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  es fühlt sich so verpfuscht an
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  wohinnur
schrieb am 22.03.2018 08:25
Guten Morgen und schön dass ihr euch hierher verirrt habt - ich hoffe, ihr könnt mir helfen (auch wenn ich nicht weiß, wie/womit). Ich habe das Bedürfnis, mich vorab gleich zu entschuldigen, denn das wird ein langer Text.

Ich habe vor vielen Jahren meinen (Ex-)Mann kennen gelernt. Er wollte unbedingt Kinder, ich war dann irgendwann auch davon überzeugt, dass das eine gute Idee ist. Leider habe ich dann aber irgendwann nach den Geburten festgestellt, dass es mich nicht erfüllt, nur daheim zu sein, so wundervoll die Kids auch sind. Als die Kinder noch sehr klein waren zogen wir von unserer Studiumsstadt um in eine fremde Stadt, da mein Ex dort einen Job annehmen wollte. Da diese Stadt sehr rückständig ist was die Betreuungssituation betrifft blieb mir dann allerdings nicht mehr viel anderes übrig als zu Hause zu bleiben. Ich hatte noch eine Weile versucht, mich für ganz normale Büro-Halbtagsjobs zu bewerben aber die Reaktionen waren ein Mix aus überqualifiziert, zu unflexibel und garkeiner Rückmeldung. So haben wir die Vereinbarung getroffen, dass ich meinem Ex den Rücken frei halte und ich, sobald ich mit meiner Abschlussarbeit fertig bin (ich habe noch auf die Entfernung auf meinem Studium aufbauend weiter studiert, um nicht untätig zu sein) arbeiten gehen kann und er mich dann supportet weil eine solche Arbeit von hier aus nur mit pendeln und in Vollzeit machbar ist. Das sollte dieses Jahr sein. Und kurz vor knapp hat sich mein Ex aus dem Staub gemacht. Das sei nun doch nicht das Leben das er möchte, und tschüss. Der jämmerliche Weichling.

Nun stehe ich da. Das große Kind war bereits eingeschult und endlich mal irgendwo angekommen, das kleine ist im Kindergarten ein glücklicher Sonnenschein. Beide Institutionen schließen mittags. Ich wollte zunächst zurück zu meiner Familie aber dort stieß ich mit meiner Bitte um Hilfe mit den Kindern auf taube Ohren, sodass ich dann hier blieb, wo sich wenigstens die Kinder wohl fühlen und ging planungstechnisch einen Schritt zurück und ins Referendariat, um irgendwas zu tun. Ich habe große Angst vor Altersarmut, der Lebensplan für uns als Familie war gut, aber nun ja aber auch mehr als hinfällig und ich bin auf mich gestellt. Für das Referendariat pendle ich nun auch, außerdem muss ich mehrere Tage auch nachmittags dort sein, zusätzlich dann noch die Vorbereitungen - wer im Ref war, wird wissen, was ich meine. Und wer mitgelesen hat wird wissen, dass mich das vor große Probleme mit der Betreuung stellt. Ich habe hier keine zuverlässige Unterstützung. Momentan halte ich mich mit Freunden und Nachbarn über Wasser, organisiere von einem Tag auf den nächsten weil keine Betreuung zu finden war. Ich bin nervlich am Ende und frage mich dauernd, was ich den Kindern damit eigentlich antue. Und wofür eigentlich. Ich bekomme nichts mehr von ihnen mit, bin nur noch gereizt und müde, habe Magenschmerzen, schlafe mehr als schlecht und manchmal fast garnicht und will das eigentlich noch nicht mal arbeiten. Mein Lebensplan war anders, es war abgemacht dass auch ich mich um meinen angestrebten Beruf kümmern darf (wer sich am Ende denkt, dass ich so wie die Lage jetzt ist auch gleich das machen könnte, was ich eigentlich wollte, irrt leider, da ich bei dem geplanten Beruf viel unterwegs wäre. So wie es jetzt ist bin ich "wenigstens" zu einem weit höheren Teil von zu Hause aus gestresst). Wieso bin ich jetzt der Idiot, nachdem ich ihm seinen Traumjob ermöglicht habe?! Ich bin zu ihm gegangen mit der Bitte um Unterstützung, dass wenigstens eine geregelte Situation eintritt aber es kümmert ihn nicht. Das sei nicht seine Sache, das hätte ich zu regeln, er wolle damit nichts zu tun haben und bezahle mich schließlich dafür (die Frage nach dem Geld soll aber bitte dahingestellt bleiben... ich bin mir darüber im Klaren, dass er die Hälfte einer Betreuungslösung zu zahlen hat. Aber das hilft auch nichts wenn keine Betreuung zu bekommen ist). Auch ansonsten schert er sich nur noch mäßig bis geringfügig um die Kinder die er so uuuuuuuuuunbedingt wollte, die sein Lebensglück waren bis er feststellte, dass er das alles doch nicht will.

Ich tue mir selbst leid. Ich arbeite in einem Notlösungs-Job, um für die Kinder und mich sorgen zu können, weil es ein sicherer Job ist und ich später im Alter nicht geliefert wäre. Dieser Job macht mich allerdings aufgrund der Rahmenbedingungen völlig platt und bewirkt darüber hinaus, dass ich von den Kindern, für die ich arbeite, nichts mehr habe und sie mir im Weg umgehen, wenn ich endlich mal daheim wäre, weil mir die Vorbereitungen im Nacken sitzen. Und der Haushalt aussieht wie explodiert. Die Wäsche sich stapelt während der Kleiderschrank gähnend leer ist und ich nie auch nur mal kurz zum Durchatmen komme. Ich habe zuvor eine Ausbildung gemacht, aber das ist lange her und vermutlich nichts mehr wert. Ich habe Talente, die sich möglicherweise zu Geld machen ließen, aber ich habe Angst vor einer unsicheren finanziellen Situation. Durch das vorangegangene Studium habe ich nun umso mehr das Gefühl, mich dringend um regelmäßiges Gehalt und Altersvorsorge kümmern zu müssen, was ja auch so ist. Ich bin immer unzufrieden und eine Mischung aus wütend und todesgereizt und ich stehe mir selbst im Weg, bzw mein Sicherheitsbedürfnis steht mir im Weg, weil ich nicht den Mut habe, Konsequenzen zu ziehen und mich jeden Tag wieder aufs Neue irgendwie durchwurschtle. Und ich fürchte, dass das Ref auch mit Betreuung an den betreffenden Nachmittagen noch zu viel wäre weil ich jede Minute zu Hause nur an den Planungen und Vorbereitungen sitze. Im Ref arbeite man durchschnittlich 60h/Woche hieß es immer - ich fürchte, das stimmt leider so. Am meisten stört mich meine nicht zügelbare Unzufriedenheit dabei. Ich habe früher viel gelacht aber jetzt kriege ich diese bitteren Züge um die Mundwinkel und maule nur noch rum. Ich möchte eine Arbeit machen, die ich nicht mit nach Hause nehme. Bei der ich mir zu Hause zwar vielleicht mal noch nen Kopf drüber mache, aber deren Hauptarbeitsbereich im Büro liegt und nicht daheim, abends, nachts und am Wochenende. Ich möchte eine Arbeit machen, die uns absichert und versorgt, mich aber auch meine Kinder genießen lässt und meine Kinder mich. Ich habe demnächst einen Termin beim Anwalt, was ich mir davon erhoffe weiß ich allerdings nicht. Ich habe auch überlegt, doch hier weg zu ziehen aber die Kinder raus reißen, allein in eine neue Stadt, dort auch nicht zu wissen ob es besser wird/ich einen Halbtagsjob finde und dann noch nicht mal mehr die Freunde in der Nähe zu haben, die jetzt im Notfall helfen - das klingt nicht sehr verlockend.

Ich werde den Eindruck nicht los, dass ich mich selbst in eine Opferrolle presse und wie erstarrt verharre - gereizt und motzend, natürlich.


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  tara2004
schrieb am 22.03.2018 10:38
Liebe Wohinnur,

wir kennen uns gar nicht und ich schreibe hier nur selten, aber Dein Schreiben rührt mich. Und ich würde Dir gerne Mut machen.
Ja, das Ref ist hart. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: es ist endlich! Zwei Jahre sind in Deinem Leben eine lange Zeit. Im Leben Deiner Kinder noch länger, ich weiß. Zudem: diese Zeit ist hart, ja. Aber: sie wird vorbeigehen.
Und dann hast Du einen höchst verantwortungsvollen und sehr lebendigen Beruf. Der darüber hinaus sehr, sehr gut kompatibel mit KiGa und Schulkindern ist.
Meine Erfahrung ist: Kinder können sehr gut unterscheiden, wann man keine Zeit für sie hat, weil man mit irgendwas, was auch immer, beschäftigt ist, was nicht unbedingt nötig ist - und wann.es.nicht.anders.geht. Du kannst Ihnen sagen, dass Du jetzt viel zu tun hast. Aber das sich das wieder ändert und dass es danach viel, viel besser ist. Für immer. (was den Beruf an geht)...
Deine Situation so anzusehen hilft vielleicht, a) einen Sinn darin zu sehen - es wird sich zum guten wenden und b) zu sehen, dass es eine Durststrecke ist. Kein Endloszustand.

Bleibt die Frage, wie diese Durststrecke zu bewältigen ist. Es tut mir sehr leid, dass Deine Familie und Dein Exmann nicht verlässlich sind und waren. Wenn Deine Familie Dich nicht mit Zeit unterstützen will - dann vielleicht mit einem Kredit? Was ist, wenn Du Sie um finz. Unterstützung für die Zeit des Ref. bittest -und z.b. ein Aupairmädchen suchst... bei zwei Jahren ist auch das, beziehungstechnisch für die Kinder überschaubar... Du hast die Betreuung im Haus - und kannst sowohl nachmittags weg sein, als auch am Abend oder am WE lernen UND die Kinder sind gut versorgt. Vielleicht musst du die Wohnung anders richten, Badund Küche teilen.. aber das könntet Ihr alle als Abenteuer sehen, jemanden gut aufzunehmen, von einem anderen Land zu erfahren, das Leben eine Weile zu teilen, so dass alle profiterien.

Und wenn das ein Schnapsidee ist - weil, wenn ich dich kennen würde, ich niemals eine Aupair vorschlagen würde, dann finden sich andere Möglichkeiten: eine Studentin, die sich verlässlich in die Betreung einbringt, eine Leihoma vor Ort, das Jugendamt vermittelt eine Babysitterin, die auch einkauft mit den Kids und das Bad putzt, eine Tagesmutter, die große Kinder auch nachmittags und am WE nimmt.. in alle den Jahren ( meine vier Kinder sind jeztzt zwischen 17 und 23) - haben wir immer eine Lösung gefunden.. manchmal hat es eine Weile gedauert.. aber eine Lösung gab es immer..

Dass Du jetzt eine schwere Zeit hat,verstehe ich gut: Dein Mann hat Eure Absprache verraten, die Familie unterstützt dich nicht so, wie es wünschenswert wäre und zugleich hat du eine herausfordernde berufliche Zeit.. kein Wunder, dass Du down bist, Dein Akku ist leer..

ich wünsche Dir viel Kraft, viele Kreativität und viel Unterstützung! herzlich, Tara


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  MamaHH
Status:
schrieb am 22.03.2018 12:04
Hallo Wohinnur,

Richtig weiterhelfen kann ich Dir leider nicht, weil ich noch nicht in der Situation war. Aber als ich Deinen Text gelesen habe, sind mir folgende Gedanken / Ideen eingefallen. Ob diese irgendwie hilfreich sind, kannst nur Du beurteilen.
Eine Bekannte von mir hat ein "Kindermädchen"- so wie eine Tagesmutter, die allerdings die Kids abholt und dann zuhause betreut. Vermute aber mal, dass das nicht ganz günstig ist. Eine andere Freundin hat quasi "Omas" gefunden, die an zwei Tagen die Kids nachmittags nehmen. Sind allerdings ehemalige Kolleginnen von ihr. Gibt es bei Euch nicht vielleicht ältere Damen, die gerne Oma wären. Ich treffe z.B. immer welche wenn ich mit dem Bus unterwegs bin. Leider hatte ich bisher noch kein Glück. Unsere Familien sind leider weit weg und fallen somit komplett aus.
Mit dem Grossen (3 Jahre) habe ich aber regelmäßig Spieldates ubd inzwischen sind wir Mütter auch so gute Freundinnen, dass wir uns gegenseitig die Kinder abnehmen. Anscheinend hast Du ja ja auch tolle Freunde, die Dich unterstützen. Vielleicht kann man da was Regelmäßiges vereinbaren. Ein Nachmittag Du, anderer Tag gibst Du die Kids ab? Sofern deine Freunde Kinder haben. Vielleicht kann man das ja an die notwendigen Zeiten anpassen?

Bei uns gibt es in der Stadt moch so eine Art Notfallservice bei "Mama krank" etc. ist allerdings mit 10 Eur/h echt teuer.

Hast Du mal über betreut.de gesucht? Da sind wohl auch viele angehende Erzieherinnen etc. drin, die sich als Babysitter anbieten.

Halte durch. Es ist nur eine Übergangszeit. Liest sich zumindest so. Du schaffst das! Dei stolz auf Dich. Du hast das bisher gut gemeistert! Hätte nicht jeder geschafft!

Ich wünsche Dir, dass sich bald eine Betreuungslösung findet und Du dann eine Sorge weniger hast.

LG MamaHH


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  pmami
schrieb am 22.03.2018 13:55
Liebe Te,

Dein Ex ist ein A....loch. Aber das hilft Dir nicht weiter. Ihr hattet eine Absprache und er hält sich nicht daran. Es wird Dir kein Trost sein, dass es vielen anderen Frauen (manchmal vielleicht sogar Männern) so geht, wie Dir.

Ganz theoretisch könntest Du natürlich sagen "Nimm die Kinder, ich kann sie nicht betreuen neben meinem Job, ich werde sie jedes zweite WE zum Umgangswochende bei Dir abholen." Schließlich steht nirgendwo in Stein gemeißelt, dass Du für die Kinder zuständig bist.

Aber das wirst Du vermutlich nicht tun, weil Du, auch wenn er die Kinder wollte und sie Dich jetzt gerade sehr auslaugen, sie dennoch liebst und niemals hergeben könntest. Das ist quasi die letzte wirkliche Trumpfkarte von Vätern. Sie können die Kinder hängen lassen, weil sie wissen, dass die Mutter das niemals tund würde und die Kinder deshalb immer noch gut versorgt sind.

In einigen Bundesländern gibt es für Mütter die Möglichkeit, das Referendariat in Teilzeit abzuleisten. Wäre das eine Option für Dich ?

Wie wäre es, nach einer anderen alleinerziehenden Mutter zu suchen, mit der Du quasi eine WG gründest, so dass Ihr Euch gegenseitig mit der Betreuung helfen und unterstützen könnt ?

Altersarmut betrifft vor allem Frauen und dort vor allem diejenigen, die (alleinerziehende) Mütter waren. dennoch hast Du noch viele Jahre Zeit bis zur Rente und kannst später, wenn die Kinder groß sind und Du Vollzeit arbeiten kannst, noch einiges aufholen oder privat vorsorgen. Setz Dich jetzt nicht zu sehr unter Druck, mit dem Gefühl, Du müsstest zwei Kinder, den Haushalt und einen Vollzeitjob ganz alleine wuppen. Das ist nicht machbar.

Der Anwalt wird Dir sagen, können, worauf Du finanziell Anspruch hast. Bitte such Dir einen Fachanwalt oder eine Fachanwältin, denn Familienrecht ist sehr komplex und unübersichtlich und jemand, der in diesem Bereich tätig ist, sollte das ausschließlich oder zumindest überwiegend machen. Sonst weiß er/sie nicht, was er/sie tut.

Viele Grüße pmami


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  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  Ela+2
Status:
schrieb am 22.03.2018 19:06
Hi du.
Ich weiß wie hart und Sch*** das Leben als alleinerziehende Mama sein kann. Als ich damals TZ angefangen habe zu arbeiten (nur nachmittags, blöder Fehler) saß ich nach der ersten Woche zuhause und war nur noch am Flennen weil mich alles überfordert hat - Haushalt, Arbeit und vor allem die Trennung von meinem Kind. Ich weiß ungefähr wie du dich fühlst. V.a. als dann auch der KiGa 3 Woche geschlossen hatte wegen Ferien, ich aber keinen Urlaub nehmen konnte und mein Kind bei vielen verschiedenen Leuten zur Betreuung war. Man konnte ihm täglich ansehen wie er mehr und mehr gelitten hat. Bei dem Gedanken daran zerreißt es mich heute noch innerlich.

Könntest du nicht mal deine Fühler nach einer anderen Stadt ausstrecken? Evtl gibt es dort bessere Betreuung und auch einen supergenialen Job für dich? Eine Freundin von mir (ebenfalls alleinerziehend) ist erst tägl. 1 1/2 Stunden gependelt, bis sie eine Wohnung in der "Arbeitsstadt" gefunden hat und dann ist sie umgezogen. Ihre Tochter war zu diesem Zeitpunkt vor dem Wechsel in die zweite Klasse und hat das gut weggesteckt, genauso gut wie den Umzug zurück nach 2 Jahren. Kinder können sich oft erstaunlich gut anpassen. Du hast geschrieben die Betreuung wechselt. Wie oben geschrieben würde ich auf jeden Fall versuchen eine feste Betreuungsperson zu finden, auch wenn es schwierig ist....

Fühl dich gedrückt


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  Beccipliep
Status:
schrieb am 22.03.2018 19:33
Hallo Wohinnur,

beim Lesen deines Beitrags habe ich sofort gedacht, du musst irgendwo hinziehen, wo für dich und deine Familie die Bedingungen (Betreuung, aber vorallem deine Arbeit) besser sind. Aber ich weiß auch, dass man ungern umzieht, wenn man sich irgendwo ein Netzwerk aufgebaut hat. Alleine irgendwo einen Neuanfang zu wagen, kostet bestimmt auch viel Kraft, aber ist am Ende vielleicht gut investiert?
Um die Kinder würde ich mir diesbezüglich wenig Sorgen machen, die finden schnell neue Freunde.

Und dann an MamaHHs Beitrag angelehnt. Habt ihr ein Zimmer frei? Dann wäre auch ein Aupair-Mädchen eine gute Lösung, die kann dir sowohl bei der Kinderbetreuung als auch im Haushalt zur Hand gehen und kostet wahrscheinlich weniger als eine Kinderfrau. Zudem könnte sie auch mal abends auf die Kinder aufpassen, damit du dich etwas um dich kümmern kannst...

Ich kann gut nachvollziehen, dass es sich für dich verpfuscht anfühlt! streichel

Was ist noch nicht verstehe: ist dein Ex völlig verschwunden? Kümmert er sich gar nicht mehr um die Kinder?

LG, Beccipliep


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.03.18 19:35 von Beccipliep.


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 22.03.2018 22:36
Hey Wohinnur,
unabhängig von der ersten Antwort wollte ich auch sofort zum Au-Pair-Mädchen raten. Wir haben schon das 2. Kosten: 400 Euro, dafür 5x6 Std Arbeit pro Woche, das ist echt toll! Der Lehrerjob ist ideal mit Kindern, so gute Bedingungen hat man sonst kaum. Verbeamtung, Pension.. Ich würde das Ref. unbedingt durchziehen, aber bloß nicht verlängern. Und dann aus den Internetportalen Entwürfe abgreifen, was geht, mit anderen zusammenschließen und Entwürfe tauchen, Hauptsache durchkommen! Welche Fächer, Schulform hast du denn? Vielleicht können einige untervuns dir ja Unterrichtsentwürfe zuschicken... Was wolltest du denn eigentlich machen?
Liebe Grüße von Paula


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.03.18 22:41 von Paula Mondschein.


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  gelöschter User
schrieb am 23.03.2018 09:53
Ich würde mich mal an eine psychologische Beratungsstelle und/oder Jugendamt wenden. Damit sich jemand mit dir hinsetzt, alle Optionen durchgeht, aufschreibt, Du einen Ansprechpartner hast und dann vielleicht eine Lösung findest!
Alles Gute!


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
avatar  Hasipuffer0204
Status:
schrieb am 23.03.2018 12:32
Es klingt wirklich anstrengend und ich fühle mit Dir!

Ich würde auch nochmal die Option ansprechen wollen, ob es nicht besser wäre in eine Gegend zu ziehen, wo die Betreuungssituation "naturgegeben" einfacher ist und es einfach seit Jahr und Tag auch völlig normal ist, dass alleinerziehende Frauen arbeiten (müssen?!). Es klingt ja jetzt eher so, als könntest Du Dein Ref. an jedem beliebigen Ort weiter machen. Wenn es tatsächlich ein Lehramts-Ref ist (klingt für mich jetzt allerdings aus deinem Text nicht so), dann wirst Du doch momentan in jedem Bundesland mit Kusshand genommen.

Wir haben in unserer Gegend eine Hort-Quote von über 90%, im Kita-Bereich ist die 9h-Betreuung Standard und auch wenn es vielleicht nicht die nächstgelegene Wunscheinrichtung (in größeren Städten/Gemeinden) ist, so ist dennoch über den Rechtsanspruch die Ganztagsbetreuung so gut wie sicher. Und da Du ja zu Deiner Arbeit ziehen würdest, könntest Du auch längere Pendelwege vermeiden, was dann dazu führt, dass Du durchaus eine normale 6-8h-Arbeit annehmen könntest, bzw. die Kinder bis zum Nachmittag in der Betreuung hättest und damit die Vorbereitungen im Ref ziemlich gut abpuffern könntest.


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
no avatar
  gelöschter User
schrieb am 23.03.2018 17:53
Zitat
pmami
...Das ist quasi die letzte wirkliche Trumpfkarte von Vätern. Sie können die Kinder hängen lassen, weil sie wissen, dass die Mutter das niemals tund würde und die Kinder deshalb immer noch gut versorgt sind.
Es ist mir gerade ein Bedürfniss dem zu widersprechen. Ich kenne inzwischen mehrere Fälle in denen Mütter ihr Kinder im Stich gelassen haben. Und den Vater in ähnlicher Bredoullie wie die TE.

Aber zurück zum Thema:

Anwalt ist schon mal nicht schlecht, sofern er sich mit Familienrecht auskennt.
Jugendamt währe meiner Meinung nach die nächste Anlaufstelle. Danach was es an Organisationen o. ä. bei euch gibt, die helfen, Infos geben etc. könnten.

Da die Betreuungssituation so besch...eiden ist, würde ich auch einen Umzug nicht ausschließen. Auch wenn ich deine Gründe verstehen kann, aber trotzdem.
Meine Güte bei uns steht sofort eine Abordnung beim Stadtrat/Bürgermeisterin wenn jemand keinen Hortplatz, sondern nur Mittagsbetreuung kriegt und wir sind eine Klein(st)stadt. Das sind doch unhaltbare Zustände bei euch.

Teilzeit-Referendariat/-Ausbildung/-Umschulung/-was-auch-immer würde ich mich auch mal schlau machen. Das gibt es in verschiedensten Bereichen. Habe ich auch gerade seit einem Jahr hinter mir. Im Übrigen nicht nur ohne Ausbildungsverlängerung, sondern sogar mit Ausbildungsverkürzung. Geht alles. Die Gegenseite muss nur wollen. Und manchmal will sie schon irgendwann, wenn man hartnäckig bleibt. Vielleicht geht da bei dir auch was.
Eventuell hilft da auch die Arbeitsagentur.


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  pmami
schrieb am 23.03.2018 23:09
Zitat

Es ist mir gerade ein Bedürfniss dem zu widersprechen. Ich kenne inzwischen mehrere Fälle in denen Mütter ihr Kinder im Stich gelassen haben. Und den Vater in ähnlicher Bredoullie wie die TE.

Natürlich mein Fehler. Ich hatte zwar oben geschrieben, dass es nicht nur vielen Frauen sondern manchmal auch Männern so wie der TE ergeht, hatte aber vergessen, dass im zweiten, dritten und vierten Satz auch noch einmal ausdrücklich zu wiederholen. Ich muss unbedingt an meiner political correctness arbeiten. Danke, für diesen wertvollen Hinweis......

Viele Grüße pmami


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
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  wohinnur
schrieb am 24.03.2018 13:31
Vielen Dank für eure Antworten, das war so viel - ich musste mir erst einmal alles durch den Kopf gehen lassen.

Ich will jetzt auch garnicht anfangen mit den vielen guten Vorschlägen, die leider in meinem speziellen Fall nicht realisierbar sind (z.B. das Ref in Teilzeit - das wäre toll! Geht hier aber leider nicht und im Bundesland möchte ich auf jeden Fall bleiben), sondern lieber mal alles andere aufgreifen. Wo findet ihr eure Leihomas? Ich suche hier ja auch aber das Konzept an sich scheint fremd zu sein.

Der Anwalt der Wahl ist Fachanwalt für Familienrecht, ja. Ich weiß nur wie gesagt eigentlich garnicht, was ich da soll. Ich kann den Ex nicht zwingen, mich zu entlasten. Ich kann ihn auch nicht zwingen, sich an seine verdammten Versprechen zu halten und mir die Arbeit in meinem Traumberuf zu ermöglichen. Also keine Ahnung, wieso ich dorthin gehe.

ABER! Wie durch ein Wunder habe ich nun eine Tagesmutter gefunden. Mehr Glück als Verstand - sie war meine Wunsch-Tagesmutter und ich hatte bereits mit ihr gesprochen, sie hatte aber wie alle anderen keine Plätze frei. Einfach rein aus Verzweiflung habe ich Ende dieser Woche nochmal angerufen und es wurde direkt davor ein Kind abgemeldet. Sie kann sie zwar von ihren eigenen Arbeitszeiten her nicht "unbegrenzt" nehmen (und ich kann sie nach meinen finanziellen Mitteln auch nur sehr begrenzt dort lassen), aber meine "harten Limits", die Tage an denen ich definitiv bis abends weg bin, sind gedeckt. Was bleibt ist der Frust über mein zerwürfeltes Leben und darüber, dass ich nun dieses Ref mache, was ich nicht wollte, die Magenschmerzen bezüglich der Vorbereitungszeiten (die Nächte sind leider trotz der guten Nachricht kein Stück besser, wieso bekomme ich ausgerechnet nachts diese Panikanfälle?), die Überlastung und die Traurigkeit darüber, dass ich nur noch so schrecklich wenig von den Kindern mitbekomme.

Danke für die vielen Guten Tipps und Ratschläge!! Wenn wirklich jemand Stundenentwürfe haben sollte würde ich mich wahnsinnig freuen. Und Paula Mondschein, dir schreibe ich separat.

Habt ein schönes Wochenende


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
no avatar
  mjuka
schrieb am 24.03.2018 16:49
Hallo, liebe Wohinnur,

was wäre noch mit einer Mutter-Kind-Kur, um wieder Boden unter den Füßen zu spüren und ev. auch den Panikatakken vorzubeugen? Nur so als Idee...

Viel Kraft dir!
mjuka


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 24.03.2018 21:08
Zitat
wohinnur
(die Nächte sind leider trotz der guten Nachricht kein Stück besser, wieso bekomme ich ausgerechnet nachts diese Panikanfälle?)

Ich bin auch schon immer eine ausgesprochene Nachtgrüblerin gewesen. Das ist sehr verbreitet. Dass Sorgen und Ängste nachts wesentlich gravierender erscheinen als tags liegt vermutlich am nachts erhöhten Melatoninspiegel: [www.spektrum.de]

Es hilft mir, mir nachts zu verbieten über Probleme zu brüten. Ich sage dann laut zu mir: "Lass es sein. Du weißt aus Erfahrung, dass du nachts keine Problemlösung betreiben kannst!" Das hilft oft, es zu verschieben - auf tags.

Was das andere angeht kann ich nur wenig sagen. Die Sorgen scheinen dich aufzufressen. Es hilft jetzt wahrscheinlich nur ein Tunnelblick, um deine verbliebenen Ressourcen und Kräfte zu bündeln. Kinder und Ref. Tagesmutter sei Dank wird das klappen und dann kannst du danach immer noch um deinen Traumjob trauern, einen Umzug anstreben, mit deinem Ex streiten, etc.
Das Ref ist endlich!

LG
Juna


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.18 04:37 von Juna30.


  Re: es fühlt sich so verpfuscht an
no avatar
  Chorus
Status:
schrieb am 24.03.2018 21:49
Oh, das ist doch wirklich toll, du hast deine Wunsch-Tagesmutter smile

So beim kurzen Drüberlesen würde ich sagen, mach kein Ref, was ich da von meinen deutschen Kolleginnen gehört habe (bin aus Ö) hört sich schlimm an. Das würde ich mir mit Kindern und alleinerziehend 3x überlegen. Und ich "höre zwischen den Zeilen" dass du da nicht so 100%ig davon überzeugt bist.

Den Anwalt brauchst du sicher, schon alleine um die finanziellen Dinge zu regeln, und auch Besuche etc. Zumindest mal um die Info darüber einzuholen.

Ansonsten würde ich mal was machen, was dich erholt, und sei es nur mal 20 min, was singen z.B. (löst Ängste auf, google mal "Vagus-Nerv" und singen/summen) oder Sport (kannst auch zu hause. ein bißchen zu Musik tanzen..) das ist ebenfalls gut, gibt dir einen Endorphinschub. Du scheinst sehr "verkopft" zu sein im Moment. Du hast ja 2 Kinder, da könnte dir ja was Lustiges einfallen.




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