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  Fernstudium?
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  Studentin in Spe
schrieb am 19.04.2018 22:26
Nun ist es soweit, ich denke, die Hausfrauenfalle hat zugeschnappt. Ich bin Mitte 30, habe einen ganz gut verdienenden Mann, zwei kleine Kinder und bin raus aus meinem Job. Dadurch bin ich natürlich voll finanziell von meinem Mann abhängig. Nach meiner letzten Elternzeit in meinen Job zurückzukehren wird nicht möglich sein (rechtliche Neuerungen, technischer Fortschritt, zu viele "frische" Arbeitnehmer auf dem Markt).

Nun hatte ich die Idee, dass ich schon jetzt anfangen könnte etwas über eine Fernuni zu studieren (Soziale Arbeit). Ein Präsenzstudium an einer Hochschule vor Ort kommt leider nicht in Frage. Die nächsten Hochschulen sind einfach zu weit weg, das bekomme ich nicht mit Haushalt und Kindern unter einen Hut.

Nun machte jemand in meinem Umfeld, dem ich davon erzählte eine negative Bemerkung über einen Hochschulabschluss von einer Fernuni. Die Äußerung ging in die Richtung, dass ein Uni Abschluss von einer Fernuni in der "realen Welt" nichts zählen würde und man damit keinen Job bekäme.

Hat jemand von euch Erfahrung, vielleicht selbst an einer Fernuni seinen Abschluss gemacht (ich habe mir die IUBH herausgesucht)? Ist es damit wirklich so viel schwerer einen Job zu finden? Ist der Abschluss nicht gleichwertig?
6 Semester Vollzeitstudium (20 Stunden die woche werden veranschlagt) kosten über 11000 €. Danach keinen Job zu bekommen wäre natürlich fatal.

Bitte teilt mir unbedingt eure Erfahrungen mit. Ich möchte etwas für mich tun und mich absichern, nicht nur von meinem Mann abhängig sein.

Gruß,
Studentin in spe?


  Re: Fernstudium?
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  Hamamelis71*
schrieb am 20.04.2018 14:12
Ich habe von einem Fernstudium keine Ahnung. Hast Du denn einfach mal versucht Bewerbungen zu schreiben? Vielleicht in ähnlichen Bereichen? Es gibt auch Kurse für Berufsrückkehrerinnen, auch für Akademikerinnen.

Ansonsten solltest Du eine private Altersvorsorge abschließen, die Dir den Ausfall durch die Kindererziehung finanziell abmildert.


  Re: Fernstudium?
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  Joaninha
schrieb am 20.04.2018 15:44
Ich kenne jemanden, der über ein Studium an einer Fernuni einen Job bekommen hat (allerdings anderer Bereich), sprich: so pauschal kann man, denke ich, nicht sagen, dass Studenten einer Fernuni nicht genommen werden und andere Studenten schon. Es kommt immer auf den Arbeitsmarkt an... Und man darf nciht vergessen, dass auch Präsenzuni nciht gleich Präsenzuni ist, da gibt es schon deutliche qualitative Unterschiede.


  Re: Fernstudium?
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  gelöschter User
schrieb am 20.04.2018 19:41
Wäre ein Aufbaustudium oder Ergänzungsstudium in Deinem Bereich nicht eine Alternative? Manche Arbeitgeber sehrn es sehr positiv, wenn man die Zeit für intensive Fortbildung nutzt. Bei einer kompletten Neuorientierung wärst du im höheren Alter Berufseinsteiger, das ist in Deutschland nicht so populär.


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  Re: Fernstudium?
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 20.04.2018 21:52
Huhuu, was hast du denn vorher gemacht und welche Ausbildung hast du? Manchmal lassen sich Dinge geschickt verbinden, sodass es im Lebenslauf eine rote Linie gibt.
LG von Paula


  Re: Fernstudium?
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  Mama1012
schrieb am 20.04.2018 22:44
Hallo!

Vielleicht wäre auch eine IHK Weiterbildung in deinem Fach eine gute Alternative. Diese Abschlüsse (Fachwirt, staatl. Geprüfter...) sind in der Wirtschaft auch sehr gern gesehen. Außerdem haben die meist einen größeren Bezug zum Arbeitsleben. Meist sind die Präsenzzeiten am Wochenende (Freitag und Samstag). Kosten entstehen auch da, sind aber auch förderfähig. Eine IHK bzw auch HWK findest du eigentlich in jeder größeren Stadt.

Viel Erfolg bei deiner Suche,
Anne


  Re: Fernstudium?
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  Katinkaxx
schrieb am 21.04.2018 06:38
Ich habe per Fernstudium einen weiteren Berufsabschluss gemacht.
Der Abschluss ist nicht das Problem danach, sondern die fehlende praktische Erfahrung. Besser wäre einen Abschluss als Weiterbildung deines Berufes.


  Re: Fernstudium?
avatar  Rebella
schrieb am 21.04.2018 23:50
Ich habe damals auch an ein Fernstudium gedacht. Das wollte mir das Arbeitsamt aber nicht finanzieren. Deshalb hatte ich dann einen Kurs, zu dem ich jeden Tag hingehen musste. Er ging über 6 Monate. Daran anschließend habe ich bei der IHK die geprüfte Bilanzbuchhalterin gemacht.

Das war schon sehr anspruchsvoll. Ich dachte, jetzt kriege ich gleich einen guten Job. Habe ja nun einen anerkannten Abschluss. Leider dauerte es dann wieder länger. Es wollte mich wohl deshalb niemand einstellen, weil ich keine Berufserfahrung in dem Job hatte. Nach einigen Umwegen und mehreren Versuchen habe ich heute wieder einen ganz vernünftigen Job. Ich arbeite aber nicht als Bilanzbuchhalterin, sondern als Mietenbuchhalterin. Da kann ich das Gelernte zwar auch verwenden, aber allenfalls 1% davon. - Immerhin bin ich nun nicht mehr arbeitslos. .....


  Re: Fernstudium?
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  cora167
schrieb am 22.04.2018 09:31
Das Problem ist doch, dass du nach Abschluss mit Ende 30 und zwei Kindern mit Absolventen konkurrierst, die mehr als 10 Jahre jünger sind, ohne Kinder flexibler und im Zweifel auch mehr praktische Erfahrung haben. Zudem glaube ich, dass 20 Wochenstunden eher die untere Grenze sind.

Wer würde denn die 11.000€ Studiengebühren bezahlen? Dein Mann? Du schreibst, er verdient gut. Dann bitte ihn, dir den Betrag sowie einen monatlichen Ausgleich (schließlich hast du wg eurer gemeinsamen Kinder zurückgesteckt) in eine Rentenversicherung, Fonds oä einzuzahlen. Parallel dazu würde ich versuchen, mich im eigentlichen Beruf weiter zu bilden, ggfs. dort ein Aufbaustudium machen. Da hast du schon Berusferfahrung, das stelle ich mir einfacher vor als einen kompletten Neustart.


  Re: Fernstudium?
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  pebbles30
schrieb am 22.04.2018 10:20
Warum bitte soziale Arbeit, wenn du das Studium selber zahlen musst?


Ja ich weiß theoretisch werden Sozialarbeiter immer und überall gebraucht.
Die Sozialarbeiter die ich aber kenne, sagen alle gerade zum Berufseinstieg bekommt man nur befristete Verträge und muss dann nehmen was und wo man bekommt, egal zu welchen Arbeitszeiten oder Verdienst.
Es sind immer Zuwenig Leute da.
Am Schulzentrum wo mein großer Sohn ist, sollten es theoretisch 4 Leute sein, praktisch ist es nur einer. Jugendämter etc. ist das ja auch so.
Der Verdienst ist je nach Stelle auch nicht so wirklich gut. Ich habe da jetzt auch mal jemanden sehr fluchen hören. einerseits richtig viel Verantwortung, andererseits verdienen andere nach einem jahrelangem Studium einiges mehr.



Ich würde dir auch eher empfehlen, das du versuchst, etwas zu finden was dir in deinem Beruf weiter hilft oder dich weiter qualifiziert.
Auch beim Arbeitsamt gibt es Kurse oder Beratungen. Das kann je nach Sachbearbeiter extrem hilfreich sein oder eher mau aber es ist umsonst!

Etwas anderes ist es natürlich wenn du in deinem Beruf sowieso nicht mehr arbeiten wolltest, das geht aber aus deinem Beitrag nicht hervor. Da steht nur Wissen veraltet und Zuviel neue auf dem Markt.
Da würde ich mal an deiner Stelle in mich gehen und überlegen.

Und dann nochmal überlegen, muss es wirklich soziale Arbeit sein?
Wenn man nicht sicher weiß ob einem das Studium wirklich zu Arbeit verhilft, dann finde ich 11.000 euro ziemlich viel.
auch wenn man das bestimmt von der Steuer absetzen kann. auf der anderen Seite muss man erstmal soviel Verdienen das es sich lohnt. Mit Frau und Kindern wird dein Mann ja nicht mehr so viele Lohnsteuer zahlen.


Zum Studium an sich. Ich kenne auch Leute die eher berufsbegleitend an der Fernuni waren. Dazu noch viele die Weiterbildungen machten oder auch ganz klassisch ihren Meister oder Techniker oder Fachwirt.
Es gehört schon viel Disziplin dazu das über Jahre zu machen. Weil man sich nicht mit anderen austauschen kann, weil man keine Fragen stellen kann, wenn etwas unklar ist, weil man immer alleine über den Unterlagen brütet.
Meister/Techniker/Fachwirt hatten es da leichter weil es da Schulen gibt und je nach Arbeitgeber wurde das auch unterstützt. Wobei da auch viele sagten, diese Jahre waren die stressigsten ihres Lebens.

Die große Karriere hat keiner deshalb gemacht. Aber keiner hat es bedauert, weil alle sagten, es bringt sie im Beruf weiter.
Es waren entweder Zusatzwissen oder Aufbaustudium zum Beruf.
Etwas ganz neues hat jetzt keiner Studiert den ich kenne.



Viele Grüße
pebbles


  Re: Fernstudium?
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  Kathlen87
Status:
schrieb am 24.04.2018 16:53
@ Studentin in Spe

Ich würde mich das hier nicht madig reden lassen. Ich werde nun auch Ende des Jahres ein Fernstudium beginnen, grade im Hinblick darauf, dass wir nächstes Jahr in die Kinderplanung gehen werden. Ich interessiere mich auch vordergründig für einen Studiengang an der IUBH, ich kenne viele, die davon schwärmen.

Ich habe aber auch bereits meine Weiterbildung zur Geprüften Rechtsfachwirtin gemacht, auch alles neben meinem Vollzeitjob, ich weiß also bereits, was auf mich zukommt.

Bezüglich der weiteren Aussichten im Job, kommt es wirklich auf den Studiengang an. Google doch einfach mal, was es da in deiner Nähe an Jobangeboten gibt. Ich finde es absolut klasse, wenn man fit im Kopf bleiben will und auch als Mutti mal was für sich macht!!! Immerhin hast du später im Job m.E. nach bessere Chancen, grade weil du bereits Kinder hast. Junge Frauen werden in jedem Bewerbungsgespräch schief angesehen, und die Chefs stellen sich die Frage, wie lange das nun wohl dauern wird.

Falls du noch Fragen hast, schreib mir gern eine Nachricht!




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