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avatar  Lucy0803
Status:
schrieb am 06.06.2017 11:55
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.17 14:33 von Lucy0803.


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
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  holundersaft
Status:
schrieb am 06.06.2017 14:33
Hallo,

ich kann dich total gut verstehen !! Dein Kind ist ja auch erst 3 Jahre alt....

Mir ist folgendes eingefallen : Wenn sich dein Kind im Schlafanzug wohlfühlt und er damit "ohne Probleme" in den Kindergarten gehen würde, dann schicke ihn ab sofort mit Schlafanzug da hin.... Wenn er dort dann den "Clown" macht, ist es nicht dein Problem, sondern du hast mehr Entspannung und den Rest erledigen die Erzieherinnen.... (Klar müssen diese darüber informiert werden).

Dann kannst du ohne schlechtes Gewissen einführen, dass du morgens auch mal 10 min. für dich brauchst ( Das schaffen 3jährige Kinder durchaus...) In dieser Zeit trinkst du deinen Kaffee oder liest die Zeitung... Dein Kind darf in dieser Zeit Musik hören oder ein Buch anschauen... Bei uns war in dem Alter immer das Ritual eine bestimmte CD... Wenn ich diese angemacht habe, wusste meine Tochter, dass jetzt "Mama-Zeit" ist und sie leise sein muss.... Das hat schnell gut geklappt....

Ich wünsche dir alles Gute.


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
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  Hamamelis71*
schrieb am 06.06.2017 17:00
Es wird tatsächlich besser, wenn sie älter werden! Ich habe damals meine Betreuungszeit um eine Stunde verlängert, auch um Puffer zu haben. Meinem Sohn habe ich immer wieder erklärt, dass ich ihn früher abholen kann, wenn er morgens nicht extrem trödelt. Auch sonst habe ich ihm immer wieder erklärt, dass Mamas auch Wünsche und Bedürfnisse haben. Je älter sie werden, um so verständnisvoller werden sie.

Ich kann Dich so gut verstehen, man rackert sich den ganzen Tag ab, ist total erschöpft und hat dauernd noch ein schlechtes Gewissen!

Kopf hoch!

LG


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
avatar  WirEinmaligen
schrieb am 06.06.2017 17:45
Ach liebe Lucy lass dich mal drücken. Alles was ich hier von dir bisher gelesen habe, lässt mich sagen, dass ich dich für eine geduldige und sehr verständnisvolle Mutter halte. Ich finde aber, dass es langsam Zeit wird, dass du es dir einfacher machst und du dir die Zeit nimmst, die du brauchst, um deinen anstrengenden Arbeitstag zu schaffen.

Hast du schon mal überlegt ihn einfach nicht in Schlafanzug ins Bett zu legen, sondern gleich frische Sachen anzuziehen? Jetzt im Sommer ist es doch egal, ob er im Schlafanzug oder T-Shirt und kurzer Hose schläft oder?
Vielleicht könntest du so ein wenig Zeit am Morgen für den Kaffee gewinnen und gleichzeitig die Stimmung des Kindes heben, da es dann nicht permanent genervt wird, dass es den Schlafanzug ausziehen soll. Oder du machst es ganz unpädagogisch und arbeitest mit Belohnungen: "Wenn du dir fix den Schlafanzug ausziehst, darfst du zwei Lieder bei youtube schauen" und trinkst währenddessen den Kaffee.

Zitat
Lucy0803
Meine Bedürfnisse zählen nicht.
Das ist der schrecklichste Satz an deinem ganzen Beitrag. Ich finde, dass deine Bedürfnisse sehr viel zählen, weil dein doch sehr fordernder Sohn braucht eine ausgeglichene Mutter. Löse dich von all diesen schrecklichen Erziehungstipps, die einem ganz klar sagen, wie man reagieren muss. Du musst ganz dringend einen Weg finden, wie deine Bedürfnisse wieder mehr zählen. Sag deinem Kind ruhig mal: "Mama hat heute einen anstrengenden Tag vor sich, bitte mach jetzt mit" oder "Mama hat schlecht geschlafen und hat eh schon schlechte Laune." Mein Kind ist etwas jünger, aber neulich war ich abends total fertig und er wollte unbedingt noch Fußball spielen, ich konnte aber einfach nicht mehr. Ich hab ihm gesagt, dass ich total müde bin und es nicht mehr geht. Mein Kind hielt kurz inne und fragte dann: "Eiei?" und kam mich streicheln. Ich glaube, dass die Kinder durchaus verstehen können, wo die Grenzen von einem sind und auch du darfst Bedürfnisse haben.


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  Re: Rabenmutter - Jammerpost
avatar  motte79
Status:
schrieb am 06.06.2017 18:54
Liebe Lucy,
ich kann mich nur anschließen: es wird besser.
Mein Sohn ist sehr lange schlecht gelaunt aufgewacht und aufgestanden. Waschen, anziehen, ne Kleinigkeit essen ging nur unter größtem Protest. Es war so furchtbar. Und auch ich habe meist nicht adäquat reagiert und so manche Situation verschlimmert.

Ich stehe seit Ewigkeiten vor meinem Mann und unserem Sohn auf und das ist dann MEINE Zeit. Ich dusche, koche mir nen Kaffee und frühstücke und ich lese tatsächlich die Zeitung einmal quer durch. Für all das gönne ich mir ca 20 Minuten (verrückt, sich 20 Min "gönnen" smile)
Ich habe morgens einen minutiösen Plan, der genauso ablaufen muss, dass nix schief geht.
Nachdem ich meinen Sohn geweckt habe, hat er ca 10-15 Min Kuschelzeit mit dem Papa. Dann geht es ab ins Bad (nur schnell Katzenwäsche und Zähneputzen...abends wird geduscht, wenn nötig) und danach hat er 15 Minuten Zeit fürs Frühstück.

Also was ich sagen will, versuche dich morgens zu DEINEM Vorteil zu organisieren. Lege dir am Abend alles für den nächsten Tag zurecht (ich stelle auch alles fürs Frühstück raus).

Ich kann auch nur versichern, dass es besser wird. Irgendwann werden sie verständiger. Aber dennoch erkläre deinem Kind, was für dich wichtig ist! Deine Bedürfnisse sollten nicht in Vergessenheit geraten.

Alles Gute
Motte


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 06.06.2017 21:02
ja, es ist sehr schwer, seinen Weg da zu finden. bei uns war das auch so eine schwierige Zeit. viel lag bestimmt auch daran, dass wir beide unseren Kopf durchgesetzt haben und zu wenig kommuniziert haben. ich habe sehr lange gebraucht, dass die Große nicht einfach nur ihr Ding durchziehen wollte, sondern dass ihr die Worte fehlten mir mitzuteilen, was ihre Bedürfnisse sind und ich darauf Rücksicht nehmen konnte. im Gegenzug habe auch ich mich mehr darum bemüht, meine Bedürfnisse mitzuteilen. gleichzeitig haben wir auch gelernt, unsere Gefühle mitzuteilen und zu lernen, dass Wut nicht gegen den anderen gerichtet ist, auch wenn es so wirkt.

wie sah das dann also bei deinen Beispielen aus, denn wir hatten durchaus ähnliche Probleme:

ich habe mein Kind tatsächlich im Schlafanzug oder nur mit Shirt oder nur mit Hose in die Krippe gebracht. mir ging es nie darum, dass es ihr peinlich sein muss, sondern dass ich es einfach zeitlich nicht geschafft habe. ich habe ihr auch immer erklärt, wenn man für etwas anderes zu lange brauch, dann schafft man etwas anderes nicht. für die Erzieherinnen war das ok. allerdings hat sie sich wirklich jedes Mal an der Garderobe anziehen lassen. wir haben das eine Hand voll mal gemacht und dann war es ok. so toll ist es wohl nicht, im Schlafanzug in die Krippe/Kindergarten zu gehen.

Oft habe ich es auch mit der Sonnencreme gemacht. es ist eh eine in der KiTa. allein die andere Umgebung ermöglicht es, das entspannter zu machen. insbesondere der Kleinen sage ich jedoch, dass sie dann halt nicht in den Garten raus darf. da wir ein heller Hauttyp sind, ist mir das auch durch aus ernst. ich versuche also immer Konsequenzen aufzuzeigen.

wegen dem Anziehen habe ich angefangen Zeiten zu installieren. auch für meine eigene Organisation war es wichtig, dass wir bis x mit Frühstück fertig waren und bis y angezogen usw. ich konnte auf die Uhr zeigen und das wurde durchaus akzeptiert. schnell wurde der Großen klar, was ihr wichtig war. Frühstück ist ihr sehr wichtig. und auch die Kleine weiß, dass sie vor dem Frühstück im Kindergarten Hunger bekommt und daheim etwas essen sollte. bei ihr akzeptiere ich aber auch, dass sie etwas länger zur Entscheidungsfindung braucht. und ich war sehr schnell darin zu lernen, dass man nur bestimmte Löffel und Schüsseln hinlegen durfte, weil ein weinendes Kind am Morgen nur schwer wieder zu beruhigen war.

und ich habe angefangen, dass ich, wenn meine Kinder am Morgen endlich mal zum Anziehen und Schuhe anziehen kommen, dass ich ihnen mitteile, dass ich dann auch wütend werde. das sag ich mit lauter Stimme. ich finde es legitim, dass ich auch mal schlecht gelaunt sein kann. und das teile ich ihnen auch mit. wenn ich wütend bin, reagiere ich schneller barsch. auch unter Zeitdruck. das wissen meine Kinder nun, so dass ich nur noch darauf hinweisen muss. und das akzeptieren sie auch wirklich. einmal war wieder Chaos in der Küche, ich sauer, dass alle Kinder im Weg waren, also hab ich geschimpft und plötzlich meinte die Große, dass sie jetzt mal lieber gehen, bis sich Mama abgeregt hat. ich fand es nett, dass sie akzeptiert haben, dass ich einfach nur in Ruhe werkeln wollte, meine Ruhe brauche, wenn ich gereizt bin.

genauso habe ich in dem Alter auch oft die Gefühle gespiegelt und versucht herauszufinden, warum mein Kind gerade so reagiert, welche Emotionen es hat. die Große hab ich immer ins Bett geschickt, wenn sie weinerlich war. sie braucht einfach ihre Ruhe. der Kleinen biete ich Kuscheln an.

ich gehe übrigens auch mal schon raus. ich habe immer das Gefühl, dass sie dieses Signal brauchen, dass es mir nun wirklich ernst ist. ich glaube, ich mache zu viel Quatsch mit den Kindern, so dass sie Ernst und Spaß nicht immer unterscheiden können. dafür können sie gut mit Ironie umgehen zwinker auch hier habe ich an mir arbeiten müssen, dass ich zwar ein Signal setze, aber keine Angst mache. es gelingt mir nicht immer.

ach, und mein Mann ist auch sehr wichtig, damit ich das Gefühl habe, dass ich und meine Arbeit anerkannt wird. mir tut es gut, wenn wir zum Beispiel am Wochenende gemeinsam einkaufen, so fühle ich mich nicht allein mit all den elterlichen Verpflichtungen. schau, was dir dein Mann Gutes tun kann, um dich auch anzuerkennen.

ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Erfahrungen helfen.


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
no avatar
  berlink
Status:
schrieb am 06.06.2017 23:55
Hallo Lucy,

ich finde es nachvollziehbar, dass du gestresst zur Arbeit losrennst. Rabenmutter...Unsinn!
So, wie es bei Euch gerade läuft, würde ich beginnen, eine Grenze zu ziehen, nämlich für Dich und ihn. Manchen Kindern hilft klares, wiederkehrendes, ritualhaftes Vorgehen mehr, anderen vielleicht weniger. Ich finde es für mich etwas zu viel Hin- und Hergerenne.
Gibt es etwas umzustellen/zu optimieren an eurem morgendlichem Ablauf?
Was muss morgens alles erledigt werden, was kann abends schon fertig gemacht werden, so dass morgens nur noch ein Minimum an Aufgaben nötig sind?
Kann das Kind eher geweckt werden, wenn es länger zum wach werden braucht?
Wenn man morgens nicht irgendwo pünktlich sein muss oder erst später, ist es nicht so wichtig, wann man loskommt, damit ist weniger Druck da, den man dann auch weniger aufs Kind ausstrahlt. Wenn Du morgens wirklich los musst und eben nicht lange Zeit hast, darauf zu warten, wann er sich wo anziehen lässt, würde ich den Ablauf verändern.
Mir hat beim Fertigmachen der Beiden (Mann ist schon immer vor uns weg, und wenn er ausnahmsweise mal da ist, gibt's ein Durcheinander) ein strukturierter Ablauf geholfen, den wir immer noch haben. Fertigmachen/Anziehen/Waschen/Haare flechten bei Madame oder ähnliches, ggf. eincremen ist im Bad. Klamotten (incl. meine) liegen abends für morgen im Bad auf der Heizung.
Dann schnell Betten machen, und es geht runter. Mit 3 Jahren und bis Schulbeginn gabs nur ne Milch morgens, dann sind wir los. Wieso muss Dein Kind zu Hause frühstücken? Gibst in der Kita nicht gleich Frühstück? Das war bei unseren Kitas so. Das Frühstück zu Hause würde ich ggf. canceln. Mag er denn gleich nach dem Aufstehen, halb müde, schon Frühstück?
Seit meine Kinder in die Schule gehen, müssen sie zu Hause etwas essen. Aber das Frühstück (ein Kind Brot und Obst, das andere Müsli mit geschnippelten Obst) steht, ebenso wie die Brotboxen für alle, im Kühlschrank und wird abends fertig gemacht. Morgens mag ich mich da keinesfalls hinstellen. Also mach ich morgens nur die Milch warm, mir nen Tee für den Thermobecher, und stell das Essen raus. Während sie frühstücken, packe ich die Essenssachen ein, gehe den Tagesablauf (wann ich sie abhole, was ansteht...), mit ihnen durch.
Meinen ersten Kaffee gabs früher im Auto nach dem Abgeben der Kinder in der Kita und jetzt auf Arbeit. Wenn ich den zu Hause trinken würde wollen, müsste ich eher aufstehen... .
Mit diesem o.g. Ablauf sind wir nach ca, 45 Minuten nach dem Aufstehen ausser Haus. Zeitpuffer habe ich ca.10-15 Minuten, mal brauche ich den, meist nicht.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.17 23:58 von berlink.


  Re:
avatar  Lucy0803
Status:
schrieb am 07.06.2017 09:44
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.17 14:33 von Lucy0803.


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
no avatar
  Joaninha
schrieb am 07.06.2017 09:55
Das tut mir leid, dass der Morgen so aus dem Ruder lief. Mach Dich nicht so schlecht, das ist garantiert jedem hier schon mal in der einen oder anderen Form passiert.

Ich finde, das Erziehungsmodell, wie es im wuki-Blog und auch oft hier im Forum vermittelt wird, krankt daran, dass den Eltern in solchen Situationen keine echten Handlungsoptionen aufgezeigt werden. Man "darf" eigentlich nur eines: Dem Kind unendlich viel Zeit geben. Das ist ja auch richtig so, aber da zeigt sich eben, dass dieses scheinbar innovative Modell tatsaechlich optimal geeignet ist fuer Vollzeitmuetter, die kein Problem haben, ihre Arbeit aufzugeben, um sich ganz dem Kind zu widmen.

Wie auch immer, das hilft Dir jetzt nicht viel.

Ich denke, fuer Kinder ist der Morgen einfach immer furchtbar, weil sie konsequent nicht machen duerfen, was sie wollen, und konsequent unter Zeitdruck gestellt werden. Egal, wie nett man es verpackt - auch wenn Du die Klamotten mit zum Fruehstueckstisch nimmst, frueher oder spaeter wird er sie anziehen muessen und das weiss er auch.

Deshalb schliesse ich mich WirEinmaligen und Berlink an, ich wuerde den Morgen ganz deutlich von allem entlasten, was nicht unbedingt noetig ist. Ich lasse meine Kleine auch oft in dem T-Shirt schlafen, das sie am naechsten Tag anzieht, Hose laesst sie sich eigentlich immer anziehen. Bei uns werden also morgens Windeln gewechselt, dann wird gemeinsam gefruehstueckt. Die Maus bekommt Kakao, wenn sie ihn nicht trinken will - was oft der Fall ist -, dann darf sie spielen (sie bekommen dann im KiGa Fruehstueck). Es wird gewaschen, eingecremt, Schuhe angezogen, und los gehts. Also eigentlich "muss" sie nur vier Dinge tun: Windeln wechseln zulassen, waschen und eincremen zulassen und Schuhe anziehen (Zaehneputzen morgens ist erst ab dem zweiten Geburtstag, das wuerde ich in Deinem Fall auch noch auf die Liste setzen. Dafuer wuerde ich Eincremen ggf. in den KiGa verlegen).

Die Spiel- statt Fruehstueckszeit ist super, das entlastet sie vom morgendlichen "Schnellschnell". Wir haben neuerdings auch eingefuehrt, dass wir nach dem Fruehstueck noch ein Buch zusammen ansehen, wenn sie das will. Das sind zehn Minuten, die sich absolut lohnen! Die Kleine hat noch einmal Zuwendung und Kuscheleinheiten und, nicht zu vergessen, Entscheidungsfreiheit. Danach geht es viel besser aus dem Haus.

Ich wuerde mir den morgendlichen Kaffee nicht nehmen lassen und auch sonst im Lauf des Tages darauf achten, dass er lernt, dass Du manchmal andere Dinge zu tun hast, bevor Du Dich ihm zuwendest. Bei uns ist der Klassiker Waesche aufhaengen, da will die Maus immer unbedingt auf den Arm. Sie muss dann einfach lernen, zu warten - natuerlich nicht stundenlang, aber vielleicht mal zwei Minuten. Ich denke, in dem Alter fehlt einfach auch noch das Bewusstsein fuer zeitliche Bezuege, daher ueben wir das bei der Gelegenheit. Ich sage auch oefter im Lauf des Tages so etwas wie "Wir machen jetzt X, dann Y" (ohne aber Zeitdruck auszuueben), in der Hoffnung, dass sie lernt, Handlungsfolgen einzuschaetzen. Keine Ahnung, ob das sinnvoll ist, ist nur so ein VOrschlag.


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
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  Mond69
schrieb am 07.06.2017 13:35
Hallo,

ich würde den allgemeinen Haushaltskram soweit wie möglich auf nachmittags/abends verlagern. Die Waschmaschine mache ich abends komplett fertig und stelle sie morgens dann nur an und programmiere die Zeit. Und mal ehrlich: morgens kehren, nur weil die Katzen haaren... Ihr seid tagsüber nicht da, es ist doch schnuppe wieviel Katzenhaare rumliegen. Zumal die lieben Tierchen ja auch am Tage haaren und Du dann unter Umständen nachmittags nochmals kehren must... Also:morgens kehren würde bei mir gestrichen werden.

Unser Kleiner wird im August 4 und ist morgens auch manchmal etwas kompliziert. Er braucht so seine Zeit. Also wecke ich ihn rechtzeitig, so dass er im Bett noch 10 Minuten hat, um zu sich zu kommen und ohne Hetze richtig munter zu werden. Wenn ich merke, dass das Anziehen nicht rund laufen wird - es gibt ja so Tage...- versuche ich schnell, einen Wettbewerb oder etwas spielerisches zu kreieren. Heute war er z.B. wieder ein Baby und ich habe ihn auf dem Rücken liegend angezogen und von "früher" erzählt, als er noch klein war. So etwas klappt meistens, wenn es normal nicht geht. (Wir haben zur Zeit die Handwerker im Haus. Das sorgt für Unruhe und Abweichung der gewohnten Routine. Da geht manches halt nicht so wie sonst.)

Im übrigen redet er auch in einer Tour und quatscht einen richtig zu. Manchmal nervend: aber meine Große wird 14 und da ist man richtig froh, überhaupt mal eine Antwort zu bekommen. Und sie hat mit 3-4 auch ohne Unterlass geredet....

Und noch kurz zum Thema: sinnlose Drohung (ich gehe jetzt): ich glaube, das ist jedem schon mal passiert. Natürlich ist das doof und wenn das Kind dann o erschrocken und traurig ist, bekommt man natürlich ein schlechtes Gewissen. Ich kuschle in solchen Fallen ausgiebig mit dem Kleinen und entschuldige mich für ide doofe Drohung und versichere ihm, dass ich ihn NIE; NIE; NIE allein lassen würde. Ich denke nicht, dass Kinder davon Schaden nehmen. Mütter / Eltern sind auch nur Menschen und einen Rabenmutter bist Du deswegen nicht. Quatsch!

Das wächst sich alles aus. Kopf hoch. LG Sylvia


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
no avatar
  gelöschter User
schrieb am 07.06.2017 14:13
Eine Sache möchte ich unbedingt loswerden, auch wen sie glaub ich schon klar ist/klargestellt wurde:

Sorge ausreichend für Dich sonst trägst Du nämlich am Ende die Konsequenzen.

Ganz aktuelles Beispiel: Ich habe derzeit einiges am Hals, also gewissen Grundstress, für den keiner was kann (Krankheiten, Arzttermine Kinder Tiere ich, Oma im KH). Der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte war am Wochende die Null-Bock und Jammer-Haltung miener Tochter, das andauernde Gestreite meiner Kinder und die Abwesenheit meines Mannes. Ergbniss: Tinnitus. D. h. noch mehr Stress, noch kränker mit der Aussicht auf eventuellen Dauerschaden.

Ich habe es leider nicht geschafft, bitte tu Du es, kümmere Dich ausreichend um Dich!


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
avatar  WirEinmaligen
schrieb am 07.06.2017 14:24
Liebe Lucy,
schön, dass es heute schon etwas besser läuft und du hast auch wirklich viele gute Tipps bekommen, sodass ich doch hoffe, dass einige davon für euch funktionieren.
Ich wollte noch etwas zu der Schuldsachen sagen: ich finde es gar nicht verwunderlich, dass du Verantwortung und Schuld vermischt. Wenn etwas nicht funktioniert, wird dies in unser Gesellschaft gleichgesetzt mit der Fehlreaktion der Eltern (meistens eigentlich sogar nur mit der der Mutter). Fast alle Erziehungsbücher, Blogs, Forenbeiträge und Tipps von Freunden basieren darauf. Meist auch noch in der Darstellung von schrecklichen Folgen (über ein nein hinwegsetzen macht Jungs später zu Vergewaltigen usw). Ich denke, von diesem viel zu simplen Weltbild muss man sich lösen. Die richtige Reaktion ist sehr individuell und die, mit der Eltern, Kind und Umfeld leben können.
Ich glaube, es ist sehr wichtig sich von der starren Klassifikation "richtige" und "falsche" Elternreaktion frei zu machen.

Auch wenn z.B. loben ebenfalls bereits zu den No-Gos der Erziehung gehört, finde ich auch ein positives Feedback für das Kind ganz wichtig. Wenn der morgen besser läuft, nimm ihn ruhig Mal in den Arm und sag ihm, wie toll du das fandest. So wie man auch Mal sagen kann: "Das nervt" gehört auch "du warst heute so lieb" dazu.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.17 14:29 von WirEinmaligen.


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 07.06.2017 21:35
Hallo Lucy,
du hast viele gute Tipps bekommen, mir fällt noch einer ein, der mir geholfen hat, mir dieses selbst erlebte Erziehungsmuster "Wenn du ... nicht ..., dann ..." abzugewöhnen, nach dem HS stolperte ich schon immer über das, was ich sagen wollte und konnte den NS ad absurdum führen. Das klingt dann oft blöd, vermeidet aber die "Drohung":
Z. B.: Wenn du jetzt nicht sofort kommst, gehe ich ohne dich stehe ich hier noch eine Minute länger."
Wenn du das nicht wieder aufhebst, schmeiße ich es in den Müll sieht man den Teppich darunter nicht.

Dabei kommt man sich so blöd vor und wird mit so irritierten Blicken des Kindes bedacht, dass es mir leicht fiel, solche Sätze gar nicht erst zu starten. Stattdessen hilft dann oft eine Bitte zu formulieren und einfach davon auszugehen, dass es klappt:
"Komm jetzt bitte, damit wir los können. Ich bring schonmal meine Sachen ins Auto." Wenn ich die nächste Handlung direkt anknüpfe, liegt der Fokus nicht auf dem, was er machen soll und automatisch funktioniert das häufig schneller.

Ansonsten noch solidarische Grüße. Kurz vor dem 3. Geburtstag begann auch hier die anstrengende Phase, die viel Geduld erfordert. Andererseits lernt er seit genau diesem Zeitpunkt auch so unglaublich viel und entwickelt sich so rasant... Das ist so schön wie anstrengend mitzuerleben und Schritt zu halten. Da hilft mir oft, mich darauf zu konzentrieren statt auf das, was anstrengend ist.

LG
Juna


  Re: Rabenmutter - Jammerpost
avatar  Maral
schrieb am 08.06.2017 09:15
Wenn er ein Strukturmensch ist, könnte auch helfen, dass ihr gemeinsam ein Plakat gestaltet. Wo die einzelnen Schritte morgens aufgeführt sind ( gemalt, geklebt, wie auch immer, wie er mögt) und er hakt jeden Morgen, dass, was er bereits getan hat ab. Das macht manchen Kindern Spaß.

Des weiteren habe ich schon mit 3 angefangen, ihm zu vermitteln, dass wir ein Team sind, und dass ich morgens seine Hilfe, Kooperation benötige, weil ich eben genau das, was manche dann spontan aussprechen, ohne es so zu meinen, eben gar nicht kann und ja auch nicht möchte. Ohne ihn gehen. Also müssen wir gehen, denn die Folgen für mich wären ziemlich blöd. Also, ich gehe niemals ohne dich, aber um 7:30 Uhr müssen wir los, wie auch immer. Wenn du dann noch nicht fertig bist, müssen wir uns Lösungen überlegen und ihn mit einbezogen, soweit alterstechnisch möglich.

Krümel ist definitiv kein Strukturmensch. Ich wär mit einem Plakat also nicht weit gekommen. Das heißt, wir hatten schon alles durch ( Geduld war morgens Vollzeitarbeitsbedingt übrigens eher nicht dabei zwinker )
Von "in Anziehsachen ins Bett gehen", bis im Auto Frühstücken, in der Kita Zähneputzen, beim Spielen anziehen, beim Frühstück anziehen" über musterhaftes Aufstehen, anziehen, frühstücken, Zähne putzen, los. Wenn er gerade nicht wollte, ein "ok, dann sag Bescheid", dann kam er meist kurz darauf.

Solange es für beide ok ist und nicht als Strafe empfunden wird, ist doch letztlich alles erlaubt. Im Grunde auch in der Kita anziehen. Wenn du meinst, das stört ihn nicht und trägt zur Entspanntheit bei, auch die Phase wird vorbei gehen.

Gibt es etwas, was er zur Zeit gerne tut? Autotür öffnen, abschließen oder ähnliches? Oder mag er Wettspiele? Wer hat als erster die Schuhe an, ...

Auch was deine Pause anbelangt: Ja, auch deine Bedürfnisse zählen, auf jeden Fall. Was machst du denn, wenn er frühstückt? Du kannst ihm ja anbieten, dass ihr zusammensitzt, auf dem Sofa, auf dem Bett, er hört CD, oder malt, und du trinkst 10 min. deinen Kaffee. Also Beisammensein gerne, Gespräche gerne, aber keine Bespassung? Wäre das schon entlastend?

Und ich weiß, das ist jetzt leicht gesagt, aber mir ist tatsächlich aufgefallen, umso hektischer, gestresster ich wirkte, umso schlechter liefs mit Krümel. Egal zu welcher Tageszeit/ Lebenslage. Du solltest also tatsächlich eine Möglichkeit finden, auch für dich keine Ruhephasen zu finden.

Dadurch dass sie verständiger werden, wird's leichter.


  Re:
avatar  Lucy0803
Status:
schrieb am 08.06.2017 10:11
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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.17 14:33 von Lucy0803.




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