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  Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
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  Pikachu
Status:
schrieb am 22.10.2017 18:04
Hallo, ich bin zumeist nur stiller Mitleser, nun muss ich mir aber doch mal alles von der Seele schreiben.

Wir haben nun gerade die 4. ICSI hinter uns, ohne Transfer, wegen Überstimulation von der mein Körper sich seit Wochen nicht so richtig erholen will.
Die Kryo können wir uns im Moment nicht leisten, dass wird nicht mal mehr dieses Jahr etwas, weil wir nächsten Monat umziehen.
Überhaupt hat uns der Kinderwunsch dieses Jahr sehr viel gekostet, und dass auch mit 100% Kostenübernahme.
Wie fahren in eine Kiwu nach Berlin, von Chemnitz aus, weil wir nach drei gescheiterten Versuchen und einer ziemlich heftigen Aussage in der Kiwu hier vor Ort absolut kein Vertrauen mehr haben und hatten. Die Fahrtkosten sind halt trotzdem nicht zu unterschätzen.
Kräftemäßig bin ich psychisch so wie physisch absolut am Ende. Ich weiß noch nicht mal wie es jetzt weiter geht, wir haben gerade mal 6 Eizellen einfrieren können.


Es waren eigentlich 40(!) Follikel vorhanden, von denen aber leider nur ein Bruchteil punktiert werden konnte, weil meine Eierstöcke sonst wohin gerutscht sind, und die Ärzte nicht ran kamen.
Die PU muss wohl generell auch sehr ähm abenteuerlich gelaufen sein, die Ärztin hatte sich noch 2 weite Ärzte und einen weiteren Anästhesisten mit in den OP geholt, also insgesamt 5 Ärzte. Die haben alles mögliche getan um überhaupt etwas zu punktieren.
Mein Mann hat mir hinterher noch erzählt dass ich zudem eine dreiviertel Stunde im OP war.
Am Ende konnten so 13 Eizellen punktiert werden, von denen 10 reif waren und sich 6 befruchten liesen.
Schon dieses Ergebnis frustriert mich unheimlich, wenn man bedenkt wie viel hätte geholt werden können.

Ich lag 4 Tage nach PU dann auch noch eine Woche im Krankenhaus, weil es mir richtig dreckig ging, ich Luftnot bekam, und das Gewicht inzwischen bei +10kg war, mein Bauch war so kugelrund dass ich aussah wie hochschwanger.

Ich war wegen dieser ganzen Geschichte etwa 8 Wochen nicht auf Arbeit, war nun gerade die erste Woche wieder arbeiten.

Da ist gleich der nächste Kummer, ich bin auf Arbeit so unglücklich.
Ich mag die meisten meiner Kollegen, daran liegt es also nicht. Allerdings lässt mein Chef mich nicht in dem Bereich arbeiten, in welchen ich unbedingt will, und auch qualifiziert dafür bin.
Es hieß damals die ersten 3 Monate komm ich, unter anderem wegen Einarbeitung nicht dort hin...okay die Aussage liegt nun ein Jahr und ungezählte Nachfragen meinerseits zurück. Jedes mal wenn ich Frage wann ich endlich in den Bereich komme, hieß es bald, im nächsten Dienstplan, oder demnächst.
Inzwischen habe ich nicht mehr gefragt...aber ich will so nicht weiter machen. Ich mag meine Arbeit, meinen Beruf...es ist dass was ich schon als kleines Mädchen immer machen wollte. Mein Chef verdirbt mir dies jedoch mit jedem Dienstplan, und von Monat zu Monat etwas mehr.
Ich musste mich schon so manches Mal echt zusammen reißen, nicht auszuflippen wenn der neue Dienstplan aushing, und ich wieder nicht berücksichtigt wurde.
Der Bereich in dem ich jetzt schon so lange fest hänge ist ein sehr großer Teil von meinem Beruf, welcher dazu gehört, da gibt´s auch keine Diskussion und ich habe damit kein Problem. Allerdings habe ich ein Problem damit dass ich den anderen Bereich überhaupt nicht machen darf, ohne Angabe von Gründen.
Und dies nehme ich inzwischen nur noch persönlich, denn ich bin die Einzige die nie darf, und auch die Einzige die dafür die passende Qualifizierung hat, unter denen die nur in meinem aktuellen Bereich arbeiten.

Sprich alle mit der gleichen Qualifizierung dürfen in beiden Bereichen arbeiten, nur ich nicht.

Eigentlich wollte ich nur noch diese ICSI abwarten, und dann entweder bleiben, weil ohnehin schwanger und erst mal ganz raus (ich lande sofort mit positivem Test im BV) oder falls es negativ gelaufen wäre, dann hätte ich gekündigt und etwas neues gesucht.

Jetzt weiß ich aber gar nicht weiter...jetzt steht die Kryo im Raum...und damit wieder eine längere Krankschreibung wenn wir den Versuch dann wirklich durchziehen. Denn ich werde während dem Versuch garantiert nicht arbeiten gehen, hohe Infektionsgefahr, schwer Tragen, und nicht wissen in welchem Haus man so landet, und welche Menschen einem so begegnen. Also viel zu hohes Risiko, welches man unter den Umständen dass es eben nicht einfach hoppla hopp klappt mit dem Schwanger werden, nicht eingehen muss.

Wenn ich jetzt eine neue Arbeit anfange, dann fällt der nächste Versuch ja mindestens ein weiteres halbes Jahr aus. Wir wollen den machen sobald es die Finanzlage irgendwie zulässt. Wir wollen beide aber nicht wieder warten müssen.
Für diesen vierten Versuch hatten wir uns über ein Jahr Pause eingeräumt, und dies war eigentlich auch nur um sich in Ruhe eine neue Klinik zu suchen, und den Körper sich erholen zu lassen. In der Zeit hatte ich auch meinen LKW Führerschein gemacht, und mir einen neuen Job (den aktuellen gesucht) in der Zeit haben wir keinen Versuch gemacht, unter anderem um erst mal die Probezeit zu überstehen, und wenigstens eine Vertragsverlängerung zu bekommen.
War nur auf ein Jahr befristet, und eigentlich sollte ein unbefristeter Vertrag kommen...stattdessen wieder nur ein weiteres Jahr befristet.

Nun werde ich wohl, unglücklich auf dieser Arbeitsstelle erst ein mal hängen bleiben, weil ich die Stelle trotzdem vorläufig sicher habe.
Bei einer neuen Stelle kann es ja auch passieren dass ich die Probezeit gar nicht überstehe, und dann wäre ich gezwungen noch länger zu warten...und ich kann nicht mehr warten...ich will nicht...und es macht mich fertig dass ich jetzt schon wieder ewig warten muss, bevor es weitere geht.
Ich könnte jeden Tag heulen, ich kann seit Wochen nicht mehr ohne Schlafmittel schlafen. In den letzten vier Wochen habe ich gerade 2(!) Nächte ohne Schlaftablette zur Ruhe gefunden.
Ich hab mir sogar schon einen Psychologen gesucht, um nicht komplett in ein Loch zu fallen, aus dem ich nicht mehr heraus komme.

Ich hab zur Zeit wieder kaum Hoffnung dass es überhaupt jemals etwas wird. Kryo hat ja noch schlechtere Chancen als Frischversuch, und die haben ja schließlich auch nicht geklappt.
Zur Zeit ist da wieder nur noch die Angst dass wir niemals Eltern werden dürfen...es gibt keinen ernsthaften Plan B wenn ich nicht schwanger werde.
Da ist dann nur eine ziemlich leere Zukunft, welche trostlos vor uns liegt.

Wer bis hier gelesen hat, Danke. Ich weiß auch gar nicht genau was ich mit diesem Post wirklich bezwecken will, es musste nur einfach alles nur raus, von der Seele geschrieben werden.


  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
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  Hamamelis71*
schrieb am 22.10.2017 22:50
Oh je, ich lasse Dir mal einen Drücker da! Ich kann leider nicht mehr schreiben, da mein Tablet spinnt...

Aber vielleicht ist die Kryo doch erfolgreich.

Alles Gute!

LG


  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
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  Mopsbär
Status:
schrieb am 23.10.2017 10:58
Darf ich fragen warum du bei Kryo eine längere Krankschreibung bekommst?


  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
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  Chorus
Status:
schrieb am 23.10.2017 13:38
Hallo Pikachu,

wir kennen uns ja schon ein bißchen besser, es tut mir leid dass es dir gerade so schlecht geht, aber das muss jetzt bei dir einfach mal raus.

Eigentlich hatte ich ja das Gefühl, dass es bei dir wieder bergauf geht, aber natürlich ist es sehr schwer so eine blöde Kombination (viele Eizellen, quasi Überstimulation, und dann doch verhältnismäßig wenig Ausbeute) zu verkraften.

Obwohl Kryo etwas schlechtere Chancen hat als Frischversuche, gibt es doch einige im Forum, bei denen es ja erst mit Kryo geklappt hat, und mit der neuen Methode die man jetzt hauptsächlich anwendet ist der Unterschied minimal, hat man mir gesagt. Also die Aussage ist etwas veraltet, dass hauptsächlich Frischversuche klappen. Ich nehme mal an man hat bei dir auch nur die besten Eizellen eingefroren. Da ist eben eh nur ein Teil immer gut, meistens nicht mal ein Drittel, eher ein Viertel oder so.

Das mit der Gewichtszunahme ist natürlich schon blöd, ich denke nach der Hormongabe geht es wieder zurück, bei uns hat die Kiwu-Assistentin gesagt dass fast alle Frauen unter Hormongabe einen dicken Bauch bekommen. Ich war eine, die nie wirklich Bauch hatte (im Verhältnis zum Rest) und auch plötzlich schwanger aussah, obwohl ich es eben nicht war.

Wie du weißt ist unser Plan B (Eizellenspende) auch nicht aufgegangen. Ich lebe immer noch, und es ist nur bedingt trostlos. Klar nervt es und kränkt es wenn wieder mal eine Frau so einfach und leicht und vielleicht noch ungewollt schwanger geworden ist. Aber das ist eben das Leben. Demnächst machen wir Kurzurlaub (Wellness in der Region) und vielleicht kann ich meinen Mann dazu überreden, uns ein Kätzchen anzuschaffen.

Was dich angeht, du hast ja noch sehr viele Optionen, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Du hast noch ein Alter, in dem einiges geht, und Geld kann auch wieder in eure Kasse kommen für den nächsten Versuch. Ist halt so, dass es leider nicht ganz ohne Geld geht, in manchen Länder muss wirklich alles selber gezahlt werden, wie z.B. in der Schweiz, und auch in Österreich muss ein Drittel jeder Kiwu-Behandlung selber bezahlt werden, und der Rest wird auch nur bezahlt, wenn gewisse Optionen erfüllt sind.

Leider muss ich jetzt selber wieder zur Arbeit, aber ich werde dir sicher wieder schreiben.

Halte den Kopf hoch!!!!


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  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
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  Claudi
schrieb am 23.10.2017 14:33
Liebe Pickachu,

dass du dir psychologische Hilfe suchst finde ich einen sehr guten Weg.
Das Schlimme während der Kinderwunschzeit und Behandlungen ist, dass man selbst nichts tun kann als abzuwarten. Diese Hilflosigkeit und Abhängigkeit von Ärzten macht mutlos. Dieses Auf- und Ab der Gefühle ist wie in einer Achterbahn, aus der man aussteigen will und es doch nicht schafft.
Einen Rat kann ich dir leider nicht geben, ich habe das alles auch sehr lange mitgemacht und war auch nicht glücklich in meinem Beruf.
Ich wünsche dir, dass du einen Weg für dich findest.

Alles Gute
Gruß


  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
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  Pikachu
Status:
schrieb am 24.10.2017 14:52
Zitat
Mopsbär
Darf ich fragen warum du bei Kryo eine längere Krankschreibung bekommst?

Ich arbeite in einem Beruf, in welchem nicht einmal sicher gestellt werden kann, dass ich die Medikamente pünktlich einnehmen kann.
Termine in der Kiwu kann ich auch nicht wahr nehmen, weil es feste Dienstzeiten gibt, da ist kein "später kommen" oder "früher gehen" drin.
Urlaub kann man auch nicht spontan nehmen, musste jetzt schon den kompletten Urlaubsplan für´s nächste Jahr abgeben.
Die Arbeit ist zudem körperlich sehr schwer, und wie erwähnt, risikobehaftet. Da werde ich nichts riskieren.


Hallo Chorus,

es wurden nicht die besten Eizellen eingefroren, sondern alles was sich befruchten lies. Also die 6 Stück im Vorkernstadium.
Keiner weiß ob die sich überhaupt nach dem Auftauen entwickeln, oder wie die Qualität sein wird.

Die Gewichtszunahme waren alles Ödeme, also Wassereinlagerungen. Meine Füße waren so dick, dass ich nur FlipFlops tragen konnte, und die waren schon eng. Laufen war ziemlich schmerzhaft.
Das kam alles durch die Überstimulation, im KH sind nach einer Woche 6kg runter, nachdem die Infusionen abgesetzt wurden, gleich wieder 1kg drauf, also immer noch 5 die ohne weitere entwässernde Behandlung auch nicht so ohne weiteres weg gehen.
Allerdings ist mein Bauchumfang noch im Krankenhaus innerhalb 4 Tagen um 22cm zurück gegangen. War also schon ordentlich.
Ich hatte im Krankenhaus, auf die Medikamente welche gegen die Überstimu wirken sollten, einen Anaphylaktischen Schock

So viele Optionen haben wir nicht. Es gibt Dinge die schließen wir für uns einfach aus. Unsere Optionen sind: die Kryos, und wenn das nicht klappt vielleicht noch eine Selbstzahler ICSI in der Tschechei, danach ist es vorbei.
Soviel Geld wird bei uns nie da sein, das man einfach immer weiter macht. Allein der Kryo Versuch wird mich vorraussichtlich schon ein komplettes Monatsgehalt kosten, da sind noch nicht mal etwaige Medikamente dazu gerechnet.
Wir haben auch Altermäßig eine Grenze gesetzt, die so weit nicht mehr entfernt ist. Wir wollten nie "alte" (ich will niemanden auf die Füße treten, und die Aussage ist nicht allgemeingültig, sondern rein auf uns beide bezogen) Eltern werden. Und irgendwo mit Anfang 30 wäre Schluss es so zu probieren. Verhütung ist bei uns nie mehr ein Thema, und wenn dabei ein riesiges Wunder passieren sollte, dann würden wir uns mit 40 später genau so drüber freuen.
Nur ich merke nach diesem Versuch, dass jetzt schon für meinen Körper eine Grenze überschritten war, das kann ich nicht ewig ausreizen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.10.17 14:52 von Pikachu.


  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
no avatar
  Chorus
Status:
schrieb am 25.10.2017 10:28
Ja das mit dem Ödem klingt wirklich schlimm, das muss alles furchtbar ausgesehen haben.

Hab schon einmal (ohne Hormone) eine Wassereinlagerung an den Füßen gehabt, in einem sehr heißen Urlaub, und die Füße haben sehr unförmig ausgesehen.... aber das muss ich dir ja nicht erzählen. Bei mir half dann glücklicherweise hochlagern und wirklich mit Eis kühlen, daheim war es wieder weg, aber wie gesagt das war nicht wegen Hormonen damals, nur weiß ich wie unangenehm es ist (man sollte dann ja auch nicht mehr stehen, wenn möglich).

Du hast jetzt einiges durch und ich denke mal, du hast "die Schnauze voll" - wie mein Lieblingskollege sagen würde. Da du noch recht jung bist, kannst du dir jetzt vielleicht noch nicht vorstellen, dass du in ein paar Jahren alles anders sehen wirst und der Leidensdruck "ich will ein Kind" geht ja nicht einfach so vorbei. Sondern er zieht sich die ganze fruchtbare Zeit hindurch, und das sind bei dir noch gut und gerne 15 Jahre, und da ist halt die Frage, ob du es schaffst, 15 Jahre lang zu sagen, nein das und das mache ich nicht....

Hab mal gelesen, dass erst so ab den Wechseljahren der Wunsch nach einem Kind wieder abnimmt, weil Frau dann weniger weibliche Hormone hat, aber bis dahin bleibt der Wunsch mehr oder weniger unverändert - merke ich selber bei mir. Deshalb weitet man halt die Grenzen immer wieder aus. Denke an meine Worte in ein paar Jahren.....

Wie gesagt du bist noch jung, und hoffst wahrscheinlich, dass die Kryo funktioniert. Ich denke in Ö gibt es andere Gesetze, dort wird eine Eizelle erst eingefroren, wenn sie das Blasto-Stadium erreicht hat, deshalb sind die Chancen für eine Schwangerschaft dann doch recht hoch, ist mir gerade eingefallen. Wie auch immer, natürlich kann der nächste Versuch klappen!


  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
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  perlhuehnchen
Status:
schrieb am 25.10.2017 13:39
Hallo Pikachu...

ich wohne auch in Chemnitz und frage mich warum denn Berlin? Ist ja schon ein erheblicher Streß,
die ewige Autobahn-kutscherei...
In Chemnitz gib es doch 2 KIWU Zentren und auch in Dresden und Leipzig,zwar arbeiten diese teilweise
zusammen, aber es sind doch auch andere Ärzte...
Auch einige Kliniken in Tschechien sind näher als Berlin, falls ihr nach der Kryo keinen Erfolg habt, wäre
das sicher auch eine Option...

Ich hoffedas Du beruflich für Dich etwas finden kannst, was Dir wieder Spaß an der Arbeit bringt, denn den ganzen
Tag gefrustet und geknickt das hält wirklich keiner lange aus...

LG und alles gute für die Kryo

Perlhuhn


  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
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  Pikachu
Status:
schrieb am 29.10.2017 07:43
Chorus keine Ahnung wie ich es in ein paar Jahren sehe, es gibt für mich halt aktuell Grenzen, wo ich sage dass geht mir viel zu weit, aus dem Grund weil ich selbst nicht wüsste wie ich damit umgehe, und weil ich nicht wüsste wie man dies einem daraus evtl. entstehendem Kind erklären soll.
Hier werden die Eizellen sofort einen Tag nach PU eingefroren, wenn sich Zeichen der Befruchtung zeigen, ist also mehr so ein "auf gut Glück".
Wir hätten Blastos machen können, das ist hier allerdings auch sehr begrenzt. Streng genommen dürfen nur 3 ins Rennen geschickt werden.
Die anderen würden entweder vorher eingefroren, oder verworfen. Das wären alleine für´s einfrieren und Blastos schon kosten von ca.: 1400-1500€ dann gewesen. Einfrieren allein waren jetzt schon 600€.
Kryos werden hier mit einer "Erfolgsrate" von etwa 15% gehandelt, schon deutlich unter Frischversuch...wenn man bedenkt dass die Baby take Home noch viel niedriger ausfällt...irgendwie glaub ich nicht dran dass das klappen sollte.

Hallo Perlhünchen

Wir waren in beiden Kiwus in Chemnitz, die eine hatte sich kurz vor Start überlegt dass sie doch keine Abtretung mit der KK machen, und wir haben/hatten das Geld nicht zum Vorstrecken.
In der anderen Kiwu hatten wir dann, mangels Alternativen 3 gescheiterte Versuche, hatten uns dort schon beim Erstgespräch nicht wohl gefühlt.
Wir hatten damals keine andere Wahl als diese Kiwu. Wir waren extra zur Knappschaft gewechselt, wegen der 100% und die hatten dann verkündet ab nächsten Jahr wird nicht mehr voll übernommen.
Nun wurde ich jedoch am 20.12. erst 25...nun hatte ich ja nur noch die paar Tage um eine Kiwu zu finden die uns schnell den Plan erstellt.
Und das hat die Kiwu auch nur gemacht, weil wir dort schon das Erstgespräch und ein paar Untersuchungen hatten.
Nun mussten wir uns damit abfinden.

Da die dann auch unseren letzten Versuch einfach verbraten wollten, und keinerlei weitere Untersuchungen machen wollten (Genetik, Gerinnung usw.) haben wir es gelassen, und uns ein Jahr zwangspause verordnet, um in Ruhe und mit neuer Kraft eine andere Kiwu zu suchen. Entfernung war da erst mal nebensächlich.

Leipzig ist sofort raus gefallen, weil dass ja die Hauptstandorte der Kiwus aus Chemnitz sind, und Dresden war raus, weil ich da noch nicht viel positives gehört habe.
Berlin wurde mir dann in einem anderen Forum empfohlen, und ich hab während meines Urlaubs ein Erstgespräch vereinbart.
Dort haben wir uns sofort viel besser aufgehoben gefühlt, als es in Chemnitz je der Fall war.
Wir haben dort auch eine feste Ärztin, und nicht bei jedem Termin eine Andere. Selbst als diese im Urlaub war, gab es nur eine feste Vertretung, die genau nach den Vorgaben unserer Ärztin vorgegangen ist. In Chemnitz wollte jede was anderes.

Die Fahrerei ist für uns kein Stress, da sind wir beide ganz andere Strecken gewöhnt. zwinker
Bin beruflich ja auch ganz viel hinterm Lenkrad.

Jobmäßig hat sich die Woche etwas getan. Mein Kollege hat mein Ziel für mich erreicht.
Er hat hinter meinem Rücken mit dem Chef geredet, und ich durfte schon am Freitag mit dem Kollegen den ersten Dienst in meinem Wunschbereich arbeiten.
Da der Novemberplan schon steht, wird nun aber definitiv im Dezember so geplant dass ich mehrere Dienste im anderen Bereich habe, alle mit dem Kollegen der mir da rein geholfen hat.
Mein Chef kam sogar selbst zu mir, um mir die Nachricht zu überbringen.

Ein gutes Gefühl wenn sich Kollegen für einen einsetzen.


  Re: Die Hoffnung geht verloren, dass sich das Hoffen lohnt
no avatar
  Chorus
Status:
schrieb am 29.10.2017 20:37
Hallo Pikatchu, freut mich dass es wenigstens beruflich wieder besser ist. Ich denke das ist schon ein großer Wohlfühl-Faktor. Bei mir ist es mal so - mal so. Meinen "Lieblingskollege" werde ich wohl bis zu seiner Pensionierung an der Backe haben und das kann dauern. Er leistet sich halt immer wieder mal was, was mich nervt.

Ach ja, und meine Schwester ist (wieder!) schwanger - mit 41, einfach mal so. Hab es erst vorgestern erfahren - laut ihrer Aussage haben sie es "einfach drauf ankommen lassen" - bin dementsprechend niedergeschlagen gewesen und kann mich grad so gar nicht mit ihr freuen. Mein Mann hat dann netterweise mit ihr geredet und erklärt, wie es mir bzw. uns eigentlich so geht. Ich glaube so ganz bewusst ist es ihr nicht. Jedenfalls hab ich das Gefühl, ich stehe wohl nie drüber, hab nicht gedacht dass noch jenseits der 40 meine Freundinnen bzw. meine Schwester noch schwanger ist. Schon bei der letzten Freundin dachte ich, das ist jetzt das letzte "freudige Ereignis". Soviel zum Thema, wie gut (oder eben nicht) man noch im hohen Alter abschließen kann. Am besten man hat gleich gar keine Freunde traurig




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