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  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
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  Viefra
Status:
schrieb am 19.07.2017 11:12
Hallo,

nur ganz kurz, weil gerade Zeiz knapp:

Unabhängig vom % Satz würde ich immer versuchen die vereinbarte Rate eher niedrig zu halten, dafür aber vertraglich Sondertilgungsrechte eingeräumt zu bekommen.

Wenn es läuft wie geplant kannst Du jedes Jahr so viel sondertilgen, dass der Kredit genauso schnell zurückgezahlt ist, wie mit einer höheren Rate (müsst Ihr halt genau ausrechnen).

Du behältst aber eine gewisse Flexibilität und das Risiko mit der vereinbarten Rate in Rückstand zu kommen ist erheblich niedriger als wenn die monatliche Belastung "auf Kante genäht" ist. Wenn Euer Einkommen, aus welchen Gründen auch immer doch mal niedriger sein sollte, wie geplant kann man erstmal entspannt bleiben! Durch die niedrigere Rate spart Ihr Geld an, das Ihr dann für die Sondertilgungen einsetzt.

Banken "mögen" Sondertilgungsrechte erfahrungsgemäß oft nicht gerne einräumen, aber meisten lässt sich trotzdem was raushandeln.

Alles Gute!


  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
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  me79
schrieb am 19.07.2017 13:07
Hallo,

Bei uns ist die Rate ca. 13% unseres Nettoeinkommens. Kreditrate und Hausnebenkosten zusammen gerechnet, machen ca. nur 200 Euro mehr aus als unsere Mietwohnung zuvor. Dafür haben wir jetzt doppelt so viel Wohnfläche plus Keller und Garten.
Das Haus ist allerdings 25 Jahre alt und wir haben seit unserem Kauf vor 5 Jahren einiges renoviert und 2 größere Projekte stehen noch an. Aber durch die geringe Kreditrate können wir diese Projekte quasi nebenher wegsparen. Mein Mann arbeitet Vollzeit, ich arbeite 75%. Wenn wir mit Renovieren fertig sind, haben wir es dann recht gut, können vorzeitig tilgen oder eben wieder etwas mehr reisen oder so zwinker

lg, me79


  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
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  la miga
schrieb am 19.07.2017 13:23
Zitat
lisa74
Zitat
la miga
Es ist bei uns auch so, dass wir in etwa das, was wir jetzt noch eine Miete zahlen, dann bald eben am Kredit ab bezahlen. Gefühlt ist das denn noch ein großer unterschied.

Aber das Haus kostet dann ja doch eine Ecke mehr als nur die Kreditrate. Da kommen ja noch die ganzen Nebenkosten drauf (Strom, Wasser, Abwasser, Heizen, Grundsteuer, Strassenreinigung, ...) und für spätere Reparaturen, Instandhaltungen sollte man dann auch noch das nötige Kleingeld haben.

Nicht falsch verstehen, wir haben auch ein Haus gekauft und sind sehr glücklich hier. Wir wollten schon immer was eigenes, ich hätte auch gerne neu gebaut. Das Haus war beim Einzug schon 20 Jahre alt und damals haben wir nur die notwendigen Dinge gemacht. Wir wohnen jetzt 10 Jahre hier und falls wir noch länger bleiben (evtl. steht ein Umzug an), dann müssen wir langsam mal mit dem Renovieren beginnen. Heizung, Kinderzimmer unters Dach verlegen, Fenster, Bad etc. Es gibt immer was, wo man sein Geld versenken kann. Und die Kinder werden auch nicht billiger, wenn sie älter werden. grins

Von daher finde ich es schwierig, den Kredit mit der Miete zu vergleichen, das ist halt auch nur die halbe Wahrheit. WIR wohnen allerdings einfach sehr gerne im Eigenheim und nehmen alles, was das mit sich bringt, gerne in Kauf. Aber ich bin sicher, dass für andere Mieten die bessere Entscheidung ist.



Und zur ursprünglichen Frage - wir stecken grade in der Anschlussfinanzierung und zahlen bis Jahresende noch einen Teil vom alten und den neuen Kredit. Die Belastung liegt derzeit bei 13% von Netto. Ab 2018 dann noch 7% und das Ende der Schulden ist auch schon in Sicht. Das ist natürlich eine komfortable Situation hier. Und auch wenn - wie schon geschrieben - die %-Werte nicht alles aussagen. Besser ist es wirklich, ALLE Einnahmen und Ausgaben aufzulisten und zu sehen, was am Ende bleibt. Denn ein bisschen Luft für ungeplantes und "spassiges" sollte unbedingt noch drin sein. Ansonsten wäre mir das ein Eigenheim vermutlich nicht wert.



Ich gebe dir prinzipiell absolut Recht, dass es ganz sicher ein (viel gemachter) Fehler ist, die Kaltmiete mit den Raten zu vergleichen. Das wird gerade bei einer deutlichen Vergrößerung nicht hinhauen.

Für unseren Fall muss ich relativierend dazu sagen, dass ich mit Miete irgendwie immer Warmmiete meine smile Wir zahlen wahnsinnig viel rein an Kaltmiete, was wir an KM bezahlen, zahlen andere an einem Haus nicht ab. Wir haben dann auch zB unheimlich hohe Nebenkosten. Wir wohnen in einem MFH mit Hausmeister und Reinigungsservice und Aufzug - was alleine der Aufzug kostet, ist Wahnsinn. Auch unsere Stromkosten sind horrend, das kann ich mir auch nicht mehr nur mit unserem Verbrauch erklären, sondern auch mit einem eher schlechten Kühlschrank u.a. smile Wir haben Fußbodenheizung und Erdwärmepumpe hier im MFH, ich kann mittlerweile über die vermeintliche Effizienz solcher Systeme nur noch lachen und gehe nicht realistisch davon aus, dass unsere Nebenkosten im Haus nochmal deutlich ansteigen. Ich meine, ob du 25 Euro mehr zahlst, macht den Braten nicht mehr fett, aber wir zahlen hier soviel wegen genannter Faktoren, sehr teuren Parkplätzen in der TiefG, da sind einfach zahlreiche Posten, die im Haus wegfallen.

Aber grundsätzlich hast du mit diesem Einwand natürlich völlig Recht, das bedenken viele sicher erstmal nicht, aber dafür hat man ja auch Erstberatung bei Banken usw.


  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
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  lisa74
Status:
schrieb am 19.07.2017 20:57
Zitat
la miga
Zitat
lisa74
Zitat
la miga
Es ist bei uns auch so, dass wir in etwa das, was wir jetzt noch eine Miete zahlen, dann bald eben am Kredit ab bezahlen. Gefühlt ist das denn noch ein großer unterschied.

Aber das Haus kostet dann ja doch eine Ecke mehr als nur die Kreditrate. Da kommen ja noch die ganzen Nebenkosten drauf (Strom, Wasser, Abwasser, Heizen, Grundsteuer, Strassenreinigung, ...) und für spätere Reparaturen, Instandhaltungen sollte man dann auch noch das nötige Kleingeld haben.

Nicht falsch verstehen, wir haben auch ein Haus gekauft und sind sehr glücklich hier. Wir wollten schon immer was eigenes, ich hätte auch gerne neu gebaut. Das Haus war beim Einzug schon 20 Jahre alt und damals haben wir nur die notwendigen Dinge gemacht. Wir wohnen jetzt 10 Jahre hier und falls wir noch länger bleiben (evtl. steht ein Umzug an), dann müssen wir langsam mal mit dem Renovieren beginnen. Heizung, Kinderzimmer unters Dach verlegen, Fenster, Bad etc. Es gibt immer was, wo man sein Geld versenken kann. Und die Kinder werden auch nicht billiger, wenn sie älter werden. grins

Von daher finde ich es schwierig, den Kredit mit der Miete zu vergleichen, das ist halt auch nur die halbe Wahrheit. WIR wohnen allerdings einfach sehr gerne im Eigenheim und nehmen alles, was das mit sich bringt, gerne in Kauf. Aber ich bin sicher, dass für andere Mieten die bessere Entscheidung ist.



Und zur ursprünglichen Frage - wir stecken grade in der Anschlussfinanzierung und zahlen bis Jahresende noch einen Teil vom alten und den neuen Kredit. Die Belastung liegt derzeit bei 13% von Netto. Ab 2018 dann noch 7% und das Ende der Schulden ist auch schon in Sicht. Das ist natürlich eine komfortable Situation hier. Und auch wenn - wie schon geschrieben - die %-Werte nicht alles aussagen. Besser ist es wirklich, ALLE Einnahmen und Ausgaben aufzulisten und zu sehen, was am Ende bleibt. Denn ein bisschen Luft für ungeplantes und "spassiges" sollte unbedingt noch drin sein. Ansonsten wäre mir das ein Eigenheim vermutlich nicht wert.



Ich gebe dir prinzipiell absolut Recht, dass es ganz sicher ein (viel gemachter) Fehler ist, die Kaltmiete mit den Raten zu vergleichen. Das wird gerade bei einer deutlichen Vergrößerung nicht hinhauen.

Für unseren Fall muss ich relativierend dazu sagen, dass ich mit Miete irgendwie immer Warmmiete meine smile Wir zahlen wahnsinnig viel rein an Kaltmiete, was wir an KM bezahlen, zahlen andere an einem Haus nicht ab. Wir haben dann auch zB unheimlich hohe Nebenkosten. Wir wohnen in einem MFH mit Hausmeister und Reinigungsservice und Aufzug - was alleine der Aufzug kostet, ist Wahnsinn. Auch unsere Stromkosten sind horrend, das kann ich mir auch nicht mehr nur mit unserem Verbrauch erklären, sondern auch mit einem eher schlechten Kühlschrank u.a. smile Wir haben Fußbodenheizung und Erdwärmepumpe hier im MFH, ich kann mittlerweile über die vermeintliche Effizienz solcher Systeme nur noch lachen und gehe nicht realistisch davon aus, dass unsere Nebenkosten im Haus nochmal deutlich ansteigen. Ich meine, ob du 25 Euro mehr zahlst, macht den Braten nicht mehr fett, aber wir zahlen hier soviel wegen genannter Faktoren, sehr teuren Parkplätzen in der TiefG, da sind einfach zahlreiche Posten, die im Haus wegfallen.

Aber grundsätzlich hast du mit diesem Einwand natürlich völlig Recht, das bedenken viele sicher erstmal nicht, aber dafür hat man ja auch Erstberatung bei Banken usw.

Klar muss man immer die individuelle Situation betrachten. Und wenn die Kalkulation passt, dann ist so ein Eigenheim wirklich eine gute Sache! Ja

Auf den Rat der Banken würde ich mich da allerdings auch nicht ausschliesslich verlassen, die wollen halt immer auch ihre Kredite loswerden. grins Wobei inzwischen ja wirklich ziemlich genau hinsehen müssen, bevor sie den Kredit bewilligen. Da hat sich in den letzten Jahre schon einiges getan. Was wir alles für unserer lächerlich kleine Anschlussfinanzierung an Unterlagen bringen mussten, war wirklich erstaunlich. Aber nun, wenn es andere davor bewahrt, sich finanziell zu übernehmen, ist das ja nicht verkehrt.

Und erstmal wird die berechnete Rate schon zu stemmen sein, wenn man das einigermassen vernünftig/realistisch kalukiert. Schwierig wird es halt immer bei ungeplanten Ereignissen, da gibt es ja diverse Möglichkeiten. Dann ist es wirklich gut, eine bezahlbare Rate mit Option auf hohe Sondertilgungen zu haben. Und die dann in "normalen" Jahren auch zu nutzen! Trotzdem sollte beim aktuellen Zinsniveau auch der laufende Tilgungssatz eher höher angesetzt werden, als das früher üblich war. Falls die Zinsen bis zur Anschlussfinanzierung wieder steigen, hat man dann schon mehr Luft, um die Rate ähnlich zu halten und das Finanzierungsende nicht zu sehr nach hinten zu verschieben.


Und so ganz grundsätzlich denke ich einfach, es gibt "Mietmenschen" und "Eigentumsmenschen". Beides hat Vor- und Nachteile, die man eben für sich ganz persönlich abwägen muss. Da gibt es kein besser und schlechter. Und wenn es finanziell drin ist, ist es schön, sich freiwillig für eines zu entscheiden. Aber ich denke, dass schweift jetzt vom eigentlichen Thema ab... grins


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  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
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  Liv-Arwen
schrieb am 21.07.2017 15:11
Ich finde es tatsächlich unerheblich, wie viel Prozent vom Gesamteinkommen die monatliche Rate beträgt.

Wir haben vor 10 Jahren gebaut und da habe ich immer nur rumgerechnet, was nach Abzug aller Fixkosten (Rate, Strom, Gas, Wasser, Auto, Versicherungen, Telefon, Hobbys, Kiga, usw) zur freien Verfügung noch bleibt und ob es theoretisch möglich ist, etwas für Eventualitäten zurück zulegen. Selbst wenn man die ganz genauen Zahlen noch nicht hat, so kann man sie doch realistisch schon einschätzen...

So konnte ich sehen, ob es reichen wird oder nicht....Bei uns war es zunächst auch recht knapp....aber da ich wusste, dass die Kigakosten recht schnell nicht mehr da sein würden und auch keine weiteren Betreuungskosten auf zu kommen würden, haben wir uns dazu entschlossen, diesen Schritt zu wagen.

Bereut haben wir es nicht, denn nach zwei drei Jahren der Durststrecke, ging es dann finanziell stückchenweise immer besser (auch und gerade wegen der Anschlussfinanzierungen, die ja gerade zu schnäppchenhaft gegenüber unserer Erstfinanzierung sind)

Liebe Grüße


  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
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  Merle_77
schrieb am 21.07.2017 16:02
Ich würde auch nicht so viel auf den Prozentsatz geben, sondern mal die absoluten Zahlen vergleichen: was hab ich, was brauch ich sonst, was bleibt übrig, wie groß ist der Spielraum...


  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
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  Zimtstern 72
Status:
schrieb am 24.07.2017 21:45
Seh ich wie Merle. Insbesondere was ich vorhabe, mir in den nächsten Jahren zu leisten, worauf ich bereit bin zu verzichten und wie ich außer hauskauf
sonst mein Leben gestalten will.

Für mich war wichtig, ob ein Familienurlaub pro Jahr drin ist, bei dem ich nicht jeden Cent umdrehen muss, ob mein kind sein hobby weitermachen kann,
ob ich auch dann noch ruhig schlafen kann, wenn das auto in den nächsten jahren ersetzt werden muss (habe da keine ansprüche, aber fahren muss es halt)
ob ich alle zwei monate mit meinem mann etwas schönes machen kann wie essen gehen oder konzert/Theater/kino besuchen.

wenn das drin ist, dann kann ich von mir aus auch 40% abzahlen...


  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
avatar  Rebella
schrieb am 24.07.2017 22:07
Bei uns waren es wohl zum Anfang etwa 30%. Wobei eher der reale Betrag, der einem noch zum Leben bleibt, Ausschlag gebend ist.

Wenn die Bank es finanziert, dann sollte genug zum Leben übrig bleiben. Wir haben damals sehr gekämpft, damit die Bank uns überhaupt den Hausbau finanziert hat. Denn nach deren Meinung hätte unser Geld nicht ausgereicht. Da wir aber sparsam sind, nicht rauchen, nur selten essen gehen, ... usw. reichte es dicke.

Zwischendrin wurde es mal knapper mit dem Geld. Da gab es dann Wohngeld. Man kann glaube ich auch, wenn es mal sehr eng wird, die Tilgung aussetzen. Haben wir allerdings nicht versucht.


  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
no avatar
  ninek
schrieb am 26.07.2017 00:06
Bei uns sind es unter 20%, bei eher geringem Gesamteinkommen. Die Rate ist deutlich günstiger als vergleichbare Miete und kein Grund für Sorgen. Wir haben hohe Sondertilgungsraten, die wir mal mehr mag weniger nutzen. Wir hatten hohe eigenkapital Summen, so dass wir in ca. 15 Jahren das Haus abzahlen können. Das ist alles sehr überschaubar und ich würde es immer wieder so machen.


  Re: Hausfinanzierung - Verhältnis Rate zum Einkommen
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  Viktoria1
schrieb am 26.07.2017 13:41
Das Verhältnis Rate zum Einkommen war für uns nicht wichtig. Wichtig war mir, dass der Kredit zur Not von einem Vollzeiteinkommen abgetragen werden kann. Das war bei uns der Fall....ich wollte immer die Freiheit haben, ganz zu Hause zu bleiben, wenn mit den Kindern was ist.

Das war zum Glück nicht der Fall, sodass wir den Kredit schon lange getilgt haben. Ein größeres Haus wollte ich auch nicht haben, weil ich lieber andere Sachen mache als zu putzen....




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