Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 

News rund um den Kinderwunsch
amicella Network   ICSI statt IVF: Gibt es Vorteile, wenn die Spermien in Ordnung sind?neues Thema
   IVF und ICSI: Wie hoch muss die Gebärmutterschleimhaut sein?
   Gelbkörperhormon bei IVF und ICSI: Was, wann und wie lange?

  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
avatar  Maral
schrieb am 12.07.2017 11:46
Wie lange ist die Schließzeit? Vielleicht macht es Sinn, erst danach zu starten.
Ansonsten wäre mir ehrlich gesagt egal, was die befürworten und was nicht. Ich würde zwar auch zusehen, dass ich eine Strategie finde, mit dem Kind zusammen, die eine schnelle Eingewöhnung fördert, aber mich bestimmt nicht drängen lassen. Das er jetzt Schwierigkeiten hat, heißt ja noch lange nicht, dass es in der Schule auch so ist. Und nur, weils in einem Jahr verlangt wird, muss er nicht jetzt ins kalte Wasser geworfen werden.

hast du mal mit ihm geredet? Wie er sich vorstellen könnte, dass es ihm leichter fällt? Gemeinsam ein Ritual ausdenken? Einen Taschentröster? Ein Glücksstein, oder ähnliches.


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  Rooky
schrieb am 12.07.2017 11:53
Die schließzeit geht 2.5 Wochen.
Die Leiterin hat ganz klar gesagt, dass eine Mutter in der großen Gruppe alles durch ihre Anwesenheit durcheinander bringt und wenn es meine, dass das tatsächlich nötig ist, dann passt es nicht zwischen uns. Letzteres mehr durch die Blume gesprochen, aber unmissverständlich. Das ist nun auch überhaupt nicht das was ich wollte, denn nach den ssschlechtnen Erfahrungen im alten Kindergarten wollte ich nun nochmal ganz sanft starten.
Ich habe auch im ersten Gespräch nach einer Eingewöhnung gefragt, wo es zuerst hieß... Naja kriegen wir hin.


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
avatar  Maral
schrieb am 12.07.2017 12:17
Naja, zum einen würde sich für mich die Frage stellen, ob es dann überhaupt für mich passt, zum anderen ja, kann ich zwar verstehen, dass man die Mutter nicht jeden Tag drei Std da sitzen haben möchte ( das sähe ja nicht mal das Berliner Modell vor), aber es gäbe ja auch ander Möglichkeiten. Bei uns bleibt die Mutter dann bspw auf dem Flur auf der Bank noch mit dem Kind sitzen, bis es doch rein mag. Oder es gäbe die Variante, dass du ihn eben nur kurz alleine da lässt und schnell wieder mitnimmst und das ausweitest. Oder er da erstmal nur mit frühstückt ( weil er da abgelenkt ist), oder eine andere Erzieherin ihn in Emfang nimmt ( bieten sie auch auf den Schoß sitzen an, kuscheln etc etc) Das macht hier oft einen riesen Unterschied. Klar musst du auch selbstsicher wirken. Nicht vermitteln, dass du jetzt immer daneben sitzen kannst und das ziel klar sein muss, aber eben doch einfühlsam. Die Holzhammermethode, jetzt bist du 5 und hast dich nicht so anzustellen fände ich ziemlich daneben. Genauso wie so läuft es und nicht anders. Ich würde signalisieren, dass du für ihr Anliegen Verständnis hast, es für dich auf diesem Wege aber auch nicht in Frage kommt und ihr euch gemeinsam nicht alternative Möglichkeiten überlegen könnt. So machen sie es sich ja sehr einfach. Aber so ein Ultimatum? wenn du eh überlegst, ihn zu Hause zu lassen, bist du ja nicht in Not. es gibt auch Kinderspielgruppen, wo man die Kinder alleine hinbringt, Tagesmütter, etc. Ich würde zwar ebenfalls auf keinen Fall raten, das Kind das ganze letzte Jahr zuhause zu lassen, aber den Luxus, keinen Druck zu haben, würde ich durchaus nutzen, um es so zu gestalten, dass es für uns passt.


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
avatar  Fake Mom
schrieb am 12.07.2017 12:47
Zitat
Rooky
Leider hat die Leiterin der neuen Kita mir zu verstehen gegeben, dass eine ausführliche Eingewöhnung nicht befürwortet wird, daher muss ich jetzt einfach die zwei Wochen abwarten wie es sich entwickelt und dann ist sowieso erstmal Schließzeit.

Liebe Grüße

Vielleicht haben sie ein Gefühl, dass Du das Problem bist. Bitte nicht falsch verstehen und es ist nicht böse gemeint. ich erlebe das im Schwimmkindergarten. Manchmal "zerren" wir die weinende Kinder weg von den Eltern und wenn die Eltern weg sind, gehen die Kinder auch freiwillig ins Wasser. erfahrungsgemäss bringt nichts, wenn die Mutter bleibt. Das Kind lässt sich nicht beruhigen. btw. mit dem Vater klappt immer alles besser. sie sind da ganz cool (zumindest nach Aussen) und meistens sind das wirklich Jungs, die nicht bleiben wollen. Das erste mal allerdings darf die Mama bleiben und beim nächsten Mal "überrumple" ich das Kind und gehe schnell mit dem duschen und dabei erzählen usw., damit es gar keine Zeit zum nachdenken hat. danach ist das kein Thema.

bei Euch wird das nicht (mehr) so einfach ablaufen aber er muss auch vertrauen haben, dass Du ihn doch abholst, dass es keine Strafe ist sondern die Möglichkeit mit anderen Kindern zu spielen usw.


  Werbung
  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  Rooky
schrieb am 12.07.2017 13:34
Sicher sehen die mich als Problem. Aber ich kann nunmal nicht verstehen warum man Kind und Mutter nicht mehr Zeit eingesteht. Das Argument der Leiterin war, dass er ja sowieso weinen wird. Ob ich nun gleich gehe oder erst in zwei Wochen. In meinen Augen macht das aber schon einen Unterschied, ob man das Kind in fremder Umgebung allein lässt oder die Sache langsam steigert. Auch wenn das Kind schon 5 ist.
Ich werde der Sache jetzt die zwei Wochen Zeit geben bis zur Schließzeit. Dann ist ja auch das Beratungsgespräch. Und danach entscheide ich wie es weiter geht.
Wie gesagt, ich sehe momentan so viele Fortschritte bei meinem Sohn seitdem er zu Hause ist. Das will ich jetzt nicht kaputt machen (lassen).


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  la miga
schrieb am 12.07.2017 14:05
Es ist wirklich schwierig, euch etwas zu raten. Ich hoffe sehr, dass du dir für dich und dein Kind schnell professionelle Hilfe suchst, denn ich finde, das hört sich alles sehr, sehr verworren an. Mein Punkt ist dabei, ich hoffe ich kann das richtig rüberbringen, dass ich den Konflikt nicht zwischen Kindergarten und Kind sehe, sondern ganz viel innerlichen Konflikt in dir selbst und ganz viel "Unbearbeitetes" zwischen dir und deinem Kind.

Ich bin einerseits wirklich GAR kein Freund davon, wenn Erzieherinnen oder Lehrer irgendwelche Diagnosen stellen. Da gibt´s Fachstellen für. Ich möchte aber auch dazu ermuntern, gerade bei "erfahrenen" Erzieherinnen auch denen Erfahrungen vieler Jahre, deren Einschätzungsvermögen usw. nicht zu negieren. Manchmal ist der eigene Blick sehr verstellt und dann kommt man auch nicht mehr weiter.

Ich finde es weiter unNORMal, dass ein Kind, was bald in die Schule kommt, sich so schlecht für einen so kleinen Zeitraum von der Mutter lösen kann, dass in diversen Bereichen der sozial-emotionalen Entwicklung der Status Quo zumindest "auffällig" ist und ihr mit einer neuen Einrichtung jetzt schon wieder dort weitermacht, wo ihr vorher aufgehört habt. Ich denke, das sind schon recht klare Zeichen dafür, dass das nichts mit dem Kindergarten an sich, den Kindern dort, den Erzieherinnen zu tun hat, vermutlich auch gar nichts mit der Dauer einer Eingewöhnung, sondern der Konflikt scheint doch woanders zu liegen. Und da denke ich weiter: Natürlich muss kein Kind den Kindergarten besuchen, wenngleich ich eine solche Pflicht wie in Österreich sehr sinnvoll finde - wenn zuhause alles "klar" ist, wenn es nicht darum geht, ein Kind zuhause zu lassen, um anderen Konflikte zu umgehen, dann kann das eine Lösung sein.

Ich bin keine Psychologin und deswegen ist meine Meinung einfach die eines Laien, aber für mich liest es sich sehr, als bestünden da aus welchen Gründen auch immer bei deinem Sohn ganz erhebliche Probleme, sich von dir zu lösen, sich für andere zu öffnen, sich irgendwo einzufinden. Du sagst, zuhause entwickelt er sich so gut - ja, klar, da findet dann ja auch der Konfliktpunkt nicht mehr statt. Aber er wird ja auch nicht bearbeitet! Wenn ich große Probleme habe, sagen wir es mal andersherum, arbeiten zu gehen, weil ich meine Kinder nicht gut betreut glaube, weil ich das anderen nicht zutraue, dann werde ich unglücklich im Job sein. Dann werde ich aufblühen, wenn ich zuhause bin. Dann kann ich auch sagen, ach, egal, ich gehe jetzt nicht arbeiten (musst du nix arbeiten? wie finanzierst du dich??), nächstes Jahr gucken wir weiter. Ansonsten ändere ich nix. Meinst du nicht, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass ich nächstes Jahr wieder genauso da sitze ?

Ich hatte mal ein Kind in der Schule, ich beschreibe das jetzt sehr verklausuliert, die hatte auch enorme Probleme morgens in die Klasse zu kommen. Da gingen Eltern und teils Geschwister mit, in ihrer Not, weil die ansonsten zuhause gar nicht losgekommen wären. Es hatte nix mit der Schule, mit mir, mit der Klasse zu tun, das Kind war neu. Ständig fehlte das Kind, die Mutter hatte irgendwann nicht mehr die Nerven sich den Kampf morgens zu geben. Wir konnten das auch irgendwann seitens der Schule nicht mehr so mittragen, wir sind kein therapeutischer Kontext und genau DAS muss man auch so sehen - das ist nämlich auch euer Kindergarten nicht. Das Kind bekam notwendige Therapien, da war ganz viel in dem Kind, was aus ihm selbst heraus so kam an Problemen, da war auch viel in der Familie zu klären, wie man mit Problemen umgeht und es hat sich letztendlich alles gut gelöst - das war aber keine Sache von heute auf morgen und bedingte auch eine Wiederholung usw. Aber da war es auch so, dass das Problem nicht die Schule war, und dem Kind war auch nicht mehr damit geholfen, das Problem zu umgehen. Das redet man sich dann gerne ein, bis es irgendwann nicht mehr geht, aber langfristig...

Und ich denke auch, Kinder müssen manchmal erst die Klarheit haben und auch mal von einem Situationsübergang in einen nächsten "gedrückt" werden, um dann aber auch Spaß haben zu können! Natürlich nicht 1:1 vergleichbar, aber ich hab auch oft erstmal keine Lust zum Joggen und wenn man dann einmal dabei ist, ist es was ganz anderes.


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  Alw a
schrieb am 12.07.2017 17:41
Offenbar hat es Euch die letzten Jahre v.a. an Zeit miteinander gefehlt. Ich würde dem Ganzen schon nochmals eine Chance geben, da es Deinem Sohn ja offenbar eigentlich gefallen hat und es nur halbtags ist. Aber wenn Du den Eindruck hast, Dein Sohn macht wieder Rückschritte, dass er wieder bei jeder Trennung weint, noch mehr klammert, dass es einfach nicht gut so ist - dann würde ich aufs eigene Bauchgefühl hören, ihn erst mal zu Hause in Ruhe ordentlich Mama tanken lassen. Wenn es ihm auf Dauer zu langweilig daheim wird, gibt es genügend Kurse für das Alter, oder doch Kiga, kann man dann ja sehen. Aber Euer Problem ist doch gerade, dass Ihr für Euer Empfinden zu früh zu lange getrennt wurdet, da kann die Lösung doch nicht darin bestehen, dasselbe mit Gewalt weiter durchzuziehen, nur weil "man das so macht". Stimmt, Kinder sind oft pflegeleichter, wenn man sie von der Mutter trennt. Aber das heißt nicht, dass sie keinen Stress haben, im Gegenteil. Und unter Stress schaltet der Körper ins Alarmprogramm, dh. lernen und reifen findet nur eingeschränkt statt.
Kein Mensch kann Dir sagen, ob Dein Sohn am 1. Schultag auch wirklich weniger wahrscheinlich weint, wenn er jetzt noch mal ein Jahr im Kiga ist. Aber Du selbst spürst am besten, was jetzt aktuell gut für ihn ist. Ich denke, dass das Klammern am ehesten verschwindet, wenn Du seine Bedürfnisse ernst nimmst, wenn sein Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit ausgiebig gestillt wird. Getrennt wart Ihr lange genug.


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  isolde35
Status:
schrieb am 12.07.2017 18:19
Rooky, hast du denn probiert, deinem Sohn das Gefühl zu vermitteln, dass der Kindergarten eine tolle Sache ist? Hast du versucht, es ihm zu erleichtern? Ich fand zum Beispiel die Tipps von Maral ganz gut, sich ein gemeinsames Ritual auszudenken oder ihm einen Taschentröster mitzugeben oder ihn zu fragen, was er sich wünschen würde, damit es einfacher wird. Hast du in der Richtung etwas probiert? Wie hat er darauf reagiert?

grüße
isolde


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  Rooky
schrieb am 12.07.2017 18:41
Natürlich habe ich ihm erzählt wie toll es im Kindergarten ist und was er alles schönes erleben kann. Das habe ich aber auch schon im alten Kindergarten gemacht. Ebenso hatten wir immer schon ein Ritual mit kuscheln auf dem Schoß und ich habe dabei immer ein bestimmtes Lied gesummt, bevor er dann rein gegangen ist.
Außerdem hab ich ihm eine Überraschung versprochen, wenn er den Tag heute gut meistert und er durfte sich eine Zeitung aussuchen beim einkaufen.
Letzten Endes nützt das aber nichts im Moment der Trennung. Wir haben heute Spielzeug für sein Schatzkàstchen mitgenommen, was er dann immer raus holen kann zum spielen. Wir werden morgen sein Laufrad mitnehmen, damit er draußen was zum fahren hat. Denn sonst sind nur kleine Pukys.
Aber wie gesagt, mein Gefühl sagt eben mir auch, dass es falsch ist auf biegen und brechen etwas durchzuziehen.

Und la miga, es ist ja nicht so, dass ich ihn raus nehmen und zu Hause einmotten will. Sondern ich möchte die Zeit nutzen gemeinsam zu Eltern Kind Angeboten, Musikschule, Sport etc zu gehen und dort kann ich ihn ja auch immer mal wieder alleine lassen. Aber eben nicht von jetzt auf gleich wie in der Kita verlangt, sondern langsam steigend ohne Druck. Ich verstehe natürlich deine Bedenken, dass es Quatsch wäre einfach mit ihm zu Hause zu sitzen, allen Konflikten aus dem Weg zu gehen und zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr alles von allein geändert hat. Deswegen war mein Gedanke ja auch Kontakte und Konflikte zu fördern, aber eben gemeinsam mit ganz viel Rückhalt.
Und Stück für Stück selbstständiger.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.17 21:13 von Rooky.


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  isolde35
Status:
schrieb am 12.07.2017 19:52
Denkst du denn, dass es deinem Sohn besser gelingen würde, die Trennung zu akzeptieren, wenn du erstmal noch ein paar Wochen dabei bleibst? Wenn du davon wirklich überzeugt bist, würde ich nochmal versuchen mit der Kita zu sprechen und darum zu bitten, dass sie eine Ausnahme machen und deinen Sohn langsam eingewöhnen. Das müsste doch eigentlich möglich sein, oder ist er wirklich der einzige, dem es in dem Alter noch schwer fällt, sich zu trennen? Vielleicht kannst du auf dem Flur bleiben, wenn deine Anwesenheit die Gruppe stört (wobei ich mich frage, warum das eigentlich stört, was machst du denn da groß)?

isolde


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  LeoG
schrieb am 13.07.2017 00:25
Huhu,

schade, dass auf meine Frage / Vorschlag keine einzige Reaktion kam...egal..

Hier bei uns ist es im Kiga so üblich, dass die Mutter / Vater noch ne Weile zur Eingewöhnung bleibt und sich dann langsam immer mehr rauszieht. Es gibt sogar einen Infozettel mit vorschlägen wie man es dem Kind leicht machen kann. Klar dauert das nicht Wochen bis das Kind schliesslich von vorn herein allein dort bleibt, aber es ist immerhin eine fremde Umgebung und da versteh ich den Kiga gar nicht.


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  Rooky
schrieb am 13.07.2017 09:50
Zitat
LeoG
Hallo,

ganz kurz gefragt..oder vorgeschlagen..wie wäre es mit einer persönlichen Assistenz im Kiga für die vorhandeneStundenzahl? Ich bin zum Beispiel eine, und ich bin dann nur für das eine, höchstens zwei Kinder zuständig. Eine gewisse Bindung baut sich auf und das Kind hat einen Ansprechpartner.

Mein Sohn kommt jetzt in den Kiga, auch mit 2 1/2 Jahren und er ist auch noch nicht sooo altersentsprechend wie andere Kinder. Völlig in Ordnung. Eine Behinderung hat er nicht und dennoch wurde ihm eine pers. Assistenz zugeteilt, einfach damit er nicht in einer Gruppe von 20 Kindern und nur 2 Erziehern untergeht.
Vorher musste ich ihn aber noch bei einem Frühförderzentrum vorstellen, die ihn sich mal angeschaut haben...die haben dann auch beim Amt den Antrag gestellt. Selbst die meinten, dass 2 1/2 Jahre schon recht früh für Kiga wäre, aber heutzutage nun mal so die Bestimmung ist....leicht war es erstmal nicht und wir wussten ne Weile nicht, ob er überhaupt eine Assistenz bekommt, WEIL er eben keine Behinderung hat, aber dennoch klappte es und wir sind happy. Vielleicht könnts bei euch auch klappen.

LG Leo

Hallo, von solcher Unterstützung hatte ich vorher noch nie gehört. Ich werde das mal ansprechen, wenn ich bei dem ppsychologischen Beratungsgespräch bin.

Liebe Grüße


  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  gelöschter User
schrieb am 13.07.2017 12:40
Liebe Rooky,
So wie Du das beschreibst, sind das aber alles Rituale, die vermitteln, dass er da eine ganz schlimme Sache durchstehen muss, die Dir total leid tut. So wurde ich mit sechs dazu gebracht, drei ambulante Operationen auszuhalten.
Das ist mehr tröstend, bestechend als bestärkend, ermutigend.

Zitat
Rooky
Natürlich habe ich ihm erzählt wie toll es im Kindergarten ist und was er alles schönes erleben kann. Das habe ich aber auch schon im alten Kindergarten gemacht. Ebenso hatten wir immer schon ein Ritual mit kuscheln auf dem Schoß und ich habe dabei immer ein bestimmtes Lied gesummt, bevor er dann rein gegangen ist.
Außerdem hab ich ihm eine Überraschung versprochen, wenn er den Tag heute gut meistert und er durfte sich eine Zeitung aussuchen beim einkaufen.
Letzten Endes nützt das aber nichts im Moment der Trennung. Wir haben heute Spielzeug für sein Schatzkàstchen mitgenommen, was er dann immer raus holen kann zum spielen. Wir werden morgen sein Laufrad mitnehmen, damit er draußen was zum fahren hat. Denn sonst sind nur kleine Pukys.
Aber wie gesagt, mein Gefühl sagt eben mir auch, dass es falsch ist auf biegen und brechen etwas durchzuziehen.

Und la miga, es ist ja nicht so, dass ich ihn raus nehmen und zu Hause einmotten will. Sondern ich möchte die Zeit nutzen gemeinsam zu Eltern Kind Angeboten, Musikschule, Sport etc zu gehen und dort kann ich ihn ja auch immer mal wieder alleine lassen. Aber eben nicht von jetzt auf gleich wie in der Kita verlangt, sondern langsam steigend ohne Druck. Ich verstehe natürlich deine Bedenken, dass es Quatsch wäre einfach mit ihm zu Hause zu sitzen, allen Konflikten aus dem Weg zu gehen und zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr alles von allein geändert hat. Deswegen war mein Gedanke ja auch Kontakte und Konflikte zu fördern, aber eben gemeinsam mit ganz viel Rückhalt.
Und Stück für Stück selbstständiger.



  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  Rooky
schrieb am 13.07.2017 13:29
Tat mur ja auch total leid, dass er im alten Kindergarten 10 Stunden jeden Tag bleiben musste. Und da er immer geweint hat, habe ich natürlich getröstet. Was wäre denn in deinen Augen ein adäquates Ritual?
Heute habe ich meinen Sohn gefragt, was ich machen kann, damit er sich wohler fühlt mit der neuen Kita. Wir haben dann vereinbart, dass ich ihn morgens rein bringe und dann draußen am Spielplatz auf der Bank warte. Das war für ihn OK und er hat fast nicht geweint. Morgen gehen sie in den Zoo, das wird sicher gut klappen und am Montag werde ich erstmal wieder draußen warten. Vielleicht klappt es dann tatsächlich Stück für Stück besser.

Zitat
stubbornstar
Liebe Rooky,
So wie Du das beschreibst, sind das aber alles Rituale, die vermitteln, dass er da eine ganz schlimme Sache durchstehen muss, die Dir total leid tut. So wurde ich mit sechs dazu gebracht, drei ambulante Operationen auszuhalten.
Das ist mehr tröstend, bestechend als bestärkend, ermutigend.

Zitat
Rooky
Natürlich habe ich ihm erzählt wie toll es im Kindergarten ist und was er alles schönes erleben kann. Das habe ich aber auch schon im alten Kindergarten gemacht. Ebenso hatten wir immer schon ein Ritual mit kuscheln auf dem Schoß und ich habe dabei immer ein bestimmtes Lied gesummt, bevor er dann rein gegangen ist.
Außerdem hab ich ihm eine Überraschung versprochen, wenn er den Tag heute gut meistert und er durfte sich eine Zeitung aussuchen beim einkaufen.
Letzten Endes nützt das aber nichts im Moment der Trennung. Wir haben heute Spielzeug für sein Schatzkàstchen mitgenommen, was er dann immer raus holen kann zum spielen. Wir werden morgen sein Laufrad mitnehmen, damit er draußen was zum fahren hat. Denn sonst sind nur kleine Pukys.
Aber wie gesagt, mein Gefühl sagt eben mir auch, dass es falsch ist auf biegen und brechen etwas durchzuziehen.

Und la miga, es ist ja nicht so, dass ich ihn raus nehmen und zu Hause einmotten will. Sondern ich möchte die Zeit nutzen gemeinsam zu Eltern Kind Angeboten, Musikschule, Sport etc zu gehen und dort kann ich ihn ja auch immer mal wieder alleine lassen. Aber eben nicht von jetzt auf gleich wie in der Kita verlangt, sondern langsam steigend ohne Druck. Ich verstehe natürlich deine Bedenken, dass es Quatsch wäre einfach mit ihm zu Hause zu sitzen, allen Konflikten aus dem Weg zu gehen und zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr alles von allein geändert hat. Deswegen war mein Gedanke ja auch Kontakte und Konflikte zu fördern, aber eben gemeinsam mit ganz viel Rückhalt.
Und Stück für Stück selbstständiger.



  Re: Kind im letzten Kitajahr zu Hause lassen?
no avatar
  Hamamelis71*
schrieb am 13.07.2017 14:42
Aber das ist der springende Punkt: Du sitzt kurze Zeit auf der Bank, das ist für ihn vorhersehbar und gibt ihm Sicherheit.

Ich habe meinen Sohn morgens immer reingebracht, der Erzieherin übergeben, sie sind ans Fenster und er hat von mir nochmal einen Kuss bekommen und dann durfte ich gehen. Als das zum ersten Mal richtig gut geklappt hat (da war er gerade 3 Jahre alt), hat er von mir ein Werkzeug für seine Werkbank bekommen. Das war seine Belohnung und Motivation.

Er ist jetzt 9 Jahre alt und immer noch sehr anhänglich und versichert sich immer, dass ich ihn abhole usw. Ich vereinbare immer einen Treffpunkt mit ihm, falls wir uns verlieren sollten oder schreibe ihm meine Handynummer auf den Arm oder Zettel. Das gibt ihm Sicherheit. Er bewegt sich oft selbstständiger als gleichaltrige Freunde.




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2019