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  Warum trifft es mich so oft?
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  Traurig8.3
schrieb am 14.12.2017 13:26
Hallo!

Das Leben ist nicht fair. Das ist nichts Neues.
Aber irgendwie durchlebe ich in meinem Leben ständig extrem schwierige Phasen.
Als Kleinkind hatte ich viele OPs, als Jugendliche Essstörungen, als ich 18 war, hat mein Vater Krebs bekommen (konnte aber gsd geheilt werden).
Kurz bevor ich 30 wurde fing der KiWu an. Erst natürliche SS, aber dann leider FG, dann doch noch schwanger nach 4 Jahren und 4 ICSIs.
Ein paar Monate nach der Geburt meines Kindes dann die Diagnose, dass meine Mama Krebs hat.
Knapp 2 Jahre Kampf, dann ist sie gestorben. Viel zu früh traurig Die Bilder der letzten Monate bekomme ich nicht aus dem Kopf sehr treurig

In der Arbeit bin ich auch unzufrieden. Als mein Sohn 18 Mon war, habe ich wieder Teilzeit zu arbeiten begonnen und wurde auch gleich aufs Abstellgleis verfrachtet.
ok, den Punkt Arbeit rechne ich eigentlich nicht zum Schicksal… so geht’s ja leider vielen, die eine gute Position hatten und dann ein Kind bekommen. Darum lassen wir den Teil mal außen vor…

Aber zum oben geschriebenen: Warum meint es das Schicksal oft so schlecht mit mir?
Ich meine bewusst nicht Pech, denn das kann man ja durchaus auch selbst ändern bzw seine Einstellung zu manchen Dingen ändern oder die Sichtweise.
Sondern ich meine bewusst die Dinge, gegen die man nichts ausrichten kann, so wie eben die ungewollte Kinderlosigkeit oder den zu frühen Tod eines geliebten Menschen.
Ich bemühe mich immer wieder das Positive in meinem Leben zu sehen. Das größte Glück, war und ist definitiv mein Kind. Und ich bin unendlich dankbar, dass ich doch noch das Glück hatte und erfolgreich schwanger wurde; bei Vielen ist das ja leider nicht so…
Aber WARUM muss ich da durch? Auch wenn es dabei Dinge gibt, die sich doch noch zum Guten wenden?

Eine Freundin zB hat, seit ich sie kenne (das sind mittlerweile über 20 Jahre), keine einzige schwierige Phase durchstehen müssen. Sie wurde einmal beim ersten und einmal beim zweiten Versuch natürlich schwanger, Wiedereinstieg in den Beruf klappte tadellos, alle in ihrer Familie waren immer gesund… sie hat sogar noch 2 Großelternteile!!! Und das könnte ich noch so weiterführen…
Und nein, sie hat definitiv nicht irgendein Päckchen zu tragen.
Ja, ich gebe es zu, ich bin neidisch! Nicht schön von mir, aber ich kann nicht raus aus meiner Haut.

Und tief in meinem Inneren schlummert große Angst.
Angst, dass die nächste Katastrophe sich nähert, weil ich offenbar für Schicksalsschläge auserwählt bin  Die größte Angst ist, mein Kind zu verlieren. Oder dass auch ich Krebs bekomme und mein Kind „alleine“ lassen muss.
Und jetzt heule ich schon wieder. Aus dieser Heulspirale komme ich oft gar nicht mehr raus…

Danke fürs Lesen.


  Re: Warum trifft es mich so oft?
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  mjuka
schrieb am 14.12.2017 14:16
Hallo Traurige,

die Frage nach dem Warum habe ich aufgegeben. Eine Antwort darauf gibt es einfach nicht. Die Suche nachdem Antwort zermürbt nur und führt direkt in die Depression (zumindest mich). In meinem Leben gab es, als ich Kind war, sehr viel Schlimmes. Es dauert bis heute, das alles in mein Leben "hineinzubekommen", zu lernen, die schwierigen Teile anzunehmen. Das Leben IST nicht fair! Neid ist übrigens auch eine zutiefst menschliche Regung. Du bist neidisch, und gut. Morgen freust du dich mit deiner Freundin, übermorgen ärgerst du dich, heute bist du neidisch. So ist es und das haben alle Menschen .

Was ich im Laufe der Jahre, auch mit therapeutischer Hilfe, gelernt habe, ist, dass ich für mein Leben "zuständig" bin. Ich habe (seh, sehr mühsam) nach dem gesucht, was mir Kraft gibt und die Luft zum Atmen. Wenn ich es mir nicht gebe, tut es niemand. So gestärkt lassen sich alle Schrecknisse irgendwie aushalten. Es gibt auch ungerechten Tod in der Familie, z.B. mein Cousin starb vor knapp 2 jähren mit Mitte 40, um mich herum ist Krankheit, Leid, Unglück. Das ist schlimm, tut weh, macht Angst. Und bei allem Weinen, Trauern, auch Anklagen suche ich bewusst nach meinen Inseln im Leben, gerade dann, wenn es schwer wird.

Es geht nicht darum, über die Ängste hinwegzugehen. Mir hat geholfen, sie anzusehen, dem Leid ins Gesicht zu sehen und es (für) WAHR zu nehmen. Vieles war sehr schwer in meinem Leben. Darüber musste ich regelrecht trauern. Das alles war dennoch früher. Heute kann ich misch schützen und so auch die Rosinen des Lebens genießen. An die Beerdigung meines Cousins denke ich z.B. immer wieder. Sie hätte ihm gefallen, hat so gut zu ihm gepasst. Er fehlt, ich weine um ihn... aber die Erinnerung an ihn wärmt mich auch.

Ein Klassenkamerad meiner Tochter heilt gerade von Krebs. Er wird es hoffentlich überleben. Es war furchtbar, so ein junges Leben... Meine Tochter meinte neulich, der Junge habe sich völlig verändert, sei weicher, menschlicher, sehr sehr warmherzig geworden. Sie mag ihn sehr gerne, besuchte und besucht ihn öfter. Natürlich wünscht sie ihm keinen Krebs. Sie findet aber, dass er das Beste aus seiner (beschixxxxen) Situation gemacht hat und bewundert ihn dafür.

Vielleicht kannst du lernen, die schweren, ungerechten Dinge zu betrauern und dann anzunehmen, ohne sie zu bewerten. Vielleicht wird es dann für dich auch leichter, nicht voller Angst vorzugreifen und schon alle möglichen Katastrophen bereits m Kopf zu erleben.
Ich wünsche dir einen Weg, dein Leid als Teil deines Lebens anzunehmen. (Ich traue mich nur, dir das zu schreiben, weil es wirklich viel Leid in meinem Leben gab. Ich weiß, wovon ich rede...). Die Erlaubnis, das Gute zu erkennen und zu genießen hilft auch. Das Leben ist immer beides zusammen.

Dir Versöhnung mit deine Unglück und Kraft für diesen Weg!
mjuka


  Re: Warum trifft es mich so oft?
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 15.12.2017 14:12
Liebe Traurig,
es tut mir leid, dass es dir nicht gut geht. Du hast ja auch viel Doofes erlebt. Ich habe subjektiv empfunden noch größere Probleme und ich kenne Menschen, die noch viel schlechter dran sind. Natürlich gibt es auch viele, denen es besser geht. Ich versuche nicht zu vergleichen, sondern mich an dem festzuhalten, was ich habe. Am Ende meines Lebens möchte ich nicht nur traurig gewesen sein. Mitgefühl für sich selbst ist wichtig, aber auch Selbstfürsorge, also was kann ich tun, damit ich mich besser fühle?
Alles Liebe!


  Re: Warum trifft es mich so oft?
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  Chorus
Status:
schrieb am 16.12.2017 20:14
Hm, gute Frage. Ja es gibt diese "Glückskinder", aber ich habe mich inzwischen sehr viel mit Inkarnation und ähnlichem beschäftigt.

Es gibt definitiv viel zu lernen auf dieser Welt, zwischendurch hat man aber auch immer mal "gute Leben" - zumindest aus der irdischen Sichtweise - und deine Freundin ist offensichtlich gerade in dieser Art Leben, das kann sich aber schon im nächsten Leben ändern... bzw. konntest du im letzten Leben oder du könntest auch im nächsten Leben mal ein gutes, lockeres Leben haben.

Wie auch immer, so wirklich alles, was du aufgezählt hast, würde ich nicht als persönlichen Schicksalsschlag sehen. Immerhin bist du schwanger geworden und hast ein gesundes Kind, und was du so von der Arbeit erzählst, naja, das ist jetzt auch nicht ein so ein wahnsinniger Schicksalsschlag, wie du selber schreibst. Mir scheint du wirfst alles in einen Topf, da wird dann alles schön vermischt und klar, das schmeckt dann scheußlich.

Was Neid betrifft, da bin ich leider auch immer wieder jemand, der neidisch ist, besonders halt auf jene, die locker schwanger werden. Aber auch früher war ich öfter mal neidisch auf meine Schwester, die nicht nur ein Ausnahmegenie in der Schule war (nicht nur die Beste der Schule, nein, die Beste, die jemals an dieser Schule war...) und auch noch begehrt und vielerlei talentiert. Natürlich hat sie jetzt Kinder und ich nicht... Wie auch immer, ich kenne das und Neid, wenn man zuviel darüber nachdenkt, führt schon etwas in Richtung Depression.

Was kannst du dagegen tun? Also was ich getan habe, aktiv gute Dinge in mein Leben ziehen, Dinge, die man mit ein bißchen Geld/Initiative erreichen kann, sei es, Gitarre zu lernen, mir hin und wieder einen schönen Urlaub zu gönnen, oder wie momentan, mir zwei Kätzchen anzuschaffen. Glaub mir, der Neid bleibt dann auch umgekehrt nicht aus. Gönn dir was, und wenn es mal ein kurzer Besuch bei Frisör/Masseur/Kosmetiker/Nagelstudio oder was auch immer ist, sei gut zu dir. Dinge die dir "zustoßen" wirst du nicht ändern können, aber diese Dinge eben kannst du dir ins Leben ziehen.

Ja, ich habe keine Kinder, ja, um mich werden Kinder "einfach so" geboren (im letzten Monat gleich wieder zwei Mädchen...) aber he, die Erde dreht sich weiter und ich kuschle mit meinen Katzen und klimpere mit der Gitarre. Hör auf verbittert mit dem Schicksal zu hadern. Vergleich dich nicht und zeig dem Schicksal sprichwörtlich die Zunge, indem du was Gutes für dich tust....


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  Re: Warum trifft es mich so oft?
no avatar
  Chorus
Status:
schrieb am 16.12.2017 23:21
Zitat
Paula Mondschein
Am Ende meines Lebens möchte ich nicht nur traurig gewesen sein.

Wow, was für ein schöner Satz smile


  Re: Warum trifft es mich so oft?
no avatar
  LittleDancer
schrieb am 17.12.2017 15:47
Ich musste auch schon einige Schicksalsschläge in meinem Leben hinnehmen. Was mir hilft: ich versuche die Dinge die ich habe und die gut sind ganz besonders zu genießen. Klar, es könnte tatsächlich auch damit irgendwann oder sogar bald vorbei sein. Ich selber könnte krank werden. Eines meiner Kinder. Aber darüber nachzudenken oder die traurigen Dinge im Leben zu stark ins Bewusstsein zu rücken, das hilft ja nicht.
Ich sehe es immer so: ich habe das überstanden, es war traurig und schlimm, aber ich bin stark aus dieser Situation hervorgegangen und genieße das was ich habe ganz bewusst. Was den Neid anbelangt: vielleicht ist diese Frau dafür aber oberflächlich weil sie in ihrem Leben durch keine schweren Phasen gehen musste. Wenn es wirklich so ist dass ihr nichts schlimmes im Leben wiederfahren ist. Vielleicht hatte sie ja schwierige Eltern zB. Ich möchte damit nicht sagen dass der Tod eines geliebten Menschen was gutes ist weil man stark daraus hervorgeht, auf keinen Fall und ich hätte das lieber auch nicht mitgemacht. Ich denke mir aber dann auch: es hätte meinem Schwiegervater nicht gefallen wenn ich an seinem Tod zerbrochen wäre. Und auch ich habe Bilder in mir die ich nicht mehr los werde. Ich war in der Minute seines Todes bei ihm. Und er war stark gezeichnet von der Krebserkrankung bevor er verstorben ist. Diesen Verfall mit anzusehen, das ist sehr schlimm. Das ist jetzt ein Teil von mir.
Mein eigener Vater hatte 3 Schlaganfälle. Er ist extrem verlangsamt, kann ganz schlecht sprechen, ist inkontinent und kognitiv eingeschränkt aber so dass er es merkt dass er zB keine Überweisung mehr ausfüllen kann. Er stirbt quasi auf Raten. Er ist oft sehr traurig wegen seinem Zustand (den er ja wahrnimmt). Aber auch nicht immer. Ich bin möglichst oft mit den Kindern bei meinen Eltern, das muntert ihn immer auf. Für mich ist es leichter ihn nicht zu sehen. Aber ich möchte nicht die Augen verschließen. Es gehört dazu zum Leben auch Leid zu sehen.
Ich habe durchaus auch Angst dass einem meiner Kinder mal etwas zustößt. Aber ich versuche dem nicht zu viel Platz in meinem Leben zu geben. Versuche es doch mal so zu sehen: es ist schon so viel in deinem Leben an negativem passiert, warum sollte jetzt schon wieder was passieren. Anstatt zu denken: in meinem Leben gab es schon so viel Leid, da kommt bestimmt noch mehr dazu.
Mein Mann und ich sprechen auch häufig Abends über schwierige Phasen in unserem Leben und machen uns bewusst wie gut es uns im Moment geht. Wenn man sich mental in schwierige Zeiten zurückversetzt kann man dann dankbar sein dass das hinter einem liegt und dass man es gemeinsam durchgestanden hat. Auch wenn wir Beide noch unter den Bildern leiden. Trotzdem geht es uns wieder gut, wir haben die schlimmste Trauer überstanden und sehen nach vorne.
Die Operationen in deiner Kindheit, die liegen ja hinter dir. Und wie es klingt hast du die Esstörung auch überwunden. Das ist doch was ganz positives dass du das geschafft hast.
Wenn es dir aber wirklich gar nicht gelingt Freude oder Glück zu empfinden, vielleicht steckst du tatsächlich in einer Depression. In dem Fall wäre es sinnvoll professionelle Hilfe anzunehmen.
Alles Gute!


  Re: Warum trifft es mich so oft?
avatar  silwer
schrieb am 17.12.2017 21:01
Ich denke, wir haben es eben früh abbekommen, bei manch anderem kommt der große Knall noch. Die wenigsten gehen ohne Schicksalsschläge durch ihr ganzes Leben.
Mir ist es ähnlich ergangen wie dir. Unerfüllter Kinderwunsch, dann endlich kam Jan und alles geriet aus den Fugen .Als ich in der 36. Woche war hatte mein Bruder mit 31 Jahren einen Schlaganfall (glücklicherweise ohne Folgeschäden). Als Jan 4 Tage alt war Not-OP wg. eingeklemmten Leistenbruch, mit 6 Wochen Nierenbeckenentzündung und wieder Krankenhaus. Als er 9 Wochen alt war bekam mein Vater die Diagnose Magenkrebs, es folgte OP usw., als er dann endlich aus dem Krankenhaus kam und es Berg auf ging fiel meine Mama in ein tiefes Loch.....schwere Depression (wahrscheinlich war das alles zu viel in kurzer Zeit). Zur Krönung wurde mein Mann dann auch noch entlassen. Ok, ich hätte meine Elternzeit beenden können damit wir Geld haben, aber wer hätte sich dann noch um meine Eltern gekümmert?
Und damit das erste Jahr mit Kind nicht so langweilig wird bekam mein Vater dann noch ein Rezidiv und uns wurde mitgeteilt das seine Chance das zu schaffen unter 5% liegt. Als ich dann heulend beim Arzt saß weil mir das auch alles zu viel wurde sagte der nur "Aber sie stillen ja. Da kann ich ihnen nichts geben. Kopf hoch, sie schaffen das" Da gab es so einen Moment wo ich dachte "Du setzt dich jetzt in dein Auto und fährst weg. Egal wohin, einfach immer weiter. Einfach nur weg"
Aber hätte es was genutzt? Wahrscheinlich nicht. Dann hätte ich irgendwo gesessen und mir sorgen gemacht um Kind und Vater und wie Mutter das jetzt weg steckt (die nahm Gott sei dank noch ihre Medikamente und stürzte nicht wieder ab)

Aber manches hat auch sein Gutes. Das Verhältnis zu meinen Eltern ist heute ganz anders, sie haben gemerkt das ich nicht mehr das kleine Mädchen bin sondern Erwachsen und Belastbar. Sie haben gelernt das wir ihnen helfen wollen und können.
Mein Mann hat nach wenigen Wochen einen neuen Job gefunden in einer tollen Firma wo er in den letzten 10 Jahren die Karriereleiter stetig nach oben geklettert ist.
Nachdem wir auf den 1. Nachwuchs 4 Jahre haben warten müssen kam Kind 2 ganz von alleine zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt als mein Vater das Rezidiv hatte. Erster Gedanke "Einer kommt, einer geht" und "Wie soll ich das schaffen".......nein, dank Tim habe ich meinen Papa heute noch. Denn dem hat die Schwangerschaft den entsprechenden Tritt gegeben zu kämpfen, denn sein Gedanke als ich ihm sagte das er nochmal Opa wird war "Alles, aber das kannst du ihr jetzt nicht an tun zu sterben".

Mein Fazit aus Oktober 2006 wo mein Bruder den Schlaganfall hatte bis März 2009 wo Tim geboren ist: der Spruch "Was uns nicht tötet härtet uns ab" stimmt.

Wenn du die Bilder deiner sterbenden Mama nicht aus dem Kopf bekommst bedeutet das du hast ihren Tod nicht wirklich verarbeitet. Nimm dir die Zeit das zu tun. Such dir vielleicht auch Hilfe dabei, Trauergruppen, Psychotherapeut...... es ist der Lauf der Zeit das wir Kinder unsere Eltern gehen lassen müssen. Und ich denke es ist egal wie alt das Elternteil dann ist oder wie alt man selber, es bleibt eben eine der wichtigsten Personen im Leben die dann fehlen.
wenn du im Job unzufrieden bist such dir was anderes. Du hast ja keinen Druck. Behalt deine Stelle, kassiere dein Gehalt und bewirb dich, wenn du was passendes findest schlag zu.

Grüble nicht drüber nach was als nächstes kommen könnte. Man kann das Schicksal nicht beeinflussen. Falls dir das nicht möglich ist spricht das dafür das du dir Hilfe suchen solltest. Natürlich könntest du Krebs bekommen. Es können aber auch 1000 andere Dinge passieren.


  Re: Warum trifft es mich so oft?
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  suppenkasper
schrieb am 19.12.2017 10:14
Meine Liebe!
Das hört sich alles andere als einfach an, was du dein Leben durchmachen musstest.
Trotz allem ist es nicht okay, auf deine Freundin eifersüchtig zu sein. Sie kann ja auch nichts für deine Schicksalsschläge und es ist auch nicht immer alles gold, das glänzt. Vielleicht verrät sie dir ihre Probleme auch einfach nicht, weil sie der Ansicht ist, dass du schon genug Belastung hast... man weiß ja nie.

Im Grunde genommen ist es hier jetzt immer leichter gesagt als getan, aber du darfst - auch wenn schon viel schlimmes passiert ist - nicht immer alles so negativ sehen. Mach dir keine Angstgedanken, ob dir das gleiche Schicksal widerfahren wird wie deiner Mutter! Das zieht dich ja nur runter und hält dich im Teufelskreis gefangen. Sei stolz auf dich, auf deine Familie und verbringe so viel schöne Zeit mit deinen Liebsten zusammen wie nur geht! Eventuell hast du ja eine Ansprechperson, mit der du über sehr private Dinge reden kannst, die dir aber auch wieder vor Augen hält, wie viel Gutes auch passiert. Oftmals sieht man immer nur die negativen Sachen und verpasst somit die schönen kleinen alltäglichen Momente.

Ich wünsche dir alles Glück der Welt und dass es wieder bergauf geht!


  Re: Warum trifft es mich so oft?
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  Murmel08
Status:
schrieb am 19.12.2017 17:30
Ausheulen tut gut! Daher hopp auf den Arm

Mich hat Dein Beitrag daher angesprochen weil auch ich diese Angst kannte und auch ich immer wieder im Leben vor diesem: „Warum!“ stand (wie vermutlich jeder schon von uns)! Aber es stimmt die einen bekommen schwere Päckchen aufgebürdet, andere leichtere. Auch ich hänge gerade wieder so in einem Päckchen.

Diese Frage nach dem „Warum“ kann Dir niemand beantworten aber es gibt unterschiedliche Möglichkeiten damit umzugehen. Ignorieren, spirituelle Sinnhaftigkeit, nüchtern abhacken usw.

Für mich gehe ich folgenden Weg. Tief in mir drin spüre ich, dass es für alles einen Grund bzw. Sinn gibt. Das er aber zu groß ist und daher für uns Menschen nicht erfassbar. Wir wissen nicht was das Leben für machen Menschen noch bereit hält auch wenn es bisher scheinbar ohne große Schicksalsschläge verlaufen ist.

Ich denke jeder hat seine Aufgabe und Lerninhalt im Leben um sich innerlich weiter zu entwickeln. Fakt ist doch auch, dass jeder auch nur so viel aufgebürdet bekommt was er auch schaffen kann und irgendwie hat jeder einen oder mehrere Menschen an seiner Seite die ihm dabei helfen und für ihn da sind, manchmal nur als kurze Wegbegleiter manchmal für lange Zeit.

Vielleicht haben manche Menschen gerade deshalb weniger „Schicksalsschläge“ weil es ihre Aufgabe sein soll andere beizustehen oder zu lernen anderen beizustehen. Beistehen geht doch irgendwie auch nur wenn man selbst nicht in den „Seilen“ hängt.

Deshalb stelle ich mir die Frage „warum“ nicht weniger aber ich kann sehr viel besser damit umgehen. Den Kinderwunsch habe ich auch noch nicht verarbeitet aber ich kann ihn annehmen und weitermachen. Auch wenn ich für mich selbst im ersten Schritt nicht unbedingt eine innere Entwicklung durch den Kinderwunsch sehen kann, so habe ich doch unheimlich viele Erfahrungen gemacht (wenn auch sehr viele unschöne) und diese haben mich letztlich doch irgendwie weitergebracht. Und so ist es bei vielen anderen Dingen in meinem Leben auch.

Und ich sehe es wie Silver, ganz ist man dem allen auch nicht ausgeliefert. Man hat auch einiges selbst in der Hand. Wenn Du mit Deinem Job unglücklich bist such Dir in Ruhe etwas anderes. Falls der Tod Deiner Mutter nicht verarbeitet werden kann und Du das Gefühl hast es alleine nicht zu schaffen, hole Dir Hilfe. Wenn irgendwo einen Tür zu geht, geht an anderer Stelle wieder eine auf wenn auch nicht unbedingt immer gleich ersichtlich.

Es kommen auch wieder besser Tage.
Liebe Grüße,
Murmel


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.17 17:39 von Murmel08.


  Re: Warum trifft es mich so oft?
no avatar
  Lillyfeh
schrieb am 09.01.2018 16:01
Hallo du Traurigetraurig
das ist wirklich eine tiefberührende Lebensgeschichte, mit Situationen, die man niemandem wünscht.
Darf ich fragen, ob du eine alleinerziehende Mami bist? Für mich klingt das so, als ob udu total auf dich selbst gestellt bist, ohne jegliche Untersützung. LG




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