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  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  BellBell
schrieb am 08.08.2018 12:03
Ich glaube nicht das anderen das Glück zufliegt! Aber es scheint nur so würde ich sagen, wie oft habe ich paare gesehen und gedacht Mensch was für ein tolles Leben und wie glücklich die sind, was sich dann im Nachhinein anderes gezeigt hat. Jeder hat sein Paket zu tragen.


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  la miga
schrieb am 10.08.2018 17:03
Ja, eben, jeder hat sein Paket zu tragen.

Ich, als jemand, der zwar die ICSI-Negativs kennt und die Hoffnungslosigkeit, die man in Behandlungen verspüren kann, aber auch heute zwei Kinder hat, empfinde diesen Thread als extremes Beispiel dafür, wie sich die Einstellungen zum Thema auch verändern können. Es ist immer alles eine Frage der Perspektive. Und, das würde ich heute sagen: Man kann auch als von ungewollter Kinderlosigkeit betroffener Mensch extrem ungerecht anderen gegenüber werden.

Zitat
P
Warum müssen wir unseren Schmerz, unsere Trauer, und unser Leid eigentlich immer nur verstecken? Was läuft da schief?
Die anderen dürfen ihre Freude und ihr Glück ganz offen ausleben, es jedem unter die Nase reiben, warum also soll uns nicht zustehen zu zeigen dass es einem beschissen geht? Warum darf man dies niemals zeigen, warum muss man sich damit immer absolut unter Kontrolle haben?

Das ist jetzt deine Sichtweise. Und die kann man emotional gesehen natürlich nachfühlen. Das ist gar keine Frage. Deine Gedanken kreisen um dieses Thema, du siehst dich als Opfer, was du ja bzgl dieses Themas auch irgendwo bist - du bist aber natürlich nicht das Opfer deiner Schwägerin, das ist objektiv gesehen schlicht Unsinn, du bist das Opfer der Natur, des Schicksals, wie auch immer.

Deine Sichtweise hilft dir nicht weiter, sie zentriert negative Gedanken, sie wird dich eher unglücklich als glücklich machen und zudem ist diese Sichtweise nunmal schlicht nicht wahr. Du zeigst doch dein Leid, weder musst du dich unter Kontrolle haben noch hast du dich unter Kontrolle gehabt in der Situation. Niemand verlangt von Kinderlosen, dass sie nicht darüber reden, und wenn es ein Tabu-Thema ist, so eher mein Empfinden, liegt das ja mehr als den Betroffenen selbst.

Ich stimme hier pmami völlig zu, wenn sie sagt: Bei einem Familientreffen mit Babyschuhen das Glück zu verkünden, ist nun ganz sicher nichts Ungewöhnliches oder gar Freches, Egoistisches - es ist sicher üblich, es ist nachvollziehbar, das ist schlicht ganz normal. Das Glück trifft in dem Moment auf dein Unglück, natürlich. Aber dafür kann deine Schwägerin nichts. Du hast dir selbst den Raum genommen für deine Trauer, du hast natürlich objektiv gesehen die Party gecrasht, danach wird niemand mehr lachend am Tisch gesessen haben. An diese Situation wird die Schwägerin auch noch in 50 Jahren denken, und das war auch sicher für die weder schön noch einfach. Diese Perspektive kann auch eine sein.

So, wie ja immer alles eine Frage der Perspektive ist. Ich erinnere mich auch noch, dass ich in den Behandlungen irgendwie jedes Baby als gegen mich gerichtet gesehen habe, dass ich mich teils auch nicht über das Positiv eines anderen gefreut habe, weil man denkt, wenn das bei X und Y und Z mit der ICSI geklappt hat, kann es ja kaum sein, dass wir jetzt auch noch Glück haben. Icj habe in der Stadt nur noch Kinderwagen gesehen. Man fühlt sich ausgeschlossen. Ich kann das alles nachvollziehen.

Aber es ist eben eine Perspektive von vielen, und das Leben, das spürt man aber natürlich eher wieder dann, wenn Kinder da sind, besteht auch nicht nur aus dem Kind und vor allem ist das auch kein Garant für Glück und innere Zufriedenheit. Aber da wird man schnell eigensinnig. Man sieht nicht mehr, dass man doch auch bei allem Elend wegen der ungewollten Kinderlosigkeit gar nicht weiß, was in anderen vorgeht . Und wenn man dann aber innerlich oder auch offen sich so verhält, als seien alle anderen, die nicht "Rücksicht nehmen" auf die Kinderlosigkeit, gemein und böse, ohne mehr zu wissen, was die denn alles so tragen an Päckchen, ist man selbst auch nicht besser.... ohne dies böse zu meinen, aber was weiß man schon? Deine Schwägerin hat ja offenbar einen neuen Partner - weißt du denn, was alleine deswegen alles schon in ihrem leben war? Eine Trennung, da war schon ein Kind, was auch mit der Trennung leben musste, vielleicht war sie alleinerziehend, vielleicht dachte sie auch, da käme niemals mehr ein Mensch, mit dem sie eine Beziehung führen wird. Du weißt doch gar nicht, welche Probleme sie möglicherweise mit der Tochter hat oder hatte, vielleicht gibt es ihrerseits auch gesundheitliche, psychologische Sorgen ihrer selbst, bei ihren Eltern... was weißt du über deren Finanzen, was weißt du wirklich über deren Partnerschaft? Kannst du sicher sein, dass nicht jetzt oder irgendwann auch mal bei denen das Elend groß ist? Kannst du sicher sein, da immer rücksichtsvoll zu sein? Ich denke, da verlangt man sehr viel und wird anmaßend.


  Re: Warum haben es andere so einfach?
avatar  Fake Mom
schrieb am 16.08.2018 12:26
hi,

es wurde schon viel geschrieben und ich habe alles selber durch. Allerdings möchte ich bei Ella und pmami unterschrieben. DU darfst traurig und wütend sein, Deine Schwägerin darf sich aber freuen. Sie ist nicht schwanger geworden um Dich zu ärgern und Anzahl an "geplanten Schwangerschaften" auf diesem Planet ist dadurch nicht zurück gegangen. Jede Minute wird ein Kind geboren. Dadurch verringern sich Eure Chancen nicht. Du bist unglaublich wütend auf deine Schwägerin und das sollst Du nicht. Dazu gibt es kein Grund.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.18 13:46 von Fake Mom.


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  RoteBeete
schrieb am 18.08.2018 20:13
Also ich muss ehrlich zugeben, dass ich bei den letzten Posts eine Sache nicht verstanden habe...klar darf und soll sich die Scwhägerin freuen.
Die Schwägerin hat wider besseres Wissen ein paar überrumpelt, für welches jede Schwangerschaft ein Stich ins Herz ist. Wenn ich das weiß, dann kann ich die doch vorher einweihen? Dann entstehen solche Situationen gar nicht. Die TE hätte sich sammeln können und entscheiden, will sie dabei sein oder - auch aus Rücksicht auf die Schwägerin - lieber nicht.


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  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  pmami
schrieb am 18.08.2018 20:56
Es soll tatsächlich Menschen geben, die davon ausgehen, dass jeder sich über die Nachricht von einer Schwangerschaft freut.

Fünfzehn Minuten früher wäre die Neuigkeit ja immer noch überrumpelnd gewesen. Nur eben 15 Minuten früher. Der einzige Unterschied wäre gewesen, dass der Rest der Familie nicht dabei gewesen wäre. Da die TE, was ihr gutes Recht war, sich aber trotzdem entschieden hat, die Feier zu verlassen, sehe ich immer noch nicht, was die Schwägerin falsch gemacht hat.

Viele Grüße pmami


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  Pikachu
Status:
schrieb am 06.01.2019 14:59
Ich war einige Zeitlang nicht im Forum, und nun liegen auch schon viele Wochen zu meinem Post zurück...und ich sage es gleich: Nein, es ist immer noch kein Stück einfacher geworden.
Eher wird es jeden Tag schwerer für uns. Es könnte nun jeden Tag so weit sein, dass das Kind zur Welt kommt...und wir?
Wir hatten noch nicht einmal eine einzige weitere Chance überhaupt schwanger zu werden...weil wir selbst den bloßen Versuch auf eine Schwangerschaft finanziell und zeitlich so perfekt durchplanen müssen dass es für uns überhaupt keine Chance dafür gibt.
Ich habe seit Oktober eine neue Stelle, die ich hasse, die mich krank gemacht hat...seit mitte Dezember bin ich deswegen krank geschrieben, weil ich davor 10kg (in ca.: 5-6Wochen) abgenommen habe, weil ich durch den Job kaum noch was essen konnte. Ich musste die letzten Wochen zuhause erst mal langsam lernen wieder halbwegs normal zu essen, ohne mich hinterher fast zu übergeben.
Dadurch dass mir alles so auf den Magen geschlagen hat, ist selbiger noch richtig krank geworden...Magenschleimhautentzündung und verdacht auf Geschwür...am 14.1. muss ich deswegen stationär und es wird eine Magenspiegelung gemacht.
Ohne Medikamente kann ich gar nichts esse, weil ich fürchterliche Magenschmerzen habe.
Mein Arzt empfiehlt zu kündigen...was ich mir nicht leisten kann, wenn ich nicht nahtlos etwas neues habe.
Dann fängt wieder 6 Monate Probezeit von vorn an, was bedeutet dass wir jetzt schon bis zur mitte des Jahres keine Chance haben die Kryo zu machen.
...dies eine kleine Zusammenfassung der letzten Wochen/Monate.



Nun noch was zu euren Antworten:

Wir haben die Party nicht gecrasht, und es wurde hinterher gelacht. Die haben sehr, sehr ausgelassen gefeiert. Haben wir selbst durch die geschlossenen Fenster noch genug mitbekommen.
Mit der Schwägerin haben wir seit diesem Tag kein Wort mehr gewechselt, mein Mann will es auch nicht.
Er ist seitdem in ein so tiefes Loch gefallen, dass war er in unserer gesamten Kinderwunschzeit noch nie.
Mein Mann ist es nun der ständig mit den Tränen kämpft und psychisch absolut am Ende angelangt ist. Er hat vor der Kryo so viel Angst dass es wieder ein Negativ gibt, dass er sogar schon alles verwerfen lassen wollte, aus purer Angst dass er keinen weiteren gescheiterten Versuch durchstehen kann.

Zudem hat er wahnsinnige Angst um mich...er hat Angst dass wieder etwas schief läuft, ich durch die Hormone wieder schwer krank werde, und es vielleicht diesmal nicht mehr nur mit einem blauen Auge schaffe.


  Re: Warum haben es andere so einfach?
avatar  PonyHütchen
Status:
schrieb am 06.01.2019 17:46
Ich finde es ziemlich traurig, dass ihr eure Schwägerin verantwortlich für euer Schicksal macht. Sie ist es nicht. Ihr habt das Recht, traurig zu sein, auch wütend, weil es ist, wie es ist. Aber eure Schwägerin kann nichts, aber auch gar nichts dafür. Weder leuchtet mir ein, warum sie auf Kinder verzichten soll, noch, warum ihr jetzt nicht mehr mit ihr redet Ich hab ne Frage Ihr befindet euch glaube ich, gerade in einem ziemlichen Tief, Kinderwunsch, Job läuft nicht, finanziell hängt es in der Luft... Habt ihr da Unterstützung? Therapeutisch? Ich würde mir da unbedingt Hilfe holen an eurer Stelle. Das hört sich für mich alles sehr ungut an.


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  Pikachu
Status:
schrieb am 07.01.2019 21:37
An welcher Stelle hab ich behauptet dass wir Sie für unser Situation verantwortlich machen, oder dass sie keine Kinder bekommen darf?!
So eine schwachsinnige und haltlose Unterstellung.

Wir machen Sie lediglich für ihr Verhalten verantwortlich.
Sie war vor 5Jahren eine der ersten die von unseren Diagnosen erfahren hat, die von Anfang an jeden Schritt bei uns wusste.
Sie wusste es die ganzen Jahre wie mies es uns geht, dass wir am Boden sind.
Sie wusste wie schwer es für uns ist, dass alle einfach so hoppla huch schwanger werden, wie weh es tut "das Paar zu sein was zu dumm zum kindermachen ist" und trotzdem knallt sie uns das einfach so vor versammelter Manschaft an den Kopf.

Noch dazu hat Sie uns fast 10 Jahre lang bei jeder Gelegenheit erzählt dass sie kein weiteres Kind möchte.
Es hat uns also eiskalt erwischt, und wenn Sie nur einen Funken Empathie übrig hätte, hätte sie drauf kommen können dass sie uns so eine Nachricht vielleicht schonender hätte beibringen können.


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  cora167
schrieb am 07.01.2019 23:20
Es tut mir sehr leid, dass sich euer Kinderwunsch immer noch nicht erfüllt hat. Du hast allen Grund, wütend und traurig zu sein. Aber die anderen, die es vermeintlich leichter haben und einfach so schwanger werden, können nichts dafür, dass es bei Ihnen klappt und bei euch nicht. Deine Schwägerin scheint bis zu diesem Vorfall eine Vertrauensperson gewesen zu sein, es ist doch schade, dass ihr jetzt monatelang keinen Kontakt zu ihr hattet.

Das mit deinem Job klingt nicht gut. Willst du wirklich weiter machen, obwohl es dich krank macht? Natürlich hättest du in einem neuen Job eine Probezeit, aber die hast du jetzt doch auch noch? Bist du sicher, dass du weiter beschäftigt wirst, nachdem du jetzt länger krank warst?

Ich würde auch über therapeutische Unterstützung nachdenken, für euch beide.


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  chaosbraut4711
Status:
schrieb am 08.01.2019 17:58
Ja, sie hätte es euch schonender erzählen können. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich alle Varianten ähnlich schlimm fand. Egal, ob in der Gruppe, zu zweit, per Textnachricht. Es war immer ein Schlag in die Magengrube. Ich war jedes Mal neidisch.

Aber ich hab ehrlich gesagt den Eindruck, dass ihr euch in eurer Wut verrennt. Sie ist schwanger und bekommt ein Wunschkind. Ihr werdet Tante und Onkel für dieses wunderbare Wesen sein und straft sie monatelang dafür ab, dass sie nicht sensibel genug waren. Ein deutliches Gespräch, um zu erklären, was ihr erwartet hättet, hätte doch wirklich ausgereicht.

Jeder macht mal Fehler und sie haben keinen Atomkrieg angezettelt und niemanden ermordet, sondern sind schwanger geworden und haben ihre Freude verkünden wollen.
Wahrscheinlich haben sie zuvor zuhause diskutiert, wie sie es wegen euch handhaben sollen und dachten, dass ihr euch genug für sie freuen werdet, um die Verkündung akzeptieren zu können.

Wendet eure Energie für etwas besseres auf, als für Hass und Wut.
Wenn Ihr Probleme habt, die nächste Behandlung zu finanzieren, dann setzt eure Energie da ein. Alles unnötige ausmisten und verkaufen. Günstigere Wohnung suchen. Versicherungen prüfen, günstigere suchen/kündigen. Bewerbungen schreiben. Weiterbilden. Steuererklärung machen. Usw...


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  Talea79
Status:
schrieb am 08.01.2019 21:40
Hallo Pikachu,

ich habe auch das Gefühl, ihr verrennt euch gerade etwas, projeziert eure Trauer und Wut auf die Schwägerin und versinkt in Selbstmitleid.
Das könnt ihr tun, aber es wird euch kein Stück weiterbringen und auch zu keiner Schwangerschaft führen...
Wie alt bist du? Wenn du nicht Ende 30 bist, dann würde ich jetzt erstmal mein Magengeschwür auskurieren, dann eine Kur/Reha beantragen und danach den Job kündigen und einen neuen suchen, währenddessen therapeutische Hilfe zum Umgang mit der unerwünschten Kinderlosigkeit in Anspruch nehmen und frühesten nach der Probezeit wieder einen Termin in der Kiwu machen. Während der ganzen Schritte würde ich immer auch mal mögliche Alternativen durchdenken, zumal eine Hormonbehandlung bei dir ja anscheinend riskant ist. Wir sind nach vielen Negativs Pflegeeltern geworden und ärgern uns jetzt fast ein wenig, dass wir uns dazu nicht schon früher entschieden haben.
Egal, wie eure Kinderwunschgeschichte ausgeht - wäre es nicht auch schön, Onkel und Tante zu sein? Durch den Kontaktabbruch verwehrt ihr euch dieser Möglichkeit. Vielleicht könnte euch eine enge Beziehung zu eurem/r Neffen/Nichte auch ein wenig mit der eigenen Kinderlosigkeit (sofern ihr tatsächlich kinderlos bleiben solltet) versöhnen? Ich war auf meine Freundinnen mit Kindern immer auch übel neidisch, habe den Kontakt mit den Kindern aber trotzdem genossen und hatte lieber Umgang mit diesen "fremden" Babys, als gar keinen Kontakt zu kleinen Kindern.

Ich wünsche euch, dass ihr eine Perspektive für euch findet.
Alles Gute, Talea


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  pmami
schrieb am 09.01.2019 09:05
Hallo Pikachu,

ich denke auch, dass die Schwägerin Euer kleinstes Problem ist. Ihr seid beide gesundheitlich angeschlagen, finanziell ist es eng bei Euch, Unterstützung seitens der Familie habt Ihr offensichtlich nicht, beruflich steckt Ihr jeweils in Sackgassen und für eine weitere Kinderwunschbehandlung gibt es im Augenblick keine konkrete perspektive.

Ihr solltet an dieser Stelle eine bewusste Pause einlegen, Euch auf Eure Gesundheit konzentrieren, Euch Hilfe oder Unterstützung suchen, eventuell auch therapeutisch und vor allem neue Kräfte sammeln. Wenn Ihr Euch weiter so verrennt, steht Ihr am Ende vor einem Scherbenhaufen.

Viele Grüße pmami


  Re: Warum haben es andere so einfach?
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  henriette
schrieb am 09.01.2019 14:23
Eine Schwangerschaft ist meistens ein freudiges Ereignis und die werdenden Eltern haben alles Recht darauf, sich zu freuen. Klar, man hätte vielleicht einfühsamer, aber ich fand das in der Kinderwunschzeit auch doof, so mit Samthandschuhen angefasst zu werden und habe das auch nicht erwartet. Allerdings gab es eine Situation, die ich dann doch etwas heftig fans: ich war mitten in der Kinderwunschbehandlung und eine Freundin, die davon wusste, erzählte mir von ihrer kürzlich vorgenommenen Abtreibung. Das ist dann schon was anderes finde ich, zumal es zumindest für mich keine wirklich nachvollziehbaren Gründe dafür gab.
Und ansonsten: kein Kind dieser Welt ist ein Garant dafür, dass man mit seiner Ankunft ein erfülltes, glückliches Leben führt. Es wäre auch eine viel zu grosse Bürde, die diesem Wesen auferlegt würde. Ein Leben mit Kind muss in keiner Weise erfüllter und glücklicher sein als ein Leben ohne Kind. Das Kind ist nicht für euer Glück verantwortlich.
Ich konnte es zum Glück schaffen, mich in der Kinderwunschzeit auch intensiv auf andere Kinder einzulassen. Das war toll und es war auch schön, wenn ich nach zwei Wochen Kinderbesuch wieder meine Ruhe hatte...
Es ist euer Leben, ihr habt nur eins und das besteht nicht nur daraus, zu versuchen, sich einen Wunsch zu erfüllen.




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