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  Fondsparplan Kontoauszüge etc. Thema evtl. Trennung
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  Poldi91
schrieb am 14.10.2018 12:34
Ich brauche mal ein paar Infos, und würde mich freuen, wenn mir jemand etwas dazu sagen kann.

Mein Mann hat für beide Kinder einen Fondsparplan (sagt man das so?!). Mir sind die Tage die Auszüge dieser Sparpläne in die Finger gekommen. Dort sind verschiedene Summen für verschiedene Fonds drauf, am Ende steht bei beiden Kindern jeweils eine Summe von 3.400 €. Was genau sagt mir diese Summe von 3.400 € (nennt sich Gesamtdepotwert)? Ist das die Summe, die man jetzt bekommen würde, wenn man den Sparplan kündigt? Oder wie Stelle ich mir das vor? Ich kenne mich damit leider überhaupt nicht aus...mein Mann hat das alles gemacht.

Weil was mir sehr schwer im Magen liegt: mein Mann hat auch so einen Fondsparplan. Und als ich diesen Auszug gesehen habe, bin ich fast hinten über gekippt. Dort stehen weit über 200.000 € drin... Und ich weiß davon nichts... Zudem hat er wohl im Juli eine Bonuszahlung in Höhe von über 12.000 € erhalten. Davon weiß ich ebenfalls nichts...habe ich in seiner Abrechnung gesehen. Zudem hat er weiteres Geld auf einem Spar-Konto liegen, knapp 50.000 €...Auf seinem Konto liegen ebenfalls knapp 10.000 €. Ich habe ein eigenes Konto... Er überweist mir mtl. 1000 € darauf...mein Gehalt liegt bei mtl. 700 €. Ich habe keinen Sparvertrag etc... Kümmere mich hauptsächlich um die Kinder.

Mir schwirren tausend Gedanken im Kopf herum und ich bin sehr verletzt...


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.18 09:35 von Poldi91.


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  isolde35
Status:
schrieb am 14.10.2018 12:55
Am besten du fragst ihn, würde ich sagen. Dass er eine Bonuszahlung von 12.000 Euro gar nicht erwähnt, finde ich schon ungewöhnlich. Aber er scheint es auch nicht direkt verheimlichen zu wollen, sonst hättest du ja nicht einfach so Zugriff auf die Unterlagen. Was verletzt dich denn? Dass er dir nicht gesagt hat, dass er so viel Geld spart oder dass er dir nicht mehr Geld überweist? Oder was anderes?

Isolde


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  Poldi91
schrieb am 14.10.2018 13:01
Mich stören mehrere Dinge:

Es gibt immer riesen Diskussion, wenn etwas angeschafft werden soll/muss oder ich etwas möchte, wenn eine Tierarztrechnung bezahlt werden muss etc.

Ich habe keinerlei finanzielle Rücklagen, habe keine Möglichkeit zu sparen.

Und mich stört es einfach, dass ich nicht in unsere Familiären Finanzen eingeweiht bin, zumal ja alles anscheinend auf seinen Namen läuft...

Das Geld, welches ich auf mein Konto bekomme, ist ja nicht für mich, sondern es ist sozusagen das Haushaltskonto, mit dem ich alles für die Familie hier an mtl. Kosten zahle.


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  kloser
schrieb am 14.10.2018 14:17
Ich würde das Gespräch aussuchen und anfragen.
Es ist schon sehr merkwürdig, dass du von diesen Summen nix wusstest. Auch finde ich bemerkenswert, dass für die Kinder so ein "kleinen" Betrag angespart wurde und er in seinen Konto so ein größeren hat.
Das würde ich ansprechen.
Habt ihr eine Gütertrennung? Das Geld gehört dir sonst ja auch, oder?
Ich kann leider nicht helfen aber drücke dich smile


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  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  jennialexa
schrieb am 14.10.2018 14:25
Also ich würde mir Fotos/ Kopien der Unterlagen machen....Nur für den Fall der Fälle.... Ohne jetzt was schlechtes heraufbeschwören zu wollen schweigen


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  sturmfängerin
schrieb am 14.10.2018 14:27
Hallo poldi,
ich kenne das ein wenig, speziell das Thema Offenheit in Bezug auf Finanzen.
Mein Mann spricht auch nicht offen darüber was er hat, wie viel er irgendwo spart, was er genau verdient usw.
Aber was bei uns immer klar geregelt war (bzw. das hat mein Papa noch für mich eingerichtet) war, dass ich einen eigenen Fond-Sparplan für meine Rente habe. Und dass mein Mann da in gewisser Weise mit einzahlt, da ich mich auch hauptsächlich um die Kinder kümmere und meine gesetzliche Rente mal recht niedrig ausfallen wird.
Das wäre mal meine erste Frage an ihn warum er so viel für sich anspart und warum für dich nicht ein ähnlicher Sparplan angelegt wurde.
Denn im Falle einer Trennung würde es für dich sicher schlecht aussehen wenn alles auf ihn läuft!
Dann habe ich mich (obwohl mich das Thema null interessiert und ich keinen Plan habe) mich trotzdem vor kurzem erst in die Finanz Themen eingearbeitet. Wir haben auch ein Darlehen aufs Haus das wir abbezahlen und ich wollte einfach auch den Durchblick haben was läuft.
Mir erscheint es so dass dein Mann konsequent für sich (für Euch?!) anspart, trotzdem aber alles auf ihn läuft und du dazu noch knapp bei Kasse gehalten wirst! Fair wäre, wenn er zum Ausgleich dafür dass du dich um die Kinder kümmerst monatlich einen Betrag auf ein Sparkonto /Depot/Sparplan einzahlt das NUR auf dich läuft.
In deiner Situation wäre ich auch echt verärgert...
Lg Sturmfängerin


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  pmami
schrieb am 14.10.2018 14:54
Hallo Poldi,

es ist ja schon einmal (oder öfter?) hier Thema gewesen, wie die Finanzen bei Euch laufen. Abgesehen von dem Geld was Du genannt hast (summa summarum fast 300.000 Euro?) gehört Deinem Mann ja auch das gemeinsam bewohnte Haus alleine. Für die Frage, ob Du im Falle einer Trennung rechtlich Anspruch auf einen Teil des Geldvermögens hast, wäre wohl entscheidend, ob Dein Mann schon vor der Hochzeit reich war oder es erst nachträglich wurde.

Im Augenblick geht es aber ja nicht um Trennung sondern um Euer Zusammenleben. Und da hat dein Mann ganz offensichtlich zwei Standpunkte. Erstens: Was mir gehört, gehört mir. Zweitens: Geld muss man sparen, nicht ausgeben. Zum ersten Punkt muss man sagen, dass er juristisch gesehen recht hat. Zum zweiten Punkt muss man sagen, dass er mit seinem Geld machen kann, was er will.

Deshalb finde ich es auch nicht verwunderlich, dass Du von dem Sparvermögen nichts gewusst hast. Aus seiner Sicht muss er Dir dazu nichts sagen, weil es ja "SEIN" Geld ist, nicht "EUER" Geld.

Dir ist bereits im letzten thread dringend geraten worden, dass Du Dich finanziell absichern lässt. Dazu gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Ihr könntet einen Ehevertrag mit Gütergemeinschaft schließen. Dein Mann könnte für Dich und auf deinen Namen einen Fond einrichten, auf den er einen Teil des jetzigen Barvermögens überweist. Ihr könntet ein gemeinsames Girokonto eröffnen, auf das Euer beider Einkommen drauf geht und von dem dann alle Ausgaben bezahlt werden. Ohne große Diskussionen darüber, ob der Tierarzt teuer ist oder nicht. Dein Mann könnte für Dich eine unwiderrufliche und unkündbare private Rentenversicherung abschließen. Dein Mann könnte Dir die Hälfte des Hauses überschreiben. Oder den Kindern. Oder Dir ein lebenslanges kostenloses Wohnrecht einräumen.

Und so weiter und so fort.

Oder Du lässt alles weiter laufen, wie bisher. Solange Ihr verheiratet bleibt, droht Dir kein finanzieller Ungemach. Du musst Dir eben einfach nur darüber bewusst sein, dass sich im Falle einer Trennung vieles für Dich ändern wird.

Nur über die Tatsache, dass er Dir nichts gesagt hat von dem Sparguthaben und der Bonuszahlung, würde ich mich an deiner Stelle nicht wirklich aufregen. Denn, wenn er es Dir gesagt hätte, hätte sich für Dich ja nichts geändert. Er hätte Dir ja nur gesagt, ICH habe Geld, nicht WIR haben Geld. Du hättest dann auch nicht mehr Geld ausgeben können, als Du es jetzt kannst.

Viele Grüße pmami


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.18 14:59 von pmami.


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  Poldi91
schrieb am 14.10.2018 15:20
Danke für eure Antworten...

Und ja, es war schön häufige Thema...

Es kriselt hier in den letzten Wochen...aus diesem Grund habe ich "Akteneinsicht" genommen, habe mir wichtige Unterlagen kopiert, eine Kopie unseres gesamten PCs auf eine externe Festplatte gemacht. Dabei bin ich über die Sparverträge "gestolpert".

Pnami, ich weiß, du hast vollkommen recht. Und ich weiß, dass du mir schon mal dazu geraten hast...aber ich weiß einfach nicht, wie ich dieses Thema ansprechen soll, zumal es ja eh kriselt. Warum also sollte er mir Anteile von Haus oder Vermögen überschreiben? Wenn ich das jetzt einfordere und ich mich dann z.B. in zwei Jahren trennen würde, käme ich mir ungemein hinterlistig vor... Eine zusätzliche Rentenversicherung habe ich.

Er hatte schon bevor wir uns kennengelernt hat, Geld angespart. Aber nicht in diesem Umfang. Der Fondssparplan z.B. hat sich wenn ich das richtig lese in unser gemeinsamen Zeit ca. verdoppelt.
Während unser Ehe hat er den kompletten Hof samt Grund von seinen Eltern überschrieben bekommen. Seine Eltern haben hier lebenslanges Wohnrecht eingetragen bekommen. Ich muss Mal nachlesen, aber ich bin mir sicher, dass ich das nicht habe. Auch bin ich nicht mit eingetragen.

Und es geht mir hier gar nicht ums mehr Geld ausgeben. Es geht mir um den Fall "Trennung"...

Und mein und sein Geld ist ja auch so eine Sache. Da er Vollzeit arbeiten geht, ist sein Geld halt deutlich mehr als mein Geld. Ich bin nur Teilzeit arbeiten. Und sein Geld behandelt er aber auch als sein Geld (bis aus die 1000 €, die er mtl. an mich überweist). Ein gemeinsames Konto käme für ihn niemals in Frage.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.18 15:24 von Poldi91.


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  isolde35
Status:
schrieb am 14.10.2018 17:19
Dass dich die Situation stört, kann ich verstehen, das würde mir auch so gehen. Dein Mann scheint ja sehr gut zu verdienen, da wäre es schon schön, wenn er dich und die Kinder mehr daran teilhaben lassen würde und nicht so knausrig wäre. Die Frage, warum er dir das Haus zur Hälfte überschreiben oder dich anderweitig absichern sollte, lässt sich meiner Meinung nach damit beantworten, dass sich das so gehört und selbstverständlich sein sollte. Du bist seine Frau, du ziehst eure Kinder groß und steckst dafür beruflich zurück. Ich würde da an seinen Anstand appellieren, wenn er das nicht von selbst sieht. Ihr seid eine Familie und solltet das, was ihr habt, unter euch teilen, damit es allen gut geht. Das heißt ja nicht, dass man nicht trotzdem sparen kann, wenn man so viel verdient wie dein Mann, bleibt ja auch dann noch viel übrig, wenn er großzügiger dir gegenüber ist. Ich würde ihn bitten, das zu überdenken.

Wenn ihr aber bereits gedanklich auf dem Weg in Richtung Trennung seid, würde ich mich an deiner Stelle anwaltlich beraten lassen, wie du am besten vorgehst.

Isolde


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.18 17:21 von isolde35.


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge Beziehung zu retten?
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  Poldi91
schrieb am 14.10.2018 18:22
Zum Thema Trennung:

Wir haben da noch nie drüber gesprochen. Ich habe wohl schon Mal gefragt, ob er sich eine Ehe SO vorgestellt hat und ihm auch schon mitgeteilt, dass ich mir das etwas anders vorstelle. Wir leben nur nebeneinander her und schweigen uns an, gehen uns aus dem Weg. Es gibt keine Nähe, keine Gefühle, keine Zärtlichkeiten. Wir streiten sehr selten, genervt bin ich sehr häufig von ihm. Wir sind extrem unterschiedlich, sowohl in der Denkweise, als auch in unser Lebensweise.

Und wenn ich die Gesamtsituation so überdenke, dann komme ich immer zu dem Entschluss: es geht's mir und den Kindern finanziell gut, wir haben ein tolles zu Hause, ich kann mein Hobby mit den Tieren hier ausleben. Das alles würde ich meinen Kindern nehmen, wenn ich mich trennen würde. Und dann denke ich halt: so schlimm ist es nicht, er ist ja ganz nett und es plätschert weiter vor sich hin. Ich will den Kindern das nicht antun.

Letztes Wochenende hatten wir einen heftigen Streit und seit dem hege ich erstmal wirklich den Gedanken: was ist mit Trennung? Daher habe ich erst Mal Unterlagen gesichert, um mir einen Überblick zu verschaffen. Mir geht es so schlecht dabei, ihn mit diesen Gedanken zu hintergehen...ich kann ihm kaum in die Augen sehen. Ich glaube, er würde aus allen Wolken fallen, wenn ich das Thema Trennung in den Raum werfen würde. Und das tut mir so leid...das will ich ihm eigentlich nicht antun...

Dann so viele Fragen: wo würden wir wohnen, wie würden wir wohnen, wie sieht es finanziell aus...und und und...

Es ist schwer alles in Worte zu fassen...mein Verstand sagt mir, bleibe bei ihm, es geht euch allen besser damit. Mein Herz schreit: geh.

Zitat
isolde35
Dass dich die Situation stört, kann ich verstehen, das würde mir auch so gehen. Dein Mann scheint ja sehr gut zu verdienen, da wäre es schon schön, wenn er dich und die Kinder mehr daran teilhaben lassen würde und nicht so knausrig wäre. Die Frage, warum er dir das Haus zur Hälfte überschreiben oder dich anderweitig absichern sollte, lässt sich meiner Meinung nach damit beantworten, dass sich das so gehört und selbstverständlich sein sollte. Du bist seine Frau, du ziehst eure Kinder groß und steckst dafür beruflich zurück. Ich würde da an seinen Anstand appellieren, wenn er das nicht von selbst sieht. Ihr seid eine Familie und solltet das, was ihr habt, unter euch teilen, damit es allen gut geht. Das heißt ja nicht, dass man nicht trotzdem sparen kann, wenn man so viel verdient wie dein Mann, bleibt ja auch dann noch viel übrig, wenn er großzügiger dir gegenüber ist. Ich würde ihn bitten, das zu überdenken.

Wenn ihr aber bereits gedanklich auf dem Weg in Richtung Trennung seid, würde ich mich an deiner Stelle anwaltlich beraten lassen, wie du am besten vorgehst.

Isolde



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.18 18:34 von Poldi91.


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  Kluntjemedroom
schrieb am 14.10.2018 18:43
Eine Ehe ist eine Zugewinngemeinschaft. Da brauchst Du Dich nicht schlecht fühlen, falls es zur Trennung kommt. Er konnte so wirtschaften, weil es Dich gibt. Ich würde mit den kopierten Unterlagen zum Anwalt gehen. Wir leben doch nicht in den 1950er Jahren. Wobei man da ja im Scheidungsgall noch abgesichert war.


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  pmami
schrieb am 14.10.2018 19:16
Zugewinngemeinschaft bedeutet nichts anderes, dass das Vermögen, das während der Ehe erwirtschaftet wurde im Falle der Scheidung geteilt wird. Das, was Poldimann schon vor der Ehe auf dem Sparbuch hatte, wird also nicht geteilt. Ebenso wenig das Haus, weil es nicht erwirtschaftet wurde sondern geschenkt wurde oder im Hinblick auf das künftige Erbe erworben wurde. Ausgeglichen wird also nur das, was Poldimann während der Ehe gespart hat. Ganz vereinfacht gesagt. Dann gibt es Trennungsunterhalt während des Trennungsjahres, Kindesunterhalt, den Versorgungsausgleich und ggfls. nach der Scheidung noch aufstockenden Ehegattenunterhalt. Das geht dann aber in die Tiefen des Familienrechts und hängt von so vielen komplizierten Details ab, dass man dazu hier nichts sagen kann. Außer möglicherweise Impala, die hierfür Spezialistin ist.

Grundsätzlich wirst Du Dich für den Fall einer Scheidung darauf einstellen müssen, dass Du eine Mietwohnung brauchst und dass Du neben Deinem Einkommen -ggfls. kannst Du ja noch Stunden aufstocken - auch Kindesunterhalt, Kindergeld und ggfls. aufstockenden Ehegattenunterhalt für eine Übergangszeit bekommst. Plus den Zugewinnausgleich.

Wenn Dein Mann schon in den glücklichen Zeiten nicht bereit war, Dich finanziell abzusichern, wird er jetzt im Fall der Krise noch viel weniger dazu bereit sein.

Wenn du Dich entschließen solltest, Deine Ehe fortzuführen, solltest du also dringend überlegen, wie Du unabhängiger werden kannst.

Umschulung? Jobwechsel? Stunden aufstocken? Andernfalls stehst Du in zehn Jahren noch in derselben finanziellen Abhängigkeit, hast aber zehn Jahre verschwendet, in denen Du an einer Jobperspektive und Deiner zukünftigen Rente hättest arbeiten können.

Als ganz persönlicher Rat noch folgendes: Als mir bewusst wurde, dass der Vater meines Großen und ich nur noch nebeneinander her leben und uns nichts mehr zu sagen haben, habe ich auch gedacht "Macht nichts, für das Kind ist es am Besten, wenn alles bleibt, wie es ist und für mich wird es als alleinerziehende Mutter ja auch schwieriger, sowohl finanziell als auch organisatorisch." Ich habe mich also auch gegen eine Trennung entschieden. Bis mir klar wurde, dass ich ja noch nicht tot bin und zu meinem eigenen privaten Lebensglück mehr gehört als der Kontostand und dass das Kind nicht unter einer Trennung leiden muss.

Natürlich ist es auch möglich, dass Ihr gemeinsam an Eurer Beziehung arbeitet. Mit professioneller Hilfe. Wäre er dazu bereit?

Viele Grüße pmami


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  isolde35
Status:
schrieb am 14.10.2018 19:23
Wenn du dich schlecht fühlst, dann würde ich offen mit ihm reden und ihm sagen, dass du über die Trennung nachdenkst. Vielleicht ändert sich dann nochmal was. Ich finde nicht, dass du ein schlechtes Gewissen haben musst, wenn du dich über die finanzielle Situation deines Haushalts informierst.

Isolde


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
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  la miga
schrieb am 14.10.2018 19:37
Zitat
Poldi
Ich glaube, er würde aus allen Wolken fallen, wenn ich das Thema Trennung in den Raum werfen würde. Und das tut mir so leid...das will ich ihm eigentlich nicht antun...

Ich frag mal vorsichtig: Kannst du dir da absolut sicher sein? Ich habe (Gottseidank) keine persönlichen Erfahrungen damit, kenne aber 1 Frau, die so dachte wie du, also so, läuft nicht mehr so gut, hm, was tun, aber ER wird keinen Gedanken an Trennung verschwenden, der wird das nicht wollen, daran denkt der nicht.... Die sah sich also auch so in der Position, dass sie die einzige ist, die über eine Trennung nachdenkt, während der Mann vermeintlich das nicht mal in Erwägung ziehen würde. War dann leider falsch gedacht, der Mann hat ihr dann eines Abends gesagt, dass er die Scheidung will, und dass das für ihn auch durch in dem Sinne ist, dass er es gut überlegt hat, Haus verkaufen möchte usw. Der war gedanklich einfach damit durch.

Ich möchte damit nur sagen, dass du dir auch für dich vielleicht nicht zu sicher sein solltest, dass dein Mann sich nicht evtl auch schon mit dem Gedanken an eine Trennung beschäftigt hat. Du triffst ja schon gewisse Vorkehrungen , sichtest Unterlagen usw. Du weißt ja nicht, ob er das nicht auch in irgendeiner Art und weise tut, also vielleicht mal beim Fachanwalt war usw.

Ich hab keine Ahnung, wie das jur. alles geregelt ist, aber irgendwelche Rechte an dem Haus dürfest du ja wohl kaum haben, bei Ersparnissen wäre ja die Frage, inwieweit du nachweisen kannst, was vorher schon da war und was eben nicht, oder? Rentenpunkte werden doch irgendwie angerechnet?

Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich an deiner Stelle bei der Situation (wie wahrscheinlich ist da ein Happy End, selbst wenn eine Trennung nicht jetzt, sondern in 5 Jahren kommt...?) jetzt auch mal selbst die Dinge in die Hand nehmen würde. Bitte fass meine Frage nicht als Vorwurf auf, aber deine Kinder sind doch auch nicht mehr ganz klein, vergleichbar mit meinen, glaube ich: Warum gehst du nix arbeiten? Du bist doch schon lange unzufrieden, du machst dr doch auch nicht erst seit gestern Sorgen wegen der Finanzen. Natürlich wirst du einen Trennungsunterhalt bekommen, aber wenn er sich vielleicht noch arm rechnen kann und es schon länger nicht mehr gut läuft, er vielleicht auch keine Motivation hat, großzügig zu sein, wieviel wird das realistisch sein? Und der Unterhalt ist ja auch nur zeitlich begrenzt, oder? Deine Kinder sind keine Babies mehr, du bist ja nach neuem Recht auch verpflichtet, dich um deine Finanzen zu kümmern, sprich arbeiten zu gehen.

Wenn ich dich nicht gerade verwechsle, habt ihr Pferde, das ist auch den Hobby, das ist ja alles schön und gut, aber das muss man sich natürlich auch "leisten" können. Als Frau heute jahrelang nichts mehr arbeiten zu gehen, find ich persönlich immer sehr mutig. Wenn alles besprochen ist, wenn alles super läuft, wenn man da offen und einig ist, gut... aber das ist ja bei euch überhaupt nicht der Fall. Ich würd da ehrlich gesagt mal schauen, dass du selbst wieder in Lohn und Brot kommst, selbst, wenn eine Trennung nicht ganz aktuell sein sollte. Aber bei der Lage, bei soviel Unzufriedenheit, wie wahrscheinlich ist das denn für dich, dass du in 10 Jahren noch da sitzt? Sicher, jetzt sind die kInder klein und ich kann es auch, ohne persönlich betroffen zu sein, mir gut vorstellen, dass man selbst bei Unzufriedenheit da diesen Schritt extrem gut überlegt. Aber die Kinder werden so schnell groß; es kann ja durchaus eine Option sein zu sagen, ich leb jetzt einfach mal so weiter und schaue in 3 Jahren nochmal weiter, aber finanziell stellst du dich doch mit jedem Jahr, was verstreicht, immer schlechter. Und je länger es kriselt, je mehr man sich gleichgültig wird, umso eher denke ich, dass man dem anderen irgendwann auch nicht mehr positiv gesinnt ist, wenn es um Finanzen geht.


  Re: Fondsparplan Kontoauszüge etc. ich
no avatar
  Poldi91
schrieb am 14.10.2018 19:48
Lamiga: zum Thema Arbeit: ich arbeite schon die ganzen letzten Jahre Teilzeit (seit dem die Große 1 Jahre alt ist, zwischendurch wieder 1,5 Jahre Elternzeit vom Kleinen) zwischen 12-20 Stunden in der Woche. Von März -August diesen Jahres habe ich 20 Stunden gemacht, seit September wieder runter auf 12 Stunden. Ich habe die Stunden aus unterschiedlichen Gründen wieder reduziert. Ein nicht unerheblicher Grund und großer Streitpunkt war: der Haushalt wird von mir nicht zu seiner Zufriedenheit erledigt, wenn ich 20 Stunden arbeite, Putzfee in egal welchem Umfang will er partout nicht. Außerdem ist Mops im Kiga mit Übermittagsbetreuung nicht glücklich. Meine Kinder sind 6 und 4 Jahre.

Gute Frage, natürlich kann ich ihm auch nur vor den Kopf schauen. Aber sein Verhalten und mein Bauchgefühl sagen mir, er würde aus allen Wolken fallen, wenn ich eine Trennung ansprechen würde...

Zitat
la miga
Zitat
Poldi
Ich glaube, er würde aus allen Wolken fallen, wenn ich das Thema Trennung in den Raum werfen würde. Und das tut mir so leid...das will ich ihm eigentlich nicht antun...

Ich frag mal vorsichtig: Kannst du dir da absolut sicher sein? Ich habe (Gottseidank) keine persönlichen Erfahrungen damit, kenne aber 1 Frau, die so dachte wie du, also so, läuft nicht mehr so gut, hm, was tun, aber ER wird keinen Gedanken an Trennung verschwenden, der wird das nicht wollen, daran denkt der nicht.... Die sah sich also auch so in der Position, dass sie die einzige ist, die über eine Trennung nachdenkt, während der Mann vermeintlich das nicht mal in Erwägung ziehen würde. War dann leider falsch gedacht, der Mann hat ihr dann eines Abends gesagt, dass er die Scheidung will, und dass das für ihn auch durch in dem Sinne ist, dass er es gut überlegt hat, Haus verkaufen möchte usw. Der war gedanklich einfach damit durch.

Ich möchte damit nur sagen, dass du dir auch für dich vielleicht nicht zu sicher sein solltest, dass dein Mann sich nicht evtl auch schon mit dem Gedanken an eine Trennung beschäftigt hat. Du triffst ja schon gewisse Vorkehrungen , sichtest Unterlagen usw. Du weißt ja nicht, ob er das nicht auch in irgendeiner Art und weise tut, also vielleicht mal beim Fachanwalt war usw.

Ich hab keine Ahnung, wie das jur. alles geregelt ist, aber irgendwelche Rechte an dem Haus dürfest du ja wohl kaum haben, bei Ersparnissen wäre ja die Frage, inwieweit du nachweisen kannst, was vorher schon da war und was eben nicht, oder? Rentenpunkte werden doch irgendwie angerechnet?

Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich an deiner Stelle bei der Situation (wie wahrscheinlich ist da ein Happy End, selbst wenn eine Trennung nicht jetzt, sondern in 5 Jahren kommt...?) jetzt auch mal selbst die Dinge in die Hand nehmen würde. Bitte fass meine Frage nicht als Vorwurf auf, aber deine Kinder sind doch auch nicht mehr ganz klein, vergleichbar mit meinen, glaube ich: Warum gehst du nix arbeiten? Du bist doch schon lange unzufrieden, du machst dr doch auch nicht erst seit gestern Sorgen wegen der Finanzen. Natürlich wirst du einen Trennungsunterhalt bekommen, aber wenn er sich vielleicht noch arm rechnen kann und es schon länger nicht mehr gut läuft, er vielleicht auch keine Motivation hat, großzügig zu sein, wieviel wird das realistisch sein? Und der Unterhalt ist ja auch nur zeitlich begrenzt, oder? Deine Kinder sind keine Babies mehr, du bist ja nach neuem Recht auch verpflichtet, dich um deine Finanzen zu kümmern, sprich arbeiten zu gehen.

Wenn ich dich nicht gerade verwechsle, habt ihr Pferde, das ist auch den Hobby, das ist ja alles schön und gut, aber das muss man sich natürlich auch "leisten" können. Als Frau heute jahrelang nichts mehr arbeiten zu gehen, find ich persönlich immer sehr mutig. Wenn alles besprochen ist, wenn alles super läuft, wenn man da offen und einig ist, gut... aber das ist ja bei euch überhaupt nicht der Fall. Ich würd da ehrlich gesagt mal schauen, dass du selbst wieder in Lohn und Brot kommst, selbst, wenn eine Trennung nicht ganz aktuell sein sollte. Aber bei der Lage, bei soviel Unzufriedenheit, wie wahrscheinlich ist das denn für dich, dass du in 10 Jahren noch da sitzt? Sicher, jetzt sind die kInder klein und ich kann es auch, ohne persönlich betroffen zu sein, mir gut vorstellen, dass man selbst bei Unzufriedenheit da diesen Schritt extrem gut überlegt. Aber die Kinder werden so schnell groß; es kann ja durchaus eine Option sein zu sagen, ich leb jetzt einfach mal so weiter und schaue in 3 Jahren nochmal weiter, aber finanziell stellst du dich doch mit jedem Jahr, was verstreicht, immer schlechter. Und je länger es kriselt, je mehr man sich gleichgültig wird, umso eher denke ich, dass man dem anderen irgendwann auch nicht mehr positiv gesinnt ist, wenn es um Finanzen geht.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.18 20:27 von Poldi91.




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