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  Re: Sex Probleme in der Ehe
avatar  Fake Mom
schrieb am 14.09.2018 13:35
Zitat
bubble°
Dafür muss man allerdings von dieser Sexualisierung weg.
Es geht nicht um den körperlichen Orgasmus (der durchaus schön ist).
Wer sich richtig körperlich liebt, empfindet es die ganze Zeit als Höhepunkt, viel schöner und langanhaltend befriedigend als der körperliche Orgasmus.
Sogar der Mann ejakuliert dann nur irgendwann nach langem Liebesspiel "aus versehen", er "braucht" es jedoch nicht zu seiner Befriedigung und tut es vielleicht auch gar nicht.
Weil es sein absolutes Vergnügen ist, die Frau zu beglücken (nicht mit körperlichem Orgasmus sondern durch seine Zärtlichkeit und Sinnlichkeit und dadurch liebevoller Eksatase) und sie zu spüren. Sein Ziel ist es da nicht, zu ejakulieren.
So wie es auch nicht ihr Ziel ist, klitoral oder vaginal zu kommen oder ihn zum Orgasmus zu bringen.
Und dies bedeutet nicht, dass man bei dem Liebesspiel eben auf Kreativität verzichten muss (Dessous, Federn etc.) - es geht allerdings nicht ums aufgeilen, sondern die Liebe für einander intim und körperlich auszudrücken und zu leben.


ich bin seit bald 8 Monate in einer neuen Beziehung. Eine absolute Liebe auf den ersten Blick, wo man nicht viel sagen musste, war vieles von Anfang an klar.. Genau das was Du beschriebst erlebe ich gerade jeden Tag.. das ist so schön..


  Re: Sex Probleme in der Ehe
avatar  Fake Mom
schrieb am 14.09.2018 13:54
@pmami

ich habe diesen Beitrag ganz anders aufgefasst. Gar nicht als Kategorisierung schlecht/gut/richtig.

Hier geht es darum, den Körper des anderen zu genießen, es zu lieben, ihm nah zu sein, ihn zu berühren und berührt zu werden, sich mit dem geliebten Menschen zu verbinden, eine körperliche Einheit bilden.
Ihm Liebe zu schenken und geschenkt zu bekommen.


Das vergisst man oft in einer Beziehung. und dann fangen die Probleme an.


  Re: Sex Probleme in der Ehe
avatar  Regina82
Status:
schrieb am 14.09.2018 14:18
@pamami: Ich wollte auch nichts in richtig oder schlecht kategorisieren.
Habe ja auch betont, wie schön ein körperlicher Orgasmus sein kann.

Ich spreche auch aus eigener Erfahrung. Hatte viele Jahre ein sehr frustrierendes Sexleben, welches die Ehe belastete und mein Selbstwertgefühl.
Habe dann jahrelang meine Sexualität bewusst erkundet, hab vieles gelesen, darüber gesprochen und auch ausprobiert, aktiv wie passiv. Ich war neugierig und wollte es schaffen, den Kopf auszuschalten, loszulassen und mich völlig hinzugeben.
Diese Sehnsucht in mir nach völliger Hingabe und Verschmelzung in Liebe mit dem Partner war enorm.
Ich dachte, der Weg führt nur über meinen eigenen Körper und meinen Kopf.
Und ich habe auch wirklich ein sehr aufregendes Sexleben gehabt und viele Erlebisse mit überwältigenden Orgasmen.
Ich nöchte diese Erfahrung auch nicht missen.

Doch ich irrte mich.
Natürlich ist es absolut hilfreich und auch schön, wenn man seinen eigenen Körper kennt und sich selbst körperlich zu lieben und zu beglücken weiß! (Ebenso wie man seinen Partner beglücken kann.)
Für mich gibt es mittlerweile jedoch nur noch den Weg der Liebe.
Seit einiger Zeit darf ich erleben, wie es ist, wirklich körperlich geliebt zu werden und zu lieben und komme aus dem Staunen nicht mehr raus.
Ich staune darüber, wie einfach, unkompliziert, natürlich und unbeschreiblich schön und erfüllend es ist.

Den Höhepunkt, den ich meine, wenn man sich körperlich liebt (und nicht nur befriedigt), der ist mit dem reinen klitoralen und vaginalen Orgasmus nicht vergleichbar.
Diese sind durchaus schön!
Doch ich zumindest erlebe es so, dass man darauf "hinarbeitet", dann ist er da und es ebbt danach ganz schnell wieder ab und irgendwie ist man nicht wirklich anhaltend zufrieden. Weil es auf der körperlichen Ebene geblieben ist.
Das passiert leider schnell, wenn man zu verkopft an die Sache ran geht oder Probleme mit ins Liebesspiel mit inmt.

Der liebende Höhepunkt baut sich sofort beim Liebesakt auf und bleibt bis zum Schluss bestehen und wie auf einem Plateau erfüllt es einen anhaltend, sogar auch tagelang zehrt man davon und fühlt sich erfüllt und geliebt.
Weil es Herz und Seele berührt.

Es kann auch durchaus sein, dass man beides erlebt - das ist dann absolute Ekstase und wirklich toll und bewundernswert, wer in diesen Genuss und dieses Vergnügen kommt.

Ich möchte auch nicht Körper und Herz trennen. Im Gegenteil, beim Liebesspiel geht es um Vereinigung.
Vereinigung zweier Körper als auch Körper, Herz und Seele.

Ich möchte jedoch Sex auf hauptsächlich körperlichen Ebene weder abwerten noch schlecht machen. Es gibt ja auch genügend Menschen, die damit glücklich sind.

@FakeMom: Ja, genau. Mehr den Fokus auf die Liebe und Intuition, weniger Fokus auf kopflastige Entscheidungen.


3 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.18 15:30 von bubble°.


  Re: Sex Probleme in der Ehe
avatar  Fake Mom
schrieb am 14.09.2018 14:40
bubble da ich gerade auch sowas erlebe und ich bin seit Di. 49 (!!) Jahre alt und durchaus sex. erfahren, weiss ich ganz genau was Du meinst. ich hatte sowas nie zuvor empfunden...


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  Re: Sex Probleme in der Ehe
no avatar
  starky
schrieb am 24.09.2018 09:51
Bubble,

Es ist ja alles schön und gut was du schreibst.
Fakemom auch. Ihr habt eure Ehen hinter euch, habt neue Partner und seid frisch verliebt. Diese Situation kann man mit der einer seit über 10 Jahren bestehenden Ehe nicht vergleichen. Sorry. Das Leben ist hart und bringt so einige Veränderungen mit sich. So viel schöne Theorien und Co... wir reden dann in 10 Jahren mit euch. Wenn es so bleibt wie es ist, dann Gut ab.


  Re: Sex Probleme in der Ehe
avatar  Fake Mom
schrieb am 25.09.2018 10:50
Zitat
starky
.. wir reden dann in 10 Jahren mit euch.

ich war zwei mal über 10 Jahren verheiratet. Sex war nie ein Thema im Sinne von "Probleme". Natürlich bin ich in 10 Jahren nicht so frisch verliebt wie jetzt, bzw. bin ich jetzt schon gar nicht frisch verliebt und das ist auch gut so. es wird immer inniger und intensiver. die Kunst besteht darin das auf Dauer zu schaffen, das ist mir auch bewusst. ich empfehle übrinegs das Buch Lauf der Liebe . es über die Entwicklung in der Beziehung. wirklich lesenswert.


  Re: Sex Probleme in der Ehe
avatar  Regina82
Status:
schrieb am 26.09.2018 17:13
starky, das klingt frustriert, was du schreibst. Oder auch etwas resigniert?

Also ich war 13 Jahre verheiratet und selbst in der Anfangszeit, wo ich echt stark verliebt war, hatte ich das nicht.
Dass ich in der Ehe ein frustriertendes Sexleben hatte lag schlicht weg am fehlenden Liebesleben.
Wir hatten immer nur Sex. Und da fehlte nach der Verliebtheitsphase die Lust zu, da fehlte die Kraft zu, besonders nachdem die Kinder da waren. Einer wollte öfter, der andere wies zurück, man fühlte sich beschämt und frustriert etc., ein Teufelskreis, aus dem wir nicht rauskamen, weil uns genau das fehlte - wahrhaft körperlich lieben und der Zugang dazu.

Und jetzt bin ich seit 2 Jahren in meiner neuen Beziehung und wir waren alles andere als auf rosa roten Wolken, so nüchtern bin ich noch nie in eine Beziehung rein. Aus Sympathie und Anziehung mit vielen Auseinandersetzungen wurde einfach leise Liebe, die noch wächst.
Da war nix mit verliebt im 7. Himmel, weder bei ihm noch bei mir.
Und auch wenn ich rückblickend merke, dass wir uns schon von Anfang an immer wieder mal körperlich geliebt hatten in einigen wenigen hingebungsvollen Momenten, der befriedigende Sex überwog 1,5 Jahre (und da gab es tatsächlich immer wieder Flauten, wo es dem anderen zu anstrengend war) und erst seit einem halben Jahr wird immer mehr aus Sex Liebe machen. Es ist ein Prozess, in dem wir noch immer drin sind.
Vor allem dank der Bücher, die wir lasen, weil wir beide neugierig waren, dass da doch noch "mehr" sein muss, kamen wir dazu.
Ich muss sagen, ja, ich freue mich auf die nächsten 10, 20 und 30 Jahre mit ihm, es kann nur noch schöner werden, weil wir gerade erst am Anfang sind, uns immer inniger und wahrhafter zu lieben und es jetzt schon so schön ist.
Ja, können uns gern dann noch mal unterhalten.

Ich behaupte, sich richtig körperlich lieben hat nichts mit frisch Verliebt sein zu tun (da "liebt" ja man ja eh noch eine Illusion, wie soll man diese wahrhaft lieben können?) oder wie lange man verheiratet/in einer Beziehung ist.

Vielleicht magst du ja mal einem der Personen googeln, die ich in meiner ersten Antwort erwähnte, falls du dich neugierig bist.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.09.18 17:29 von bubble°.


  Re: Sex Probleme in der Ehe
no avatar
  Ich_bins_kurz
schrieb am 26.09.2018 21:13
Hallo bubble,
welche Bücher kannst Du denn empfehlen?

Gruß Babette


  Re: Sex Probleme in der Ehe
avatar  Fake Mom
schrieb am 27.09.2018 08:14
Zitat
bubble°
und erst seit einem halben Jahr wird immer mehr aus Sex Liebe machen. Es ist ein Prozess, in dem wir noch immer drin sind..

Du sprichst mir von der Seele. Genau so ist das bei uns. Ich kannte das bis jetzt gar nicht,


  Re: Sex Probleme in der Ehe
avatar  Regina82
Status:
schrieb am 27.09.2018 08:44
Also ich bekam von einer lieben Freundin das Buch "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest" von Eva-Maria Zuhorst geschenkt.
Wegen des provokanten Titels lag es erst mal ein halbens Jahr bei mir rum ehe ich bereit war, reinzuschauen.
Die ersten 50 Seiten ca. musste ich mich auch durchkämpfen, doch dann war es, als ob ich Worte las, die ich schon immer als Wissen tief in mir trug und dieses Buch mir schlicht weg nur die erklärenden Formulierungen dafür gab.
Hier las ich meinem Partner einige Passagen vor.
In diesem Buch geht es um Selbstliebe, Liebe und Beziehung (ja, auch Sex und Liebesleben).

Über oben genanntes Buch kam ich auf "Sexuelle Liebe auf göttliche Weise" von Barry Long.
Für mich zum Teil sehr befremdliche und radikale Aussagen (dabei habe ich schon eine sehr unkonventionelle und auch spirituelle Einstellung), doch ich erwischte mich permanent zustimmend nickend beim Lesen, egal was meine urteilenden und skeptischen Gedanken da auch taten. Und auch hier gab eine tiefe innere Zustimmung in mir.
In diesem Buch geht es darum, Sex in Liebe zu transformieren.
Ich las es meinem Partner vor.
Das war unsere Anleitung.

Mein Partner beschäftigt sich aktuell u.a. gern mit Eckhard Tolle (übrigens war Barry Long Tolles Lehr-Meister soweit ich informiert bin) und las mir auch da einiges vor, die Büchertitel weiß ich jetzt leider nicht. (Gibt auch hier einige Videos im Netz zu finden.)
Von dem, was wir von Eckhart Tolle bislang lasen/sahen, geht es hauptsächlich um Selbstliebe, die Gegenwart leben und generelle Lebensphilosophien.

Wir stießen dann auch auf Veit Lindau; bislang sahen wir uns nur einige Videos von ihm (/und seiner Frau) an.
Sein "Buch Königin und Samurei" steht auf unserer Wunschliste.
Das Ehepaar Lindau beschäftigt sich vor allem um Selbstliebe, Liebe und Beziehung.

Dazu habe ich John Gottmans Buch "die 7 Geheimnisse einer glücklichen Ehe" seit Jahren in meinem Besitz.
Es half mir leider nicht, meine Ehe zu retten. Was schlicht daran lag, dass mein Ex-Mann zwar daran interessiert war, die Familie zu retten, jedoch nicht die Ehe. Die Liebe war weg, auch von meiner Seite aus (auch wenn ich eine Weile brauchte, mir dies einzugestehen; was ich letztlich noch als Liebe hielt war Abhängigkeit).
Dafür ist dieses Buch jetzt in meiner jetzigen Beziehung ein sehr hilfreicher Begleiter.
Mein Partner und ich lesen es gemeinsam.
Hier findet man auch Gottman's berühmten "apokalyptische Reiter", man kann beim googeln schon einiges darüber finden.
In diesem Buch geht es um Beziehungs- und Umgangspflege.

Das waren die Kernbücher, die uns bislang die größten "Aha"-Effekte einherbrachten.
Vielleicht fällt mir noch was ein.


@FakeMom: Ja, ich kannte es bisher auch nicht.
Ab und an rutschen wir auch wieder ins Sex machen (eben hauptsächlich körperliche Ebene), was auch schön ist, jedoch eben nicht so tief berührend wie Liebe machen.
Wir reden immer darüber, es wird nichts verschwiegen, erst recht nicht auch falscher Scham oder Rücksichtnahme.

Was ich spanned finde, ich trug dieses Bild von Liebe machen schon als Mädchen in mir. Als ich in die Pubertät kam, wurde mir dieser "Zauber" weggenommen und ich dachte, es geht nur um körperliche Vereinigung und Befriedigung.
Dass es das nicht gibt außer in meiner Einbildung - dass sich zwei liebende Menschen körperlich UND auf allen anderen Ebenen mit voller Hingabe lieben und verbinden können. Diese tiefe Verbindung zweier Menschen mit Körper, Herz, Geist und Seele.
Ich bin so dankbar für diese Offenbarung und Erfahrung und hoffe, es meinen Kindern weiter vermitteln zu können, dass diese nicht auch erst die Irrwege durchlaufen müssen wie ich damals.
Es stimmt, dass man einiges erst am eigenen Leib erfahren muss, um wirklich zu begreifen, was man schon (lange) als Wissen in sich trug.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.09.18 08:59 von bubble°.


  Re: Sex Probleme in der Ehe
no avatar
  Ich_bins_kurz
schrieb am 27.09.2018 21:27
Hallo liebe Bubble,
das Zurhorst Buch habe ich vor 9 Jahren gelesen. Da war es - glaube ich - erst relativ kurz auf dem Markt. Fand ich damals schon gut! Weiß aber auch, dass einige, denen ich es geschenkt habe, total entsetzt waren und es nie angerührt haben.

Das mit "Königin und Samurai" - von den beiden habe ich auch schon paar Sachen angeschaut und kurz angelesen. Das ist mir ein bisschen zu - wie soll ich sagen - blumig? Schnulzig? Finde nicht den richtigen Begriff. Die sind bei mir permanent auf Facebook zu sehen.

Die anderen Sachen von Dir werde ich mir mal genauer anschauen!

Klingt auf jeden Fall gut, was Du schreibst. Vielleicht kenne ich den Unterschied nicht so sehr - ich hatte eigentlich nie Sex ohne Liebe. Also so Matrazensportmässig oder one-night-stands oder so. Was natürlich nicht im Gegenzug heißt, dass ich immer Sex mit Liebe und tiefer Vereinigung hatte - gehören ja zwei dazu, nicht wahr? Um ehrlich zu sein, habe ich mit meinem Mann den eigentlich schlechtest Sex aller meiner bisherigen Beziehungen. Trotzdem würde ich ihn deshalb vermutlich nicht verlassen oder auch nicht sagen, dass das die Beziehung schlecht macht (da sind bei uns andere Themen größere Brocken)...

Will aber jetzt nicht den Thread klauen oder das Thema verändern.
Ich schau es mir jedenfalls mal an!

Danke
Gruß Babette




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