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  Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  jennialexa
schrieb am 28.06.2018 12:16
Hallo,

Die Überschrift ist vielleicht etwas holprig.

Mein Mann und ich haben uns Ende April getrennt. Im Nachhinein stellte sich dann raus, dass er seit Januar eine neue Freundin hat ( wobei ich überzeugt bin, dass das eher seit Oktober so ist, spielt jetzt aber keine Rolle).

Bislang sprach er immer davon das Nestmodell zu wollen und dass wir uns die Kinderbetreuung dann hälftig teilen. ( da spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle, er muss schon für eine Tochter aus früherer Beziehung Unterhalt zahlen und wenn er noch Unterhalt für zwei weitere Kinder bezahlen müsste, würde nicht viel übrig bleiben)

Vor der Trennung war ich für den kompletten Alltag der Kinder verantwortlich. Er war für mindestens 4 Tage auf "Dienstreise".
Seit der Trennung übernimmt er zwei Tage die Woche. ( +Wochenenden abwechselnd)

Da er vorher viel abwesend war ist das gut für die Kinder, zumal er vor der Trennung ständig schlecht drauf war und das jetzt wirklich (soweit ich das mitbekomme) besser geworden ist und er endlich auch mal Freude an den Kindern hat. Vorher hat er sie vorallem als Belastung angesehen.

So absurd das klingen mag, unsere Kinder wissen noch nichts von unserer Trennung. Wenn ich für sie " zuständig "bin ist er auf Dienstreise. Und ich besuche halt wenn er zuständig ist Freunde oder wir sind auch mal zusammen im Haus. Geburtstage etc haben wir recht harmonisch hingekommen. Klar bekommen die etwas mit, aber die Dimension einer offiziellen Trennung bislang nicht.


Jetzt hat er mir gestern eröffnet, dass er mit seiner Freundin zusammenzieht, ( sie würde dann in ihre jetzige Stadt zum Arbeiten pendeln ca. 60 km) und das er das Wechselmodell möchte.

Die Kinder wissen weder von unserer Trennung, noch von der neuen Freundin. Die sie auch nicht kennen. ( ich auch nicht)

Davon mal ganz abgesehen, dass ich emotional ziemlich zusammen gebrochen bin , da ich bislang auf dem Kurs Nestmodell mit Planung wie bauen wir das Haus um, damit das praktikabel mit uns 4 unter einem Dach ist, war.

Finde ich seine Vorstellungen völlig abstrus und nicht dem Kinderwohl zuträglich. Mein Sohn ist eh ziemlich sensibel und ich frage mich was verlangt er da von unseren Kindern?

Wie sind eure ehrlichen Meinungen dazu? Bin ich emotional verblendet?

Liebe Grüße
Jennialexa

PS. Da ich mit dem Handy geschrieben habe.....


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  Kathlen87
Status:
schrieb am 28.06.2018 14:55
Also ich selbst habe die Erfahrung noch nicht gemacht, aber meine Freundin, grade im Mai diesen Jahres.

Er hat sie verlassen, hat sie mit 4 Kindern "sitzen" lassen und ist direkt bei seiner neuen Freundin eingezogen. Die beiden handhaben das nun so, dass er alle 2 Wochen die Kindern übers Wochenende mitnimmt (zu seiner neuen Freundin) und dann hat er noch unter der Woche einen Tag, den er im gemeinsamen Haus mit den Kindern verbringt.

Für die Kinder sind beide Situationen unerträglich. Sie sieht, wie sehr grade die größeren leiden, immer wenn Papa wieder geht. Aber ich denke, dass ein klarer Schnitt für die Kinder einfacher ist, als wenn man ihnen "etwas vormacht". Die kommen sowieso dahinter und spüren auch die negativen Spannungen.

Leider kann ich die emotional keinen guten Rat geben. Meine Freundin ist am Boden und immer wenn ihr Mann kommt, um die Kinder zu holen, bricht für sie eine Welt zusammen. Aber ich denke, irgendwann wird sich das alles bessern und einspielen. Dafür gibt es keinen Fahrplan!

Ich wünsche dir aber ganz viel Kraft für diese schwere Zeit.


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  Hamamelis71*
schrieb am 28.06.2018 15:17
Lass Dich am besten auch mal juristisch beraten, denn dadurch ändert sich unterhaltsmäßig sehr viel.

Wie will er denn die Kinder betreuen? Kann er dann Homeoffice machen?


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  jennialexa
schrieb am 28.06.2018 15:33
Die Kinder sind dann von 7:45 - 16:30 Uhr in der Schule /Ogs bzw Kita.

Er will sie ja nicht nur jedes zweite Wochenende oder so mit in die neue Wohnung nehmen, sondern 50%. Und dabei sehe ich halt rot, dass sie keine Zeit bekommen sollen sich an die Trennung zu gewöhnen, sondern zack bumm TRENNUNG, NEUE WOHNUNG, NEUE FRAU / STIEFMUTTER

Wenn ich daran denke wird mir echt schlecht. Meine armen Kinder traurig


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  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  Zimtstern 72
Status:
schrieb am 28.06.2018 16:53
eigene erfahrungen habe ich nicht, aber habe ich im bekanntenkreis so erlebt, (da hatte SIE einen Freund und ist von heute auf morgen bei ihm eingezogen und da gab es das wechselmodell), und fand es für die Kinder (11,7,4) ziemlich verwirrend, auch wenn sie sich recht schnell dran gewöhnt haben. der großen fiel es am schwersten, für die kleinen hatte man das gefühl, war es eben so und fertig. allerdings hat der neue lover sich nicht wirklich eingebracht in die kinderbetreuung, mädchen sagte mal mit 13 zu mir, der f... eben jetzt die mama und ende.

warum ahben die kinder noch nichts von der trennung erfahren? war das sein wunsch?
es wäre fair, ihnen das so schnell wie möglich zu sagen, auch wenn die konsequenzen noch nicht klar sind. auch hast du antürlich ein recht drauf zu erfahren, wie er sich das konkret vorstellt bzw. auch welche rolle seiner neuen dabei zugedacht ist. du kannst natürlich mitbestimmen, wer deine kinder erzieht.

Könnt ihr einen mediater einbeziehen? auch der kinderschutzbund oder das jugendamt haben spezielle familienpsychologische beratungsangebote für paare in trennungsphasen, in denen es darum gehen kann, welche folgn ein solch aprupter wechsel für die kinder haben. da solltest du auf eine gemeinsame beratung bestehen um die folgen für die kinder besser abschätzen zu können.


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  pmami
schrieb am 28.06.2018 17:42
Ohne Deinem Mann jetzt etwas unterstellen zu wollen, aber das Wechselmodell ist oftmals (manchmal nur scheinbar) für den sonst unterhaltspflichtigen billiger.

Beim Nestmodell muss er die Wohnung, die er mit der Freundin bewohnt und die Wohnung in der er mit den Kindern wohnt mit bezahlen. Beim Wechselmodell muss er nur eine Wohnung bezahlen und vor allem weniger oder vielleicht sogar gar keinen Kindesunterhalt.

das Problem ist, das das Wechselmodell zur Zeit sehr "gehypt" wird. Du musst Dich dringend rechtlich beraten lassen. Wenn Du das Wechselmodell verhindern willst, muss jeder Schritt sorgfältig durchdacht und rechtlich wasserdicht sein.

Such Dir eine gute Fachanwältin/Fachanwalt für Familienrecht.

Viele Grüße pmami


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  gelöschter User
schrieb am 28.06.2018 17:59
Ich würde mir auch einen Mediator suchen und dann eine Kennenlernphase vor einem möglichen Wechselmodell vereinbaren. Eine Freundin praktiziert das und sie ist damit sehr zufrieden. Drei Tage die Woche hat sie Zeit und Ruhe zum arbeiten und für sich und er kümmert sich auch intensiver um die Kinder als vorher. Wenn die Eltern vernünftig sind und ein Interesse an guter Zusammenarbeit haben kann das sehr gut funktionieren. Man darf halt nicht seine eigenen Wunden in der Vordergrund stellen, sondern die Zukunft als Familie nach einer Trennung.


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 28.06.2018 18:44
Also ich habe mich im August 2016 vom Mann getrennt , habe kein neuen Partner. Er seit November 2017 und diese wohnt mit Kind seit Februar im Haus ( ich bin Februar 2017 ausgezogen ). Wir wollten alles so regeln untereinander Gute Nacht

Ich finde die Einstellung sich nach einer Trennung dafür zu entscheiden gemeinsam in einem Haushalt zu leben sehr naiv !
War damit zu 100% einverstanden oder war es dein Wunsch ?

Also ich gehe davon aus nicht ewig Single zu sein und hatte auch mal jemand den auch die Kids kennen (als guten Freund), daher ist ja Ärger vorprogrammiert. In eurer Situation sowieso da ja schon ne neue am Start ist, und diese findet es bestimmt auch nicht toll dass der Mann an ihrer Seite bei der EX lebt.

Also ich kann ihn verstehen dass er sein Leben anders orientiert und ich finde das Wechselmodell als solches für bestimmte Konstellationen gut.
Wenn er dies mit dem Hintergedanken machen möchte um Unterhalt zu sparen wird er sich je nach dem noch anders entscheiden. Mein Ex müsste dennoch Unterhalt bezahlen.

Meine Kinder leben von Sonntag 16 Uhr bis Mittwoch 8 Uhr beim Papa weil er da nicht arbeitet, besuchen aber Kita usw. Für mich ist es eine unglückliche Situation, denn ich finde die Exklusive Zeit für die Kinder geht im Alltag doch flöten und er war anfangs (zu Beginn der Beziehung mit seiner neuen Partnerin) auch anders da hat er sie einmal im Monat Samstag ab 16 Uhr gehabt bei „Wunsch“ mehr ... jetzt will er dies nicht mehr , obwohl so ausgemacht! Er argumentiert dass er schließlich arbeiten muss und nie weiß wann ( hatte vor der Trennung einen normalen Mo-Fr Job) ... Kinderbetreuung wäre gesichert er wohnt neben seinen Eltern und wie gesagt die neue Partnerin macht einen auf „wir sind ja eine Familie“ aber er weigert sich seit sie bei ihm lebt.

Daher rate ich sich gleich rechtlich beraten zu lassen , wenn dies finanziell nicht möglich ist dann wende dich ans Jugendamt diese stehen in Sachen Umgabgsrecht usw beratend zur Seite. Solltet ihr dann keine einvernehmliche Lösung finden kannst du Gerichtskostenhilfe beantragen (setzt aber bei mir eben voraus das ich die Beratung durchs JA vorher in Anspruch genommen habe).

Ich habe echt gelernt das so gut wie man es meint es letztendlich nur sicher geregelt ist wenn man dies schriftlich fest macht.
Bei uns war es zum Schluss so dass er erwartete wenn er Zeit hat ( böse Zungen mögen behaupten die Lust) das er spontan anrufen kann und die Kids zusätzlich nehmen wollte. Für mich und die Kinder eine blöde Situation weil ich 1. nicht planen kann 2. ich die „böse“ bin wenn ich nein sage. Und ich habe ehrlich gesagt mittlerweile die Sch**** voll das er meint er kann spontan entscheiden und ich muss mich dem beugen. Ich möchte auch mal ausgehen können, und einmal im Monat ist bei weitem nicht zuviel verlangt. Ich muss genauso arbeiten und die Kinderbetreuung während meiner Arbeitszeit regeln oder die Arbeitszeiten dem anpassen. Ich kann nichts dafür das er seinen Job gewechselt hat und andere Arbeitszeiten hat ... ich möchte nicht die nächsten Jahre immer nach seiner Pfeife springen.
Mein Ex seine neue ist an sich nett aber beide fühlen sich immer „als die ärmsten/Opfer“ so dass seine Partnerin ihm den Anwalt bezahlt weil sie sich im Unrecht fühlen auch was den Unterhalt betrifft usw. Solche Menschen gibt es. Ich habe gelernt ruhig zu bleiben ... ich habe mittlerweile beim Jugendamt auch Beistandschaft zwecks Unterhalt und jetzt hab ich mit dem schon mal nix am Hut. Wenn er sich ungerecht behandelt fühlt sag ich nur - dein Anwalt oder du sollen dies mit Frau XY vom JA klären.

Er hat auch einiges an Anwaltskosten für die Scheidung ausgegeben obwohl ich auf die Auszahlung vom Haus verzichtet habe und ich einfach nur geschieden sein wollte LOL er traute meinen Anwalt nicht. Letztendlich hat seine Neue die Kosten der Scheidung bezahlt.
Wie geplant war es so das ich auf alles verzichtet hatte und sein Anwalt nicht wirklich gebraucht wurde.

Die Kinder lieben ihren Papa und fragen oft warum sie bei mir mehr sind wie beim Papa. Ich wäre aus verschiedenen Gründen auch fürs Wechselmodell aber er will es nicht. Die Kinder besuchen weiterhin die Kita im Dorf wo der Papa lebt werden auch da die Grundschule besuchen usw. Ich bin die die pendelt.

Und ein Wort an dich ... es ist löblich dass du NUR an das Wohl eurer Kinder denkst , aber ihr belügt sie !
Ihr hättet schon viel früher ehrlich sein müssen, ja es ist nicht einfach aber es war abzusehen das ihr in diese Situation kommt. Jetzt ist sie da und eigentlich nicht plötzlich ... du musst die Partnerin kennenlernen denn egal wie sch**** es für dich ist das sie Grund der Trennung ist sie wird an der Seite deines Mannes sein, und die Kinder haben ein Recht auf ihren Papa! Somit wird die neue Partnerin ein Teil der „neuen“ Familie deiner Kinder.

Denk dran , auch du bist es Wert das DU glücklich wirst und nicht nur Mama bist , nur eine glücklich / ausgeglichene Mama kann eine gute Mama sein ! Und sein Glück sollte man nicht nur abhängig machen den Kindern immer alles versuchen recht zu machen, manchmal muss man den schwereren Weg gehen. Es wäre viel schlimmer wenn ihr weiter lügt und dies euch mal zum Verhängnis wird.

Ich hoffe meine Worte sind nicht zu hart aber Trennung ist Trennung und es muss jetzt einiges geregelt werden.

Lg Alice


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  janis2017
schrieb am 28.06.2018 20:03
Liebe jennialexa,
für deinen Sohn würde ich dir eine Kinder und Jugendpsychotherapie empfehlen. Der Therapeut kann den Trennungsprozesse begleiten und dein Sohn hätte eine dritte neutrale Person an seiner Seite, die ihm hilft seine Gefühle zu verarbeiten. Er kann sich dann frei äußern ohne Angst zu haben Partei ergreifen zu müssen.
Ich habe meinen Sohn ebenfalls zu einer Therapeutin gebracht. Sie hat ihn über zwei Jahre begleitet und ihn in dieser Zeit unterstützt, so dass er nun eine positive Entwicklung durchgemacht hat.
Für weitere Fragen kannst du mich gerne direkt anschreiben.
Ich wünsche dir und deinen Kindern viel Kraft.


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
avatar  Rica*
schrieb am 28.06.2018 22:10
Aus eigener Erfahrung kann ich nichts sagen, aber 2 von den besten Greunden des Kleinen leben im Wechselmodell.

Freund 1 war noch recht klein als sich die Eltern getrennt haben. Der ist eine Woche bei Mama und ihrem neuem Freund und eine Woche bei Papa, seiner neuen Freundin und ihrem Kind.

Alle sind mit der Situation zufrieden, jedes Elternteil ist trotzdem ständig ansprechbar, Termine werden abgesprochen und Elternabende, Geburtstage etc. werden zusammen erledigt/ gefeiert.

Ich finde dieses Modell indiesem Fall absolut ideal.

Freund 2 ist erst seit kurzem im Wechselmodell, die Eltern haben sich Hals über Kopf vor ein paar Monaten getrennt. Die haben die Woche geteilt, Sonntag bis Mittwoch ist er bei Mama, Donnerstag bis Sonntag mittag beim Papa.

Dort funktioniert das noch nicht so ganz gut, ist aber vermutlich noch der Tatsache geschuldet, dass die Situation noch recht frisch ist.

Ich persönlich favorisiere auch das Wechselmodell. Unsere Kinder lieben und brauchen uns beide, die wären weder gerne in der Woche bei einem und nur am Wochenende beim anderen, schlimmer noch 14tägig bei einem und am Wochenende beim anderen. Ich sehe das beim Sohn einer Freundin von uns. Der leidet extrem, weil Mama meint, sie sei das einzig Beste für ihn und den Kontakt zum Papa einschränkt.

Ich glaube, auch das gehört zur Verantwortung als Eltern, das Ego und die eigene Verletztheit zurückzustellen und tatsächlich zum Wohl des Kindes zu entscheiden. Auch wenn es einem weh tut, es geht doch hauptsächlich um das Wohl der Kinder.

Wir haben im Bekanntenkreis eine Familie, die haben das ganz anders gelöst. Die haben ein 2 Familienhaus gekauft, oben wohnt sie, unten er mit Freundin und die Kinderzimmer sind so umgebaut, dass sie von beiden Wohnungen zugänglich sind und die Kinder so hinkönnen, wo sie wollen. Nicht jedermanns Sache aber für sie optimal.

An eurer Stelle würde ich die Sache zusammen mit den Kindern besprechen und versuchen, als Eltern weiter präsent zu sein. Zusammen. Möglichst ohne Stress und Befindlichkeiten.


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
avatar  Maral
schrieb am 29.06.2018 09:18
Es hängt stark vom Kind ab. Ich finde es auch superätzend, wie das WM gerade gehypt wird als das Non plus Ultra. Vor allem geht es dabei gar nicht um die Kinder, sondern um die unbedingte Gleichberechtigung der Eltern, die meines Erachtens leider einiges außer Acht lässt, und wo wir jetzt von einem Extrem ins andere rutschen. Klar war es nicht richtig, dass Mütter den Kindern die Vater nehmen konnten, aber das jetzt, nur um beide Eltern zu berücksichtigen , oft auf Krampf bestimmte Umgangsmodelle oder WM beschlossen wird, ist genauso daneben. Ich finde einfach auch nicht, dass es stimmt, pauschal zu sagen, Kinder brauchen Eltern gleichermaßen. Kinder brauchen weibliche und männliche Bezugspersonen, sie sollten ihre Wurzeln kennen, und beide ET in ihrem Leben präsent sein. Da gibt's aber viele Wege.Und so toll für manche Kinder und Familien das WM ist, so katastrophal ist es für andere Kinder. Für mich wärs der Horror gewesen, für Nachbarskinder ist es schrecklich, für eine andere Familie, die ich kenne, genau richtig. Da stimmen halt auch die Parameter und die Kinder kommen gut damit klar.

Ganz grausam finde ich diese Einstellung, die Kinder gewöhnen sich schon dran, müssen dadurch, ich habe einmal erlebt, wie ein Kind kreischen, weinend und schreiend ins Auto transportiert wurde, weil nun mal Umgang war und der UET ein Recht darauf hat. Viel zu sehr ist der Fokus auf das Recht des UET gerutscht, anstatt auf die Pflicht und das Recht des Kindes. wenn ich das recht des Kindes aber beachte, gestalte ich den Umgang genauso, wie es für das Kind passt, dass merkt man. Und wenn man merkt, das kind kommt nicht damit zurecht, dann ändert man was, und presst das Kind nicht rein, weil es ja unfair wäre einem ET gegenüber und der ja auch unbedingt Übernachtungen will, und zwar jetzt sofort und auf der Stelle.

Ok, was ich damit sagen will, es gibt nicht das einzige wahre Modell, ihr müsst wirklich schauen, wie es für eure Kinder passt.

Du sagst, ihr habt das Nestmodell im Auge gehabt ( finde ich super, für mich im Grunde die einzig wahre Kindgerechte Form des WM, aber da finden viele Gründe gegen. Klar, lieber redet man sich ein, Kindern mache das ewige gewechsle nichts aus, könnte man ja auch von den Eltern sagen, aber natürlich gefällt vielen selber das gewechsel nicht, Kinder hingegen gewöhnen sich schon dran).

Gut, dass findet jetzt nicht statt. Mit Partnerin zugegeben sicher auch nicht einfach durchführbar. Im Grunde war eure Lösung aber schon na am Wm dran, klar, dass er das jetzt dann möchte. Er wird damit gute Chancen haben, prophezeie ich mal, wenn er auch in der Nähe wohnt, so dass die Kinder problemlos in Schule / Kita kämen. Die Fage, die du dir stellen müsstest, was konkret stört dich jetzt am WM , da du ja mit dem Nestmodell auch "bereit" bist, 50% auf die Kinder zu "verzichten". Ich würde mir eine Pro- und Contra Liste machen, und mich mit dieser juristisch beraten lassen. Auch innerhalb des WM gibt's ja viele Facetten. Wenn er bisher die Kinder nicht versorgt hat, könnte es darauf hinauslaufen, dass der Umgang bis zum WM gesteigert wird. Für mich das beste WM währe, wenn man nah wohnen würde, und Kinder einfach selbst entscheiden, ach ist gerade so nett bei Papa, ich übernachte nochmal eine weitere Nacht hier, oder sagen können nach der Schule, ich spring mal eben zu Papa, bin zum Abendessen wieder da. mam kann ja Rahmentage haben, aber wenn ein Kind dann dochmal ein Tag früher nach Hause will, oder mal einen Tag länger bleiben, oder mal eine Woche gar nicht übernachten wollte, sollte das ok sein, und nicht durchgesetzt werden, weil ein ET auf sein "Recht" pocht. ich finde es richtig schlimm, wenn ein Kind nicht zum Geburtstag kann, weil es das Wochenende des andere ET ist und er darauf besteht, dass das Kind diesen Tag dann auch einhält. So "frei" erlebe ich es bei einer befreundeten Familie. Sie haben zwar eine Rahmenregelung ( 14 Tage + hälftige Ferien etc), aber da wird auch fleißig verschoben, verkürzt, getauscht, sogar teilweise an einem Wochenende hin- und herkutschiert, Kind möchte seinen Geburtstag lieber bei Papa feiern, kein Problem, da das aber eigentlich Mama. Wochenende war, hat er ihn Sonntag Morgen zurückgebracht etc. Da wurde auch nie was durchgedrückt. Dann fiel eben mal ein Wochenende, eine Nacht aus. Dem Kind geht es ganz hervorragend. Er vermisst nichts, die Eltern sind sich zwar nicht grün, aber sachlich und haben halt nur ihn im Fokus. Die Mutter sagt auch, ihr würde es zwar nicht gefallen, aber wenn er mal beim Vater wohnen wolle, wäre das so. Also egal, welche Regelung ihr letztlich habt: Ich persönlich finde es am wichtigsten , im Sinne des Kindes respektvoll miteinander umzugehen und flexibel auf das Kind einzugehen, und nicht die eigenen Rechte im Kopf zu haben.


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
avatar  Fake Mom
schrieb am 29.06.2018 11:16
Zitat
Maral
Es hängt stark vom Kind ab. Ich finde es auch superätzend, wie das WM gerade gehypt wird als das Non plus Ultra. Vor allem geht es dabei gar nicht um die Kinder, sondern um die unbedingte Gleichberechtigung der Eltern, die meines Erachtens leider einiges außer Acht lässt, und wo wir jetzt von einem Extrem ins andere rutschen. Klar war es nicht richtig, dass Mütter den Kindern die Vater nehmen konnten, aber das jetzt, nur um beide Eltern zu berücksichtigen , oft auf Krampf bestimmte Umgangsmodelle oder WM beschlossen wird, ist genauso daneben. Ich finde einfach auch nicht, dass es stimmt, pauschal zu sagen, Kinder brauchen Eltern gleichermaßen. Kinder brauchen weibliche und männliche Bezugspersonen, sie sollten ihre Wurzeln kennen, und beide ET in ihrem Leben präsent sein. Da gibt's aber viele Wege.Und so toll für manche Kinder und Familien das WM ist, so katastrophal ist es für andere Kinder.n.

Das ist super
Ganz meiner Meinung.

In der Theorie klingt sowieso alles super toll. Für mich wäre WM tatsächlich gar nicht so schlecht, für meine Tochter ein Alptraum. Das hat sie schon mehrmals gesagt.

Ich erlebe gerade das WM bei einem Arbeitskollegen. Er möchte tatsächlich Kosten sparen. Die Kinder wollen eigentlich bei der Mama bleiben.

Andere Situation von meiner Nichte wo sie die Neue war und Kinder von ihrem Freund hauptsächlich betreut hat. Die Kinder haben sich tatsächlich an ihr gewöhnt und das klappte alles sehr gut. Nur doof, als sie sich wieder getrennt hat. Da haben die Kinder wieder so extrem gelitten. Es gibt so viele Aspekte die zu bedenken sind und es gibt keine optimale Lösung für alle.

Und schon gar nicht, wenn man gerade alles so frisch erfahren hat, super verletzt ist, muss noch die Kinder auffangen, sich mit der "Stiefmutter" auseinander setzen und und. es geht nicht um Ego. @jennialexa Das tut mir echt sehr Leid, dass Du das du das durchmachen musst...Lass Dir da nichts rein reden. Keiner steckt in Deinen Schuhen...streichel


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
no avatar
  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 29.06.2018 12:01
Hey,
ich würde
1. mit den Kindern reden
2. ihn ganz rausschmeißen
3. mir einen Anwalt nehmen
4. die Kinder fragen, was sie möchten
5. ihm sagen, dass ich das Wechselmodell nicht möchte, sondern ihr feste Vereinbarungen macht, wann er die Kinder holt. Fertig!
Ich finde, Kinder brauchen ein Zuhause und ich finde es nicht gut, dass die Kinder wechseln müsden, weil die Eltern nicht mehr zusammen leben können
Alles Liebe dir und ganz viel Kraft!


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
no avatar
  jennialexa
schrieb am 30.06.2018 21:32
Konkret stört mich am Wechselmodell:

1. Dass die Kinder pendeln müssen, wir sind erst vor knapp einem Jahr hierhergezogen und die Kinder haben sich grade eingelebt, knüpfen Kontakte mit den Nachbarskindern etc. Das wäre dadurch erschwert. Und Kofferpacken für den Urlaub ist ja schön, aber jede Woche Koffer packen müssen bzw. gewisse Dinge nicht haben?
Da er mindestens zwei Tage/Woche auf Dienstreise ist wechseln wir nicht wöchentlich sondern Mo-Mi ich; Do &Fr er; Wochenenden abwechselnd.

2. Dass die Kinder die neue Frau nicht kennen, nichts von ihr und der Trennung wissen und somit keine Zeit haben sich zu "aklimatisieren". (Mein Hauptgrund !!!)

3. Das Gefühl, dass er sein eigenes Glück und Wohlbefinden über das der Kinder setzt.

Ich gebe zu, für mich ist es schon eine riesen Entlastung, dass er sich jetzt mehr um die Kinder kümmert, ich habe letzte Woche mit einer Freundin einen Städtetripp gemacht, das habe ich seit 9 Jahren nicht mehr gemacht und ich bin fast wahnsinnig geworden weil ich von Mo-Fr zu Hause mit den Kindern fest saß und dann aber das Gefühl hatte am Wochenende müssen wir 4 jetzt aber was als Familie machen...

Gestern habe ich mich mit 3 im WM lebenden Vätern zum Grillen getroffen, dass war schon beruhigend und erhellend, die Kinder waren zumindest alle fröhlich, in allen drei Familien gibt es aber keine neuen Partner.

Er hat jetzt vorgeschlagen einen Termin bei einem Paar/Trennungstherapeuten auszumachen (was ich schon letztes Jahr im November wollte) , mal gucken ob er das wirklich tut.

Hat jemand von euch den Kurs "Kinder im Blick" gemacht?

Liebe Grüße
Jennialexa


  Re: Trennung - Vater möchte, dass die Kinder im Wechselmodell mit der neuen Freundin leben
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  Hamamelis71*
schrieb am 30.06.2018 22:07
Ich sehe auch die neue Freundin auch als Problem. Was ist, wenn die Kinder sich an die neue Freundin gewöhnen und dann geht die Beziehung in die Brüche. Für die Kinder empfinde ich es als Zumutung.

Ist er denn wirklich an den Kindern interessiert oder ist das Wechselmodell nur ein Geldsparmodell für ihn?

Wie ist Deine finanzielle/berufliche Situation?




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