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  Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  Juli87
Status:
schrieb am 18.10.2017 18:53
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.
Mein Mann und ich sind 10 Jahre zusammen und haben 4 Jahre um unser Wunschkind jetzt 11 Monate gekämpft.
Unsere Ehe hatte sehr viele auf und Abs.
Mein Mann war Spielsüchtig, hat mich immer wieder angelogen und hintergangen.
Irgendwann haben wir das in den Griff bekommen und ich habe ihm verziehen. Seit Jahren ist alles gut.
Ich habe immer und immer wieder über Scheidung nachgedacht, wollte aber die Ehe unbedingt retten
Mein Mann ist ein sehr schwieriger Mensch, er eigentlich keine Freunde und ist auch immer ziemlich unbeliebt.
Er hatte sehr lange Streit mit meiner Schwester und ihrem Freund und seiner Meinung nach, sind immer die anderen Schuld. Und es gab aber auch immer wieder Zoff mit anderen Familienmitgliedern.
Er ist extrem schwierig und sehr empfindlich und ungeduldig.
Er verdreht einem die Worte im Munde und legt alles auf die Goldwaage und das macht ihn auch so extrem unbeliebt.
Mich macht das alles total fertig, er ist immer so verdammt langsam in allem was er tut und ist dadurch keine Hilfe für mich. Ich komme besser im Alltag ohne ihn zu Recht. Unsere Tochter möchte auch nicht mit im alleine Spielen, sie weint immer und möchte direkt zu mir

Wenn wir miteinander reden dann endet es immer im Streit und er beleidigt mich immer sehr.
Ich kann nicht mehr und ich so wirklich liebe ich ihn nicht, aber ich möchte nicht das meine Tochter ein Sxheidungskind wird. Außerdem ist alles um uns herum eigentlich gut, er verdient ganz gut und uns geht es finanziell dadurch nicht schlecht. Möchte das meiner Tochter nicht nehmen.
Aber ich bin so unglücklich mit ihm und ständig unter Stress, wenn er da ist.
Er weiß das alles, sieht seinen Fehler aber nicht und ich wäre ja so komisch und stehe nie zu ihm. Wie soll ich zu einem Mann stehen, deren Ansichten ich nicht teilen?
Ich habe immer gehofft, dass er sich ändert, wenn wir ein Kind bekommen. Das war aber wahrscheinlich dumm und naiv von mir.


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  henriette
schrieb am 18.10.2017 21:22
dein mann beleidigt dich und du liebst ihn nicht.

was gibt es da noch zu überlegen?

kein kind der welt rettet eine lieblose ehe.

und kein kind der welt hat eine verlogene familie verdient.


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  mjuka
schrieb am 18.10.2017 23:02
Henriette ist nichts hinzuzufügen.

Es kann nur besser werden! Kein Geld der Welt wiegt solche Lieblosigkeit auf.

Ich wünsche dir Kraft und Mut!
mjuka


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  WithoutName
schrieb am 19.10.2017 03:14
Hallo Juli,

ich bin Mitleserin, das aber schon recht lange. Vor etwa einem halben Jahr habe ich hier auch gepostet und von Deiner Beschreibung her finde ich einige Parallelen zwischen unseren Männern:

[www.wunschkinder.net]

Einfach nur zu sagen: er beleidigt Dich und Du liebst ihn nicht, finde ich ehrlich gesagt nicht angemessen. Weder hast Du Dir ausgesucht, ihn nicht mehr so zu lieben, es ist viel vorgefallen. Und er auf der anderen Seite scheint sich wohl schwer zu tun, aus seiner Haut herauszukommen und zu merken, was sein Verhalten bei anderen anrichtet. Eine Lösung habe ich überhaupt nicht. Ich sehe in meinem Fall, dass ich wohl akzeptieren muss, dass mein Mann sich verdammt schnell von anderen angegriffen und persönlich beleidigt fühlt und damit sofort in eine Verteidigungshaltung fällt. In dieser macht er offenbar das Gleiche wie Dein Mann: verdreht Aussagen, nimmt sie persönlich oder stellt sie so dar, dass offenbar nur er die Wahrheit in ihnen sehen kann, andere Menschen wollen ihm Schlechtes usw. Dass sie dabei ganz offenbar bei mehreren anecken, darf man gar nicht so direkt und offen sagen, da es ein unglaublicher Angriff ist. Da verbleiben sie lieber in der Illussion, dass alle anderen Menschen die Geisterfahrer sind.

Bei uns wurde das alles nach dem ersten Kind, als wir wieder beide arbeiteten, ein bisschen und mit dem 2. Kind heftig schlimmer. Insofern vermute ich auch, dass es mit der akuten Belastungssituation zusammenhängt, die ein Leben mit kleinen Kindern mit sich bringt. Kann es bei Euch auch sein, dass es schlimmer wurde? Ich persönlich habe immer noch eine leise Hoffnung bei uns, dass sich das Problem in Zukunft irgendwann wieder entspannen wird.

Bitte überinterpretiere nicht, dass momentan Deine Tochter an Dir hängt und ihn ablehnt. Sie ist 11 Monate, das ist da vollkommen normal und kann auch dem liebsten Papa der Welt passieren. (Vielleicht stillst Du sie ja auch? Das könnte die Mama-Fixierung natürlich mit erklären, aber auch ohne Stillen - Du warst einfach bisher die Hauptbezugsperson und sie ist mitten in der intensivsten Fremdelphase entwicklungsbedingt) Wenn er sich jetzt allerdings in sein Schneckenhaus zurückzieht und Du ihr suggerierst, dass an Papa etwas falsch ist, kann sich das natürlich verstärken, das wäre sehr unfair von Dir. Kinder werden größer, Papas haben andere Qualitäten und Fähigkeiten als Mamas und es ist wirklich wichtig für das Kind, den Kontakt zu dem anderen zu unterstützen. Deine Beziehung zu ihr verliert davon nichts, es geht nicht darum, das Kind "zu gewinnen". Natürlich musst Du genauso einfordern, dass er die Beziehung von Dir zu Deiner Tochter unterstützt.

"Bleibt" aber natürlich Deine Gefühlswelt. Da sammeln sich sehr viele Verletzungen an, Du hast bereits viel geschluckt und stehst im Konflikt zwischen der Hoffnung auf eine heile Welt mit und für das Kind und Deinem Interesse nach einer wertschätzenden Partnerschaft, dem er nicht nachkommt. Vermutlich wird er auch bei Euch einer Paarberatung nicht zustimmen. Solange Du noch nicht weißt, wo für Dich die Reise hingeht, würde ich sagen: suche Dir Gesprächspartner. Bei denen Du Dich auch mal "auskotzen" kannst. Versuche, ein gutes Verhältnis zu Deinen Schwiegereltern zu erhalten und sie langsam und behutsam daran zu führen, dass Du unter seinem Umgang mit Dir leidest. Vielleicht können sie Dich unterstützen - manchmal auch nur mit einem offenen Ohr, wenn sie nicht offen zwischen die Fronten geraten möchten. Vielleicht erzählen sie Dir mehr davon, wie es für Deinen Mann früher war, was er erlebt hat. Zu wissen, wie er zu dem Mensch wurde, der er ist, kann vielleicht helfen. Dann kannst Du entscheiden, ob ihr aus Deiner Sicht einen Weg finden könnt, mit den Schwierigkeiten zusammen zu leben oder ob das für Dich nicht geht. Leider erfordert das auch viel Vergeben. Schwierig, denn die ständigen Konflikte und unfairen Behandlungen von ihm häufen sich an. Kenne ich leider aus eigenem Erleben...


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  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  Regina72
schrieb am 19.10.2017 06:08
Ich habe - nach langem überlegen - Meine Ehe als gescheitert angesehen, und mich scheiden lassen, das ist schon länger her.

Der grund war, dass ich den "Respekt/die Achtung" vor meinem Mann verloren habe (ich weiß die Worte klingen komisch, aber sie bringen es auf den Punkt). Manchmal habe ich das Gefühl, wenn "nur" die Liebe verschwindet, ist noch einiges zu retten (bei Gutem Willen9, aber wenn Respekt und Achtung weg sind, dann ist das das aus.

Was auch immer Du tust, ich wünsche Dir, dass Du und Dein Kind wieder glücklich werden können.
Regina


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
avatar  Mondstaub
Status:
schrieb am 19.10.2017 09:31
Dies unterschreibe ich voll und ganz und vor allem aus eigener Erfahrung ... ich bin froh, dass ich aus solch einer Ehe raus bin und könnte mich heute noch ohrfeigen, warum ich das nicht früher tat. Mein Sohn hat erst als Erwachsener eingesehen, dass mein Schritt der Richtige war und sieht seinen Vater heute mit ganz anderen Augen, da er mit ihm auch so seine leidige Erfahrung hat. Auch, weil mein Sohn jetzt in einer längeren Beziehung ist, versteht er, dass der Respekt voreinander sehr wichtig ist und kann mir nun nachfühlen, dass es wichtig war, einen Schlussstrich zu ziehen.

Du hast Dir im Prinzip schon selbst die Antwort gegeben und wenn noch nicht einmal das Kind alleine mit seinem Papa spielen würde, würden mir an Deiner Stelle alle Alarmglocken klingeln !


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  henriette
schrieb am 19.10.2017 09:44
without name, was willst du denn mit deinem post jetzt sagen? sie soll bei ihrem mann bleiben und das alles ertragen und versuchen zu verstehen...
jedes leben ist endlich und bisher sieht es auch so aus, dass man wohl nur einmal lebt. und das in einer lieblosen ehe? welches vorbild, welches lebensmodell wird denn da den kindern vorgelebt? natürlich sollte man eine ehe nicht leichtfertig beenden, ohne alles, was man kann! versucht zu haben. aber irgendwann ist doch der punkt gekommen, an dem es nicht mehr geht. und dann ist es besser, einen klaren schnitt zu machen. letzendlich für alle beteiligten. und vor allem für das kind. die zeiten müssten doch eigentlich vorbei sein, dass eine frau nur deshalb den gatten nicht verlässt, weil sie ohne ihn und sein geld nicht in der lage ist auf eigenen füssen zu stehen, oder?


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
avatar  Hasipuffer0204
Status:
schrieb am 19.10.2017 11:46
Zitat
Juli87
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.
Mein Mann und ich sind 10 Jahre zusammen und haben 4 Jahre um unser Wunschkind jetzt 11 Monate gekämpft.
Unsere Ehe hatte sehr viele auf und Abs.
Mein Mann war Spielsüchtig, hat mich immer wieder angelogen und hintergangen.
Irgendwann haben wir das in den Griff bekommen und ich habe ihm verziehen. Seit Jahren ist alles gut.
Ich habe immer und immer wieder über Scheidung nachgedacht, wollte aber die Ehe unbedingt retten
Mein Mann ist ein sehr schwieriger Mensch, er eigentlich keine Freunde und ist auch immer ziemlich unbeliebt.
Er hatte sehr lange Streit mit meiner Schwester und ihrem Freund und seiner Meinung nach, sind immer die anderen Schuld. Und es gab aber auch immer wieder Zoff mit anderen Familienmitgliedern.
Er ist extrem schwierig und sehr empfindlich und ungeduldig.
Er verdreht einem die Worte im Munde und legt alles auf die Goldwaage und das macht ihn auch so extrem unbeliebt.
Mich macht das alles total fertig, er ist immer so verdammt langsam in allem was er tut und ist dadurch keine Hilfe für mich. Ich komme besser im Alltag ohne ihn zu Recht. Unsere Tochter möchte auch nicht mit im alleine Spielen, sie weint immer und möchte direkt zu mir

Wenn wir miteinander reden dann endet es immer im Streit und er beleidigt mich immer sehr.
Ich kann nicht mehr und ich so wirklich liebe ich ihn nicht, aber ich möchte nicht das meine Tochter ein Sxheidungskind wird. Außerdem ist alles um uns herum eigentlich gut, er verdient ganz gut und uns geht es finanziell dadurch nicht schlecht. Möchte das meiner Tochter nicht nehmen.
Aber ich bin so unglücklich mit ihm und ständig unter Stress, wenn er da ist.
Er weiß das alles, sieht seinen Fehler aber nicht und ich wäre ja so komisch und stehe nie zu ihm. Wie soll ich zu einem Mann stehen, deren Ansichten ich nicht teilen?
Ich habe immer gehofft, dass er sich ändert, wenn wir ein Kind bekommen. Das war aber wahrscheinlich dumm und naiv von mir.

Ließ mal bitte deinen Post nochmal mit einem Tag Abstand und versuche daraus mal DEN Punkt zu suchen, WARUM es sich überhaupt lohnen würde, diese Ehe aufrecht zu erhalten?...Also ich finde den nicht.
Alle noch so schwachen "pro"Argumente drehen sich um Dein Kind. Das ist zwar erstmal verständlich, aber ehrlich...keines davon rechtfertigt, dass Du Dein Leben unglücklich, ungeliebt und gedemütigt verbringst...das bringt nämlich vor allem auch dem Kind nix, weil eine unglückliche Mutter, eine vergiftete/verlogene Familienkonstellation beim Kind viel mehr Schaden anrichtet, als durch Deine "pro" Argumente aufgewogen werden könnten.

Wenn Du also nicht irgendwo noch für DICH wichtige Ansatzpunkte hast...dann nur fort.


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 19.10.2017 19:00
ich stelle mir immer die Frage: warum ist man damals mit dem Mann zusammengekommen? hatte er von Anfang an diese Seiten, die dich genervt haben? hat es sich erst entwickelt? was hat sich an seiner/deiner Situation verändert? hilft es einen Perspektivwechsel im (moderierten) Gespräch vorzunehmen? warum war man eigentlich so lange zusammen? nur Gewohnheit?

mir hat mal jemand gesagt, dass Dinge, die dich von Beginn an nerven, nicht besser werden, höchstens schlimmer. mein Mann hat auch schlechte Seiten. und ich überlege mir, wie ich das zu Beginn wahrgenommen habe und es da ertragen konnte. gerade als die kleine so anstrengend war, hab ich mir auch mal gewünscht, einen anderen Mann an meiner Seite zu haben, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass es einfach gerade an dem Lebensabschnitt lag. und so wurde es später auch besser.


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  WithoutName
schrieb am 21.10.2017 06:39
Zitat
henriette
without name, was willst du denn mit deinem post jetzt sagen? sie soll bei ihrem mann bleiben und das alles ertragen und versuchen zu verstehen...
[...] die zeiten müssten doch eigentlich vorbei sein, dass eine frau nur deshalb den gatten nicht verlässt, weil sie ohne ihn und sein geld nicht in der lage ist auf eigenen füssen zu stehen, oder?

Hallo henriette,

da Du mich direkt fragst, antworte ich hier darauf, möchte aber nicht die eigentliche Diskussion der TE sprengen oder sie in eine unnötige Sackgasse führen. Letztlich kann nur sie die Entscheidungen für sich treffen, was in so einer Situation wirklich nicht einfach ist.

Ich schreibe nicht, sie soll bleiben und auch nicht, sie soll gehen. So etwas kann man doch von außen niemals beurteilen. "Trenn Dich lieber" sagt sich von außen so leicht, für den Betroffenen ist es aber oft kein leichter Schritt. Gerade, wenn es gemeinsame Kinder gibt, finde ich eine solche Entscheidung auch in heutigen Zeiten und auch bei finanziell unabhängigen Frauen schwierig. Eine Entscheidung zur Trennung hat nun einmal auch ihre Konsequenzen für sie und das Kind und das würde ich mir v.a. bei einem kleinen Kind lieber drei mal durchdenken (auch bei maroder Paarbeziehung). Das ist meine Meinung, das kann eine andere Person gern anders entscheiden. Nur muss man mit den Folgen dann leben. Das was ich schrieb, bezog sich daher mehr auf die Zeit der Unsicherheit, zu der sie noch abwägt und nicht weiß, wohin es gehen soll.

Wie ich es verstanden habe, hat ihr Mann nun seit einigen Jahren erfolgreich seine Spielsucht überwunden, aber dennoch Wesenszüge, die es ihr sehr schwer machen. Wenn sie damit rechnen muss, dass diese Wesenszüge so bleiben oder gar mit dem Alter schlimmer werden, kann ich mir auch vorstellen, dass es für sie langfristig besser ist, zu gehen. Wenn die Wesenszüge möglicherweise aber Ausdruck einer aktuellen Belastung (wegen der Familiensituation mit kleinem Kind) sind, dann kann das für die TE anders aussehen. Dass sie keine Liebesgefühle für ihn zurzeit empfindet, liegt ganz bestimmt wesentlich daran, wie sie sich von ihm behandelt fühlt. Auch da stelle ich mir also die Frage, ob sie darauf hoffen kann, dass es besser wird oder nicht. Entscheiden muss sie.

Die Vorstellung, dass es unnormal ist, wenn ein 11monatiges Baby nicht mit Papa spielen will, finde ich nach wie vor befremdlich und sehr unfair gegenüber dem Papa. Wenn er an einer guten Beziehung zum Kind interessiert ist, wird sich das über die Jahre deutlich verbessern (in der Ehe sowie nach Trennung. Im letzteren Fall kommt der unschöne Aspekt dazu, dass er wahrscheinlich geregelten alleinigen Umgang bekommt und der Kontakt dann völlig unabhängig von der Kindesentwicklung von außen festgelegt wird, auch z.B. hinsichtlich Übernachtungen beim Papa usw.). Auch hier weiß nur die TE, wie Papa sich zum Kind verhält.

So, wie geschrieben möchte ich nicht weiter in eine Paralleldiskussion einsteigen. Leider hat die TE auch noch nicht geantwortet, ob sie für sich schon mehr Klarheit bekommt oder weiß, wie es weitergehen soll. Vielleicht würde da auch eine externe Beratung helfen (kann man auch allein machen).


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  moinmoin
schrieb am 23.10.2017 14:34
Tut mir leid zu hören, dass du so unglücklich und hin und her gerissen bist. Ich denke, es ist normal, dass man sich hin und her gerissen fühlt und überlegt, ob eine Ehe zu retten ist. Immerhin war man mit seinem Partner lange zusammen und hat einiges gemeinsam durchgestanden. Ich verstehe, dass du nicht möchtest, dass dein Kind ein Scheidungskind wird, aber ich glaube, dass du auch bedenken musst, wie eure Streitereien sich später auf deine Tochter auswirken werden, wenn sie älter ist und anfängt zu verstehen, dass ihr euch streitet. Das kann für ein Kind eine Belastung sein.

Und du musst auch an dich denken. Mit jemanden zusammen zu bleiben, obwohl du es nicht möchtest, kann für dich auch nicht gesund sein. So oder so liegt es in deiner Hand, du kannst versuchen deine Ehe zu retten und wenn du es nicht schafft, weiterhin in einer unglücklichen Ehe bleiben oder an dich und dein Glück auch mal denken. Ich wünsche dir viel Kraft smile


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  Juli87
Status:
schrieb am 24.10.2017 21:40
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich bin die letzten Tage mit meinem Kind zu meinen Eltern gezogen. Es ging nicht mehr.
Mein Mann hat die letzten Tage sehr um uns gekämpft.
und möchte sehr gerne eine Paartherapie machen
.Er möchte auf keinen Fall unsere Ehe aufgeben.
Ich wollte gerne Bedenkzeit.


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  Keks77
schrieb am 26.10.2017 10:20
Ich schließe mich allen an, die der Meinung sind, eine lieblose Ehe ist kein schönes Umfeld für ein kleines Kind. ABER ich finde, man darf es auch Deinem Mann anrechnen, dass er um Dich und um Eure Familie kämpfen möchte und sogar zu einer Paartherapie bereit ist.

Und ihr seid seit über zehn Jahren zusammen, also wirklich lange, lange bevor ihr Eltern wurdet. Da muss es doch Gemeinsamkeiten geben/gegeben haben und ebenso Dinge, die Du an ihm liebst und schätzt? Da würde ich zumindest ansetzen und vielleicht einen "Neu-Anfang" mit ihm wagen, sofern noch irgendwelche Gefühle da sind...

Alles Gute für Dich!!


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  drhe
schrieb am 08.11.2017 12:46
Zitat
Juli87
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.
Mein Mann und ich sind 10 Jahre zusammen und haben 4 Jahre um unser Wunschkind jetzt 11 Monate gekämpft.
Unsere Ehe hatte sehr viele auf und Abs.
Mein Mann war Spielsüchtig, hat mich immer wieder angelogen und hintergangen.
Irgendwann haben wir das in den Griff bekommen und ich habe ihm verziehen. Seit Jahren ist alles gut.
Ich habe immer und immer wieder über Scheidung nachgedacht, wollte aber die Ehe unbedingt retten
Mein Mann ist ein sehr schwieriger Mensch, er eigentlich keine Freunde und ist auch immer ziemlich unbeliebt.
Er hatte sehr lange Streit mit meiner Schwester und ihrem Freund und seiner Meinung nach, sind immer die anderen Schuld. Und es gab aber auch immer wieder Zoff mit anderen Familienmitgliedern.
Er ist extrem schwierig und sehr empfindlich und ungeduldig.
Er verdreht einem die Worte im Munde und legt alles auf die Goldwaage und das macht ihn auch so extrem unbeliebt.
Mich macht das alles total fertig, er ist immer so verdammt langsam in allem was er tut und ist dadurch keine Hilfe für mich. Ich komme besser im Alltag ohne ihn zu Recht. Unsere Tochter möchte auch nicht mit im alleine Spielen, sie weint immer und möchte direkt zu mir

Wenn wir miteinander reden dann endet es immer im Streit und er beleidigt mich immer sehr.
Ich kann nicht mehr und ich so wirklich liebe ich ihn nicht, aber ich möchte nicht das meine Tochter ein Sxheidungskind wird. Außerdem ist alles um uns herum eigentlich gut, er verdient ganz gut und uns geht es finanziell dadurch nicht schlecht. Möchte das meiner Tochter nicht nehmen.
Aber ich bin so unglücklich mit ihm und ständig unter Stress, wenn er da ist.
Er weiß das alles, sieht seinen Fehler aber nicht und ich wäre ja so komisch und stehe nie zu ihm. Wie soll ich zu einem Mann stehen, deren Ansichten ich nicht teilen?
Ich habe immer gehofft, dass er sich ändert, wenn wir ein Kind bekommen. Das war aber wahrscheinlich dumm und naiv von mir.

Erstmal, ein Kind rettet keine Beziehung. Daran sind schon viele gescheitert.
Auch ist es heute nichts ungewöhnliches ein Scheidungskind zu sein. Das Kind wird dann sicher sogar besser damit umgehen können.
Solltest Du aber doch Deine Beziehung retten wollen, würde ich das Gespräch mit einem Paartherapeuten empfehlen. In den Gesprächen, welche auch ohne Partner stattfinden kann man sich erstmal über sich selber klar werden. Außerdem helfen diese Gespräche das ganze mal neutral zu betrachten.


  Re: Ist unsere Ehe noch zu retten?
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  Lena22
Status:
schrieb am 08.11.2017 16:40
Eine Paartherapie ist bestimmt gut. Das Ergebnis ist ja offen. Vielleicht hilft es euch wieder zusammen zu finden. Ich würde darauf achten das du dich dann aber nicht (mehr?) zu sehr verbiegst. Ich denke damit du mit deinem Mann glücklich werden könntest müsste sich viel ändern. es ist die Frage ob das realistisch ist. Aber selbst wenn du zu dem Entschluss kommst das du nicht mehr zu ihm zurück möchtest hilft ein Paartherapie euch vielleicht auch euch friedlicher zu trennen und zusammen auf Elternebene zu harmonieren.... Ich wünsche dir alles Gute!!!!




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