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  Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  blautoni
schrieb am 26.07.2018 13:05
Hallo,

kurz zu mir, ich bin 37 Jahre alt und habe zwei Kinder 14 und 9 Jahre jung.
Ich habe mich vor einem Jahr nach einigen Versuchen endgültig von meinem
Ex-Mann getrennt.

Ich habe einen neuen Partner und wir leben auch schon ein halbes Jahr zu Viert zusammen.
Es funktioniert recht gut, bis halt auf immer mal wieder kleineren Auseinandersetzungen zwischen
mir, meinem neuen Partner und unserem Teenager. Aber seit einigen Wochen lief es richtig gut
und harmonisch und ich hatte echt das Gefühl sie ist endlich angekommen. Wir waren auch alle vier
gemeinsam im Urlaub und ich hatte vorher echt Horror das es überhaupt funktioniert. Aber was soll ich sagen,
einfach wunderbar es gab keinerlei Gemaule weder von der Großen noch der Kleinen und es wollte keiner
Nachhause.
So jetzt war sie am Montag ihren Papa besuchen und hat mir am Abend eröffnet, dass sie bei ihm leben möchte.
Mir ist erst mal alles aus dem Gesicht gefallen und ich konnte gar nichts dazu sagen.
Ich bin auch absolut ruhig geblieben und habe erst mal versucht vorsichtig zu hören was passiert war.

Das Ende war er hat sich bei ihr ausgeheult, das er keinerlei Geld mehr hat wegen dem Unterhalt den er zahlen muss.
Dazu muss ich sagen das ich nur den gesetzlichen Mindestunterhalt für beide möchte und beim Jugendamt schriftliche
darauf verzichtet habe irgendwann nochmals eine Überprüfung anzustreben.
Er hat ihr erzählt er hätte sämtliche Versicherungen gekündigt, dass er überhaupt um die Runden kommt. Dazu muss ich
sagen, dass er einen VW Bus fährt den wir noch gemeinsam gekauft haben wo er im Monat 389 € Rate zahlt.
Eigentlich hatten wir uns Unterhaltsmäßig so geeinigt, dass er im Monat für beide Kinder 300 e zahlt und sich bei gewissen
Kosten mit beteiligt. Das Ende vom Lied war, dass ich ständig dem Geld hinterher gelaufen bin und im April einfach darauf
keine Lust hatte.

Und nun möchte er die Große zu sich ziehen. Wäre ja an sich auch kein Problem, aber nicht auf diese Art und Weise.
Das nächste ist er arbeitet als Schichtarbeiter immer drei Tage 12 Stunden jeweils Tag und Nachschicht und auch am Wochendend
wo sie auch allein wäre, gut die Eltern von ihm leben mit im Haus, aber ich denke die sind Erziehungsberechtigt.
Ich hatte ihm auch schon vor langer Zeit vorgeschlagen, dass er doch wenn er in der Woche frei hat, die Kinder einfach mal
nach Absprache einen Nachmittag von der Schule abholt und etwas unternimmt oder sie gemeinsam Hausaufgaben machen
oder was auch immer. Da kam einmal was und das war es wieder.

Sie ist seit Montag total durch den Wind, unausstehlich da ich mich dagegen ausspreche und ich weiß nicht richtig was ich
tun soll. Ich habe mich morgen zu einem Gespräch mit meinem Ex-Mann entschlossen wo ich ihn auf all das hinweisen möchte das er
damit das Kind kaputt macht. Ich habe auch schon versucht es meiner Tochter zu erklären und Gegenargumente mit eingebracht.
Wir hatten diese Woche auch solch ein Gespräch wo er nur am rumjammern war. Und er jetzt nicht mehr in Urlaub fahren könnten mit
den Kindern oder mal einen Sonntag in den Spreewald. Des weiteren steht ja auch noch ein Haus welches irgendwie getrennt werden muss.
Und ich möchte nur eine leppisch geringe Summe im Vergleich zur Immobilie um ihn nicht zu ruinieren. Auch das hat er der Großen um die Ohren
gehauen, dass er vielleicht das Haus verliert und ihr Erbe und ihre Heimat. Dabei zahlt er dort nicht mehr wie eine Hausmiete. Ich verstehe ja das
das Geld fehlt und das es sicherlich eng ist. Aber er wollte immer eine andere Arbeit machen, wozu er jetzt frei wäre und wie gesagt es
interessiert mich nicht was dann auf dem Lohnzettel bei ihm steht. Doch ich kann doch auch nicht auf alles verzichten und stehe aber mir für alles Gerade.

Ich weiß echt gerade nicht was ich tun soll. Sorry für diese Durcheinander und danke fürs lesen. Vielleicht hat ja doch jemand
einen Tipp für mich.


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
avatar  Maral
schrieb am 26.07.2018 13:35
Sie ist 14, insofern wird ihre Stimme Gewicht haben, auch vor Gericht. Dass er sie beeinflusst, ist natürlich richtig blöd, Allerdings gilt bei Jugendlichen manchmal dass man sie ziehen lassen muss, sie wird für Argumente wenig zugängig sein. Das heißt, deine Beziehung zu ihr wird sich nicht verbessern, wenn du da jetzt auf Contra gehst, womöglich noch gegen den Papa.

wenn ein Dort leben grundsätzlich möglich ist, würde ich vermutlich folgendes tun: 1. Ein Beratungsgespräch allein, die Sachlage möglichst nüchtern schildern, 2. wenn deine Tochter einwilligt, eventuell nochmal ein Beratungsgespräch mit ihr, 3. ( der Unterhalt wird sich zwar ändern, aber dafür hat er andere Kosten, dass heißt, ob er wirklich soviel spart, sei dahingestellt, vielleicht kann ihr das auch jemand neutrales einmal vorrechnen, damit sie sich davon freimachen kann), würde ich auf alle Fälle immer erst zunächst ein Probewohnen unter Alltagsbedingungen auf Zeit schriftlich vereinbaren ( dabei aber auch die 6 Monate bedenken), wenn alle zu dem Schluss gekommen sind, es wirklich auszuprobieren. Und der Tochter vermitteln, dass sie jederzeit willkommen ist, und nach der Probezeit sowieso wieder, zurückzukommen.
Ihr muss schon klar sein, dass sie keinerlei Verantwortung für die finanzielle Situation des Vaters hat, aber es wäre ja auch möglich, dass sie insgeheim auch aus anderen Gründen das probieren möchte, und nur nichts sagen mag. Und das jetzt als Sprungturm nutzt.
sie wäre aber nicht die erste, die feststellt, dass alles ganz anders ist, als vorgestellt und wieder zurück möchte.


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  blautoni
schrieb am 26.07.2018 14:14
Hallo Maral,

vielen Dank für deine Darlegung. Was meinst du mit den 6 Monaten, sollte ich diese für die Probe einräumen
oder wie meinst du das?


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
avatar  Maral
schrieb am 26.07.2018 14:58
Naja, es gibt so eine ungeschriebene 6 Monatsgrenze. Wenn man sich bspw trennt, und einer nimmt die Kinder mit, ist es nach 6 Monaten relativ schwer, den Aufenthaltsort der Kinder wieder zu ändern, wenn ein Partner nicht möchte, ohne das man darlegt, warum ein Wechsel erheblich dem Kindeswohl dient. Es wird sozusagen Gewohnheitsrecht. Bzw man geht davon aus, dass Kinder sich eingelebt haben, Struktur , Stabilität etc.
Gut, dass Kind ist 14, hat also eh Mitspracherecht, und ich vermutlich auch etwas übervorsichtig, aber ich persönlich würde darauf achten, dass a) schriftlich zu fixieren und b) erstmal nur 3 Monate oder so vereinbaren, ich habe schon ein Fall mitbekommen, da fiel ein ET auf die Nase, weil sie es wieder rückgängig machen wollte, aber inzwischen zuviel Zeit verstrichen war.


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  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  blautoni
schrieb am 26.07.2018 15:02
ah ok das wusste ich nicht. Es ist Wahnsinn was für Kreise
das alles ziehen kann wenn man sich nicht einig wird.

Danke für die Antwort.


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  Hamamelis71*
schrieb am 26.07.2018 17:48
Wärest Du im Umkehrschluss dann unterhaltspflichtig, wenn Deine Tochter beim Vater leben würde?

Rechne ihr alles mal vor und zeige ihr die Vorteile auf und die Nachteile.

Bei der Tochter einer Freundin hat das Wunder bewirkt


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  pmami
schrieb am 26.07.2018 19:30
Kinder - auch Teenager - haben ja manchmal einen merkwürdigen Gerechtigkeitssinn. Es kann sein, dass Deine Tochter sich in einem Loyalitätskonflikt befindet, weil beide Kinder bei Dir leben und keines bei Deinem Ex. Das will Deine Tochter jetzt vielleicht ausgleichen, indem sie zum Vater zieht. Dann wäre es aus ihrer Sicht "gleichmäßig" verteilt.

Was heißt. Möglicherweise will sie selbst gar nicht unbedingt zum Vater sondern fühlt sich aus Loyalität dazu verpflichtet. Das "Gejammere" des Vaters hilft dabei natürlich nicht wirklich.

Gäbe es eine Chance, dass Du mit Deinem Ex zusammen eine Elternkonfliktberatung oder eine Mediation in Anspruch nimmst?

Viele Grüße pmami


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  blautoni
schrieb am 27.07.2018 08:03
Hallo,

nur sehr gering bis gar nicht, da ich gerade so mit meinem Einkommen
an der Mindestgrenze liege.

Ja auch das wäre noch eine gute Idee, ich habe es zwar schon probiert
aber davon möchte sie leider nicht wirklich was wissen.

Ich habe heute noch mal ein Gespräch mit meinen Ex-Mann, vielleicht kann
ich ihn ins Gewissen reden, dass Geld und unsere Probleme nichts bei
den Kindern zu suchen haben. Ich hoffe sehr das es was bringt.


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  Hamamelis71*
schrieb am 27.07.2018 14:09
Vielleicht hast Du eine Freundin, die das mal mit Deiner Tochter besprechen kann?


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  blautoni
schrieb am 27.07.2018 15:06
Ja ich denke da wüsste ich jemanden.
Ich werde es einfach versuchen.

Vielen lieben Dank nochmal für eure Tipps.

LG Kerstin


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 29.07.2018 09:51
Liebe Kerstin,
ich finde ganz schlimm, was dein Ex da gemacht hat, letztlich doch für 150 im Monat weniger, oder? Und das heißt auch, dass er gedenkt für sie wesentlich weniger als 150 im Monat auszugeben, oder? Ich würde ihm anbieten, vorübergehend auf die 150 zu verzichten, wenn er dafür versucht die Manipulationen zurückzusteuern, also wenn er mit eurer Tochter redet. Wenn das nichts bringt, würde ich mit ihr ehrlich reden. Also dass sie wegen 150 Euro im Monat zu ihm ziehen soll. Mitten in der Pubertät. Von ihrer Schwester getrennt. Zu einem Schicht-arbeitenden Vater. Wahrscheinlich hat deine Tochter Mitleid mit ihrem Vater, nicht nur des Geldes wegen, sondern auch weil du wieder jemanden hast und er nicht. Dann hätte er sie. Du weißt ja, Töchter und Väter, das ist ja eine ganz spezielle Liebesbeziehung, ich habe immer lieber selbst gelitten als dass mein Vater leidet, dabei war es noch nolicht einmal ein guter Vater. Ich würde sie jedenfalls nicht ziehen lassen, so lange es Möglichkeiten gibt, weil sie in der Pubertät jetzt noch einmal viel Stabilität und Sicherheit braucht. Nur würde ich ihr suggerieren, dass wenn sie letztlich wirklich will, du sie gehen lässt, weil sonst der Widerstand immer größer wird. Du könntest ihr notfalls auch anbieten, mal zwei Wochen beim Papa zu wohnen, wenn er arbeitet. Aber danach muss sie erstmal wiederkommen und ihr bespreche das Ganze. Alles Gute für euch!


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 29.07.2018 13:06
so wie ich das jetzt rausgelesen habe, ist dein Kind (aufgrund der Pubertät) nicht offen für Argumente. deswegen würde ich Vorschlagen, dass sie dir Argumente geben soll. Warum will SIE beim Papa bleiben. und dabei würde ich Argumente nicht zulassen, die "weil Papa..." lauten, also keine Argumente, die eigentlich seine sind ("Papa hat so wenig Geld", "Papa sieht mich so selten", aber "ich sehe Papa dann öfters" wäre passend). sie soll wirklich mal aufzeigen, was denn für SIE dafür spricht, dass sie dort hin geht. aufgrund der Formulierung merkt sie vielleicht, dass es seine und nicht ihre Argumente sind, und kann dann beurteilen, ob sie sie trotzdem als wichtig genug findet. ergänzend könnte sie auch noch selbst argumentieren, warum SIE bei dir bleiben sollte (pro-contra) und dann vergleichen.


  Re: Beeinflussung durch Ex Mann oder sehr ich das einfach zu eng
no avatar
  samonna
Status:
schrieb am 04.08.2018 13:03
Ich habe nur ein angehend pubertierendes Kind, aber ich sag dir mal, wie ich es machen würde. Ich würde meiner Tochter vermitteln, dass die Entscheidung ganz alleine bei ihr liegt, wenn Sie zum Vater ziehen möchte. Ich würde sie aber bitten, dabei außer acht zu lassen, was der Vater da am klagen ist, es ginge hier ausschließlich um die Frage, wie SIE leben möchte, und nicht darum, dem Vater auf diese Weise zu mehr Geld zu verhelfen. Ich würde ihr sagen, sie solle eine Liste machen und sich so verdeutlichen, wo für SIE die vor- und Nachteile liegen. Muss sie dann auch die Schule wechseln, sind dann Freunde weit weg? Wird es für sie evtl sogar finanziell enger, wenn sie beim Vater lebt?

Ich würde ihr quasi schon zugestehen, bei dieser Entscheidung mitzureden, ihr aber auch klar sagen, warum du möchtest, dass sie bei dir lebt. Wenn dein Ex wegen des Geldes macht, muss ihr das auch klar sein, dass es eben nicht um SIE geht. Vielleicht hilft das ja, auch bei einer 14jährigen...




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