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  Tumor am Eierstock
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  reaba3.0
schrieb am 22.03.2018 11:41
Liebe Kinderwunschfrauen, liebes Team,

vor etwa 10 Jahren war ich hier eine regelmäßige Schreiberin. Bin jetzt fast 49, lange Kinderwunschgeschichte, EndoIV, aber doch Glück gehabt und das eine Kryochen (im Juni 12) hat sich eingenistet und geht mittlerweile aufs Gymnasium und macht viel FreudeLiebe.

Damals gab es noch 4 voll bezahlte Versuche - ich hatte sie alle, nebst 2 abgebrochenen Stimulationen und 2 Kryorunden.

Mein akutes Problem ist jetzt leider anderer Natur. Als Endo-Frau in den Wechseljahren denkt man sich nicht viel, wenn mal Blut im Urin ist oder eine Auflagerung auf dem Stuhl...zu mindest nicht um die eigentliche Blutung herum.
Da die Teststäbchen für Urin aber auch ausserhalb dieses Geschehens noch positiv für Hämogobin waren, bin ich zum Urologen: Zystoskopie o.B., Nieren und Blase unauffällig, aber zur Sicherheit auch noch ein KontrastmittelCT.
Das zeigte eine Tumorstruktur an meinem re. Eierstock (im US beim Gyn war da immer nur eine Zyste von so 3cm zu sehen).
Daraufhin MRT (ohne Kontrastmittel) und es stellte sich noch deutlicher dar, das Ding: 3x7cm, zystisch fibröse Struktur.

Der Gyn meinte Bauchspiegelung zur Abklärung im lokalen Krankenhaus. War mir aber nicht gut genug als Plan, weil wenn es etwas Böses sein sollte, dann ist die Fallzahl der OP-Zahlen im Landkrankenhaus kein Bonus für die Perspektive.

Also: Termin in Essener Klinik mit 2. häufigsten OP-Zahlen für Ovarialkrebs gemacht - Charite auf Platz 1 war mir zu weit. Ultraschall war auch da unauffällig, aber erstmalig abgenommener CA125 war erhöht bei 78 (Grenzwert: >= 35). Dieser marker ist allerdings eher ein Verlaufindikator, als ein manifest diagnostischer Wert, erhöht grundsätzlich bei allen entzündlichen Vorgängen...wie auch bei Endo.

Eben mit der Ärztin im Krankenhaus telefoniert: aus der geplanten BS könnte auch ein großer Bauchschnitt werden, weil nach alten OP-Berichten und Bildgebungslage alles ziemlich verwachsen aussieht und man bei einer BS nicht genug sehen könnte.

Warum schreibe ich das alles? Klingt doch schön rational und sortiert....

Ich habe eine Sch****angst! 12 Jahre an der Seite meiner wunderschönen Tochter sind nicht genug! Mein Mann und ich haben nächstes Jahr Silberhochzeit und hatten geplant zu reisen und es uns gut gehen zu lassen...und jetzt so ein Mist.
Nach dem ganzen harten Kampf wegen des Kinderwunschs hatte ich gedacht, dass mein Leben jetzt weniger aufreibend und anstrengend verlaufen würde.
Ich bin wütend auf die Situation, traurig, weil ich dem so ausgeliefert bin und ich habe Angst vor dem, was ich meiner Familie zumuten könnte. Auch auf weitere Schmerzen (Endo und Fibromyalgie reichen eigentlich) habe ich keine Lust.

Und dann kommen Fragen hoch, die ich auch nicht verdrängen kann, jedenfalls nicht dauerhaft: hab ich meine Eierstöcke durch die ganzen Stimus so gequält, dass sie jetzt austicken? Ein Zusammenhang wird wissenschaftl. diskutiert, ist aber nicht erwiesen. Egal...meine Tochter war das alles mehr als wert...aber verdammt der Preis wäre schon hoch.

Ich höre jetzt auf zu jammern...dachte nur, wenn mich einer versteht, dann vielleicht hier.

Zuletzt: es gibt keine Tests für Eierstockkrebs. Man entdeckt es zufällig im CT oder MRT oder bei viel Glück und fähigem Gyn auch im US....Endo erhöht die Wahrscheinlichkeit für diese Krebsart. Geht also vorsichtig mit euren Körpern um und seid sensibel für Zipperlein. In 95% ist es tatsächlich eine harmlose Zyste, die restlichen 5% leben je nach Stadium bei der Entdeckung nicht mehr sonderlich lange. Es ist so mit der gemeinste Krebs, den frau bekommen kann. Passt auf euch gut auf.

Vielleicht erinnert sich ja einer an mich und drückt vielleicht die Daumen um den 11.4. rum ... da entscheidet es sich für mich.

Rebella, GretaS, Nirako, Uti, Lectorix, Doc ...es war eine Ehre die Kinderwunschzeit mit euch teilen zu dürfen ...sicher habe ich noch den ein oder anderen vergessen, nicht bös gemeint.

Carpe diem!

Reaba (mit Zwerg, die kein Zwerg mehr ist)


  Re: Tumor am Eierstock
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  schwani74
schrieb am 22.03.2018 11:50
Liebe Reaba, ich bin nur stille Mitleserin, aber fühl Dich gedrückt!

Alles Gute für die Diagnostik und dass sich alles als Sturm im Wasserglas erweist!!!!


  Re: Tumor am Eierstock
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  Ich_bins_kurz
schrieb am 22.03.2018 12:47
Liebe Reaba,
auch von mir unbekannterweise alles Gute für den 11.4.

Ich hoffe, es geht gut für Dich aus!

Liebe Grüße
Babette


  Re: Tumor am Eierstock
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  mjuka
schrieb am 22.03.2018 14:02
Ich denke an dich. Deinen Zorn und auch deine Angst kann ich gut verstehen. Ich hoffe sehr für dich, dass alles gut ausgeht... Die Frage, was die ganzen Hormone mit dem Körper anstellen, schwingt immer mit. Ich persönlich denke, dass das alleine niemals die Ursache sein kann. Es spielt so viel mit rein, wie die Lebensgeschichte, der Kontakt mit ungünstigen Stoffen, Veranlagung... Quäl dich nicht!! (Wahrscheinlich leichter gesagt als getan)

Bitte halte uns auf dem Laufenden. Ich kenne dich noch und es tut mir sehr leid, dass du dich mit so einer Nachricht zurückmeldest

Viel Kraft!
mjuka


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  Re: Tumor am Eierstock
avatar  Luzie***
Status:
schrieb am 22.03.2018 19:30
Liebe Rabea,

Essen ist eine gute Wahl.

Ich drück die Daumen für die OP und eine gute Prognose.

Luzie


  Re: Tumor am Eierstock
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  Hamamelis71*
schrieb am 22.03.2018 20:40
Ich drücke Dir auch die Daumen und wünsche Dir alles Gute!


LG


  Re: Tumor am Eierstock
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  wickie
schrieb am 23.03.2018 08:26
hallo du liebe,
ich kenne dich noch aus der kiwuzeit UND ich kann deine gefühle, das glück mit deiner tochter, aber eben auch die ängste sehr gut nachvollziehen. ich wünsche dir alles glück das es braucht die geschichte gut zu überstehen und wünsche dir alles, alles gute
liebe grüße
wickie


  Re: Tumor am Eierstock
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  reaba3.0
schrieb am 23.03.2018 15:43
Ich danke euch allen herzlich für eure lieben Worte! Schön, dass es noch ein paar alte Häsinen hier gibt...ist ja wirklich schon ziemlich lange her.

Habe mich gestern getraut meinen CA125 zu erfragen (Tumormarker auch für ES-Ca). Der ist im Normbereich bis 35. Meiner ist 78.
Heißt aber gar nichts, eigentlich, weil das ein Wert ist der nach manifester Krebsdiagnose eher dem Verlauf dient (Anstieg=Rezidiv)...aussagekräftig ist er insofern, als dass höhergeradige Krebsstadien auch erstmal fettere Werte (> 150) produzieren müssten.
Positiv ist der Wert aber auch bei anderen, entzündlichen Prozessen, auch bei Endo.

Gefreut habe ich mich nicht, aber es hat mich auch nicht wieder umgehauen.

Gehe gleich mit meiner Tochter zum Ferienanfang ins Kino. Sie ist ein kleiner Tech-Nerd...Mega-Kampfroboter-Battle-Film...genau das richtige um nicht an Eierstöcke zu denken zwinker

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und werde gelegentlich mal weiter bereichten, wenn es neue Erkenntnisse gibt.

DANKE!knuddel

liebe Grüße, Reaba


  Re: Tumor am Eierstock
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  sanmo
schrieb am 23.03.2018 21:49
Ich kenn dich auch noch! Bin aber ein sehr wenig Schreiber 😁

Ich wünsch dir alles Gute für die nächste Zeit und das es vielleicht doch alles nicht so schlimm ist, bzw früh genug erkannt wurde!

Sandra


  Re: Tumor am Eierstock
avatar  Schweden
schrieb am 08.04.2018 19:50
Liebe reaba,

ich kann mich noch gut an Dich erinnern...auch wenn es lang her ist.

Die Angst kann ich gut verstehen und nachempfinden. Ausser versuchen es bis zur endgültigen Diagnose irgendwie aus zu halten kannst Du momentan nicht tun. In Gedanken sind wir feste bei Dir und schicken Dir ganz viele gute Gedanken.

Ganz liebe Grüße
Schweden


  Re: Tumor am Eierstock
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  Carren
schrieb am 04.05.2018 22:46
Liebe Reaba,

auch ich kenne Dich noch!
Ich wünsche Dir alles Glück und gib uns doch Bescheid, wie es um Dich ausschaut...

Ganz liebe Grüße!
Kerstin

mit L. 12J. und L. 11J.




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