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  Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
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  Sommerluft
Status:
schrieb am 22.05.2017 13:55
Hallo ihr LIeben,

ich versuche mal mein Problem zu beschreiben, über das ich so langsam verzweifle.

Ich bin vor einigen Jahren in eine Großstadt mit meinem Mann gezogen. Hier habe ich nun auch 1 Kind bekommen. Wir sind beide nicht so richtig glücklich hier, vor allem an mir nagt es aber. Keiner von uns ist aus dieser Region und mir ist es auch einfach oft zu groß und erschlagend (bin in einer Kleinsadt groß geworden).

Es gibt aber für keinen von uns so richtig eine Motivation, einen Umzug zu den Großeltern (leben in einer Kleinstadt in der wir nicht groß geworden bzw. Niemanden sonst kennen, 350 km von hier) oder in meine alte Heimat (alte gute Freunde von mir leben dort) oder in eine Kleinstadt um die Ecke durchzuführen.

Klingt alles nicht so schlimm. Ist es aber. Ich denke jeden Tag darüber nach. Seit Monaten. Ich frage mich: Wo ist mein Zuhause. Wo gehöre ich nun hin? Und ich finde keine Antwort. Das macht mich so fertig. Sonst hat man immer ein Bauchgefühl. Habe ich nicht. Oder es ändert sich.

Es macht mich einfach traurig, dass ich meine Heimat noch nicht gefunden habe. Oder einfach es nicht fühlen kann. Denn hier haben wir mittlerweile auch ein paar Kontakte und über unser Kind habe ich auch zwei liebe Mamis die irgendwie schon Freundinnnen sind. Wenn wir uns treffen ist das auch schön. Und natürlich leben wir in einem Viertel in einer Großstadt, dass ganz schön ist. Also auch nicht an der vierspurigen Straße.

Trozdem kann ich keinen Haken dran machen, bin irgendwie innerlich so traurig. Sehne mich nach meiner Mutter oder einer richtig engen Freundin von früher. Oder ganz simpel nach dem Kleinstadtleben (inklusive Feld uns Busverbindungen...). Ich habe manchmal das Gefühl ich suche meine "Herde" und alle sind aber woanders.

Das wir hier sind hatte ich entschieden: Ich wollte vor 5 Jahren hierher um meinem Bruder näher zu sein. Er lebt hier und wir haben auch Kontakt, aber wenn ich es jetzt nochmal entscheiden müsste, würde ich nicht hierhier ziehen.

Es ist einfach nicht meine Heimat und ich tut mich so schwer damit, zu akkzeptieren, dass wir mitten in einer riesigen Stadt unser Kind großziehen. Aaaaber- das ist eben mein Dilemma - ich finde die Kraft, Freude und Motivation aber gerade nicht, das ganze räumlich zu verändern. Und ich weiß eben einfach auch nicht wohin...

Ich vermute ich tue mich auch schwer damit, die Zelte jetzt hier abzubrechen, jetzt wo ich endlich auch neue Leute kenne, die ja auch mich neu kennengelernt haben. Alte Freunde finde ich sehen einen doch auch immer mit der alten Brille. Und mein Kind ist da auch mit Abstand das Jüngste während meine Freundinnen hier natürlich das Gleiche "Alter" der Kinder durchmachen. Da wir nun schon sehr lange weg sind aus meiner alten Heimat wäre auch erst mal alles neu...

Ich habe also auch einfach Angst, wieder falsch zu liegen wenn wir jetzt hier wieder alles abbrechen...

Jetzt mit Kind finde ich die Großelktern/ meine Mutter in der Nähe sehr wichtig. Aber sie lebt nicht mehr dort, wo ich groß geworden bin. Sie ist, nachdem ich und mein Bruder aus dem Haus waren, auch wiederum in ihre alte Heimat....

Kennt das irgendwer??? Ich weiß es klingt vermutlich wie ein Luxusproblem aber es ist wirklich eine Sache die mich unendlich belastet. Denn ich wünsche mir natürlich das Gefühl von Heimat, auch für mein Kind. In 2 Jahren kommt sie in den Kindergarten und auch für mich möchte ich dann wissen, wo wir hingehören.

Ach ihr seht ich drehe mich auch im Kreis. Ich freue mich falls mir jemand antworten möchte.
Ich vertrage auch ein paar Seitenhiebe. Ich möchte nur endlich mal wissen, wie man aus dem Gedankenkarussel heraus kommt. Und es würde mich freuen, wenn vielleicht auch ein paar Gleichgesinnt da sind.

Ich habe nämlich das Gefühl, dass die meisten Kinder zwar mal ihr Elternhaus verlassen, dann aber eigentlich später (wenn die Kinder kommen) nur zwischen der gewählten neuen Heimat oder oder alten Heimat, in der immernoch die Eltern leben, entscheiden müssen. Bei uns ist es aber leider alles verstreuter, so quasi so als ob man überall Wurzeln hat aber nirgends richtig...
Ich finde das nicht gut, finde aber auch einfach keine Lösung.

Sorry, aber das wollte ich einfach noch hinzufügen.


  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
avatar  patty 2
Status:
schrieb am 22.05.2017 19:59
Hallo Sommerluft,

Zitat

Ich habe also auch einfach Angst, wieder falsch zu liegen wenn wir jetzt hier wieder alles abbrechen...

wenn man deinen Bericht liest, dann könntest du mit deiner Vermutung ganz richtig liegen.
Auf mich wirkt dein Bericht so, als hättest du dich noch nicht selbst gefunden bzw. als wenn du auf der Suche nach Geborgenheit und Schutz bist.
In deinem Bericht machst du vieles an den äußeren Umständen fest und betrauerst alte Zeiten

Zitat

Das wir hier sind hatte ich entschieden: Ich wollte vor 5 Jahren hierher um meinem Bruder näher zu sein. Er lebt hier und wir haben auch Kontakt, aber wenn ich es jetzt nochmal entscheiden müsste, würde ich nicht hierhier ziehen.
Was hattest du dir bei der damaligen Entscheidung erhofft, was wolltest du mit der Nähe zum Bruder erreichen?

Für mich stellt sich auch die Frage, welche Lebensziele verfolgst du, welche Pläne/Wünsche habt ihr als Paar.?Wie sieht deine Arbeitssituation aus, was machst du in deiner Freizeit, hast du Hobbys? Wie aktiv warst du bis jetzt, deinen jetzigen Wohnort zu entdecken?

Angenommen du würdest in Richtung deiner Mutter ziehen, was wäre dann besser? Wie würde es für deinen Partner werden?
Gab es einmal diesen Lebensort an dem du dich verwurzelt gefühlt hast?

LG Patty


  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
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  Sommerluft
Status:
schrieb am 22.05.2017 21:17
Hallo Patty,

vielen Dank für deine Fragen und die Auseinandersetzung mit dem was ich geschrieben habe!

Zum Umzug zu meinem Bruder: Damals lebte ich für einen Job ein paar Jahre in Süddeutschland. Ich hatte meinen Mann kennengelernt und ein Jobwechsel stand an. Tja, damals kam eigentlich die gleiche Frage auf wie jetzt: wo solls hingehen für den neuen Job? Irgendwie hatte ich mir damals dann in den Kopf gesetzt dass ich mit dem Umzug erreichen kann, dass ich meinem Bruder näher stehe. Aber das ist so nicht passiert. Das ist auch nicht schlimm, wir verstehen uns trotzdem gut. Aber wir sind eben einfach nur Geschwister und nicht die besten Freunde usw....Das habe ich nun begriffen. Meine Motivation war aber eben genau diese Nähe zu suchen...

Zu den Fragen kann ich nicht einfach so kurze Antworten geben glaube ich. Ich gehe zu Sportkursen und natürlich lese ich auch, interessiere mich für Pferde usw. Ich bin einfach gerne gesellig (zusammen sitzen, reden). Aber so ein klassisches Hobby verfolge ich nicht.

Ich bin angestellt und werde in einem Jahr nach der Elternzeit in den Job zurückgehen. Die Firma mag ich, mein Mann ist auch dort beschäftigt. Es ist aber eine Firma, bei der die Arbeitsorte immer wieder wechseln (so eine Art Außendienst). Es gibt auch ein paar feste Standorte, die aber nicht hier sind. Mein Mann hat nun gerade das Glück, dass ein Projekt in der Nähe von uns für 2 Jahre stattfindet. Danach wäre wieder pendeln für ihn angesagt, wenn wir hier bleiben. Und für mich eigentlich auch.

Ja aber du hast natürlich Recht, über diese Dinge müssen wir einfach nochmal nachdenken.

Ein Umzug in die Gegend von meiner Mutter hätte da auf jeden Fall Vorteile, da dort ein Standort um die Ecke ist. Genauso wie bei meiner alten Heimat. Es wäre nur wieder ein "ganz von vorne", was ich mir wohl gerade nicht so richtig zutraue. Ich denke immer, so ein Schritt sollte auch Spaß machen (klar ist es anstregend, ich beziehe Spaß aber auf die Grundmotivation). Das würde ich gerne empfinden. Eher eine Leichtigkeit, diesen Schritt zu machen als das Gefühl, etwas schweres entscheiden zu müssen...

Entschuldige, dass ich jetzt etwas konfus schreibe. Ich glaube unsere Lebensziele sind schon die klassischen: Häuschen, Kinder, gerne mit der ganzen Familie mal feiern, Reisen, im Job weiterkommen usw. Ich glaube wir wünschen uns beide einfach eine Gemeinschaft, in der wir leben können, man uns kennt und wir auch gerne ein fester Teil sind. Ich weiß du hast natürlich auch noch tiefergehendes gemeint, ich finde es aber so in Kürze nicht so gut zu sagen, was das eigentlich ist.

Ich habe schon Einiges getan, um den Ort hier besser kennenzulernen. Aber damit meine ich das Viertel , in dem wir leben sowie ein paar angrenzende Viertel. Die ganze Stadt kann ich überhaupt nicht ermessen...Das Gefühl ist trotzdem geblieben, dass ich hier eigentlich nicht ewig bleiben möchte.

Tja, und das ist wirklich eine gute Frage, wo ich mich mal verwurzelt gefühlt habe. Und leider auch gleich die für mich verwirrenste, wie du an den Beschreibungen vermutlich gleich selber feststellen wirst. Ich denke eigentlich gerade: Wie fühlt man das? Ich war in meinem alten Elternhaus sicherlich "daheim". Aber scheidungsbedingt sind hier wirklich alle in alle Richtungen ausgeflogen und unser Haus wurde verkauft. In einem größeren Ort nebenan habe ich dann studiert, weil ich zumindest in der Nähe einiger alter Freunde bzw. zumindest in der Gegend, die ich kenne, bleiben wollte. Ich weiß gar nicht, aber ich glaube verwurzelt habe ich mich da auch nur so halb gefühlt (wenn es das gibt).

Zur Jobsuche war ich aber auch da eigentlich schon wieder froh bzw. gespannt, als ich wieder etwas Neues kennenlernen konnte... In Süddeutschland, wo ich arbeiten konnte, ging es mir dann auch wirklich gut (auch deutlich besser als jetzt) aber irgendwie habe ich auch da nicht gefühlt oder gedacht, dass es meine Heimat ist oder werden kann...Ich weiß nicht warum. Leider weiß ich es einfach nicht.

Ich werde weiter über deine Hinweise nachdenken, sie haben mir schon sehr geholfen.

LG, Sommerluft


  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
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  Paula Mondschein
Status:
schrieb am 22.05.2017 23:30
Liebe Sommerluft,
ich kann dich so gut verstehen, vor allem das Gefühl, dass du deine Herde suchst. Seit ich Kinder habe, habe ich ein starkes Verlangen nach einer Gemeinschaft um uns herum, die es in der Großstadt (wir leben in HH) so nicht gibt. Ich denke, das hat einerseits mit Defiziten in der Kindheit zu tun, ich bin auch Scheidungskind, andererseits aber wirklich mit der Tatsache, dass es ein ziemlich unnatürlicher Zustand ist, als Kleinfamilie ganz allein mit seinen Kindern zu sein bzw. nur unverbindliche Kontakte zu haben. Wir haben es jetzt so gelöst, dass wir nun ein Haus am Stadtrand haben, in dem wir uns ein kleines Paradies schaffen und ich versuche, hier gute Freunde zu finden (was noch nicht so wirklich geklappt hat). Es ist also noch das alte Suchgefühl da, aber unter den Ort habe ich nun einen Harken gemacht, weil ich denke, woanders nochmal anzufangen ist wie wenn man einen Partner verlassen würde für einen anderen, weil man meint, mit dem neuen weniger Probleme zu haben - die Probleme holen einen ein und man muss versuchen, daran zu arbeiten. Bei euch ist es mit den Jobs allerdings noch so kompliziert, den Aspekt kann ich jetzt nicht so gut beurteilen. Ansonsten denke ich, zurück ist meistens eine Illusion, das gibt es leider nicht traurig Eine Kleinstadt wäre aber sicher weniger anonym als eine Großstadt und wenn es da etwas gibt, von dem aus ihr gut zu den Jobs kommt, hilft nur hinfahren und viel zeit da verbringen, sich die Menschen da genau angucken...
Ich drück dich mal unbekannter auch unverwurzelter Weise und wünsch dir alles Liebe!
Paula


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  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
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  mjuka
schrieb am 23.05.2017 10:03
Liebe Sommerluft,

dein Beitrag hat mich sehr berührt, kenne ich doch auch die Suche nach einer Heimat...

Inzwischen denke ich, dass man Heimat nur im eigenen Herzen finden kann. Ich kann nur für mich sprechen, kam aber dann zur Ruhe, als ich meine Mitte gefunden und "ausgeleuchtet" hatte. Das war ein teilweise steiniger Weg, der bei mir nur mit therapeutischer Hilfe klappte. Vielleicht wäre das ja auch ein Weg für dich, zu sehen, was deine inneren Wurzeln sind, was dich hält und trägt, wo deine "Glaubenssätze" und Lebenswahrheiten sind und wo sie herkommen.

Ich wohne in einer Kleinstadt, in der Nähe zu zwei größeren Städten. Hier wohne ich jetzt gerne, aber es hat gedauert. Die Menschen sind schon auch wichtig, aber für mich war es wirklich das Erobern meiner inneren Heimat, meiner eigenen Mitte.

Ich wünsche dir sehr, dass du deinen Weg findest, zur Ruhe kommen kannst und am Ende eine echte Heimat (vielleicht auch nur in dir) hast.
Alles Gute für dich!
mjuka


  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
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  Joaninha
schrieb am 23.05.2017 10:24
Ich bin schon ziemlich rumgekommen und es gibt zwei Orte, die ich wirklich sehr vermisst habe, den Ort meiner Kindheit und den meines Studiums. Danach habe ich mcih nie wieder an einem Ort fest verwurzelt gefühlt. Inzwischen, mit Mann und Kind, finde ich meine Heimat in mir selbst und in meiner Familie. Ich weiß aber auch, dass wir irgendwann noch einmal umziehen werden und dann hoffentlich "richtig" sesshaft werden.
Was ich an Deiner Stelle tun würde:
- Ideen zum Hausbau konkretisieren. Dabei nicht gleich tausend Fragen auf einmal beantworten (Wie sind die Leute, wie der Kredit, welche Türklinken wollen wir überhaupt?), sondern kleine Einheiten abarbeiten. Ihr könntet z.B., wenn Ihr Ausflüge in die Umgebung macht, ja mal gezielt Ausschau halten, wo es Euch gefällt, wo gebaut wird, wie die Anbindung ist etc.
- Eine Wohnmöglichkeit in der Nähe Deiner Mutter finden. Das muss nicht gleich die Zweitwohnung sein, sondern vielleicht eine Ferienwohnung, in die Ihr auch mal übers verlängerte Wochenende könnt. Dann dort möglichst viel Zeit verbringen, schauen, wie sich das anfühlt und Kraft tanken für die Großstadt.
- Mir klarmachen, dass die Großstadt nicht die Endstation ist und dass ich eines Tages mit ein bisschen Sehnsicht an den Ort zurückdenken werde, an dem mein Kind mit mir die ersten Jahre seines Lebens verbracht hat.


  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
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  Sommerluft
Status:
schrieb am 24.05.2017 12:58
Vielen Dank für eure Beiträge.
Paula ich finde du hast es sehr treffend formuliert. Ich glaube wohl innerlich auch bereits, dass zurück eine Illusion ist. Deswegen habe ich hier wohl auch keinen Antrieb, etwas zu unternehmen. Ja und das mit den Kindern ist eben auch so ein Wendepunkt. Es geht mir auch erst seitdem alles durch den Kopf. Ich wünsche dir auch liebe Menschen in deiner Nähe, die immer mehr zu deiner Gemeinschaft werden, die dann auch etwas verbindlicher ist. Und du wirkst so sympathisch, ich glaube da musst du keine Sorge haben!

Dank auch euch beiden für eure Antworten und Hinweise. Ich muss sagen seit dem ich gelesen habe, dass auch andere sich mit solchen Gedanken beschäftigen, fühle ich mich schon nicht mehr so alleine damit.

Aufgrund eurer Anreungen beginne ich gerade mehr mich selber wahrzunehmen. Wie möchte ich meine berufliche Situation angehen. Ich glaube das wird dann auch eine entscheidende Komponente werden. Und irgendwie beruhigt sich dabei schon das Gedankenkarussel, weil ich ja nach etwas ganz anderem schaue als nur nach einem Ort.

Ich denke therapeutische Hilfe anzunehmen wäre auch eine gute Unterstützung, um Vergangenes noch etwas aufzuarbeiten.

Ich denke auch dass ich mir den einen oder anderen Ort vielleicht noch genauer ansehene werde, so wie ihr es empfohlen habt. Aber ich werde versuchen, mehr die Heimat in mir zu sehen auch i.s.v. wo macht es für mich aber auch für uns als Familie denn nun gerade Sinn, zu sein. Wo zieht es uns beruflich hin. Und das Gefühl zu haben, dass man dann nicht alleine ist, vielleicht weniger von den äußeren Umständen abhängig zu machen.

Ich denke am meisten belastet hat mich, dass ich denke, ich mache etwas falsch, wenn ich hier bin und noch nicht in meiner Heimat. Aber das Gefühl ist gerade nicht mehr da und irgendwie bin ich etwas entspannter und denke nun, dass wir uns unsere Optionen und auch Wünsche nochmal ansehen sollten. Ich danke euch und bin sehr berührt und dankbar für eure Unterstützung!


  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
no avatar
  blabla2
Status:
schrieb am 24.05.2017 15:33
Hallo Sommerluft, fühl dich gedrückt, du klingst schon besser. Evtl. würde ein größeres soziales Netzwerk helfen, das Gefühl agekommen zu sein verstärken. Es ist mühsam ein weites Netzwerk aufzubauen. Es ist aber eine mögliche Lösung gegen das Gefühl der Heimatlosigkeit. Hattest du früher mehr Kontakte?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.05.17 15:42 von blabla2.


  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
avatar  Isving
Status:
schrieb am 27.05.2017 22:51
Ich kenne dein Gefühl nur zu gut - mir hilft mein Kleingarten. Echt. Das klingt zwar nach dem Gipfel der Spießigkeit, aber es ist ein bisschen Dorf in der Großstadt... Vielleicht wäre das ja was für dich.


  Re: Wie kann ich endlich meinen Ort finden?
no avatar
  Sommerluft
Status:
schrieb am 04.06.2017 20:55
Entschuldigt aber ich konnte nicht eher antworten.
Blabla2: Als Kind und auch mit Mitte 20 war ich oft sehr selbstbewusst und glücklich. Ich hatte überhaupt keine Probleme tolle Freundschaften zu finden, teilweise bestehen diese auch jetzt noch (u.a. eben diese Menschen in der alten Heimat, wobei eben auch "nur" ein guter Kontakt da ist und nicht dieses ganz enge Gefühl wie früher). Sorry wenn ich mich jetzt wiederhole. Also ich kann quasi bei diesen Freunden "einfach so" nach Wochen anrufen und wir können recht schnell über alles reden. Ich denke aber trotzdem und merke es auch, dass sich beide Seiten natürlich auch verändert und weiterentwickelt haben. Wir fahren halt nicht mehr morgens zusammen mit dem Fahrrad in die Schulesmile.

Ich hatte aber auch ein paar mal nicht so tolle selbstbewusste Zeiten und hatte dann auch gleich absoluti nicht die richtigen Partner und leider auch etwas Probleme, Freunde zu finden. Es ist also so, als ob immer dann, wenn ich in mir ruhe und ich glücklich bin, ich automatisch auch ein positives Umfeld aufbaue, nette Menschen treffe etc.

Immer wenn ich wirklich traurig war, depressiv (gab es leider auch, hier spielte wohl auch die Scheidung meiner Eltern und die eine oder andere Kindheitserinnerung eine Rolle) oder eben einfach nicht selbstbewusst, dann geriet alles irgendwie in Schwierigkeiten und Nichts gefiel mir (Job, Freunde, keiner passte zu mir und irgendwie habe ich dann auch wirklich immer Freundschaften aufgebaut, die nicht herzlich oder von Dauer waren. Leider). Und so ist wohl auch hier meine Ausgangslage (gewesen): leider eher die Tieflage.

Wie auch immer: Danke für deine Anregung und ich denke, dass mir das helfen wird.

Auch den letzten Beitrag finde ich gutsmile: Ja, so ein Kleingarten kann schon helfensmile! Ich merke immer wieder, dass ich jetzt erst mal mich über meinen Job und meine gemeinsamen Pläne und Ziele mit meinem Mann verwirklichen und glücklich werden möchte. Ich glaube und hoffe sehr dass die alte Selbstbewusste, glückliche und tolle Person, die ich lange als Kind und auch mal mit Mitte 20 war (wo ich dann in Süddeutschland war und es mir so gut ging..) wieder kommt und ich die Heimat wieder in meinem Herzen finden kann.

Danke euch allen und sorry falls es etwas viel therapeutisches Schreiben war. Ich denke aber hier ist wirklich der richtige Ort dafür und ich freue mich einfach, dass es dieses Forum gibt.

Alles Gute auch an euch!




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