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  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
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  Joaninha
schrieb am 17.07.2017 10:45
Ich muss jetzt doch auch noch mal schreiben, wobei ich nciht sicher bin, ob jemand schon ähnliches geschrieben hat. Ich habe hier zwar mitgelesen, aber jetzt einfach die Details nicht mehr im Kopf.

Hast Du mit Deinem Sohn einmal über den ersten Kindergarten und die Probleme dort gesprochen, nachdem Du ihn abgemeldet hattest? Ich habe mir den Thread durchgelesen, den Du damals dazu geschrieben hattest, weil mir im jetzigen Post einfach noch der Punkt fehlte, weshalb es eigentlich schiefging. Mir fiel auf, dass da doch sehr disparate Gründe für einen Wechsel vorlagen (den übrigens damals alle unisono befürwortet haben): Das Kind wurde von einem anderen Kind gequält, die Erzieher waren abweisend, Gefahrensituationen wurden vond en Erziehern nicht als solche erkannt. Was mich nun interessieren würde: Was hat bei Deinem Kind denn letztlich subjektiv zu der Abneigung gegen den KiGa geführt? War das das andere Kind, das geschlagen hat? Oder die desinteressierten Erzieher? Und da würde mich dann weiter interessieren: Hat Dein Sohn überhaupt jemals verstanden, dass Erzieher als echte Bezugspersonen gedacht sind? Für mich hört es sich ein bisschen so an, als sei das nicht der Fall.

Ich vergleiche mal mit meiner Tochter. Meine Tochter liebt ihre Erzieherin. Es gab schon Tränen, als wir eines Sonntags am KiGa vorbeikamen: Sie wollte unbedingt M. sehen und die war erklärlicherweise nicht da. Der Abschied zu Beginn der Sommerferien war rührend, und dabei hat meine Tochter da noch nicht einmal begriffen, dass M. im September nicht mehr da sein wird, weil sie ein Kind bekommt. Was ich sagen möchte: M. hat für sie mindestens denselben Stellenwert wie eine Oma, ein Onkel, eine Tante. Und ich denke, nur darum funktioniert der KiGa bei ihr überhaupt. Wenn sie ein distanziertes Verhältnis zu den Erziehern hätte, dann, da bin ich mir sicher, hätten wir dasselbe Problem wie Ihr, nur drei Jahre früher.

Ich finde es gut, dass Du Dich jetzt erst einmal beraten lässt. Daneben würde ich auch versuchen, mit Deinem Sohn ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, was am KiGa eigentlich so schrecklich war. Ihn bestärken, im neuen KiGa Kontakt mit den Erzieherinnen aufzunehmen, ihnen einen Vertrauensvorschuss zu geben. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass die Erzieherinnen "mitspielen", daher würde ich vielleicht doch noch einmal das Gespräch mit ihnen suchen.

Ich finde es, wie ich auch schon geschrieben hatte, eigentlich nicht schlimm, wenn das Kind ein Jahr zu Hause bleibt, weil es schlechte Erfahrungen gemacht hat. Nicht gefallen würde mir aber der Gedanke, dass es zu Hause bleibt, weil es nicht in der Lage ist, in eine für das Kind vertrauenerweckende Beziehung zu einem Erwachsenen ausserhalb des engen Familienkreises zu treten. Das wäre für mich ein ernsthaftes Argument, am Ball zu bleiben und es mit dem KiGa zu versuchen. Denn das ist für die Schule eben auch wieder wichtig (übrigens auch für den Schulerfolg, wie ich als Laie meine, verstanden zu haben: In der Grundschule lernen die Kinder noch um der Lehrerin/des Lehrers willen, die Beziehung zum Lehrer ist also eine VOraussetzung für den Lernerfolg)


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
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  SandyCH
schrieb am 17.07.2017 17:59
Liebe Rooky
Es gibt ein Buch von Gordon Neufeld "Unsere Kinder brauchen uns". Vielleicht kannst du da was für dich rausnehmen, vielleicht hilft es dir weiter.

Sandy


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
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  Alw a
schrieb am 17.07.2017 20:34
Mein Kind verhielt sich im Kindergarten sozial so auffällig, dass es vom Schulbesuch zurückgestellt werden sollte, wirkte teilweise wohl wie autistisch. Wir wollten den Kindergarten wechseln, der neue Kindergarten wollte eine Integrationskraft für mein Kind beantragen. Wir boxten dann doch mit Unterstützung der aufnehmenden Schule den Schulbesuch durch und siehe da - Kind machte vom ersten Tag an mit, war/ist aufmerksam und lebhaft, fand Freunde. Ich habe es direkt gefragt, woher der verblüffende Sinneswandel kam und die Antwort erhalten, dass es in der Schule nicht so laut und durcheinander sei, und dass es dort als großes Kind behandelt werde und sich daher auch wie ein großes Kind benehme.
Liebe Rooky - lass Dich nicht verrückt machen, glaub an Dein Kind und an Dein Bauchgefühl. Wenn Du das Gefühl hast, es braucht nicht noch mehr sozialen Stress sondern Ruhe und Geborgenheit, dann frag nicht 1000 Leute sondern mach das einfach so! Du schreibst ja selbst, er habe daheim solche Fortschritte gemacht. Soziale Erfahrungen hat er doch fürs erste genug gemacht, außerdem möchtest Du ihn ja nicht ein Jahr lang von jeglichen anderen Menschen fernhalten. Lass ihm Zeit zum Wachsen!


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
avatar  septemberchild
Status:
schrieb am 19.07.2017 11:12
Zitat
Rooky
Er war ein ganz unauffälliges Baby und Kleinkind. Die Probleme gingen tatsächlich erst mit Eintritt in die Kita los. Und ja... Ich habe ein riesiges schlechtes Gewissen und bereue es ihn nicht gleich aus der Kita genommen zu haben. Stattdessen wollte ich die Umschulung abschließen und habe mich auf Aussagen verlassen, wie "er wird sich schon eingewöhnen mit der Zeit ". Aber es ist eben nicht passiert. Stattdessen jeden Tag Tränen. Jeden Morgen "ich will da nicht hin, bitte kann ich zu Hause bleiben " Das hat natürlich auch bei mur Spuren hinterlassen und ich war selbst manchmal den Tränen nahe.
Ich habe oft das Gespräch gesucht mit den Erziehern. Es wurde aber immer relativiert. Nur die Sache mit dem Tic zeigt mir eben, dass es nicht einfach nur "keine Lust " ist bei ihm, sondern es sich eben schon körperlich ausgewirkt hat die Überforderung. Neben ständigen Bauchschmerzen und Kopfschmerzen. traurig

Hast Du schon mal mit dem Kinderarzt ueber die Situation geredet? Vll waere eine Fruehfoerderung etwas fuer ihn da er ja offenbar Probelme mit dem sozialen Kontakt hat, Heilpaedagogik oder aehnliches. Vll Ergotherapie. Das ist absolut keine Schande. Wenn Dein Kind diese Hilfe benoetigt, und nachdem was ich gelesen habe wuerde ich als Leie, der aber auch zwei Kinder hat die aehnliche Probleme hatten/haben die aber mit Hilfe von Fruehfoerderung sich deutlich gebessert haben, sagen das es sich ganz danach anhoert. Sprich den Kinderarzt darauf an. Diese Probleme sollten nicht ignoriert werden, sonst koennte es in der Schule wirklich zu einem enormen Ruecklaeufer kommen.


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  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
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  tina**
schrieb am 19.07.2017 13:26
Ich hab die Antworten nur überflogen, aber lass dich nicht verrückt machen. Im Gegensatz zu den meisten anderen finde ich den Kindergarten nicht zwingend notwendig. Carlotta ist auch nie wirklich gerne hingegangen. Bei uns stellte sich die Frage nur gar nicht, weil ich arbeiten musste, und es stand nie zur Diskussion (ich bin auch alleinerziehend). Carlotta sagt heute – sie ist 14 – sie hat den Kindergarten gehasst. Sie war bis zur 3. Klasse noch dort im Hort. Am letzten Tag dort, als alle ganz wehmütig waren, sagte sie aus tiefstem Herzen: „Bin ich froh, dass das endlich vorbei ist“. Auf jeden Fall hätte ich sie, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, auch gerne (länger) zu Hause gelassen. Es gibt in Deutschland keine Kindergartenpflicht. Und auf das Vorschulprogramm kann man gut und gerne verzichten, finde ich. Also, hör auf dein Bauchgefühl und genieße die Zeit mit deinem Kind. Sie werden so schnell groß.




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