werden muß, das ist sein Job.
Er wird vermutlich fragen, was und mit wieviel Appetit sie ißt, wann die Bauchschmerzen auftreten, wie der Stuhlgang ist und wie das Gewicht (abgenommen?)


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  7mondenschein7
schrieb am 17.02.2019 23:56
Hallo,

auch ich würde das bitte abklären lassen. Und nicht vertrösten lassen.
Zöliakie hatte ich beim Lesen auch direkt auf dem Schirm. Auch wir haben hier eine längere Leidensgeschichte hinter uns.
Unser Sohn hat Zöliakie. Bei Fragen gerne anmailen.
Ggf. den Kinderarzt direkt auch darauf ansprechen.
Nur jetzt nicht vorab auf Gluten verzichten. Diagnosestellung wird dann sehr schwierig bis unmöglich.
Alles Gute euch!
LG
mondenschein


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  pmami
schrieb am 18.02.2019 08:00
Lactose- oder Fructoseunverträglichkeit oder eine Allergie wären auch denkbar. Man übersieht oft, dass Bauchschmerzen auch eine allergische Reaktion sein können.

Ich würde daher beim kia mal alles untersuchen lassen. Blutbild, Hormone, Allergien und Unverträglichkeiten.

Wart ihr schon mal beim Augenarzt?

Viele Grüße pmami


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
avatar  Alpina
Status:
schrieb am 18.02.2019 11:26
Hallo,

Was mir beim Lesen eingefallen ist: es gibt bei Kindern manchmal eine Bauchmigräne. Kannst es ja mal googeln.

Ansonsten zeigen sich Depressionen bei kleineren Kindern oft in somatischen Beschwerden, wie z. B. Bauchweh. Würde es beim Kinderarzt auf jeden Fall ansprechen. Er könnte euch dann auch zu einem Kinder- und Jugendpsychiater überweisen, falls notwendig.

Liebe Grüße!


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  IchDuErSieEs
schrieb am 18.02.2019 14:11
Hi,
was mir dazu eingefallen ist da ich daran denken musste (vorallem das mit den Augen):
wurde evtl. mal auf Autismus oder Schilddrüse geschaut?

Ansprechpartner fallen mir evtl. Vereine wie Caritas, Kinderkliniken, Selbsthilfegruppen, etc ein die dir evtl. einen nächsten Arzt (Kinderpsychologen, o.ä.) oder Adresse oder Hilfestellungen (Infos, Beratungen, etc) vermitteln können.

Ansonsten haben ja meine Vorredner schon viel Input geschrieben.

Alles Gute!


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  Lavendelzweig
Status:
schrieb am 18.02.2019 19:34
Hi,

Mein Mann hatte jahrelang eine unentdeckte Laktoseintolleranz. Er hatte auch täglich Bauchweh. Es hat über 15 (!!!) Jahre gedauert bis er eine Diagnose hatte.

Ernährungstagebuch halte ich für sehr sinnvoll.

Alles Gute!


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  berlink
Status:
schrieb am 18.02.2019 21:29
Hallo,

natürlich sollten organische Dinge ausgeschlossenw erden. Sollte es den Magen-darm-Trakt betreffen i.welche Unverträglichkeiten vorliegen, so reagieren die meisten, sicher nicht alle, schon i.wie mit Stuhlunregelmäßigkeiten. Sollte dahingehend gar nie was aufgefallen sein, ist das Risiko gering, dass da im MDT etwas ist.

Mein Sohn hat gegen Ende der ersten Klasse begonnen zu somatisieren, also: Bauchweh, wollte nicht mehr zur Schule. Es gab Probleme mit der Klassenlehrerin, ständig irgendwelche Brief, Strafen etc, er war unterfordert, hat sich gelangweilt und dann herumgealbert. Er hat sich als Außenseiter in der Klasse gesehen. In den Ferien und später, nachdem er dann die 2. Klasse übersprungen hatte, gab es keine körperlichen Äußerungen aufgrund von psychischen Beschwerden.

Hat Deine Tochter nur an Schultagen diese Symptome, an den WE und in den Ferien nicht?

Für den Ausschluß somatischer Gründe: Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin.
Für den Ausschluß psychischer Gründe: Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie. Das geht bei einem niedergelassenem Arzt oder in einer Ambulanz einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik. Sollten die Beschwerden in Zusammenhang mit dem Schulbesuch stehen, so könnte auch ein Gang zur Schulpsychologischen Beratungsstelle helfen, wo Du vermutlich schneller einen Termin bekommst. Dort wird mit den Eltern und dann mit dem Kind zusammen gesprochen, es könnte auch eine Testung erfolgen und festgestellt werden, ob sie unterfordert ist.

Aus Deinem wenigen Informationen ist für mich kein Hinweis auf eine Autismus-Spektrum-Störung gegeben.

BEVOR irgendwas behandelt/therapiert wird, sollte eine Diagnose gestellt werden. Das geschieht i.d.R. durch einem Arzt.

Alles Gute!


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
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  **m**
schrieb am 19.02.2019 09:16
Hallo,

ich denke, am sinnvollsten für euch ist der Gang zu dem Kinderarzt eures Vertrauens. Mein Sohn will da auch oft nicht hin, aber wenn ich ihm erkläre, dass Mama und Papa möchten, dass es ihm gut geht und ihm halt nur der Arzt helfen kann, sieht er es eigentlich immer ein (er ist auch 7 und in der 1. Klasse). Und wir waren auch da mit ungeklärter Übelkeit + Kopfweh im Verbindung mit Übermüdung, also auch eher in die somatische Richtung. Auch wir haben da eine Zeitlang dokumentieren müssen, was gegessen wird/wurde, in welcher Situation Beschwerden da waren usw. Wenn sie immer Bauchweh hat, kann der Arzt zumindest mal schallen und Blut untersuchen. Und wenn er denkt, dass sie Unterstützung von einem Kinderpsychologen braucht, wird er euch das sagen. In der ersten Klasse kommt so viel neues auf die Kinder (und Eltern) zu, sie müssen plötzlich sehe viel hinnehmen, mit Schubladendenken der Lehrer zurecht kommen, sich von anderen abgrenzen....Das kann deiner Kleinen vielleicht gerade zu viel sein und ggf. Symptome auch verstärken. Aber ihr könnt ihr nur helfen, wenn sich das einmal ein Arzt anschaut.

Zu deiner Anmerkung mit den Matheaufgaben usw: vielleicht versucht ihr vor den Aufgaben mal eine Runde "auszappeln": zB 3 Mins tanzen, dann 3 Min entspannen (je nachdem, was sie mag, kann ZB ein Pixi vorlesen oder auch eine Runde Kuscheln sein), dann Hausaufgaben. Ggf. dann vor dem nächsten Fach wieder eine kurze Pause mit körperlicher Aktivität (einmal um den Tisch oder Teppe rauf u runter wirkt manchmal Wunder). Unser Sohn mag die Entspannungsrunden sehr (haben so Kärtchen zur Einschulung geschenkt) und fordert sie teilweise auch ein. Alles Gute, M.


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
no avatar
  _heute_ohne_
schrieb am 19.02.2019 09:20
Ich traue mich fast nicht es zu schreiben und mag auch auf keinen Fall überdramatisieren aber diese Symptome _können_ auch Anzeichen eines Missbrauchs sein. Das möchte ich ganz neutral hier benennen und nur als mögliche Option zum Nachdenken stehen lassen. Ich hoffe das nimmt mir keiner übel.


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
no avatar
  ich_ich_ich
schrieb am 19.02.2019 19:18
Danke euch allen für die Unterstützung und Anregungen. Wir haben nächste Woche einen Kinderarzttermin, mal schauen, wie's so wird....


  Re: Wenn man denkt, dem Kind geht's nicht gut...
no avatar
  Anninym
schrieb am 26.02.2019 19:45
Falls körperlich alles ok ist, fällt mir noch Hochsensibilität ein.




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