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  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
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  Stiefmama
schrieb am 11.10.2017 10:40
Hallo Kraulquappe,

Ich wüsste aber nicht wie ich mich zurück nehmen soll! Sobald er am Freitag NM/Abend kommt, verlangt er schon Zeit mit mir alleine und der Papa ist mal absolut uninteressant. Schlafen gehen will er ja auch nur mit mir und es gibt einen riesen Aufstand, wenn der Papa mal sagt, dass er mit ihm schlafen geht. SA ist es dann auch so, dass er die ganze Zeit bei mir klebt und mit mir alles gemeinsam machen will. SO schwängt das dann eben um und dann will er nur Zeit mit dem Papa und wird ungut zu mir.
Wie soll ich mich da zurück nehmen? Ich müsste dann jedes 2. Wochenende woanders verbringen! Aber das kann ja auch nicht die Erfüllung sein, zu mal mein Lebensgefährte immer nur jedes 2. Wochenende frei hat und da eben sein Sohn zu uns kommt.

Ich hab wirklich schon überlegt, ob ich nicht mit seiner Ex Frau darüber rede. Ich habe das Gefühl, dass sie mehr Verständnis dafür hätte, wenn ich mir Sorgen mache. Und vor allem würde sie meinem Lebensgefährten ganz direkt sagen, dass wenn er nicht endlich Regeln und Grenzen setzt, er einfach nicht mehr zu uns kommen darf! Für mich wäre das im Moment die einzige Möglichkeit, aber natürlich würde das einen riesen Krach mit meinem Partner bedeuten...


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
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  gelöschter User
schrieb am 11.10.2017 11:15
Ich glaube, ihr solltet euch alle drei mal an einen Tisch setzen, mit Stift und Papier unter dem Motto "das Beste für das Kind". Vereinbart Gesprächsregeln (kein Stochern in der Vergangenheit, maximal 2 Minuten reden, jeder wird ernst genommen, jeder MUSS Lösungen präsentieren...) und versucht Lösungen zu finden.


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
avatar  kraulquappe
schrieb am 11.10.2017 11:35
Hallo Stiefmama,

also mal ehrlich, das mit dem eigenen I-Pad für einen 4, bzw. 1,5 Jährigem und dann noch dieses Spiel mit Menschen aus dem Auto abknallen, geht schon mal
gar nicht.
Ich glaube ich kenne dieses Spiel, habe meine Kinder dabei erwischt wie sie es bei meiner Freundin (die hat schon ältere Jungs) gespielt haben. Ich dachte ich spinne!
Also wenn die Mama dieser Jungs nichts dagegen hat daß ihre Söhne in diesem Alter schon ein eigenes I-Pad brauchen und dann noch uneingeschränkt damit hantieren dürfen, frage ich mich doch ob du da irgendwelche Chancen hast mit ihr gemeinsame Sache zu machen.
Jedenfalls glaube ich auf alle Fälle das der unkontrollierte Umgang mit diesen Medien dazu führen kann dass Kinder sagen wir mal so " seltsames Verhalten" zeigen.
Als wir damit begannen unsere Kinder Computerspiele spielen zu lassen ( sie waren 5 und 8)überließen wir ihnen manchmal unser I-Pad. In dieser Zeit fiel mir auf das unser Größer abends sich komplett in seine Decke wickelte und nachts manchmal schrie weil er im schlaf nicht mehr raus fand.
Zuerst war ich ratlos dann kam mir ein Verdacht und ich checkte mal am I-Pad im Verlauf nach. Ich war geschockt was ich da so fand. Nicht nur verstörende Spiele, auch äusserst seltsame You Tube Filme....

Dass der Sohn deines Partners, mal an dir klammert, dann an seinem Papa kann auch Eifersucht dir gegenüber sein, immerhin hat sein Papa UND seine Mama jemand
Neuen. Das ist für ein so kleines Kind eine enorme Veränderung und Erweiterung seiner kleinen Welt.

Mir ist klar dass in deinem Fall eine Abgrenzung nicht so einfach ist, aber das fängt schon mit Kleinigkeiten an. Wie z.B. deine Titulierung als "Stiefmama".
Du kannst auch die Freundin vom Papa sein. Die mal nett und fürsorglich sein kann, die aber nicht die Windeln nachts wechseln muss und nicht Papa und Sohn irgendwo abholen muss weil der Kleine aufs Klo muss. Um solche Dinge darf sich mal schön Papa und Mama kümmern. Und wenn ein Kind meiner Freundin sich in meinem Haus
daneben benimmt dann mach ich meine Grenzen ganz schnell klar.

Du hast wirklich, leider eine sehr undankbare Rolle, befreie dich daraus.

Alles, alles Gute


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
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  perlhuehnchen
Status:
schrieb am 11.10.2017 13:58
Hallo,

...undankbare Rolle...

...diese Worte treffen es so ziemlich auf den Punkt, wenn man Dich braucht kommst Du,
hilfst Du, machst Du was Dir möglich ist...aber bitteschön ein eigene Meinung zu dem Ganzen,
Mitsprache bei der Erziehung, Äußern von Sorgen das wird Dir verwehrt.
Für mich steckst Du in einer tiefen Sackgasse was das Thema Stiefkind betrifft...

Früher oder später wird Eure Beziehung darunter leiden und ich bin mir nicht mal sicher
ob es Deinem Mann bewust ist.

Sei doch einfach mal ein Wochenende nicht da wenn der Kleine da ist, dann kann Papa
mal alle Verantwortung für den Kleinen übernehmen, so wie es eigentlich sein sollte. Vielleicht
ergibt sich durch dieses Wochenende die Redebasis auf die Du schon so lange wartest...und wenn
nicht dann bleibt so wie ich das sehe nur noch die "Pistole auf der Brust"

Der Kleine tut mir im übrigen furchtbar leid, denn grade bei solch zerrissenen Familien
brauchen die Kinder drumherum Strukturen, Anker und Halt...

Mit einem Ipad und freiem Zugang zu so ziemlich allem was das www bietet braucht man sich auch
über die Äußerungen von ihm nicht zu wundern. Eine andere Möglichkeit wären auch die größeren
Stiefgeschwister. Hast Du ihn denn schon mal gefragt wo er das mit dem Aufschlitzen und Totmachen
gehört hat? Meine Tochter ist 4 (bald 5) und kann mir ziemlich gut wiedergeben wo sie Dinge
die sie erzählt her hat...

LG und viel Kraft für deinen "Kampf"

Perlhuhn


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.10.17 14:34 von perlhuehnchen.


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  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
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  Stiefmama
schrieb am 11.10.2017 14:15
Hallo Kraulquappe,

Ja ich weiss, da gibt es einige Punkte, die nicht in Ordnung sind, aber ich nichts zu sagen habe, weil es ja nicht mein Kind ist. Obwohl mein Partner (am Anfang) immer meinte, er möchte das eben alles gemeinsam mit mir "erleben" etc. Aber im Endeffekt bedeutet es, dass ich die ganzen Pflichten habe, aber immer schön brav den Mund zu halten habe. Er hat schon öfters zu mir gesagt, dass ich keine Ahnung habe, weil ich ja kein Kind habe. Nur, nur weil man ein Kind gezeugt hat, heisst das noch lange nicht, dass ich automatisch alles richtig mache, oder?

Ich weiss, dass das alles unter keinem guten Stern steht und eigentlich zum Scheitern verurteilt ist. Vor allem, wenn er und ich nicht am gleichen Strang ziehen, sondern er ausnahmslos alles von mir negativ auffasst, dass den Kleinen betrifft...


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
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  Stiefmama
schrieb am 11.10.2017 14:39
Hallo Perlhuenchen,

Ja du hast es ganz gut getroffen! Abholen, spielen, baden, schlafen legen, Essen machen, ... alles darf ich schön brav machen, aber wie ich eben im Sommer mal angemerkt habe, dass er von Tag zu Tag schlimmer geworden ist, weil ihm schlichtweg die Regeln gefehlt haben und er machen konnte was er wollte, hat er das überhaupt nicht akzeptiert und ist bis heute deswegen sauer auf mich. Wie ich auch so etwas nur über seinen Sohn sagen kann, es gibt ja weitaus Schlimmere als ihn...

Ich weiss leider, dass das Ganze etwas aussichtlos ist, wenn man mit dem eigenen Parnter nicht darüber reden kann. Und ich mag mir das aber ehrlich gesagt nicht alle 2 Wochen antun müssen und in sämtlichen Ferien. So viel Urlaub hab ich im Jahr nicht, dass ich dann absolut Energielos und gefrustet wieder arbeiten gehen muss.

Vor ein paar Monaten, als ich wirklich extrem viel Stress in der Arbeit hatte und noch dazu verkühlt war, hab ich zu ihm gesagt, dass ich dieses Wochenende einfach nicht die Kraft und Energie für ihn habe, sondern Ruhe brauche um wieder runter zu kommen und Energie zu tanken. Aber ich würde natrülich NIEMALS wollen, dass er deswegen auf sein Vater-Sohn-Wochenende verzichten muss. Ich hab vorgeschlagen, dass ich eben das Wochenende bei meinen Eltern verbringe. Unterm Strich hat er ihn dann nicht geholt. Weil er scheinbar allein mit ihm überfordert ist. Und wahrscheinlich auch, weil er ihm nicht erklären wollte, wieso ich nicht da bin.
Wenn ich mich also zurück nehme, dann holt er ihn einfach nicht. Was mir im Grunde genommen egal sein könnte, weil ich bestehe ja nicht auf die gemeinsamen Wochenenden. Aber ich finde es auch einfach nicht in Ordnung. Ist ja immerhin sein Sohn und nicht meiner.
Und die Tatsache, dass ab nächstem Jahr dann der kleine Sohn auch mit kommt, überfordert ihn ja jetzt schon. Und allein beim Gedanken daran, hau ich auch schön langsam die Nerven weg, da dann 2 Burschen einfach tun was sie wollen und ich hab kein Recht, irgendwas zu sagen...


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
avatar  Kelly123
schrieb am 11.10.2017 20:12
Hallo Stiefmama,

ich finde auch dass alle Beteiligten sehr froh sein können dass sie dich haben. Anscheinend bist du der Fixpunkt der hier am meisten Ahnung hat und vielleicht auch gerade weil du von außen kommst, auch siehst was hier falsch läuft. Die Exfrau deines Partners kennt ja auch deinen Partner. Das bedeutet sie weiß es ja wohl wie es läuft und ist wahrscheinlich total froh dass sie weiß dass du da bist. Von daher würde ich das Gespräch mit ihr suchen. Wie du die Situation mit den beiden beschreibst würde ich nicht das Gespräch zu dritt suchen.

Dass ich das ganze in deiner Wohnung abspielt würde ich auch davon ausgehen dass es klar ist das deine Regeln gelten. Ist dein Partner gleich nach der Scheidung zu dir gezogen?
Und was ich mich noch frage ist wie hält er eigentlich den Kontakt zu dem kleineren Sohn? Oder kommt der dann ganz frisch ohne dass er seinen Papa gut kennt zu euch?

Dazu dass er euch Samstag und Sonntag so gegeneinander ausspielt möchte ich sagen, dass meiner Erfahrung nach die Kinder in diesem Alter dazu neigen die Bestimmer sein zu wollen aber dass das einfach nicht durchzugehen hat. Also wenn er nicht will dass Papa mit auf den Spielplatz kommt dann könntest du einfach sagen: ja ich habe gehört du möchtest nicht dass Papa mitkommt wir verbringen aber den Tag alle gemeinsam und deswegen gehen wir auch alle gemeinsam auf den Spielplatz.
Und wenn darauf dann der Papa sagt der Sohn darf aber bestimmen weil er soll möglichst glücklich sein. Dann kannst du sagen das er über dich nicht bestimmen kann.
Oder du sagst: nicht bestimmen macht Kinder glücklich sondern Regeln!

Vielleicht gibt dir auch folgendes Kraft für ein klärendes Gespräch mit deinem Partner: ihr seid jetzt noch am Anfang eurer Beziehung und seid verliebt und man denkt man könnte über vieles hinweg sehen. Aber in Wirklichkeit solltest du es so sehen dass alles was du dir jetzt nicht richtest für immer so bleibt. Und möchtest du für immer außen vor bleiben? Möchtet ihr eigentlich auch gemeinsame Kinder bekommen? Und möchtest du dann dass er auch mit diesen Playstation spielt?

Es ist total gemein zu sagen du kennst dich nicht aus nur weil du keine eigenen Kinder hast. Er kennt sich auch nicht aus nur weil er welche gezeugt hat. Auch wenn du welche geboren hast kennst du dich vielleicht nicht aus. Aber du machst dir einen Kopf fühlst dich in die Situation und merkst irgendetwas läuft hier schief.
In Wirklichkeit verlässt er sich komplett auf dich das zeigt auch dass er seinen Sohn nicht geholt hat als du krank warst. Das finde ich wirklich eine sehr krasse Aktion. Vielleicht auch besser so aber irgendwie kann es doch nicht sein dass er seine Beziehung zu seinem Sohn von dir abhängig macht.

Auch mit gemeinsamen Kindern ist man sich oft in Erziehungsfragen uneinig. Zumindest ist das hier bei mir so. Aber zumindest wird keinem dann gesagt das sind ja nicht deine Kinder. Du leistest viel und es ist deine Wohnung, stell dich auf die Beine das ist auch für deinen Stiefsohn das beste!

Vielleicht lässt du mal hören wie es weitergegangen ist mit euch. Es ist wirklich ein sehr interessantes Thema.

Alles Gute,
Kelly

Ich habe das Gefühl alles was du so machst klingt nach einem liebevollen Umgang und du siehst das auch richtig dass diese Computerspiele ganz ganz schlecht sind für einen so kleinen


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
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  summertime70
schrieb am 11.10.2017 22:02
Hallo,

es wurde inzwischen mehrfach erwähnt, aber auch ich würde, wenn sich einer meiner Jungs (7,5,2 Jahre alt) so verhalten würde, würde ich mir große Sorgen machen und professionelle Hilfe suchen. Ich denke auch, dass der absolut nicht altersgemäße Zugang zum Internet einiges erklärt. Ich habe den Thread in den letzten Tagen mitgelesen und mich vorher gefragt, wer so sonst als Vorbild für Gewalt in seinem Umfeld in Frage kommt.

Letztlich kannst Du nur Deine Grenzen in dieser Situation wahren. Wenn Du z.B. vollkommen verständlich keinen nackten Vierjährigen in deiner Wohnung auf dem gedeckten Tisch sehen möchtest, dann ist das so. Das hat nichts damit zu tun, wieviel Erfahrung du im Umgang mit Kindern hast und ob Du schon mal selber ein Kind in die Welt gesetzt hast.

Ich denke auch, an einem oder mehreren Gesprächen dazu führt hier kein Weg vorbei - auch wenn das die Beziehung auf die Probe stellen könnte.
Ich habe mir jetzt gerade ein paar Gedanken über eine freundliche Formulierung gemacht, aber nach allem, was Du hier über Deinen Partner schreibst, fällt mir nur ein: was will sie mit dem Kerl? Ich möchte Dich nicht verletzen, denn Du bist ja offensichtlich mit ihm zusammen, aber er kommt hier als ein nicht kommunikationsfähiger, nicht kritikfähiger, nicht empathischer, sich nicht wirklich um das Wohlergehen seiner Kinder sorgender, andere verletzender Mensch rüber.

Da wird es sicherlich schwierig, ein konstruktives Gespräch zu führen. Da er Dich offensichtlich braucht, um den Umgang mit seinen Kindern zu gestalten (wie man an dem einen WE sieht, er scheint sich ja nicht zu trauen, mit ihnen alleine zu sein), wäre hier ein Ansatzpunkt, um Deine Grenzen durchzusetzen. Denn hier ist er, auch wenn er das wohl nicht gerne wahrhaben möchte, von Dir abhängig.

Wenn Du es schaffst, dich in dieser Situation zu behaupten, wirst Du damit auch dem Jungen helfen.


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 12.10.2017 21:28
Liebe Stiefmama,
noch zwei neue Aspekte: Wenn der Kleine sich so an dich klammert, scheint er ein emotionales Defizit zu haben, also von seinen Eltern nicht genug ehrliche Liebe zu bekommen, Liebe ist ja nicht gleichbedeutend mit der Grenzenlosigkeit, die sein Vater ihm entgegen bringt. Dass es dem Kleinen nicht gut geht, wurde ja schon deutlich. Vermutlich wendet sich die Aggression sonntags gegen dich, weil er verletzt ist, dass du ihn wieder wegschickst, er versucht sich auf seine Art von dir zu lösen. Damit komme ich zum 2. Aspekt: Du bist dir nicht sicher mit dem Mann (ein Papa, der sein Kind nicht holt, weil seine Freundin nicht da ist, wäre für mich auch kein Traumpartner). Solltest du dich in der jetzigen Situation mit deiner engen Bindung an den Kleinen von dem Partner trennen, wäre das für den Kleinen eine Katastrophe. Deshalb würde ich dem Vater seine Verantwortung für seinen Sohn zurückgeben und behutsam Distanz aufbauen. So bitter es ist: Du kannst den Kleinen nicht retten. Ich an deiner Stelke würde mich verpflichtet fühlen, dem Vater zu sagen, was zwischen ihm und seinem Sohn meines Erachtens falsch läuft, aber mehr kannst du nicht tun. Und bleib nicht mit dem Vater zusammen, weil du den Kleinen retten möchtest, das wirst du nicht durchhalten.
Liebe Grüße und alles Gute für dich!


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
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  Joaninha
schrieb am 13.10.2017 13:56
Hallo,

ich hab nur kurz überflogen, deshalb weiß ich nicht, ob ich etwas wiederhole, was schon gesagt wurde. Zu der Geschichte mit Tod und Sterben kann ich nichts sagen, weil mein Kind ist noch nciht in dem Alter ist. Interessant finde ich aber, was Du über das Verhalten des Kindes freitags und samstags einerseits, sonntags andererseits schreibst. Es hört sich an, als würde er zu Beginn des Wochenendes einen Mama-Ersatz suchen und am Ende des Wochenendes seinen Papa festhalten wollen, damit er nicht weggeht. Kann es sein, dass ihm vielleicht gar nicht so sehr die jetzige Situation, aber doch die Trennungsmomente zu schaffen machen? Einmal freitags von der Mama - das fängst Du auf - und dann sonntags die Trennung vom Papa. Dass er dabei tageweise Dich und seinen Vater verteidigt, hört sich für mich so an, als würde sich für ihn an jedem Wochenende, das er bei seinem Papa verbringt, die Trennung seiner Eltern reproduzieren, als würde er Euch voreinander verteidigen, um Euch mit aller Kraft beizustehen, damit es nicht zum Zerwürfnis kommt. Wobei ihr als aktuelles Paar nur stellvertretend für Mama und Papa damals steht.

Was die Trennugnsmomente betrifft, wäre es vielleicht gut, es zu handhaben wie bei der Kindergarteneingewöhnung: Die Mama, also in dem Fall Du, bleibt erst einmal eine Zeit dabei, wenn das Kind zu einer neuen Bezugsperson (also dem Papa, so unschön das auch ist) kommt. Wenn die beiden, also Papa und Sohn, dann schön miteinander spielen, kann man sich langsam rausziehen und sie alleine lassen... das würde ich um des Kindes willen wirklich versuchen.

Was das andere betrifft, die Verarbeitung der Trennung der Eltern, ist nochmal ne andere Baustelle, dazu kann ich nciht wirklich Tipps geben.


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 22.10.2017 16:07
Ich kenne das Thema Tod, Kämpfen, Waffen, etc. auch von vielen Jungs im Alter von 3-6 Jahren.

Was ich schwierig finde ist deine Art des Nachfragens. Wenn er formuliert, dass er etwas oder jemanden "aufschlitzen" will, dann ist im Alter von 4 Jahren erstmal zu vermuten, dass er dieses Wort irgendwo gehört hat, es nutzt und damit eine bestimmte Reaktion hervorruft. Gerade bei einem Scheidungskind würde ich erstmal davon ausgehen, dass er soetwas nutzt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Etwas Problematisches wie z. B. "Tiere quälen wollen" würde ich dahinter nicht vermuten und deshalb das Thema anhören, nicht hinterfragen, stehen lassen und beobachten.
Du widmest ihm dann aber offenbar viel Aufmerksamkeit, hinterfragst, eröffnest neue Perspektiven ("sehen wollen was drinnen ist") und machst Dialoge draus.

Allgemein wird immer angenommen, dass "sehen wollen, was in einem Körper ist" psychisch irgendwie gefährlich ist. Eine Bekannte erzählte mal, dass sie so etwas auch schon immer interessiert habe. Jetzt ist sie Chirurgin.


  Re: Stiefsohn redet vermehrt von töten
no avatar
  Anonymer Benutzer
schrieb am 30.07.2018 16:50
Lass dich auf jeden Fall beim Jugendamt oder Psychologen beraten..




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