Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 

News rund um den Kinderwunsch
amicella Network   ICSI statt IVF: Gibt es Vorteile, wenn die Spermien in Ordnung sind?neues Thema
   IVF und ICSI: Wie hoch muss die Gebärmutterschleimhaut sein?
   Gelbkörperhormon bei IVF und ICSI: Was, wann und wie lange?

  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  berlink
Status:
schrieb am 25.08.2018 00:49
Hallo,

ich unterschreibe bei @emmi und zwar auch aus den gleichen Gründen. Und ich habe sehr große Sorge vor der nächsten Schulform, weil gerade am Gymnasium Drogen verbreitet sind. An Drogen kommt man immer und überall, nichts einfacher als das. Egal ob Stadt oder Land. Crystal Meth ist auch der Horror pur für mich. Und wen ich daran denke, dass mein Junge mit 9 ans Gymnasium kommt und cool sein will, um mithalten zu können, würde ich ihn auch am liebsten wegsperren. ...

Zum Alkohol habe ich -auch aus beruflicher Erfahrung: Rettungsstelle und Suchtstation, einen sehr reservierten Standpunkt. jetzt gerade im Urlaub abends am lauen Gardasee ein Glas Wein, auch mal einen Hugo oder Aperol Spritz. Ok, aber zu Hause trinke ich mal mit Besuch ein Glas Wein oder an Weihnachten/Silvester Bowle.

Zum Gras: Es ist kaum zu glauben, wieviel Erwachsene im mittleren Alter immer wieder mal kiffen, teils auch regelmäßig und gar nichts dabei finden. Aus berufl. Gründen befrage wir jeden neuen Patienten und machen auch generelle Drogentests, weil wir keine bekifften Patienten psychotherapeutisch behandeln. Die dürfen dann erstmal zur Suchtspezifischen Behandlung, oder sie lassen es eben. Es darf ja jeder kiffen, wenn er meint. Dummerweise fühlen sich die meisten durch die Rechtssprechung, nämlich dass Derivate von THC bei bestimmten Erkrankungen zugelassen sind, wobei Studien zu dessen Erfolg noch laufen müssen, bestätigt. Nur ist es so, dass das, was Pat. verordnet bekommen, etwas Anderes ist, als was man kifft bzw. hat man die Pflanzen gepimpt. Inzwischen schaut das Cannabis von heute in seiner Struktur anders aus als vor 20 Jahren. Und es macht einen Unterschied, ob ein Pat. z.B. mit einer infausten Erkrankung von Cannabis psych. abhängig wird (oder von Opiaten psych. und physisch, das ist völlig wurscht) oder ob ein gesunder Mensch sich zudröhnt und keine anderen Möglichkeiten hat, seinen Alltagsstreß zu kompensieren.

Es ist so, so sagt es die Forschung, dass ein Erwachsener, der ab und an mal kifft, keine solchen Schäden davon trägt wie ein Jugendlicher, dessen in Entwicklung befindliches Gehirn ab der Pubertät regelmäßig Cannabis ausgesetzt ist. Da sind sehr wohl Langzeitfolgen nachweisbar. Davon abgesehen, dass man vulnerabler regiert hinsichtlich psychotischer Erkrankungen.

Ich würde also tatsächlich mit dem Sohn zu Beratungsstellen gehen, einen Drogentest machen lassen, um zu zeigen, dass er wahrscheinlich eben nicht alles im Griff hat (man kann Langzeitwerte messen, man sieht an bestimmten Werten ungefähr, ob regelmäßig oder nur kurz gekifft wird…), ihn zu Hause mehr in die Verantwortung nehmen, Gespräch in der Schule suchen. Reden bringt nur etwas, wenn er aufnahmefähig ist. Es gibt spezielle Therapiezentren für Jugendliche, wo sie natürlich freiwillig hingehen können und sich an die Regeln halten müssen. Dort kann man auch Schulabschlüsse machen z.B.

Ich drücke die Daumen, wirklich eine ganz doofe Situation.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  henriette
schrieb am 25.08.2018 09:35
liebe berlink und emmi, dank euch für eure Beiträge, Cannabis ist eben nicht mehr so, wie es vor ca. 30 Jahren war und kann auf jugendliche Gehirne fatal wirken. Da darf man nichts verharmlosen. Vor allem, da es eben zu irrperablen Schäden führen kann. Das sieht wohl beim erwachsenen Hirn etwas anders aus und da wird es bisweilen durchaus auch von Erwachsenen verantwortungsvoll als Genussmittel konsumiert. Sofern es geraucht ist, sehe ich da das Nikotin im Tabak als deutlich süchtigmachendere Substanz...


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  +emmi+
schrieb am 25.08.2018 20:31
Zitat
Brownie14
Ich persönlich würde da ganz ehrlich mein Umfeld kritisch hinterfragen, wenn das für mich "normal" wäre.

ganz ehrlich: keiner in meinem umfeld steht dauerhaft unter illegalen drogen. dennoch gehört für viele der gelegentliche konsum dazu. ich selber habe zu dem thema eine klare einstellung, muß aber andere erwachsene nicht missionieren.
ansonsten denke ich, je nachdem wie klar man die augen offen hat: wird man sehen, daß bei niemandem das umfeld clean ist.
und dazu gehört für mich auch zigaretten und alkohol. bloß weil der staat gut dran verdient, ist das zeug ja nicht unbedenklich.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  An0n0
schrieb am 25.08.2018 21:00
Vielen lieben Dank für Eure Antworten! Ich kam bzw. komme mir in meinem Umfeld auch eher spießig vor, weil ich selbst überhaupt keinen Alkohol trinke, nicht rauche und keinerlei Drogen nehme. Ich hab mit deutlich über 20 ein paar Mal an einem Joint gezogen, vor allem anderen hatte ich Schiss. Ich verurteile Menschen nicht, die Alkohol trinken oder kiffen, lasse irgendwelche Kommentare oder abfällige Gesten und würde ihnen auch nie etwas vorschreiben. Ja, ich finde es schade, dass es in unserer Welt so normal ist, sich ab und zu mal zu berauschen und ich mich immer erklären muss, warum ich z.B. nichts mit trinke - ob im Büro oder auf irgendwelchen Feiern. Aber ok, das ist halt so.

Ich lebe übrigens nicht dörflich, aber auch nicht in einer Großstadt, sondern in einem gut situierten Vorort. Ich habe aber von mehreren Seiten gehört, dass es auf den tatsächlichen Dörfern sehr viel krasser zu geht, als bei uns - nun kenne ich natürlich nicht alle Dörfer und es mag noch ganz "unberührte" Ecken geben. Und ich kenne diese gemütlichen Runden von Kita-Eltern nach dem Elternabend am Grill nicht nur mit Gras, sondern auch mit Koks - oder den völlig unauffälligen Familienvater, der in der Freizeit Hobbysportler ist und ansonsten eine kleine Abteilung in einer großen Firma leitet ... und mit seinen Kollegen quartalsweise fröhlich Lines zieht. Wie gesagt, es passiert und es ist verbreiteter als man denkt und es sind eben nicht die Junkie-Zombies, die man von Christiane F. kennt. Aber genau das finde ich gruselig.

Übrigens sind bei uns am Gymnasium Drogen tatsächlich ziemlich verbreitet. Vor einem halben Jahr wurde eine 8-Klässlerin mit Crystal erwischt. Was genau mein Sohn zu sich genommen hat, weiß ich nicht. Er behauptet es sei Gras gewesen, aber für mich sah das anders aus und momentan fällt es mir sehr schwer ihm zu glauben ... und genau das macht mich traurig und ängstlich. Zentral ist für mich die Frage, wie restriktiv man mit seinem Pubi umgehen sollte: zu locker lassen funktioniert nicht (das sehe ich an dem Fall in der Familie) und zu streng sein, treibt ihn von mir weg. Aber wie sieht der Mittelweg aus?


  Werbung
  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 25.08.2018 22:22
Naja wenn du gerade vor stärkeren Drogen Angst hast er aber sagt er hat „nur“ gekifft, vll lässt er sich auf ein Drogentests ein?
Gibts ja bei A.... oder sonst wo online.

Ja man kann nichts verherrlichen, und schädlich sind alle Drogen aber zwischen Gras und Crystal liegen Welten.

Ich würde dir gern mehr helfen können aber es ist schwer wir kennen ihn ja nicht.
Gut fand ich die Idee zu hinterfragen warum er zb seinen Sport im Verein nicht mehr ausübt einfach um ein bisschen raus zu bekommen warum auf einmal ne neue Clique am Start ist.
Normal hängt man ja an seinem Lieblingssport und den Freunden.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 25.08.2018 22:33
Zitat
+emmi+
Zitat
Brownie14
Ich persönlich würde da ganz ehrlich mein Umfeld kritisch hinterfragen, wenn das für mich "normal" wäre.

ganz ehrlich: keiner in meinem umfeld steht dauerhaft unter illegalen drogen. dennoch gehört für viele der gelegentliche konsum dazu. ich selber habe zu dem thema eine klare einstellung, muß aber andere erwachsene nicht missionieren.
ansonsten denke ich, je nachdem wie klar man die augen offen hat: wird man sehen, daß bei niemandem das umfeld clean ist.
und dazu gehört für mich auch zigaretten und alkohol. bloß weil der staat gut dran verdient, ist das zeug ja nicht unbedenklich.

Das mein ich eben auch!
Und von vielen wird man die Vergangenheit nicht wissen. Und bei vielen kennt man nur die Fassade was hinter den Kulissen ab geht weiß kaum jemand.

Und was mir auch schon passiert ist, bin mit den Kids und nee Freundin im Freizeitpark, rieche Gras und sag noch zu ihr komm bitte weg aus der Wolke hier. Sie hat es nicht gerochen. Ich denke wenn jemand das nicht kennt würde es auch nicht auffallen.
Wenn man aber weiß auf was man achten muss fällt einem dann doch eher mal was auf.

Wir im Freundeskreis sind übrigens alle clean zwinker ich habe noch nie Drogen genommen nicht mal geraucht !
Aber ich missioniere auch niemand, daher reden wir darüber auch offen.
Daher weiß ich eben dass die meisten im Jugendalter das ein oder andere getestet haben.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  mjuka
schrieb am 25.08.2018 22:43
Es ist wirklich schwierig...
Deine Geschichte lässt mich nicht mehr los, auch wegen meiner früheren WG-Erfahrungen.

Es gibt noch eine Geschichte:
Meine erste große Liebe, mit 14, wurde später drogenabhängig. Ich traf ihn später (war ich Anfang 20?) zum letzten Mal, zufällig in meiner Heimatstadt, er war völlig heruntergekommen. Ich setzte mich trotzdem zu ihm, eben wegen der alten Zeiten. Er freute sich, erkannte mich sofort und wir redeten ein bisschen. Damals schon war mir klar, dass er nicht alt werden würde, wenn nicht ein Wunder geschieht.

Heute, aufgrund deines Posts, habe ich mal nach ihm gegoogelt und fand seine Traueranzeige, gestorben bereits 2012 sehr treurig. Er hat eine Tochter, was ich erst eben auf der Anzeige gelesen habe. Das berührt mich, wobei er nur 44 wurde und vermutlich nicht wieder clean wurde. Wie wohl ihr Leben verläuft und wie alt sie ist?

Seine Eltern kenne ich nicht wirklich, die Geschwister auch nicht. Er erzählte damals viel von seinem Vater, den er als übermächtig und furchtbar streng erlebte. Aber ich weiß es nicht. A. war so ein toller Typ, gutaussehend, witzig, schlau, mit verrückten Ideen. Wir trafen uns in der Stadt oder bei einer gemeinsamen Freundin, weil sowohl meine Eltern wie auch seine Eltern nicht wollten, dass wir so jung eine Beziehung haben. Dabei war sie so harmlos, mit Reden, Händchen halten und knutschen... Ich habe immer noch zwei Dinge, die er mir damals geschenkt hat, einen Ring und ein Buch...

Warum ich das erzähle? Das Verhältnis zwischen dir und deinem Sohn ist sicher besser und tragfähig. Dennoch würde ich nichts laufen lassen. Es kann so schrecklich schnell bergab gehen, wenn es blöd läuft. Suchtberatung ist noch besser als Erziehungsberatung. Du brauchst kompetente Beratung, von Menschen, die sich besser auskennen als wir hier.

Ich denke an dich und drücke fest die Daumen, dass ihr einen guten Weg aus dieser Misere findet.
Berichte doch gerne weiter, wenn du magst.

mjuka


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 26.08.2018 08:21
Liebe AnOnO,
wenn seine Pupillen erweitert waren, war es wohl Exctasy oder LSD, wenn man kifft, wird die Iris rot, ganz klein werden die Pupillen z. B. bei Heroin. Woher ich das weiß? Außer Heroin habe ich das in meiner Jugend alles selbst probiert und ich komme vom Land! Wir haben sogar Verdünnen geschnüffelt, verrückt, oder? Es gibt überall neugierige übertrieben risikobereite Jugendliche. Ich habe darüber hinaus lange in einer "Fixerstube" gearbeitet, ich bin also gut im Thema. Lies mal ein Buch über "neue Autorität" , ich denke, eine solche Haltung meiner Eltern hätte mir damals geholfen. Das ist ein Konzept, in dem der gewaltlose Widerstand und gewaltfreie Kommunikation verbunden wurden, ursprünglich für israelische Eltern, deren Jugendliche völlig quer gehen, entwickelt. Die Grundsätze sind Präsenz, Beziehung, sich immer wieder positionieren, ohne zu verletzen. Tolerieren darfst du das Ganze nicht, dafür ist es viel zu gefährlich und du würdest ihm das Gefühl geben, es wäre ok, was er tut und das ist es leider heute schon bei dem hochpotenten Cannabis nicht mehr, das ist, wie du weißt, ja nicht mehr das entspannende Zeug in den Joints der Hippies, sondern so hochgezüchtet, dass es bei Menschen mit entsprechender Disposition Psychosen auslösen kann oder eine angelegte Schizophrenie zum Ausbruch bringen kann. Allerdings nicht muss. Und viele Jugendliche konsumieren es leider. Problematisch finde ich dabei den täglichen Dauerkonsum, meine beiden Brüder machten das über Jahre und sind in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stehengeblieben, der eine kifft heute, mit fast 40, noch täglich, er bekommt Depressionen, wenn er es "absetzt". Dagegen ist mal eine Exctasy ausprobieren kein Riesendrama, bei LSD sieht das schon wieder anders aus, da das stark psychogen wirkt. Kokain und vor allem Heroin, Crack, Crystal sind richtig schlimm.

Genau, bleib mit ihm in Beziehung. Das ist das Wichtigste. Sag, dass du von Drogen keine Ahnung hast, aber gerne von ihm darüber erfahren würdest. Lass ihn erzählen. Frag ihn, was er nimmt. Sag ihm, du machst ihm keine Vorwürfe. Dann informier dich und ihn. Sprich mit ihm auch über seine Weltsicht, seine Wünsche. Was sucht er in der Nacht? Bekommt er das wirklich? Wie fühlt er sich danach? Versuch, mit ihm Träume zu entwickeln über beispielsweise eine große Reise nach dem Abi. Dafür braucht er Geld und müsste jobben. Red mit ihm über Mädels. Welche gefällt ihm? Wie kommt er an sie ran? Er muss neben den für ihn reizvollen Drogen andere Aspekte im Leben finden, die ihn interessieren, damit das mit den Drogen nur, wie zum Glück bei den meisten intelligenten, halbwegs gefestigt Jugendlichen, nur eine Episode bleibt. Das Einzige, was du in seinem Alter erreichen kannst, ist, dass du als Bezugsperson einen kleinen Einfluss in eine gute Richtung ausüben kannst, mehr leider nicht. Du bist nicht allein, mit dir zittern viele Eltern und noch viel mehr wissen nicht, was ihre Kids treiben, das ist noch viel schlimmer.
Alles Liebe für euch
wünscht Paula


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  An0n0
schrieb am 26.08.2018 15:34
@mjuka: vielen Dank, dass Du diese traurige Geschichte mit uns geteilt hast. Ich habe eine Gänsehaut. Ja, es ist nicht die Dramatik dessen, was passiert ist, die mich so traurig macht, sondern das, was noch kommen könnte. Niemand kann sagen, in welche Richtung es läuft, aber ich möchte gerne alles dafür tun, dass es eben keine solche Richtung nimmt, wie bei Deinem Freund A..

@Paula: und danke Dir für den tollen Buchtipp! Ist gleich in meinem Einkaufswagen gelandet. Ich bin zwar kein riesiger Fan von Erziehungsratgebern, aber das, was ich darüber gelesen habe, klingt, als könnte es gut zu unserem Leben passen und wichtige Anregungen bieten. Tja, seine Augen waren eben kein Stück rot und die Pupillen so groß, dass man seine Augenfarbe kaum mehr erkennen konnte. Er spricht von Gras, wir hatten aber vor ein paar Wochen schon ein Erlebnis, was von Lügen geprägt war. Ich wusste mir damals schon nicht zu helfen. Er ist einfach nach der Arbeit (Ferienjob) nicht nach Hause gekommen, war nicht zu erreichen, keiner seiner alten Freunde wußte wo er ist und auf Instagram fand ich plötzlich ein paar verstörende Bilder und ich bin am nächsten Tag zur Polizei. Er hat mir dann erzählt, er habe bei einer Freundin geschlafen und das sei ihm peinlich gewesen, weshalb er sich nicht gemeldet habe. Er hat mir dann UNGEFRAGT noch x ziemlich fragwürdige "Beweise" dafür präsentiert, dass er auch wirklich dort war, was mich schon skeptisch gestimmt hat. Das war alles total unlogisch. Jetzt fällt es mir schwer ihm zu glauben, obwohl ich es so gern möchte.

Er hat gerade für seine nahe Zukunft nach dem Abitur sehr konkrete Ziele und Vorstellungen, die seit vielen Jahren konstant sind. Sein Leben ist also eigentlich nicht leer. Womit der Wechsel des Freundeskreises zu tun hat, kann ich nicht genau sagen. Er meint, dass der Rückzug aus der Gemeinde damit zu tun hat, dass ihm der neue Leiter der Jugendgruppe nicht so zusagt, weil der schon recht alt und weit weg von den Kids ist. Zum Sport will er nicht mehr, weil er sich nicht wohl in der Mannschaft gefühlt hat. Sie dulden ihn zwar, aber er war nie wirklich "dabei". Er ist dort wie gesagt seit bestimmt 8 Jahren und dieses Gefühl hat sich scheinbar jetzt verstärkt, als er diese neuen Freunde gefunden hat, die ihm das Gefühl geben, ihn voll zu akzeptieren.

Ich denke diese ganze Veränderung hängt tatsächlich damit zusammen. Er war halt bis vor kurzem völlig gegen alles, was für Durchschnittsjugendliche normal ist: rauchen, trinken, Party machen und eben auch Drogen. Für mich kam der "Sinneswandel" sehr abrupt mit dem Wechsel seines Umfelds, das scheinbar damit zusammen hängt, dass er endlich jemanden in seinem Alter gefunden hat, von dem er sich akzeptiert fühlt. Und das Gefährliche ist leider, dass das die falschen Leute sind, die ihn auffangen.


  Re: Wenn das mit den Drogen los geht...
no avatar
  Quax
schrieb am 28.09.2018 17:50
Ohne jetzt zu wissen, wo Du wohnst: gibt es bei Euch eine Selbsthilfegruppe für "betroffene Eltern"?
Die haben (leider) Erfahrung und können beraten und Kontakte für konkrete Hilfsangebote vermitteln. In Berlin/Brandenburg wäre eine solche Stelle der "Elternkreis Berlin Brandenburg" (findet sich unter dem Namen im i-Net). Ich hatte mit denen mal über eine ehrenamtliche Tätigkeit zu tun, machten einen ganz vernünftigen Eindruck. Man kann dort anrufen oder online Kontakt aufnehmen.
Wenn sie für Euch nicht "zuständig" sind kennen sie vielleicht die entsprechenden Gruppen in Eurer Nähe...

LG
quax




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2019