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  Ich will mich trennen
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  Anonymama
schrieb am 03.03.2018 13:50
Liebe Scheidungserfahrene,
aus verschiedenen Gründen möchte ich meine Ehe beenden.
Wir haben ein gemeinsames Kind (16 Monate), das Haus gehört mir, er hat dafür eine Firma.
Ich möchte gerne zurück in die Nähe meiner Eltern ziehen, denn ganz ohne Hilfe werde ich es nicht schaffen.

Nächste Woche mache ich einen Termin beim Anwalt.
Gehaltssachen habe ich kopiert, einige Urkunden auch. Auf vieles habe ich aber keinen Zugriff (seine Versicherungen, seine Ersparnisse etc).
Hier hatte ich auch nie Einblick.

Ich will nicht sein Geld. Ich brauche Hilfe, bis ich mich neu sortiert habe und dann verdiene ich mit einer halben Stelle ausreichend, so dass ich aktuell sagen kann: ich will einfach wieder meinen Frieden und ein Umfeld, das mir gut tut.
Wir waren nun 5 Monate wöchentlich in Paarberatung. Es hat sich fast nichts getan. Ich habe die Hoffnung verloren, auch wenn ich ihn durchaus noch mag... was ich mir wünsche, kann er - so vermute ich - aufgrund seiner Prägung und Persönlichkeit und auch wegen der differierenden Vorstellungen von Partnerschaft - nicht geben. Ich mag aber nicht wie bisher leben - das bin nicht ich und ich werde zunehmend auch körperlich krank davon...

Welche Tipps habt ihr?
Muss ich mich auf das schlimmste einstellen?
Kann ich umziehen mit dem Kind ohne sein Einverständnis?
Was muss ich regeln? Welche Fehler kann ich vermeiden?

Anonyma


  Re: Ich will mich trennen
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  Hamamelis71*
schrieb am 03.03.2018 14:39
Schau mal hier im Kummerkasten, da gab es in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Beiträge zu dem Thema Trennung.

Ohne Zustimmung Deines Mannes wirst Du mit dem Kind nicht unbedingt umziehen können (kommt auf die Entfernung an). Viele Väter favorisieren das Wechselmodell, auch wenn sie sich bislang nicht überragend viel ums Kind gekümmert haben.

alles Gute!


  Re: Ich will mich trennen
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  karin_
schrieb am 04.03.2018 19:06
Suche Dir eine wirklich gute Anwältin, das ist jeden Cent wert. Beachte "Fachanwältin für Familienrecht", nicht weniger.


  Re: Ich will mich trennen
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  Anonymama
schrieb am 07.04.2018 23:14
Vielen Dank für Eure Tipps.
Ich habe nun am kommenden Freitag einen Termin bei einer Fachanwältin für Familienrecht.

Heute haben wir nochmals über mögliche Alternativen gesprochen. Mein Mann möchte gerne an der Ehe festhalten und weiterhin an ihr arbeiten. Ich würde auch gerne, wenn ich denn realistische Chancen für Veränderung sehen würde. Wir haben beide alle möglichen Themen aufgelistet, für die wir uns Veränderung wünschen und haben versucht, uns darüber auszutauschen. Ich möchte in vielen Punkten mehr "Gerechtigkeit", also beispielsweise, dass wir all unser Hab und Gut in einen Topf werfen und dann quasi "teilen", dass wir Hausarbeit fair aufteilen, dass die Gesprächszeit nicht nur seine, sondern auch meine Bedürfnisse abdeckt (gefühlt geht es 95% der Zeit um seine Firma) etc.

Bislang habe ich erlebt, dass er mir das immer wieder zusagt, aber de facto diese Zusagen nicht einhält. Ich warte bzw. habe gewartet auf Umsetzung einiger Punkte (z.B. gemeinsames Konto) seit wir verheiratet sind. Nun hat er heute gesagt, er merke schon, dass ich rational "Recht" habe mit meinen Forderungen. Für mich sind es eigentlich keine Wünsche mehr, sondern Punkte, die ich mir einfach nicht mehr vorstellen kann - also für mich wirkliche Trennungsgründe und "Forderungen". Aber emotional, so sagt er, spüre er Widerspruch in sich und daher habe er die Zusagen dann nie umgesetzt. Jetzt, so seine Worte, wäre er aber bereit für Verhandlungen. Ich bin unsicher: ich möchte nicht gehen, wenn es ernsthaft Alternativen gibt. Auf der anderen Seite denke ich, dass sich nichts ändern wird, wenn sich bislang nichts geändert hat. Und ich habe all diese Punkte schon vor Jahren bei einer Paarberatung geäußert und auch jetzt in den letzten Monaten mit Beratung angesprochen.

Was mich wirklich stutzig macht, ist die Tatsache, dass er wohl emotional nicht nachvollziehen kann, dass ein Teilen von Rechten und Pflichten in einer Ehe - außer ich liege hier mit meinen Vorstellungen völlig falsch - normal ist. Auch in anderen Belangen komme ich mir oft vor, wie ein Mensch zweiter Klasse. Er misst sich selbst mit anderen Maßstäben als mich, räumt sich Dinge ein, die er mir nicht zubilligt etc. Auch hier scheint er meine Einwände rational dann zu verstehen, sich aber gefühlsmäßig doch im grünen Bereich zu empfinden, wenn er mich "benachteiligt". Was ist hier los? Ebenfalls ist es oft so, dass er in manchen Momenten meine Perspektive nachvollziehen kann, im nächsten Moment aber sofort wieder darauf beharrt, dass einzig seine Wahrnehmung einer Situation die richtige ist. Beispielsweise kann er in manchen Momenten zugeben, dass er mit unterschiedlichen Maßstäben misst und dass diese zu seinen Gunsten sind, aber im nächsten Moment schon kann er auch behaupten, dass er seinem Gefühl nach viel mehr gebe/ einbringe/ tue, als ich, so dass das vorherige Verständnis für meine Wahrnehmung wieder revidiert wird.

Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen konnte, aber was ist von so einem Verhalten zu halten? Ich möchte Partnerin sein, nicht "Haussklavin". Und für mich gehört zur Partnerin/ zum Partner sein ein faires Teilen, unterm Strich eben möglichst 50-50, dazu. In manchen Bereichen kann man dies klar bemessen, wie etwa bei Geld oder Zeit, aber bei manchen Dingen eben auch nicht, wie etwa bei Gesprächsthemen. Gefühlsmässig würde ich sagen, die Trennung ist die einzige Möglichkeit aus diesem "falschen Film" auszusteigen. Aber was, wenn die Diskrepanz zwischen seiner Ratio und der Emotion doch überwindbar ist? Ich bin durcheinander. Und auch traurig. Das heute Gespräch hat mich gefühlt so degradiert zurückgelassen: Wie kann ich emotional meinem Partner nicht die Hälfte der Dinge zugestehen? Was kann sich da emotional in einem sträuben, wenn es um faires Teilen geht?

Wascht mir bitte den Kopf! Auch, weil ich eben in ein wenigen Tagen diesen Termin habe!
Danke!




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