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  Beruflich am Ende
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  heuteohne
schrieb am 14.09.2017 09:20
Hallo!
Ich weiß nicht, warum ich anonym poste. Und ich weiß auch nicht, welche Antworten ich mir von euch erwarte. Vielleicht ist es einfach nur therapeutisches Schreiben…
Ich versuche, mich eher kurz zu halten…
Ich arbeite seit 10 Jahren in einem größeren Unternehmen und konnte mich da eigentlich recht schnell etablieren. Abteilung aufgebaut, vieles umgesetzt, Abteilungsleitung von 12 Kollegen … möchte gar nicht in Details eingehen…. Jedenfalls hatte ich auch immer einen guten Ruf und die Geschäftsführung war sehr zufrieden. Innerhalb der 7 Jahre bis zur Karenz hat sich auch mein Gehalt verdoppelt.

2013 wurde ich durch ICSI schwanger.
Als unser Sohn 18 Monate alt war, bin ich mit 15 Std wieder eingestiegen, 1 Jahr später habe ich auf 20 Std aufgestockt.
Klarerweise war die Abteilungsleitung weg. Verstehe ich. Mit 15 bzw. 20 Stunden, verteilt auf 3 Tage, lässt sich keine Führungsposition schaffen.
Das Problem sind die gesamten Umstände: Das Gefühl, nun plötzlich (theoretisch) meinen Vorgesetzten etwas fragen zu müssen, das ich eigentlich selbst (fachlich) genauso beantworten könnte… oder keine größeren Entscheidungen treffen zu dürfen, was ja früher fix zu meinem Job gehört hat. Dass ich in neue Projekte nicht miteinbezogen werde (maximal kurz nach meiner Meinung gefragt werde und nicht mehr). Die Liste könnte ich noch lange weiterführen…
So geht das nun seit fast 2 Jahren. Anfangs konnte ich mich besser mit der Situation arrangieren, weil ich immer im Hinterkopf hatte „das wird schon wieder“. Aber nach und nach wurde es eigentlich schlimmer statt besser. Es wurden mir immer mehr Aufgaben und Verantwortungen entzogen, vielleicht nicht mal bewusst bzw mit Absicht, aber es wurde gemacht.

Ich will hier nicht überheblich rüberkommen. Wenn ich völlig neu im Unternehmen wäre hätte ich mit diesen Dingen kein Problem; das wäre etwas anderes… aber so komme ich mir einfach nur ungebraucht vor. Ich fühle mich so unzulänglich. Vorallem wenn ich sehe, dass immer mehr meiner Aufgaben nach und nach an Kollegen übertragen werden… (Da stelle ich mir natürlich auch die Frage, ob die Geschäftsführung nicht ohnehin vor hat, mich zu kündigen… traurig)

Nun habe ich schon vor längerer Zeit beschlossen, zu kündigen. Ich habe ganz lange nicht bewusst nach einem neuen Job Ausschau gehalten… in meinem Bereich und Teilzeit habe ich nicht viele Möglichkeiten. Auch das gute Gehalt hat mich bisher abgehalten, konsequent bei der Arbeitssuche zu sein.
Letzte Woche habe ich 2 Initiativbewerbungen verschickt, aber leider noch keine Rückmeldung bekommen.
So. nun weiß ich natürlich, dass ich nicht einzige bin, der es nach der Babyzeit so ergeht.
Kind und beruflichen Erfolg (ich will hier bewusst nicht von Karriere sprechen, denn das ist mit diesem Arbeitspensum sowieso nicht machbar) gibt’s offenbar nur im TV.
Ich habe überhaupt keine Freude mehr an meinem Beruf. Vor einem Arbeitstag liege ich Nachts 2-3 Std wach und grüble. In der Arbeit selbst fange ich oft zu zittern an. Seit ein paar Monaten habe ich üble Neurodermitisschübe sehr treurig
Ich habe sogar schon überlegt, ohne neue Jobzusage zu kündigen, aber leider ist das Finanziell nicht machbar.


Danke vielmals fürs Lesen!
Wie gesagt, ich weiß nicht, was ich mir jetzt erhoffe. Vielleicht auch nur Zuspruch?!

Ich habe natürlich Angst, dass ich nun lange keine neue Arbeitsstell finde. Dann muss ich irgendwie die Zeit im aktuellen Unternehmen durchhalten und da frage ich mich, wie ich das schaffen soll.
Oder vielleicht mal die Situation beim Vorgesetzten ansprechen, so nach dem Motto „Was hab ich schon zu verlieren?“

Danke!


  Re: Beruflich am Ende
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  Impala-34
Status:
schrieb am 14.09.2017 10:04
Hi,

ich frage mich, warum Du das nicht längst angesprochen hast. Was erwartest Du denn von Deinem AG, was und wie soll sich ändern. Warum protestierst Du nicht, wenn Die Aufgabenbereiche entzogen werden etc.
Kommunikation ist schon mal viel. Wäre es für Dich möglich wieder mehr zu arbeiten (z.B. 30 Stunden) und dafür wieder mehr Verantwortung zu übernehmen. Wie stellst Du Dir Deine Arbeit vor? Bevor ich kündigen würde, würde ich doch zuallererst mal aktiv werden und deutlich (!) artikulieren was sich wie ändern soll.
Wenn Du nur still vor Dich hinleidest, darfst Du Dich nicht wundern, das nix passiert.

VG

Impala


  Re: Beruflich am Ende
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  heuteohne
schrieb am 14.09.2017 10:23
Tja. Ich gebe dir an und für sich recht.
Vermutlich habe ich das deswegen noch nicht angesprochen, weil ich eben von früher weiß, wie die Geschäftsführung über diese „Art“ von Mitarbeiter denkt, also Mitarbeiter, die nicht zufrieden sind mit ihrer Arbeit, die sich quasi „auflehnen“ und sich über deren Köpfe hinwegsetzen.

Um dir ein paar Aussagen zu nennen, die die Geschäftsführung gegenüber mir als Abteilungsleiterin früher klar kommuniziert hat (über Mitarbeiter in der Abteilung):
- „wenn ihm/ihr etwas nicht passt – (Fingerzeig) dort ist die Tür“
- Wir sind kein Sozialamt.
- Wo kommen wir denn hin, wenn sich jetzt auch noch die Mitarbeiter ihre Arbeit selbst aussuchen!??

Leider kann man in einem Forenbeitrag den abwertenden Tonfall nicht wiedergeben.
Also kurz und knapp: Ich hatte/habe Angst davor.

Bzgl. Stunden: Ich hatte eigentlich geplant, jetzt im Herbst die Stunden auf 25 zu erhöhen.
Sohn ist weniger krank, Kindergarten funktioniert sehr gut… 25 wären also machbar.
Aber ich schaffe es motivationstechnisch einfach nicht, weil ich völlig fertig bin und nach jedem Arbeitstag heulend nach Hause fahre. Noch mehr Stunden dort verbringen… ? traurig
30 Stunden wäre erstmal nicht drinnen. Eine Strecke sind 45 Min Autofahrt. Auch da geht einiges an Zeit drauf. Und ich möchte mir 1 Tag/Woche für zuhause frei schaufeln, falls mit Sohnemann (oder anderweitig) doch mal was sein sollte. Auf die Hilfe der Schwiegermutter können wir zwar zählen, aber eben nicht immer.


  Re: Beruflich am Ende
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  Impala-34
Status:
schrieb am 14.09.2017 10:37
Naja, es geht ja auch darum, wie du es "verkaufst". Also nicht: Ich will aber dies oder das tun, sondern quasi Deinem Chef etc. die Tür offen hältst.
Also, z.B.: Ich habe bemerkt, dass bei ... ein Engpass besteht. Ich habe noch Kapazitäten frei und könnte X entlasten.
Ich habe noch "Luft" und könnte zusätzlich noch folgende Aufgaben erledigen oder haben Sie eine Idee wie mein fundiertes Wissen über x,y,z für die Firma wieder nützlich wird. etc.
Es geht Dir doch nicht ums Rosinenpicken, sondern darum, Deine Arbeitskraft auch für die Firma bestmöglich einzusetzen.
Ohne Gespräch wird es nicht gehen.
Und ganz ehrlich: Wo ist Dein Selbstbewusstsein, warum fühlst Du Dich so klein, Du weisst doch was Du kannst. Also los: "Auf in den Kampf", wenn Du so unglücklich bist, kann es doch eigentlich nur besser werden. Kündigen bzw. Dir was anderes suchen kannst Du immer noch, wenn das Gespräch nichts fruchtet.

VG

Impala


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  Re: Beruflich am Ende
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  heuteohne
schrieb am 14.09.2017 10:53
Zitat
Impala-34
Naja, es geht ja auch darum, wie du es "verkaufst". Also nicht: Ich will aber dies oder das tun, sondern quasi Deinem Chef etc. die Tür offen hältst.
Also, z.B.: Ich habe bemerkt, dass bei ... ein Engpass besteht. Ich habe noch Kapazitäten frei und könnte X entlasten.
Ich habe noch "Luft" und könnte zusätzlich noch folgende Aufgaben erledigen oder haben Sie eine Idee wie mein fundiertes Wissen über x,y,z für die Firma wieder nützlich wird. etc.
Es geht Dir doch nicht ums Rosinenpicken, sondern darum, Deine Arbeitskraft auch für die Firma bestmöglich einzusetzen.
Ohne Gespräch wird es nicht gehen.
Und ganz ehrlich: Wo ist Dein Selbstbewusstsein, warum fühlst Du Dich so klein, Du weisst doch was Du kannst. Also los: "Auf in den Kampf", wenn Du so unglücklich bist, kann es doch eigentlich nur besser werden. Kündigen bzw. Dir was anderes suchen kannst Du immer noch, wenn das Gespräch nichts fruchtet.

VG

Impala


ok, ich verstehe jetzt, was du meinst, in welche Richtung die Kommunikation gehen sollte.
Das was du meinst, habe ich (mehrfach) angesprochen. Tue ich übrigens noch immer.
Ich habe den Geschäftsführer - müsste mittlerweile schon wieder über 1 Jahr her sein - zum ersten Mal angesprochen. Ob er denn Aufgaben hat... was ich denn wieder übernehmen könnte. Naja, da kam nix.
Auch mit der Abteilungsleitung spreche ich regelmäßig. Ich frage, wo ich helfen kann.
Meiner direkten Kollegin (anderes Aufgabenfeld, aber sie sitzt neben mir) biete ich nahezu täglich meine Hilfe an und sage ihr, sie kann mich jederzeit etwas fragen. Macht sie, wenn auch selten.

Du fragst nach meinem Selbstbewusstsein... Erschreckenderweise liefen bei diesem Satz sofort die Tränen bei mir. Irgendwie fühle ich mich nur noch klein.
und ja, mein Selbstwertgefühl war nie das beste. Über den guten Erfolg im Beruf habe ich doch einiges an Selbstwert dazugewonnen. Und offenbar ist er nun wieder am Boden.


  Re: Beruflich am Ende
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  Impala-34
Status:
schrieb am 14.09.2017 11:49
Ich befürchte, dann musst Du an Dir arbeiten und einfach auch selbstbewusster auftreten. Kein Gespräch "im Vorbeigehen" mit dem Geschäftsführer, sondern sich einen Termin geben lassen. Gut vorbereitet in den Termin starten. Nicht fragen, "was kann ich denn vielleicht noch übernehmen", nicht fragen "wo kann ich helfen", sondern ganz konkret Dir überlegen, welche der Aufgaben die Du früher hattest, Du jetzt wieder übernehmen kannst. Nicht als Bittstellerin auftreten.
Das Gespräch anfangen mit etwas wie: Ich habe mir überlegt, wie ich das Unternehmen in meiner Arbeitszeit effektiver unterstützen kann. Und dann konkrete Vorschläge machen, was genau Du wieder übernehmen kannst...
Oder wenn z.B. ein Kollege geht, direkt anbieten welche Arbeitsteile du davon wuppen kannst.
Anzubieten, dass du "hilfst" ist zwar nett, aber der Andere muss ja einräumen, dass er es nicht alleine schafft.
Komme lieber mit ganz konkreten Vorschlägen der Entlastung für andere etc.
Versetz Dich mal in Deinen Chef. Es läuft doch alles. Dann kommst Du und sagt, ich würde gerne mehr/anderes machen. Da muss er sich ja Gedanken drüber machen, was und wie und überhaupt zwinker
Wenn Du ihm aber konkrete Vorschläge unterbreitest, welche Arbeit Du zusätzlich machen kannst/willst, dann fällt die Entscheidung doch viel leichter.
Verstehst Du was ich meine ?
Klar ist der leichteste Weg, sich zurückzuziehen und zu kündigen. Aber gerade für den Selbstwert ist es doch auch wichtig für seine Interessen einzustehen. Selbst wenn es dann nicht klappt, kannst Du Dir mit Fug und Recht sagen: ICH habe ALLES versucht, wenn die das so nicht wollen, dann soll jemand von meiner Arbeitskraft profitieren der mich mehr zu schätzen weiß.

LG

Impala


  Re: Beruflich am Ende
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  henriette
schrieb am 14.09.2017 12:10
es gibt mittlerweile richtig gute karrierchoaches, leiste dir doch mal die eine oder andere beratungsstunde, ich denke, das kann für dich sehr, sehr hilfreich sein. mit dem kündigen würde ich noch etwas warten, ausser der! traumjob kommt. andererseits ist der markt für erfahrene, ausgebildete arbeitnehmer so gut wie lange nicht mehr.


  Re: Beruflich am Ende
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  Chorus
Status:
schrieb am 14.09.2017 12:16
10 Jahre sind eine lange Zeit und ich bin mir ganz, ganz sicher, dass du kompetent bist!

Ich persönlich kenne das Gefühl, wenn sich plötzlich nach langer Zeit jemand wieder in deinen gewohnten Arbeitsablauf einmischt, z.B. bei mir damals, als plötzlich wieder der Oberchef/Gründer mitmischte, nachdem ich schon lange sehr selbständig war - inzwischen hat sich Oberboss aber wieder krankheitsbedingt verabschiedet.

Es nervt einfach nur, sagen wir mal, im besten Fall, wie bei mir. Im schlimmsten Fall ist es wie bei dir, dass man den Job kündigen will.

Dein Problem: Du hast tatsächlich was zu verlieren, wenn du es zu deutlich ansprichst, nämlich deinen Job und dein Geld, von dem du ja ziemlich abhängig bist. Allerdings gibt es ja einen gewissen Kündigungsschutz, wenn das Unternehmen DICH kündigt (und nicht umgekehrt) bekommst du mehr Geld (ich weiß das weil ich Personen kenne, die es bewusst auf Kündigung ausgelegt haben). ...

Und, in der Regel ist es so: Bellende Hunde beißen nicht. Die Frage ist, ob die Chefs die Drohung wirklich wahr machen. Weil ihnen eine Kündigung ja teuer zu stehen kommt (zumindest in unseren Breitengraden). Nicht nur wegen der Abfertigung, auch wegen deiner Leistung, da müssen sie ja zuerst wieder jemanden anlernen etc... Also sooo einfach ist das nicht.... und du könntest sogar vor Gericht gehen etc....

Ich bin mir auch nicht ganz sicher, aber ich denke sowieso, dass Halbtagskräfte (wie ich es auch bin) grundsätzlich bei vielen nicht so gerne gesehen werden - die Vollzeitkräfte sehen hier jemanden, der einfach mal gehen kann und auch was anderes sieht, außerhalb des Betriebs, und sind vielleicht etwas neidisch.

Die Chefs mögen zwar Halbtagskräfte (denen können sie ein paar Stunden zusätzlich ohne Überstundenvergütung reindrücken, und die haben meist mehr Energie, weil sie nicht den ganzen Tag zur Verfügung haben, außerdem fällt ein Fehlen nicht so ins Gewicht). ABER: sie sehen sie halt auch eher als entbehrlich an, und es nervt sie vielleicht, dass sie nicht immer zur Verfügung stehen.


Was ich machen würde: VIEL MEHR INITIATIVBEWERBUNGEN! 2 sind zu wenig! Eher noch 10 ....!

Außerdem: einfach nochmal vorsichtig ansprechen. Ruhig mit mehr Mut (wie gesagt, so schnell entlässt man keine gute Arbeitskraft, wenn es genug zu tun gibt...)


  Re: Beruflich am Ende
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  heuteohne
schrieb am 14.09.2017 12:53
@ Impala:
Mit jedem Wort, das du schreibst, hast du vollkommen recht. Dem ist somit nichts mehr hinzuzufügen…
Ich muss es nur noch schaffen, mir einen Ruck zu geben zwinker


Generell muss ich noch dazusagen: Ja, ich habe natürlich viele Erfahrungen, vorallem aufgrund der Dauer, in der ich im Unternehmen bin.
Aber manchmal habe ich das Gefühl (und das deckt sich auch mit den Meinungen der GF, die ich früher ebenfalls oft zu hören bekommen habe), dass jeder Mitarbeiter hier zu 100 % ersetzbar ist.
Sprich, alle meine Aufgaben könnten auf kurz oder lang an bspw. 5 Mitarbeiter aufgeteilt werden; die wuppen das mit. Die hätten zwar noch etwas mehr Stress, aber was soll`s? Die Firma hätte ohne mich auch noch den Vorteil, dass eine Teilzeitkraft eingespart werden könnte. Klar geht Erfahrung und Wissen verloren, aber das wurmt die GF nicht zwangsläufig. Es muss nur laufen. Da wird etwas weniger Kompetenz und/oder weniger Erfahrungsschatz gerne toleriert. Und es würde laufen.
Hätte ich das Gefühl, in irgendeinem Bereich wäre ich absolut unverzichtbar, wäre ich vielleicht wirklich schon konkreter in einem Gespräch geworden. Aber das ist momentan (also nach mittlerweile 3,5 Jahren) einfach nicht mehr der Fall.


@henriette: Coach klingt gut!


@ Chorus:
Bei uns ist es auch so, dass Teilzeitkräfte der GF ein Dorn im Auge sind.
Und ja, ich habe natürlich noch vor, viel mehr Bewerbungen zu schreiben; ich bin nur gerade noch am Recherchieren, was überhaupt in Frage käme bzw wo ich Chancen hätte.


  Re: Beruflich am Ende
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  Hamamelis71*
schrieb am 14.09.2017 14:07
Wie ist denn nach der Kindergartenzeit die Schulbetreuung geregelt? Würdest Du dann auch noch so viele Stunden arbeiten können bzw. wollen?

Als mein Sohn noch im Kindergarten war, habe ich aufgrund von Projekten usw. 30 Stunden pro Woche gearbeitet. Nun ist er Schulkind und aufgrund der Ferien und der nicht so tollen Hausaufgabenbeaufsichtigung in der Schule bin ich froh, dass ich derzeit nur 20 Stunden arbeite. In ein paar Jahren wird das wieder anders sein.

Dein Sohn ist noch klein. Kann es sein, dass Dein Arbeitgeber eine weitere Schwangerschaft "befürchtet". Es gab sehr qualifizierte Kolleginnen, denen man erst wieder tolle Projekte zugetraut hat, als klar war, dass keine weitere Schwangerschaft "droht".

Vor der Geburt meines Sohnes habe ich in einem internationalen Konzern gearbeitet. In Teilzeit wollte mich mein Vorgesetzter nicht wieder haben. Ich hätte mir notfalls des Anspruch erklagt. Zwischenzeitlich hatte ich wohnortnah eine andere unbefristete Teilzeitstelle im öffentlichen Dienst, ich hätte auch im Unternehmen in einer anderen Abteilung bleiben können (Fahrtzeit 30 Minuten eine Strecke).

Frag doch wirklich einfach mal Deinen Vorgesetzten nach anderen Aufgaben. Biete Dich und Deine Qualifikationen an!

Eine frühere Kollegin hatte wegen der Kinder eine Dreiviertelstelle. Ihr zuständiger Außendienst hat damals immer mich angerufen, weil ich Vollzeit da war. Allerdings hatte ich weniger Ahnung als meine Kollegin, weil es gar nicht mein Aufgabenbereich war. Er hat es ihr einfach nicht zugetraut. Und das ist nur ein Beispiel von vielen...

Schreib doch weitere Initiativbewerbungen. Ich fand das immer interessant, was sich daraus manchmal entwickelt. Du hast nichts zu verlieren.

Ansonsten behalte Dein gutes Gehalt und mach das beste aus der Situation. In der Vergangenheit waren es oft Kolleginnen in Teilzeit, die plötzlich die Welt retten sollten (denen man plötzlich ein Projekt o. ä. angeboten hat).


  Re: Beruflich am Ende
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  Chorus
Status:
schrieb am 17.09.2017 10:52
Es ist ja so, dass dich die angeschriebenen Firmen oft in Evidenz halten. Kenn ich von meinem Bruder, der ist auch GF. Ich selber bin auch nach so ca. 3 Monaten mal aus heiterem Himmel angerufen worden, nur hatte ich dann damals schon eine Stelle, und witzigerweise kam dann gleich noch ein Angebot, von einem Betrieb, der mich zunächst abgelehnt hatte. Schon seltsam wie oft alles sich so fügt.

Was oft auch ein Tipp ist, den man nicht mißachten soll, ist, überall rumerzählen, dass man was sucht. Auch Menschen, die man kaum kennt. Ich selber war Zeugin, wie eine Frau nach einer Lesung in einer großen Buchhandelung - also beim Umtrunk danach - einen Job angeboten bekommen hat, weil sie erzählt hat, dass sie eigentlich gerne ich einer Buchhandlung arbeiten würde. Der Job war noch nicht mal ausgeschrieben, und sie hat es zufälligerweise gerade dem Geschäftsführer erzählt (sie wusste nicht, dass er der GF war!!!).




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