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  Re: Update: Graus vor Kündigung: aus Sicht des Arbeitgebers
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  Blüte
schrieb am 26.01.2019 09:48
Zitat

Ich möchte da gern noch aus Arbeitnehmersicht hinzufügen, dass ich es ziemlich unfair finde, wenn man die ganze Zeit denkt, alles ist in Ordnung und dann praktisch am letzten Tag der Probezeit eine Kündigung in der Hand hat

Ob das hier so der Fall war, weiß ich nicht. Menschlich wäre es nicht nett, rechtlich ist es möglich. Übrigens für beide Seiten. Wenn ich das im hier vorliegenden Fall richtig verstanden habe, kann der AN aber sowieso in den alten, ungekündigten Job zurück, was dann menschlich gesehen auch wieder verträglich ist. Rechtlich gesehen ist die Probezeit ja für beide Seiten genau dazu da, um zu prüfen, ob es passt und zwar auf allen Ebenen.

Ansonsten: Ich bleibe dabei, auch ein Arbeitgeber das Recht für sich zu beschließen, dass es nicht passt. Eine faire, rechtzeitige Rückmeldung ist das eine, dazu gehört auch eine fachliche Würdigung der Arbeit ohne den emotionalen Aspekt, aber einen AN zu behalten, weil er am zentralen Problem nicht arbeiten kann und das sonst unfair wäre, ist sicher keine Alternative.


  Re: Update: Graus vor Kündigung: aus Sicht des Arbeitgebers
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  henriette
schrieb am 26.01.2019 11:02
schliesse mich vollumfänglich Blüte an und möchte dazu noch erwähnen, dass ich bis jetzt keinen Arbeitnehmer erlebt hat, der bei den Entscheidungen in irgendeiner Weise die SItuation des arbeitgebenden Betriebes in Betracht gezogen hat, geschweige denn ansatzweise darauf Rücksicht genommen hat, egal, wie kulant und rücksichtsvoll der Arbeitgeber vorher viele Jahre lang war. Probezeit ist Probezeit und in der darf man sich halt nie in Sicherheit wiegen...


  Re: Update: Graus vor Kündigung: aus Sicht des Arbeitgebers
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  akazie76
schrieb am 28.01.2019 16:24
Zitat
henriette
schliesse mich vollumfänglich Blüte an und möchte dazu noch erwähnen, dass ich bis jetzt keinen Arbeitnehmer erlebt hat, der bei den Entscheidungen in irgendeiner Weise die SItuation des arbeitgebenden Betriebes in Betracht gezogen hat, geschweige denn ansatzweise darauf Rücksicht genommen hat, egal, wie kulant und rücksichtsvoll der Arbeitgeber vorher viele Jahre lang war. Probezeit ist Probezeit und in der darf man sich halt nie in Sicherheit wiegen...

Ich habe schon so manchen Arbeitgeber erlebt, der sich nicht fair verhalten hat, aber noch kaum einen Arbeitnehmer, der sich nicht fair verhalten hat. Ich bin auch der Meinung, dass es ok ist, zu kündigen, wenn man in der Probezeit merkt, dass es nicht passt, aber es kommt halt auf das Wie an. Und klar, natürlich ist es rechtlich möglich, aber ich halte einen fairen Umgang miteinander für wichtig.


  Re: Update: Graus vor Kündigung: aus Sicht des Arbeitgebers
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  hannihathoffnung
schrieb am 28.01.2019 18:28
Wir haben versucht so "fair" wie möglich zu sein.Aber klar, war es letzen Endes doch eine negative Überraschung.
Wir haben die fachliche Kompetenz positiv bewertet und mit der Auftragslage argumentiert. Was auch teilweise wirklich stimmt. Wir suchten ursprünglich nur eine Aushilfe für den Winter, aber sie stellte als Bedingung einen unbegrenzten Vertrag . Da haben wir uns leider etwas bequatschen lassen. Aber man lernt aus Fehlern und auch für uns als Arbeitgeber ist das Selbstständigsein neu.

Mit den Weihnachtferien hat sie übrigens genau 6 Tage gearbeitet. Wir haben beim 2. Mal gemerkt dass es nicht passt, waren uns aber nicht sicher. Das Gefûhl hat sich am 3. und 4. Tag bestätigt (sie kam einen Tag pro Woche) und am 5. Tag haben wir es ihr gesagt.
Ja, wir hätten auch noch ehrlicher sein können und sagen, dass es menschlich einfach nicht passt. Aber wie einige von euch schon sagten: an gleicher Wellenlänge lässt sich schlecht arbeiten, aber es ist doch schon sehr verunsichernd, wenn einem das Gegenüber quasi durch die Blume sagt "ich mag dich nicht" . Es ist aber für ein kleines Unternehmen sehr wichtig, das die Wellenlänge stimmt.
Und ja, sie hatte ihren alten Job noch behalten, steht also nicht ohne was da


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.01.19 18:37 von hannihathoffnung.


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  Re: Update: Graus vor Kündigung: aus Sicht des Arbeitgebers
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  Blüte
schrieb am 28.01.2019 19:19
Zitat

Ich habe schon so manchen Arbeitgeber erlebt, der sich nicht fair verhalten hat, aber noch kaum einen Arbeitnehmer, der sich nicht fair verhalten hat.

Ich denke vieles ist eine Frage der Perspektive ... Im Laufe der Zeit ist in meinem Freundes- und Bekanntenkreis (und auch beruflich bedingt) die Zahl der Selbständigen und Chefs sehr gewachsen, man tauscht sich also aus, und glaub mir, es gibt genug Arbeitnehmer, die sich sehr, sehr, sehr unfair verhalten.

Und wenn man bedenkt, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer einfach nur Menschen sind, braucht es sicher nicht allzu viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass es da und dort positive und negative Beispiele gibt.

Selbst habe ich auch schon alles erlebt. Absolute, großartige Loyalität von Arbeitnehmern, weit über das erwartbare Maß hinaus, wofür ich speziell einer Dame heute noch dankbar bin, weil ich letztlich nur mit ihrer Hilfe meinen Laden aufrecht halten konnte, als mein Kind schwer krank war und wir wochenlang im KH sein mussten. Aber ich habe auch schon das absolute Gegenteil erlebt. Nach 16 Jahren Selbständigkeit kommt da einiges zusammen und ich wüsste nicht, warum es nun gerade bei den Arbeitnehmern immer die besseren Menschen geben sollte und bei den Arbeitgebern nicht.


  Re: Update: Graus vor Kündigung: aus Sicht des Arbeitgebers
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  henriette
schrieb am 30.01.2019 08:58
Blüte hat völlig recht und ich habe, was Arbeitnehmer anbelangt viele schlechte Erfahrungen gemacht, aber auch ein paar ganz tolle, zum Glück, sonst wär ich durchaus verzweifelt..... Und ich bin es sowas von leid, dass es immer grundsätzlich die bösen Arbeitgeber sind.....


  Re: Update: Graus vor Kündigung: aus Sicht des Arbeitgebers
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  pebbles30
schrieb am 31.01.2019 13:07
Zitat
hannihathoffnung
Wir haben versucht so "fair" wie möglich zu sein.Aber klar, war es letzen Endes doch eine negative Überraschung.
Wir haben die fachliche Kompetenz positiv bewertet und mit der Auftragslage argumentiert. Was auch teilweise wirklich stimmt. Wir suchten ursprünglich nur eine Aushilfe für den Winter, aber sie stellte als Bedingung einen unbegrenzten Vertrag . Da haben wir uns leider etwas bequatschen lassen. Aber man lernt aus Fehlern und auch für uns als Arbeitgeber ist das Selbstständigsein neu.

Daraus habt ihr jetzt eine wichtige Lektion gelernt, überlegt euch vorher genau was ihr wollt und braucht und sucht dann genau das.
Nicht belabern lassen, keine derartigen Änderungen, dann eben nicht diesen angestellten.

Abgesehen davon dachte ich die Dame arbeitet mehrere Tage pro Woche für euch. wenn jemand für einen Tag pro Woche kommen soll und will dann eigenmächtig Tage tauschen, würde mir das sehr übel aufstoßen. Noch dazu in der Probezeit. Wer da schon so anfängt, wird mit der Zeit nicht besser und allein das wäre ein Kündigungsgrund gewesen.


So ähnlichen Fall hatte mal jemand in der Familie, es war ausdrücklich ein Minijobber gesucht. War alles gut, nach Ende der Probezeit, ging es sofort los, Halbtagsstelle oder noch besser sofort Vollzeitstelle. Chef lies sich nicht darauf ein und schlagartig war die Mitarbeit unter ferner liefen.
Die Person bekam dann zum glück zwei Monate später eine Fortbildung von der Arbeitsagentur und hätte zu anderen Zeiten arbeiten müssen, was der Chef ablehnte. So musste der Arbeitnehmer kündigen und es wurde keine Träne hinterher geweint.
sucht ein Kleinstbetrieb einen Minijobber, sollte man nicht davon ausgehen, das er sich eine Vollzeitkraft leisten kann und will oder überhaupt genügend Arbeit für sie hat.




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