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  Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  Lenu123
schrieb am 03.02.2018 16:51
Die Frage steht im Betreff. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mich um alles kümmere, Termine für die Kinderwunschbehandlung vereinbare, bei den Krankenkassen alles regle, die Befunde sammle usw. Mein Mann, der eigentlich auch unbedingt Kinder will, überlässt alles mir, ist aber umgekehrt leicht genervt, wenn ich manchmal ungeduldig bin, Druck mache usw, weil er sich um nichts kümmert. Dabei sind meine Werte in Ordnung, das SG leider schlecht. Wir sind nicht mehr die jüngsten und ich werde oft wütend, dass er das so schleifen lässt. Kennt jemand das Gefühl?


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.02.18 18:01 von Lenu123.


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  akazie76
schrieb am 03.02.2018 18:42
Nicht bezüglich Kinderwunschbehandlung, aber generell ist es so, dass ich irgendwie für's "Denken" zuständig bin. Termine ausmachen, ans hingehen denken, überhaupt überlegen, was erledigt werden muss.... manchmal fragt man sich, wie Männer so ohne Frau überhaupt funktionieren smile Mein Mann macht aber wirklich viel, wenn man ihn denn konkret beauftragt, insofern ist das wohl einfach ne Rollenverteilung bei uns. Trotzdem manchmal anstrengend....


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 03.02.2018 20:19
Zitat
akazie76
Nicht bezüglich Kinderwunschbehandlung, aber generell ist es so, dass ich irgendwie für's "Denken" zuständig bin. Termine ausmachen, ans hingehen denken, überhaupt überlegen, was erledigt werden muss....

bei uns ebenfalls so. abre für mich ist das ok, denn er macht dafür andere Sachen, auf die ich keine Lust habe. da kann ich mit dieser Arbeitsaufteilung leben.


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  RoteBeete
schrieb am 04.02.2018 11:33
Ja, kenne ich genau so! Mir wurde empfohlen, meinen Mann bewusst miteinzubeziehen, also uns Aufgaben aufzuteilen.

Das fiel zunächst sehr schwer, weil ich einfach besser informiert bin als er und mir z.B. lieber selbst in den Bauch spritze, da seine Hilfe also auch nicht brauche. Ich habe das so gelöst, dass ich immer gespritzt habe als er dabei war und es dann seine Aufgabe war den Alkoholtupfer zu halten und die Einstichstelle zu desinfizieren. Hat Wunder gebracht!


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  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  isolde35
Status:
schrieb am 04.02.2018 12:09
Im Rahmen der Kinderwunschbehandlung war mein Mann auch ziemlich zurückhaltend und hat mir das Planen überlassen. Wir hatten in dieser Phase einige heftige Streitgespräche, was wohl nicht zuletzt auch daran lag, dass die Nerven blank lagen udn er hat mir rückblickend erklärt, er wäre gehemmt gewesen, weil ich den gesamten körperlichen Teil der Behandlung über mich ergehen lassen muss, da hätte er mir nicht vorgreifen oder Druck machen wollen, in die nächste Behandlugn zu starten sondern wollte das eher mir überlassen. Nach dem Motto "ich kann nicht beurteilen, ob du körperlich und seelisch einen zweiten Versuch durchstehen kannst oder nicht, ich muss schließlich nur mein Sperma abgeben"

Das sollte man bei dem Thema Kinderwunsch glaube ich immer im Kopf behalten, das ganze Prozedere wird von den Beteiligten unterschiedlich erlebt udn ist auf unterschiedliche Weise belastend. Da ist man nicht immer auf der gleichen Welle und muss viel miteinander reden.

isolde


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
avatar  Majoni
Status:
schrieb am 04.02.2018 22:57
Hallo Lenu,

Ja war bei uns auch so. Ich habe mich nach den Gyn Terminen um alles gekümmert.
In der Kiwu Klinik Unterlagen,Unterschriften,Anträge bei den Krankenkassen/ Land NDS.........

Ich habe es ganz pragmatisch gesehen, denn ich wusste so, das diese Sachen wirklich zeitnah/ fristgerecht erledigt wurden.

Allerdings habe ich mich immer mit meinem Mann kurz geschlossen und ihm mitgeteilt was wann dran kommt und noch erledigt/ untersucht werden muss.

Den ersten Termin habe ich auch alleine fest gemacht und ihm gesagt dann und dann haben wir den Termin, sei pünktlich von deiner Arbeit zu Hause........bei meinem Mann das beste......

So habe ich es die ganze Zeit weiter gemacht.
Nächste Woche das, dann Zyklus Beginn, ca xxxx Punktion mit Spermaabgabe........so hatte er einen zeitlichen Rahmen und den Ablauf vor Augen.......

Streiten würde ich mit nicht darüber, einfach machen, wenn höchstens ganz kurz gefrustet sein. Spar dir deine Energie für das ganze Prozedere, es kann noch sehr anstrengend werden.


Alles Gute für euch Majoni


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  RoteBeete
schrieb am 05.02.2018 10:02
Ich habe das am Anfang auch so gemacht wie Majoni, und bei uns kam es zum riesen Streit deswegen. Mein Mann hat alles gemacht, war aber extrem frustriert. Er selbst hätte ein ganz anderes Tempo bei der Sache gehabt und das kann ein echtes Problem sein.

Da werden leider auch andere Paarprobleme sichtbar, die ohne diese Belastung in der Art nicht zum Vorschein gekommen wären, oder erst dann wenn ein Kind da wäre.

Ich würde sagen es lohnt sich das auszudiskutieren, auch wenn das Kraft kostet.


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 05.02.2018 12:27
Hallo,
das war bei uns auch so. Biete ihm an, dass du dich komplett um das Kiwu-thema kümmerst machst du ja sowieso schon) und er soll sich dafür um etwas anderes, was euch betrifft kümmern, z. B. Papierkram, Steuern.. Da kannst du nur gewinnen smile


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
avatar  Rebella
schrieb am 06.02.2018 20:39
War bei uns auch so. Männer nehmen die Kinderwunschbehandlung ganz anders wahr. Als ich einmal schon am Heulen war, weil er mich nicht gefragt hat, wie der Test ausgegangen ist, hat er mich ganz verdutzt angeschaut und gesagt, wieso, er hätte gedacht, die Sache wäre jetzt erledigt. Was, wieder negativ? Kann doch gar nicht sein. Die Sachen, die mir Tag und Nacht durch den Kopf gingen, waren so für ihn gar nicht existent. - Er hat sich aber auf der anderen Seite einbeziehen lassen. Zum Beispiel hat er mir die Spritzen gegeben. Wenn ich zu ihm hingegangen bin und gesagt habe, bitte gib mir jetzt die Spritze, dann hat er das gerne und stolz gemacht.

Mein Mann ist generell so, dass man ihn immer mit der Nase darauf stoßen muss, wo was zu erledigen ist. Das ist nervig. Aber ändern kann ich ihn leider auch nicht.

Bei den Dingen, die unsere Kinder dann betrafen, hat er sich allerdings völlig anders eingebracht. Da hat man voll gemerkt bzw. merke ich das immer noch, wie er dabei aufgeht. ...


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  kittsabell
Status:
schrieb am 07.02.2018 08:56
Bei uns ist es auch so, dass ich alles mache.

Ich informiere mein freund mehr oder weniger schon nur, wiel er eh immer sagt ich solle entscheiden. die belastung liegt nunmal an mir, da ich auch das problem in dem thema darstelle.

Wir sprechen wohl dann ab was wann geschieht aber im endeffekt muss ich alles planen und durchführen sonst würde es nie geschehen.


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  Nordlicht_84
Status:
schrieb am 07.02.2018 09:24
Bei uns ist es genau so, dass ich die "Organisatorin" bin zwinker
Ist aber in sämtlichen Bereichen so, also beispielsweise auch bei sonstigem Papierkram / Steuern usw.
Mein Mann ist Handwerker und macht dafür ganz selbstverständlich ganz viele andere Dinge am Haus oder auch wenn z. B. das Auto kaputt ist.
Trotzdem ist man natürlich hin und wieder mal genervt und wenn ich dann wirklich mal was vergesse, hab ich auch schonmal zu ihm gesagt "Ich kann auch nicht an jeden Sch..." denken Ich wars nicht

Ich glaube, genau wie Rebella, dass die Männer diese ganze Behandlung ganz anders wahrnehmen als wir. Mein Mann kann beispielsweise überhaupt nicht nachvollziehen, dass ich öfters mal sehr schlecht schlafe oder lange wach liege und mir tausend Gedanken durch den Kopf gehen. Wenn ich ihm morgens davon erzähle, ist er dann oft total genervt und sagt "Du hast aber auch Schlafstörungen..."
...ja ganz genau, das mag sein...aber warum hab ich die denn?? Weil mich dieser ganze Film viel mehr beschäftigt und ich ja auch viel stärker betroffen bin.

Also lange Rede, kurzer Sinn...ich bin ganz bei Dir zwinker


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  Chorus
Status:
schrieb am 07.02.2018 09:25
Bei mir ist es andersrum. Mein Mann ist ein Organisator, wie es im Buche steht. Da war ich beim Kinderwunsch wirklich froh. Er hat mich auch bei wirklich jedem Ultraschall begleitet (er kann im Job kommen und gehen wann er will, muss nur die Stunden haben....). Nur den Kontakt zur EZS in Barcelona musste ich machen, weil er da nicht 100%ig dahinter stand. Aber selbst da hat er Hotel, Flug etc. organisiert. Auch sonst organisiert er immer die großen Dinge, Urlaube etc. macht Terminabsprachen und und und.

Aber andersrum scheint es üblicher zu sein.
Meine Frauenärztin hat mal gemeint "Was, Ihr Mann hat sich selber beim Urologen angemeldet? Das machen sonst immer die Frauen!" LOL

Muss dazu sagen, mein Vater ist auch der Organisator in unserer Familie. Vielleicht habe ich mir deshalb so einen Mann ausgesucht? Passive Männer jedenfalls haben mich von Anfang an nie interessiert, vielleicht war ich deswegen relativ lange Single smile smile smile


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  Lenu123
schrieb am 08.02.2018 22:51
Danke für eure Beiträge! Es scheint wohl wirklich bis auf Ausnahmen bei vielen Paaren so zu sein, dass die Frau das meiste in die Hand nimmt. Ein wenig tröstet mich die geteilte Erfahrung. Gleichzeitig macht mich das Ganze aber auch etwas wütend und ich frage ich mich, warum wir von unseren Männern nicht einfach mehr verlangen. Ich denke oft, dass sich solche Rollenbilder immer mehr verstärken, je mehr wir sie zulassen. Je mehr Verantwortung wir übernehmen, je mehr wir uns um alles kümmern, desto mehr gewöhnen sich unsere Männer doch auch daran, oder? Manchmal finde ich, wir behandeln sie wie Kinder, nehmen sie total in Schutz, loben es großartig, wenn sie auch mal einen Beitrag bringen, zum Urologen gehen, uns die Spritze reichen. Können wir da nicht mehr verlangen? Naja, bitte versteht mich nicht falsch, ich will hier nicht stänkern. Ich verbringe aus dem Gefühl heraus, dass das doch irgendwie ungerecht ist, viel Zeit damit, mit meinem Mann zu diskutieren und diskutieren... Aber wirklich groß ändern kann man einen erwachsenen Menschen meiner Meinung nach nicht mehr. Zumindest ein bisschen kann man sich durch Reden aber sicher annähern, und das ist dann ja schon mal besser als nichts.

Allen unter uns, die Söhne haben oder bekommen werden: Lasst sie uns ein bisschen emanzipierter und verantwortungsbewusster erziehen als ihre Väter. Denn ganz ehrlich, Steuererklärung, Autokauf und Computerkram können die Frauen von heute und morgen doch selbst. Dafür brauchen wir keine Männer. Viel toller wären Männer, die empathisch sind und reden können, die uns fragen, wie es uns geht, die auch dieses Bedürfnis haben, für andere zu sorgen, das irgendwie bislang nur uns Frauen anerzogen wird, und die Verantwortung übernehmen smile


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  Chorus
Status:
schrieb am 09.02.2018 09:23
Lenu, ich weiß nicht, wie es anfangs in eurer Beziehung war, aber wenn du eher die Person warst, die die Beziehung forciert hat, könnte es sich automatisch so ergeben haben, dass dein Mann dann eher eine passive Rolle eingenommen hast. Bzw. ist es wohl generell so, dass manche Frauen heutzutage eher die "Jägerinnen" sind, im Gegensatz zu früher. Damit angeln sie sich halt eher die passiven Männer. Und es macht die Männer halt auch noch passiver, wenn sie in einer eher bequemen Beziehung sind.

Meiner Meinung nach ist es dann für eine Wende fast schon zu spät, wenn du schon alles machst, kannst du fast nicht mehr ohne große Mühe verlangen, dass sich alles ändert.

Was du immer noch tun kannst, mein Tipp, lehn dich hin und wieder ein wenig zurück in der Beziehung. GERADE dann, wenn du viel zu tun hast. In den Mars/Venus-Büchern steht irgendwo der Satz, dass Frauen eher mehr machen, wenn sie eigentlich wollen, dass andere mehr tun. Was für Männer absurd ist, sie verstehen diese Sprache einfach nicht. Lässt mal Frau alles liegen und stehen, begreifen sie eher, dass es ihr vielleicht zu viel ist. Ohne großes Drama, einfach sagen, es ist dir zu viel, du brauchst eine Pause usw. Und dich dann auch bedanken, ganz wichtig, wenn er was tut. Männer sind eigentlich gerne hilfsbereit, mehr als Frauen, im Normalfall lieben sie es regelrecht, besonders, wenn sie dafür gelobt werden. Dieses Prinzip habe ich schon als Kind begriffen (ich habe 2 Brüder...).


  Re: Bleibt an uns Frauen irgendwie immer mehr hängen?
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  Merle_77
schrieb am 09.02.2018 11:11
Zitat
Chorus
Lenu, ich weiß nicht, wie es anfangs in eurer Beziehung war, aber wenn du eher die Person warst, die die Beziehung forciert hat, könnte es sich automatisch so ergeben haben, dass dein Mann dann eher eine passive Rolle eingenommen hast. Bzw. ist es wohl generell so, dass manche Frauen heutzutage eher die "Jägerinnen" sind, im Gegensatz zu früher. Damit angeln sie sich halt eher die passiven Männer. Und es macht die Männer halt auch noch passiver, wenn sie in einer eher bequemen Beziehung sind.

Meiner Meinung nach ist es dann für eine Wende fast schon zu spät, wenn du schon alles machst, kannst du fast nicht mehr ohne große Mühe verlangen, dass sich alles ändert.

Was du immer noch tun kannst, mein Tipp, lehn dich hin und wieder ein wenig zurück in der Beziehung. GERADE dann, wenn du viel zu tun hast. In den Mars/Venus-Büchern steht irgendwo der Satz, dass Frauen eher mehr machen, wenn sie eigentlich wollen, dass andere mehr tun. Was für Männer absurd ist, sie verstehen diese Sprache einfach nicht. Lässt mal Frau alles liegen und stehen, begreifen sie eher, dass es ihr vielleicht zu viel ist. Ohne großes Drama, einfach sagen, es ist dir zu viel, du brauchst eine Pause usw. Und dich dann auch bedanken, ganz wichtig, wenn er was tut. Männer sind eigentlich gerne hilfsbereit, mehr als Frauen, im Normalfall lieben sie es regelrecht, besonders, wenn sie dafür gelobt werden. Dieses Prinzip habe ich schon als Kind begriffen (ich habe 2 Brüder...).

Interessanter Gedankengang. Vielleicht ist's auch grad beim Kinderwunsch so, dass hier häufig die Frau zu Beginn die treibende Kraft ist. Mein Mann wollte zwar auch unbedingt Kinder, hat aber anfangs nicht verstanden, warum ich zeitlich so einen Druck mache... Hab mich auch schon mal gefragt, warum bei der Organisation der Kiwu-Behandlung so viel an mir hängt, obwohl es bei anderen Dingen genau andersrum ist. Vielleicht neigt man dazu, die Organisation an sich zu reißen, wenn man selbst den größeren Druck verspürt?




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