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  Ungerecht behandelt
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  Alina
schrieb am 01.04.2018 06:13
Hallo,
Ich kann nicht schlafen, es bedrückt mich etwas. Meine Eltern sind erneut Oma und Opa geworden. Mein kleiner Bruder ist Papa geworden und die Freude ist riesig.
Mein Bruder ist 11 Jahre jünger als ich und war ein lang ersehntes Sohn meiner Eltern. Er hat lange zu Hause gewohnt und viel vom meinen Eltern an finanzieller Unterstützung bekommen. Ich dagegen bin früh von Zuhause ausgezogen, war immer sparsam und habe immer für mich alleine gesorgt. Selbst als ich geheiratet habe, haben meine Eltern mir nichts geschenkt. Das haben sie nachgeholt als mein Bruder gehairatet hat. Sie haben ihm und mir die gleiche Summe an Geld gegeben, obwohl ich längst geschieden bin ( weil ich damals nichts bekommen habe) Auf das, was mein Bruder geschenkt (Sachgeschenke und ein Gründstück) und bezahlt bekommen hat war ich niemals neidisch, aber seit dem das Baby da ist ist es anders. Das Baby wird reichlich von meinen Eltern beschenkt. Zur Taufe mit einer größeren Geldsumme und zusätzlich mit Menge von Spielzeug usw. Ich habe eine Tochter, sie ist 15. Das Baby hat von meinen Eltern jetzt bereits mehr bekommen als meine Tochter in 15 Jahren. Die Geldsumme, die sie zur Taufe, Kommunion und allen Geburtstagen bekommen hat, ist kleiner als das Taufgeschenk für das Baby. Spielzeug hat sie sehr selten bekommen. Jetzt bekommmt sie von Oma 1-2 mal im Jahr 10 oder 20 Euro. Und das tut mir irgendwie weh. Ich weiss, dass das deren Geld ist, ich werde das auch nicht ansprechen. Finanziell geht meinen Eltern gut, die Finanzen ist seit Jahren gleich. Mein Bruder hat ein Job und verdient fast 3 mal so viel wie ich, er lebt aber auf dem großem Fuss und gibt ganzes Geld aus. Ich dagegen bin alleinerziehend mit Vollzeitjob und Minigehalt und überlege 3 mal bevor ich ein Euro ausgebe. Deswegen habe ich ein wenig gespart, auch als Sicherheit für meine Tochter. Das heisst wahrscheinlich ich habe genug und er hat nichts.
ich musste das mir von der Seele schreiben, mir gehts nicht um mich ,( ich habe mich bis heute noch nie beklagt) sondern nur um die Kinder

Viele Grüße
Alina


  Re: Ungerecht behandelt
avatar  sunny_1610
Status:
schrieb am 01.04.2018 07:10
Liebe Alina das tut mir Leid. Bei uns ist es ähnlich. Er war immer schon das Lieblingskind und wird es auch bleiben sollte er Mal Kinder haben werden meine Kinder nichts mehr wert sein. Gerade ist er in einer Beziehung mit einer Frau die bereits Kinder hat, selbst die sind wichtiger. Lange Rede kurzer Sinn den einzigen Tag den ich für dich habe ist: Erwarte nichts für dich oder Deine Kinder von Anderen, dann kannst du nur positiv überrascht werden.

Solche Menschen sehen nicht das Sie etwas falsch machen oder etwas ungerecht ist! Sie werden immer wieder ausreden finden warum gerade das jetzt so ist wie es ist. Du kannst Sie nicht ändern sondern nur Deine Einstellung.

Außerdem glaube ich das Kinder nicht doof sind irgendwann, werden Sie das schon merken was da gespielt wird und von sich aus handeln.

Meine Konsequenz ist: Ich halte den Kontakt so klein wie möglich. Ich besuche meine Eltern nur wenn die Kinder (4 und 6 Jahre) von sich aus was sagen. Seitdem schlafe ich besser.

Alles Gute für Dich und Deine Familie! Am Ende weisst du das deine Tochter alles hat was Sie braucht plus eine Mutter die in den Spiegel schauen kann und weiss das Sie alles alleine geschafft hat und Sie liebt!


  Re: Ungerecht behandelt
no avatar
  Chorus
Status:
schrieb am 01.04.2018 09:16
Bitte konzentriere dich mehr auf dich, und dass es dir gut geht. Dann geht es auch deiner Familie gut. Menschen, denen Geld "nachgeworfen" wird, sind nicht immer die Glücklicheren. Sie haben vielleicht auch weniger Anreiz später, selber etwas zu erreichen...

Unfair ist es allemal. Vielleicht solltest du mal mit deinen Eltern reden und ihnen von der finanziellen Situation erzählen. Schließlich scheinen sie keine Unmenschen zu sein, wenn sie dir dein Hochzeitsgeschenk dann doch im Nachhinein geschenkt haben.

Mein Vater hat meinem Bruder auch ein Grundstück geschenkt, als er bauen wollte, und einiges an zinslosem Kredit. Begründung er hat ja Kinder. Tja so ist es halt manchmal.... Jeder darf Geschenke machen wie er will. Wie du ja selber schreibst. Du darfst ja auch beschenken wen du willst... Und abgesehen davon weißt du ja nicht wirklich, was noch kommt. Vielleicht bekommt deine Tochter ja auch noch zu irgendeinem Anlass ein Mega-Geschenk. Wenn nicht von deinen Eltern, dann von sonst jemandem. Vielleicht zieht sie aber einmal einen so tollen Job an Land, dass sie das Geld gar nicht nötig hat.

Wenn ich Kinder hätte, die ich ja nicht habe, wäre eines fix, ich würde ganz massiv in ihre Bildung investieren. Da haben sie später nämlich mehr davon als von jedem Geldgeschenk. Das ist mehr Sicherheit als die paar 10,- die man zugesteckt bekommt.

Und was Neid betrifft, das kenne ich als jahrelang Kinderlose mit erfolglosen Kiwu-Behandlungen schon genug. Nur nützen tut es eben nichts....


Ich wünsche dir noch frohe Ostern smile


  Re: Ungerecht behandelt
avatar  Knuffi85
schrieb am 01.04.2018 09:24
Guten morgen.

Fühl dich gedrückt. Bei uns ist es ähnlich. Mein Mann ist ein bisschen das schwarze Schaf der Familie. Die Jungs seiner Schwester sind die tollsten und besten. Da werden sogar regelmäßig 400km gefahren um sie über das Wochenende zu besuchen. Wir wohnen 35 km entfernt und sie kommen exakt 3x im Jahr. Nämlich immer dann wenn einer Geburtstag hat. Die anderen werden mit Aufmerksamkeit überschüttet. Wenn alle Enkel zusammen treffen, wie heute zu Ostern, dann bleibt für unsere Tochter nichts an Nettigkeiten oder Zuwendung übrig.

Vom Geld her machen sie zu Weihnachten etc keine Unterschiede. Aber zwischendurch bekommen die Jungs etwas. Habe ich mitbekommen. Als es um Spielzeugautos ging. Da riss ich wohl die Augen Auf und wurde hellhörig. Da sagte die Schwiegermutter eiskalt zu mir:Na ja. Die Kosten ja nicht die Welt. Aber eurer Tochter bringen wir nie was mit, weil sie ein Mädchen ist. Und die Mädchen gibt es nichts was man mitbringen kann. Schönen Dank auch

Seitdem halten wir den Kontakt so gering wie möglich. Man kann sie nicht ändern. Und lieber habe ich ehrliches Desinteresse als geheucheltes Interesse.

LG und Kopf hoch!


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  Re: Ungerecht behandelt
no avatar
  Alina
schrieb am 01.04.2018 12:30
Hallo,

Abstand halten geht nicht, weil wir ganz in der Nähe wohnen. Deswegen muss ich meinem Eltern helfen wenn sie Hilfe brauchen.Mein Bruder wohnt mehrere Hundert Kilometer weg. Außerdem ich habe keine Familie ausser Eltern und Bruder mit seiner Familie.
Meine Tochter weint gerade heimlich. Nach dem Oster -Frühstück hat das Baby von Oma und Opa Spielzeug und Bademantel bekommen, sie nicht mal ein Überraschungsei.
Schöne Ostertage
Alina


  Re: Ungerecht behandelt
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  lilimarleen
Status:
schrieb am 01.04.2018 12:42
Liebe Alina,

wie unfair und gemein.
Erzähl doch Deinen Eltern ganz akut, dass Deine Tochter gerade weint und warum. Ich würde das ganz klar auf den Tisch bringen.
Gerade auch, weil Du hilfst und Dein Bruder weit weg ist, ist die Situation ein Unding. Und wenn der Rest Deiner Familie - Eltern und Bruder - das nicht verstehen, wirst Du bzw. werdet Ihr am Ende diejenigen sein, die sich kümmern und im Zweifelsfall pflegen müssen, dann wird es noch bitterer.

Wie ist das Verhältnis denn sonst - versteht Ihr Euch gut? Pflegen die Großeltern Kontakt zur Enkeltochter, unternehmt ihr was zusammen, besucht Ihr Euch zum Kaffeetrinken?

LG, Lili


  Re: Ungerecht behandelt
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  Blüte
schrieb am 01.04.2018 12:47
Mal abgesehen von der Gesamtproblematik:

Lass doch dein Kind bitte nicht heimlich weinen, wenn es um diese Frage geht. Sprich die Ungerechtigkeit an, sage ihr, dass es ungerecht ist, dass du das auch so siehst, dass sie ein Recht hat, über diese offensichtliche Ungleichbehandlung traurig zu sein und ordne das Geschehen ein.
Ich würde die Ungerechtigkeit, die du erfahren hast, nicht thematisieren, sonst wird dem Kind das Herz womöglich noch schwerer, aber ich würde schon besprechen, dass Menschen ihre Aufmerksamkeit eben manchmal nicht "gerecht" verteilen, z.B. zwischen Enkeln, leider ja sogar zwischen eigenen Kindern. Sag, dass es traurig ist, aber dass man die Gerechtigkeit an der Stelle weder fordern noch erzwingen kann, man darf traurig sein, aber nicht "für immer", irgendwann ist der Punkt gekommen, an dem man die Lage so akzeptiert wie sie ist und die Schlüsse daraus zieht. D.h. keine Geschenke erwartet und gleichzeitig SEHR wohl überdenken kann, wie intensiv man den Kontakt mit den Großeltern haben möchte.

Ich sehe nämlich keine Notwendigkeit, dass dein Kind mit ihrem Cousin am Tisch sitzt und sieht, wie er etwas bekommt und sie nicht. Ihr beide könnt euch ein wunderschönes Ostern (oder jedes andere Fest) machen und seid nicht verpflichtet, Demütigungen hinzunehmen. Auch nicht, wenn ihr nah wohnt. Und daraus ergibt sich keineswegs eine automatische Verpflichtung zu helfen. Ich will nun nicht sagen, dass man den Kontakt jäh abbrechen soll, aber es steht euch sehr wohl zu, den Kontakt zu überdenken, deiner Tochter noch sehr viel mehr als dir, die du dich als Tochter womöglich zur Hilfe verpflichtet siehst.

Sag deiner Tochter, dass du sie über alles liebst, dass es viele Menschen gibt, die sie sehr lieben und denen sie wichtig ist (am besten aufzählen) und dass es leider zu den Erfahrungen im Leben gehört, dass man nicht immer den Menschen, die man selbst mag, eben Großeltern, automatisch auch wichtig ist. Das ist traurig, aber es ist so. Wird beim ersten Liebeskummer, den du natürlich jetzt NICHT erwähnen solltest, auch so sein.

Und deine Tochter kann auch überlegen, ob sie den Großeltern rückmelden möchte, wie es ihr ging, dass sie als Enkelin so offensichtlich zurückgesetzt wurde gegenüber dem Cousin. NICHT, um noch Geschenke nachträglich zu bekommen, sicher nicht, aber um den Großeltern durchaus auch mal zu sagen, was sie da emotional anrichten. Aber das muss sie natürlich selbst wissen, ob sie das möchte. Wenn, würde ich sie aber als Mutter darin unterstützen. Und sollte sie sich für einen verminderten Kontakt zu den Großeltern entscheiden, würde ich auch nicht mit der Erklärung dieses Zustandes hinter dem Berg halten, falls es die Großeltern zufällig doch interessieren sollte.

Trotz allem frohe Ostern!

Blüte


  Re: Ungerecht behandelt
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  lilimarleen
Status:
schrieb am 01.04.2018 12:55
Blüte, kann Dir nur zustimmen, toll geschrieben!


  Re: Ungerecht behandelt
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  Alina
schrieb am 01.04.2018 20:23
Vielen Dank für Eure Ratschläge. Ich habe mit meiner Tochter gesprochen. Sie liebt Oma und Opa, und auch die Familie meines Bruders. Trotzdem ist sie verletzt. Sie hat gutes Kontakt mit meinen Eltern, das ist mir auch wichtig, weil sonst haben wir leider keine Familie. Ich habe mich von dem Vater gleich nach Geburt getrennt, er zeigt nicht viel interesse an ihr, die andere Großeltern kennt sie gar nicht, sie haben Kontakt mit uns abgebrochen, weil ich mich von Ihren Sohn getrennt habe (nachdem er mich während ich schwanger lange im Klinikum lag, betrogen hat-ist aber ein anders Thema).
Sie sagte, sie erwartet keine Geschenke aber diese Überflutung was das Baby bekommt ist einfach nicht passend.
Mir hat es immer sehr leid getan, wenn Kinder unterschiedlich behandelt werden, sie verstehen das leider nicht
VG
Alina


  Re: Ungerecht behandelt
avatar  Rebella
schrieb am 01.04.2018 23:00
Liebe Alina,

wenn ich mir vorstelle, dass mir das mit meinen Eltern so gegangen wäre, ich hätte platzen müssen, um nichts dazu zu sagen. Es geht ja hier nicht wirklich um Geld und Geschenke. Es geht viel mehr um die Zuwendung, die ein Enkelkind bekommt, das andere aber nicht. Und da wäre ich meinen Eltern gegenüber fühlbar sauer.

Lass dich nicht von deinen Eltern ausnutzen. Du sagst, sie brauchen dich. Das, was du für dein Kind brauchst, verweigern sie dir/ euch aber. Das würde ich genauso benennen. Entweder kapieren sie das oder sie müssen dann eben auch immer mal auf deine Hilfe verzichten.

Vielleicht kriegst du das ja gerade gebogen, wenn du offene Karten auf den Tisch legst. Und swenn nicht, dann suche dir anderen Umgang. Vielleicht findest du liebe Freunde, z.B. andere Alleinerziehende ohne Angehörige. ...

Ich habe jetzt nicht DIE vergleichbare Situation, aber bei uns war es leider auch immer so, dass meine Schwiegereltern unseren älteren Sohn bevorzugt haben. Das habe ich denen auch immer wieder auf´s Brot geschmiert. Manchmal habe ich gesagt, wenn der Kleine nicht mitkommen darf, dann kommt der Große auch nicht mit. Hat zwar deren Einstellung nicht wirklich geändert, aber das Ende vom Lied ist heute, dass unser jüngerer Sohn seinerseits nicht wirklich Interesse gezeigt hat. Meine Schwiegermutter ist inzwischen alleine, aber wenn sie mal Unterstützung braucht, dann hilft auch allenfalls der Große. Der Kleine sieht es nicht ein. - Ich würde sagen, da hat sie es versäumt, eine Beziehung aufzubauen.

Vielleicht sind sich deine Eltern eurer beider Unterstützung zu sicher. ...


  Re: Ungerecht behandelt
avatar  Rebella
schrieb am 01.04.2018 23:45
Mir ist das gerade noch weiter durch den Kopf gegangen, liebe Alina.

Vielleicht kannst du deine Eltern fragen, was deine Tochter ihnen bedeutet? Bestimmt werden sie dir etwas Freundliches antworten. Und dann fragst du: Warum quält ihr sie dann so?

Denn damit, dass sie natürlich beschenken oder nicht beschenken können, wen sie wollen, hat es sich doch nicht erschöpft. Die Ungleichbehandlung zweier Enkelkinder drückt eine ungleiche Wertschätzung aus. Und die bedeutet eine Verletzung beim Enkelkind und auch bei seinen Eltern. Das dürfen sie natürlich. Aber du darfst auch ausdrücken, dass du diese Geringschätzung spürst und dass sie dir und deiner Tochter damit weh tun.

Je nachdem, ob es sich um eine echte Geringschätzung handelt oder nur um eine Nachlässigkeit werden sie ihr Verhalten ändern oder auch nicht. Da wisst ihr dann besser, woran ihr seid. Und könnt daraufhin selbst noch einmal überprüfen, welche Wertstellung deine Eltern bzw. deiner Tochter Großeltern ihrerseits noch bei euch haben.

Lass dich drücken!


  Re: Ungerecht behandelt
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 03.04.2018 20:10
Liebe Alina,
ich finde, es klingt so, als würdest du dich deinen Eltern gegenüber ausgeliefert fühlen, wie auch immer sie euch behandeln. Aber das bist du nicht, letzlich kämest du auch ohne sie aus. Deshalb solltest du deine Tochter aktiv vor solchen Verletzungen schützen. Viel Kraft!


  Re: Ungerecht behandelt
avatar  Alpina
Status:
schrieb am 03.04.2018 22:00
Liebe Alina,

ich finde es wirklich traurig, dass Deine Eltern euch so ungerecht behandeln.

Es scheint aber, als fühlst Du Dich nicht in der Position, Deine Eltern damit zu konfrontieren.

Wenn es so ist - was hindert Dich daran? Ist es die gefühlte Abhängigkeit, weil sonst keine Familie in der Nähe ist? Ist da noch etwas anderes?

Das Ding ist - Du bist eine erwachsene und wertvolle Frau und Mutter ebenso wie Deine Tochter ein wertvoller Mensch ist. Ihr beide habt es verdient mit Würde und Respekt behandelt zu werden und habt das Recht dies auch einzufordern!

Falls Dir eine direkte Konfronation schwer fällt, wäre es vielleicht eine Möglichkeit, ihnen einen Brief zu schreiben und persönlich zu übergeben, damit das "Gesprächstor" geöffnet werden kann. Du könntest darin genauso wie hier schreiben, wie sehr Dich und Deine Tochter dieses Verhalten verletzt und sie offen fragen, was sie glauben, warum sie das tun?

Viele Grüße,

Alpina


  Re: Ungerecht behandelt
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  Alina
schrieb am 04.04.2018 13:17
Hallo,
Vielen lieben Dank für Eure Ratschläge. Ich habe mich entschossen mit mrinrn Eltrn zu sprechen. Ich wede sie bitten die Kinder gleich zu behandeln, oder wenn sie nötig haben das Kind ihres Lieblingssohnes zu bevorzugen, dann sollen sie bitte das so machen, dass meine Tochter das nicht mitbekommt.
Ich bin verbittert, weil mit dieser Situation kamen wieder meine Kindheitserinnerungen hoch. Meine Mutter war ( und ist manchmal immer noch) gegenüber mir sehr verletzend. Ich habe oft als Kind von ihr gehört, dass sie mich nicht liebt, ich kann mich nicht erinner, dass sie mich mal umarmt hatte, usw Mit 14 bin ich von zuhause ausgezogen, habe dann 1 Jahr bei meiner Oma gewohnt, später im Internat und in einer WG. Meine Mutter nimmt keine Rücksicht auf Gefühle und merkt nicht, dass sie mit ihren Taten und Aussagen jemanden verletzt (oder ist ihr das egal?) Ich habe mich einmal gegen meine Eltern gestellt, das war kurz bevor ich schwanger wurde, danach haben wir drei Jahre Kontakt abgebrochen. Sie wussten, dass ich mich kurz nach Geburt getrennt habe, Als meine Tochter 2 Jahre war hat meine Mutter Kontakt gesucht. Das hat sich ein bisschen geändert, nachdem sie vor 3 Jahre ein Herzinfarkt hatte und ich war ständig zu Stelle. Aber ein gewisser Distanz ist immer noch zwischen uns, sie ist meine Mutter aber die Beziehung zwischen uns war immer relativ kalt.
Meine Tochter weiss das alles nicht, sie liebt ihre Oma und deswegen verletzt sie die Situation jetzt. Meine mutter ist 76 und Vater 78, sind krank und ich weiss nicht wie lange sie noch Oma und Opa hat. Mit der Rest der Falmilie waren sie immer zerstritten, deswegen kenne ich sie gar nicht.
Liebe Grüße
Alina


  Re: Ungerecht behandelt
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  mjuka
schrieb am 09.04.2018 14:32
Liebe Alina,

ich habe deinen Beitrag und die Diskussion aus dem Urlaub ein bisschen mit verfolgt. Jetzt, zu Hause am Rechner, möchte ich doch auch noch was dazu sagen:

Du musst nicht helfen. Du bist deinen Eltern zu gar nichts verpflichtet. Warum solltest du? Weil deine Mutter dich geboren hat? Wenn sie ein Problem haben, kannst du auch nein sagen. Nein zu emotionaler Unterstützung, Nein zu praktischer Hilfe.(Es gibt z.B. kompetente Pflegedienste, die großartig Dienstleistungen übernehmen). Wenn dir das falsch vorkommen sollte, kannst du mindestens genau abwägen, wo du Hilfe anbieten willst und wo nicht. Das gilt übrigens immer, egal, ob du beschenkt wirst oder nicht, auch egal, ob du nebendran wohnst oder nicht.

Ich wünsche dir Kraft, nur das zu geben, was du "reinen Herzens" geben möchtest. Osterfrühstücke mit der Familie würde ich in Zukunft höflich ablehnen, maximal mit der Begründung, dass dich die Ungleichbehandlung schmerzt und dein Kind traurig ist darüber. Mach es euch beiden schön!!

Dir ganz viel Kraft, so eine Abgrenzung ist ein schwieriger, steiniger Weg, weil wir bei den eigenen Eltern doch immer wieder die Hoffnung haben, dass sich Wunden magisch schließen und alles gut wird. ich persönlich habe so eine "Spätheilung" noch nie erlebt, weder bei Freunden noch in der eigenen Familie. Es tut weh, wird aber besser, in dem Maß, in dem du mit dir selber im Reinen bist, deine "Babybedürfnisse" kennst, über ihre Nichterfüllung getrauert hast und dich dann abgrenzen kannst. (war jedenfalls bei mir so).

Alles, alles Gute für euch beide!
mjuka




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