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  Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Carla Maria
schrieb am 09.05.2018 13:22
Ich bin im moralischen Dilemma, aus den ICSIs noch befruchtete Eizellen überzuhaben, aber beim besten Willen keine Kinder mehr bekommen zu wollen – und zwar aus ganz verschiedenen Gründen:

Zunächst einmal haben wir der Natur zwei Kinder abtrotzen können, die sehr liebenswürdig aber auch sehr anstrengend sein können. Ich bekomme wenig tatkräftige Unterstützung durch meinen Mann und musste in den letzten Jahren häufig weit über meine Belastungsgrenze hinausgehen. Allein, wenn ich an das letzte Jahr denke: Da war ich mit dem Jüngsten schwanger, habe in Vollzeit gearbeitet und drumherum den (renitenten) Dreijährigen gehütet. Das war sehr anstrengend.
Bei der Vorstellung, noch mal schwanger zu sein und die Nummer dann mit zwei (renitenten) Kindern zu machen, wird mir ganz anders.
Ich hatte im letzten Jahr kaum einen Tag „für mich“ und als dann endlich, kurz vorm Mutterschutz, mein Vertrag auslief und ich mal etwas zur Ruhe kommen konnte, fühlte ich mich auf einmal sehr malad und hatte, wie sich dann herausstellte, eine schwere Präeklampsie entwickelt. Na super! Daraufhin musste ich den Jüngsten etliche Wochen zu früh entbinden.

Aufgrund der Präeklampsie und einem gewissen Wiederholungsrisiko wäre eine weitere Schwangerschaft eh etwas, was man sich vielleicht ganz genau überlegen sollte. Wir hatten zwar Glück im Unglück und alles verlief ohne Komplikationen, aber allein der Gedanke, dass so etwas noch mal – und vielleicht viel früher! – passieren könnte, verleidet mir jeden Gedanken an ein weiteres Kind.

Zudem haben wir uns kürzlich eine Wohnung gekauft, die genau zwei Kinderzimmer hat. Sicherlich, hätten wir Zwillinge bekommen oder würde ich mal „einfach so“ schwanger, könnte man zunächst näher zusammenrücken und ferner dann auch umziehen… aber das will ich eigentlich nicht.

Nicht zu vergessen die berufliche Situation, die mit der Anzahl der Kinder (und entsprechender Auszeiten, kurzfristig wie langfristig) nicht unbedingt besser wird.

Ich war zwar immer ganz gerne schwanger, aber ich musste schon feststellen, dass Schwangerschaften mit dem Alter nicht einfacher werden. Ehe ich nach Kaiserschnitt usw. wieder dürfte, wäre ich wohl 36 Jahre alt. (Ja, das ist nicht zu alt – aber in meinem Fall vielleicht schon.) Jede Schwangerschaft ist auch körperlich für mich eine regelrechte Weltreise, ich nehme immer viel zu und noch mehr wieder ab – ich fühle mich ausgelaugt und alle, was aber auch einfach eine Korrelation mit dem Älterwerden sein kann. smile

Kurzum: Ich will nicht mehr und ich kann nicht mehr.

Aber was tun mit den fünf befruchteten Eizellen? Ich bin mir recht sicher, dass es sich um Ausschuss handelt und keine Kryo war jemals bei mir erfolgreich. Und dennoch tue ich mich sehr schwer damit, das Depot einfach aufzulösen. Ich kann das nicht.
Spenden möchte ich auch nicht, zumal das hier ja eh nicht so einfach ist.
Eigentlich denke ich, dass mir kaum etwas anderes übrig bleibt, als alle fünf aufzutauen und das, was vielleicht an Tag 5 noch lebt, einzusetzen. In der stillen Hoffnung, dass es nichts wird. Aber was, wenn es dann doch klappt?
Mein Mann ist sehr pragmatisch und hat kein Problem damit, die Eizellen einfach zu verwerfen. Ich denke nicht, dass er ein unüberwindbares Problem mit einem dritten Kind hätte, aber sein Wunsch ist es nicht. smile

Egal wie ich’s drehe und wende, ich finde keine Lösung. Zumindest keine schöne.

Wer von Euch war in ähnlicher Misere und wie seid Ihr damit umgegangen?

traurig


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Hamamelis71*
schrieb am 09.05.2018 14:02
Wir hatten leider nie Kryos. Wenn Euch die Kryokonservierungskosten nicht extrem belasten, dann würde ich die Entscheidung noch mindestens 5 Jahre rauszögern. Deine Kinder werden älter und pflegeleichter, wer weiß, wie Du mit 40 denkst. Die Schwangerschaft mit 42 war für eine Bekannte wesentlich leichter als mit Mitte 30 bei den beiden älteren Kindern.


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Beccipliep
Status:
schrieb am 09.05.2018 15:58
Das war auch mein Gedanke, verwerfen würde ich frühestens mit 40.
Und alle auftauen und zu Blastos werden lassen? Was wenn alle Blastos werden? Alle einsetzen lassen?
Bei mir sind aus 4-6 Eizellen bisher immer 1-2 Blastos geworden. Aus meiner letzten ivf mit fast 40 sind aus 4 Eizellen auch 4 Blastos geworden. Man weiß es nicht...

Gute Entscheidung, Beccipliep


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  isolde35
Status:
schrieb am 09.05.2018 18:07
Ich kenne diese Gedanken, bei uns ist es ähnlich. Wir haben auch noch fünf Eisbären, die seit vier Jahren im Eis liegen. Ich bin jetzt nach längerem Abwägen zu der Entscheidung gekommen, dass ich sie verwerfen möchte, mein Mann ist sich noch nicht 100% sicher, daher warten wir noch eine Weile, ich denke aber, dass es auf Verwerfen hinauslaufen wird. Es gibt viele Argumente für ein Geschwisterkind, ich selbst weiß, wie wertvoll eine gute Geschwisterbeziehung ist, dann gibt es diese gefühlte moralische Verpflichtung, die eingefrorenen Eizellen nicht aufzugeben. Ich ertappe mich manchmal bei der Vorstellung, was wäre, wenn der Biologe am Tag meiner ICSI vor vier Jahren nicht meine Tochter ausgewählt hätte sondern eine andere befruchtete Eizelle. Dann hätte ich heute ein anderes Kind an der Hand und meine Paula läge da im Eis. Eine schlimme Vorstellung, die aber nicht vernünftig ist und zu nichts führt. Trotzdem denke ich das manchmal und frage mich, was uns damals eigentlich geritten hat, derart in die Natur einzugreifen. Es ist zu spät, die Entscheidung für das Einfrieren wurde damals getroffen und zwar nicht weil ich gerne noch fünf weitere Kinder wollte sondern weil ich nach Jahren der Fehlversuche und Frühabgänge einfach froh war, eine Reserve zu haben, weil ich damit gerechnet habe, dass auch dieser Versuch wieder schiefgeht.

Ich denke, der eine wichtige Grund für ein weiteres Kind, sei es das zweite oder dritte oder das wievielte auch immer, ist der, dass die potenziellen Eltern es sich von Herzen wünschen sollten. So wie sie es sich gewünscht haben, als das erste Kind kam, für das sie jede Mühe auf sich genommen hätten, von der körperlichen Belastung der künstlichen Befruchtung, über die emotionale Qual von nicht ausgetragenen Schwangerschaften, bis zur Verschuldung durch teure Behandlungskosten. Ich hätte alles für mein Kind gegeben. Jetzt ist sie da und dieser Wunsch ist erfüllt. Ich wünsche mir kein weiteres Kind, jedenfalls nicht annähernd so wie ich mir Paula gewünscht habe. Es wäre sicher schön und ich würde das trotz aller Anstrengungen auch irgendwie schaffen, aber ich wünsche es mir nicht von ganzem Herzen. Und deshalb entscheide ich mich für das Verwerfen der Eizellen, wenn auch mit einem manchmal wehen Gefühl.

Trefft die Entscheidung, die für eure Familie die richtige ist und nicht eine, hinter der ihr nicht wirklich stehen könnt.

Viel Glück!

Isolde


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.18 18:43 von isolde35.


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  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Meljosie
Status:
schrieb am 09.05.2018 21:07
Wir waren in einer ähnlichen Situation.
Unsere erste ICSI hat uns unsere Drillinge beschert. Ich habe bereits einen großen Sohn und war bei der Geburt der Zwerge gerade 40 geworden. Da wir nach der Punktion natürlich noch nicht wussten, wie dieser Versuch endet, haben wir die übrigen Embryonen einfrieren lassen.
Nach den Drillingen war unser Kinderwunsch aber so was von abgeschlossen 😝 dass wir vor der Entscheidung standen, was mit unseren noch 15! Eisbärchen passieren soll. Zunächst dachte ich, verwerfen kommt nicht in Frage, zurücknehmen aber auch in keinem Fall. Vielleicht nachvollziehbar, wievielte Kinder sollten dass denn werden. zwinker Also habe ich mir Gedanken über das Thema Spende gemacht und glaubte zunächst, dass das unser Weg wäre. Nachdem wir uns umfassend informiert hatten, war uns aber schnell klar, das geht für uns auch nicht. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt die schlimme Situation dass meine absolute Lieblingscousine seit Jahren ungewollt kinderlos war und zeitgleich mit unserem Positiv und der Nachricht der Drillinge eine Fehlgeburt in der 19. Wo hatte. traurig
Ich hätte mir schlicht und ergreifend gewünscht, dass wir ihr mit unseren Eisbären hätten helfen können. Leider ist das zumindest hier in Deutschland legal nicht möglich. Das hat letztendlich dazu geführt, dass wir uns dazu entschieden haben unsere Eisbärchen zu verwerfen. traurig Ihr könnt uns jetzt steinigen, aber wir kommen mit der derzeitigen Gesetzteslage hier in D einfach nicht zurecht, abholen kam aus hoffentlich verständlichen Gründen nicht in Frage, so blieb uns eigentlich nur diese Entscheidung. Meine Cousine weiß das bis heute nicht, und muss es denke ich auch nicht wirklich erfahren.
Schlussendlich, wir kommen mit der Entscheidung heute besser zurecht, als in der Phase als wir sie zu treffen hatten. Wäre die Gesetzeslage in D anders, hätten wir und vermutlich anders entschieden.

LG Meljosie


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
avatar  Majoni
Status:
schrieb am 09.05.2018 22:07
Hi,

Wir standen jetzt im April vor der gleichen Entscheidung.
Hatten noch 3Pn auf Eis.

Ja ,wir haben sie verworfen. Beim unterschreiben und hinschicken per E-Mail habe ich Rotz und Wasser geheult. Denke, weil es damit eine endgültige Entscheidung war. Natürlich klappt es nicht so recht, und wenn immer in einer Fg.

Eine ICSI auf garkeinen Fall mehr.

Wir haben uns aus folgenden Gründen dagegen entschieden:

Meinem Mann waren 2 bzw 3 recht, also hatte ich die Entscheidung

Ein Zimmer fehlt bzw den Dachausbau hätte früher statt finden müssen, nur in Elternzeit bekommen wir die restliche Summe schlecht finanziert

Wollte gerne einen Abstand zwischen 2und 3 von ca. 3 Jahren haben, dann wär ich bei der Geburt mindestens 42 Jahre alt

Jetzt die Pn ab holen, dann wär mir der Abstand von 20 Monaten zu gering und mein Sohn hätte nicht in den Kindergarten gekonnt, also keine exklusiv Zeit für das dritte

Ein neues Auto wäre nötig, hätte bestimmt gelappt

Angst vor Risiken bei der Geburt/Schwangerschaft

Mein Mann schichtet

Und bei mir war es ein Wunsch, aber kein Herzenswunsch!!!!!!!!!

Das sind alles nur für mich die Gründe gewesen, alles keine ganz schwerwiegenden Gründe, aber dennoch hat es bei mir zum grübeln gereicht.

Es ist jetzt gut so und ich kann gut damit leben und bin mir bewusst, was wir entschieden haben.

Über eine Spende hatte ich auch nachgedacht, aber ich war schon zu alt für die Spende in Deutschland. Die Frau soll beider Pu jünger sein!

Majoni

Wünsche dir alles Gute


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
avatar  Alice Cullen
Status:
schrieb am 09.05.2018 22:10
Googlet mal Netzwerk Embryonenspende... in D ist spenden auch erlaubt !


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
avatar  Majoni
Status:
schrieb am 10.05.2018 11:51
Wir haben darüber nachgedacht, aber ich war bei der Punktion schon zu alt.
Sonst wär es vielleicht eine Alternative gewesen.

Zitat
Alice Cullen
Googlet mal Netzwerk Embryonenspende... in D ist spenden auch erlaubt !



  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Talea79
Status:
schrieb am 10.05.2018 21:45
Wir hatten uns darüber auch Gedanken gemacht und hätten einen natürlichen Kryozyklus ohne Ultraschall und Auslösen oder sonstige Medis gemacht. Also Auftauen am Tag des vermuteten Eisprungs, 5 Tage kultivieren und wenn dann noch was über gewesen wäre, Transfer.
Wir haben uns gedacht, wenn das klappen würde, dann muss es wohl so sein.
Wenn das für euch nichts ist, dann würde ich wirklich noch ein wenig Zeit vergehen lassen und wenn ihr dann immer noch sicher seid, keine weiteren Kinder zu wollen, verwerfen. Ist jetzt m.E.auch keine größere Sünde als die Pille danach.
Alles Gute, Talea


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Carla Maria
schrieb am 11.05.2018 14:15
Vielen Dank für Euren Input!

Ja, Aufbewahren ist sicherlich erstmal die einfachste Lösung. Ich kann mir aber (vielleicht auch nur gerade jetzt, ein halbes Jahr nach der letzten Schwangerschaft?) nicht vorstellen, dass ich mit 40+, wenn wir hier gerade aus dem Gröbsten raus sind, alles wieder auf Null setzen wollen würde (mit allem, was dazu gehört, allen Risiken usw.). Wenn ich 40 bin, sind meine Eltern beide in Rente (und können helfen) und die Kinder gehen schon zur Schule, so dass ich dann beruflich vielleicht etwas weniger eingeschränkt sein werde. Das ist schon etwas, worauf ich mich freue.

Mein Mann bleibt bei dem Standpunkt, dass er sich auf fatalistische auftauen-und-mal-gucken-Experimente nicht einlassen möchte. Tja, es wird wohl aufs Verwerfen hinauslaufen. Aber vielleicht erst etwas später…


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
avatar  motte79
Status:
schrieb am 13.05.2018 20:06
Hallo!

Wir standen auch vor dieser schweren Entscheidung. Unser Sohn hat damals relativ schnell Dank IVF zu uns gefunden. Für Kind 2 scheiterten alle Versuche. Ich wurde oft schwanger, aber es hielt nie. Meine Kraft war komplett aus, ich wollte nicht mehr nach einem Kalender für Behandlungen leben, wollte nach allen Niederschlägen wieder beginnen zu leben. So entschieden wir uns auch für das Verwerfen von 3 Embryonen. Leider. Aber es war, um ehrlich zu sein, MEINE feste Entscheidung. Mein Mann trug diesen Willen aber mit.

Ich wünsche dir Kraft und Zuversicht!
Alles erdenklich Gute
Motte


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 14.05.2018 22:19
Liebe Carla Maria,
ich hadere auch immer mal wieder mit unserem Eisblasto. Wir sind momentan einfach zu ausgelastet für ein drittes Kind und alle Außenstehenden sagen mir, nur weil es die Möglichkeit für ein weiteres Kind gibt, muss man sie nicht nutzen, machen zeugungsfähige Paare ohne großen weitere Kinderwunsch auch nicht. Und die Spirale sorgt neben einer toxischen Wirkung auch dafür, dass Blastos sich nicht einnisten können, also gibt es da auch Blastos, denen keine Chance gegeben wird. Ich kann die Gedanken an die "Pakete, die aufs Auspacken warten" so gut verstehen, denn in ihnen stecken genauso die Möglichkeiten zu Kindern wie jenen tollen, die wir schon zu Hause haben, aber ich habe für mich beschlossen, dass wir Lebenden vorgehen und das heißt für mich vorerst, kein Baby mehr. Ich will damit sagen, daas man sich nicht durch Kryos zu einem weiteren Kind ZWINGEN lassen soll, bei bestehendem Kinderwunsch ist das natürlich etwas anderes. Liebe Grüße von Paula

Signatur


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Floribunda
schrieb am 15.05.2018 22:54
Ich verlängere unsere 3 Kryos von Jahr zu Jahr, weil Verwerfen bei uns eigentlich auch die einzige Option ist, ich mich dazu aber einfach nicht durchringen kann. Der Gedanke, dass da drei potentiell so wunderbare Kinder wie unsere beiden nicht wachsen dürfen macht mich todtraurig. Aber wir sind mit unseren beiden zeitlich und nervlich absolut am Anschlag, mehr packe ich einfach nicht. Spenden geht bei uns auch nicht. Also verlängere ich wieder und wieder und verschiebe das Problem auf nächstes Jahr...

LG
Floribunda


  Re: Dilemma: Was tun mit übrigen Embryonen?
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  Emily
schrieb am 16.05.2018 20:17
Ich kenne das Gefühl sehr gut, weil es mir genauso ging. Eine Weile haben wir noch überlegt, ob wir ein weiteres Kind möchten. Aber meine Schwangerschaften hatten es in sich, bei einer davon war bis zum Schluss nicht klar, ob wir wirklich beide lebend aus der Sache rauskommen. Die Ärzte haben mir zwar Mut gemacht, es ruhig nochmal zu versuchen, aber ich fand, dass die drei schon vorhandenen Kinder wichtiger sind als das noch gewünschte und ich zuallererst an sie denken sollte (dass mir nichts passiert eben).

Der Gedanke, die Embryonen verwerfen zu lassen, war aber so schlimm, dass wir etliche Jahre die Kryokosten weiter bezahlt haben. Und irgendwann waren wir dann soweit, sagen zu können, dass wir ganz sicher keine gemeinsamen Kinder mehr möchten. Erst dann haben wir den Vertrag gekündigt. Das ist jetzt noch nicht soooo lange her. Aber jetzt kann ich auch ohne Reue zurückschauen.

Man kann sein Geld für dümmere Sachen ausgeben als die Hoffnung auf ein weiteres Kind, finde ich smile. Und wer weiß, was die Zukunft bringt ... vielleicht entscheidet ihr euch ja doch nochmal dafür, sie einsetzen zu lassen, auch wenn es jetzt nicht danach aussieht.




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