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  Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
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  karmaxxl
Status:
schrieb am 25.01.2018 10:38
Hey Ihr lieben,

vorab ich war immer ein Mensch der alles mit sich selbst aus gemacht hat. Der nie eine Freundin brauchte wo sie sich ausquatschen konnte. Das einzige was ich immer hatte und hoffe noch zu haben mein Fels in der Brandung "mein Mann" den ich in der Teeniezeit kennegelernt habe. Wo ich 18 Jahre mit zusammen bin und davon 10 Jahre verheiratet. Der immer mein Felsen war aber ich für ihn auch das offene Ohr war. Wir haben uns verstanden haben direkt gesagt wenn wir was haben..haben geredet haben ein Nenner gefunden. Aber nun brögelt mein Felsen mehr und mehr und schaffe ich es nicht ihm zu helfen. Ich bin so traurig ihn so zu sehen, das zu hören was er sagt. Ihm helfen wollen aber vor einer Mauer laufe...

Vor ca. einem Jahr habe ich ihm, nach selber 1 Jahr bedenk Zeit, in einer Ruhigen Std. erzählt, dass ich mir mit ihm noch ein drittes Kind wünsche. Er war gar nicht überrascht aber bat um Bedenkzeit. Wollte aber immer wieder darüber sprechen, wie ich mir das vorstelle wie es funktioneren soll. Wie Kinderzimmer aufteilung, etc.
Nach einem halben Jahr gab er sein Ok...wir fingen an es zu probieren.

Aber wenn wir mal ein Streit hatten wegen irgendwass, kam immer das Thema "Drittes" auf dem Tisch...obwohl das es gar nicht das Thema war. "Er könne das nicht und will das auch nicht" ich habe Verständnis gezeigt und habe ich gesagt ist ok, wir müssen nicht. Und ich könnte damit leben bräuchte nur ein wenig um es zu verarbeiten.
Ok kurze Zeit später wieder, doch lass es uns weiter probieren. Ok
Die Streiterein wurden mehr und immer wieder das Thema "drittes" er bekam Wutausbrüche und schrie und tobte teilweise ohne Grund...ich erkannte ihn nicht wieder.

Er entschuldigte sich anderen Tag und sagte "er hätte sich selber nicht wieder erkannt" Und kommt selber mit seinen Gefühlen nicht klar.
Ok wieder viel gesprochen..er sagte das half ihm.

Nächster Streit wieder extreme Wut und unkontrollierbares Schreien und wieder "ich kann nicht mehr"

Ich Termin gemacht zur Verhüttungsklärung ...dann kam er "warum denn bitte lass es uns doch probieren"

Unser Liebesleben wurde rar und und auch verkrampfter...Jeder Akt endetet fast in Streit und ein total verzweifelten Mann.

In den letzten Monaten fing er an immer mehr zu arbeiten (auf der Stempelkarte sehe ich das er abreitet) und immer mehr sport und extremes Gewichtheben.

Wirkte immer mehr weg getreten und kühler und auch distanzierter...er war nur Abends anwesen und das war es. Knudelte mit seinen Kids aber lieblos...

Gestern Morgen habe ich das Gespräch gesucht...Kids im Kindergarten...wir hatten Zeit und Ruhe...das Gespräch war ganz normal---und danach sagte er das tat gut mir geht es richtig gut.
Gegen Nachmittag kippte die Stimmung bei ihm er wurde wieder so grübelig...wir hatten noch Besuch...alles war bestens...haben dann noch rum gescherzt und ab ins Bett. Und dann ging es los von jetzt auf gleich weil ich fragte---und wie geht es dir jetzt---

"beschissen...einfach scheiße...diesen Tag (Geburtstag unsere Zwillinge) habe ich noch nie so Kühl und abwesend erlebt. Ich habe mich kein Bisschen gefreut für die Beiden...ach ja un ich will ne Sterillasation ich will kein Kind mehr
Ich wieder eingelenkt ok, dann mach doch mal ein beratungsgespräch

Und da ging es richtig rund... er weinte lautstark ...er könne nicht mehr...ich mag nicht mehr nach Hause, das alles macht ihm Angst und diese Kühle hier. Und spürt nichts mehr...das weinen ging in purer Verzweiflung über...

Ich bat ihn an sich ein wenig krank schreiben zu lassen um sich zu erholen eventl. ne Kur.
Früher nahm er es schnell an und nahm sich die Pause durch ne krankschreibung...er hat ein Job wo viel Druck hinter ist vom chef. Diesmal nein ich will nicht hier zu Hause sein.
Ich wollte daraufhin das Zimmer verlassen und mal durch zuatmen.

Da schrie er lass mich nicht allein mit dem Gefühl und kälte "ich kann nicht mehr und weiß nicht mehr was ich machen soll" ich bin fertig kann gar nicht mehr Entscheidungen treffen, weiß überhaupt nicht was ich will.
ich habe ihn beruhigt und gewartet bis er einschlief

Ich habe meinen Mann noch nie so erlebt und weiß nicht weiter

Seine Mama hatte mind. 10 Jahre depressionen, seine Jugenzeit hat das ihm gekostet..er weiß wie sich das anfühlt als aussehenstehender. Seine Mama war allein erziehnt er hatte kein wo er hin konnte.

Wie kann ich ihm helfen....

Gestern sagte ich ihm einmal ich glaube du hast Depressionen...da hat er geschrien ich bin nicht wie meine Mama ich bin nicht so ein A+++ und tu meinen Kindern das an.

Aber wo kommen diese Ausbrüche her...warum kann er nicht mehr für sich entscheiden was gut für ihn ist..Das konnte er immer...er wusste immer was er im Leben möchte und stand auch dahinter.

DANKE fürs zu Hören


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
avatar  kraulquappe
schrieb am 25.01.2018 11:52
Hallo Karmaxxl,

Zuerst mal tröstend in Arm nehm....
Hatte auch eine Phase mit meinem Mann wo er an einer depressiven Verstimmung litt und ich weiß wie sehr soetwas die Familie belastet.
Ich habe deine Signatur gelesen und ich könnte mir vorstellen woher die Verzweiflung deines Mannes kommen könnte.
Vielleicht hat er Angst nochmal so einen leidvollen KIWU Weg zu gehen. Möglicherweise fühlt er sich als Versager und halber Mann weil ja
er scheinbar der Verursacher an eurer ehemaligen Kinderlosigkeit war. Vielleicht fühlt er sich schuldig daß ihr nun kein drittes Kind haben werdet.
Vielleicht bildet er sich sogar ein daß deine Kälte daher kommt, weil er dir deinen Kinderwunsch nicht gut erfüllen kann?
Vielleicht mußt du ihm deine Liebe und Anerkennung unabhängig vom weiteren KIWU deutlich zeigen weil er in seinem Kummer die Realität nicht sehen kann.
Ich kenne euch nicht, aber das sind meine spontanen Gedanken zu eurer Situation.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
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  karmaxxl
Status:
schrieb am 25.01.2018 12:37
Hey danke für deine Antwort

Ersteinmal wir haben beide gesagt...nie wieder eine Behandlung...wir hatten zusammen entschieden 2 jahren zu probieren und dann aufzuhören und uns beide Sterelisieren zu lassen.

Ich versteh nich warum er so sprunghaft ist mal ja mal nein...dann dieses Ausbrüche

Ich habe richtig Angst das unsere Ehe das nicht standhält!!

Und warum fühlt er so eine kühle seinen Kindern gegenüber?

In den Gesprächen mit den Wutausbrüchen...egal was ich sage... es ist falsch...lenk ich ein und sage ok wir belassen es...dann heißt es "das will ich nicht" ich möchte das du Glücklich bist
Sage ich "wir probieren es weiter"...kommt "ich kann das nicht mehr, ich fühle mich unter druck gesetzt"

Ich fange nie von dem thema an sondern immer er!

Ach ich weiß nicht weiter


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
avatar  kraulquappe
schrieb am 25.01.2018 13:53
das Verhalten deines Mannes erinnert mich stark an meinem Mann damals (allerdings hatte er eine komplett andere Thematik).
Mein Mann hatte mit niemanden reden wollen (auch er ist der Typ Felsen in der Brandung).

Ich vermute mal die KIWU Zeit hat Unsicherheiten aufgeworfen und Narben hinterlassen, da aber am Ende 2 gesunde Kinder da waren seid ihr zu
business as usual zurückgekeht bzw. war schlicht keine Zeit dieses Thema zu verarbeiten.
Er hat es ja doch noch geschafft (dich zufrieden zu stellen) und eine Familie zu gründen.
Jetzt kommtst du mit neuerlichem KIWU und zack, die Wunde ist wieder offen. Auch wenn du sagst ok, doch keine Kinder, bei ihm ist jetzt ein altes Thema
aufgebrochen das es zu verarbeiten gilt.

Vielleicht würde euch ein Coaching oder Familienterapie helfen.
Ich wünsche euch jedenfalls viel Kraft diese Situation zu meistern.


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  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
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  karmaxxl
Status:
schrieb am 25.01.2018 14:07
Hat dein Mann es selber geschafft da raus zu kommen?

Ich versuche nochmal heute Abend das Gespräch zu suchen und hoffe ich stoße nicht wieder vor einer Wand.

Ich überlege schon ganze zeit wie ich das Gespräch beginnen kann.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
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  luna2
Status:
schrieb am 25.01.2018 14:15
Ich hatte gerade den Gedanken, dass Du den Kern des Problems schon benannt hast- dein Mann kann tatsächlich kaum benennen- und dabei bleiben- was für ihn gut ist, wenn dies heisst, z.b. deine Wünsche nicht zu befriedigen. da kommt er offenbar wahnsinnig-unter inneren Druck und in einen totale Dramatik, völlig an der Realität vorbei.

Du sagst ja, seine Mutter war depressiv und nach seiner Reaktion zu urteilen hat das ja viel mit ihm gemacht. Vielleicht leidet er ja gar nicht so sehr selbst an Depression sondern an den Folgen dieses Zusammenlebens mit einer depressiven Mutter. Vielen Menschen, die einen psychisch kranken Elternteil haben, fällt es sehr schwer, sich selbst zu spüren und zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen, da sie schon früh gelernt haben, sich vor allem um die Bedürfnisse des kranken Elternteils zu kümmern. Sie fühlen sich schuldig für die eigenen Wünsche und zugleich sind sie über die Eltern wütend und frustiert. ich glaube, dein Mann fühlt sich durch die Situation - er kann/will vielleicht was nicht ,was du willst/brauchst - wegen seiner Kindheit überfordert und und reagiert ja irgendwie total kindlich und unangemessen auf den (inneren) Zwiespalt.

Helfen kannst du ihm dabei nicht wirklich, du kannst nur klar und erwachsen bleiben. D. H. vielleicht auch zu sagen, "jetzt Schluss mit dem hin und her", das dein Mann da veranstaltet. Solang ihn das Thema drittes Kind emotional so labil macht, würde ich es ganz klar versuchen, zu beenden.

Ach ja, und das er dich als kühl empfindet oder angst hat, alleingelasen zu werden- vielleicht hat das auch was mit seiner Mutter zu tun? Mach einfach ganz freundlich klar, wie du empfindest, und er da möglicheriwese auch was in dich reininterpretiert, was mit dir nix zu tun hat sonder eher mit der Mutter. das sagt mein Mann mir immer wenn ich mal wieder was von meiner Kindheit in ihn reinlege und das hilft mir immer sehr, das wieder zu trennen - und schon gehts mir ein bischen besser .

lg, Luna


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.01.18 14:22 von luna2.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
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  karmaxxl
Status:
schrieb am 25.01.2018 15:20
Danke für seine Antwort

Es ist sehr anstrengend dieses hin und her...und dann noch dieses auf und ab....jetzt Textet er mit mir als alles ganz normal wäre..als ob den Ausbruch gestern nicht gab. Mich macht das ferzig...habe heute kaum gegessen und zähle die Minuten das heim kommt. Denn ich brauche ganz dringend ein Gespräch.

Er war schon immer in Sachen Gefühle kühl...denn so wurde er erzogen. Darum war er ja mein Fels...als unser Tochter vier std operiert wurde...ich bin Amok gelaufen mit meinen Gefühlen...er kühl und gefestigt...mein Felsen...

Mit diesen GefühlsAusbrüchen mUSS Ich erstmal klar kommen.
Es ist ja auch richtig er soll sich Gefühle haben und zeigen....er soll auch was verarbeiten können.

Aber warum lässt er sich nicht von mir helfen bzw. Warum darf ich ihm da nicht durch helfen.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
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  karmaxxl
Status:
schrieb am 25.01.2018 15:45
Eins muss ich doch noch erwähnen

Mein Mann war immer als Kind alleine. Er ist Einzelkind, die Eltern haben sich getrennt als er 12 jahre alt war und ab dann war er fast nur alleine...seine Ma lag entweder im Bett (starke Deppressionen) oder war in Kur (sogar über Weihnachten). Er ging allein zum Arzt hat schnell sich Arbeit gesucht...war immer auf sich allein gestellt.
Dann hat er mich mit meiner Familie kennen gelernt...ein richtiges Familienleben mit allem was dazu gehört.
Ja genau das wollte er auch genau das Gefiel ihm auch...und genau das hat er jetzt auch ...und genau das überfordert ihn.

Am Esstisch sitzen und Probleme beschnacken bzw. Alltag beschnacken ...kannte er nicht..jeden Tag..."mein tag war wie immer"

Lärm in der Bude....wird für ihn immer und immer mehr unerträglicher...seine Mutter kann das heute noch nicht mal und hält sich gerne mal die Ohren zu wenn sie hier ist...

Wenn er nach Hause kommt...freuen sich die Kids und umstürmen ihn...man merkt richtig wie er am liebsten flüchten würde. Aber hält die Stellung und setzt Glückliche Mimmig auf....

Ich habe das Gefühl er ist mit "familie" überfordert...bzw. mit dem Wunsch das zu haben, aber mit der Realtität nich klar kommen zu können.

Ich habe das Gefühl er kann sich nicht eingestehen, dass ihn Familie stresst. Das ihn die gebalte Liebe die wir ihm entgegen bringen. Liebe kannte er nicht..seine Mutter hat ihn immer kritisiert...egal was er machte...er machte alles falsch...aus dir wird wieso nie was...war der Standart Satz.

Und nun sie hat einen neune Partner und sich um 180 Grad gedreht und zeigt ihm jetzt auch wie stolz sie auf ihm ist. Und er kann es nicht annehmen.

Er sagte mal zu mir...ich bin so froh " wenn es mir nicht gut geht du merkst das sofort und hilfst mir"
Aber warum geht das jetzt nicht...oder kommt es weil es mit mir zu tun hat. Weil ich was möchte was er mir erfüllen möchte aber er nicht kann weil selbst mit seiner Gefühlswelt und empfinden überfordert ist?


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
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  Hamamelis71*
schrieb am 25.01.2018 21:02
Ich würde auch therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Notfalls gehst du zunächst alleine.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
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  berlink
Status:
schrieb am 25.01.2018 21:03
Hallo,

Du hast ja schon selbst eine Menge gesagt und überlegt und reflektiert und einen Perspektivenwechsel vorgenommen...
Du wirst die Situation am besten beschreiben können.
Du wirst recht haben, so, wie Du die Aufwachssituation beschreibst, hat Dein Mann wahrsch. nicht am Modell sozusagen lernen können, wie man mit Gefühlen umgeht, vielleicht nur wenig, was Gefühle überhaupt sind. Er hat offenbar eine kranke Mutter in der Erinnerung, die mit sich selbst beschäftigt war (warum auch immer, eine Depression kann unterschiedliche Gründe haben...) und nicht für ihn verfügbar war. Wer war sein nä. Ansprechpartner? Gab es Großeltern, Tante, Onkel usw.?
Möglicherweise ist er mit der Familie überlastet (btw.: Mehrlinge sind eine ganz andere Hausnummer als erstmal sich an 1 Kind zu gewöhnen...), möglicherweise ist es die Kombi, vielleicht gab es zu wenig Pausen, Auszeiten, zu wenig Sorge um die Psychohygiene, zu wenig Freiräume, eben zu wenig sich um seine Bedürfnisse kümmern können ... . Jeder ist ja da verschieden, der eine kann mehr leisten, benötigt weniger Freiräume, der andere mehr.
Irgendwann kann man das dann nicht mehr kompensieren. Andererseits gibt es vielleicht Sorge, die Familie zu verlieren, wo er nun einen Halt gefunden hat und kann daher den erneuten Kinderwunsch gar nicht abschlagen. Ein weiteres Kind wirbelt wieder die Familie durcheinander, die Verantwortung wird größer, auch die finanzielle Verantwortung... . Mit wem kann er denn diese Sorgen besprechen, wie er z.B. am besten Dir gegenüber tritt, wenn Dein Wunsch, Dein Anliegen nicht auch das seine ist?

Aus meiner beruflichen Erfahrung finde ich nicht so viel Positives daran, wenn man "alles" mit sich selbst ausmacht. Das bietet wenig Möglichkeit zum Perspektivenwechsel, wenig anderen Input, wenig Korrektiv.

Ob er nun tatsächlich eine depressive Symptomatik hat (glücklicherweise kann man nur in ganz seltenen Fällen eine double depression haben, meist hat man nur "eine" depressive Symptomatik...) hat, in welcher Ausprägung und was dazu geführt hat, wird am ehesten ein Facharzt oder ein psychologischer Psychotherapeut herausfinden können. Du beschreibst eine erhöhte Reizbarkeit, eine Ambivalenz, eine Überlastung und/oder Überforderung, bezogen auf die Äußerung zum Geburtstag der Kinder eine Anheodonie (Freudlosigkeit) oder sogar ein Gefühl der Gefühllosigkeit. Ist die Stimmung gedrückt? ist er auflockerbar? Kann er lachen? Kommen schnell die Tränen? Hat er abgenommen? Ein- und/oder Durchschlafstörungen? Konzentrationsmangel?

Falls nicht zeitnah ein Termin beim Psychiater zu bekommen ist: Psychologische Psychotherapeuten müssen seit kurzer Zeit kurzfristig Termine anbieten, um klärende Gespräche zu führen, inwieweit eine Behandlung nötig ist oder nicht.

Du kannst ihm aktuell eher wenig helfen und musst m.E. auch ein Stück auf Deine Grenzen achten. Aber Du kannst ihm wohlwollend seine Verhaltensänderungen spiegeln, Verständnis für seine Situation aufbringen, jedoch auf Abhilfe drängen. Ihm sicher anbieten, ihn zu begleiten, aber laufen muss er. Sozusagen. Eben, WEIL da eine Verantwortung ist, für sich selbst und für die Kinder. Da geht es nicht nur um ihn, sondern um mehrere Leute, die er mit seinem Verhalten letztlich quält. Eine Erkrankung/Symptomatik zu haben ist das Eine, einen Arztbesuch abzulehnen, das Andere.

Soweit man/ich mir das von hier aus im Netz erlauben darf...: Vom Kinderwunsch würde ich aktuell erstmal abrücken, egal, was er sagt. Meines Erachtens sollte im Vordergrund stehen, was zu seiner Änderung des Verhaltens geführt hat und wobei er Hilfe benötigt.


Erstmal soweit, alles Gute! Bei Fragen, gern auch per PN.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.01.18 21:07 von berlink.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
avatar  Fake Mom
schrieb am 26.01.2018 11:11
Ich kenne viele Geschichten aus dem Bekanntenkreis, wo der Mann sich ähnlich ("depressiv" ) verhalten hat und hatte schon eine andere Frau. Btw. meinen ex nicht ausgeschlossen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.18 11:27 von Fake Mom.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
no avatar
  gelöschter User
schrieb am 26.01.2018 11:45
Männer - und gerade die mit schlechten Erfahrungen aus der Kindheit - gehen ja eher ungern zu Psychotherapeuten etc. Da die Terminsituation auch oft schwierig ist, würde ich ihn erst einmal zum Hausarzt schicken, falls Ihr einen guten habt. Depressive Symptome können auch von der Schilddrüse oder anderen körperlichen Ursachen kommen und das wäre zu mindest ein niederschwelliger Einstieg in eine Diagnostik.

Alles Gute für Euch.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
avatar  Danielle
schrieb am 30.01.2018 14:48
Zitat
Fake Mom
Ich kenne viele Geschichten aus dem Bekanntenkreis, wo der Mann sich ähnlich ("depressiv" ) verhalten hat und hatte schon eine andere Frau. Btw. meinen ex nicht ausgeschlossen.

Das war auch mein erster spontaner Gedanke. Daher würde ich ihn zunächst einfach mal spontan fragen. Genau dieses Verhalten kenne ich aus dem Bekanntenkreis, nachdem man(n) sich neu verliebte. Die plötzlich "viele Arbeit" wäre für mich da auch ein Indiz.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
avatar  Rebella
schrieb am 30.01.2018 20:21
Wenn es wirklich eine Depression ist, dann darfst du gewiss glücklich darüber sein, dass er überhaupt mit dir darüber spricht. Da bekommst du wenigstens etwas Zugang. Da würde ich unbedingt zusehen, dass es dabei bleibt.

Aus meiner Sicht handelt es sich hier zunächst um Überforderung. Der Beruf und die Familie. Das sicher kombiniert mit den Erfahrungen aus der eigenen Kindheit. Dass dein Mann ausrastet, zeigt eher, dass er noch in der Lage ist, Gefühle herauszulassen. Menschen mit Depressionen, von denen ich weiß, sind eher still und zeigen keine bzw. wenige Gefühle.

In jedem Fall würde ich mir hier professionelle Unterstützung holen.


  Re: Ich glaube mein Mann hat Depressionen ---ich weiß nicht weiter--
avatar  Hakuna Matata
Status:
schrieb am 31.01.2018 10:04
Ist jetzt wahrscheinlich sehr weit hergeholt, aber wir haben gerade in dem Bekanntenkreis einen Ehemann und Vater, der in den letzten Jahren unter eine scheinbar unerklärlichen Wesensveränderung zunehmbar litt. Leider wurde bei ihm vor kurzem ein Hirntumor festgestellt traurig Bis dahin hat er viel in leitende Position gearbeitet (ist ein Workaholic), war also bis auf dieser Wesensveränderung ganz "normal" und konnte allen seinen Verpflichtungen nachgehen.




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