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  Trennung- was muss ich beachten?
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  Anonyma1234
schrieb am 30.04.2017 17:14
Hallo zusammen,

Ich habe mich von meinem Mann getrennt vorgestern. Wir haben zwei Kinder (1 und 4) und seit 2013 ein gemeinsames Haus das natürlich noch nicht abbezahlt ist.
Ich habe in einem anderen Thread gelesen dass man als Frau vermeiden sollte auszuziehen mit den Kindern...warum?
Ich werde mir eine Wohnung suchen müssen weil er hier bis zum Verkauf des Hauses wohnen will.
Des weiteren will er entweder ein Wechselmodell oder das alle 2 Wochenendenmodell. Er schwankt da immer und ich glaube das Wechselmodell ist eher eine Provokation gegen mich. Er ist gehen die Trennung weil er seine Kinder nicht verlieren will und auch seine Altersvorsorge (Das Haus)
Keiner von uns kann das Haus alleine unterhalten und ich hab keine Ahnung was nun genau banktechnisch zu tun ist.
Kopien von Gehaltsabrechnungen usw. Werde ich anfertigen.
Ich selbst arbeite nur Teilzeit und er im Schichtdienst(Nachtschicht), die Ehe ist definitiv vorbei, er ist ein Choleriker und ich bin lange Zeit nur wegen den Kindern bei ihm geblieben.
Über Tips von euch wäre ich sehr dankbar.
Lieben Gruß


  Re: Trennung- was muss ich beachten?
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  gelöschter User
schrieb am 30.04.2017 20:10
Ich würde dir auch raten nicht vorschnell auszuziehen. Versuche erstmal weiter im Haus auszuharren bzw. versucht vorerst im Haus getrennt zu leben, d.h. einer zieht aus dem Schlafzimmer aus auf die Couch.
Wichtig: Nicht mehr für ihn kochen, für ihn Wäsche waschen usw., denn ab dem Zeitpunkt wo du nichts mehr für ihn machst gilt auch das Trennungsjahr, was ja bis zur Scheidung eingehalten werden muss.

Bzgl. des Hauses würde ich dir raten einen Anwalt zu kontaktieren. Es gibt auch die Möglichkeit kostenfrei an eine anwaltliche Beratung zu kommen mit Hilfe von einem Beratungsschein. Den solltest du bei dem Amtsgericht, welches für deinen Wohnort zuständig ist, beantragen können. Am besten du rufst dort vorher an und fragst welche Voraussetzungen und welche Unterlagen hierfür benötigt werden.

Wenn keiner von euch beiden das Haus alleine unterhalten kann, dann muss es eben mit Verlust verkauft werden und die noch offenen Schulden müssten von euch beiden zu gleichen Teilen abgestottert werden (auf jeden Fall einen Termin mit euer Bank machen, der wird es egal sein von wem von euch der Kredit bezahlt wird, hauptsache jemand zahlt das von euch ab).

Wenn dein Mann ein höheres Einkommen hat, kann er ggf. auch alleine in die Pflicht genommen werden und im Gegensatz dazu könnte es sein, dass der Unterhalt für eure beiden Kinder und dich dann geringer ausfallen wird. Hier gibt es Grenzen für den Selbstbehalt seines Einkommens, also einen Mindestbetrag, der ihm alleine zusteht. Auch hierüber könnte dich ein Anwalt aufklären.

Ich würde dir auch raten sämtliche Aktenordner durch zu schauen und wichtige Unterlagen zu kopieren.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit und alles Gute!

Liebe Grüße,
Anni


  Re: Trennung- was muss ich beachten?
avatar  Majoni
Status:
schrieb am 30.04.2017 20:54
Hi,

Wie du schon schriebst verdienstbescheide kopieren, an Lebensversicherungen denken falls der Partner im Todesfall als begünstigter eingesetzt ist und dies dann abändern.

Hast du ein eigenes Konto? Wenn nicht eröffnen....An Sparbücher denken usw....

Zum Anwalt gehen und vor allem mit der Bank sofort Kontakt aufnehmen wegen dem Kredit. die Frage ist wie euch die Bank entgegenkommt bezüglich des Verkaufes/ Restschulden und ob die Bank überhaupt so mitspielt wie ihr es wollt.


Alles Gute Majoni


  Re: Trennung- was muss ich beachten?
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  luna2
Status:
schrieb am 01.05.2017 20:58
Ich würde mit deinem Mann noch einmal sachbezogen darüber sprechen und mich ggf. vorher durch einen Rechtsanwalt beraten lassen. ihr könnt z.b. auch solche Fragen im Rahmen einer Mediation besprochen und das Ergebnis verschriftlichen lassen.

Letztlich bedeutet es für deinen Mann, das er höheren Unterhalt zahlen muss, wenn er in eurem Haus bleibt (da er ja die Miete spart, das wird dann bei der Unterhaltsberechnung als Vorteil angerechnet und die Unterhaltszahlungen werden entsprechend höher). Die Schulden fürs Haus würden euch von der Bank sicher zu 50/50 angerechnet. Letztlich kann man , wenn man sich gar nicht einigen kann, auch eine Zuweisung des Hauses beim Familiengericht beantragen, wenn ein getrenntes Leben im gemeinsamen Haus nicht möglich oder zumutbar ist. Dabei kann einem das Haus übrigens auch zugewiesen werden, wenn man zwischenzeitlich ausgezogen ist, es wird aber natürlich schwieriger.
Hinsichtlich des Wechselmodells müsste dein Mann bei Schichtarbeit schlüssig erklären, wie die Kinderbetreuung durch ihn gesichert werden kann, sonst wird es dazu eventuell keine Zustimmung geben bei so kleinen Kindern.




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