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  Trennung, Umgang mit Tochter
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  uschel24
Status:
schrieb am 23.12.2018 20:17
Ich brauch mal eure Hilfe, Ratschläge, Tips und ich weiß nicht wirklich was.

Ich habe mich vor gut 1 1/2 Monaten von meinem Mann getrennt, wir haben einer 14 Monate alte Tochter, ich bin jetzt vor einer Woche in eine eigene Wohnung mit ihr umgezogen. Mein noch Mann arbeitet sehr viel, hat also nur Sonntags frei, evtl. Mal einen Nachmittag in der Woche und sonst nur 1 1/2 Stunden Mittagspause. Trennungsgrund war unter anderem das, bzw. Auch das er seine freie Zeit dann lieber mit schlafen, faul sein oder sonstigen Sachen verbracht hat, die ihm gut tuen, um unsere Tochter habe ich mich komplett alleine gekümmert, ab und zu ein bisschen spielen war für ihn ok, aber wenn es mal kompliziert wurde, war ich direkt wieder dran. Haushalt etc. alles habe ich gemacht. Also hat sich jetzt auch durch die Trennung nicht wirklich viel für mich geändert, im Gegenteil, ich muss mich jetzt wenigstens nicht noch über ihn ärgern wenn er mal wieder Nachts nicht aufgestanden ist und so weiter und so weiter.

Jetzt herrscht im Moment das Problem dass die Sache mit dem Umgang im Moment sehr unklar ist. Vorweg, ich habe schon einen Termin beim Jugendamt, aber leider erst im Januar. Die letzten fünf frei Sonntage hat der Herr sich so gestaltet wie er Lust hat. Ich bin ja davon ausgegangen, das er den ganzen Tag mit seiner Tochter verbringen möchte, was ja auch ok gewesen wäre. Als wird vor zwei Wochen noch in der gemeinsamen Wohnung gelebt haben, bzw. er ist schon in eine Männer WG gezogen, hätte er ja auch dort den ganzen Tag mit ihr verbringen können. Ja aber es war dann so das er mal gegen drei Uhr kam und am 16:30 wieder gegangen ist, weil er essen musste, dann hätte er mal nur ne Stunde Zeit. Ich habe jeweils immerda gehockt und gewartet das er sich meldet. Den letzten Sonntag in der Wohnung hätte ich dann aber die Schnauze voll und habe ihm dann auf seine Nachricht die wieder mal um kurz vor drei kam gesagt nein, wir sind jetzt gleich unterwegs und er hat Pech gehabt. Zumal unsere Tochter jedesmal wenn er dann mal kurz da war, total durcheinander war und nur geschriehen hat, was ich so gar nicht von ihr kenne! Habe ihm schon ein paar Mal deutlich gemacht, das wir klare Absprachen brauchen. Das hat er aber bis heute nicht ernst genommen und meint immer noch wenn er sagt er will jetzt seine Tochter sehen, ich sofort springe.
In seinen Mittagspausen hat er es auch so gemacht wie er gerade Lust hatte, ich habe immer geschrieben wenn ich zu Hause war, weil ich ihm ja auch irgendwo entgegen kommen wollte, aber ne Antwort kam dann immer erst sehr spät und oft auch das er keine Zeit hätte.

Nun ist das Problem das er ja keine eigene Wohnung hat und diese Männer WG ist kein Ort für ein Kind, da wird geraucht, getrunken und sonst was. Er meinte er könnte es sich in meiner Wohnung mit unserer Tochter bequem machen. Nein, definitiv nicht! Ich wohne jetzt 2 km von ihm entfernt, er hat keinen Führerschein und ist ja halt auch von der bequemen Sorte. Habe ihm gesagt er muss sich was einfallen lassen wo er vernünftig Zeit mit seiner Tochter verbringt, damit sie auch merkt, aha das ist mein papa der sich kümmert und nicht nur einer der ab und zu zum Spielen vorbei kommt. Das sieht er aber alles nicht ein.

Letzten Dienstag war ich in der Nähe seiner Arbeit und wusste das er Pause hat, hab dann selbstverständlich beschied gegeben und er kam dann auch, das ganze habe ich nach 10 Minuten allerdings wieder beendet will er mir wieder Vorwürfe macht und das es seiner Tochter ja schlecht gehen würde und sie traurig wäre.

Zu dem Thema, meine Tochter kennt es nicht anders, ihr Vater war ja immer nur mal kurz zwischendurch da, ich habe alles gemacht, aufgestanden, essen gemacht, zusammen gegessen, getröstet, ins Bett gebracht, nachts aufgestanden. Sprich für sie ist das einfach jemand der ab und zu mal da war und selbst wenn er frei hätte, sich nicht gekümmert hat. In der Zeit des Umzugs war sie natürlich durcheinander und aufgebracht, das ist klar, aber sie ist jetzt in der letzten Woche total zur Ruhe gekommen und es geht ihr gut, ich kenne ja meine Maus. Da geht das Problem ja weiter, er kennt sie null, er weiß weder wann sie isst, wann sie schlafen muss, welche Windlen sie trägt, was los ist wenn sie weint. Er legt aber auch keinen Wert auf bestimmte geregelte Tagesabläufe. Ich bin sicher nicht die übermutti und achte auf jede Minute und jeden kleinen Mist, aber wenn er um zwölf seine Tochter sehen will und dann ganz überrascht ist das sie essen muss und dann nen Mittagsschlaf macht, da packe ich mir nur an den Kopf.

Gestern gab es dann ein Telefonat, ich war gerade in der alten Wohnung um noch aufzuräumen. Weil auch da lässt er mich alles schön machen. Er wollte seine Tochter sehen, allerdings hatte die gerade außerplanmäßig geschlafen, ja passiert wenn man weiß wie Kinder in dem Alter sind, wollte er mir natürlich nicht glauben und macht mir Vorwürfe ich wolle ihn mit allem ärgern. Muss noch vorweg sagen, dass es einen Sonntag gab, an dem ich ihm auch wieder angeboten habe, den ganzen Vormittag mit ihr zu verbringen, weil wir Nachmittags auf einen Geburtstag mussten. Er hat aber lieber ausgeschlafen und sich dann um 13 mal gemeldet.
Als ich ihn an die Situation erinnert habe kam nur „warum sollte ich früh aufstehen um meine Tochter zu sehen, sie steht ja auch nicht nachts für mich auf wenn ich Feierabend habe“ mehr muss ich ja wohl nicht sagen oder.

Heute wieder das gleiche, um 11 die Frage ob er seine Tochter sehen kann. Ich antworte ja, aber wo? Keine Antwort bis um 17 Uhr. Dann natürlich wieder ein sehr unschönes Telefonat und er nimmt sich wieder nichts an.

Jetzt will er den 1. Weihnachtstag mit ihr verbringen, klar, muss ja auch sein, auch wenn es mir davor graut, nicht wegen ihm, sondern weil er einfach keine Ahnung hat wie er mit ihr umgehen soll. Er will zu einem Freund, bzw, den Patenonkel unserer Tochter in die Wohnung, ok. Hab aber gesagt erst nach dem Mittagsschlaf, weil sie dort nichts zu essen morgen würde, weil die Herrschaften erst gegen Nachmittag essen und sie da ja gar keinen Rückzugspunkt hat. Sie kennt die Wohnung nicht und die Leute hat sie seit Wochen nicht gesehen, vielleicht mag ich da empfindlich sein, aber im Moment ist das nicht gut für sie, das ich sie natürlich abends zeitig wieder abhole versteht er auch überhaupt nicht,

Ich weiß echt nicht wie ich damit umgehen soll, am liebsten würde ich sie ihm gar nicht mit geben im Moment, nicht weil ich ihm was böses will oder meiner Tochter den Vater vorenthalten möchte. Aber es sollen klare Verhältnisse geschaffen werden. Er muss lernen wie er mit ihr umzugehen hat, klar, aber nicht andauernd hier oder da sondern in einer vernünftigen Wohnung, wo er auch Sachen für unsere Tochter hat.

Ich hoffe ihr versteht was ich meine und danke euch schon mal das ihr alles gelesen habt, ich weiß, es st ein wenig kompliziert, aber ich will einfach meine Tochter vor Unruhe beschützen


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.12.18 20:23 von uschel24.


  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
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  Hamamelis71*
schrieb am 24.12.2018 00:06
War Dein Ex Partner schon immer so? Auch , als Du ihn kennengelernt hast? Oder hat er sich in den letzten zwei Jahren extrem verändert? Wie war Euer Leben als Pasr ohne Kind? Seit wann stört Dich sein Verhalten? Vor zwei Jahren muss es doch anders gewesen sein, sonst hättest Du doch mit ihm kein Kind bekommen, oder?

Hattet ihr vom Leben mit Kind vielleicht andere Erwartungen ? Und jetzt macht jeder sein eigenes Ding?

Als ich mit meinem Sohn schwanger wurde, war mir klar, dass mein Mann abends nicht zeitig zu Hause sein wird und oft mehrere Tage in der Woche auf Dienstreise sein wird. Ich wusste also, was mich erwartet und wir haben uns entsprechend organisiert. Am Wochenende haben wir als Team gearbeitet. Natürlich hingen viele Sachen an mir, aber ich fand das nicht schlimm, weil ich es vorher wusste, worauf ich mich einlasse.

Termin beim Jugendamt ist gut, Du solltest über Eure Kontakte und die Besuche Protokoll führen.


  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 24.12.2018 10:09
Hallo Uschel,
ich bin da ein bisschen im Thema drin, seit eine Freundin vor einigen Monaten ihren Mann rausgeworfen hat und seither nur Stess mit ihm wegen des Umgangs mit den beiden Kindern.
Ich würde, da du seine Arbeitszeiten kennst, ihm länger vorher sagen, wann es in der Woche und wie bei euch passen würde. Warum besprecht ihr per Nachrichten morgens, ob und wann er sie nach dem Mittagsschläfchen holen soll? Das könnte man z. B. immer am WE für die kommende Woche besprechen. Dann musst du nicht warten, er lässt dich nicht hängen, etc. Außerdem wirst du vielleicht nicht in den nächsten 2 Monaten, aber irgendwann doch auch auf die freie Zeit angewiesen sein, um eigene Aktivitäten zu verfolgen, dich zu erholen, zu arbeiten, was auch immer.

Was die Gestaltung "seiner" Zeit mit eurer Tochter angeht, musst du vermutlich flexibler werden. Meine Freundin kotzt regelmäßig im Kreis, weil ihr bald Exmann alle bis dahin für die Familie wichtigen Regeln, Rituale, etc. über Bord geworfen hat. Das darf er aber. Ebenso darf er selbst und ohne grundsätzliche und ohne individuelle Rücksprache mit der Mutter den Aufenthalt mit den Kindern bestimmen (sogar ohne ihr Wissen in den Urlaub fahren). Ob er dann jedes Mal zu seinen Eltern fährt, zu einem Freund, ins Kino, zum Indoorspielplatz oder in seinem 1-Zimmer-Appartement vor dem TV sitzt ist allein seine Entscheidung.

Deine Wünsche für die Papa-Tochter-Zeit sind sehr löblich. Allerdings ist auch das seine Sache. So hart das ist, aber in Zukunft ist deine Aufgabe nicht, ihre Zeit qualitativ aufzuwerten. Ich würde da höchstens dafür sorgen, dass deine Tochter in der Zeit alles hat, was sie braucht (Windeln, Wechselkleidung, Spielzeug, Essen (solange sie nicht ganze WEs bei ihm ist).

Ich finde schwierig umzusetzen, was du von ihm erwartest. Er soll lernen, wie er mit eurer Tochter umgehen kann.Aber nicht bei dir in der Wohnung, nicht bei ihm, nicht bei dem Patenonkel. Wo denn? Ich verstehe deine Gefühle dahinter, denke aber, dass das auf großes Unverständnis stoßen wird.

Ich glaube, du könntest dir selbst und deiner Tochter ein großes Stück weiter helfen, wenn du manche Sachen einfach nüchterner Betrachten würdest. Statt "Er will zu einem Freund, bzw, den Patenonkel unserer Tochter in die Wohnung, ok. Hab aber gesagt erst nach dem Mittagsschlaf, weil sie dort nichts zu essen morgen würde, weil die Herrschaften erst gegen Nachmittag essen und sie da ja gar keinen Rückzugspunkt hat." ein wenig neutraler: "Ich vermute, dass meine Tochter früher Hunger bekommt, als dort das Essen fertig ist. Für diesen Fall packe ich ein Gläschen/ Selbstgekochtes ein." oder eben wie du es entschieden hast "Damit sie satt und zufrieden mitgenommen werden kann, isst und schläft sie zu Hause, bevor sie mit Papa den Nachmittag zu ihrem Patenonkel fährt."
Das wird auch deinem bald Exmann helfen, dieses Angebot deinerseits anzunehmen, statt es als Reingeden oder Bevormundung zu empfinden, weil es bei diesen Botschaften klar um die Bedürfnisse der Tochter geht, nicht um die Abwertung anderer Leute und ihrer Gewohnheiten.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit, damit ihr für eure Tochter gute Umgangsregeln findet.
Juna


  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
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  pmami
schrieb am 27.12.2018 00:15
Liebe Uschel,

Du schreibst selbst, dass Ihr bislang keine klare Absprache habt, was den Umgang angeht. Folge ist, dass Du vier Sonntage mit Deiner Tochter zu Hause gewartet hast, ob der Ex-Göttergatte sich bequemt Umgang zu haben. Das ist aber nicht die Schuld des Ex-Göttergatten sondern das liegt an der fehlenden klaren Absprache. Am fünften Sonntag ist Dir dann der Kragen geplatzt und Du hast gesagt, es passt Dir heute nicht. Das wäre ja okay gewesen, wenn Du wirklich einen wichtigeren anderen Termin gehabt hättest, aber so, wie Du es schreibst, liest es sich wie eine Retourkutsche.

Die Idee, dass der Vater in seiner Mittagspause Umgang hat, halte ich ehrlich gesagt - für Quatsch. Er muss von der Arbeit erst wohin auch immer kommen, seine Mittagspause ist auch dazu da, um zu essen und last not least ist sie auch da, damit er sich ausruht.

Wenn er dann wirklich nur den Sonntag frei hat, dann ist das halt so. Dann müsst Ihr klären, ob und wann er sie Sonntags nimmt, ob es jeden Sonntag der fall sein soll oder ob Du sie auch mal am Sonntag haben willst und ob sie nur einen halben tag oder einen ganzen Tag dort sein soll.

Natürlich darf er mit Eurer Tochter nicht in Deiner Wohnung Umgang durchführen, es sei denn, Du erlaubst ihm das. Falls Du es ihm nicht erlaubst - tja. dann ist es seine Aufgabe, sich um eine andere Lösung zu bemühen. Nicht Deine. Andererseits ist es sein Recht, sein Kind mit zu sich nach Hause zu nehmen. Auch wenn es heutzutage verpönt ist, so ist es durchaus nicht illegal oder kriminell, sich mit einem Kind in einer Wohnung aufzuhalten, in der geraucht oder getrunken wird. Ich kann Dich da gut verstehen. Ich würde das auch nicht wollen für mein Kind. Aber verbieten kannst Du es nicht.

Wieso hast Du den letzten Umgang beendet, weil er Dir Vorwürfe gemacht hat? Das ist doch kein Grund, den Umgang zu beenden. Das ist für Dich ein Grund zu gehen. Nicht mehr, nicht weniger.

Der Vater kennt das Kind nicht? Das ist seine Schuld und sein Problem. Nicht Deines. Also musst Du das Problem auch nicht lösen. Er weiß nicht, wann sie ißt, schläft und in die Windeln macht? Glaub mir, das wird er schnell lernen. Es ist ja kein Hexenwerk. Und Du sagst ja selbst, er muss lernen, wie er mit ihr umzugehen hat. Learning by doing hilft da am besten.

Er legt keinen Wert auf geregelte Tagesabläufe? Ja, das gibt es. Seine Umgangszeit, seine Entscheidung. Du möchtest am liebsten eine vernünftige Wohnung, in der er Sachen für sie hat? Ja, verstehe ich. Ist aber auch seine Entscheidung.

Was Ihr braucht, sind sofort klare Absprachen. Überlege Dir gut, welche Termine Du ihm anbieten kannst und willst. Dann schick ihm eine Nachricht mit Vorschlägen. Nach Möglichkeit sollten es Vorschläge sein, die ihm noch eine gewisse Auswahlmöglichkeit lassen, denn sonst fühlt er sich bevormundet. Dann soll er Dir die von ihm gewählten Termine bestätigen. Punkt. Termine, die er nicht bestätigt hat, finden nicht statt.

Viele Grüße pmami


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  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
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  uschel24
Status:
schrieb am 27.12.2018 16:43
Ich danke euch schon mal für die Antworten.

@pmami, ich habe nicht alles detailliert erzählt, aber er schrieb immer nur vorher er will sie Sonntag sehen, bzw. Sogar auch in seinen Üausen. auf die Frage wann er kommen möchte oder auf Anrufe hat er nicht reagiert, sodass mir nichts anderes übrig blieb als zu warten. Das letzte mal sollte keine Retourkutsche sein, sondern wollte ich e8nfach nicht das meine Tochter abends um 17 Uhr noch wieder so durcheinander gebracht wird, weil wie gesagt um drei die Nachricht kam, er wäre um 17 Uhr da. Genauso wie das mit dem Umgang beenden, wenn wir in dem Moment zusammen sind weil es keine andere Möglichkeit gibt und er mich wieder vor unserer Tochter anmeckert, dann beende ich das, sie hat schon viel zu viel mitbekommen, das muss nicht sein, das hat nichts mit Rache oder ähnliches zu tun.
Letzendlich habe ich jetzt die ganze Zeit versucht ihm irgendwie was recht zu machen, da ist es ja wohl ganz normal das da mal was von ihm kommen muss. Und ich denke nicht das eine Wohnung in der die vollen Aschenbecher rumstehen und es dreckig ist bis zum geht nicht mehr ein Kind gut aufgehoben ist.

@Hamamelis, das Thema hier ist ja nicht wieso und weshalb ich mich getrennt habe, nur so viel dazu, wenn dir immer einer was verspricht, fang laugst du das, aber leider habe ich sein wahres Gesicht erst nach der Geburt unserer Tochter gesehen.

@Juna, danke dir, er soll sich einfach ne vernünftige Wohnung nehmen, damit unsere Maus einfach nicht ständig irgendwo anders die gemeinsame Zeit verbringen muss.

Auch wenn es vielleicht in manchen Dingen anders rüberkommt, ich will nur das es meiner Tochter gut geht und es fehlt da einfach mega das Vertrauen. Für ihn ist es halt immer alles selbstverständlich, das ich sie abhole, Tasche fertig gepackt... Ansicht alles kein Problem, aber man kann ja vorher mal nett Anfragen...


  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
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  pmami
schrieb am 27.12.2018 22:37
Zitat

sodass mir nichts anderes übrig blieb als zu warten.

Die Alternative wäre eine klare Absprache und falls die sich nicht treffen lässt, eine klare Ansage. Jeden Sonntag von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr, bedeutet, dass der Umgang jeden Sonntag zwischen 10:00 Uhr und 14:00 Uhr stattfindet. Dann brauchst Du nicht stundenlang auf irgendwelche Anrufe oder sms zu warten und Du musst auch nicht mehr springen, wenn das Telefon dann doch mal klingelt.

Zitat

Und ich denke nicht das eine Wohnung in der die vollen Aschenbecher rumstehen und es dreckig ist bis zum geht nicht mehr ein Kind gut aufgehoben ist.

Natürlich ist deine Tochter dort nicht gut aufgehoben. Da sind wir uns einig. das wird aber nicht reichen, um ihm den Umgang mit seiner Tochter in seiner eigenen Wohnung zu untersagen. Denn dafür brauchst Du mehr als nur ein "nicht gut aufgehoben". Dazu brauchst Du eine Kindeswohlgefährdung. Rauchen in Anwesenheit eines Kindes ist in Deutschland (noch) nicht verboten.

Zitat

und er mich wieder vor unserer Tochter anmeckert, dann beende ich das, sie hat schon viel zu viel mitbekommen, das muss nicht sein, das hat nichts mit Rache oder ähnliches zu tun.

Nochmal, weil ich es wirklich nicht verstehe: was hat denn die Tatsache, dass Du nicht willst, dass Ihr Euch vor Eurer Tochter streitet, mit seinem Umgang zu tun? Wenn Du weggehst, kann er Dich nicht vor Deiner Tochter anmeckern, oder sehe ich das falsch? Wieso musst Du den Umgang deshalb beenden? Wieso reicht es nicht, wenn Du weggehst?

Zitat

, er soll sich einfach ne vernünftige Wohnung nehmen, damit unsere Maus einfach nicht ständig irgendwo anders die gemeinsame Zeit verbringen muss.

Nun ist er ja gerade erst umgezogen und vermutlich gab es Gründe, warum er nicht in eine vernünftige Wohnung gezogen ist sondern in eine Männer-WG. Vernünftige Wohnungen sind knapp und teuer. Wie es finanziell bei ihm gerade aussieht weiß ich nicht, aber wenn Geld in Hülle und Fülle da wäre, hätte er sich vermutlich anders eingerichtet. Anders herum gefragt - im Augenblick hat er ja keine vernünftige Wohnung. Was ist also Deine Lösung, für den Umgang in dem Zeitraum, bis er (wieder) eine vernünftige Wohnung hat? Bei Dir geht es nicht, bei ihm geht es nicht, draußen ist es bei dem Wetter auch schlecht und bei seinen Freunden geht es auch nicht. Wie soll der Umgang also stattfinden? Was denkst Du ?

Viele Grüße pmami


  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
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  Hamamelis71*
schrieb am 28.12.2018 12:45
Zitat
uschel24
I
@Hamamelis, das Thema hier ist ja nicht wieso und weshalb ich mich getrennt habe, nur so viel dazu, wenn dir immer einer was verspricht, fang laugst du das, aber leider habe ich sein wahres Gesicht erst nach der Geburt unserer Tochter gesehen.
.

Die Trennung ist für mich nicht das Thema, ich versuche nur zu verstehen, ob es einen Grund für sein Verhalten gibt. Eure Tochter ist ja noch sehr klein, so dass ich mich gewundert habe, ob er schon vor einiger Zeit so war. Immerhin habt ihr ja erst vor kurzem gemeinsam eine Familie gegründet, das macht man ja nicht mit einem Mann, der unzuverlässig usw. ist. Mir kommt es komisch vor, dass er sich innerhalb so kurzer Zeit so verändert.

Manchmal stecken auch Krankheiten wie z. B. Depressionen hinter spezielle Verhaltensweisen.

Es tut mir leid, das Du soviel alleine auffangen musst!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.12.18 12:47 von Hamamelis71*.


  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 28.12.2018 20:55
ich finde Hamamelis' Gedanken und Fragen auch durchaus nachvollziehbar. ich hab mich nämlich auch gefragt, wie das vor dem Kind war, ob er da auch so viel Zeit gearbeitet hat und den Rest der Zeit für sich gebraucht hat (was bei einer 6-Tage-Woche auch nachvollziehbar ist). wenn das der Fall war ändert sich das nicht unbedingt durch ein Kind und vor allem dann auch nicht nach einer Trennung. das sind einfach jahrelang eingespielte Muster. hinzu kommt auch, welche Gründe es gibt so viel zu arbeiten. und auch da wird der Grund einfach nicht weggefallen sein und damit eben auch die Setzung der Prioritäten.

jetzt kann man natürlich sagen, dass das nur Gründe für die Trennung waren. aber auch das ändert sich halt nicht in vier Wochen - wenn es sich davor schon nicht in 14 Monaten geändert hat. aber genau das verlangst du jetzt von ihm. du erwartest, dass er nun die Verantwortung für dein Kind in seiner Betreuungszeit übernimmt hast aber so viele Forderungen, dass es auch nichts wird. zudem übernimmst du auch weiterhin die Verantwortung für alles, so dass er noch immer keine Übernehmen muss. wie man das klären kann, mit Absprachen und Ansprachen, wurde ja schon genug gesagt. aber trotzdem empfinde ich es so, ich weiß, dass du das jetzt nicht gerne hören wirst, dass du durch diese Forderungen so da stehst, als ob dich das Kindeswohl als einzige interessiert, die sich Gedanken macht. aber gleichzeitig machst du ihm den Umgang damit unmöglich. und deswegen die Frage: willst du wirklich, dass er Umgang mit dem Kind hat oder wäre es dir doch lieber, dass es lieber nicht stattfindet. er klingt jetzt schon eher wie ein Schnarchzapfen, aber hat er gar kein Interesse an dem Kind oder einfach auch nie so die richtige Möglichkeit (zum Beispiel da keine Notwendigkeit) sich um das Kind zu kümmern. bei sowas spielen einfach immer zwei mit. und ich persönlich finde, es ist immer interessant, zu wissen, was man selbst zu Situationen beigetragen hat, denn eigentlich kann man nur seine Position, seine Einstellungen ändern, denn den anderen kann man nicht ändern, wenn er es nicht will.


  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
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  uschel24
Status:
schrieb am 29.12.2018 20:39
Danke für eure Anregungen, aber ich hatte eigentlich auch auf ein bisschen Mitgefühl und Ratschläge gehofft, leider hört sich das alles so negativ an.

Ich weiß ich muss mich hier nicht rechtfertigen, aber manchmal kommt eine Situation in der man erst merkt, es ist wirklich vorbei. Abgesehen davon hat mein noch Mann mir immer versprochen weniger zu arbeiten wenn wir ein Kind haben und das könnte er auch locker, wäre finanziell null Problem gewesen. Ich bin froh und glücklich meine Muas zu haben, aber erst drangäbe ich gesehen, dass seine Familie für ihn nicht an erster Stelle steht. Ich hatte für alles immer Verständnis, auch das er Zeit für sich braucht, klar, aber wenn wir zwei dann komplett auf der Strecke bleiben ist das kein Leben.
Sein Interesse besteht eigentlich nur aus ein bisschen spielen, am besten wenn noch andere Leute da sind aber bloß keine Arbeit. Er weiß halt auch aus der Vergangenheit null, wie anstrengend ein Kind sein kann und wie viel Arbeit das auch bedeutet. Wenn es früher kompliziert wurde hat er mir die Maus in die Hand gedrückt und war weg.

Falls es euch interessiert, er war jetzt mit der Maus bei ihrem Patenonkel was auch vollkommen in Ordnung war, da sind auch andere Kinder. Klar, wie angekündigt haben alle zusammen dort gegen Nachmittag gegessen, also hatte sie abends kein Hunger und ist dafür nachts wach geworden. Das ist natürlich ist, sie war wach und bis sie wieder geschlafen hat, hat es ewig gedauert und am nächsten Tag war sie total müde. Mir macht es nichts Nachts, bzw. Spät Abends aufzustehen, aber für sie ist es nicht so dolle. Habe ihn freundlich drauf aufmerksam gemacht, interessiert ihn nicht. Gut, das sie am nächsten Tag total anhänglich war ist wahrscheinlich normal und auch ok. Ich möchte doch einfach nur das er sich ein bisschen an seine Tochter anpasst. Er meint immer die ganze Welt dreht sich um ihn und alle müssen sich nach ihm richten und das funktioniert mit einem Kind nicht so einfach, das solltet ihr alle wissen.

Und zu dem Thema warum ich nicht einfach weggegangen bin, es gibt Momente und Situationen wo man nicht einfach weggehen kann, sonst hätte ich das bestimmt auch getan.

So, nun gut, wie gesagt, bald bekomme ich ja Infos was ich darf und was nicht. Für mich ist diese Situation auch totaler Mist und ich hätte nie gedacht das ich mal dadrin stecke, meine Lebensplanung war mit Sicherheit eine andere und es tut mir vieles von Herzen weh, aber wenn nur einer für eine Beziehung kämpft, dann funktioniert das nun mal nicht. Ich möchte doch einfach nur nichts falsch machen, deshalb dachte ich ihr könnt mir das helfen.

Wünsch euch allen einen guten Rutsch und viel Glück für das neue Jahr!!


  Re: Trennung, Umgang mit Tochter
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  Hamamelis71*
schrieb am 29.12.2018 20:49
Uschel,

vielleicht hört es sich für Dich so negativ an, weil die Situation für Dich im Moment so schwierig ist. Geschriebenes Wort hört sich immer anders als gesprochenes Wort an.

Es ist gut, dass Du bald weitere Infos bekommst! Deine Maus ist ja noch so klein und kann viele Sachen nicht verstehen.

Du machst ja nichts falsch, Du holst Dir professionelle Hilfe, das ist wichtig und richtig.

Es ist schade, wenn man sich als Paar trennt, aber gemeinsam Eltern sein dann schwierig ist - eben weil Dein Ex seinen Egoismus weiterlebt.

Eine Freundin ist schon seit der Geburt (vor 12 Jahren) allein erziehend. Anfangs gab es auch etliche Schwierigkeiten und Probleme, mittlerweile haben sie ihren Weg gefunden. Ich wünsche Dir, dass dies auch für Euch möglich wird! Aber der Weg wird steinig sein, weil Dein Ex ja nicht plötzlich ein anderer Mensch wird. Ich hatte gehofft, dass er sich erst kürzlich so zu seinem Nachteil verändert hat, so dass Hoffnung auf Besserung bestehen könnte. Aber so wie Du es schreibst, war er doch schon immer sehr egoistisch und konnte es gut überspielen - bis das Kind da war. Es ist sehr schade, dass er Dir sein wahres Gesicht nicht früher gezeigt hat! Aber manche Menschen sind leider so.

Alles Gute für Dich und Deine Tochter!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.12.18 20:54 von Hamamelis71*.




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