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  Wenn das mit den Drogen los geht...
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  An0n0
schrieb am 24.08.2018 08:53
Hallo,

mein Sohn befindet sich jetzt im letzten Abiturjahr und hat erst vor etwa 4 Monaten zum ersten Mal Alkohol getrunken. Er war bis zu diesem Zeitpunkt sozial gut integriert, war im Sportverein und der Gemeinde aktiv. Seit ein paar Monaten hat er aber einen neuen Freundeskreis, der zum Teil aus Dealern besteht (das berichtet er jedenfalls selbst) und verändert sich zunehmend. Inzwischen ist er aus allem ausgetreten und verbringt seine Freizeit hauptsächlich mit seinen neuen Freunden, ist nur noch selten Zuhause. Am Wochenende ist er öfter feiern und kommt dann entweder erst am frühen Morgen oder gar nicht nach Hause, obwohl etwas anderes ausgemacht war. So ein Verhalten kenne ich von ihm absolut nicht. Bisher hatten wir ein sehr enges, vertrauensvolles Verhältnis zueinander.

Gestern ist er direkt nach der Schule zu seinen Freunden und kam von dort high nach Hause. Er hat es zunächst versucht zu vertuschen, nachdem ich ihn aber auf seine stark erweiterten Pupillen und seine seltsame Hautfarbe angesprochen habe, hat er es zugegeben. Wir haben lange darüber gesprochen. Ich habe ihm deutlich gesagt, welche Sorgen ich mir mache und wie es mir dabei geht, seine Veränderung mit ansehen zu müssen. Er verharmlost es natürlich und meint, er habe es "im Griff".

Problematisch ist halt, dass ich ja weiß, dass ich loslassen muss, aber wie weit denn eigentlich? Kinder werden irgendwann flügge, aber was sollten Eltern tun, wenn dann doch Drogen ins Spiel kommen? Ich habe grundsätzlich das Gefühl, dass Alkohol und Drogen gesellschaftlich oft verharmlost und als "Phase" abgetan werden. Eigentlich kenne ich aber kaum jemanden, der im Teenager-Alter Drogen genommen hat, der es heute nicht wenigstens gelegentlich noch immer tut. Es scheint normal unter Erwachsenen zu sein, sich ab und zu mal eine Line zu ziehen oder eine Pille einzuwerfen und natürlich gehört die Tüte zu jeder Lehrer-Grillparty. Wie gesagt: ich kenne mehr Erwachsene, die so handeln, wie eben geschildert, als welche, die nie irgendwelche Substanzen zu sich nehmen. Aber ist das auch ein Argument dafür, das beim eigenen Kind normal zu finden und weg zu sehen?

Ich habe leider im Familienkreis auch ein sehr negatives Beispiel eines jungen Mannes, der nach anfänglichem Gelegenheitskiffen den kompletten Absturz hingelegt hat und trotz intensiver familiärer und professioneller Hilfe seit Jahren nicht mehr auf die Beine kommt.

Ich hab solche Angst und bin so traurig, weil ich das Gefühl habe, jemanden ganz wichtigen in meinem Leben zu verlieren. Ich hoffe, hier versteht mich jemand. Danke fürs Zuhören!


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 24.08.2018 10:04
Hallo ,

ich geb zu ich wüsste jetzt nicht genau wie ich reagieren würde. Mich würde eher der Freundeskreis beunruhigen wie die Tatsache dass er rumexperimentiert.

Möchte mich aber dennoch kurz zu Wort melden denn ich gehöre dann doch eher zu denjenigen die Alkohol nicht verteufeln.
Ich habe glaube mit 15 mein ersten „Rausch“ gehabt ... Fasnacht auf dem Dorf, ich war nie alleine, ich bin in dem Dorf aufgewachsen und typisch jeder kennt jeden. Die älteren Nachnarsjungs haben immer aufgepasst und egal wie nach Hause gebracht.

Klar gab es Krach zuhause Ohnmacht aber ja das war die Pubertät da war die Stimmung meist angespannt.
Aber eine Regel gab es immer , „Kind egal wo und wann und egal was passiert ruf uns an wir holen dich überall ab!“

Auch heute verteufel ich kein Alkohol, und ich würde mich auch hüten meinen Kindern wenn sie volljährig sind zu verbieten.
Zugegeben ich habe Mega Respekt wie meine Eltern mit mir da umgegangen sind, ich bin ja sehr früh erwachen geworden und mit 15 habe ich meine Lehre angefangen hatte immer sehr gute Noten, hatte meinen eigenen Haushalt (Wohnung unter den Eltern).
Ich wünsche meinen Kindern dass sie länger eben Kind sein dürfen daher hoffe ich schon dass sie nicht so früh on Tour gehen.

Zu den Drogen, ehrlich ja experimentieren ist da das richtige Wort.
Nur eben mit einem gewissen Respekt und Aufklärung. Ich sehe da die neue Clique bei deinem Sohn schon kritisch.

Drogen habe ich nie konsumiert, wir haben ein Junkie in der Familie das war Abschreckung genug.
So wie du sehe ich das aber auch nicht dass nahe zu jeder der als Jugendlicher mal ein Joint ( davon reden wir doch oder?) geraucht hat heute noch Drogen konsumiert.
Ich habe in meinem Freundeskreis viele die früher gekifft haben, alle haben ein normales Leben ohne Drogen, studiert usw.

Hier im Forum wirst du viele hören die Alkohol und Drogen als ganz schlimme Dinge ansehen ich hab echt überlegt ob ich anonym antworte weil ich da lockerer bin. Aber warum, auch wenn ich ab und an Alkohol trinke ( ja es grüßt auch mal der Kater am nächsten Tag).
Ich bin Mama, meine Kindern geht es gut und ich hab auch mal Kinderfrei und da bin ich die Partymaus wie eh und je Ich wars nicht

Also ich würde den Ball etwas flach halten, mich ein bisschen umhören ob die Clique tatsächlich Dealer sind und wie die so drauf sind.
Zum Alkohol , ja nun gehört für mich wie gesagt dazu , streite nicht mit ihm ... er wird blocken !
Zu den Drogen, ich denke in dem Alter weiß man sehrwohl was sie anrichten das könnt ihr ja mal thematisieren aber auch hier ... bitte nicht Äpfel (kiffen) mit Birnen (Lines ziehen) vergleichen ...
Worauf ich achten würde wäre auch dass er jetzt nicht täglich high ankommt, das wäre für mich auch ein Alarmsignal.

Und ich würde seine schulischen Leistungen im Auge behalten sobald die absacken muss auch reagiert werden.

Ich hoffe du kannst meine Denkweise verstehen ? Sorry bin am Handy daher vll nicht so ausführlich.
Kurzum bis zu einem gewissen Grad und mit vertrauenswürdigen Freunden würde ich das alles halb so wild sehen.

LG Alice


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
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  mjuka
schrieb am 24.08.2018 11:30
Hallo,

klar machst du dir Sorgen...

Die Frage, die sich zuerst stellt, ist, was er genommen hat. Einen Joint? Nicht toll (meine Meinung), aber da kannst du noch reden. Bei allem anderen würde ich sofort die Erziehungsberatung zuschalten. Ich toleriere Joints auf Grillfesten, aber auf meinem und denen in meiner Umgebung gibt es dies nicht.
Der Sohn einer Freundin wurde bekifft und mit Hasch erwischt. Er verlor direkt den Führerschein, hat ihn bis heute nicht wieder, weil er hin und wieder einen Joint wichtiger findet. Kann man so handhaben, ich für mich mag es so nicht. Sie ist auch nicht begeistert, aber was soll sie tun?

Ich habe mal in einer WG gewohnt, in der alle drei weiteren Mitbewohner Drogen konsumierten ( erst Hustensaft mit Kodein, Joints, Speed, dann Heroin.) Am Ende hingen alle!! an der Nadel. Kluge, sympathische, damals junge Menschen. Das war schlimm und unfassbar traurig. Nach einem halben Jahr zog ich dort aus, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Was aus ihnen wurde? Keine Ahnung... Die Polizei stand mal vor meiner neuen Tür, in der Hoffnung, ich wüsste Genaueres über Dealer und Co. Wusste ich eher nicht, ich war dort Außenseiterin, weil ich nicht mitmachen wollte. Keine schöne Position... deshalb würde ich die Sache mit dem Freundeskreis sofort in der Erziehungsberatung besprechen, wenn mehr als "nur" Hasch im Spiel ist.

Oh mann, dir Kraft und Zuversicht sowie immer einen guten Draht zu deinem Sohn!
mjuka


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
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  pika
schrieb am 24.08.2018 12:08
Hallo,

das tut mir echt leid für euch und ich fühle mit dir ......

Ich habe auch zwei Jungs und jetzt schon Bammel vor dieser Zeit ......

Konsumieren echt so viele Erwachsene Drogen? Hier wird maximal ein Bier zum Grillen getrunken, das würde ich auch ohne Bedenken meinen Jungs später mal gönnen (sofern sie hinterher nicht Auto fahren).

Von einer Tüte zur Lehrer-Grillparty habe ich noch NIE gehört - ich lebe wahrscheinlich hinter dem Mond ..... auweia ....


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  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 24.08.2018 14:44
@pika , hmm ich denke es kommt schon ein bisschen drauf an wo man wohnt.
Wie gesagt ich komme vom Dorf und kenne nur einen Erwachsenen der kifft, der gehört aber tatsächlich zu der Kategorie „Schublade auf“ - Hippie, nur Bio , Öko - „Schublade zu“ und er konsumiert es halt weil er es nicht wild findet.
KEIN Außenstehender würde den Herrn so einschätzen selbst ich bin das erste mal erschrocken wo er uns sein Dope zeigte.
Vorne rum Familien Vater und einer der am meisten über mich lästert seit der Trennung von meinem EX. (Ich böse die ihr Leben lebt)

Ansonsten kann ich mir schon vorstellen das gerade Menschen zu Aufputschmittel gereiften im ihr „soll“ zu erfüllen und wiederum andere Stoffe zum Runterkommen.

Aber ich denke das kann man wiederum nicht mit einem Teen vergleichen der kifft und am WE Party macht.
Ich bin früher viel auf Techno Partys unterwegs gewesen und selbst in der Disko von damals (Kleinstadt) hatte 3 Tanzflächen da lief Techno , HipHop und Rock. Bei den einen gabs Pillen, bei den anderen Joints und bei den Rockern starken Alkohol.
Das war normal und alle aus meiner Clique hatten an dem ein oder anderen WE was intus. In Großstädten ist es nicht anders wenn nicht sogar schlimmer.

Jetzt sind alle erwachsen, mit einigen bin ich heute noch ab und an auf Festivals aber keiner greift mehr zu Pillen oder sonstigen Drogen.

Wie gesagt ich sehe die Clique als Problem aber wie man dies lösen kann ist mir schleierhaft.
Ich habe mir in dem Alter nix sagen lassen. Und wie alt ist dein Sohn ? Erziehungsberatung wenn er kurz vor dem 18. LJ ist wird auch nicht einfach ihn dahin zu bewegen ...

Mir würd nur spontan einfallen dass du als Mama dich erst mal ohne ihn beraten lässt.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  simonehn
schrieb am 24.08.2018 16:54
halli hallo alice,
deine gelassenheit in ehren,
hut ab.
ich bin früher auch ein manches mal über der kloschüssel gelandet.
ich verteufel auch keinen alkohol, ok, auf der strasse? da bin ich dann doch zu konservativ.
ich stell dir alles hin was deine leber begehrt, aaaaber, der erste der bei mir im garten einen joint anzündet oder gar eine linie zieht?
ä ä, volle kante raus und tschüss.
ich hab so einen heiden respekt vor dem zeugs. mir tut die te leid. nenn mich spiessig. den schlappen zieh ich mir an.
leider leider wird sie wohl nicht viel ausrichten können.
mensch, so schade.
ich wünschte mir ich könnte das problem weg zaubern.
und ja, im keller stehen bier, ein paar gute tröpfchen, selbstgebrannter, brrrr...jeder wie er es braucht.
aber keine pflanzen, lol.
lg


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 24.08.2018 17:18
Zitat
simonehn
halli hallo alice,
deine gelassenheit in ehren,
hut ab.
ich bin früher auch ein manches mal über der kloschüssel gelandet.
ich verteufel auch keinen alkohol, ok, auf der strasse? da bin ich dann doch zu konservativ.
ich stell dir alles hin was deine leber begehrt, aaaaber, der erste der bei mir im garten einen joint anzündet oder gar eine linie zieht?
ä ä, volle kante raus und tschüss.
ich hab so einen heiden respekt vor dem zeugs. mir tut die te leid. nenn mich spiessig. den schlappen zieh ich mir an.
leider leider wird sie wohl nicht viel ausrichten können.
mensch, so schade.
ich wünschte mir ich könnte das problem weg zaubern.
und ja, im keller stehen bier, ein paar gute tröpfchen, selbstgebrannter, brrrr...jeder wie er es braucht.
aber keine pflanzen, lol.
lg


Naja vll liegt es echt daran dass ich da echt dörflich aufgewachsen bin ...?!
Um nicht zu sagen Kuhkaff Ich wars nicht

Es war nie jemand alleine... alle haben auf alle geachtet. Jeder kam immer heil heim.
K.o. Tropfen und co gab es nicht.
Uns Mädels haben auch nie fremde Jungs angequatscht wir hatten immer unsere Nachbarsjungs die eben auch jeder kannte (eben auch unsere Eltern), da war es auch normal dass de Nachbarsjung meinem Vater oft mit dem Bulldog geholfen hat.
Ich war immer die „kleine“ auf die aufgepasst wird.

Das meinte ich eben mit falschem Umgang/richtigen Umgang.

Meine Kids wachsen ja auch so auf und ich hoffe es ist bei Ihnen ebenso.
Ich glaube sonst wäre ich auch sehr unentspannt.

Wie gesagt ich habe nie Drogen genommen...aber es ist eine Illusion zu glauben dass die meisten Jugendlichen nicht experimentieren.
Und wiederum wird nicht jeder Jugendliche der experimentiert dauerhaft abhängig.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
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  himbeere
schrieb am 24.08.2018 18:32
Zitat
An0n0
Hallo,. Es scheint normal unter Erwachsenen zu sein, sich ab und zu mal eine Line zu ziehen oder eine Pille einzuwerfen und natürlich gehört die Tüte zu jeder Lehrer-Grillparty. Wie gesagt: ich kenne mehr Erwachsene, die so handeln, wie eben geschildert, als welche, die nie irgendwelche Substanzen zu sich nehmen. Aber ist das auch ein Argument dafür, das beim eigenen Kind normal zu finden und weg zu sehen?!

Also ich finde das unter Erwachsenen ganz und gar nicht normal. Im Gegenteil, ich muss schon lange nachdenken, bevor mir jemand einfällt, der noch ganz normale Zigaretten raucht - ganz zu schweigen von Drogen jeglicher Art. Gibt es in unserer Umgebung uns unserem Freundeskreis nicht. Alkohol natürlich schon, in Maßen.

Mein Bruder hat als Jugendlicher viel herumexperimentiert. War eine schlimme Zeit. Geholfen hat ihm letztlich die Zeit beim Bund, so verrückt das klingt - da hat er gelernt, dass man mit Disziplin und Willen wirklich vorwärts kommen kann. Hat seitdem nie wieder was genommen und ist privat und beruflich angekommen und sehr erfolgreich. Er sagt im Rückblick, unser Vater hätte noch am besten reagiert: Er hat ihm damals einfach ein "Aufklärungsbuch" über verschiedene Drogen und ihre Folgen gekauft. Diese Reaktion findet er bis heute die hilfreichste.

Ich würde vermutlich ähnlich wie du reagieren: reden reden reden. Und aufklären. Und herausfinden, was ihm dieser schräge Freundeskreis gibt. Gibt es eine Chance, dass er nach dem Abitur weggeht und den Freundeskreis wechselt?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.08.18 18:35 von himbeere.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
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  henriette
schrieb am 24.08.2018 18:36
also, der Threaderöffnerin erstmal das Wichtigste: dein Kind redet mit dir, erzählt Dir, was los ist. Das ist schon die halbe Miete, den Freundeskreis kannst du (leider) in dem Alter wahrlich nicht mehr wirklich beeinflussen. Also, bleib im Gespräch und sei froh, dass dein Kind solche Erfahrungen in einem schon ziemlich fortgeschrittenen Alter macht.
Aber zu Alice, das dörfliche ist leider in keiner Weise mehr Garant dafür, dass Dein Kind drogenfrei aufwächst. Es ist fast eher das Gegenteil, da es leider in den Dörfern keine "Dorfsheriff" mehr gibt, die nächste Polizeiwache in alle Richtungen mindetsens 20 km entfernt ist, man sich also auch nicht mehr wirklich kennt, die Dorgendezernate im ländlichen Raum sowas von lächerlich und vorsintflutlich ausgestattet sind, zudem noch ein Gebiet zu "bearbeiten" haben, das flächenmäßig wirklich nicht zu kontrollieren ist, tja, da ist das "Land" eben bullenfreie Zone und es wird gedealt, gekifft und es werden diverse andere Substanzen konsumiert, dass es eine wahre Freude ist.
Man sollte sich da in keiner falschen Sicherheit wiegen. Die Zeiten, dass auf dem Dorf "nur" gesoffen wurde, tja, die sind sowas von vorbei.....


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 24.08.2018 19:31
@henriette, wir haben tatsächlich eine Polizei vor Ort.
Wir sind ja sehr grenznah an F so dass es hier auch deswegen oft Kontrollen gibt, gerade wenn die damalige Diskothek von früher ab und an öffnet. Und auch eine gewisser Mottoradclub ist hier in der nächsten Kleinstadt ansässig. Und die fahren NICHT nur Motorrad.

Und ich habe auch geschrieben dass hier genauso experimentiert wird. Nur ICH selber nicht, ich würde aber behaupten 80% in der Clique haben experimentiert!
Aber eben experimentiert und nicht im Drogensumpf geendet, ab der 9 Klasse war auf jedem Wald und Wiesenfest ne Bong.
Die Berufswahlen einiger experimentierfreudigen Klassenkammeraden hat später tatsächlich zu Lachern geführt, sie sind Polizisten , Zollbeamte usw.

Ich möchte Drogen keineswegs runterspielen, aber wie gesagt Kiffen im Jugendalter (wovon ich hier mal ausgehe) kann man nicht gleichsetzten mit Koks oder härteren Dingen (Cristal).


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
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  KausB
schrieb am 24.08.2018 19:42
Willkommen im Club...
Mein Sohn ist mit 20 eingestiegen, also vor 10 Monaten.
Ich bin auch nicht gerade glücklich darüber, auch wir haben ein
wirklich gutes Verhältnis und reden fast täglich darüber.
Grundsätzlich hab ich ja Vertrauen zu ihm, aber wenn die Semesterferien
vorbei sind, ist er weit weg.
Er sagt genau wie dein Junge, ich habe alles im Griff und so.
Ich kenne alle Freunde allerdings schon ewig.
Ich weiss mir ehrlich gesagt keinen Rat, außer Reden, reden, reden.
Unser Großer hat da echt wenig rumprobiert und ist Gott sei Dank
ein große Hilfe und redet dem Bruder ins Gewissen.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  +emmi+
schrieb am 24.08.2018 21:08
puh...seitdem ich bei meiner arbeit in der psychiatrie junge erwachsene kennen gelernt habe, die nach cannabis-konsum psychotisch geworden sind und zwar heftig....bin ich da deutlich reservierter. man muß einfach mal klar haben, daß ein jugendliches gehirn deutlich anfälliger ist als das eines gut-erwachsenen. und diese zustände sind nicht immer reversibel.
den 1. jungen mann (gerade 18) hatten wir nach der ersten tüte. und dann als rezidiv nach der 2. tüte. wollte auf dem dach mit außerirdischen kommunizieren. lebt jetzt nicht mehr bei mutti und geht zur lehre, sondern unter neuroleptika in betreuter WG.
und das ist KEIN einzelfall.
und andersherum kenne ich wieder leute, die sich ab und zu ne line ziehen und trotzdem ein sozial angepaßtes leben führen.

und alkohol- nun ja. mein konsum ist minimal: 1 sixpack berliner weiße/sommer. finde ich abends auf dem balkon gelegentlich mal erfrischend. für alles darüber fehlt mir oft das verständnis, aber vielleicht habe ich einfach zu viele schnapsleichen verarzten müssen. und ja, wenn man auf partys ist und rundherum die leute glasige augen bekommen und quatsch sabbeln, frage ich mich, was der benefit derjenigen ist.
anonsten ist der staat da quasi dealer, er wird seine gründe haben, warum es alkohol so einfach zu beschaffen gibt, an andere dinge aber deutlich schwerer ran zu kommen ist.

in meinem umfeld gibt es viele, die zumindest hasch konsumieren. an fast jedem lagerfeuer wird konsumiert, selbst auf der kitafahrt (ich war gottseidank nicht dabei) drehten sich die eltern ab frühen abend was und einer fuhr sogar nochmal los nachschub holen.
der größte umschlagplatz hier ist übrigens neben der unterkunft für "menschen mit fluchterfahrung": das örtliche gymnasium. da sind die kids, die druck haben und das entsprechende taschengeld.

will sagen: niemand ist sicher.
alles was man wohl tun kann ist, kinder von früh an zu stabilen persönlichkeiten zu erziehen und immer im kontakt zu bleiben.

allergrößte angst hätte ich vor crystal meth....gsd ist das bei uns noch nicht sooo verbreitet...


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
avatar  Rebella
schrieb am 24.08.2018 21:59
Hallo An0n0,

mir fällt leider kein wirklicher Rat ein, ich will dir aber mein Mitgefühl ausdrücken. Meine Kinder sind auch in dem Alter und DAS wäre für mich unvorstellbar.

Ich denke, dass ich mich zuerst an eine Suchtberatungsstelle wenden würde. Vielleicht bekommt man dort noch gute Ideen, was man tun kann.

Lassen sich vielleicht seine alten Freunde aktivieren, damit er mal wieder in bessere Kreise kommt?

Wünsche euch viel Glück und dass das Problem bald vom Tisch ist.

Herzliche Grüße von Rebella


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  pika
schrieb am 24.08.2018 22:05
Ich bin echt geplättet: gerade habe ich mit der Suchmaschine "eine line ziehen" gesucht und gefunden. In meinem Bekanntenkreis macht das halt niemand und Eltern, die auf der Kitafahrt abends eine Tüte drehen - undenkbar.

Aber ..... ich glaube, die jungen Leute hier in der Gegend kennen das und machen das auch ....... und am liebsten würde ich meinen Jüngeren, der immer cool sein will und meiner Meinung nach Suchtpotential besitzt, zu Hause wegsperren .... vielleicht bis er 30 ist???

Beim Freundeskreis an die falschen Leute zu geraten ist wirklich eine Riesengefahr und miteinander reden ist gut, aber was kann es wirklich bewirken? In dem Alter glaubt man doch seinen Eltern nicht, will seine eigenen Erfahrungen machen .... und hat alles im Griff traurig.

Kenn ich noch von früher .... da ging es bei uns aber "nur" um Alkohol und Zigaretten.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.08.18 11:56 von pika.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  Brownie14
schrieb am 24.08.2018 23:36
Ist irgendwas vorgefallen? Ich finde es sehr merkwürdig, dass er alle Brücken hinter sich abgerissen und jetzt neue Freunde hat. Da würde ich definitiv mal nachforschen. Nix tun halte ich für den falschen Weg und warten bis die Noten schlechter werden ist im letzten Schuljahr auch nicht besonders schlau. Ich würde daher das Gespräch auch in diese Richtung suchen: es geht gerade um seine Zukunft, wie er sich das vorstellt oder ob er in den letzten Wochen seine Einstellung geändert hat.

Erwachsene, die Drogen konsumieren kenne ich aus meinem Umfeld auch nicht. Weder zu meinen Teenagerzeiten, noch im Studium oder danach. Ich kannte vereinzelt Leute (Bekannte, keine Freunde) die mal gekifft haben, aber ein Dauerzustand war das bei keinem. Ich persönlich würde da ganz ehrlich mein Umfeld kritisch hinterfragen, wenn das für mich "normal" wäre.




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