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  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  pmami
schrieb am 12.09.2017 23:10
Liebe Poldi,

leider verstehst Du mich völlig falsch. Ich denke überhaupt nicht, dass Du Geld rauswirfst, oder es Dir gemütlich machst. Im Gegenteil, ich mache mir Sorgen. Es ist ja überhaupt nichts gegen Euer Familienmodell einzuwenden, wenn die Frau finanziell genauso abgesichert ist, wie der Mann. Im Augenblick bist Du das aber nicht. Du schreibst es selbst, Du bist finanziell von Deinem Mann abhängig. Und Du fällst bei einer Trennung sofort finanziell in ein sehr tiefes Loch.

Und ich frage mich schon, wie sehr die finanzielle Abhängigkeit Dich selbst dazu bringt, Deine eigenen Mitspracherechte zurückzustellen. Einen Hund anschaffen oder ein drittes Kind - das müsst Ihr gemeinsam entscheiden. Aber Blumenkästen oder wo die Wäscheständer stehen oder ob eine Putzfrau beschäftigt wird oder nicht....wo genau lässt Dein Mann Dich eigentlich mitentscheiden.

Und wer bezahlt die beiden privaten Rentenversicherungen weiter, wenn Ihr Euch trennt ? Kannst Du die alleine finanzieren ? Lass Dir doch einfach mal Deine Rente ausrechnen unter der Voraussetzung, dass Du bei den jetzigen 12 Stunden bleibst und allenfalls in zehn Jahren wieder auf 20 Stunden aufstockst. Dann weißt Du, wo Du im Alter finanziell stehen wirst.

Viele Grüße pmami

Viele Grüße pmami


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  Mond69
schrieb am 12.09.2017 23:31
Hallo Poldi,

Zum Thema Rente: du erhältst einmal jährlich einen Bescheid der Rentenversicherung inklusive Hochrechnung, wieviel du bekommst, wenn du weiter so einzahlst wie in der Vergangenheit.
Auch die privaten Versicherungen und die Riesterrente schicken einmal jährlich entsprechende Bescheide.Im Scheidungsfall muss dein Mann im Rahmen des Versorgungsausgleiches einen Teil seiner während der Ehe erworbenen Rentenpunkte an Dich abgeben.

Im übrigen empfinde ich die Verteilung des Eigentums in eurer Ehe als recht schwierig, da einseitig. Alles gehört ihm und er ist der Hauptverdiener.Deshalb ist er auch der Bestimmer. Wer das Geld hat, hat die Macht. Und er zeigt Dir das in jeder Hinsicht:Putzfrau, Hund, Blumenkästen, Hausumbau... Letztendlich bist du ja finanziell komplett von ihm abhängig. Und im Trennungsfall hast du ein Problem.
Und wenn Ihr schon seit Jahren verheiratet seid und du erfährst jetzt erst, dass er einen größeren "Batzen" angespart hat, finde ich das bedenklich und ich persönlich hätte damit ein größeres Problem. Ich finde in einer Beziehung sollte Ehrlichkeit doch wohl das höchste Gut sein. Vermutlich ist eine Paartherapie keine schlechte Idee.


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  Mond69
schrieb am 12.09.2017 23:40
Ach ja, von dem Geld , was Dein Mann während der Ehe angespart hat, steht Dir im Scheidungsfall die Hälfte zu, es sei denn du verzichtest darauf.

Ein bisschen fühle ich mich bei deinen Schilderungen in die 60er Jahre versetzt, als die Männer noch die Arbeitsverträge der Frauen unterschreiben mussten....


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  gelöschter User
schrieb am 13.09.2017 08:01
Für mich klingt das nur leider nicht wie ein Mann, der eine Paartherapie machen wird. Für mich wäre die relevante Frage, von der ich alle weiteren Entscheidungen abhängig machen würde, ob du deinen Mann immer noch im Kern als "die Liebe Deines Lebens" siehst. Ich lese viel Frust aus den Zeilen heraus aber du planst trotzdem eine Zukunft mit einem Familienleben mit ihm. Die Frage ist, warum Du so planst? An diesem Ort? Aus Überzeugung? Vermeidung? Notwendigkeit? Mangel an Alternativen? Ich würde mir so eine starke Einengung meiner Entscheidungsräume nie gefallen lassen. So ein Mann wäre für mich nie in Frage gekommen - so ein Mann hätte mich aber auch nicht gewählt. smile Du aber schon und vermutlich mit schönem Grund. Ist dieser Grund noch da?
So wie es klingt kannst Du momentan nur an einer Stelle für Veränderungen anfangen: bei Dir. Du musst lernen, Deine Dir wichtigen Interessen entweder durchzusetzen und den Konflikt mit Deinem Mann auszuhalten oder die Konsequenzen ziehen. Aber die wichtigste Frage ist, was brauchst Du, was willst Du und geht das überhaupt mit diesem Sturkopf und Bauernschädel zwinker. Wenn nicht, dann solltest Du Deine Abhängigkeit nicht auch noch durch Kind 3 und Hund vergrößern und Kampfenergie in diese Träume stecken. Wenn ja, dann musst Du meiner Theorie nach lernen, dich durchzusetzen, auch wenns dann knallt.


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  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
avatar  Jadestern
Status:
schrieb am 13.09.2017 08:29
Es wurde ja schon viel interessantes geschrieben, mich würde mal interessieren wie so ein Streit bei euch abläuft. Zum Beispiel mit der Putzfrau....wie setzt er sich durch und warum er und du nicht?

Ich würde dann die Putzfrau von meinem Gehalt bezahlen, das m. E. bei brutto 3000 Euro für 12 Stunden recht hoch ist. Bei 20 Stunden wäre das ja noch um einiges mehr und eine Putzfrau locker davon zu bezahlen...
Ich würde das dann an anderen Ecken wieder hälftig abziehen falls ihr getrennte Konten habt.


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  henriette
schrieb am 13.09.2017 08:42
eine gleichberechtigte beziehung unter erwachsenen menschen stell auch ich mir im 21. jahrhundert anders vor. besonders die sache mit der putzfrau, auch wenn das thema neben ausbau und 3. kind sich erstmal banal anhört, finde ich richtig übel. richtig übel.


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  henriette
schrieb am 13.09.2017 08:45
nee, sie schrieb bei vollzeit liegt das gehalt bei 3000 brutto.....


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  Poldi91
schrieb am 13.09.2017 09:46
@pnami: lieben Dank. Ich werde mich mal durch die Akten forsten und schauen, was ich zu an Rente erhalten würde. Zum Thema wo mein Mann mich mitentscheiden lässt: Ich mache mittlerweile viele Dinge einfach, die ich für richtig und wichtig erachte, und sei es nur, um eine gemütliche Atmospähre (siehe Beispiel Blumenkästen) geht. Es ist auch nicht so, dass er alles alleine entscheidet. Ich habe z.B. vor zwei Jahren meine Traumküche bekommen (ok, es war ein langer Weg und die 40 Jahre alte Küche meiner Schwiegereltern wäre ja auch noch gut gewesen lt. meines Mannes). Er freut sich zwar heute noch mehr darüber, dass die alte Küche jetzt im Hauswirtschaftsraum steht und er dort Dinge unterbringen kann, aber anderes Thema.

@Mond: ich schaue mir die Rentenbescheide mal durch. Als ich vor einer guten Woche von dem Angesparten erfahren habe, war ich sehr enttäuscht und verletzt. Das habe ich meinem Mann so auch gesagt. Ich wusste zwar, dass er etwas angespart haben muss, aber ich habe ihn ehrlich gesagt auch nie gefragt. Das war auch seine Antwort auf meine Frage, warum ich das jetzt erst erfahre. Und den ganzen Hof hat er ja wie gesagt erst im letzten Jahr überschrieben bekommen.

@stubbornstar: Ja, das ist eine gute Frage. Ich formuliere es mal so: Er war nie die große Liebe meines Lebens. Es gab nie ein emotionales Feuerwerk. Trotzdem habe ich mich damals in ihn verliebt und wir sind zusammengekommen. Er hat mir recht schnell einen Antrag gemacht. Ich hatte vorher Beziehungen mit Haut und Harren und emotionalen Höhen und tiefen, sehr verletzend. Sie haben nie gehalten. Es war damals von mir also schon eine Kopfentscheidung, diesen Mann zu heiraten. Wir haben uns gut verstanden, waren verliebt, wir hatten ähnliche Träume (z.B. Kinder).
Ich habe die letzten Wochen angefangen, hier mal wirklich Tacheles zu reden. Deswegen habe ich gefühlt für ihn jetzt vielleicht auch etwas viel auf einmal auf den Tisch gebracht. Aber die Reaktion von ihm, war auch durchweg positiv. Ich habe die letzten Wochen wirklich tiefgehende Gespräche mit ihm geführt, wie die ganzen letzten Jahre nicht. Ich denke, er hat verstanden, wie ich mich fühle.

@jadestern: Streit - gutes Thema. So richtig kann man mit ihm gar nicht streiten. Er wird selten laut, ist sehr auf Harmonie bedacht. Wenn ich nicht locker lasse, wird er wie ich finde unfair, bzw. teilweise verletzend. Am Beispiel Putzfrau: Ich habe mehrmals mit ihm darüber gesprochen, ihm auch aufgezeigt, dass er dadurch ja nach der Arbeit auch mehr Freizeit hat. Habe vorgeschlagen, dass wir ja einfach mal jemanden einen Monat zur Probe kommen lassen können und das sie ja gewisse Räume wie das Büro auslassen kann und auch seine dreckigen Unterhosen nicht zu waschen braucht. Seine Antwort am Ende: Wenn ich weiß, dass eine fremde Person hier im Haus ist, würde es mich noch mehr stören, als der "Rummel" hier. Achso, 3000 brutto sind der Lohn bei Vollzeit zwinker

@cora: "Problematisch finde ich auch die Sache mit dem Haus und dem Geld. Er hat alles, du nichts. Und genau das spiegelt sich mE in seinem Verhalten wider: Er geht nicht auf deine Wünsche ein, schmettert alles ab. Er will keine Blumen, keinen Hund, keine Putzfrau, keinen Umbau. Was will er denn? Ordnung, Sauberkeit und Ruhe? Ist deinem Mann bewusst, wie du dich fühlst? Was sagt er denn dazu? "> Ja genau, so wäre es ihm vermutlich am Liebsten. Ich denke, dass ich ihm in den letzten Wochen deutlich gemacht habe, wie sehr es mich stört.

@Isolde: Stunden erhöhen kommt aktuell nicht in Frage, sie unteren Absatz.

@Hamamelis: Pferde haben wir bereits. Die hatte ich schon vor ihm. Er hat mich also in diesem Paket bekommen zwinker

Allgemein noch zu meiner Stundenreduzierung: Mein Mann war gegen die Reduzierung. Er hätte es gut gefunden, wenn ich die 20 Stunden weiter gearbeitet hätte, auch im Hinblick auf die Rente. Aber ich konnte nicht mehr. Ich war fix und fertig, war wochenlang krank, ein Infekt nach dem Nächsten. Was auch ein großer Grund war, weswegen ich reduziert habe: Mein Sohn fühlt sich im Kiga nicht sonderlich wohl. Er war viel am Weinen, ist sehr ungerne hingegangen, war nach 4 Tagen Kiga mit Übermittagsbetreuung fix und fertig. Und das war dann der ausschlaggebende Punkt, wo ich gesagt habe, bis hier und nicht weiter. Ich gehe nicht auf Kosten der Kinder so viel arbeiten. Im nächsten Jahr kommt Motte in die Schule und wir wissen jetzt auch noch nicht, wie wir die Ferienzeit überbrücken sollen, was mit nur 12 Stunden Arbeit in der Woche meinerseits aber irgendwie hinzubekommen sein muss.

Insgesamt ist mein Mann eine Person, die sehr schweigsame ist, der man wirkich alles aus der Nase ziehen muss. Er ist niemand, der von sich aus Probleme ansprechen würde (zumindest jetzt auf unsere Beziehung gesehen), weil er keine Konfrontation will und um Frieden bemüht ist. Er würde lieber gewisse Dinge ertragen, als zu riskieren, dass wir uns streiten. Sehr blöd.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.17 09:50 von Poldi91.


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  gelöschter User
schrieb am 13.09.2017 10:07
Ich finde, das klingt doch alles gar nicht so schlecht. smile Nicht einfach, mit einigen Baustellen, aber doch nach einer an sich guten Beziehung. Manche Männer sind nun mal so sturköpfig, das macht sie aber nicht unbedingt zu schlechten Partnern, die man verlassen sollte.


Zitat
Poldi91


Ich habe die letzten Wochen angefangen, hier mal wirklich Tacheles zu reden. Deswegen habe ich gefühlt für ihn jetzt vielleicht auch etwas viel auf einmal auf den Tisch gebracht. Aber die Reaktion von ihm, war auch durchweg positiv. Ich habe die letzten Wochen wirklich tiefgehende Gespräche mit ihm geführt, wie die ganzen letzten Jahre nicht. Ich denke, er hat verstanden, wie ich mich fühle.



  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  Joaninha
schrieb am 13.09.2017 11:29
Ich kann in vielem, was Du über Deinen Mann schreibst, meinen Partner erkennen, daher möchte ich ein paar Dinge zu seinen Gunsten schreiben. Vorab: Die Sache mit dem Geld würde mich auch enorm stören, erstens, dass er Dir sein Erspartes verheimlicht und zweitens, dass er den großen Zampano gibt, weil er verdient und Du nicht. Das gibt es bei uns nicht und das würde ich mir auch nicht bieten lassen. Ich sehe meinen Verzicht auf einen Teil meiner Rente als eine äußerst großzügige Geste an (das rufe ich im Zweifelsfall auch gerne einmal in Erinnerung), und ich erwarte ganz einfach, dass diese Großzügigkeit mit Großzügigkeit seinerseits erwidert wird. Die Alternative, die ich ihm auch gelegentlich vor Augen stelle, ist, dass ich wieder arbeite und er zu Hause bleibt. Da winkt er immer sehr schnell ab.

Aber in einigen Punkten habe ich Verständnis für Deinen Mann. Zum Beispiel:

Er ist auf dem Bauernhof großgeworden, hat aber offenbar keine große Affinität dazu. Sprich: Er ist nicht selbst Bauer geworden. Mag er das Landleben überhaupt? Hat er vielleicht deswegen keine Lust auf einen Hund, weil er als Kind eine Überdosis Tiere gehabt hat? Ich kenne das von meinem Vater, der war als Kind unmittelbar nach dem Krieg für zwei Jahre auf dem Bauernhof. Meine Mutter kommt ihm manchmal mit Bauernhofromantik, da kriegt er die blanke Krise. Es war halt für ihn nicht schön damals.

Er hat keine Lust auf den Ausbau und will kein drittes Kind, das kann ich verstehen. So wie Du schreibst, seid Ihr beide gerade ziemlich am Limit. Du hast auf 12 Stunden reduziert, um Kinder und Haushalt auf die Reihe zu kriegen, und er scheint mit der Arbeit voll gefordert zu sein. Also, ich kann verstehen, dass er das skeptisch sieht.

Er hat, wie soll ich sagen, hier und da Macho-Allüren, das ist natürlich sehr unschön. Aber man muss auch sehen, dass Euer Familienmodell dem Vorschub leistet. Er ist ganz klassisch Familienoberhaupt und Versorger - eine Rolle, das darf man nicht vergessen, in die sogar Du selbst ihn kürzlich weiter hineingedrängt hast, als Du reduziert hast, was er ja nicht wollte. Manche Verhaltensweisen Deines Mannes sehen für mich ganz danach aus, als ob er voll im Versorgermodus wäre, z.B. das Bankstreichen. Wohlgemerkt, ich möchte nicht sagen, dass es ok ist, wenn Dein Mann sich so verhält. Aber für mich sieht es so aus, als hätte er sich da ein bisschen zu sehr in eine Rolle verrannt, die ihm selbst gar nicht unbedingt liegt und auf die er vielleicht auch gar keine Lust hat. Insofern sehe ich da schon Spielraum für Lösungen.

Du schreibst im ersten Post, er sei schon 40 Jahre alt und es liest sich für mich so, als ob sich daraus für Dich seine Antriebslosigkeit udn Müdigkeit erklären. Na ja, was soll ich sagen, ich bin mit 41 Mutter geworden und fand mich eigentlich körperlich nciht zu alt dazu. Ich kenne auch im Freundes- und Bekanntenkreis niemanden, der mit 40 zum alten Eisen gehört. 40 finde ich deutlich zu früh für Resignation, und daher frage ich mich, ob bei Deinem Mann eventuell etwas anderes dahinter steckt? Es muss ja nicht immer gleich eine Depression sein, vielleicht wäre ein Besuch beim Hausarzt mal sinnvoll?

Und schließlich, da komme ich zu den Ähnlichkeiten mit meinem Mann: Mein Mann braucht auch immer sehr, sehr lange für Entscheidungen und sperrt sich gerne gegen Neuerungen, da bin ich ganz anders. Ich fand es anfangs schwierig, das zu akzeptieren. Aber ich muss auch zugeben, dass er es wirklich deutlich besser draufhat als ich, den Augenblick zu genießen, ohne ständig an die Zukunft zu denken, und dem alltäglichen Jetzt (und nicht einer fernen Zukunft, wenn alles renoviert und die Kinder aus dem Haus sind) schöne Momente abzugewinnen. Und: Er plant langsam, aber er plant - und wenn einmal etwas durchdacht ist und er etwas in Angriff nimmt, dann kommt auch immer etwas Gutes dabei raus.

Ich will jetzt ganz bestimmt nicht Deine Beziehung schönreden, aber manchmal ist die Frage, ob man es schafft (schaffen kann/will), für den Anderen Verständnis aufzubringen, ja auch aufschlussreich für den Fortgang einer Beziehung.


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  henriette
schrieb am 13.09.2017 12:39
sorry, dass ich da nochmal einhake: sie hat ihre arbeitsstunden reduziert, weil der herr gemahl keine putzfrau will.


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  Poldi91
schrieb am 13.09.2017 13:32
@Joaninha: Das mit dem Verzicht auf die Rente ist interessanter Punkt, so habe ich es auch noch nicht wirklich gesehen. Ich werde meinen Mann bei der nächsten Gelddiskussion mal dezent drauf hinweisen und seine Reaktion schildern grins

Und ja, er fühlt sich immer für viel zu viel Verantwortlich-Stichwort Versorgermodus. Das habe ich ihm aber mittlerweile auch schon mehrfach gesagt und er nimmt sich zurück. Auch wenn es ihm schwer fällt.

Thema Landleben: Für ihn würde es niemals in Frage kommen, hier weg zu ziehen. Und eine Überdosis Tiere hat er als Kind nicht abbekommen. Als er jung war, waren hier nicht mehr viele Tiere vorhanden. Er hat eigentlich überhaupt keinerlei Bezug zu Tieren. Und er will auch keinen Bezug dazu haben. Das ist der springende Punkt: Er WILL es einfach nicht. Er WILL sich nicht mal drauf einlassen und sich ggf. positiv überraschen lassen, wenn man ein Beziehung zu einem Tier aufgebaut hat. Für ihn ist in seinem Kopf: Tiere machen Arbeit und kosten Geld.

Thema Alter: Er sagte immer, dass er mit 40 keine Kinder mehr will etc. Ich habe mit der magischen Grenze 40 überhaupt keinerlei Problem. Resignation bei ihm ist glaube ich nicht das richtige Wort. Er hat es aber halt einfach gerne ruhig und in geordneten Bahnen. An was denkst du, wenn nicht Depression?

Planen tut mein Mann auch, allerdings informiert er mich nicht über seine Pläne, sodass wir dann immer irgendwie völlig perplex voreinander stehen, wenn es um ein Thema geht. Beispiel Umbau: Ich hätte ja die nächsten Jahre schon gerne mehr Platz hier. Und wenn man dann mal wirklich 15-20 Jahre weiterdenkt und die Kinder aus dem Haus sind, könnte man den Altenteil von Uroma fertig machen (die dann definitiv nicht mehr da ist da sie aktuell 95 Jahre alt ist) und den Altenteil plus Ausbau oben als Halbhaus vermieten. So hätten wir jetzt erst mal was für die nächsten Jahre und man braucht später nicht Ausbau und Umbau Altenteil gleichzeitig finanziell stemmen und hätte ja wie gesagt nebenbei noch was davon. Nach endlosen Diskussionen sagte mir mein Mann dann endlich mal, dass er eigentlich vor hat, dass wir wenn die Kinder aus dem Haus sind, in den Altenteil umziehen, uns also räumlich verkleinern. Ja, diese Info wäre schon hilfreich gewesen zu Beginn der ganzen Diskussionen.


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  pmami
schrieb am 13.09.2017 14:05
Was mir noch spontan einfällt - vielleicht benötigt Ihr nicht unbedingt eine Paartherapie (das ist ja gerade bei Männern auch oft mit einer Hemmschwelle verbunden) sondern Euch würde schon eine Hilfe beim Diskutieren nützen. Also etwa eine Mediation oder ein Coaching eine andere Art von geführtem Gespräch, bei dem Ihr beide mal strukturiert alles ansprechen könnt, was vielleicht jetzt manchmal aneinander vorbeiläuft.

Ganz wichtig finde ich außerdem, dass Ihr Euch Paarzeit nehmet. Was macht Ihr regelmäßig gemeinsam aber ohne die Kinder ?

Viele Grüße pmami


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  Hamamelis71*
schrieb am 13.09.2017 14:41
Was ich grundsätzlich jedem empfehlen würde (unabhängig von Eurer Situation), wäre auch einen Termin bei der Rentenversicherung. Dann kann man schon in jüngeren Jahren das Rentenkonto überprüfen lassen. Ich habe das vor einigen Jahren mal gemacht und es gab ein paar Änderungen zu meinen Gunsten (Wertung Ausbildungszeit). Ich werde mir demnächst auch mal wieder einen Termin holen und mich mal informieren.


  Re: Wenn der Partner so ganz andere Vorstellungen von der Zukunft hat...
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  Regina72
schrieb am 13.09.2017 14:53
ich habe gar nicht alles durchgelesen, aber einige Characterzüge finde ich auch bei meine Mann wieder. (leider)

bei uns geht es (gottseidank) nicht ums geld, aber er definiert - wie Deiner - meist einfach, wie etwas zu sein hat, und kommt gar nicht auf die Idee, dass es andere - aus welchen Gründen auch immer - anders besser finden.

Meiner kommt auch aus der Landwirtschaft, und mir sind die Augen geöffnet worden, als einmal meine Schwiegereltern hierher kamen (zum ersten mal) ich fragte meine Schwiegermutter, was sie gerne morgens tränken. Sie meinte, ein Kaffee, und das würde reichen. Ich besorgte also Kaffee. um dann beim Frühstück festzustellen, dass mein Schwiegervater nur Karokaffe trinkt, und sie nur für sich gesorgt hatte.
Hätte ich eine Ähnliche Frage meiner Mutter gestellt, hätte sie gesagt, besorge bitte für Papa Karokaffee, was ich trinke, ist egal.

meine Schwiegermutter denkt immer nur an sich, und ich habe den Eindruck, mein Mann ist da ganz ähnlich gestrickt. er kommt aus antrainiertem Egoismus und fehlender Empathie nicht auf die IDEE, dass andere Meinungen auch gelten könnten. Für uns ist das ein langer und harter Weg - gottseidank kann ich mit ihm darüber (manchmal) reden und er nimmt es sich auch zu Herzen.

ich weiß nicht wie es sonst bei uns weitergehen würde. ich glaube, deinem Mann ist gar nicht bewusst, dass er Dich unterbuttert, er merkt es schlicht nicht.

wenn ich vom Thema abgewichen bin, dann bitte ich um Entschuldigung.

viel Kraft Dir




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