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  Umgangsregelung
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  Katha0886
Status:
schrieb am 15.11.2017 16:01
Hallo,

Ich sitze gerade über den Umgangsregelungen, weil in zwei Wochen Gerichtstermin ist für das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder ( ein und vier Jahre alt).

Ich habe aber keine Ahnung, wie ich es richtig mache. Ich habe immer gesagt, das ich es großzügig möchte und habe mir die Zug- und Busverbindung zur Hilfe genommen, weil ich ja kein Auto habe. Ich würde ihm unsere Kinder zur halben Strecke bringen (Gesamtentfernung 30 km).

Was meint ihr:
Umgang jedes Wochenende und auch einen Tag unter der Woche?
Oder nur das Wochenende?

Vielleicht könnt ihr mir einfach sagen, wie ihr es gemacht habt!

Die nette Dame vom Verfahrensbeistand sagte, ich muss auch gewährleisten können, dass er die Kinder jeden Tag sehen kann ... aber zu mir kommen ist ihm zu weit ...
Sie hat auch sofort auf das Wechselmodell gepocht, ohne mir eine Chance zu lassen. Ich muss in den Nachbarort ziehen ... fertig!!! Das sind Menschen, die ich nicht verstehen muss.


  Re: Umgangsregelung
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  Impala-34
Status:
schrieb am 15.11.2017 16:47
Liebe Katha,

30 km sind ihm zu weit, um seine Kinder zu sehen und er hat einen PKW und Führerschein? Sorry, aber da wird mal wieder deutlich, dass es ihm doch gar nicht um die Kinder geht, sondern um eine Machtdemonstration Dir gegenüber.
Wechselmodell ist in Eurem Fall Blödsinn und schlichtweg nicht praktikabel. Du hast gute Gründe in die nächst gelegene Kleinstadt zu ziehen und er kann es nicht von Dir erlangen, dass Du aufgrund seiner Bequemlichkeit in den Nachbarort ziehst.

Ich würde ihm ein großzügiges Umgangsrecht anbieten und zwar in mehreren Varienaten:

z.B. Jedes zweite Wochenende von Freitag 16:00 Uhr - Sonntag 17:00 Uhr und in den Wochen in denen er die Kinder am Wochenende nicht hat zusätzlich eine Übernachtung von Mittwoch auf Donnerstag.
Er holt dann die Kinder vom Kindergarten ab und bringt sie morgens dann wieder in den Kindergarten bei Dir.

Selbstverständlich kann er die Kinder auch sonst regelmäßig bei Dir besuchen, aber bitte nicht täglich. Du musst auch zur Ruhe kommen können. Biete es ihm in der mündlichen Verhandlung an - wenn er es dann ablehnt mit "das ist mir zu anstrengend, das ist mir zu weit", weiß der Richter/die Richterin hoffentlich was man davon halten muss.

Oder jedes Wochenende im Wechsel entweder von Freitag auf Samstag oder von Samstag auf Sonntag. Auch Du brauchst Zeit mit den Kindern außerhalb des Alltags um Kindergarten und später auch Deiner Berufstätigkeit.

LG

ich wünsch Dir alles Gute

Impala

p.s. Wie sind die Gespräche denn gelaufen, hat sich wenigstens herauskristallisiert, dass die Kinde zu Dir kommen werden?


  Re: Umgangsregelung
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  Katha0886
Status:
schrieb am 15.11.2017 16:59
Na jetzt musste ich aber grinsen! smile
Du siehst es genauso wie ich und es geht ihm auch nicht um die Kinder, nur darum, mich fertig zu machen.

Meinst du nicht, dass der Umgang zu wenig ist? Ich bin halt so verunsichert und möchte nichts falsch machen, weißt du?

Ja gute Gründe habe ich wohl schon, aber ich muss mich überall rechtfertigen und kriege gesagt, dass ich die Entfernung schaffe. Klar die nächste Stadt ist dreimal so groß ist nicht meine Heimat und macht für ihn nur acht km weniger aus. Deswegen ist es die andere geworden.

Naja, Gespräche waren so lala. Alle sind wohl auf diesem Wechselmodell Tripp. Beim Jugendamt war es eigentlich ganz gut. In ihrer Stellungsnahme an das Gericht fragte die Dame sich, wie er die Kinderbetreuung absichert, wenn er den ganzen Tag arbeiten ist. Klar, die Kleinen gehen dann von früh um sechs bis abends um vier in den Kindergarten. Aber das kann es doch nicht sein? Sie schrieb auch, dass es eine Überlegung wert wäre, dass ich ihm die Kinder für die Umgänge die halbe Strecke bringe, was ich ihm auch angeboten habe, weil er so stur war.
Also es klang schon eher nach Mama!
Aber die gute Dame vom Verfahrensbeistand war total auf das Wechselmodell fixiert. Sie hat mich gleich niedergemacht, ich müsste sicherstellen, dass er die Kinder jeden Tag sehen kann, wenn er das will. Aber bin ich denn verpflichtet, dafür zu Sorgen, dass sie immer vor seiner Tür ankommen? Ja und so nach dem Motto, ich soll in seine Nähe ziehen und blablabla und jeder Richter würde das auch so sehen. Letztendlich sagte sie aber, sie wird die Empfehlung geben, nichts am Aufenthaltsbestimmungsrecht zu ändern, nicht mehr und nicht weniger. Was aber auch nicht geht, weil eine Entscheidung her muss.

Ich finde es bloß immer lustig, immer wenn es heißt, dass ich die Hauptbezugsperson war, geht er an die Decke und sagt, dass einer ja das Geld verdienen musste. Da regt er sich bei jedem Termin drüber auf. Aber so ist es nun mal.


  Re: Umgangsregelung
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  Impala-34
Status:
schrieb am 15.11.2017 17:43
Liebe Katha,

was Du noch in die Waagschale werfen solltest ist ja auch, dass die Stadt Deine Heimat ist, dort Deine Familie lebt und dort ein soziales Netz hast, welches Dir den Einstieg in das Berufsleben erleichtern wird. Darauf kannst und willst Du nicht verzichten.
Es kommt nicht darauf an, was für Dich super ist oder was für Deinen Mann super wäre, sondern was für die Kinder am besten ist, bei den gegebenen Verhältnissen. Und Fakt ist nun mal, dass Du in der Stadt lebst und die Kinder bei Dir gut aufgehoben sind, Du dich in der Vergangenheit um die Kinder Vollzeit gekümmert hast und die Kinder damit naturgemäß zu Dir die engere Bindung haben. Außerdem kannst Dub ohne Hilfe von außen die Betreuung der Kinder sicher stellen.
M.E. nach biete ihm ruhig an, dass er die Kinder regelmäßig auch unter der Woche bei Dir besuchen kann. Das wird er sowieso nicht machen, denn dann geht es ja nicht mehr um einen Machtkampf, sondern würde regelmäßigen Einsatz (Zeit und Geld) erfordern.
Und ich halte ehrlich gesagt das Wechselmodell bei so kleinen Kindern, einem Vollzeit berufstätigen Vater und eurem Verhältnis zueinander für völlig Banane und nicht dem Kindeswohl entsprechend.

Er kann noch so an die Decke gehen: bei einem gelebten Modell wie dem Euren ist es nun mal so, dass Du für die Kinder da warst. Das lässt sich nun mal nicht weg diskutieren und ist ja auch mit keiner Wertung verbunden. Wer ist denn morgens um 5:00Uhr aufgestanden, wenn das Kind meinte es sei ausgeschlafen, wer war 4-5 Mal in der Nacht wach und da wenn die Kinder krank sind etc.
Das heisst doch nicht, dass er sich nicht um die Kinder gekümmert hat, aber er hat sie eben nicht 24/7 versorgt.
Alleine, dass er es übers Herz gebracht hat, seine beiden kleinen Kinder von Dir fernzuhalten und hinzunehmen, dass diese nach der Mutter fragen und ggfls. weinen, zeigt wenig Empathie und Einfühlungsvermögen in die Lebenswelt der Kinder.
Ich könnte es vielleicht noch verstehen, wenn Du mit den Kindern nach Mallorca auswandern wolltest oder 500 KM weit wegziehen wolltest, aber der Umgang wird doch in keiner Weise bei 30 KM beeinträchtigt.
Und es gibt eben kein gemeinsames Zuhause mehr, wenn die Eltern sich trennen. Viel wichtiger für das Wohl der Kinder und die Verarbeitung der Trennung wäre, dass sich beide Partner auch nach einer Trennung mit Respekt begegnen und nicht die Kinder zum Machtkampf machen. Das ist viel wichtiger als die Frage wie oft jedes Kind denn bitte beim anderen schläft.

Nein, ich halte den Umgang nicht für zu gering. ganz ehrlich ich mache jetzt seit über 20 Jahren Familiensachen und würde das ganz genau so machen. Allerdings kenne ich natürlich die Gepflogenheiten an Eurem Gericht nicht. Da würde ich Deiner Anwältin vertrauen.
Wahrscheinlich wird das Gericht Deinem Ex nahelegen, dass er sich mit dem Aufenthalt der Kinder bei Dir einverstanden erklärt. Ich würde mich in Deiner Situation nicht überreden lassen ein Wechselmodell auf Teufel komm raus durchzusetzen, Gleichzeitig wird das Gericht eine Umgangsregelung schließen wollen, damit wäre die Sache dann erstmal ohne Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts beendet, wenn er das mitmacht.
Ich hoffe Du gerätst an einen Richter/Richterin mit Erfahrung die halt auch mal deutliche Wort findet und ihm sagt, entweder er ist einverstanden oder Du bekommst das Aufenthaltsbestimmungsrecht, Das wirkt oft Wunder. Und wahrscheinlich wird dann seine Bereitschaft hinsichtlich eines umfangreichen Umgangsrechts deutlich nachlassen.
Schließlich will er ja auch mal am Wochenende ausschlafen smile
Rechtlich ist es übrigens so, dass der Umgangsberechtigte - also dein Ex - die Kinder bei Dir abzuholen und zurückzubringen hat. Wäre umgekehrt auch so. Das du bereit bist ihm auf halber Strecke entgegenzukommen ist schon ein Zugeständnis Deinerseits und natüröoch musst Du ihm nicht die Kinder jeden Tag vor die Tür bringen. Mal ganz abgesehen davon, dass das für einen 1 und dreijährigen eine viel zu große Belastung wäre, ständig durch die Gegen zu gondeln


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.17 17:54 von Impala-34.


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  Re: Umgangsregelung
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  Katha0886
Status:
schrieb am 15.11.2017 17:52
Liebe Impala,

Vielen Dank für deine Worte! Du hast es ja wirklich auf den Punkt. Hoffentlich sieht der Richter das genauso. Vielleicht ist meine Anwältin deshalb so ruhig. Sie meint, ich soll mich beruhigen. .) Alles gar nicht so leicht, wenn es um die zwei kleinen Herzen. geht.
Er machte mir nur so sehr mit dem sozialen Umfeld Angst. Das wäre wichtiger, sagt er immer wieder. Der Große hat seine Freunde!! Aber die verliert er doch nicht und abgesehen davon sind es vielleicht 2 oder so. Er wird auch in der neuen Stadt wieder Bekanntschaften machen und die Kleine hat noch gar keine Freunde ...

Ich denke auch, im Großen und Ganzen es doch darum, dass der Umgang nicht erschwert wird. Und ich mache ja alles, dass er seine Kinder immer sehen kann. Und egal was er jetzt sagt, er wird nicht der jenige sein, der die Kinder jeden Nachmittag bei sich haben wollen wird, weil auch er dann zumindest die halbe Strecke fahren muss und ihm das einfach zu stressig ist und das macht ja auch keiner!!

Ja, die Dame vom Jugendamt fragte mich auch gleich, ob ich dort aufgewachsen bin und auch der Verfahrensbeistand.


  Re: Umgangsregelung
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  Impala-34
Status:
schrieb am 15.11.2017 17:59
Siehste, wärst Du meine Mandantin würde ich Dir das gleiche sagen, auch wenn ich weiß das es schwer fällt.

Und was ist wohl wichtiger für ein Kind, der Erhalt des "sozialen Umfelds" oder der Erhalt der engsten Bezugsperson? Wir reden hier von Kindergarten/Krippenkindern und nicht von Jugendlichen.
Ich finde es ist klar, was wichtiger ist! und ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Richter in Deinem Fall anders sieht.
Berichte mal, wenns soweit ist.


  Re: Umgangsregelung
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  Katha0886
Status:
schrieb am 15.11.2017 18:13
Ja ich berichte Ich kann es mir auch nicht vorstellen.

dAs Jugendamt schrieb bloß, ein näherer Wohnort wäre wünschenswert, es wäre aber auch für die Umgänge ein Entgegenkommen bis dem Bus möglich.
Es sollte abgeklärt werden, inwieweit ich das bewerkstelligen kann, damit den Kindern ein Teil des sozialen Umfelds erhalten bleibt.
Also es klingt doch nach Mama oder?


  Re: Umgangsregelung
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  Impala-34
Status:
schrieb am 15.11.2017 18:24
Zitat
Katha0886
Ja ich berichte Ich kann es mir auch nicht vorstellen.

dAs Jugendamt schrieb bloß, ein näherer Wohnort wäre wünschenswert, es wäre aber auch für die Umgänge ein Entgegenkommen bis dem Bus möglich.
Es sollte abgeklärt werden, inwieweit ich das bewerkstelligen kann, damit den Kindern ein Teil des sozialen Umfelds erhalten bleibt.
Also es klingt doch nach Mama oder?

Das klingt nicht nur nach Mama, das setzt den Aufenthalt bei Dir voraus! Also ganz in Deinem Sinne


  Re: Umgangsregelung
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  Katha0886
Status:
schrieb am 15.11.2017 18:41
Danke!!! Ich hoffe, es geht alles gut!

hab gerade die Info von meiner Anwältin bekommen, dass mich ihre Kollegin vertreten wird. da hab ich erstmal geschluckt. Aber vielleicht ist es auch gut so. Sie ist selbst Verfahrensbeistand! smile Das kann ja nicht schlecht sein! smile
Und ich denke, meine Anwältin weiß was sie tut. Zumindest hat sie einen guten Ruf.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.17 18:48 von Katha0886.


  Re: Umgangsregelung
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  gelöschter User
schrieb am 15.11.2017 18:58
Ich schliesse mich mal Impala an.
Ich bin auch gegen Wechselmodell in eurem Fall und finde die Lösung jedes zweite Wochenende und eine Nacht unter der Woche gut.

Lass Dich nicht verunsichern! Auch nicht vom Verfahrensbeistand.


  Re: Umgangsregelung
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  Katha0886
Status:
schrieb am 15.11.2017 19:13
Danke!
Da bin ich wohl doch nicht so kopflos wie ich immer dachte.


  Re: Umgangsregelung
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  Meljosie
Status:
schrieb am 15.11.2017 19:17
Hallo Katha!

Ich würde ihm auf keinen Fall jedes WE für den Umgang anbieten! Das wirst du spätestens wenn der erste in die Schule kommt bitter bereuen. Unter der Woche bleibt dich meist recht wenig Zeit. Meist liegen Termine an, sind Hausaufgaben zu machen, Einkäufe zu erledigen usw. Am WE hat man dann endlich mal Zeit die Kinder zu genießen. Und da soll er sich dann die Rosinen raus picken? Nein, das denke ich doch nicht. Es ist wichtig, das deine Kinder auch mal die entspannte Wochenendmama haben und mi hat immer nur die die meckert oder zum lernen anhält. Und dann müsstest du immer betteln, wenn ihr z.B. Mal wegfahren wollt.
Ich habe das alles durch. Genau wie du, wollte er plötzlich das Kind. Es hat sich rausgestellt, das es nur ums Geld ging. Denn wenn er das Kind gehabt hätte, hätte ich ihm ja Unterhalt fürs Kind zahlen müssen.
Unser war auch noch im Kindergarten. Ich habe als großzügigere Lösung für die Kindergartenzeit angeboten, dass er den Jungen Do Nachmittag aus der Kita holt und Mo früh dort wieder abgibt. Das hatte drei Vorteile. Er hatte mehr Zeit als nur jedes zweite WE und das auch länger am Stück, er hat auch den Alltag unter der Woche und wir mussten uns zur Übergabe des Kindes nicht sehen, denn auch wir haben nur gestritten. Natürlich habe ich auch angeboten, dass er den Zwerg nach Absprache auch außer der Reihe sehen kann. Das fand ich genug des Entgegenkommens.
Unsere Richterin ist da zum Glück voll mitgegangen. Sie hat das Wechselmodel ausgeschlossen, wenn zwischen den Eltern keine vernünftige Kommunikation möglich ist. Aber damals war es leider gerade nicht so „in“ wie jetzt.
Seit der Schulzeit ist das Kind jedes zweite WE dort und die Hälfte der Ferien. Außerdem hatte er Umgangsrecht jeweils einen Tag unter der Woche. Dies hat er kein einziges Mal in Anspruch genommen, da es ihm eben nicht um Zeit mit dem Kind ging. Der Bengel ist letzte Woche 18 geworden und geht inzwischen nur noch hin, wenn es ihm passt und das ist eigentlich NIE! Er hat einfach gemerkt, das sein Vater kein wirklich ehrliches Interesse an ihm hat. Und ich hatte Angst, dass unsere drei Minizwerge ihn vielleicht wegtreiben und er freiwillig zum Vater zieht! Das Gegenteil ist eingetroffen.
Ich wünsche dir eine verständnisvolle und vernünftige Richterin und kann dir nur den Tipp geben immer ruhig und sachlich zu bleiben! Lass dich von ihm nicht aus der Reserve locken! So lange alle Beteiligten sehen, dass du nicht vor hast den Kindern den Vater wegzunehmen, sollte es mit dem Teufel zu gehen, wenn man die Kinder nicht bei der Mutter lässt!

LG Meljosie, die sich noch sehr gut, an diese aufwühlende Zeit erinnern kann!


  Re: Umgangsregelung
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  Katha0886
Status:
schrieb am 15.11.2017 19:34
Danke für deine Ausführungen.
Naja mit dem Reden zwischen uns geht schon noch so einigermaßen, aber dennoch halte ich es total sinnlos bei so kleinen Kindern und abgesehen davon liegen ja die Bedingungen nicht vor. Wenn ich bei ihm wohnen würde, okay, aber man kann doch kaum von mir verlangen, dass ich zu ihm ziehe, damit das Wechselmodell gelebt werden kann. Und wenn ich es richtig verstanden habe, kann es auch nicht angeordnet werden, wenn es nicht durch einen Antrag gestellt wurde. Und das hat er ja nicht. Er hat Antrag auf das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht gestellt. Das Wechselmodell kam ihm erst später in den Sinn.


  Re: Umgangsregelung
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  Pui
schrieb am 15.11.2017 20:58
Ich habe von all dem keine Ahnung. Aber ich finde es nicht so glücklich ihm anzubieten, die Kinder den halben Weg (mit Bus?) zu bringen. Wenn er ein Auto hat, kann er so kleine Kinder doch abholen. Willst Du mit Rucksäcken, notwendigen Kuscheltieren und evtl. Spielzeug (Kinder brauchen doch irgendwas immer seeehr dringend) also voll bepackt und zwei Kindern an der Bushaltestelle im Regen/Schnee/Sturm/praller Hitze stehen? Du hast keine Hand frei, um beide festzuhalten und Wetter kann anstrengend sein. Das ist für die beiden Zwerge doch nicht optimal. Papa kann sie mit Auto warm, trocken und sicher abholen.
Finde ich. Entgegenkommen hin oder her. Ist für die Kinder besser.

Alles Gute für dich und die Kinder.
Pui


  Re: Umgangsregelung
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  +emmi+
schrieb am 15.11.2017 21:48
ich hatte es etwas einfacher, da der vater auszog und auch gleich noch 50km weg. insgesamt mit unfairem verhalten. und ich hatte und habe das alleinige sorgerecht, das macht auch einges leichter.
wichtig war auch, daß ich eine sehr sachliche anwältin hatte, die auch bei provokationen der gegenseite ruhig blieb.
formal hatten wir natürlich angeboten, er könne das kind jederzeit sehen. wobei standart der örtlichen rechtssprechung jedes 2. WE und 1 tag unter der woche wäre.
in der realität war der wunsch nach kinderbetreuung und verantwortung dann doch nicht soooo groß.
letztendlich hat er sich manchmal 3x die woche gemeldet und dann auch wieder monatelang gar nicht.
letztendlich läuft es gerade auf 1-2x im monat stundenweise treffen hinaus, übernachtet hat sie noch nie dort. wir hatten zuletzt auch 2,5 monate kontaktstop und auch schon vorgespräche bei einem jugendhilfeträger zwecks betreutem umgang.
zur zeit geht es aber so.
aus den verschiedenen erfahrungen kann ich für mich sagen, daß vaterfreie wochenenden -gerade wenn das kind zur schule geht und man selber berufstätig ist, sehr wichtig sind. um auch zur ruhe kommen zu können.

definitiv NICHT muß man das kind/die kinder irgendwelche strecken zum anderen elternteil bringen.der umgangberechtigte elternteil ist verpflichtet, den weg zu machen und auch die kosten dafür zu tragen. selbst wenn du nach neuseeland ziehen würdest, ändert sich rechtlich daran nix. natürlich kann man auf frewilliger basis entgegenkommen zeigen. wenn man das möchte.

lg emmi




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