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  Re: Kein Kummer, nur heikel
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  LittleDancer
schrieb am 04.07.2017 14:02
Die Wut meines Mannes kommt daher, dass wir viel Zeit und Energie darin investiert hatten, die leistungsstarke Schule zu finden, die zu dem Kind passt. Für ihn sind I-Klassen und Leistung verschiedene Paar Schuhe,

Dieser Satz ist Quatsch, ganz ehrlich! Es kann sein dass ein I Kind sehr schwer zu tragen ist für eine Klasse. Die Voraussetzungen dafür dass das abgefangen werden kann sind aber bei einer 15 Kopf Klasse optimal. Wie auch andere schon schrieben: in einer "normalen" Klasse kann auch ein "Problemkind" ohne I Status sitzen. Das kann man nicht beeinflussen. Und viele I Kinder sind überhaupt keine Bremser!
Das ist ein ziemlich übles Vorurteil das dein Mann da hat.
Was mir dazu noch einfällt: in der Klasse meines Sohnes sitzt ein Kund das sehr laut ist und den Unterricht häufig stört. Mein Sohn ist Mega genervt von dem. Die Mutter schiebt das stören (natürlich) auf unterforderung. Sowas kann einem in einer Klasse von "Leistungsstarken" Schülern auch passieren dass man da ein Potpourri von "Verhaltendinteressanten" Kindern vorgesetzt bekommt deren Verhalten auf ihre vermeintlich hohe Begabung geschoben wird.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.17 14:07 von LittleDancer.


  Re: Kein Kummer, nur heikel
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  Maya84
Status:
schrieb am 04.07.2017 20:23
Ich selbst bin Lehrerin in einem Bundesland, in dem an allen Schulen die Inklusionsverordnung gilt. Bei uns gibt es keine I-Klassen, wir haben I-Schüler, die in allen Klassen verteilt sind. Wir haben Förderlehrkräfte, die die I-Kinder zeitweise aus dem Unterricht rausnehmen, um separat zu lernen oder im Unterricht dabei sind und unterstützen. Das ein oder andere Kind hat einen Integrationshelfer dabei.
In meiner Klasse sind 19 Kinder, davon (noch) 2 I-Kinder mit Förderbedarf L. Ein anderer Schüler ist Regelschüler, aber er hat eine derart starke Lese-Rechtschreibstörung, dass er kaum lesen und schreiben kann. Dieser Schüler ist KEIN I-Kind. Meine Klasse ist eine mega soziale Klasse, ohne größere Disziplinprobleme oder sonstige Probleme, alles klappt wunderbar. Die Parallelklasse ohne I-Kinder ist eine furchtbare Klasse, absolut unsozial, ständig Disziplinprobleme, Mobbing etc.
Jetzt frage ich dich, in welcher Klasse würdest du dein Kind lieber sehen? Wenn ihr solch hohe Ansprüche habt, dann rate ich euch, euer Kind nicht an eine staatliche Schule zu schicken, Montessori erscheint mir da sinnvoller. Ich muss aber noch dazu sagen, dass die wenigsten Schüler die Ansprüche ihrer Eltern erfüllen können. Viele geraten ganz schnell total unter Druck und bauen leistungsmäßig total ab.


  Re: Kein Kummer, nur heikel
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  Stellv.Schull.
schrieb am 05.07.2017 17:33
Du kannst natürlich versuchen, dein Kind anderweitig unterzubringen, aber die Aussichten sind eher gering. Kinder werden i. d. R. nicht nach Elternwunsch auf die Klassen verteilt und Ende und Anfang eines Schuljahres sind organisatorisch stressig genug, als das wir uns da noch um Elternwünsche dieser Art kümmern könnten. Du hast ja nichtmal einen echten Grund. Du glaubst nicht, was für Elternwünsche schon zum Klassenwechsel an uns herangetragen wurden Ohnmacht Ernst nehmen kann man das leider oft nicht, genau so wie "Lieblingslehrerin der Parallelklasse, die man vielleicht 3x getroffen hat, vs. ^gewöhnungsbedürftige^ Klassenlehrerin, die man ebenso wenig kennt". Denn mehr Grund kann ich aus deinem Post nicht herauslesen.

I-Klassen bestehen bei uns im übrigen aus 20 Kindern, davon bis zu 5 I. Teamteaching, das wars. Unsere Quote an Gymnasial-, Real- und Hauptschulempfehlungen ist besser als in den umliegenden GS. Wir haben jährlich doppelt so viele Anmeldungen wie Schulplätze und müssen losen.
Ein "Experiment" ist das schon lange nicht mehr. Seit den 1970er Jahren hat jedes Kind ein Recht auf Integration.


  Re: Kein Kummer, nur heikel
avatar  Jadestern
Status:
schrieb am 06.07.2017 08:56
Zitat
Fake Mom
Jadestern ich möchte Dich nicht angreifen. mich macht dieses Posting sauer, weil er sehr diskriminierend ist.

Ich versuche es andes: Es gibt Kinder mit und ohne Diagnose die das Unterricht auseinander nehmen können. Sie haben, mE. alle Platz in einer Klasse (auch Dein Sohn natürlich und genau das meine ich: er hat kein I-Status kann trotzdem Unterricht auseinander nehmen. An Erziehungskonzepte gehe ich und wage mich da gar nicht ran. Das war nicht meine Intention. Ich möchte damit sagen, dass nicht alle Regelkinder Engelchen sind. Mehr nicht).

Auch sowas gehört zu Miteinanderleben und lernen dazu, auch wenn meine Tochter mit Bisswunden oder Kratzern nach Hause kommt (ist also eher das "Opfer"), trotzdem würde ich mich nie aufregen oder Gedanken machen über "ahduschreck" Soz. Emot. Kinder. Ganz im Gegenteil. ich ermutige sie sogar mit den Kidnern zu spielen, weil sie natürlich nicht ganz beliebt sind und mit hauen/beissen/jagen vermutlich ihre Aufmerksamkeit wollen, was im ersten Monent völlig nach hinten los geht.

vertragen das klingt für mich schon ganz anders. So kann ich das ohne Probleme stehen lassen und verstehe besser was du meinst. Ich hoffe natürlich, dass sich durch die Entwicklung bis er 6 Jahre ist noch einiges bei meinem jüngsten bessert. Ich bin da auch ganz optimistisch...die Rückmeldung aus der Kita war bisher immer gut. Er reibt sich wohl nur gerne an uns Eltern.

Mein Großer kommt übrigens jetzt im September in eine Klasse mit I-Kindern, ich sehe da keine Probleme und mache mir auch keine Sorgen. Sollten sich welche ergeben kann ich dann immer noch versuchen einzugreifen. So lange lehne ich mich zurück und harre der Dinge, die kommen. Alarm kann ich auch noch machen wenn es so weit sein sollte zwinker


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  Re: Kein Kummer, nur heikel
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  la miga
schrieb am 17.07.2017 09:48
Zitat
Maya
Wenn ihr solch hohe Ansprüche habt, dann rate ich euch, euer Kind nicht an eine staatliche Schule zu schicken, Montessori erscheint mir da sinnvoller.


Wobei ich mit generalisierenden Empfehlungen in die Richtung freier Träger vorsichtig wäre. Ich kenne keine Montessori-Schule so gut, dass ich etwas über die Klientel sagen könnte, weiß aber zb von der hiesigen Waldorf-Schule definitiv, dass diese Schule gerne gewählt wird, wenn aus diversen Gründen im Raum steht, dass ein Kind an der Regelgrundschule evtl Probleme haben wird und die Eltern gleichzeitig das notwendige Geld haben. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass Waldorf nur oder primär von verhaltensoriginellen Kindern besucht wird, nein. Da sind natürlich viele überzeugte Alternative dabei, die total hinter dem Konzept stehen und dieses Konzept einfach allgemein toll finden - ich weiß aber 100%, dass es dort auch einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an Kindern vor allem im GS-Bereich gibt, deren Eltern sich nicht primär für Waldorf interessieren, sondern allgemein gesprochen für Systeme, in denen sie denken, ihr Kind habe es dort leichter, dort ginge es "besser" zu usw. Ich möchte das grundsätzlich nicht beurteilen, dafür fehlen mir dann auch wieder andere Kenntnisse. Aber bei Rückläufen aus dem Sek-Bereich hab ich zB def. nicht das Gefühl, dass die Waldorf-Kinder methodisch fitter oder gar im Bereich des Faktenwissens usw. anderen überlegen seien, das geht vorsichtig ausgedrückt eher in die gegenteilige Richtung und genau das wird von Elternseite auch meist als Begründung für einen angestrebten Schulwechsel angegeben. Also, ob jetzt ein vermeintlich sehr fittes Kind von einem freien Träger grundsätzlich mehr profitiert, weiß ich nicht...


Mich würde aber interessieren, wie das hier weiter ging..?




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