Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network   Führt die Entfernung der Eileiter auch zu weniger Eizellen?neues Thema
   PID: Mehr Schwangerschaftsrisiken nach genetischer Untersuchung der Embryonen?
   Wie wichtig ist die Morphologie der Spermien bei der Insemination?

  ständig Ängste um die Kinder
no avatar
  Summersunshine
schrieb am 17.09.2017 16:10
Hallo ihr Lieben,

ich habe ständig Angst um meine Kinder. 
Konkret davor, dass sie schwer verunglücken, schwer ernkranken und/oder sterben. 

Ich habe bereits eine tiefenpsychologische Therapie gemacht und die in der Kindheit liegenden Ursachen meiner Ängste erforscht. Da gab es einige Ursachen, die das Entstehen meiner Ängste verursacht oder begünstigt haben. Wo die ursprüngliche Wurzel liegt, weiß ich also.

Danach habe ich eine Verhaltenstherapie gemacht, um zu lernen, mit den Ängsten zu leben/umzugehen.

Leider nehmen die Ängste in der Intensität kaum ab.

Ich habe diverse "Kniffe" probiert (a la "Gedankenstopps", "Sorgenzeiten" etc.), aber nichts halt wirklich geholfen.

Ich würde gerne die Angst etwas loswerden. 
Ich habe akzeptiert, dass sie zu meinem Leben dazu gehört, aber ich möchte für mich mehr Lebensqualität gewinnen. 

Wie schafft ihr es, dass sich die Ängste um eure Kinder nicht zu sehr in Beschlag nehmen?

Lieben Dank!!!


  Re: ständig Ängste um die Kinder
avatar  patty 2
Status:
schrieb am 18.09.2017 11:33
Hallo,

du schreibst, dass du 2 Therapien abgeschlossen hast, seit wann ist die letzte Therapie beendet? Was hast du als hilfreich in den Therapien erlebt? Beziehen sich deine Änste/Sorgen "nur" auf deine Kinder oder auch auf andere Bereiche?
Besuchst du eine Nachsorge-/Selbsthilfegruppe?

Hast du für dich tägliche Entspannungsübungen/Stabilisierungsrituale?

Zitat

Leider nehmen die Ängste in der Intensität kaum ab.

Hier wäre für mich die Frage, was heißt das genau? Wenn die Intensität nicht zugenommen hat,ist das vielleicht als Verbesserung zu betrachten. Wie hast du es bis jetzt geschafft, diesen Zustand zu halten? Welche Erwartungen hast bzw. hattest du?
Es klingt für mich nach einer Enttäuschung, was hast du dir erhofft und in welchem Zeitraum?
Wie sollten die Schritte aussehen, um deine Erwartungen zu erreichen? Welche Schritte gehst du nicht mehr, was hat sich verändert?

Zitat

Ich habe akzeptiert, dass sie zu meinem Leben dazu gehört, aber ich möchte für mich mehr Lebensqualität gewinnen.

Was für ein Bild hast du von dir, wenn du weniger Ängste hättest. Was könntest du dann machen, was jetzt noch nicht geht? Gehen diese Dinge nur alleine noch nicht,oder überhaupt nicht? Wie sehr ist deine Lebensqualität eingeschränkt bzw. die deiner Familie?

Nimmst du Medikamente zur Unterstützung/Entlastung?
Wie sieht dein Tagesablauf aus?

Sorgen um deine Kinder werden dich sicherlich weiter begleiten, es zeigt, dass du eine fürsorgliche Mutter bistzwinker

Ich wünsche dir für heute einen Tag, der von wenigen Ängsten begleitet wird

LG Patty


  Re: ständig Ängste um die Kinder
no avatar
  Summersunshine
schrieb am 19.09.2017 10:25
Dankeschön für diese ausführliche Antwort!

Zitat
seit wann ist die letzte Therapie beendet? Was hast du als hilfreich in den Therapien erlebt? Beziehen sich deine Änste/Sorgen "nur" auf deine Kinder oder auch auf andere Bereiche? Besuchst du eine Nachsorge-/Selbsthilfegruppe?

Ich bin in den letzten Zügen der verhaltenspsychologischen Therapie. Das Thema Angst behandeln wir aber nicht (mehr), da wir es in der Vergangenheit nicht positiv bearbeiten konnten und es "zu viel und nicht erfolgsversprechend wäre" die letzten Therapiestunden sich damit noch zu beschäftigen. So jedenfalls die Therapeutin. Aber dies spiegelt auch meine Meinung wieder, da wir auf diesem Themengebiet tatsächlich kaum Erfolge verzeichnen konnten.
Als hilfreich habe ich erlebt, dass ich die Therapeutin oft als Spiegel wahrnehmen konnte und so mich selber besser refklektieren und hinterfragen konnte. 
Meine Ängste beziehen sich nur auf die Kinder. 
Sie sind für mich das Wichtigste und Wertvollste, was ich mir vorstellen kann. 
Eine Selbsthilfegruppe besuche ich nicht. Wenn es um das Thema Angst geht, sind meist spezielle Ängste (Platzangst, etc.) gemeint und ich fühle mich da (auch wenn ich Selbsthilfebücher lese etc.) immer nur am Rande mit erwähnt. 

Zitat
Hast du für dich tägliche Entspannungsübungen/Stabilisierungsrituale?

Ich bin viel dankbar. Für das, was ich habe (also vor allem für die Kinder). Das bedingt allerdings, dass ich umso mehr Angst bekomme, dass es mir genommen wird.
Ansonsten hinterfrage ich: Ist mein Gedanke real? Wie ist die Wahrscheinlichkeit? was gibt es noch für Möglichkeiten? 
Leider meist mit mäßigem Erfolg. Ich bin sehr auf Sicherheit bedacht. Und es kann mir schließlich niemand garantieren, dass die Kinder in 24 Stunden immer noch gesund und munter sind. Ich versuche alles zu kontrollieren, aber es liegt letzendlich außerhalb meines Kontrollbereiches, wenn es um Schicksalschläge geht, die man eben nicht vorhersehen kann.

Zitat
Hier wäre für mich die Frage, was heißt das genau? Wenn die Intensität nicht zugenommen hat,ist das vielleicht als Verbesserung zu betrachten. Wie hast du es bis jetzt geschafft, diesen Zustand zu halten? Welche Erwartungen hast bzw. hattest du? Es klingt für mich nach einer Enttäuschung, was hast du dir erhofft und in welchem Zeitraum? Wie sollten die Schritte aussehen, um deine Erwartungen zu erreichen? Welche Schritte gehst du nicht mehr, was hat sich verändert?

Mein Wunsch war es nicht die Ängste 100% loszuwerden, sondern sie so zu verringern, dass sie meine Lebensqualität nicht mehr entscheidend drücken.
Enttäuscht bin ich auch deswegen, weil ich das Gefühl hatte, ein "Therapieversager" zu sein. Wir haben diverse Hilfsmittel der Verhaltenstherapie ausprobiert und ich habe letzlich (nach dem Ausprobieren) gesagt, "nö, das erschien mir jetzt nicht sinnvoll".

Die Therapie dauerte über ein Jahr.

Wie sollten Schritte aussehen, dass die Ängste abnehmen?
Ein Abnehmen der Ängste würde ich dadurch bemerken, dass sie nicht mehr so viel Raum in meinem Kopf hätten. Dass mehr Platz für anderes wäre. Das sie nicht meine Gedanken immer mitbegleiten und teilweise beherrschen würde.
Wie Schritte aussehen sollten... ich weiß es nicht genau.
Ich schrieb, dass die Kinder das Wichtigste in meinem Leben sind. Und das ist auch so. Ich versuche mir aber zeitgleich Fokus-Punkte in anderen Bereichen zu legen. Weg von der teilweisen Fixierung auf die Kinder und damit auf die Ängste.
Ich versuche beruflich mich zu verwirklichen, mein Sozialnetz so auszubauen, dass ich hieraus auch schöpfen kann, etc.

Ich glaube nicht, dass es den "Trick" gibt und die Ängste lösen sich auf. Ebensowenig wie dass einfach ein Schalter umgelegt werden soll.

Ich kann an äußeren Umständen (Stabilisierung anderer Lebensbereiche) arbeiten und ich kann meine Sichtweise/Denkweise ändern. Gerade das Zweitgenannte könnte den Schlüssel zum Erfolg bringen. Ich weiß aber nicht wie ich/was ich an meinem Denken ändern kann.

Medikamente nehme ich nicht.
Ich habe auch keine Panikattacken. sondern eher ein Manifestieren der Angst in meinem Kopf. Dass die Gedanken sich ständig darum drehen.
Aber keine körperlichen Symtome der Angst.

Liebe Grüße und vielen dank!


  Re: ständig Ängste um die Kinder
avatar  patty 2
Status:
schrieb am 19.09.2017 11:32
Liebe Unbekannte,

danke für deine Offenheit. Ich würde dir gerne noch etwas dazu schreiben. Allerdings lieber über PN, wenn du das möchtest.
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass du dich mit einem Zweitnamen anmeldest, dann wäre es weiterhin anonym.

LG Patty


  Werbung
  Re: ständig Ängste um die Kinder
avatar  Annika110386
Status:
schrieb am 15.11.2017 13:12
Ich bin deshalb auch gerade in Therapie. Du kannst dich gerne per pn bei mir melden.




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2019