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  Re: Berufliche Zukunft - total überfordert
avatar  Aquarium1983
Status:
schrieb am 28.05.2018 18:25
Zitat
LeoG
Dann könnte man auch andersrum fragen..warum nicht 3 Jahre Elternzeit nehmen? Wäre das echt so schlimm?
Ich setz doch Kinder in die Welt, um mich um sie dann auch zu kümmern. Warum sollte ich sie dann gleich wieder abgeben wollen?! Auch ich habe 3 Jahre Elternzeit genommen und mein Mann und ich wurden teils komisch angeschaut deswegen. Warum frage ich mich da. Wenn einem die Arbeit viel wichtiger ist, braucht derjenige auch keine Kinder in die Welt setzen. Klar bei Alleinerziehenden oder die die sehr aufs Geld angewiesen sind ist das was anderes, aber müssen sich diejenigen, die sich dazu entscheiden 3 Jahre zu Hause zu bleiben da echt für rechtfertigen? Finde ich nicht richtig und ziemlich befremdlich...

Ich finde es immer ganz interessant, dass man selbst "eingeschnappt" ist, weil man sich für seine Entscheidung rechtfertigen musste, aber selbst anderen Modellen gegenüber so unaufgeschlossen gegenübersteht und so pauschale Aussagen raushaut. Klar, jeder, der nicht mind. 3 Jahre zu Hause bleibt, kümmert sich nicht richtig um sein Kind und dem ist der Beruf mit Sicherheit viel viel wichtiger. Also echt...


  Re: Berufliche Zukunft - total überfordert
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  Kala1005
schrieb am 28.05.2018 21:06
Zitat
stubbornstar
Ich gebe mein Kind nicht ab. Mein Kind darf fünf Stunden am Tag an einem absolut auf Kinder zugeschnittenen Ort mit dutzenden anderen Kindern spielen und lernen. Er liebt es. Das könnten wir ihn nie so bieten, zwischen putzen, kochen, einkaufen, etcpp. was man als gute Hausfrau so tagsüber macht. Er kam mit 12 Monaten in die Kita und hatte von Anfang an Spaß, da es so viel zu entdecken gab. Tonnenweise Spielzeug. Es wird von pädagogisch tollen Menschen gefördert, die dem Kind Freiheiten lassen und es gleichzeitig mit Regeln bekannt machen. Er umarmt morgens die Leiterin und er umarmt uns genau so vor Freude, wenn wir ihn um 14 Uhr abholen. Und ganz ehrlich, ein 16 Monate sltes Kind 24/7 um sich zu haben ist irrsinnig anstrengend und an langen Wochenenden kommen wir da auch schon mal an undere Entertainment und Energiegrenzen. Thank god for Kita...


Das ist super
Ich verneig mich


  Re: Berufliche Zukunft - total überfordert
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  isolde35
Status:
schrieb am 28.05.2018 21:49
Zitat
stubbornstar
Ich gebe mein Kind nicht ab. Mein Kind darf fünf Stunden am Tag an einem absolut auf Kinder zugeschnittenen Ort mit dutzenden anderen Kindern spielen und lernen. Er liebt es. Das könnten wir ihn nie so bieten, zwischen putzen, kochen, einkaufen, etcpp. was man als gute Hausfrau so tagsüber macht. Er kam mit 12 Monaten in die Kita und hatte von Anfang an Spaß, da es so viel zu entdecken gab. Tonnenweise Spielzeug. Es wird von pädagogisch tollen Menschen gefördert, die dem Kind Freiheiten lassen und es gleichzeitig mit Regeln bekannt machen. Er umarmt morgens die Leiterin und er umarmt uns genau so vor Freude, wenn wir ihn um 14 Uhr abholen. Und ganz ehrlich, ein 16 Monate sltes Kind 24/7 um sich zu haben ist irrsinnig anstrengend und an langen Wochenenden kommen wir da auch schon mal an undere Entertainment und Energiegrenzen. Thank god for Kita...

Ja! Genau so!

isolde


  Re: Berufliche Zukunft - total überfordert
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  LeoG
schrieb am 29.05.2018 00:00
Also bitte..erstens hat das mit "Eingeschnapptsein" oder über "Andere herziehen" gar nix zu tun, und natürlich darf ja wohl auch ich mich dazu äussern, wenn ich aufgrund meiner "anderen'" Entscheidung ne dumme Bemerkung oder Blick bekomme..Oder haben nur die anderen das Recht dazu?

Aber ist ja nicht das erste mal, dass man hier angegiftet wird, nur weil man ne andere Meinung oder Ansicht hat.

Ich finde es einfach nur nicht fair Eltern vorschreiben zu wollen wie das Kind am besten zu erziehen ist und WIR haben uns nun mal für die 3 Jahre entschieden. Da brauch ich mich nicht für rechtfertigen

"Sorry, aber bei Posts wie deinem geht mir echt die Hutschnur hoch. Du möchtest, dass andere dein Lebensmodell akzeptieren. Dann tu das doch auch umgekehrt..." <--- Beruht alles auf Gegenseitigkeit. Da braucht dir gar keine Hutschnur hochgehen.

Und darf ich dann auch nochmal darauf hinweisen, dass ich sehrwohl geschrieben habe diejenigen durchaus zu verstehen, die arbeiten gehen müssen? Wahrscheinlich haben hier so manche meinen post gar nicht richtig verstanden / gelesen, sondern sich erstmal angegriffen gefühlt...egal..


3 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.05.18 00:33 von LeoG.


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  Re: Berufliche Zukunft - total überfordert
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  Menama**
schrieb am 29.05.2018 05:32
Hallo,

Erstmal an Stubbornstar: Super. Genauso würde ich es mir auch wünschen.

LeoG:Ja, genau, du schreibst, du akzeptierst es wenn Mütter arbeiten müssen. Du akzeptierst nicht, dass sie es aus eigener freier Entscheidung tun. Dann kommen genau die "Warum überhaupt Kinder bekommen" - Sprüche.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie heftig diese Debatte im Internet geführt wird. Da wird "Ich würde trotzdem an meine Rente denken" oder "Ist allein mit den Kindern zu hause nicht manchmal auch nervig/langweilig?" zur tödlichen Beleidigung und schwerer Missachtung, "Studien haben erwiesen, dass KiTa-Kinder bindungsgestört/übermäßig aggressiv/lernbehindert... werden, aber mach nur was du denkst." wird zum Musterbeispiel von Toleranz. Wenn ich andererseits sehe, wie gelassen die verschiedenen Entwüfe in meiner Umgebung gelebt werden, frage ich mich, ob solche Posts wie der Eingangspost nicht Fake sind, um immer wieder die Debatte von den armen diskriminierten Selbstbetreuerinnen anzustoßen, denn ehrlich gesagt sehe ich das Problem nicht: Du willst bei deinem Kind bleiben, es geht finanziell, über Wiedereinstieg musst und willst du dir dank Elternzeit und blödem Arbeitgeber gerade keine Sorgen machen. Klingt doch alles gut. Und wenn Dich in Deinem bisherigen Leben noch nie ein Mensch für irgendeine Entscheidung schräg angesehen hat und gesagt hat, dass er sie nicht verstünde, hast Du bisher eindeutig zu stromlinienförmig gelebt. Nie zu spät um das zu ändern.


  Re: Berufliche Zukunft - total überfordert
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  heuteohne
schrieb am 29.05.2018 10:15
Mein erstes Kind war bis auf ne kleine Krabbelgruppe ohne Eltern die ersten 3 Jahre zu Hause, das zweite Kind ist mit 1 Jahr in die Krippe gekommen und zwar nicht weil ich arbeiten wollte oder musste, sondern weil dem Kind allein zu Hause ohne Geschwisterkind die Decke auf den Kopf gefallen ist.
Beim ersten Kind war ich gern nur Hausfrau und Mutter und sorgte für soziale Anbindungen und altergerechte Förderungen durch diverse Kurse und Gruppenbesuche (Pekip, Schwimmen, musikalische Früherziehung etc.).
Beim zweiten Kind hatte ich weder Zeit noch Lust auf den ganzen Kurskram und da war die Krippe die ideale Lösung.

Also, ich finde, es geht hier nicht darum, ob und wann man wieder arbeiten gehen muss.
Ob man eine gute oder schlechte Mutter ist, wenn man sein Kind 3 Jahre zu Hause lässt oder nicht.
Ob man eine gute oder schlechte Mutter ist, wenn man Spaß am Hausfraudasein hat oder nicht und entsprechend so schnell wie möglich in den Beruf zurück möchte.

Ich finde, es geht neben dem finanziellen Standpunkt vor allem darum, was individuell zu Mutter und Kind passt!

Die einen Kinder sind rund um glücklich zu Hause und Mama ebenfalls.
Die anderen sind rund um glücklich in der Krippe und Mama ebenfalls.
Darauf kommt es doch an, oder?

Ich meine, was sich wohl nicht diskutieren lässt -
jede Mutter möchte doch das Beste für ihr Kind. zwinker


  Re: Berufliche Zukunft - total überfordert
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  lilimarleen
Status:
schrieb am 30.05.2018 13:37
Hallo,

also erst mal auch von mir ein Daumen hoch für Stubbornstar (wie so oft, wenn ich Deine Beiträge lese) Das ist super

Unabhängig davon, kann ich aber die TE nachvollziehen wenn sie sagt, es fühlt sich komisch an, ein Einjähriges schon in die Betreuung zu geben. Das ging mir auch so, wobei ich 1x die Woche fürs Studium auf den Papa/die Großeltern zurückgreifen konnte. Aber täglich in die Krippe wäre für mich auch noch nicht gut gewesen. Ob für ihn weiß ich nicht, er war damals eher schüchtern und hat viel an mir geklammert. Jetzt wird er bald zwei, ist ein totaler HansDampf in alles Gassen, braucht ständig Action, quatscht unseren Freunden und Bekannten regelmäßig ein Ohr ab und alle Beteiligten freuen sich auf den Kita-Start am 2. Geburtstag (ca. 4 Std/Tag sind geplant). Wie Du siehst, kann sich da zwischen einem und drei Jahren auch noch ganz viel ändern und entwickeln.
All das sollte aber jeder Familie ganz individuell und selbst überlassen bleiben - da würde ich mir von nichts und niemandem reinreden lassen.

Aber mir stößt an Deinem Beitrag etwas ganz anderes auf - Deine (scheinbar berechtigte) Unzufriedenheit mit der aktuellen Arbeitsstelle. Ich würde nach einer leidvollen Erfahrung mit meinem alten Arbeitgeber (eiskalte Kündigung kurz nach einer späten Fehlgeburt, obwohl vorher von Übernahme eines Chefpostens die Rede war) nie, nie, nie wieder zu einer Stelle zurückkehren oder in einer Beschäftigung bleiben, in der ich mich nicht absolut wohl fühle. Mir tun Mütter/Familien wahnsinnig leid, die genau das aus finanziellen Gründen aushalten müssen. Aber das Geld scheint ja bei Euch nicht so das Thema zu sein. Und Dein Mann und Du seid Euch einig. Dann würde ich auf jeden Fall so lange zu Hause bleiben, wie es Dir und Deiner Familie damit gut geht. Egal, was die anderen sagen.
Und warum Angst vorm Wiedereinstieg? So eine Elternzeit ist doch fantastisch für ein Abend- oder Zweitstudium, den ein oder anderen Lehrgang, Erwerb von Zusatzqualifikationen, Fortbildungen usw. Wenn Du in diese Richtung etwas vorweisen kannst, wird das potenzielle zukünftige Arbeitgeber sicher mehr beeindrucken als die Frage, wie lange Du letztendlich pausiert hast.
Was die Frage nach der Rente angeht würde ich evtl. in eine kleine Zusatzversicherung investieren. Aber da bin ich eher Pessimist - was wir jetzt in den paar Berufsjahren mehr an Rentenansprüchen erwerben würden, ist bis in 30 Jahren oder so eh nix mehr wert.

Viel Glück! Lili


  Re: Berufliche Zukunft - total überfordert
no avatar
  Kucherlsie
schrieb am 12.06.2018 19:12
Würde ich auch so sehen - letztlich ist es gut, wenn man einen Job der einem nicht guttut auch nicht machen muss aus rein finanziellen Gründen, das ist auf jeden Fall sehr viel wert!




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