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  Re: Familien Probleme
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  gelöschter User
schrieb am 10.03.2018 16:25
Vielleicht hast Du es nicht so benutzt, aber im Diskussionskontext Frauen Familie und Berufstätigkeit ist der Hinweis auf die vermeintliche Selbstverwirklichung im Beruf so positiv konnotiert wie „Gutmensch“ in anderen Diskussionen. Es ist Codesprache für den vermeintlich irregeleiteten blinden Egoismus auf Kosten anderer und Ausdruck von eingeschlagenen Irrwegen.

Zitat
LittleDancer
Wo ist das denn bitte abwertend???



  Re: Familien Probleme
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  LittleDancer
schrieb am 10.03.2018 16:59
Ah. Ne, so war es nicht gemeint! Ich will ganz sicher arbeitenden Frauen keinen Egoismus unterstellen *OMG* es geht mir um gegenseitiges Verständnis. Wenn mein Beruf nicht so besch.... wäre und man dafür nicht so unterirdisch schlecht bezahlt würde würde ich vermutlich auch arbeiten. Es geht mir bloß darum dass ich es nicht fair finde das viel arbeitende Väter schlecht gemacht werden wenn sie nicht fleißig Windeln wechseln und der Mutter in ihrer Erziehungszeit reihenweise freie Abende bescheren. Wenn es so ist hab ich aber auch dagegen nichts einzuwenden, nicht dass das wieder falsch verstanden wird. Wenn aber ein Mann sagt dass ihm das neben seiner Arbeit einfach zu viel ist (vor allem wenn er das vielleicht auch schon gesagt hat bevor das Kind da war) dann sollte man das nicht als Desinteresse am Kind abstempeln und ihn zum schlechten Vater degradieren.
Nur darum geht es mir. PEACE smile


  Re: Familien Probleme
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  gelöschter User
schrieb am 10.03.2018 17:04
Hab ich mir gedacht. smile

Und ein realistischer Blick auf den Partner vor der Ankunft des Kindes würde sicher so manche Enttäuschung ersparen.


  Re: Familien Probleme
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  Susanna80
Status:
schrieb am 10.03.2018 18:25
Zitat
stubbornstar
Hab ich mir gedacht. smile

Und ein realistischer Blick auf den Partner vor der Ankunft des Kindes würde sicher so manche Enttäuschung ersparen.

Wer schaut sich denn bitte vor durchwachten Nächten und dem Concealer als new best friend den Partner ohne rosarote Brille an? Das wäre ja Ehesuizid Frieden

@TE
Ich bin auch der Meinung, dass arbeitende Väter auch nicht-arbeitende Mütter unterstützen können. Bezüglich der Arbeit hält die Frau ihm ja auch den Rücken frei!
Ich würde klar Stellung beziehen, Forderungen stellen und dann mal eine Woche weg fahren, damit er sieht, wie es ohne euch wäre.


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  Re: Familien Probleme
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  Nessa15
schrieb am 10.03.2018 19:52
Ich bin übrigens in so einer Familie aufgewachsen, Mutter Hausfrau und Vater mit 50/60 h Woche. Mein Vater war und ist aber sehr engagiert gewesen im Urlaub und in der Freizeit- allerdings nur was die „schönen“ Seiten betrifft d.h schwimmen gehen, Ausflüge machen, später vielleicht zusammen shoppen fahren. Mir hat das nie was ausgemacht aber meine Mutter fühlte sich oft allein gelassen bei unliebsamen Dingen wie Erziehung, Schulaufgaben usw. Für meinen Mann und mir wäre das aber kein Lebensmodell- weder ich war bereit dazu meine Arbeit ganz aufzugeben noch kann und will mein Mann so viel arbeiten, dass wir finanziell keine Einbüßen hätten. Allerdings von unserer Lage abgesehen finde ich die Aufteilung immer noch besser als wenn ein Kind mehr oder minder nur fremdbetreut wird- aber auch das ist je nach familiärer Situation sicher auch passend und sinnvoll.

Nur so am Rande - mein Vater (ein echter Workaholic) nimmt sich jetzt als Opa jeden zweiten Mittwochmittag frei um mit meiner richtet Lego zu spielen und hat bei ihr auch die erste Windel seines Lebens gewechselt. 😂


  Re: Familien Probleme
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  Anaonym
schrieb am 12.03.2018 21:41
Ich danke euch für die zahlreichen, auch manchmal leider nicht ganz hilfreichen( Diskussionen hier) Ich wars nicht Antworten.

Zu sagen man darf keine Kinder in die Welt setzten nur weil man seeehr viel arbeiten muss ist kompletter Schwachsinn. Es gibt so viele Männer, die teilweise nur am WE da sind oder auch den ganzen Tag arbeiten, dürfen die jetzt alle keine Kinder haben?

Habe letzen Sonntag auf den Tisch gehauen und gesagt das es so nicht weiter geht erstmal bzgl unserer Tochter. Habe ihm auch gefragt ob ich erst ausziehen muss bevor er mal wS versteht. Glaube das kam erstmal an, zumindest ist er über die Woche verteilt sogar 3x nachts aufgestanden. Muss er ja gar nicht, 2x würde ja schon reichen. Aber gut, wir werden es sehen. Sonntag gehe ich sogar ins Stadion und er passt auf, ich bin ja mal gespannt. Allerdings hat er vorletzte Nacht unsere Maus nachts ein Kuscheltier gegeben und wäre ich nicht wach gewesen und hätte das gesehen.... in der Hinsicht bin ich mega empfindlich und habe ihm das auch schon hunderte Male erklärt. Naja das Kuscheltier hat er dann nachts an den Kopf bekommen.

Das Problem bei dem Mädelsabwnd war, das sie so heftig am Telefon geschriehen hat, dass wenn ich nicht nach Haue gekommen wäre, mein Mann mir dermaßen Vorwürfe gemacht hätte, was ich dann ja auch verstehen kann. Außerdem tat mir meine Maus so leid, die hat sich leider so dareingesteigert, die hätte sich nie bei ihm beruhigt, leider. Aber gut, es ging ja auch nicht drum, das ich gehen musste, sondern das es mir wieder gezeigt hat, das er alleine nicht klar kommtund das nur weil er einfach nicht drauf hört was ich ihm sage bzw. erkläre. Und das ist ja das was mich so verzweifeln lässt. Ich muss immer mit einem Auge gucken was er macht. Und nein ich bin weder ein Kontrollfreak oder empfindlich, bin eigentlich eine sehr entspannte Mama. Es nervt einfach nur, weil ich quasi nie abschalten kann.

Bzgl. des Jobs ist es bisschen schwierig. Habe ihm jetzt auch schon ein paar Male gesagt das ich unglücklich bin und das auch nicht mehr ewig in dieser krassen Form mitmache. Im Moment gibt es nur leider keine Lösung, das die alle im Moment unterbesetzt sind. Es stand ja mal in Aussicht das jeder regelmäßig noch einen Samstag frei bekommt, was wäre ja mal was. Allerdings rückt das immer mehr in weiter ferne.
Es hat ja auch Vorteile, klar, für mehr Zeit könnte ich locker auf sie Verzichten, ( Arbeit ist 3 Minuten von zu Hause entfernt, ich kann jederzeit vorbeikommen und dort Zeit verbringen, wenn die Maus größer ist kann sie auch mal 1-2 Stunden dableiben) aber es gibt immer wieder Tage, gerade wenn er sehr spät nach Hause kommt, das sehe ich nur schwarz und nur das negative.

@ littledancer. Generell habe ich auch kein Problem damit, dass ich mich viel mehr um unser Kind kümmere, das wusste ich ja schon vorher, das ist ja jet6 keine plötzliche Überraschung. Wir haben auch drüber gesprochen, dass wir auch ein 2. Kind haben möchten ( Alls trennen möchte ich mich auf keinen Fall) und auch hier ist mir bewusst das dies noch mehr Arbeit für mich bedeutet, das ist uns beiden, bzw vorfallen mir bewusst. Darum geht es ja auch gar nicht und das mache ich ja auch gerne für meine Kinder. Ich möchte ja nur das er ein bisschen mehr macht, nicht nur die schönen Dinge wie spielen, kuscheln und spazieren gehen, sondern auch mal, und wohl gemerkt ich spreche von mal, auch die Dinge übernimmt die noch so dazu gehören. Und das sind Kleinigkeiten die ich verlange, die mir aber einfach zeigen würden, dass er mich unterstützt.

@ pmami Nein er ist nicht selbstständig. Und arbeiten tut er unter der Woche ca. 11 Stunden, außer wie gesagt einen Tag, da nur 5 und am Wochenende sind es gerne 1-2 Stunden mehr. Ich will ja gar nicht das er diesen aufgibt, ich weiß das er seine Arbeit liebt und das Team quasi seine Familie ist. Er müsste nur einfach weniger arbeiten und damit meine ich mal hier und das ein paar Stunden, mehr verlange ich ja gar nicht. Ich gehe ja ab dem Spätsommer auch nur morgens ein paar Stunden arbeiten, damit die Maus nicht nur bei anderen ist, was mir persönlich, so lange es finanziell möglich ist, sehr wichtig ist.

@ stubbornstar tut mir leid aber bei deinem Beitrag muss ich lachen. Wie gesagt, dass ich mich viel mehr kümmern muss war mir vorher klar und wer weiß denn wie ein Mann sich anstellt wenn ein Kind da ist, Er kann super mit Kindern, das habe ich immer in unserem Umfeld gesehen, allerdings schon ein wenig größer, in der Hinsicht bezweifle ich auch nicht seine Vaterqualitäten....hier geht es ja um was ganz anderes.

Ach ich weiß auch nicht, ich möchte ja einfach nur ein bisschen mehr Zeit als Familie und auch als Ehepaar und das er mal ein bisschen mehr Verantwortung übernimmt und ich nicht immer alles sagen und machen muss.


  Re: Familien Probleme
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  LittleDancer
schrieb am 12.03.2018 22:06
Ich kann dich total verstehen! Als mein Sohn so 3 oder 4 Monate alt war hab ich eine Freundin von mir total beneidet wo der Vater sich ausgiebig ums Baby gekümmert hat. Ich hatte da auch mal so eine Phase wo ich mir mehr Engagement gewünscht hätte und vor allem auch mehr intuitives Geschick im Umgang mit dem Baby! Es war dann so dass mein Sohn einen Abend so überhaupt nicht einschlafen wollte und ich einfach nur völlig entnervt war und meinem Mann das Kind in die Hand gedrückt hab mit dem Kommentar" jetzt musst du dich kümmern, ich KANN nicht mehr!!!"
Und da ist er dann ewig mit Sohn auf dem Arm durch den dunklen Flur gelaufen, ganz ruhig, und Sohn ist dabei eingeschlafen. Ich selber hab im Bett gelegen und zunehmend relaxt als ich merkte dass er sich gerade wirklich kümmert. Das hat mich im Bezug auf meinen Mann dann sehr beruhigt. Solch Momente kamen ein paar Mal vor wo ich sagte: jetzt ist grad Schluss, ich kann nicht mehr. Und in diesen Fällen hat mein Mann dann immer gut reagiert. Das hat mich beruhigt dass er als Backup da ist, auch wenn er sonst eher ungeschickt mit dem Baby umgegangen ist.
Ich finde gut dass du Klartext gesprochen hast.! Das wird ganz sicher gut werden bei euch.
Liebe Grüsse


  Re: Familien Probleme
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  isolde35
Status:
schrieb am 12.03.2018 22:19
LIebe TE, ich möchte noch kurz klarstellen, dass ich nicht gesagt habe, dass jemand, der viel arbeitet, keine Kinder bekommen soll, das würde ich mir niemals anmaßen. Ich habe vielmehr die Frage gestellt, warum man sich für ein Kind entscheidet, wenn man im Alltag dafür keine Zeit hat und das offensichtlich auch nicht ändern kann oder will. Das ist ein Unterschied. Die Frage würde ich deinem Mann mal stellen. Ich finde es einfach befremdlich, wenn Männer dazu „überredet“ werden müssen, mal ein paar Kleinigkeiten zu übernehmen, wenn es um das Kind geht, ich finde, das sollte selbstverständlich sein, er ist schließlich der Vater und nicht irgendwer.

Aber du hast ja mit deinem Partner gesprochen und ihr werdet sicher eine Lösung finden, viel Glück!

Isolde




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