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  Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  ohboy..
schrieb am 16.09.2017 15:33
Hallo,

ich bin gerade total wütend, sauer, verwirrt und fühle mich bevormundet – aber ich da es um mich geht, bin ich in dieser Sache durchaus parteiisch und brauche wohl etwas Außensicht… und daher kommt jetzt die ganze Wucht an Infos (und meinen Gefühlen…)

Wir haben zwei Kinder, die Jüngere ist 3, der Ältere 6. Aaalso, seit etwa 3 Jahren weiß ich, dass ich eine chronische, sich verschlechternde Krankheit habe. Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich in den gesundheitlich „guten“ Jahren meines Lebens noch erleben möchte: Und ganz oben auf dieser Liste ist, die Welt zu sehen. Reisen. Dinge erleben. Nun waren wir in den letzten Jahren damit beschäftigt, unser Haus zu bauen und abzuzahlen und daher ist dieser Punkt viel zu kurz gekommen. Ich habe meinem Mann letztes Jahr von diesem Wunsch erzählt und die Reaktion war nicht so prickelnd. „Prinzessinengehabe“, maßlos und völlig unrealistisch. Wir hatten einige Diskussionen und ich habe das Thema dann auf sich beruhen lassen.

Anfang des Jahres hat mein Mann dann ständig von einem neuen, großen, viel teureren Auto geredet, das er gerne hätte. Ich habe das als unnötig abgetan, da wir ein Auto hatten und ich froh war, dass wir diesem Thema nicht nachgehen musste – vor allem, da ich das gewünschte Auto als viel zu groß empfand und der Gedanke mich verunsichert und beängstigt hat…Und ja, ich möchte nicht noch mehr Dinge haben, sondern eben die Welt sehen.

Tja, bis mein Mann das neue Auto einfach gekauft hat. Wir hatten dann zahlreiche Diskussionen und Streitereien, unser Budget wurde ziemlich durcheinandergewirbelt und der Frühsommer war recht durchzogen von dem Thema – nicht zuletzt auch deshalb, weil der übliche „normale“ Sommerurlaub dieser ungünstigen finanziellen Situation zum Opfer gefallen ist. Bis ich irgendwann eine Aussprache erzwungen habe und ich für mich beschlossen habe, dass wir A) das „kleine“, alte Auto abstoßen – 2 Autos können wir uns einfach nicht leisten und B) ich das neue Auto jetzt einfach akzeptieren muss. Ein Verkauf wäre ein totales Verlustgeschäft und ich habe mich bemüht, mich an das neue – große - Auto zu gewöhnen. Hat auch geklappt und hat für uns beide dann irgendwann gepasst. Vielleicht – hoffentlich – geht es mir in den nächsten Jahren noch gut genug, dass sich eine große Reise ausgeht…ich habe beschlossen, auf diese Hoffnung zu setzten und meinem Mann das Auto zu gönnen. Dass mein Mann immer wieder von mir hören wollte, wie super das neue Auto ist – das konnte ich einfach nicht. Er war jedesmal beleidigt – ich würde ihm die Freude nehmen – aber das ging mir einfach zu weit. Immerhin habe ich einfach geschwiegen und zumindest nicht die vielen Nachteile und meine Verletzung, weil meine Wünsche übergangen und sogar abgewertet werden – aufgezählt. Die ganze Geschichte erzähle ich euch, damit sichtbar wird, wie emotional aufgeladen dieses Auto inzwischen ist.

Und da ich seit September beruflich von 40 auf 80 % aufgestockt habe, beruhigt sich – gemeinsam mit dem Verkauf von Auto alt – die finanzielle Situation wieder etwas. Da die Kleine gerade im Kindergarten eingewöhnt wird und die Situation, dass ich deutlich mehr arbeite, neu für sie ist, kann ich im Moment zuhause keinen Schritt machen. Die Kleine fordert permanent meine Aufmerksamkeit und es bleibt im Haushalt einfach viel liegen – vor allem auf dem Boden 😉 Nicht angenehm, aber ist jetzt eben so – das sind Phasen, die sich einspielen müssen, das habe ich beim Großen gelernt.

Gestern hatten wir Hochzeitstag und für den Abend ein Tisch für uns 4 in einem schicken Restaurant reserviert. Da ich am Nachmittag nicht arbeiten musste, habe ich zuerst versucht, das Chaos zu beseitigen, habe dann aber aufgegeben – die Kleinen waren zu fordernd. Wir sind dann raus. Als wir heimgekommen sind, war mein Mann gerade dabei, das Auto zu putzen. War jetzt meiner Meinung nach nicht gerade oberste Priorität, da es total sauber ist – erst vor wenigen Tagen geputzt, was man beides vom Haus nicht behaupten kann 😉 -aber okay, soll so sein. Ich habe dann aber doch die Kinder bei ihm abgeladen mit der Bitte, diese dann mal für das Dinner anzuziehen - da ich doch fand, dass ich jetzt auch mal dran bin. War auch okay für ihn.

Ich gehe also ins Bad – aufbrezeln für den Abend - und als ich gerade unter Dusche stehe, stürmen die streitenden Kinder ins Bad. Irgendwann sind sie wieder gegangen, bis nach wenigen Minuten die Kleine wieder dasteht: Weinend, nass und einfach schlecht drauf. Ich habe meinen Mann gerufen, aber der war ja vor dem Haus. Irgendwann bin ich raus aus der Dusche und habe ihm eine SMS geschickt, dass er übernehmen soll. Ich war durchaus genervt und als er dann in der Türe stand mit der Meldung „Das waren jetzt höchstens 2 Minuten, also stell dich nicht so an!“ habe ich erwidert, dass ich es „unglücklich gewählt finde, dass er an unserem Feiertag das sowieso saubere Auto putzt und ich schon wieder für alles andere zuständig bin“. Tja, das Wort unglücklich hat ihn offensichtlich sehr gestört, denn er hat mir das ein paa mal und Ohren geworfen „Was soll daran unglücklich sein, was redest du da wieder für einen Sch… unglücklich ist hier nur deine Zickerei…“

Als ich dann – ich dachte, alles hätte sich beruhigt – gestylt in die Wohnräume gekommen bin, waren weder er noch die Kids fertig. „Zu müde“ seien die Kinder und daher der Abend abgesagt. Das wollte ich so nicht hinnehmen und habe die Kinder selbst zurechtgemacht und durchgesetzt, dass wir gehen. Ach, was soll ich sagen – er hat den ganzen Abend nicht mit mir geredet und demonstrativ in die andere Richtung geschaut. Und heute Morgen, als ich aufgestanden bin, war er gerade auf dem Weg aus dem Haus. Er hätte einen Termin beim Autohaus, weil er das Auto verkaufen würde – er halte meine ständigen Vorwürfe nicht aus, ich sei unerträglich und das gehe so nicht weiter. Und dann eben wieder, wie ich diese Situation unglücklich nennen könne, er hätte ja das Auto geputzt und jede andere wäre froh darüber...Tja, da sind bei mir alle Sicherungen durch und habe ihm das auch gesagt. Ja, durchaus auch laut. Jetzt, wo alles sich etwas beruhigt hat, trifft er schon wieder eine Entscheidung allein, die Auswirkungen auf unsere ganze Familie hat – ohne jede Absprache?

Jetzt sind er und Auto weg – keine Ahnung, wie es weitergeht.

Ich fühle mich, als dürfte ich meine Gefühle nie aussprechen, ohne „bestraft“ zu werden und hätte kein Mitsprachrecht. Oder spinne ich, bin ich wirklich schon so unerträglich und mache alles kaputt? War das wirklich zuviel, dass ich meinen Unmut ausgesprochen habe – mit dem „bösen?“ Wort „unglücklich“? Übertreibe ich, soll ich alles aussitzen? Ich meine, eigentlich ist das doch alles lächerlich dünn und wäre doch keine so große Sache. Aber, trotzdem…am liebsten würde ich alles hinschmeißen, ohne immer wieder darauf hoffen zu müssen, dass meine Ideen Zuspruch erhalten. Wo hört ein Kompromiss auf und wird zur Selbstaufgabe?


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  pebbles30
schrieb am 16.09.2017 16:18
Nur kurz,

würde mein Mann alleine ein Auto kaufen, das das Budget sprengt, könnte er im Garten schlafen - am besten in einem Fremden.

Wenn er das auto zur Selbsverwirklichung braucht, bitte. Haben viele Männer. Dafür spricht auch das gepflegte Auto und der Rest ist ihm egal.


Ich würde an eurer Stelle zu einem Mediator oder Eheberatung gehen, damit der euch hilft da heraus zu kommen.
Momentan nimmt dein mann dich nicht ernst, siehe Reisen. Trifft große Entscheidungen alleine, die alle betreffen. Und danach wenn du zu recht wütend bist, tut er deine Gefühle als lächerlich ab und wirft dir vor, du bringst Unruhe rein.
das geht so nicht.
Da läuft etwas gewaltig schief.


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  Poldi91
schrieb am 16.09.2017 20:53
Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe die Tage selber einen Fred hier eröffnet, wo es im Grunde eigentlich um das selbe Thema geht, wenn auch andere Inhalt. Sprich ich habe das Gefühl, ich muss immer einen Kompromiss eingehen und am Ende bestimmt doch mein Mann. Deine Frage wo Endet ein Kompromiss und wo hört Selbstaufgabe auf, hast du sehr gut formuliert. So fühle ich mich hier auch oft.

Um wie viel Geld geht es denn bei dem Auto? Du schreibst, das Verkaufen nicht in Frage kam, weil der Wertverlust so hoch sei. Das würde ich deinem Mann definitiv noch einmal sagen und das er unter diesen Umständen das Auto nicht wieder verkaufen braucht. Zumal das andere Auto ja jetzt auch verkauft wurde. Mir scheint es ein bisschen so, als habe er bemerkt, dass er ziemlichen Mist gebaut hat mit dem Auto, es aber nicht zugeben will und nun versucht, da elegant wieder raus zu kommen, in dem er dir wieder Vorwürfe macht, du wärst ja so unzufrieden damit.

Das er euren Hochzeitstag mit dem Abendessen Platzen lassen wollte, hätte mich sehr verletzt. Hast du ihm das mal gesagt?

Ich habe mit meinem Mann in den letzten Wochen ein paar Gespräche geführt und ihm hoffentlich verdeutlichen können, wie ich mich hier manchmal fühle. Er hat aber positiv reagiert, was mir zeigt, dass er es so nicht ganz mitbekommen hat und sich hoffentlich dahingehend ändern wird. Wenn ich aber das Gefühl hätte, dass er mich nicht ernst nimmt und alles so bleibt, wäre hier irgendwann der Punkt erreicht, wo ich gehen würde.


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  berlink
Status:
schrieb am 16.09.2017 21:32
Hallo,

gemeinsam Pläne zu besprechen, die die gesamte Familie betreffen und die finanzielle Situation, das geht einfach nicht anders. Kleinere Dinge, die ich kaufe, erfrage ich nun auch nicht, aber bei einem Auto... . Das geht einfach nicht ohne Vorab-Info und Absprache. Wenn er es von seinem eigenen Geld kauft, was nicht zum Familienbudget gerechnet wird, bitte sehr.
Ob Du nun umschreibender Weise "unglücklich" sagst oder "Mist" - wahrscheinlich egal. Das ist doch nur ein Aufhänger.
Das Abendessen abzusagen, wäre vielleicht gar nicht das Verkehrteste gewesen, aber auch das sollte zusammen entschieden werden.

Viel Kraft!


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  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
avatar  Kelly123
schrieb am 16.09.2017 21:43
Passiv aggressives Verhalten.
Er baut Mist und schafft es, das du dich schuldig fühlst.
Kenn ich zu genüge. Total zum K*****.

Auch das die Kinder Zuständigkeiten wie durch Zauberhand immer zu mir zurückwandern...
Waaaah!

Hast du die finanziellen Mittel zur Umsetzung deiner Träume?
Nicht das ich denke du solltest auch so egoistisch handeln wie er, aber ich frag mich grad, ob er damit kalkuliert, dass nur er die Macht für derlei Alleingänge hat.


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  Acanthurida
schrieb am 16.09.2017 22:47
Liebe Ohboy,

beim Lesen dieses Threads sind mir ein paar Gedanken gekommen, vielleicht sind sie eine Anregung, vielleicht passen sie auch nicht und Du kannst sie für Dich/Euch einfach ausschließen.

Könnte es sein, dass Dein Mann eine Heidenangst vor Deiner Erkrankung und ihren Folgen für Dich aber auch ihn als dann evtl. mehr in Verantwortung gezogener Ehemann und Vater hat? Könnte es sein, dass der Autokauf sowas wie eine "Trotzreaktion" war? Nach dem Motto, wenn ich mir nicht zugestehe, dass mein Frau krank ist, dann ist sie auch nicht krank? Dann muß ich auch nicht auf ihren Wunsch nach Reisen eingehen, sondern kann mir das große Auto leisten?

Ich weiß natürlich nicht, inwieweit Ihr Euch mit Deiner Erkrankung und ihrem möglichen Verlauf auseinandergesetzt habt; ich habe in Deinem post die Erkrankung als deutliche (Be-)Ddrohung wahrgenommen, die, wenn ich mich in die Position Deines Mannes zu versetzen versuche, es mir schwer machen würde, meine Wünsche zu artikulieren. Du erscheinst mir eine echte Powerfrau zu sein, die neben 2 kleinen Kindern und gesundheitlicher Einschränkung auch mal eben noch von 40 auf 80% beruflich aufstockt. Und wenn es mit dieser starken Person zu einem Konflikt kommt, dann kann sie auch noch diese "fürchterliche, schreckliche und kaum zu ertragende Horrorszenario" der Erkrankung als Argument in die Waagschale werfen, das "Totschlagargument" jeder Diskussion. Was will Mann denn da noch sagen? Da ist es einfacher, das Auto einfach zu kaufen und zu hoffen, dass es irgendwie gutgeht. (zugegebenermaßen kein sehr erwachsenes Verhalten, aber vielleicht auch ein wenig Deiner Übermacht geschuldet?)

Ich weiß nicht, ob wirklich gleich eine Paartherapie nötig ist, aber wahrscheinlich wären ein paar Gespräche mit Unterstützung eines Mentors/Coachs für Euch beide klärend und hilfreich.

Vielleicht hat Dein "unglücklich" in Deinem Mann einfach eine ungeahnte Welle an Emotionen ausgelöst, vielleicht ist er unglücklich? Unglücklich über Deine gesundheitlich Situation, vielleicht ist er aber auch schon längst unglücklich über seinen Autokauf, der bei weitem nicht so viel "Freude und Erfüllung" in seinen Leben gebracht hat wie er es sich erwartet hatte.

Vielleicht eröffnet Euch Deine ("un")glückliche Wortwahl neue Gesprächsperspektiven, an dieser Situation allein eine "unglückliche Partnerwahl" festmachen zu wollen, erscheint mir überzogen.

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr gemeinsam aus der Autogeschichte gestärkt hervorgeht,

alles Gute


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  henriette
schrieb am 17.09.2017 08:46
mir gibt ein "detail" zudenken: wieso geht man an seinem hochzeitstag mit den altersgemäss noch anstrengenden kindern ins restaurnat abends essen anstatt sich einen babysitter zu nehmen und sich einen abend zu zweit zu gönnen?


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  pebbles30
schrieb am 17.09.2017 10:54
Zitat
henriette
mir gibt ein "detail" zudenken: wieso geht man an seinem hochzeitstag mit den altersgemäss noch anstrengenden kindern ins restaurnat abends essen anstatt sich einen babysitter zu nehmen und sich einen abend zu zweit zu gönnen?

MIr würden da ganz viele Gründe einfallen.

Nicht jedes Kind bleibt gerne bei einem Babysitter. würde ich wissen, die Kinder machen vorher und hinterher aufstand, würde ich bestimmt nicht in ruhe essen können.

Nicht jeder hat immer und jederzeit einen Babysitter zur Verfügung. so einfach sind zuverlässige Babysitter bei denen die Kinder dann auch gerne bleiben auch nicht zu finden.

Nicht jedes Kind ist im Restaurant anstrengend. Mein Großer hat es genossen wenn wir mal essen waren. Der war genau einmal anstrengend, bis ich am Buffet das richtige Essen für ihn gefunden hatte.


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  OhBoy...
schrieb am 17.09.2017 11:09
Gute Frage...witzigerweise hatte ich die Antwort darauf schon im Text, habe dieses Detail aber wieder rausgelöscht, weil der Text sowieso so lang geworden ist Vertrag

Leider hatte keiner unserer möglichen Babysitter Zeit und wir haben die "Date Night" zu zweit auf nächste Woche verschoben. Aber da ich unser Ritual des in Erinnerungen schwelgen so gerne mag ("weißt du noch, genau um diese Zeit sind die Luftballons geflogen"), haben wir diese Woche das Familiendinner trotzdem geplant


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  OhBoy...
schrieb am 17.09.2017 11:14
Danke an euch alle für eure Antworten...ich fühle mich wirklich verstanden! Auch die Perspektive von Acanthurida finde ich total spannend und gibt mir zu denken...du hast da einige total richtige und wichtige Punkte angesprochen, die bisher für mich nicht so greifbar waren...danke dafür


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
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  henriette
schrieb am 17.09.2017 12:28
verstanden. sowas kann natürlich immer passieren, diese babysitter engpässe, kenn ich.


  Re: Unglückliche Wortwahl oder unglückliche Partnerwahl?
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 26.09.2017 16:27
Hallo Ohboy,
ich muss dir unbedingt antworten, weil ich es auch so gut kenne, dass ich mich beschwere und mein Mann auf ein einziges Wort meiner gesamten Ausführungen "anspringt" und ein eigentlich auch leicht zu klärendes Thema sich ewig hinzieht, weil wir erstmal klären müssen, was ich meinte und was nicht und welche der reininterpretierten Dimensionen meine Aussagen ganz sicher nicht hatten, wenn man nicht einzelne Wörter isoliert darstellt.

Gewaltfreie Kommunikation (http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2015/01/gewaltfreie-kommunikation-nach-mit-kindern-nach-marshall-b-rosenberg.html) hilft uns extrem. Mir hilft es, auf den Punkt zu kommen und nicht so viel zu schwafeln, bis mein Mann abgeschaltet hat und ihm hilft es, meine deutlich formulierte Intention zu verstehen und sich nicht angegriffen zu fühlen.

Inhaltlich muss ich aber sagen, dass ich ganz auf deiner Seite stehe. Mein Mann hat auch so ein Auto... Zu groß, zu teuer, zu unpraktisch, nur von ihm nutzbar, wir passen als Familie nichtmal ganz rein. Aber hätte er dieses Ding ohne jegliche Absprache mit mir und mit finanziellen Einbußen für die gesamte Familie angeschafft, könnte ich mich damit nicht arrangieren.

Einen Kompromiss sehe ich bei diesen beiden Beispielen von dir nicht. Du darfst nicht und er macht einfach... Kompromiss wäre gewesen, dass ihr gemeinsam ein Auto kauft, was euren beiden Ansprüchen gerecht wird und ihr eine gemeinsame Reise plant, bei der er das Ziel mitbestimmt.

LG
Juna




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