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  erschrocken über die eigenen Gedanken
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  bösesMädchen
schrieb am 25.02.2018 12:43
Hallo ihr Lieben,

kennt ihr das? Man erschrickt sich über die eigenen Gedanken weil die wirklich unfair, fies und ziemlich daneben sind?
Selbst wenn man es erkennt, kann man trotzdem nichts dagegen tun, gar nichts. Die holen einen doch wieder ein, egal wie sehr man sich dagegen zur Wehr setzt, es nützt nichts.

Ich hab vor kurzem erfahren dass meine Schwägerin ein Baby will/plant und wohl auch schon ein paar Monate am hibbeln ist.
Das hat mich so entsetzt, sich angefühlt wie ein Schlag in die Magengrube...und ich habe die halbe Nacht danach einfach nur geheult, und mein aller erster Gedanke dazu war ganz spontan nur "bitte nicht, das soll nicht klappen!" bin darüber regelrecht erschrocken, über soviel Missgunst von meiner Seite, das bin doch nicht ich!
Doch je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr stelle ich fest, doch genau das bin ich, oder viel mehr das ist es was aus mir geworden ist.
Ich hasse mich selbst dafür.

Bei uns dreht sich seit Jahren alles nur noch um den Kinderwunsch, der sich vielleicht niemals erfüllen wird. Ehrlich gesagt habe ich auch den Glauben daran eigentlich fast komplett verloren.
Es zerfrisst mich innerlich...ich kann es nicht ertragen dass alle Welt einfach so Kinder bekommen kann, nur wir nicht, wir sind die, die immer übrig bleiben.

Bei meiner Schwägerin (die ich wirklich sehr, sehr lieb habe) hat es mich so schockiert, und entsetzt, weil ich einfach überhaupt nicht damit gerechnet habe. Keine Sekunde in den 10 Jahren in denen ich sie jetzt kenne. Sie hat einen Teenie zuhause, und seit einiger Zeit einen Freund.
Sie hat die letzten Jahre immer gesagt sie will kein Kind mehr, weil es sich auch einfach nicht ergeben hatte, mangels passendem Partner, und ab 30 meinte sie ohnehin sie wäre dafür jetzt zu alt und der Abstand zwischen den Kindern wäre dann auch viel zu groß.

Und jetzt auf einmal doch? Mir war nach der Nachricht richtig schlecht.

Jetzt sitz ich hier, in der Hoffnung dass es nicht klappt, das es mir erspart bleibt...weil ich es nicht ertragen kann/würde.
Ich fühle mich deswegen so schlecht, so abartig...wann genau bin ich zu diesem widerlichen Menschen geworden, die anderen gegenüber, noch dazu ihrem engsten Kreis, so bösartige Gedanken hegt? Warum bin ich so geworden? So kann ich mich selbst nicht mal im Spiegel sehen.

Sie planen nebenbei ihren Familienurlaub, und wir planen ein Auto zu verkaufen, um uns die nächste Behandlung leisten zu können, Urlaub ist für uns nur etwas von dem wir nicht einmal Träumen, weil wir unser Geld nur dafür ausgeben um überhaupt die Chance auf ein Baby zu haben.
(Noch dazu eine gerade zu lächerlich geringe Chance...manchmal glaube ich wir könnten das Geld auch einfach aus dem Fenster schmeißen, mit exakt dem gleichen Ergebnis, nämlich dem das wir kein Kind bekommen.)
Es würde uns so falsch vorkommen einfach in den Urlaub zu fahren, wenn wir für das gleiche Geld einen weiteren Versuch starten könnten.
Dabei haben wir es eigentlich wirklich nötig hier mal komplett raus zu kommen, Urlaub zu machen, irgendwo z.b. faul am Strand liegen, oder eine fremde Stadt erkunden, einfach ein mal auf andere Gedanken kommen, sich erholen, was schönes erleben...aber nein, unser "raus kommen" bedeutet gut 2 1/2-3h Fahrt in die Kiwu, einfache Strecke...dafür alles Geld ausgeben, was man eigentlich noch nicht mal hat.

sorry, das musste einfach mal alles raus...ich verstehe mich selbst nicht mehr...und ich weiß sehr wohl wie mies meine Gedanken doch eigentlich sind...ich bin wohl ein schlechter Mensch geworden...


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  Chorus
Status:
schrieb am 25.02.2018 14:11
Leider sind diese Gedanken nicht selten im Laufe des Kinderwunschs... ich glaube Neid / Mißgunst ist ein allgemeines Thema hier.

Und ganz ehrlich, ich finde es auch irgendwie berechtigt. Es ist einfach eine große Ungerechtigkeit, und man muss letztlich - auch bei künstlichen Befruchtungen - alles dem Schicksal überlassen.

Außerdem ist man jedes Mal einen Batzen Geld los, hat Mühen, Kosten, Zeit nicht gespart.

Und dann für nichts - wie du sagst - man könnte das Geld auch zum Fenster rauswerfen. Wäre vermutlich fast noch besser, man hätte sich nicht unnötig Hoffnungen gemacht, keine Spritzen und OPs über sich ergehen lassen.

Genau aus dem Grund haben wir dann irgendwann aufgehört. Und verwenden das Geld wirklich für Urlaub - letztes Jahr ging es tatsächlich auf Safari, und ja, das ist nicht viel teurer als eine Behandlung, eher billiger...

Trotzdem hat es mir einen richtigen Stich ins Herz gegeben, als meine 41 jährige Schwester wieder "einfach so" schwanger geworden ist. Kurz nach dem ich mich endlich mit dem Gedanken anfreunden konnte, hatte sie eine Fehlgeburt, und ja, das war dann fast noch schlimmer für mich, der Gedanke, dass ich neidisch war und sie dann eine FG hatte....

Was ich sagen wollte, der Neid und die Mißgunst treffen eigentlich eh nur dich, nur deine Psyche. In Wirklichkeit bekommst du vielleicht bals mal einen süßen Neffen oder eine süße Nichte. Ich weiß das ist noch lange hin, aber wenigstens wurdest du mal "vorgewarnt".

Vielleicht bist du nur einfach so erschöpft, mach mal eine Auszeit oder geh jeden Tag mal eine Runde spazieren, selbst, wenn es am Abend ist.... oder gehe joggen, ist auch günstig und du setzt Endorphine frei... oder du gibst dich der Musik hin, auch ein recht günstiges Hobby... oder du hörst eine MeditationsCD. Wichtig ist nur, dass du da wirklich was machst, ich denke nicht, dass du jeden Abend zur KIWU musst... Achte auf dich, als wärst du Dein eigenes Kind.......


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  RoteBeete
schrieb am 25.02.2018 15:22
Liebes bösesMädchen,

Ich bin in der gleichen Situation, mit dem Unterschied, dass meine Schwägerin jetzt tatsächlich schwanger ist. Wir sehen uns relativ oft, das jedoch aufgrund der Wohnsituation und nicht, weil wir so eine innige Beziehung zueinander haben.

Ich habe ehrlich gesagt auch gehofft, dass es bei ihr nicht so einfach klappt. Das sie jetzt schwanger ist, ist viel schwerer für mich als wenn eine Freudin schwanger wäre.

Als ich erfahren habe, dass sie es probiert, habe ich mir ein Herz gefasst und sie gebeten es mir persönlich mitzuteilen wenn es soweit ist. Mit allen Erklärungen warum es für mich/uns wichtig ist und, dass wir Zeit brauchen um über unseren Schmerz hindurchzugehen um uns für sie zu freuen. Sie hat gesagt, sie sagt es mir und dann hat sie es nicht getan!!!
Es wussten außer uns schon alle und meine Schwiegermutter hat mich mit der Nachricht "überfallen" Auch sie weiß, was bei uns los ist. Das schmerzt mich so sehr, ich fühle mich unglaublich respektlos behandelt, so gedemütigt...Meine Schwiegerfamilie hätte mir mit dem WIE sehr helfen können und hat es nicht getan. Jetzt fühle ich nur Wut und wünschte, ich hätte ihnen nie was von unserer Situation erzählt, weil es ja scheinbar nichts bringt.

Aber vielleicht ist es mit deiner Schwägerin anders? Ich glaube, dass wenn die Beziehung stimmt, man einen Weg so gut wie in der Situation möglich damit umzugehen.

Es ist normal, dass wir Neid, Eifersucht, Mißgunst fühlen. Was nicht normal ist, dass die Gesellschaft diese Gefühle tabuisiert und uns nicht hilft. Niemand will eine Geschichte hören, die womöglich kein Happy-End beinhaltet.

Ich weiß leider auch nicht, wie man mit diesen Gefühlen umgehen soll. Wenn man jemanden den Erfolg im Beruf nicht gönnen mag, dann kann man sich fragen, was man selbst möchte und aktiv Energie in die Verwirklichung der eigenen beruflichen Ziele stecken. Bei einem Baby funktioniert das nicht...Diese Gefühle lassen sich auf die herkömmliche Art nicht transformieren. Es ist schwer damit Frieden zu schließen, wenn man es selbst noch aktiv versucht.

Ich bin auf zwei englischsprachige Blogs gestoßen, die mich trösten und mir das Gefühl geben, dass schlussendlich alles gut wird ob mit oder ohne Kind: [silentsorority.com] und [lifewithoutbaby.com]

Alles Liebe!


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  PitPat
schrieb am 25.02.2018 16:45
Nein, für diese Gefühle ist kein Selbsthass "nötig", bitte nicht - Du bist kein schlechter Mensch, das sind ziemlich normale Gefühle!

Mir haben meine beiden Schwägerinnen ausgerechnet in meiner achten zweiwöchigen Warteschleife um die Ohren gehauen, dass sie schwanger sind...ich war total am Boden.

Ich vermag mir nicht vorzustellen, was mit mir (und meinem Verhältnis zu ihnen) wohl passiert wäre, wenn es bei uns nicht geklappt hätte (was es aber wider Erwarten dann zum Glück hat!)

Diese paar Tage waren echt noch mal die Hölle für mich, ich kann Dich gut verstehen.

Meine beiden Neffen sind dann tatsächlich mit einem Abstand von 4 Tagen geboren worden, unser Sohn dann 10 Wochen später...

Ich würde Dir tatsächlich einen Urlaub (statt der nächsten Kiwu-Behandlung) "empfehlen", einfach um mal das Gedankenkarussell zu stoppen (und um rauszukommen, wie Du schon schreibst). Ihr habt es nötig, Kiwu-Behandlungen sind sooo anstrengend!

Das waren die schlimmsten 4 Jahre meines Lebens traurig

Lass die Gedanken zu, das muss eben auch mal sein. Bleib ansonsten möglichst bei Dir und achte auf Dich/Euch. Alles Gute!!


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  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  Chorus
Status:
schrieb am 25.02.2018 19:47
Ja und wie Rote Beete schön schreibt, ist es fast noch schlimmer, wenn jeder schon von der Schwangerschaft weiß, nur man selber nicht, aus "Schonung". Ist mir ja letztes Jahr tatsächlich passiert bei meiner 40jährigen Freundin, die immer gesagt hat, sie will kein Kind - und dann doch schwanger wurde.

Alle, wirklich alle (inklusive ihrem Arbeitgeber!!!) wussten von der Schwangerschaft. Hätte ich nicht so verbissen gedacht, dass sie die Wahrheit spricht, und nicht schwanger werden will (noch ein Jahr zuvor hat sie fast schon penetrant verhütet) hätte ich die Vorzeichen besser gedeutet. Abgesehen von dem grundsätzlich blöden Neid-Gefühl kam bei mir noch das Gefühl des Ausgeschlossen-Seins hinzu. So was wie Hintergangen sein. Tatsächlich hatte ich wegen einer Geschichte bei einem Weihnachtstreffen, als es mal ausnahmsweise Käsefondue OHNE Alkohol gab, eine andere Freundin in Verdacht, schwanger zu sein (die, die das Käsefondue gemacht hatte), aber es stellte sich heraus, dass auch sie eingeweiht war, wie wirklich alle, alle anderen Anwesenden außer meinem Mann und mir.

Wie auch immer, deine Schwägerin gibt dir zumindest eine "Vorwarnung"

Und, noch so ein Gedanke, meiner Erfahrung nach werden oft genau die, die so was ankündigen, nicht unbedingt im ersten Übungszyklus schwanger. Vielleicht ist das aber nur selektive Erfahrung meinerseits. Die meisten Paare halten es eher geheim.

Ich kann nur sagen, das, was mir bisher am meisten geholfen hat, waren schlichtweg meine zwei Katzen, die inzwischen ein halbes Jahr alt sind. Natürlich sind sie bei weitem kein Kind-Ersatz, das ist mir sehr wohl bewusst. Aber sie sind ungemein zärtlich und seit ich sie habe geht es mental mit mir extrem aufwärts.


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 26.02.2018 14:27
Liebes Mädchen smile
"Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?" Denken darfst du alles! In deiner Sitution sowieso. Und wenn du dich durch Gedanken entlasten kannst, ist es völlig in Ordnung. Nur zermürbt einen der "abwärtsgerichtete Vergleich" (heißt sozialpsychologisch wirklich sosmile auf Dauer auch. Stell dir vor, du hättest eine schwere Krankheit, z.B. MS und wärst an den Rollstuhl gebunden (wobei ich nicht behaupten will, dass ein unerfüllter Kinderwunsch nicht auch extrem belastend ist), dann würde es dich nicht stärken, zu denken alle anderen sind gesund, können laufen etc. (was ja auch nicht stimmt). Stattdessen geht es einem besser, wenn man in den Modus kommt: Mein Leben gibt es nur so, ich kann kämpfen, aber bestimmte Widrigkeiten gehören zu meinem Leben, ohne die gibt es mein Leben nunmal nicht. Sprich: Es gibt dich und deinen Partner nunmal nicht mit leicht erfüllbarem Kinderwunsch. Egal ob andere weniger Widrigkeiten mitbekommen, egal wie schwer dein Päckchen vergleichsweise ist, es bringt nichts, darüber traurig zu sein, denn dieses Päckchen musst du tragen. Ich schaff es auch nicht immer so zu denken, aber wenn ich es kann, dann hilft es mir. Mein kleiner Bruder hat Multiple Sklerose, seit er 15 ist. Inzwischen kann er mit 34 fast nur noch liegen, er hatte noch nie Sex oder eine Freundin und trotzdem lacht er jeden Tag und freut sich, wenn ich ihn besuchen komme. Er hat mich das gelehrt.
Alles Liebe!


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  Wolfsbabe
schrieb am 26.02.2018 16:14
Hey ihr Lieben,

ich habe in fast 4 Jahren Kinderwunsch (und das ist im Vergleich mit einigen anderen hier im Forum noch wenig!) auch so ziemlich die ganze Gefühlspalette hinter mir und kann alles, was geschrieben wurde, nachvollziehen. Ich habe allerdings inzwischen Abstand gewonnen von dem Thema Kinderwunsch und das tut sooo gut! Ich denke wichtig ist, dass das Problem, also die eigene Kinderlosigkeit, bei einem selbst bleibt. Man neigt leicht dazu zu externalisieren... So nach dem Motto: Bei allen anderen funktioniert es, warum bei mir nicht... mit den damit verbundenen Gefühlen wie Frust und Neid. Oder Erwartungen, wie sich andere (ob sie unsere Geschichte nun kennen oder nicht), zu verhalten haben. Und abgesehen davon können die anderen doch auch nichts dafür, dass es bei ihnen "einfach so" klappt.
Schwangerschaften in der Familie sind besonders hart, das musste ich selber auch erfahren, es ist dann irgendwie so besonders nah.
Was Reaktionen und Verhaltensweisen anderer angeht, habe ich mir angewöhnt nachsichtig zu sein. Man ist doch selber im Alltag wenig empathisch und ich sage mir so oft, wer weiß wie ich reagieren würde, wenn ich ganz normal Kinder bekommen hätte. Dann wäre mir garantiert auch mal irgendein blöder oder unbedachter Spruch rausgerutscht. Und man sollte auch ehrlich zu sich selber sein: Was ist das Problem? Zu denen zu gehören, die übrig geblieben sind oder kein Kind zu haben? Dass es bei der Schwägerin geklappt hat oder dass ich kein Kind habe? Meine Schwägerin beispielsweise kann noch ein Kind bekommen, aber deswegen bleibe ich trotzdem kinderlos... DAS ist das Schlimme für mich.
Ähnlich wie Paula finde ich, dass man viel öfter "nach unten" schauen sollte. Und wir haben doch alle viele schöne Dinge in unserem Leben, oder???

Alles Liebe
Wolfsbabe


3 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.02.18 16:39 von Wolfsbabe.


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  RoteBeete
schrieb am 26.02.2018 16:47
Aber wieviel Nachsicht in Bezug auf die Reaktionen bzw. Schwangerschaftsankündigungen anderer ist gesund? Es ist ein großer Unterschied ob die Person eingeweiht ist oder nicht.

Ich habe zum Glück auch sehr empathische Reaktionen bzw. Schwangerschaftsankündigungen erleben dürfen. Dann bleibt der Schmerz um das eigene Baby, aber der Neid und die Mißgunst im Bezug auf die andere kommt entweder gar nicht erst auf oder flacht schnell ab. Weil ich mich respektiert, geliebt und wichtig fühle.

Wenn jemand eingeweiht ist und trotzdem richtig blöde Sprüche bringt oder sehr unsensibel die Schwangerschaft ankündigt, ist das einfach unmöglich und ich finde, das kann man auch ruhig sagen. Wie soll mein Gegenüber wissen, dass er (oder in dem Fall sie) eine Grenze übertreten hat und mich richtig gekränkt hat? Stimmt, nicht alle Leute kapieren es dann und es kostet auch Energie, aber....der unerfüllte Kinderwunsch wäre weniger schlimm, wenn er nicht mit gesellschaftlicher Isolation und Abwertung der eigenen Gefühle einhergehen würde. Natürlich ist es ein Unterschied ob es sich dabei um die eigene Familie handelt oder um irgendwelche Bekannten (aber die sind in der Regel auch nicht eingeweiht).


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  Wolfsbabe
schrieb am 26.02.2018 16:56
Hi Rote Beete,

ja, es ist alles schwierig. Meine Schwiegerfamilie weiß gar nichts von unserem Problem. Zum einen interessieren sie sich sowieso nicht für uns, zum anderen antizipiere ich ihre Reaktion und spare mir das Ganze. LOL

Sehr empathische Reaktionen habe ich in meinem Umfeld auch erlebt. Vor allem von einer Freundin, die ebenfalls ungewollt kinderlos ist. Es tut mir immer gut mit ihr zu sprechen. Aber ansonsten rede ich kaum mit jemandem darüber. Das Bedürfnis danach ist auch kaum noch vorhanden. Habe ja euch. Blume
Liebe Grüße
Wolfsbabe


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
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  Nordlicht_84
Status:
schrieb am 26.02.2018 21:52
Hallo bösesMädchen,

also ich muss sagen, dass ich Dich nicht nur sehr gut verstehen kann, sondern es mir teilweise genau wie Dir geht.
Ich weiß (wenn auch nicht von ihr selbst), dass meine Schwägerin sich in ihrer ersten Kiwu-Behandlung befindet.
Und auch ich habe mich bereits bei dem Gedanken ertappt "Bitte lieber Gott, mach dass es nicht klappt" Ich verneig mich
Hört sich total fies an, ist aber so. Und ich denke dann immer, wenn es mir schon nicht vergönnt ist schwanger zu werden,
dann sollen mir doch zumindest diese gehässigen Gedanken erlaubt seinIch wars nicht

Den Satz von Chorus "Achte auf Dich, als wärst Du dein eigenes Kind" finde ich sehr schön.
Auch mir fällt es nicht immer leicht, aber ich versuche immer mehr, bei mir selbst zu bleiben und auf mich zu konzentrieren.
Und die schönen Seiten meines Lebens zu sehen und zu schätzen.


  Re: erschrocken über die eigenen Gedanken
avatar  Rebella
schrieb am 02.03.2018 23:25
Ich meine, in Wirklichkeit wünscht du nicht deiner Schwägerin etwas Schlechtes, sondern du wünscht dir für dich selbst, dass eine Situation, die dir unerträglich erscheint, nicht eintritt. ...

Ganz gewiss bist du nicht schlecht.




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