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  Räumliche Trennung
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  Catalina Angelika
schrieb am 26.05.2017 22:54
Hallo ihr lieben.

Ich und mein Partner sind seit 3 Jahren zusammen. Wir haben eine 14 monatige alte Tochter zusammen. Wegen ihm bin ich recht schnell nachdem wir zusammen gekommen sind, auf die Philippinen ausgewandert, wo wir uns auch kennengelernt haben.
Er war der Traummann schlecht hin für mich. Er hat mir schnell einen Heiratsantrag gemacht und immer wieder betont, dass ich die richtige für ihn sei. Wir haben einen Altersunterschied von 10 Jahren.
Doch schon nachdem ich schwanger geworden bin find er an immer mehr was an mir auszusetzen . Er kritisierte mich häufig. Hinzu kam, dass wir im Haus seiner Eltern gelebt haben, was mich sehr belastet hat. Da ich mich zum einen nicht mit ihnen verstanden habe und zum anderen das auch nie der langfristige gemeinsame Plan war. Hier stand uns dreien nur ein Zimmer mit eigenen Bad zur Verfügung. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und im Dezember 2016 daran verstorben. Deshalb war EA für mich OK in dieser Zeit noch weiterhin bei seinen Eltern zu wohnen. Aber auch nach dem Tod wollte er nicht ausziehen, um seinen Vater beizustehen. Wir haven uns immer mehr gestritten, er war viel unterwegs und ich mit unserer Tochter immer mehr alleine. Letztendlich hatten wir 8 Monate keinen Sex mehr, es ging von mir aus. Versuche von mir wurden abgeblockt mit der Begründung, dass seine Gefühle für mich durch die Streitigkeiten so zurück gegangen sind dass er keinen Sex mehr will. Er bräuchte Liebe für Sex. Das Ende vom Lied war, dass ich wieder nach Deutschland zurück gegangen bin. Zum einen, weil unsere Beziehung für mich so nicht mehr tragbar war, da er auch nicht bereit war sich zu ändern und die Schuld nur bei mir gesucht hat. Zum anderen weil er nicht aus dem Haus seiner Eltern ausziehen wollte zu diesem Zeitpunkt und zum anderen weil er nichts für unsere Familie erwirtschaften wollte, bzw. Dass wir uns gemeinsam ein finanzielles Standbein aufbauen. ( Das war vor meinem Umzug ins Ausland der Plan. Wir sind noch zusammen aber leben halt 12000 Kilometer entfernt voneinander. Ich weiß nicht IB es noch einen Sinn macht weiter zu kämpfen. Der Plan ist bisher, er wird im September hier her kommen. Wobei er da auch nur eine Wage Aussage macht und sich nicht sicher ist wann er genau kommt, ob überhaupt noch dieses Jahr. Finanziell und Zeit technisch ist es im möglich, da er Unternehmer ist. ( Familienunternehmen). Wenn er kommt schauen wir ob es soweit harmonisch zwischen uns läuft und dann würden wir weiter sehen, wie man die Zukunft genau planen kann. Meint ihr unsere Beziehung macht noch einen Sinn? Ich liebe ihn und will dass diese Familie zusammen bleibt. Aber er ist nicht bereit an sich zu arbeiten und sieht die Fehler nur bei mir ?


  Re: Räumliche Trennung
avatar  Tina
Status:
schrieb am 27.05.2017 07:56
Es tut mir leid, dass du in solch einer Situation steckst.
So wie du diese Beziehung beschreibst, ist sie sehr einseitig. Du hast viel aufgegeben und viel getan für diese Beziehung, während dein Mann überhaupt nichts zu investieren scheint. Da stimmt meiner Meinung das Gleichgewicht nicht. Für mich wäre das nichts. Ich würde so nicht leben wollen.
Das du mit eurem gemeinsamen Kind nach Deutschland zurück gegangen bist, scheint ja auch nicht so ein Problem für ihn zu sein, wenn er vielleicht im September mal vorbeischauen will....


  Re: Räumliche Trennung
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  gelöschter User
schrieb am 27.05.2017 13:05
Dir ist aber auch klar, dass in den meisten Kulturen im asiatischen Raum der Stellenwert der Eltern und die Verpflichtung der Kinder gegenüber den Eltern sehr, sehr viel größer ist als hier? Wenn man damit nicht leben kann, dann ist eine Trennung konsequenter, denn für ihn wird es aus kulturellen Gründen so gut wie unmöglich sein, seinen Vater allein zu lassen. Das ist auch keine Frage von Du oder Er. Die Eltern zu vernachlässigen ist ein totales Tabu.
Bei Euch kollidieren schlicht zwei Welten.


  Re: Räumliche Trennung
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  Hopeforangels
Status:
schrieb am 27.05.2017 20:16
Persönlich denke ich, ändern sich die Menschen nicht.Die Sinnfrage wäre für mich in deiner Situation damit beantwortet.


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  Re: Räumliche Trennung
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 29.05.2017 05:48
Für mich hinge die Beantwortung dieser Frage davon ab, wie er sich in der Zeit, wenn er kommt positioniert.

Er hat zu Hause eine Existenz. Ist er bereit,
1. deutsch zu lernen, wenn er es nicht spricht?
2. hier seine Abschlüsse anerkennen oder nachmachen zu lassen?
3. sich hier eine Existenz zu schaffen?

Denn so, wie ich es verstanden habe, möchte er dort bleiben und du hier. Fernbeziehungen sind schwierig. Auf 12.000 km Entfernung und ein oder zwei Besuche pro Jahr sind für mich keine Basis für ein Familienleben.

Etwas komisch finde ich: Er hat sich kein finanzielles Standbein für eine allein lebende Familie bei sich geschaffen, aber die finanziellen Mittel für Flug, eine gewisse Zeit in Deutschland und seine Abwesenheit im Familienunternehmen sind kein Problem? Das klignt für mich, als wolle er einfach nicht ausziehen bei seinem Vater.

Wäre eine gemeinsame Wohnsituation mit Vater für dich denkbar a la "Familie mit Haus und Vater in einer kleinen Einliegerwohnung"? Das könntet ihr besprechen.



Ich kenne diese familiäre Situation, dass sich kulturell bedingt die Kinder ihr Leben lang den Eltern sehr viel verbundener und/ oder verpflichteter fühlen und welche Konflikte das mit sich bringen kann. Wichtig ist hier eine klare Aussprache beider Partner und das Ziehen am gemeinsamen Strang.

LG
Juna




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