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  Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  MamaHH
Status:
schrieb am 06.06.2018 05:14
Hallo

Aufgrund einer ungeplanten Sturzgeburt meines zweiten Kindes zuhause (ohne Arzt / Hebamme), haben sich bei mir Senkungsprobleme ergeben: Rektozele 2. Grades, Zystozele 1. Grad. Seit einem Jahr mache ich ein professionelles Beckenbodentraining und beherzige so gut es eben mit zwei Kleinkindern geht die Alltagssdinge. Allerdings belastet mich dieses Fremdkörpergefühl (alles fällt raus) sehr, insbesondere Nachts kann ich nicht schlafen. Es wird aber trotz Training immer schlimmer. Auch optisch, d.h. man kann es immer mehr sehen/ fühlen. Mein Frauenarzt lehnt eine OP aufgrund meines Alters 40 Jahre ab. Ich kann und will so aber nicht weitere 20 Jahre eingeschränkt leben. Was spricht gegen eine OP?! Wäre ich 60 würde er die OP befürworten traurig

Ich kann aber nicht mehr und könnte dauernd heulen...ist ja auch easy für die Ärzte, denn sie müssen damit nicht leben. Ich fühl mich aber alt und sorry bei mir sieht es da unten aus wie ein "Schlachtfeld". Auch wenn meinen Ehemann das nicht stört, mich stört es enorm. Zumal ich beim Sex die Einschränkung habe, dass es sich nicht mehr so intensiv anfühlt, irgendwie "gedämpft". Täglich habe ich Angst, dass mir wirklich alles rausfällt. Kann ja durchaus passieren.

Ich will mein altes unbeschwertes Ich zurück. Nicht drüber nachdenken müssen, kann ich das jetzt mit den Kids toben oder lasse ich es lieber. Nichts nachts das Gefühl zu haben einen verrutschten Stringtanga zurechtrücken zu müssen. So mag ich nicht mehr weitermachen. Keiner hilft mir. Fühle mich im Stich gelassen. Das kann doch nicht sein, dass das 20 Jahre weitergehen soll. Kein Sport, kein Tragen über 4 kg etc...
Mein Mann hilft so gut er kann und versucht zu trösten. Aber eigentlich ist er genauso machtlos wie ich. So will ich nicht weitermachen....ich bin so traurig und wütend...es MUSS doch irgendeine Lösung geben?!
Jetzt sitze ich hier und weine...dabei gehts heute in den Urlaub. Und mir graut jetzt schon davor ständig aufpassen zu müssen...nicht zu lange spazieren etc...ist doch unfair...mein Körper lässt mich im wahrsten Sinn des Wortes "hängen"


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  gelöschter User
schrieb am 06.06.2018 09:07
Das tut mir leid, ich kenne das zu gut.
Hast Du schon abgestillt? Und falls ja, wie lange ist das her?
Es braucht bis zu ein Jahr nach abstillen, bis sich das Gewebe in dem Bereich wieder festigt. Ich habe eine Rektozele 3. Grades und Zystozele zweiten Grades und es wurde vier Monate nach dem Abstillen langsam besser. Jetzt nach 17 Monaten merk ich die Senkung nur noch selten. Wenn dann um die Mens, aber das ist lediglich nervig, nicht mehr so psychisch belastend.
Alles Gute!


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  berlink
Status:
schrieb am 06.06.2018 10:32
Hallo,

Deine Belastungen unter den Veränderungen belasten Dich. Hast Du Dich schon mal mit den offiziellen Empfehlungen/der Studienlage auseinander gesetzt, was bei Deinem Krankheitsbild internationaler Usus ist?

Unter Punkt 4 kann man Therapiemöglichkeiten nachlesen. In der Regel handeln Ärzte nach den Empfehlungen/Leitlinien und wollen den Patienten nicht ärgern.

[www.awmf.org]

Du schreibst: für die Ärzte...
Wieviele ärztliche Meinungen, aus welchem Fachgebiet, hast Du eingeholt?

Dein Arzt würde Dich nicht operieren? In welchem Fachgebiet ist Dein Arzt tätig? Operiert er generell, ist er operativ gynäkologisch/chirurgisch/urologisch tätig?


Alles Gute!


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 06.06.2018 13:30
Liebe Mama,
da klingt ja wirklich schlimm, du Arme! Da würde ich recherieren, welcher Arzt eine Koriphäe auf dem Gebiet ist und mich dort vorstellen. Ich bin mir fast sicher, dass man da etwas machen kann!
Alles Liebe von Paula


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  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  berlink
Status:
schrieb am 06.06.2018 15:55
Abgesehen davon, eine 2. Meinung und vor allem bei einem auf dem Gebiet Erfahrenem einzuholen, absolut berechtigt ist, geht es bzw. sollte es in der Medizin nicht darum gehen, was man machen kann, sondern was evidenzbasiert ist. Machen kann man viel, es sollte aber auch einen Sinn haben und erfolgversprechend sein.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.18 20:57 von berlink.


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  mjuka
schrieb am 06.06.2018 18:27
Liebe MamaHH,

dein Kürzel lässt erahnen, dass du aus dem hohen Norden stammst, oder?

Es gibt in Erlangen an der Uniklinik eine sehr gute Beckenbodenambulanz. Falls du näheres Interesse haben solltest, kann ich dir eine dort arbeitende Ärztin wärmstens ans Herz legen...

Es muss einen Weg geben, dir zu helfen. Ganz sicher gibt es Wege... das kann doch nicht sein...

Liebe Grüße,
mjuka


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  MamaHH
Status:
schrieb am 06.06.2018 21:17
Zitat
stubbornstar
Das tut mir leid, ich kenne das zu gut.
Hast Du schon abgestillt? Und falls ja, wie lange ist das her?
Es braucht bis zu ein Jahr nach abstillen, bis sich das Gewebe in dem Bereich wieder festigt. Ich habe eine Rektozele 3. Grades und Zystozele zweiten Grades und es wurde vier Monate nach dem Abstillen langsam besser. Jetzt nach 17 Monaten merk ich die Senkung nur noch selten. Wenn dann um die Mens, aber das ist lediglich nervig, nicht mehr so psychisch belastend.
Alles Gute!

Hallo,

Ja ich bin schon seit sechs Monaten abgestillt. Aber viel besser ist es davon bisher auch nicht geworden. Inzwischen hoffe ich bald in die Wechseljahre zu kommen, damit ich dann "reif" für die OP bin. Das ist zumindest der Grund den mein Arzt nennt, was gegen OP spricht. Die Wechseljahre könnten neue Senkungen verursachen. Kiwu ist mit zwei Wundern an der Hand aber definitiv abgeschlossen.


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  MamaHH
Status:
schrieb am 06.06.2018 21:23
Ich war kurz nach der Geburt in der Klinik wo ich eigentlich hätte entbinden sollen. Hätten sie mich nicht wieder nach Hause geschickt, weil das CTG keine Wehen aufgezeichnet hat.

Und ich mache seit sechs Monaten einmal wöchentlich einen Beckenbodenkurs der sich auf Frauen wie mich spezialisiert hat.

Und jedes Quartal bin ich einmal bei einem Enddarmzentrum. Ursprünglich war es ja nur die Rektozele. Letztes Mal wurde die Zytozele entdeckt. Das Beckenboden bringt zumindest von den Messungen her was, aber ich merke im täglichen Leben null Besserung traurig

quote=berlink]
Hallo,

Deine Belastungen unter den Veränderungen belasten Dich. Hast Du Dich schon mal mit den offiziellen Empfehlungen/der Studienlage auseinander gesetzt, was bei Deinem Krankheitsbild internationaler Usus ist?

Unter Punkt 4 kann man Therapiemöglichkeiten nachlesen. In der Regel handeln Ärzte nach den Empfehlungen/Leitlinien und wollen den Patienten nicht ärgern.

[www.awmf.org]

Du schreibst: für die Ärzte...
Wieviele ärztliche Meinungen, aus welchem Fachgebiet, hast Du eingeholt?

Dein Arzt würde Dich nicht operieren? In welchem Fachgebiet ist Dein Arzt tätig? Operiert er generell, ist er operativ gynäkologisch/chirurgisch/urologisch tätig?


Alles Gute![/quote]


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
no avatar
  berlink
Status:
schrieb am 06.06.2018 21:35
Hallo und vielen Dank für Deine Antwort!

Welcher Plan A/B/C wurde Dir denn genannt? Welches Vorgehen wird aktuell favorisiert, welche Alternativen gibt es, so Plan A nicht funktioniert? Welcher Zeitraum wurde genannt, bis man eine andere Strategie anwendet?
Die Fragen würde ich als Patient beantwortet haben wollen und mir, so nicht geschehen, auch eine 2. Meinung einholen.

Viele Grüße!


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  Kucherlsie
schrieb am 12.06.2018 18:57
Also ich kann dir sicher auch mal mehrere Dinge einfach so raten:
1. versuche es mal wirklich mit einer Therapie, das klingt so banal, aber weißt du wie toll es ist, jemanden zu haben, bei dem man mal alles ansprechen kann was einen belastet. Und das sind ja auch nicht wenige dinge bei dir das liest man heraus, Das kann gut tun und vieles verändern und relativieren.
2. Ich würde noch einen anderen Arzt suchen und das ansprechen, vor allem auch deine doch sehr gegeben psychische Belastung dadurch - da muss man auch auf Verständnis treffen. Und eventuell stimmt ja der einer OP zu. Aber das muss eben geklärt werden. Zweitmeinungen sind nie schlecht.


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  xX-Spirit-Xx
Status:
schrieb am 03.07.2018 21:37
Hallo!
Ich kenne das Gefühl das du beschreibst, das Gefühl es fällt gleich raus, es wäre ein Fremdkörper drin.. Mein Beckenboden war definitiv kaputt! Ich konnte keinen Stuhlgang mehr einhalten, musste ständig auf die Toilette.

Ich habe den üblichen Rückbildungskurs gemacht und auch danach wars nicht besser. Die Kursleiterin hat aber gesagt, dass man den Beckenboden pflegen muss wie die Zähne. Also täglich! Am besten mehrmals täglich!
Im TV kommt jeden Morgen Gymnastik. 15 Minuten und die hab ich immer mitgeturnt und abends noch Beckenbodenintensivtraining während ich meine Große einschlafbegleite.

Und der Erfolg hat sich dann recht schnell eingestellt! Na gut sagen wir ein paar Monate hat es schon gedauert. Das Fremdkörpergefühl ist weg, ich muss nicht mehr so oft auf die Toilette, es ist wieder so gut wie vor den Geburten würde ich behaupten.

Vielleicht braucht es bei dir einfach noch ein bisschen länger, weil du noch 5 Jahre älter bist als ich, aber ich bin mir sicher, dass du auch mit gutem Training Erfolge erzielen kannst!

Ich wünsche dir alles Gute!


  Re: Fühle mich von meinem Körper im Stich gelassen
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  Anonymer Benutzer
schrieb am 30.07.2018 16:23
Das tut mir wirklich sehr Leid!
Aber versuche doch mal einen richtigen Arzt zu finden, der in diesem Bereich erfolgreich ist und lass dich bei ihm untersuchen. Der wird dir sicher auch seelisch und auch für deinen Körper wichtige Informationen durchgeben.
Wünsche dir viel Kraft!
Gruss
Valeria




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