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  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
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  mariechen74
schrieb am 24.05.2017 23:50
Hallo,

ich denke, wenn du so unzufrieden bist, wirst du es schon bereuen, nicht etwas anderes ausprobiert zu haben oder dich immer fragen: Wie wäre es gewesen....
Gleichwohl denke ich auch, dass die Ausgangssituation nicht günstig und einfach, sondern sehr gewagt ist.
Kannst du - wenn es nicht das Richtige ist - wieder in deinem alten Beruf gut eine Stelle finden? Oder könntest dich ggf für ein Jahr beurlauben lassen? Dann hättest du ja zumindest eine gewisse Sicherheit, falls es mit dem Studium nicht so läuft wie geplant.
Ich würde erstmal noch mehr Informationen beschaffen über das Studium und insbesondere die konkreten beruflichen Möglichkeiten hinterher.
Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, als Fernstudium zu beginnen und wenn es dir gefällt nach 1-2 Semestern zum Präsenzstudium zu wechseln?
Ich habe das selbst auch mal berufsbegleitend gemacht, um zu sehen, ob mir etwas anderes besser gefällt, allerdings nur für ein Semester, da es mir doch nicht so zugesagt hat. Danach hatte ich aber meinen Frieden und musste nicht mehr überlegen, wie wäre es gewesen, wenn....
Zur finanziellen Lage: Ein wenig wird sich das Nettoeinkommen deines Mannes sicher verbessern, da ihr weniger Steuern zahlen werdet. Vielleicht wäre auch ein zusätzlicher Minijob für einen von euch möglich?

Gutes Überlegen, Mariechen


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
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  berlink
Status:
schrieb am 25.05.2017 00:18
irgendwie finde ich die Idee dem bisher geschriebenem zufolge nicht ausgereift. was willst du mit dem psychologiestudium anfangen? was heisst: hat mich "schon immer" interessiert? und wenn dem so ist, wieso ging es dann erst und so lange in eine völlig andere Richtung? du möchtest keine psychotherapieausbildung machen, ok. als was möchtest du mit dem Studium in der tasche beruflich tätig sein? oder ist das Studium zum verstehen/auseinandersetzen mit der eigenen Biographie gedacht? wie groß sind deiner abinote zufolge die Chancen, genau an der uni zugelassen zu werden, die wohnortnah ist? hm. ich lese hier (geht aber viell. auch nicht anders) nur wenig enthusiamus für ein -schon eher- fleissstudium.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.05.17 00:29 von berlink.


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
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  xKirschblüte
Status:
schrieb am 25.05.2017 10:55
Hey,

ich kann dir auch nur empfehlen, deinen Plan etwas ausreifen zu lassen. Für mich klingt es so, als ob das Studium verklärst.
Ich denke, du bräuchtest dringend eine Vorstellung, was du damit später machen möchtest, denn sonst kommst du finanziell womöglich vom Regen in die Traufe, wenn du die Gehaltsbedingungen erfährst. Ich weiß nicht, ob du wesentlich mehr als nun mit nur einem Bachelor verdienen würdest.

Viele Grüße!


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
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  himbeere
schrieb am 26.05.2017 00:06
Ich denke, dass du nur mit dem Bachelor nicht weit kommen wirst. Aber auch Bachelor und Master sind nur die rein wissenschaftliche Seite der Ausbildung. Je nachdem, wo du später arbeiten möchtest, musst du dich spezialisieren. Du konkurrierst ja auch mit Pädagogen, Medizinern, Betriebspädagogen etc. auf dem Arbeitsmarkt, kommst also ohne eigenes Profil nicht weit. Willst du im organisationspsych. Bereich arbeiten: Praktika, Werkverträge, jobben in einer Unternehmensberatung o.ä. Pädagogisch-psychol. Bereich: Diagnostik-Praktika, Gesprächsausbildung. Klinischer Bereich: ein Jahr klin. Praktikum, psychotherapeut. Zusatzausbildung.

Informiere dich gut, mache unbedingt vorher ein oder zwei Praktika in Bereichen, die du dir vorstellen kannst!

Und sei dir immer bewusst: an der Uni bekommst du eine wissenschaftliche Ausbildung, keine Berufsqualifizierung. Dein berufliches Profil erarbeitest du dir über die Wahl deiner Abschlussarbeiten, deiner Praktika, deiner ersten Jobs. Vielleicht wäre eine Fachhochschule geeigneter, z.B. ein sozialer Studiengang, wenn du gerne mit Menschen arbeiten möchtest?


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  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
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  blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 26.05.2017 11:06
Zitat
himbeere
Vielleicht wäre eine Fachhochschule geeigneter, z.B. ein sozialer Studiengang, wenn du gerne mit Menschen arbeiten möchtest?

das frag ich mich auch die ganze Zeit. auch eine pädagogische Richtung wäre doch möglich. evtl. gibt es die Möglichkeit eines Quereinstiegs als Lehrender in die Berufsschule. ist sicherlich kein einfacher Job und ich weiß im Moment nicht, wie möglich das ist, aber ich bin sicher, da ist gerade Bedarf.

ich verstehe nämlich auch nicht, warum gerade Psychologie. und dann würde ich es an deiner Stelle auch mit Fernstudium machen.


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
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  heutemallieberso
schrieb am 26.05.2017 12:42
Danke!!

Zitat
Noch was anderes: kannst du jederzeit wieder in deinem Beruf einsteigen? Wenn du jetzt studierst umd aus welchem Gründen auch immer nach zwei Semestern abbrechen musst, hast du die Möglichkeit schnell wieder einen Job zu finden? Wäre ja schon gut...aöso als Sicherheit?

Ich arbeite im käufmännischen Bereich, erledige Sekretariatsaufgaben, Telefonate, Rechnungen erstellen, Kunden betreuen,... so allgemeinen Kram. Aufgrund guter Zeugnisse denke ich nicht, dass es ein Problem wäre, in diesem (doch sehr allgemeinen) Bereich etwas zu finden.


Zitat
das eine Fehlentscheidung wirklich eine ziemliche finanzielle Last für deine Familie werden kann.

Ich habe mal gegenübergestellt:

Mein jetziges Gehalt: 1.500,00 EUR netto (nicht ganz)

im Studium: ca. 1.000,00 EUR Bafög (und niedrigere Kita-Kosten als jetzt, da gehaltsabhängig); davon allerdings knapp 400 EUR staatliches Darlehen.

Die finanzielle Einbuße für den Moment erscheint mir daher erstmal machbar. Allerdings muss ich hier natürlich den Darlehensbetrag bedenken (und auch, dass im Falle des Studienabbruchs ich Schulden angehäuft habe, die in keinem Zusammenhang zu einer beruflichen Verbesserung stehen).

Interessant wäre vielleicht die Möglichkeit eines "Teilzeitstudiums". Von dieser Mögilchkeit habe ich auf der Homepage der Uni gelesen, aber müsste mein Wissen hierüber noch vertiefen.

Zitat
Oder könntest dich ggf für ein Jahr beurlauben lassen?

Danke für diese Anregung!
Ich glaube zwar nicht das es möglich ist, sicher bin ich mir aber nicht. Auf den Gedanken war ich noch gar nicht gekommen.

Zitat
oder ist das Studium zum verstehen/auseinandersetzen mit der eigenen Biographie gedacht?

Mir ist bewusst, dass ein Studium zur Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie nicht geeignet ist. Das ist auch nicht meine Absicht.

Vielmehr geht es mir darum, die vielschielschichten Beweggründe der Menschen zu erforschen/nachzuvollziehen. Menschen zu helfen und zu unterstützen.
"Ganz nahe" an den Menschen heranzukommen; ihn als Ganzes wahrzunehmen.
Das kann beispielsweise im Rahmen von Beratungsstellen passieren bzw. in Institutionen/Einrichtungen die Rolle einer beratenden oder unterstützenden Funktion einnehmen. Nach meinen Recherchen wäre sowas auch mit Bachelor möglich, der ja mein (Teil)Ziel wäre. Ob für mich der Masterstudiengang dann noch infrage käme (persönliche Verhältnisse und ob ich überhaupt zugelassen werden würde) stünde ja noch nicht fest.

Zitat
und dann würde ich es an deiner Stelle auch mit Fernstudium machen.

Bei einem Fernstudium würde ich ehrlich gesagt daran zweifeln, ob ich die nötige Disziplin aufbringen kann. Ich stelle es mir etwas a la Homeoffice vor und gerade wenn man Kinder und Haushalt nur eine Tür weiter sind, wäre die Ablenkung vielleicht zu groß.


Ich lasse die kritischen Stimmen hier noch etwas sacken und versuche noch ein wenig mehr links und rechts nach Möglichkeiten zu gucken.


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
avatar  patty 2
Status:
schrieb am 26.05.2017 13:46
Hallo,

Zitat

Vielmehr geht es mir darum, die vielschielschichten Beweggründe der Menschen zu erforschen/nachzuvollziehen. Menschen zu helfen und zu unterstützen.
"Ganz nahe" an den Menschen heranzukommen; ihn als Ganzes wahrzunehmen.
Das kann beispielsweise im Rahmen von Beratungsstellen passieren bzw. in Institutionen/Einrichtungen die Rolle einer beratenden oder unterstützenden Funktion einnehmen. Nach meinen Recherchen wäre sowas auch mit Bachelor möglich, der ja mein (Teil)Ziel wäre. Ob für mich der Masterstudiengang dann noch infrage käme (persönliche Verhältnisse und ob ich überhaupt zugelassen werden würde) stünde ja noch nicht fest.

langsam wird das "Bild" deutlicherzwinker Wenn dein späterer Schwerpunkt in der Beratung liegen soll, dann wäre es vielleicht denkbar, dass du auch ein Studium der Pädagogik/Erziehungswissenschaften anstreben könntest. Die Erfolgswahrscheinlichkeit für einen Studienplatz scheint mir etwas höher. Auch der Master ist bei diesen Studiengängen nicht unbedingt notwendig. Zusatzqualifikationen sind im Bereich z.B. der "systemischen Beratung/Familientherapie", "Sucht" oder "Trauma" möglich und teilweise notwendig. Allerdings wird ein berufliches "Übungsfeld" hierfür notwendig sein.

Zitat

Mir ist bewusst, dass ein Studium zur Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie nicht geeignet ist. Das ist auch nicht meine Absicht.

Die Auseinandersetzung mit der Biografie und eigenen Strategiemustern (Selbsterfahrung) gehört für mich unbedingt dazu, wenn man Menschen beraten/therapieren möchte.Ja

Allerdings scheint es jetzt erst mal wichtig, dass du einen guten Anfang findest.

Ich drücke die Daumen und bin gespannt.

LG Patty


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
no avatar
  +emmi+
schrieb am 26.05.2017 14:54
Zitat
heutemallieberso

Vielmehr geht es mir darum, die vielschielschichten Beweggründe der Menschen zu erforschen/nachzuvollziehen. Menschen zu helfen und zu unterstützen.
"Ganz nahe" an den Menschen heranzukommen; ihn als Ganzes wahrzunehmen.
Das kann beispielsweise im Rahmen von Beratungsstellen passieren bzw. in Institutionen/Einrichtungen die Rolle einer beratenden oder unterstützenden Funktion einnehmen.

wenn du denkst, daß es im studium der psychologie um diese themen geht, bist du glaub ich etwas auf dem holzweg.
meine erfahrungen mit frisch fertig studierten psychologen läßt mich das jedenfalls annehmen.
"ganz nahe an den menschen" kommt man dannn wohl eher nach dem studium.
und für diese dir vorschwebende arbeit wäre es vielleicht sinnvoller eine weiterbildung als coach oder berater zu machen. das geht nicht ganz in die therapeutische richtung, ist aber ohne entsprechendes studium möglich. und eben berufsbegleitend. ich kenne einige gestaltberater und auch systemische berater und therapeuten, die aus ganz anderen beruflichen richtungen kommen und jetzt inberatungsstellen,der familienhilfe, beim jugendamt oder als coach für große firmen arbeiten.


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
no avatar
  Ela+2
Status:
schrieb am 26.05.2017 19:15
Zitat
heutemallieberso

Zitat
und dann würde ich es an deiner Stelle auch mit Fernstudium machen.

Bei einem Fernstudium würde ich ehrlich gesagt daran zweifeln, ob ich die nötige Disziplin aufbringen kann. Ich stelle es mir etwas a la Homeoffice vor und gerade wenn man Kinder und Haushalt nur eine Tür weiter sind, wäre die Ablenkung vielleicht zu groß.


Ich lasse die kritischen Stimmen hier noch etwas sacken und versuche noch ein wenig mehr links und rechts nach Möglichkeiten zu gucken.

Und woher nimmst du dann die Disziplin zu lernen? Meine Cousine hat Psychologie studiert, steht jetzt kurz vorm Bachelor und sie war ordentlich mit ihrem Studium beschäftigt.

Ich bin mit meinem Job absolut zufrieden, habe aber noch eine neue Herausforderung gesucht und darum im August ein Fernstudium zum Thema "Kreatives Schreiben" angefangen. Manchmal fehlt mir die Motivation zu lernen, aber es macht total Spass.

Ich denke, du solltest dir das alles noch einmal gründlich überlegen. Für mich sieht es jetzt eher so aus wie "Ich will nicht mehr in meinem Job arbeiten, ich studier jetzt einfach!" Wenn du das schon immer machen wolltest, warum hast du dann nicht gleich nach dem Abi angefangen?


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
avatar  WirEinmaligen
schrieb am 26.05.2017 20:10
Zitat
heutemallieberso

Vielmehr geht es mir darum, die vielschielschichten Beweggründe der Menschen zu erforschen/nachzuvollziehen. Menschen zu helfen und zu unterstützen.
"Ganz nahe" an den Menschen heranzukommen; ihn als Ganzes wahrzunehmen.

Ich weiß wirklich nicht, ob dann Psychologie das ist, was du suchst. Psychologie bedeutet auch viel trockenes wissenschaftliches und statistisches Arbeiten.
Vielleicht wäre eher ein sozialer Studiengang wie Soziale Arbeit oder Pflege etwas für dich. Hier kann man Menschen aktiv unterstützen, bekommt - je nach Studiengang - viele beratende und psychologische Skills.

Wie weit bist du mit den Erkundigungen zwecks des Bafögs? Wäre das sicher?

Zum Studieren kann ich dir nur sagen, dass man dafür der Typ sein muss. Wenn man sich selbst gut organisieren und motivieren kann, ist das schon viel Wert. Wenn man das nicht kann, braucht man eine gute Peer-Group die einen mitzieht. Wenn man sich dann schwer tut mit neuen Kontakten, kann das Studium schnell zu einer Qual werden, wo man sich als Einzelkämpfer fühlt. Was bist du für ein Typ? Wie geht es dir, wenn du für dich langweilige oder schwer erlernbare Sachen lernen musst?


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
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  SM
schrieb am 26.05.2017 22:08
Weißt Du wirklich was im Psychologie Studium auf dich zukommt?
Zunächst mal extrem viel Mathe (Integral- und Vektorrechnungen), Stochastik etc.
Von wegen nah am Menschen. Das kommt erst ganz zum Ende.
Bei den meisten Unis gibt es einen NC der bei einer Abinote von mind. 1,4 liegt. Irgendwelche andere (wenige) Quotenplätze sind sehr schwer zu ergattern, das ist fast aussichtslos.
Sorry, aber das scheint mir alles andere als vernünftig recherchiert, was du bisher getan hast.
So nach dem Motto: " ich studiere dann mal, ich krieg ja fast genauso viel Geld wie bisher. " So ein Studium ist nie ein Spaziergang, mit zwei Kleinkindern schon gar nicht. Da braucht es jede Menge Disziplin, Durchhaltevermögen und und und.
Und dann noch mit keinen finanziellen Rücklagen.
Unbedingt Probevorlesungen besuchen, das ist mein dringendster Rat.

Übrigens, ich bin zwar (nur) Steuerberaterin, aber wissenschaftliches Arbeiten ist was wirklich Anspruchsvolles und folgt komplett anderen Denkvorgängen als Sekreteriatsaufgaben.

SM


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
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  heutemallieberso
schrieb am 27.05.2017 12:41
Danke für die Antworten!!

Zitat
Die Auseinandersetzung mit der Biografie und eigenen Strategiemustern (Selbsterfahrung) gehört für mich unbedingt dazu, wenn man Menschen beraten/therapieren möchte.Ja

Ja, da hast du sicher recht.
Es war meinerseits auch eher so gemeint, dass ich das Studium nicht aus Selbsttherapiezwecken in Erwägung ziehe.

Zitat
wenn du denkst, daß es im studium der psychologie um diese themen geht, bist du glaub ich etwas auf dem holzweg. meine erfahrungen mit frisch fertig studierten psychologen läßt mich das jedenfalls annehmen. "ganz nahe an den menschen" kommt man dannn wohl eher nach dem studium.

Dass das Studium eher aus Theorie besteht, ist mir klar.
Mein Wunsch hinsichtlich "nahe am Menschen arbeiten" bezog sich auf die Zeit nach dem Studium
.
Zitat
dann wäre es vielleicht denkbar, dass du auch ein Studium der Pädagogik/Erziehungswissenschaften anstreben könntest.

Prinzipiell ja. Leider wird das hier bei uns an der Uni nicht angeboten und aufgrund der Kinder bin ich örtlich eingeschränkt und kann/möchte keine langen Wege in Kauf nehmen.

Zitat
und für diese dir vorschwebende arbeit wäre es vielleicht sinnvoller eine weiterbildung als coach oder berater zu machen.

Coach und Berater sind soweit ich weiß keine geschützen Berufsbezeichnungen. Ich vermute deshalb, dass sie bei Arbeitgebern auch nicht wirklich Anklang finden.

Zitat
Wie weit bist du mit den Erkundigungen zwecks des Bafögs? Wäre das sicher?

Ich habe einen Antrag auf Vorabprüfung gestellt. Also hier wird lediglich geprüft, ob mir Bafög dem Grunde nach zusteht (weil ich die Regelaltersgrenze ja überschritten habe, es aber aufgrund der Kinder trotzdem klappen müsste..). Die Höhe wird da noch nicht geprüft.

Zitat
Was bist du für ein Typ? Wie geht es dir, wenn du für dich langweilige oder schwer erlernbare Sachen lernen musst?

Ich bin schon eher der Typ "Einzel-Lerner", aber sehe das jetzt auch nicht so, dass das dem Studium entgegenstehen würde.
Langweilige und schwer erlernbare Sachen... Puh, es ist schon so lange her, dass ich mal richtig lernen musste..

Zitat
warum hast du dann nicht gleich nach dem Abi angefangen?

Ich wollte zuhause ausziehen und habe eine Ausbildung angefangen, "um Geld zu verdienen".

Zitat
wissenschaftliches Arbeiten ist was wirklich Anspruchsvolles und folgt komplett anderen Denkvorgängen als Sekreteriatsaufgaben.

Danke, aber es ist für mich kein Ausschlusskriterium, dass etwas anspruchsvoller sein könnte als meine bisherige Tätigkeit zwinker


Insgesamt nehme ich deutlich mehr Stimmen wahr, die ins Kritische gehen.
Auch wenn ich hier fleißig gegen diese Argumente angehe, ist es trotzdem so, dass auch ich alles andere als überzeugt bin. Ich neige (leider) dazu, mich gerne mal in Sachen zu verrennen und bin mir nicht ganz sicher, ob ich das nicht auch hier tue.

Was ich mitnehme, ist auf jeden Fall, dass ich mich noch weiter nach alternativen Möglichkeiten der beruflichen Neuorientierung umschauen werde.

Für das Studium werde ich mich vmtl. bewerben. Meine Chancen stehen aber doch eher schlecht. Aber so möchte ich mir nicht vorwerfen, es nicht wenigstens mit der Bewerbung versucht zu haben. Und sollte ich wider Erwarten angenommen werden, werde ich um eine eindeutige Entscheidung nicht drum herum kommen.

Noch erwähnen möchte ich, dass ich mir nicht sicher bin, ob meine Familienplanung abgeschlossen ist. Ein weiteres Kind in Kombination mit einem laufendem Studium würde alles wohl nicht gerade einfacherer machen.

Danke für eure Gedanken!!


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
no avatar
  Bettina35
schrieb am 29.05.2017 00:29
Hallo,

Ich bin auch durchaus dafür, neue Wege zu gehen, wenn der berufliche Alltag belastend ist. Allerdings kann ich aus Deinen Postings nicht recht erkennen, was fachlich für ein Psychologie-Studium spricht. Wennn es aber schon kaum inhaltliche Gründe gibt, würde ich DIESEN Studiengang, der schon anspruchsvoll ist, eher nicht wählen, sondern mehr in Richtung " soziale Arbeit" gehen. Da gibt es schon im Sudium die Möglichkeit, sich sehr unterschiedliche Schwerpunkte zu suchen ( je nach Hochschule).
Und da diese Studiengänge auch an FHs ( die heute alle Hochschulen heissen) angeboten wird, ist er einerseits praxisorientiert und andererseits - jedenfalls nach meinef Erfahrung, ich habe dort gelehrt- nicht so anspruchsvoll wie Psychologie.

Das nur als kleiner Impuls smile


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
no avatar
  Polly09
Status:
schrieb am 01.06.2017 21:09
Ich habe mir nicht durchgelesen, was die andern alle geschrieben haben, nur teilweise überflogen. Ich bin selbst Psychologin (noch mit Diplom) und momentan in fortgeschrittener VT-Ausbildung. Wir haben oft studentische Praktikanten in der Ambulanz des Instituts , die alle sagen, dass sie ohne den Master nicht wirklich etwas machen können - zumindest nicht in der therapeutisch/medizinisch/beraterischen Richtung und sich daher alle für einen Master-Platz bewerben.
Insofern würde ich es mir gut überlegen. Die Ausbildung ist zwar kostspielig, bei uns am Institut sind aber ganz viele Mütter, die das in Teilzeit machen so wie ich (und dadurch natürlich länger brauchen zwinker). Man kann dafür dann wohl auch gute Kredite bekommen. Allerdings muss ich auch sagen, dass mein Mann deutlich mehr verdient als deiner und ich mir deswegen diesen Luxus erlauben kann. Direkt nach dem Studium habe ich einige Versuche gestartet, mich ohne Zusatzausbildung an Kliniken zu bewerben und war auch bei einigen Vorstellungsgesprächen. Dort wurde mir zwar bescheinigt, dass man sich vorstellen könnte, mit mir zusammen zu arbeiten, ich aber die Ausbildung definitiv machen müsste. D.h. wenn man "klassisch" als Psychologe arbeiten möchte, geht es a) nicht ohne Master und b) nur selten ohne Therapieausbildung. Selbst Beratungsstellen wollen Psychologen mit therapeutischer Weiterbildung. Oder dann lieber Sozialpädagogen, weil die billiger sind. Wenn es für dich also keine Option ist- auch aus finanz. Gesichtspunkten - einige Jahre zu studieren bzw. dich weiterzubilden, würde ich mich lieber in Richtung Diplom-Pädagogik/Soziale Arbeit/Sozialpädagogik o.ä. informieren.


  Re: Studieren mit ü30 und Kindern?
no avatar
  Lisa94
schrieb am 03.06.2017 14:03
Hey erstmal riesen Repsekt an dich, dass du in dieser Situation ans Studium denkst.

Was das Bafög und die finanzielle Lage angeht kann ich dir aufjedenfall Hoffung machen! Eine Kommilitonen von mir ist Ende 20 und hat auch bereits einen kleinen zur Welt gebracht. Sie hat das Studium sehr erfolgreich gemeistert und hat soweit ich mich richtitg entsinne auch Bafög erhalten.

Stelle aufjedenfall den Antrag. Zeitlich ist das Studium meistens auch zu schaffen. Und vergiss nicht: Es ist nie zu spät für irgendetwas! In diesem Sinne viel Spaß beim Studium smile




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