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  Pergoveris, Job & Depressionen
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  Xenia86
schrieb am 04.03.2018 00:03
Post Pill Amenoroeh, Stimulation und Job

Hallo,

ich schreibe euch, da ich gerade echt fertig und depressiv bin. Habe seit 13 Monaten nach Absetzen der Pille keine Regel und stimuliere nun mit Pergoveris, Gonal F hat nicht gewirkt. Laut Kiwu-Klinik zeigt auch Pergoveris nach 2,5 Wo kaum Wirkung. Habe am Freitag erfahren: Diagnose Hypophysen-Hypothalamus-Störung. Mein Mann und ich möchten seit 1 Jahr ein Kind, Jetzt wo ich weiß wie wie schwer der Weg sei kann, habe ich einfach nur Panik.
Habe vor einem guten Jahr den Job ( Zeitarbeitsfirma - Horror )gewechselt aus rationalen, finanziellen Gründen, weil ich dachte, dass das mit dem Kinderwunsch nicht so lange dauert.traurig
Zudem habe ich im September berufsbegleitend ein Studium Soziale Arbeit begonnen - mein Traum, wollte ich in Ruhe in der Elternzeit machen.
Der Stresspegel mit der großen Unzuftiedenheit im Hauptjob, sowie die Zusatzbelastungen des Studiums, Nebenjob und Stimulation treiben mich gerade echt in eine prekäre Lage. Letzte Woche ist es im Job eskaliert, Chef will mich rausmobben.
Nun überlege ich - nochmal bewerben, dass es mir besser geht wegen dem Jobthema und Stimu pausieren oder weiter durchziehen mit hohem Stresspegel und auf eine baldige Schwangerschaft hoffen?
Bin fix und fertig von dem ganzen Druck und grad krass depressiv, freudlos, panisch.
Freu mich sehr auf eure Meinungen!
LG Xenia (31J)


  Re: Pergoveris, Job & Depressionen
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 04.03.2018 01:20
Hallo Xenia,
es tut mir leid, dass der Stress bei dir gerade so überhand nimmt.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man in der Elternzeit keine Ruhe für ein Studium hat und Stress in einer Schwangerschaft auch nicht unbedingt gut tut. Ich habe mein Staatsexamen vor unserem ersten Sohn gemacht und das Zweitstudium nach ihm gecancelt.

Deshalb würde ich 1. einen einzigen Job suchen, aus dem du ausreichend verdienst und 2. dann wieder entspannter die Stimulation starten.

Außerdem würde ich das Studium zudem so weit bringen, dass du möglichst viel Präsenzzeit hinter dir hast und in der EZ freie Zeiteinteilung z. B. mit Bachelorthesis/ Masterthesis (so wars bei meinem Mann).

Wenn man einen schweren Kinderwunschweg hat, muss man sich auf alles einstellen. Bei manchmen Paaren läuft dann nach der Geburt alles wie geplant, viele überdenken aber auch viele andere Lebensbereiche wie z. B. Beruf.
Früher konnte ich mir nie vorstellen "nur" Hausfrau und Mutter zu sein und nun kann ich mir nicht vorstellen in nächster Zeit noch etwas "nebenbei" zu tun.

Liebe Grüße,
Juna


  Re: Pergoveris, Job & Depressionen
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  mjuka
schrieb am 04.03.2018 09:30
Hallo Xenia,

wir hatten einen langen Kinderwunschweg. Meine Erfahrung ist, dass es nur dann überlebbar ist, wenn du glücklich bist, privat wie beruflich.

Ich habe damals meinen Job an einer privaten Schule gekündigt, weil ich eine Weiterbildung in meinem Traumfach machen wollte. Meine Chefin wollte mit keine Teilzeitlösung anbieten, war wütend über meine Entscheidung. Ich musste es tun, weil ich sonst unglücklich geworden wäre. Sie rief dann nach den Sommerferien an und bot mir doch eine Teilzeitlösung an. Das habe ich dann auch gerne angenommen.

Die Weiterbildung ging dann nur ein Jahr (von drei bzw. vier), weil ich meine Tochter bekam smile. Das war aber in keinster Weise abzusehen. Danach ging es überhaupt nicht mehr. Mit Säugling feste Termine einhalten zu wollen ist schwer und ich wollte damals dringend für meine Maus da sein und sie nicht wegorganisierten müssen. Als mein Sohn später ein Jahr alt war, beendete ich meinen Weg an einem privaten Institut mit ähnlichem Angebot, einmal monatlich am Wochenende über 2,5 Jahre.

Jetzt sind die Kinder groß, siehe Ticker. Jetzt geht noch eine Weiterbildung in einem neuen Fach, die mich auch fordert. Vorher wäre diese Ausbildung, bei der ich immer mal wieder wochenweise weg bin, nicht möglich gewesen.

Mein Fazit: Kümmere dich jetzt darum, glücklich zu sein. Sonst wird alles zusammen einfach nur schwer und schrecklich.

Ich wünsche dir, dass der Weg nicht so steinig wird und Erfolg hat.
LG, mjuka


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.18 09:34 von mjuka.


  Re: Pergoveris, Job & Depressionen
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  Hamamelis71*
schrieb am 04.03.2018 11:29
Wir hatten auch einen jahrelangen Kinderwunschweg.. daher würde ich an Deiner Stelle mit Bewerbungen anfangen.

Erfahrungsgemäß hat man in der Elternzeit nicht viel Zeit für ein Studium. Ich hatte ein sehr pflegeleichtes Kind mit regelmäßigen Schlafenszeiten. Aber trotzdem ist man müde und hat genug mit Haushalt und Kind zu tun (mein Mann war viel dienstlich unterwegs).


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  Re: Pergoveris, Job & Depressionen
avatar  Rebella
schrieb am 04.03.2018 15:49
Liebe Xenia,

bei mir kamen damals auch Streß im Job, Mobbing, Kündigung, neue Jobsuche und ein langer Kinderwunschweg zusammen.

Monatelang habe ich ein Doppelleben geführt. Einerseits die Kinderwunschbehandlungen und andererseits Bewerbungen und Vorstellungsgespräche mit dem Versprechen, dass ich selbstverständlich belastbar sei. Lange hat das alles nichts gebracht, aber am Ende kamen der neue Job und der erfolgreiche Schwangerschaftstest fast auf den gleichen Tag.

Ich würde das immer wieder so machen, denn man weiß ja leider nicht, ob ma überhaupt schwanger wird. Wenn man dafür sein bisheriges Leben stillstehen lässt, hat man am Ende beides nicht, kein Kind und keinen Job, in dem man zufrieden ist.

Daher rate ich dir, suche dir nur einen Job, in dem du auch zufrien bist. Mal sehen, was am Ende schneller geht. - Die Fortbildung würde ich auch fortführen als würde ich mich nicht um ein Kind bemühen. Wenn es am Ende kein Kind gibt, hast du wenigstens das. Und wenn du schwanger wirst, dann kannst du immer noch schauen, an welcher Stelle deiner Fortbildung du gerade bist und wie du die nun noch zu Ende bringen kannst.

Viel Glück!


  Re: Pergoveris, Job & Depressionen
avatar  Kirschblüte89
Status:
schrieb am 07.03.2018 23:51
Hallo Xenia,

es tut mir leid, dass bei dir so viel zusammen kommt und es dir so schlecht geht.
Ich weiß auch noch, wie mich unsere Diagnose getroffen hat und ich große Angst vor dem Thema künstliche Befruchtung und den damit verbundenen Strapazen und Kosten hatte.

Aber, man wächst da rein. Wenn man keine andere Wahl hat, ist man machmal so stark, wie man es sich vorher nicht vorstellen konnte.

Meine Ausgangslage war nicht genau gleich, ich war auch noch etwas jünger (wobei du mit 31 ja auch noch ein paar Jährchen Zeit hast), aber mir ging es sehr schlecht auf der Arbeit. Ich war zwar unbefristet angestellt, hatte aber unheimlichen Stress, viel zu viele Ünerstunden und noch mehr Druck. Ich dachte auch, jetzt bald schwanger werden, dann hab ich erstmal „Pause“ vor dieser Arbeit. Tja, aus dem schnell schwanger-werden wurde nichts.
Irgendwann ging es mir so schlecht, dass ich kurz vorm Zusammenbruch, dann doch einen neuen Job anfing. Auch, wenn das erstmal bedeutete nicht schwanger zu werden zu können, wegen Befristung und Einarbeitung.

Es war aber auf jeden Fall die richtige Entscheidung den Job zu wechseln und auch glücklich(er) zu werden auf der Arbeit. Mit dem Stress der vorherigen Arbeit, hätte ich nie das Prozedere der künstlichen Befruchtung durchgestanden.

Was ich damit sagen will: mach nie alles abhängig vom Kinder kriegen. Man weiß vorher nicht, wie lange es dauern wird, bis man sein Kind in den Armen hält. Und in der Zwischenzeit ist ein glückliches Leben, und dazu gehört auch ein gewisses Wohlbefinden im Job, sehr wichtig.

Und zum Thema Elternzeit: Ich dachte auch immer, dass in Elternzeit doch sicherlich mindestens ein Fernstudium möglich sei. Bei einigen mag das auch gut funktionieren, ich bin heute schon froh, wenn ich in Ruhe duschen kannIch wars nicht.

Ich wünsche dir alles Gute!


  Re: Pergoveris, Job & Depressionen
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  Xenia86
schrieb am 08.03.2018 20:51
Ihr Lieben,

ich danke euch von ❤️ Für eure Tipps, Ratschläge und tolen Kommentare! Derzeit ist der Stand wie folgt:
-Ich habe morgen einen Termin zum Eisprungauslösen, diese Chance nehme ich noch mit, dann pausiere ich ein paar Monate mit der Stimu.
Habe am 13.3. ein Vorstellungsgespräch und schreibe gerade noch Bewerbungen. Ich hoffe, es ist was dabei. Aufgrund des Studiums bewerbe ich mich auf Teilzeitstellen.
-Gestern hatte ich ein Erstgespräch beim Psychologen: Diagnose depressive Phase & Essstörung. Im Moment macht mich das traurig, wie es soweit kommen konnte und es quasi schwarz auf weiß zu haben, jedoch ist das ein klares Signal, einige Dinge zu regeln und die Baustellen zu beseitigen. Das packe ich jetzt an - auch wenn es sich anfühlt, als wenn ich gerade keine Kraft (und Zeit) habe...
Jedoch machen mur eure Stories Mut, dass auch schwierigere Phasen zu meistern sind.
Ich hoffe es geht nun bergauf 💪🏼
LG Xenia




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