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  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
avatar  Maral
schrieb am 18.10.2017 09:01
Ja, das WM wird leider im Moment ziemlich verherrlicht. Für mich persönlich ist es in den meißten Modellen ein Modell für die Eltern und nicht fürs Kind. Weil heutzutage irgendwie mehr der Fokus auf die Gleichberechtigung der Eltern gerichtet ist.

Es mag Fälle geben, wo es sinnvoll und gut ist ( für mich als Kind wärs ein Alptraum geworden). Dieses Durchsetzen gegen den Willen eines ET geht meines Erachtens gar nicht. Ich selber kenne kein Kind, welches das toll findet ( gibt es aber bestimmt).
Ich persönlich finde WM nur dann sinnvoll, wenn a) die Kinder das wollen, und / oder b) sich die Eltern darüber einig sind, nah beieinander wohnen, kein Streit herrscht und beide finanziell in der Lage sind, das zu wuppen. Und die Bindung / die Versorgung vor der Trennung war bei beiden ET gegeben. Es macht in meinen Augen wenig Sinn, wenn sich bisher ein ET so gut wie entzogen hat. Ob es was für euch wäre, müsstet ihr einfach mal überlegen. Ich selber hätte und würde in unserer Situation niemals freiwillig einem WM zustimmen. Ausnahme: Das Kind würde irgendwann mit dem Wunsch auf mich zukommen.

In wie weit bei dir das ganze realistisch ist, weiß ich nicht, dazu weiß Impala sicher mehr. Tatsache ist, wenn er auf die Kinder beharrt, wird dieses Modell sicher auch zur Diskussion mit ins Spiel gebracht.

Warum willst du soweit weg ziehen? Oder habe ich da was verwechselt und er ist weggezogen? Aufgrund der Kontinuität ist sicher vorzuziehen, dass das Kind im Kindergarten bleiben kann wenn möglich. Bei der heutigen Gesetzeslage finde ich wegziehen mit Kindern, bzw den Plan immer etwas ungünstig.


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
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  Katha0886
Status:
schrieb am 18.10.2017 09:13
Hallo,

Aufgrund der Tatsache, dass ich alles mit dem Bus oder zu Fuß erreichen muss, kommt für mich nur, zumindest eine Kleinstadt in Frage.
der Vorschlag mit dem Wechselmodell würde nur dann funktionieren, wen n ich im Ort bleibe, wo es keine Wohnungen gibt, oder in den nächsten größeren Ort ziehe. Aber von da kann ich auch den Kindergarten mit dem Bus nicht erreichen, weil in den Ferien gar kein Bus fährt. Also müsste ein Kindergartenwechsel erfolgen. Die Kleine geht ja noch gar nicht.
So meinte die Anwältin, habe ich Gründe, warum es gerade die 25 km Entfernung sein müssen und ein Wechselmodell hat keinen Sinn. Auch weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob es für ein einjähriges Kind gut ist ...

So bleibt für uns letztendlich nur eine alleinige Übertragung.


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
avatar  Maral
schrieb am 18.10.2017 09:57
Es sei dir gegönntsmile
Nur wird dir wahrscheinlich keiner sagen können, wie das letzlich ausgeht. Dafür haben wir ja nicht genug Infos. Und was ich so mitbekommen habe, auch durchaus von der Region und vom Richter abhängig. Deine Anwältin weiß bestimmt, was sie tut. Gut wäre vielleicht , wenn du gleichzeitig schon ein praktikables und großzügiges Umgangsmodell vorlegen kannst, soweit ich das mitbekomme, ist das heutzutage ebenfalls ein Kriterium, dass die Kinder lieber bei jemandem sehen, der dem Kontakt zum anderen ET positiv gegenüber steht und den Umgang ermöglicht. ( Weitaus besser als jemand, der entscheidet, wann der andere die Kinder sehen darf , dass möglichst gering hält und sich mit der WEitergabe von Infos schwer tut).


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
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  Mond69
schrieb am 18.10.2017 10:54
Hallo,

auch wenn das Kind das WM will, kann es Mist sein: Meine Freundin hat sich vor Jahren getrennt, ihre Tochter war zu dem Zeitpunkt 11-12. Das Kind hatte Mitleid mit dem Papa und hat um das WM gebeten ( und gleichzeitig meine Freundin überredet beim Jugendamt das gemeinsame Sorgerecht (sie hatte von Geburt bis zur Trennung das alleinige...) zu erklären. Der Vater hat das Kind damals massiv beeinflusst und auf Mitleid gemacht.

Kurz und gut: das WM wurde bis zum Abi durchgezogen, obwohl das Mädel gerade in der 11./12. Klasse extrem gestresst (Abi, erste Liebe, das übliche halt) war und das WM das berühmte Tröpfchen war, um den Stress ins Unermessliche zu erhöhen. Das Ganze gipfelte in der 12. in einer stressebedingten Gürtelrose. Meine Freundin hat ihr mehrmals angeboten, dass sie ganz zum Vater ziehen darf, einfach um zur Ruhe zu kommen. Das konnte das Mädel wiederum mit ihrem Verständnis von Fairness nicht vereinbaren.

Tja und irgendwann sagte sie, dass sie nach dem Abi eine Ausbildung macht, um eigenes Geld zu verdienen und sich eine Wohnung leisten zu können, weil sie einfach vom Pendeln die Nase gestrichen voll hat. Der Vater war dann eingeschnappt (sie war fast 19!!!) und hat keinen Handschlag in der (WG-) Wohnung des Kindes gemacht oder beim Umzug geholfen. Meine Freundin mit ihrem neuen Partner hat alles gestemmt... auch den finanziellen Part, den das Mädel nicht leisten konnte.

Mein Eindruck, was ich so im Kollegenkreis mitbekomme, auch wenn es gerade nicht gesellschaftskonform ist: WM ist schon krasser Egoismus der Eltern und stresst die Kinder enorm. Wer auf der Welt findet es schon toll, 2 Kinderzimmer, 2 Wohungen, 2 verschiedene Leben zu haben? Das überfordert doch die meisten Kinder- Vater hin, Vater her...

LG Sylvia


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  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
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  Mond69
schrieb am 18.10.2017 11:01
Hallo,

ist es denn gesundheitlich gesehen, ausgeschlossen, dass Du irgendwann den Führerschein machst? Gerade, wenn man allein ist, finde ich Flexibiltät und Unabhängigkeit sehr wichtig. Und Auto/Führerschein erleichtern schon vieles, unabhängig davon, wie es bei Euch ausgeht...

LG Sylvia


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
avatar  Maral
schrieb am 18.10.2017 11:11
Zitat
Mond69
Hallo,

auch wenn das Kind das WM will, kann es Mist sein: Meine Freundin hat sich vor Jahren getrennt, ihre Tochter war zu dem Zeitpunkt 11-12. Das Kind hatte Mitleid mit dem Papa und hat um das WM gebeten ( und gleichzeitig meine Freundin überredet beim Jugendamt das gemeinsame Sorgerecht (sie hatte von Geburt bis zur Trennung das alleinige...) zu erklären. Der Vater hat das Kind damals massiv beeinflusst und auf Mitleid gemacht.

Kurz und gut: das WM wurde bis zum Abi durchgezogen, obwohl das Mädel gerade in der 11./12. Klasse extrem gestresst (Abi, erste Liebe, das übliche halt) war und das WM das berühmte Tröpfchen war, um den Stress ins Unermessliche zu erhöhen. Das Ganze gipfelte in der 12. in einer stressebedingten Gürtelrose. Meine Freundin hat ihr mehrmals angeboten, dass sie ganz zum Vater ziehen darf, einfach um zur Ruhe zu kommen. Das konnte das Mädel wiederum mit ihrem Verständnis von Fairness nicht vereinbaren.

Tja und irgendwann sagte sie, dass sie nach dem Abi eine Ausbildung macht, um eigenes Geld zu verdienen und sich eine Wohnung leisten zu können, weil sie einfach vom Pendeln die Nase gestrichen voll hat. Der Vater war dann eingeschnappt (sie war fast 19!!!) und hat keinen Handschlag in der (WG-) Wohnung des Kindes gemacht oder beim Umzug geholfen. Meine Freundin mit ihrem neuen Partner hat alles gestemmt... auch den finanziellen Part, den das Mädel nicht leisten konnte.

Mein Eindruck, was ich so im Kollegenkreis mitbekomme, auch wenn es gerade nicht gesellschaftskonform ist: WM ist schon krasser Egoismus der Eltern und stresst die Kinder enorm. Wer auf der Welt findet es schon toll, 2 Kinderzimmer, 2 Wohungen, 2 verschiedene Leben zu haben? Das überfordert doch die meisten Kinder- Vater hin, Vater her...

LG Sylvia

Das ist klar. Dennoch wäre der Wunsch des Kindes schon für mich ein Kriterium, darüber nachzudenken. Es kann dann nämlich schon auch mal funktionieren. Es leben ja nun auch wahrlich nicht alle Eltern so im Streit, dass das Kind in einen Loyalitätskonflikt gerät. Es gibt ja auch durchaus positivbspw. Und WM ist ja vieles. Die ideale Variante, wo die Eltern dicht zusammenleben und Kind nach Lust und Laune überlegt, wo es gerade sein möchte. In dem Moment, wo die Eltern sich einig sind, dass das Kind einfach mal spontan bis Dienstag bleibt, statt bis Sonntag, hast du ja auch schon eine Art WM. Ich meine ja auch den "echten" Wunsch und nicht darin begründet, dass das Kind dieses aus Pflichtbewusstsein tut.
Mich nervt, dass scheinbar der Fokus heutzutage überwiegend stark auf der Gleichberechtigung der Eltern liegt. Und das durchaus auch auf Kosten des Kindes, wie ich finde. Aufgrund dessen wär ixch mir heute nie mehr sicher, wie soetwas vor Gericht ausgehen würde.


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
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  kerstin*
schrieb am 18.10.2017 11:28
Du hättest nicht mit den Kindern ohne sein Einverständnis weg ziehen dürfen. Das war m. E. ein Fehler. Rechtlich dürfen die Kinder nur mit Einverständnis beider Elternteile umziehen und der Vater handelt rechtmäßig, wenn er den Umzug verhindert und mit den Kindern in der Familienwohnung bleibt.

Die Kinder leben jetzt wieder in ihrem gewohnten Umfeld und an Deiner Stelle würde ich da auch ganz schnell wieder einziehen und auf Zuweisung der Wohnung klagen.

Das ist natürlich hart für Dich aber dadurch, dass der Vater die Kinder jetzt in der Familienwohnung betreut macht er einen Punkt wett im Vergleich zu Deinen Punkten als Hauptbetreuungsperson der Kinder.


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
avatar  Maral
schrieb am 18.10.2017 11:50
Das geht ja aber aus dem Text gar nicht hervor. Wenn sie sagt, sie zieht mit den Kindern zu ihrer Mutter und er sagt erstmal nichts dagegen, ist das Einverständnis ja gegeben. Und selbst wenn nicht, könnte er ja auch ganz normal das ABR beantragen, mit der Begründung. Das geschieht bei ungewolltem Umzug ja nicht selten. Zumal sie ja nicht in ein anderes Bundesland oder so zieht. / gezogen ist.
Die Kinder jetzt seinerseits einzubehalten, und vorzugeben, wann sie diese sehen darf, ist genauso wenig rechtens. Es ist prinzipiell ja egal erstmal, wer mit den Kindern wo wohnt. Es herrscht Uneinigkeit, also wird das Gericht darüber entscheiden. Das wäre selbst dann möglich, wenn sie 300 km weggezogen wäre, ebenso wenn er sich weigert, die Kinder mitziehen zu lassen.
Auch Spekulationen über die Wohnung finde ich schwierig. Wäre ich er, würde ich sie nicht wieder einziehen lassen. Und auf Zuweisung der Wohnung klagen? Dazu muss sie ja zumindest Mitmieterin sein. Mein Ex stand nicht im Mietvertrag bspw.


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
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  Katha0886
Status:
schrieb am 18.10.2017 11:53
Also dort wieder einziehen kommt gar nicht in Frage. Weil er mit seinen Eltern und seinen Großeltern unter einem Dach wohnt. Und die Kosten könnte ich auch gar nicht tragen.
Ja das stimmt schon, einfach mitnehmen hätte ich sie rechtlich nicht dürfen, aber ich kann die Kinder auch nicht allein lassen, wenn niemand zu Hause ist. Auch hat er es dann nicht anders gemacht. Er hat gesagt, er nimmt sie für eine Woche, bringt sie wieder her und sagt dann zwei Tage später, er behält die Kinder ... Pech gehabt. Er hat auch nicht mit Recht gehandelt. Er kann ja alleine auch nicht einfach sagen, die Kinder bleiben bei ihm und ich habe kein Mitspracherecht.

Einen Führerschein werde ich nie machen können. Gesundheitlich ist es einfach nicht möglich.
Deswegen habe ich die Staddt auch mit Bedacht gewählt. Zum Kinderarzt sind es vom Wohnort nur wenige Meter, der Kindergarten ist über die Straße und ich habe super Bus und Zuganbindung.


Ich bin auch kein Mieter oder Eigentümer des Hauses meines Mannes gewesen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.17 11:59 von Katha0886.


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
no avatar
  Katha0886
Status:
schrieb am 18.10.2017 11:57
...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.17 11:59 von Katha0886.


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
avatar  hatana
schrieb am 01.11.2017 22:38
Ganz ehrlich, wenn es um meine Kinder ginge, da könnte mein Mann sich sehr warm anziehen. Behalte sie doch beim nächsten Besuch und behaupte was von Missbrauch. Wenn er sich so verhält hat er doch keine normale Reaktion verdient.


  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
no avatar
  gelöschter User
schrieb am 01.11.2017 22:48
Falschbeschuldigung einer schweren Straftat . Top Tip um die Kinder zu verlieren. Und verurteilt zu werden. Aufforderung zu einer Straftat ist übrigens auch strafbar.

§ 111
Öffentliche Aufforderung zu Straftaten

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.
(2) 1Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. 2Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.

Zitat
hatana
Ganz ehrlich, wenn es um meine Kinder ginge, da könnte mein Mann sich sehr warm anziehen. Behalte sie doch beim nächsten Besuch und behaupte was von Missbrauch. Wenn er sich so verhält hat er doch keine normale Reaktion verdient.



  Re: Alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht
no avatar
  henriette
schrieb am 03.11.2017 08:10
sag mal geht es noch?????? wie kann man so einen kriminellen blödsinn auch nur ansatzweise denken. und was sollen die kinder dann von ihrem vater halten, der sie angeblich missbraucht hat. den kindern wird dann also quasi eingeredet, dass sie missbrauchsopfer sind, obwohl das garnicht stimmt. bevor man sowas schreibt, sollte man dann doch etwas weiter denken.
und familiengeheimnisse kommen raus, wie auch immer und belasten, wie auch immer.




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